Kommentare

Frankreich liegt knapp vor

Frankreich liegt knapp vor unserer Haustür. Fukushima in Japan war zum Glück weit weg und nur ein interessantes Nachrichten Thema.
Daher ist die Abschaltung nicht zu bedauern.

Was heißt "Frankreich

Was heißt "Frankreich fürchtet...": Es wäre eine fürchterliche Katastrophe apokalyptischen Ausmaßes, wenn in Tricastin (oder einem anderen AKW) ein Unglück wie in Fukushima passieren würde, und zwar für ganz Europa und darüber hinaus, nicht nur für Frankreich: Radioaktivität kennt keine Grenzen und Grenzkontrollen. Die Anti-Atomenergie-Bewegung war und ist daher notwendigerweise international. Und wer an die Kette von Störfällen und Unglücken denkt (Tschernobyl, Harrisburgh etc.), weiß leider, dass die Frage nicht "ob", sondern "wann" lautet. Atomkraft ist nicht beherrschbar.

Mangelhafte Sicherheitsbetrachtungen...

... sind der Fukushima-Katastrophe vorausgegangen.
Spätestens nach Fukushima hätte umgehend(!) eine Überarbeitung des Sicherheitskonzeptes aller ähnlich gelagerten Atomkraftwerke erfolgen müssen.
Dort, wo sich seitdem nichts geändert hat (offensichtlich AKW Tricastin in Frankreich oder AKW Fessenheim in Deutschland), scheint die Sicherheitskultur noch nicht ausgereift zu sein.
Unverständlich, dass Behörden erst jetzt aktiv werden. Aus meiner Sicht tragen die Behörden eine deutliche Mitschuld an zukünftigen Atom-Unfällen, die ähnlich gelagert sind wie Fukushima.
Technisch unverständlich, wie man bei einem AKW Erdbebensicherheit oder die Folgen einer Überschwemmung vor Inbetriebnahme nicht betrachten kann. Eine Risikobewertung solcher Folgen muss zwangsläufig zu Maßnahmen führen, die den sicheren Betrieb (hierzu gehört auch das Abfahren und Unterkontrollehalten der Kernbrennstäbe / Kühlung) gewährleisten. Und zwar bevor das AKW weiterbetrieben werden kann.

Einstieg in die Energiewende in Frankreich

Wenn das Ding da hochgeht, können wir alle umziehen. Der Fall-Out würde bei Westwind, den wir fast immer haben, unser gesamtes Land unbewohnbar machen. Allein rund um Tscherobyl ist die Sperrzone so groß wie NRW, und das ist nur die Zone, die evakuiert wurde. Betroffen ist ein weit größeres Gebiet.
Es ist beruhigend, dass unsere Regierung mit dem Abschalten er AKWs eine Wende eingeleitet hat. Es wäre gut, wenn das ein Vorbild für Europa würde und es einen europaweiten Konsens über den Verzicht auf AKWs geben würde.

"Frankreich fürchtet ...", das von der guten, billigen...

Atomenergie eine Gefahr ausgehen könnte?
DAs sind ja völlig neue Töne, kann es sein, das dort jüngst etwas "German Angst" ausgebrochen ist.
Man sollte vielleicht mal eine Deutsch, Belgische, Französische Kontrollkommission bilden und durch die dortigen Anlagen jagen.. Alles was weniger als 90 Punkte bezogen auf die möglichen 100 Punkte des technisch sichersten denkbaren Kraftwerksbaus erreicht, gehört in die Tonne - hoffentlich haben die französischen Kraftwerksbetreiber genügend Rückstellungen.

Was heisst: Man kennt die Gefahr für Blayais

spätestens seit Fukushima?
Die Gefahr war seit dem 27. Dezember 1999 -
also seit dem Orkan "Lothar" bekannt.
Was sagt uns das, wenn ein "Experte" sich über die Offenheit der Behörden in Bezug auf Mängel an einem AKW wundert?
(Was zu Blayais fehlt: Die Angabe, dass die Städte Bordeaux und Royan jeweils 60 bzw. 80 km entfernt liegen)

Nu, dann stellen wir uns einmal ganz dumm

und stellen uns vor, dass ein Kraftwerk in einem dichtbesiedelten Land hochgeht und eine Fläche wie in Tschernobyl geräumt werden muss.

.....................!

Wenn das

Alles schon im September runter gefahren wurde dann ist die Gefahr doch vorbei, oder wie darf man jetzt Artikel und Diskussion darüber jetzt verstehen.
Und einige vergessen immer das Deutschland von fast allen Seiten umgeben ist von A-Kraftwerken.

Gruß

Steinzeittechnik sofort abschalten

Atomkraftwerke produzieren nicht nur Energie ohne Ende, sondern im gleichem Maße auch unkalkulierbare Risiken. Daher war und ist Atomstrom weder sicher noch billig. In Belgien an der Grenze zu NRW liegt liegt auch so ein Schrottmeiler. Kommt es hier zu einem GAU muß auf Grund des vorherrschenden Westwindes ganz NRW evakuiert werden. Dieser Wahnsinn sollte schon ausreichen um auch noch dem letzten Verfechter von Atomstrom klar zu machen, das diese Steinzeittechnik sofort abgeschaltet gehört.

@andererseits - Kompromiss finden.

07:51 von andererseits:
"Und wer an die Kette von Störfällen und Unglücken denkt (Tschernobyl, Harrisburgh etc.), weiß leider, dass die Frage nicht 'ob', sondern 'wann' lautet. Atomkraft ist nicht beherrschbar."

Keine Technologie ist beherrschbar, denn Unglücke gibt es überall. Der Unterschied zur Kernschmelze in einem KKW besteht lediglich darin, dass die meisten Unglücke weniger spektakulär ablaufen oder überhaupt nicht wahrgenommen werden, weil die Schädigung von Umwelt und Gesundheit kontinuierlich erfolgt.

Kernkraftwerke sind zu radioaktiv, Kohlekraftwerke zu schmutzig, Solarzellen zu ineffizient, Wasserkraft zu selten, Windräder verschandeln die Landschaft und Hochspannungsleitungen auch.

Letztendlich muss sich jeder bewusst sein, dass Lebensqualität immer ein Kompromiss aus Gefahr und Nutzen ist. Strom will schließlich jeder und der kommt nun mal aus Kraftwerken.

@Thomas Wohlzufrieden - Energieversorgung ohne Atom?

10:20 von Thomas Wohlzufrieden:
"Kommt es hier zu einem GAU muß auf Grund des vorherrschenden Westwindes ganz NRW evakuiert werden."
> Eine Evakuierung wäre überall dort nötig, wo die radioaktive Wolke hinzieht. Bei einem Reaktor in Grenznähe wäre also keinesfalls ganz NRW betroffen. (Was die Sache natürlich auch nur unwesentlich besser macht.)

"Dieser Wahnsinn sollte schon ausreichen um auch noch dem letzten Verfechter von Atomstrom klar zu machen, das diese Steinzeittechnik sofort abgeschaltet gehört."
> Wenn Sie neben dieser Forderung auch ein Konzept liefern, dass die Energieversorgung ohne den Einsatz von Kernkraftwerken sichert, dürften Sie die meisten Verfechter überzeugen.

Fukushima-Szenario

Es wird immer so bleiben das , wenn etwas faul ist , es möglichst lange verschwiegen wird aber nicht nur das ,denn auch was mit den ganzen atomaren Resten passiert ist höchst fahrlässig gegenüber der Menschheit und der Erde. Wobei die Erde es überlebt .... die Menschen sicher nicht ! Dazu gibt es hier 5 Beispiele von hunderten : In der Asse dringt Wasser ein. Frankreich entsorgt das Zeug im
Ärmelkanal. Englands Sellafield leitet das Zeug in Südengland in auch den Ärmelkanal. 5 russische Atom-U-Boote liegen auf Grund und strahlen lustig vor sich hin. 2 Herren , ein gewisser Herr Tr. (Grüne) und ein gewisser Herr P. (SPD) haben mit der Atomindustrie einen Vertrag gemacht der besagt , dass die Industrie für den Abbau der Meiler zuständig ist und der Steuerzahler für den 1 Millionen Jahre strahlenden Atommüll zuständig sein soll. Das ist sozusagen deutlichst Nichtgrün und dazu auch wieder eine mathematische Spitzenleistung. Und wie immer trifft es das Volk.

re nachfragerin

" Wenn Sie neben dieser Forderung auch ein Konzept liefern, dass die Energieversorgung ohne den Einsatz von Kernkraftwerken sichert, dürften Sie die meisten Verfechter überzeugen."

Eine Neuigkeit für Sie:
Viele Länder haben eine Energieversorgung ohne Kernkraftwerke.

10:06 von wenigfahrer

"Alles schon im September runter gefahren wurde dann ist die Gefahr doch vorbei,…"

Nein - der Artikel sagt dazu:

"Der Brennstoff in den Reaktoren und den Abklingbecken ist (nach der Abschaltung) immer noch heiß genug, um beim Ausfall der Kühlung eine Kernschmelze auszulösen."

Präziser gesagt liegen ungefähr folgende Umstände vor:

Nach der kontrollierten Abschaltung eines AKW erzeugt der Kernbrennstoff weiterhin Nachzerfallswärme ("Restwärme"), der ohne Kühlung zur Kernschmelze führt.

Deswegen müssen die Brennelemente in Abklingbecken gelagert werden, die über die Kühlkreisläufe des AKW gespeist werden.

Solange, bis die Produktion von Nachzerfallswärme unter einen für den Transport ins Zwischenlager unkritischen Wert gefallen ist.
In deutschen AKWs sind das ca. 5 Jahre.

Die benötigten Wassermengen sind gigantisch:
1 Brennelement erwärmt ca. 1 Woche nach Abschaltung 2500 m³ Wasser (≈ Inhalt eines olympischen Schwimmbeckens) innerhalb von ca. 1 Tag von 15˚C auf 100˚C.

Leute, ihr seit nicht auf dem aktuellen Stand

in der ach so hochgelobten EU zahlt man Subventionen für AKW´s
für den Bau, nicht für deren Verschrottung !

12:00 von schabernack

1 Brennelement erwärmt ca. 1 Woche nach Abschaltung 2500 m³ Wasser (≈ Inhalt eines olympischen Schwimmbeckens) innerhalb von ca. 1 Tag von 15˚C auf 100˚C.
.
toll was man dadurch an Kohle , Öl und Gas sparen kann
wenn man das benützte, um seine Badewanne zu füllen,
die Wohnung zu Heizen ... Prozesswärme
der Begriff Fernwärme fällt einem ein

@karwandler

11:53 von karwandler:
"Eine Neuigkeit für Sie:
Viele Länder haben eine Energieversorgung ohne Kernkraftwerke."

Das ist mir nicht neu, aber danke für diesen Hinweis.

Sicher wissen Sie auch, wie viele dieser Länder über eine Energieversorgung verfügen, von der auch sonst keine Gefahren für Gesundheit und Umwelt ausgehen. Viele Länder können es es nicht sein und beliebig übertragbar sind diese Modelle auch nicht.

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