Kommentare

das macht doch alles gar nichts ...

schließlich haben auch in Afrika nicht alle Menschen eine Sozialversicherung, warum also in den USA? Real gehört das auch zu den langweiligen europäischen Erfindungen, die das Leben einfacher und die Arbeit teurer machen - also genau in die falsche Richtung wirken. :-)

>Der Hardliner...

...lehnt ein staatlich organisiertes Versicherungssystem als Eingriff in die Privatsphäre ab. <
Wenn man der Logik der "Hardliner" folgt müssten in letzter Konsequenz alle Gesetze abgeschafft werden - am Ende stünde dann die Anarchie als Staatsform.

Seltene Einigkeit

Die gegenwärtige Medienberichterstattung erlebt eine seltene Einigkeit.
Während wir, bis heute(!), die Einzelheiten von Obamacare nicht kennen, werden wir täglich mit den Horrorszenarien überschwemmt, daß mit der Abschaffung durch Trump der medizinische Notstand ausbräche.
Werte Faktenfinder, wäre doch einmal ein genaue Aufschlüsselung wert.
Was nämlich gern verschwiegen wird, mit Obamacare sind zwar DIE MEISSTEN, aber eben Millionen US-Bürger auch nicht versichert!
Etwas mehr neutrale Distanz täte allen gut.

Peinlich

Ich finde den Beifall der Umstehenden peinlich, denn sie sind selbst wirtschaftlich privilegiert und spenden dennoch Beifall, wenn ein Präsident die Bedingungen für krankenversicherte Geringverdiener aktiv verschlechtert.

@Bernd39

"Was nämlich gern verschwiegen wird, mit Obamacare sind zwar DIE MEISSTEN, aber eben Millionen US-Bürger auch nicht versichert!"

Sie haben vollkommen Recht! Obamacare ist nicht sonderlich gut, aber - und das ist viel wichtiger - alle bislang vorgeschlagenen Lösungen der Republikaner würde noch mehr Leute aus der Versicherung werfen und da wären vor allen Dingen jene mit schweren Krankheiten und geringem Einkommen betroffen.
So sehr man also über Obamacare meckern mag. Ein drittklassiges System ist immer noch besser als ein schlechstmögliches System.
Trump-does-not-know-anything ist bisher das einzige durchgezogene Trumpprogramm, Trump-not-care wird jetzt nicht auch noch benötigt!

So oder so

wird es hart für viele werden. Obamacare ist praktisch schon gescheitert. Als kleines Unternehmen, welches die Prämie mit den Mitarbeitern 50/50 teilt, sehen wir im kommenden Jahr einer Beitragserhöhung von bis zu 45% entgegen. Was die staatlich geförderte Versicherung angeht, daraus haben sich hier in Georgia alle bis auf eine einzige Versicherungsgesellschaft zurückgezogen. Die meisten Ärzte nehmen sowieso schon keine 'Obamacare'-Patienten mehr, weil sie befürchten, ihre Honorare nicht zu bekommen. Wenn der Patient seine Prämie nicht bezahlt (oder meistens eben nicht mehr bezahlen kann), bekommt auch der Dienstleister kein Geld. Daher werden nur Patienten genommen, die über den Arbeitgeber in Gruppenversicherungen angemeldet sind (der Arbeitgeber zieht die Prämien vom Lohn ab und zahlt sie dann bei der Versicherung ein) oder die, die Cash bezahlen. Viel schlimmer als es jetzt schon ist, denke ich, kann es eh nicht mehr kommen.

Unzureichend informiert

@ Bernd39:
Während wir, bis heute(!), die Einzelheiten von Obamacare nicht kennen, werden wir täglich mit den Horrorszenarien überschwemmt, daß mit der Abschaffung durch Trump der medizinische Notstand ausbräche.

Nein völlig falsch. Von Notstand ist im Artikel keine Rede, man sollte nicht versuchen, das den Journalisten in den Mund zu legen.

Außerdem gibt es eine Reihe von Lesern, die die US-Krankenvericherung und auch die von Obama hinzugefügten Errungenschaften durchaus genau kennen. Sie könnten sich sogar selbst ausreichend informieren, wenn Sie wollten.

Neoliberalismus und Wirtschaft nicht begriffen

"Kritiker befürchten, es könnte vor allem Junge und Gesunde begünstigen und viele andere benachteiligen."
Sie haben zwar recht, aber sie haben den Neoliberalismus und Wirtschaft nicht begriffen - es geht dabei in erster Linie darum Geld zu machen. Der Zweig "Versicherung" sind dabei nur eines der möglichen Geschäftsmodelle.
Auf der Grundlage jeden Wirtschaftens - der "Gewinnmaximierung" - kann man ihn in dieser Branche bei Krankenversicherungen nur darüber optimal maximieren, in dem man nur Junge und genetisch-nachgewiesen Gesunde "versichert" und im Krankheitsfalle die Leistungen erst einmal verweigert und die Betroffenen klagen lässt!
Da die Politik sich die Gesetze von der Wirtschaftlobby schreiben läßt, haben die Betroffenen keine Chance, da die Jusitz an diese "Gesetze" gebunden ist.
Rundum wie Warren Buffert sagte: .... "und wir (die Reichen) werden den Krieg gewinnen!"
Kein Wunder, hat man doch das "Recht" auf seiner Seite - so wie vor Jahrhunderten die Kirche und der Adel.

Amerika first ist eben auch Egoismus first.

Viele Reiche wollen nicht verstehen, das eine Lotterie nur dann funktioniert, wenn alle einzahlen, nicht nur die Gewinner. Eine Versicherung ist keine Lotterie und man nennt man das Prinzip dort auch Solidarität, aber es funktioniert genauso.

Die Leidtragenden sind eben die Armen und Kranken. Aber die brauchen ja keine Versicherung :)
Vielleicht ist das Amerikas Beitrag zur CO2-Vermeidung das ein Teil der Einwohner elend vereckt.

Auch in Deutschland könnte die Krankenversicherung sehr viel billiger sein. Es müssten nur auch alle einzahlen, die jetzt privat versichert sind.

Ich habe gehört viele privat versicherte Angestellte sind erstaunt welch hohe Beiträge sie zu zahlen haben wenn sie alt und im Ruhestand sind.
Aber das ist eben Marktwirtschaft.

@ Bernd39

Dumme Frage: Glaube Sie, dass durch den Erlass von Trump die fehlenden Millionen auf einmal sich eine Krankenversicherung leisten können?

In Deutschland und Europa kann man sich die Probleme in den USA wohl kaum vorstellen, da die allermeisten in den Genuss einer guten Grundversorgung kommen.

Naja, in knapp drei Jahren wird wieder in den USA gewählt, mal sehen ob die Abschaffung von Trumpcare dann ein Wahlkamp wird....

Der Wähler bekommt,

was der Wähler wählt.
Fairerweise muss man sagen, die USA hatten bei der letzten Wahl nur die Wahl zwischen Pest und Cholera.
Da haben wir zum Glück in Deutschland eine größere Auswahl. Man mag über die AfD denken wie man will aber so flüchtlingsfreundlich, wie die deutschen Parteien sich outen, braucht man auch die AfD als Gegenpol. Man sieht in den USA, wohin es führt, wenn man keine Wahlalternativen hat. So schwierig Jamaika jetzt sein mag, es lebe die Alternative.

Der Erfolg war leider nur ein Teilerfolg

@ Bernd39:
Was nämlich gern verschwiegen wird, mit Obamacare sind zwar DIE MEISSTEN, aber eben Millionen US-Bürger auch nicht versichert!
Etwas mehr neutrale Distanz täte allen gut.

Der Artikel erwähnt das durchaus, indem er angibt wie die Zahl der Menschen ohne Krankenversicherung unter Obama gesunken ist. In früheren Artikel wurde aber auch beschrieben, wie die Obama-Administration schon kleinste Verbesserungen gegen die Konservativen durchkämpfen musste.

Außerdem: Fehlende Neutralität ist hier der Tagesschau nicht vorzuwerfen.

@Bernd39 - Horrorszenarien - medizinische Notstand

Was glauben Sie was passiert , wenn durch dieses Dekret die Krankenversicherer , welche jetzt Kredite nur noch für Horrorzinsen bekommen , erst Pleite gehen.

Ärzte , Krankenplegepersonal sind mehr Arbeitsplätze als die paar todgeweihten
vom dementen alten Mann populistisch
vermarkteten der Kohleindustrie.

Artikel gibt es

viele so und richtig wissen wir als nicht Amerikaner aber nicht um was es geht oder wie es funktioniert.
Wenn die Beschreibung von " 09:37 von hijo " stimmt dann ist auch ein sinnloses System.
Und das sind wirklich Dinge die nur die Amerikaner selber etwas angehen.

Gruß

@ hijo

ist schon interessant was jemand sagt, der betroffen ist.
Allerdings glaube ich schon, das die Situation noch viel schlimmer wird - zumindest für viele Arbeitnehmer in den USA. Denn Herr T. meint ja wohl er sei das " non plus ultra " und nur seine Meinung und seines Gleichen zählen. Die " dummen Normalos " können doch abgezockt werden und lassen sich das auch bereitwillig gefallen - sonst würde da doch mehr Protest kommen - egal was sich dieser Herr wieder einfallen lässt.

Nachtrag

Und ich befürchte das sich die Soziale Marktwirtschaft dank dem Amerikanismus in der Weltwirtschaft auch aus unserem Leben verabschiedet

Trump steht zu seinem Wort

Das ist natürlich ein Schock für viele in Europa, dass ein Politiker wirklich versucht, seine Wahlversprechen einzuhalten.

Während Merkel und Co. sich denken, was kümmert mich mein Geschwätz von gestern (Maut, Migration, Homo Ehe), hält Trump trotz großer Widerstände des politischen Establishments an seinem, den Wählern gegebenen Wort fest.

09:36 von Tomás Complacencia

Peinlich

Ich finde den Beifall der Umstehenden peinlich, denn sie sind selbst wirtschaftlich privilegiert und spenden dennoch Beifall, wenn ein Präsident die Bedingungen für krankenversicherte Geringverdiener aktiv verschlechtert.
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Bei uns bestimmen Pensions- und Beihilfeberechtigte über Renten und Krankenversicherung.
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Warum sollte nur Amerikanern etwas peinlich sein?

Obamacare ist .. war richtig und wichtig

Natürlich, nicht perfekt. Vielleicht auch weit davon entfernt. Aber führt beim ersten Versuch schon perfekte Prozesse ein? Mit der Zeit kommt die Erfahrung und mit der Erfahrung weiß man irgendwann, wo man verbessern muss. Wenn aber Verbesserungsvorschläge von alten, weißen, reaktionären und überprivilegierten Männern, die die Mehrheit im Kongress haben, einfach negiert werden, dann kann sich das System nicht weiterentwickeln und allein aus Stagnation haben sich die wenigsten System verbessert.

Trump isn dohv.

So oder so?

"Viel schlimmer als es jetzt schon ist, denke ich, kann es eh nicht mehr kommen."
Guter Beitrag aber bei allem Respekt:
Sie haben keine Ahnung zu was die previligierten Eliten noch alles fähig sein werden und sich mit ihren selbstgemachten partikularausgerichten Gesetzes selber den Weg zur uneinegschränkten Macht und finanziellem Reichtum ebnen werden.
Der Calvinismus als US-Amerikanischen VAP dient dabei religiöse Rechtfertigung bestätig sie in ihrem tun. Wirtschaftlicher Erfolg gilt als Zeichen für den Gnadenstand. Das heißt, zu den Auserwählten zu gehören, die nach dem Tod in den Himmel kommen.
Wer das mit den überliefertren Aussagen Jesu vergleicht, kann sich nur an den kopf fassen, denn unfassbarer und asozialer kann die Religionensauslegung des Calvinismus nicht mehr sein. Unmenschlichkeit und soziale Kälte, Gier und Geiz führen demnach in den Himmel - in welchen? Dem der Steuerparadiese?

Klar, denn es muss ja

Klar, denn es muss ja passieren, was Trump immer prophezeit, nämlich, dass Obamacare fehlschlägt.

@ tobeorwhat um 9:42

Ja, es geht um den privatwirtschaftlichen Profit. Nur zeigen drei Finger wieder einmal auf uns, auf Deutschland. Denn mit der Riester Rente hat der SPD Genosse der Bosse Gerd Schröder seinen Spezis aus der Versicherungswirtschaft ein Milliardengeschäft auf Kosten der Bürger verschafft.

In Dankbarkeit für seine Verdienste um die Versicherungswirtschaft, ist ein Hannoveraner Versicherungsunternehmer anschließend zum Verleger mutiert und hat dem Kanzler seine Memoiren für 2 Millionen Euro abgekauft..

Versicherung

Wer eine allgemeine Krankenversicherung für eine Einschränkung der persönlichen Freiheit hält, der muss das auch für eine (Zwangs-)Haftpflicht fürs Auto so sehen. Ist doch meine Sache, wie ich den Unfall bezahle.

Fehlerhafte Berichterstattung

Im Artikel heißt es: "Kritik am "Obamacare" ist insofern gerechtfertigt, als dass die Versicherungsprämien zum Teil in dramatische Höhen geklettert sind. Aber wie soll sich ein Versicherungssystem, dem die Regierung das Vertrauen entzogen hat, auch gesund am Markt behaupten?"

Hier wird Ursache und Wirkung verwechselt.
Die Versicherungsbeiträge sind bereits unter Präsident Obama in dramatische Höhen geklettert.

Die Prämien sind aber schon

Die Prämien sind aber schon bei der Administration Obamas in die Höhe gerast. Es hat also nichts mit Trump oder der Missgunst der Regierung zu tun.

@Trump steht zu seinem Wort 9:58 Einfach Unglaublich

Zu welchem?
Dem von gestern und jenem von vorgestern.

Es gibt eine schöne Seite in den USA,
da werden diese Unglaublichkeiten akribisch gelistet:
www.politifact.com/personalities/donald-trump/statements/?list=speaker

In der Tat: Einfach unglaublich.

@wenigfahrer

Ich hatte schon früher erwähnt, dass es ein grosser Fehler war, Obamacare nicht zur absoluten Pflicht zu machen und die Hintertür offenzulassen, durch die man sich mittels Zahlung eines Bussgeldes aus der sozialen Verantwortung stehlen kann. Das Bussgeld wird ja nicht von den Geringverdienern verlangt, sondern von denen, die sich die Versicherung vom Einkommen her leisten können. Wäre es allgemeine Pflicht gewesen (wie eben auch in Deutschland bis zu einer gewissen Einkommensgrenze), hätten sich die Kosten besser verteilt und die Prämien wären erschwinglicher. Neben der Prämie fallen ja auch noch gehörige Zuzahlungen und Eigenleistung an (bei unserem Plan z. Zt. $6,050 pro Jahr aus der eigenen Tasche), sei es beim Arzt, im Krankenhaus oder in der Apotheke. Viele Leistungen wurden glattweg gestrichen, ebenso Medikamente. Die Situation hier ist für Deutsche mit ihrem gutem Versicherungsschutz wirklich kaum nachzuvollziehen. Hier können viele sich nicht einmal ihre Medizin leisten.

Warum verdient Testosteron -Man sich sein Gehalt nicht mal:

selbst;mit(guterArbeit);gesundem Menschenverstand;Berücksichtigung von Fakten u.Notwendigkeiten z.B.wer Hilfe benötigt bekommt sie u.nicht der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen oder Sinn u.Zweck ist es"einer für alle u.aber auch alle für einen"?Könnte was Soziales sein was ohne Ökonomisches auskommt?Einfach mal was besser machen?Das wäre doch mal was mit Sinn u. nicht nur sein Geld "W-wert"?Aber ich bezweifle bei dem bisherigen Gebahren u.Handeln das der Mann überhaupt den Unterschied zwischen Substantv u.Adjektiv kennt es sei denn es steht ein"$"-Zeichen dran aber auch nur eins nur u.irgendwie für ihn?Gott sei Dank das politische Macht zeitlich begrenzt ist;auch wenn er dann sich immer noch als Great-est u. unglaublich erfolgreich stilisieren wird? War er nicht schon 4 mal Pleite u.bekommt kaum noch Kredite in den USA aber von der Deutschen Bank. Woran erinnert mich das noch? Letzte Krise 2008 u. die dämlichsten u.teuersten Verstrickungen der Deut.u. Landesbnken Ursache USA?

Trump geht es einzig und

Trump geht es einzig und allein darum, Obamacare zu zerstören. Eine politische Absicht oder gar Adenda steckt leider nicht hinter Trumps Zerstörungsplan.

Musterbeispiel eines Politikers

Das hatten wir ja seit Jahrzehnten nicht, dass ein Politiker zu seinem Wort vor den Wahlen steht und trotz Torpedierung es nicht aufgibt seine Wahlversprechen umzusetzen.

Ich weiß nicht mehr der wievielte Versuch es ist sein Wahlversprechen zu halten.

Respekt zu diesem Präsidenten.

Eine Frage der Priorität

Zur Wahrheit gehört aber auch: Wie viele US-Bürger, die keine Krankenversicherung haben, besitzen gleichzeitig teure Schusswaffen? Ich glaube nämlich auch, das die Frage einer Krankenversicherung in den Staaten eine Frage der Prioritäten ist. Und auch Obamacare half den Versicherungen mehr, als den Kranken. Hier handelt es sich um ein gesellschaftliches Problem. Wer das Recht auf eine Waffe hat, sollte auch das Recht auf Gesundheit haben.

@ich61

Ich fürchte, Sie werden recht behalten, was Ihren ersten Satz betrifft. Der Kuchen wird halt in anderen Kreisen geteilt, die Steuerzahler bekommen hier und da mal ein Häppchen, damit sie bei Laune bleiben. Der Lobbyismus kennt hier keine Grenzen mehr. Die Versicherer spenden hohe Geldsummen, damit sie auch hinterher das machen dürfen, was ihnen am meisten Profit und den CEOs den höchsten Bonus zum Jahresende beschert.

Nix dran verdient

Wahrscheinlich habe ich das Statement auf Twitter, dem offiziellen White-House-Kanal - übersehen: obamacare koste den Staat was: Geld, welches für Steuer-Entlastungen fehlt. Wen wollte T nochmal entlasten? Und zweitens verdient die Versicherungs-Industrie zu wenig an einer staatl. Gesundheitsvers. Würde mich interessieren, wieviel Wahlkamf-Spenden (eigentlich sind es ja Wahlkampf-Shares) die bezahlt haben. Vielleicht ist T aber auch an einem Versicherer beteiligt? Warum deshalb die Änderung mit alles Gewalt durchdrücken?

@ Bernd39 09:20 u.a.

Sie mögen Obama nicht mögen und seine - schwierig durchzusetzende - Wende in der Gesundheitsversorgung der amerikanischen Bevölkerung. Fakt ist, dass Trump die sinnvollen Ansätze zerstört, und zwar allein aus seinem narzisstischen Impuls, möglichst wenig Kontinuität zu Obama zu zeigen. Egal auf welches Politikfeld man schaut: Trump ist eine Gefahr, und seine hohlen Parolen erweisen sich immer mehr als Trojanische Pferde: statt "America first" isoliert er das Land international innert mehr und destabilisiert den Weltfrieden (Bsp. Nordkorea, Iran). Statt Anti-Establishment fördert er Konzerninteressen in enger kaum für möglich gehaltenen, fast schon obszönen Art und Weise (Steuerpolitik, Gesundheitspolitik etc). Statt etwas für die abgehängten Menschen der Gesellschaft zu tun, vertieft er die Gräben und vergiftet das politische Klima. Schon jetzt sind das Schäden für Jahrzehnte, mit denen seine NachfolgerInnen, die Gesellschaft und die Welt lange zu schaffen haben werden.

Das amerikanische

Das amerikanische Gesundheitswesen offenbart wie kaum ein anderer Bereich der US-amerikanischen Gesellschaft deren calvinistisch-sozialdarwinistischen Grundgedanken, nach dem jeder seines eigenes Glückes Schmied sei und der, dem es nicht gut geht, es nicht anders verdient habe. Während man hierzulande alljährlich über die moralischen Verwerfungen debattiert, die aus der Aktiven Sterbehilfe erwachsen, sehen sich in den USA alljährlich die Ärmsten vor die Wahl gestellt einfach zu verrecken oder um den Preis lebensrettender und -erhaltender Maßnahmen ganze Familien zu verschulden. Dieses zynische Dilemma hat eine lange Entwicklungsgeschichte. Donnald Trump tritt hierbei nur als ein vorübergehender Akteur auf und gebärdet sich wie der Governor von Woodbury in "Walking dead", verlogen, eigennützig und zutiefst brutal. Ganz gleich wie böse seine Entscheidungen auch sein mögen, die Menschen mögen ihn, denn Trump spielt eine starke Rolle und das ist alles was zählt.

Das Ziel war völlig richtig

Der Gedanke von Obamacare war es die meisten Amerikaner krankenzuversichern. Es ist nicht weiter verwunderlich dass hier anfangs Fehler gemacht werden, die aber im Vorfeld so nicht absehbar waren. Dann muss nachgebessert werden, so lange bis man ein System hat was zumindestends für alle tragbar ist, alle zufriedenstellen wird man niemals können.

Stattdessen das ganze Ziel zu kippen ist mit Sicherheit nicht die richtige Lösung. Der Verweis dass die Amerikaner sich das ja so ausgesucht haben ist unsinn, etwa die Hälfte der wollte Trump nicht, ein Staatsoberhaupt sollte aber das Wohl aller Bürger im Staat haben.

Wenn dann einige besser gestellt sind als andere ist das eine Sache, einem Teil der Bevölerung aber so gleichgültig gegenüber zu stehen wie Trump es tut, indem er ihnen die medizinische Versorgung entzieht und seine so Wahl zur Katastrophe für einige werden lässt ist moralisch schon äußerst verwerflich.

Peinlich

Wenn ein Präsident per Dekret regiert, weil ihn die Opposition im Kongress blockiert, so ist das noch nachvollziehbar.

Wenn ein Präsident aber mit Dekreten regiert, während seine Partei im Kongress die Mehrheit hat, wenn er also mit den Dekreten gegen seine eigenen Leute agiert, dann ist das schon mehr als peinlich.

Ich bin gespannt, wie lange die Republikaner das noch tolerieren wollen.

Ich finde den Beifall der

Ich finde den Beifall der Umstehenden peinlich, denn sie sind selbst wirtschaftlich privilegiert und spenden dennoch Beifall, wenn ein Präsident die Bedingungen für krankenversicherte Geringverdiener aktiv verschlechtert.

Da haben Sie recht, aber "Solidarität" ist eben in der amerikanischen Gesellschaft bei weitem nicht so ein wichtiger Wert wie bei uns. Und selbst bei uns nimmt die Bedeutung dieses Wertes ja ab, wie man am Wahlergebnis neoliberaler Parteien bei der Bundestagswahl sehen kann. Aber in den USA zählt Solidarität eben noch weniger, da gilt nur der Ellenbogen :-(

@dr.bashir

Das ist doch DER wunde Punkt! Wie kann es jemand wagen (noch dazu ein schwarzer Präsident), dermassen die persönliche Freiheit zu beschneiden. Dass dahinter ein ursprünglich guter Plan steckte, kam doch diesen Hohlköpfen, die mit diesem Argument auftraten, garnicht in den Sinn. Soziales Denken? Fehlanzeige!
Sie haben recht und ich habe hiermit so oft argumentiert: Warum denn kein Protest gegen und kein Geschrei wegen der Haftpflichtversicherung, wegen der gesetzlichen Rentenversicherung??? Aber wissen Sie was? Viele Leute, die grossspurig gegen eine gesetzliche Krankenversicherung waren, habe ich später jammern hören, dass sie ihre Versorgung nicht bezahlen können. Und es sind dann meist auch diese Leute, die von der Allgemeinheit, die in die KV einzahlt, erwarten, dass die ihre Arzt- bzw. Krankenhausrechnung mitträgt. Daher sind z.B. auch die Behandlungskosten hier so hoch. Bei einer vollständig gesetzlichen Versicherung ohne Schlupflöcher wäre das zu tragen, so jedoch nicht.

Wortbruch erwünscht

[09:58 von Einfach Unglaublich]
„Trump steht zu seinem Wort“

Schauen Sie mal in die deutsche Geschichte. Da gab es auch Politiker, die mit vernichtender Konsequenz „zu ihrem Wort standen“.

Trump steht zu seinem Wort? Das ist ja gerade das Schlimme! Und das begrüßen Sie?

Manchmal ist es vorteilhafter für die Menschen und den (ethischen) Fortschritt, wenn Politiker zeigen, dass sie Weitblick haben, flexibel sind, Irrtümer erkennen (schon daran haperts) und zugeben, lern- und kritikfähig sind (Atomausstieg) und nach dem Besten für andere streben, auch wenn es die Aufgabe von eigenen Positionen bedeutet.

Um unbeweglich an einem Standpunkt festzukleben, seinen Dickkopf mit Gewalt durchzusetzen und selbst die dümmsten und fatalsten Versprechen halten zu wollen, ist keinerlei Intelligenz vonnöten. Das kann schon ein Stein.

Wort halten ... egal, was man gesagt und versprochen hat. Wenn das das einzig Erstrebenswerte ist, dann gute Nacht!

@ihoecken

Trump-does-not-know-anything ist bisher das einzige durchgezogene Trumpprogramm

Völlig richtig, Trump macht Politik nicht aufgrund der Abwägung von sachlichen Fakten für und gegen eine Sache, sondern aus dem Bauch heraus. Und es scheint nicht nur in den USA, sondern auch bei uns (siehe Wahlergebnis AfD) eine breite Bevölkerungsschicht zu geben, die das gut findet. Und genau darum bin ich gegen Volksentscheide, denn dann wird unsere Politik auch aus dem Bauch heraus gemacht.

Die Kugel geben

[10:33 von Thomas Wohlzufrieden]
„Zur Wahrheit gehört aber auch: Wie viele US-Bürger, die keine Krankenversicherung haben, besitzen gleichzeitig teure Schusswaffen?“

Das war sicher nicht beabsichtigt von Ihnen, aber die Verbindung von Schusswaffen und fehlender Krankenversicherung in einem Satz animiert dazu, an Konsequenzen zu denken, wenn man sich die Gesundheitspflege, die man dringend bräuchte, nicht mehr leisten kann.

So sind halt die Prioritäten im Wilden Westen. Wer nicht mehr „malochen“ kann, ist überflüssig. Eine Schande für das 21. Jhdt.

Kleines Beispiel

Ein Student muss in den USA 1.600 Dollar Krankenversicherung pro Trimester zahlen, also im Jahr 4.800 Dollar. Eine entsprechende Versicherung kostet in Deutschland 520 Euro im Lahr, also ca. 1/8.
.
Klar, dass die enormen Gewinnerwartungen über jeden Dollar fluchen, den sie wieder herausrücken müssen.
.
Klar, wenn man Milliarden hat, keine Steuern zahlt und drei Etagen (innen vollvergoldet) im Trump-Tower bewohnt, dann erfüllt es einen mit kalter Wut, dass davon etwas an "Versager" abgegeben werden sollte. Trumps Message: Wenn´s uns besser geht, geht´s euch auch besser, auf jeden Fall so lange, wie ihr nicht bemerkt habt, dass ihr mal wieder die Gelackmeierten seid.

Zerstörer

Wie beim Thema Iran und beim Klimakompromiss - auch bei der Gesundheitsversorgung geht es Trump ausschließlich darum, alles zu zerstören, was sein Vorgänger gegen die republikanische Mehrheit in Senat und Repräsentantenhaus an positiven Ergebnissen durchsetzen konnte.

Es geht nicht darum, irgendetwas für die Bürger zu verbessern, es geht nicht um die Versöhnung der zutiefst gespaltenen US-Gesellschaft, es geht um die Zerstörung der Erfolge seines Vorgängers, um die Position in den Geschichtsbüchern der Zukunft.

Nur Trump selbst und seine eingefleischtesten Fans halten ihn für den besten und erfolgreichsten Präsidenten aller Zeiten. Der destruktivste Präsident ist er auf jeden Fall. In dieser Hinsicht ist seine Präsidentschaft wirklich historisch. Wie kann Trump glauben, auf diese Art in der Zukunft positiv beurteilt zu werden?

@ 09:44 von Duisburg "Alternative"

Der Versuch von Rechtsaußen immer alles zusammenzurühren, um es dann als "Systemparteien" etc. denunzieren zu können ist bezogen auf die USA ebenso falsch und nur ideologisch gesteuert wie auch bezogen auf die BRD.

Natürlich gibt's es Unterschiede in der Gesundheitspolitik, die eines entwickelten Industrielandes würdig ist, sowohl bei Dems oder Reps in US als auch zwischen CDU und SPD.

Demokratische Alternativen, die konstruktiv wie Linke oder Grüne seit Jahren druckreife Gesetzesinitiativen einbringen ins Parlament, haben wir auch.

Was überflüssig ist, sind undemokratische Rassisten & Menschenfeinde, die wie die Praxis in den Landtagen zeigt, selbst kein Interesse an einem friedlichen Zusammenhalt der Gesellschaft haben.

Sowas zu wählen und als "Alternative" zu verkaufen, entlarvt stets nur das eigene gestörte Verständnis zu dem, was Demokratie und Grundgesetz anbetrifft.

Deutsche Überheblichkeit

Die USA sind ein Land mit anderer Kultur, anderen Gewohnheiten und anderen Wertvorstellungen.

Ständig davon auszugehen, unser "System", das schließt die allgemeine Krankenversicherung mit ein, sei das beste (dieser Überzeugung bin ich durchaus auch) - ist in diesem Fall nichts anderes als Kulturimperialismus.
Nicht die deutschen bestimmen die US-Politik, sondern die Amerikaner. Und dort haben Sie einen Präsidenten gewählt, der eindeutig und unmissverständlich damit Wahlkampf gemacht hat, Obamacare abzuschaffen.

Soviel zur Überheblichkeit. Und zu den Fakten:
Durch Obamacare sind die Versicherungsprämien so drastisch gestiegen, dass die, die wirklich auf eine Krankenversicherung angewiesen sind sie längst nicht mehr bezahlen konnten. Versicherer gingen Pleite oder weigerten sich zu zahlen.
Diese Probleme gab es schon vor der Präsidentschaft Trumps.

Zudem dürfen alle Polemiker nicht vergessen, dass es für Menschen in Armut durchaus eine allgemeine Versicherung gibt.

Neid pur

So wie man Trump bisher beobachten konnte, wird er all seine Versprechen durchsetzen wollen. Die Mauer an der Grenze zu Mexiko hat er auch nicht aufgegeben und versucht es bei jeder Gelegenheit umzusetzen.

Eins seiner Versprechen waren auch die Steuersenkungen. Wenn er das trotz den Sabotagen und Absprechen der Legalität seines Amtes umsetzen kann, dann hat das Volk in USA absolut nichts mehr zu meckern.

Es war insgesamt sehr schlau von den Amis den Trump als Präsidenten zu wählen und wenn wir nur ein Teil von diesem Vorbild uns abgucken könnten, dann würden wir auch weniger Steuern zahlen.

Ich bin aufjedenfall neidisch auf die Amis, dass sie so einen Präsidenten haben.

Nibelungentreue?

@Einfach Unglaublich
"Trump steht zu seinem Wort - Das ist natürlich ein Schock für viele in Europa, dass ein Politiker wirklich versucht, seine Wahlversprechen einzuhalten.".
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Es gibt offensichtlich Menschen, denen es nicht um tatsächliche Inhalte, sondern einzig um Nibelungentreue geht, koste es was es wolle.
.
@Wikipedia
"Nibelungentreue ist ein Schlagwort, das eine Form bedingungsloser, emotionaler und potenziell verhängnisvoller Treue beschreibt."

@claireannelage

"Der Gedanke von Obamacare war es die meisten Amerikaner krankenzuversichern. Es ist nicht weiter verwunderlich dass hier anfangs Fehler gemacht werden, die aber im Vorfeld so nicht absehbar waren. Dann muss nachgebessert werden, so lange bis man ein System hat was zumindestends für alle tragbar ist, alle zufriedenstellen wird man niemals können."

In USA kann es kein System geben, was tragbar sein könnte.
Wenn Sie nur wegen Brustschmerzen zum Arzt gehen und es wird nur eine EKG Untersuchung durchgeführt, müssen Sie im Durchschnitt 1500 Dolar blättern. Bei uns 150 EU.

Die Kosten des Gesundheitssystem in USA sind so hoch, daß kein Versicherungssystem dort etabliert werden kann. 0 % - keine Chance. Dafür müssen die Kosten drastisch reduziert werden.
Unser Versicherungssystem würde auch in USA nicht überleben können. Egal wie Sie es nennen Obama oder Trumpcare es hat keine Chance.

@Duisburg

Der Wähler bekommt, was der Wähler wählt.
Fairerweise muss man sagen, die USA hatten bei der letzten Wahl nur die Wahl zwischen Pest und Cholera.

Naja, so krass würde ich es nicht sehen, ich würde sagen zwischen Pest und Grippe. Und gewählt wurde die Pest. Mir tut allerdings die Mehrheit leid, die Trump nicht gewählt hat. Noch mal zur Erinnerung: Trump hat NICHT die Mehrheit der Wählerstimmen erlangt.

09:58 Einfach Unglaublich

"Trump steht zu seinem Wort"
Richtig, das macht Duterte auch. Auch er lässt viele Hunderte Menschen einfach töten mit der Begründung das es Drogendealer sind.
Trump lässt keinen töten, er macht es für viele kranke Menschen unmöglich würdevoll zu überleben.
Eine Krankenkasse lebt von Solidarität. Gesunde Menschen zahlen genau so ihre Beiträge wie kranke Menschen, und halten so dag gesamte System einigermaßen bezahlbar.
Eine Freundin in Deutschland meinte auch "Ich bin nie ernsthaft krank gewesen, habe also viel zu viel bezahlt, und warum?"
Ihr Mann war 6 Jahre Krebspatient. Das sie seine Behandlungen mitgezahlt hat scheint sie nicht begreifen zu wollen.
In USA werden durch die neue Dekrete die jüngere, gesunde Menschen gewinnen, bis sie krank werden. Wer über unser "teures" System schimpft sollte bedenken das Selbstzahler in USA mindestens 2-3 mal mehr zahlen.
Für die meiste Menschen mit dauerhafte Probleme ist das unbezahlbar.

@BotschafterSarek - Peinlich - Opposition im Kongress blockiert

Nicht die Opposition blockiert , sondern seine eigenen Republikaner !

Ohne die Zustimmung der Opposition hätte
die USA noch nicht einmal einen vorläufigen Staatshaushalt bis kurz vor Weihnachten.

Trump liegt mit seiner eigenen Partei im Clinch und ist ""noch"" bis auf den Atomkoffer handlungsunfähig.

@Karl Klammer

Nicht die Opposition blockiert , sondern seine eigenen Republikaner !

Trump liegt mit seiner eigenen Partei im Clinch

Sagte ich doch. Ich meinte ja, es WÄRE verständlich, wenn er per Dekret gegen die Opposition regieren würde, aber dass er per Dekret gegen seine eigene Mehrheit regiert, ist peinlich.

und ist ""noch"" bis auf den Atomkoffer handlungsunfähig.

Hmm, braucht er für den Feuerbefehl nicht auch die Zustimmung des Verteidigungsministers? So hieß es jedenfalls immer. Wenn er den Knopf alleine drücken kann, dann steht die Welt ja noch dichter vor WK III als gedacht.

@Orfee - 10:31

"Ich weiß nicht mehr der wievielte Versuch es ist sein Wahlversprechen zu halten.
Respekt zu diesem Präsidenten."

So etwas lese ich hier schon zum x-ten Mal.
Trump-Bewunderer interessiert es offenbar nicht die Bohne, was für ein Quatsch da versprochen wurde. Nur die konsequente Umsetzung des Dekret-Präsidenten erfüllt sie mit Ehrfurcht - egal, wie kopflos er dabei vorgeht und mit welchen Folgen das behaftet ist.

Auf die Offenlegung seiner Steuererklärungen wartet Amerika noch heute - muss wohl ein Versprecher im Versprechen gewesen sein.

@Wanderfalke

"So etwas lese ich hier schon zum x-ten Mal.
Trump-Bewunderer interessiert es offenbar nicht die Bohne, was für ein Quatsch da versprochen wurde. "

Die Abschaffung der Obamacare ist doch kein Quatsch. Wie kommen Sie nur darauf? Das ist die völlig logische, einzig mögliche Reaktion ein System abzuschaffen was aktuell nicht funktioniert und in Zukunft auch nicht funktionieren kann.
Das ist auch kein Schadensabwehr sondern eine Schadenbegrenzung. So ein System versuchen in USA zu etablieren war unverantwortlich. Die Verantwortung dafür trägt Obama.

Sie sollten sich etwas mit der Thematik auseinander setzen bevor Sie so etwas behaupten oder zumindest eine Erklärung dafür geben.

Trump macht das einzig Vernünftige und deswegen sollten sich die Amis glücklich schätzen, daß sie solch einen Präsidenten haben.

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