Kommentare

Wirtschaftsflüchtlinge.

"Essen ist unerschwinglich, vor allem für die Ärmsten."

Und genau die gelten bei uns dann als "Wirtschaftsflüchtlinge". Das Elend dieser Leute auf diese Weise zu verharmlosen, ist menschenfeindlich.

Für Hilfe vor Ort war jahrelang Zeit. Nichts passiert. Nun soll sich keiner beschweren, wenn die Menschen zur Sicherung ihres Überlebens in den "Westen" kommen.

... und bei uns räsonnieren

... und bei uns räsonnieren immer noch Leute abwertend über "Wirtschaftsflüchtlinge"... Allen, die die Zusammenhänge ernst nehmen und vertiefen wollen, sei das Buch "Neben uns die Sintflut" empfohlen. Es braucht ein generelles Umdenken, endlich ernste ökologische Konsequenzen aus den bedrohlichen Entwicklungen, und das kann auch vor Wirtschaftsstrukturen nicht halt machen.

Der Hunger wird hier gemacht

Bald ist wieder Winter in Europa. Dann gibt es im Supermarkt Bohnen aus Kenia, frisch eingeflogen. Oder Schnittblumen aus afrikanischen Ländern, oder, oder... wir leben gut auf Kosten dieser Länder. Und wir könnten es ändern, wir müssten nur wollen.

Kein Wunder, dass die, die es sich zutrauen, versuchen nach Europa zu kommen. Wo man sich doch erzählt, dass in diesem unwahrscheinlich reichen Teil der Welt keiner verhungern muss oder von bewaffneten Banden bedroht oder von Warlords zum Kämpfen gezwungen wird. Hier nennt man das dann "Wirtschaftsflüchtlinge" und stempelt "Asylantrag offensichtlich unbegründet" drauf.

Was vergessen wird ...

Was vergessen wird ... ist, dass die Bevölkerung Afrikas sich seit 1950 bereits mehr als vervierfacht hat, was auch erklärt, dass

- es mehr Hungernde gibt
- es eine verstärkte Fluchtbewegung aus Afrika gibt

Eine Stabilisation der Bevölkerungszahlen in Afrika ist der Dreh- und Angelpunkt dafür, das Problem der Armut und des Hungers in den Griff zu bekommen.

Anders wird das gar nicht möglich sein.

@Am 15. September 2017 um 14:25 von andererseits

Zitat: "... und bei uns räsonnieren immer noch Leute abwertend über "Wirtschaftsflüchtlinge"... "

Ja, klar. Weil es eben Wirtschaftsflüchtlinge sind. Den Afrikaner wird es niemand abnehmen, ihre eigenen Länder aufzubauen und stabile Strukturen zu etablieren.

Alleine das dynamische, um nicht zu sagen: unkontrollierte Bevölkerungswachstum in den meisten afrikanischen Staaten macht dies sehr schwer, um nicht zu sagen: unmöglich.

Eine Stabilisation der Bevölkerungszahlen in Afrika ist der Dreh- und Angelpunkt dafür, das Problem der Armut und des Hungers in den Griff zu bekommen.

Anders wird das gar nicht möglich sein.

Hunger in Afrika

Das wird sich nur ändern, wenn den Afrikanern bewusst wird, dass eine ständige Zunahme der eigenen Bevölkerung, die dortigen Zustände nie verändern wird.
Davon abgesehen, sind generell die meisten Probleme unseres Planeten durch das fortwährende Wachstum der Weltbevölkerung begründet.

@ El Chilango - Was vergessen wird ...

Tja , für die Rechtspopulisten interessieren
diese Probleme aber nicht , denn das sind
ja alles Wirtschaftsflüchttlinge welche von Storch gleich an der Grenze :-)

Übrigens , hapert es bei denen in Punkto Erd & Heimatkunde ,
laut AFD Plakaten ist Burgund in Deutschland :-)

Wirtschaftsflüchtlinge - blanker Zynismus

Welche nachhaltige Entwicklungshilfe haben wir geleistet, außer Geld an korrupte Regierungen zu senden? Sehr wenig. Wie fair ist unser Handel mit afrikanischen Ländern, wenn wir sie mit unseren Dosen-Tomaten aus Gewächshäusern und Milchprodukten überschwemmen oder eine Bagatelle für afrikanische Produkte bezahlen?
Aber die Menschen, die vor Not und Hunger zu uns kommen, werden als Wirtschaftsflüchtlinge abgestempelt und abgelehnt. Das ist blanker Zynismus, ist doch Europa am Elend dieser Menschen mitschuldig.

Bevölkerungsexplosion?

Hungerkatastrophe und Bevölkerungswachstum bekomme ich nicht unter einen Hut.
Die einen haben zu essen, die anderen verhungern? Helfen sich die Länder nicht gegenseitig?

Wasser-Pipelines statt Öl-Pipelines

Wäre es nicht sinnvoller, Wasser-Pipelines von Meeresentsalzungsanlagen statt Öl-Pipelines zu legen? Aber da zeigt sich mal wieder die Profitgier der Ölkonzerne, denen auch die Umweltschäden, die sie mit ihren Bohrungen verursachen, völlig gleichgültig sind.

Bildung und nochmal Bildung

kann ein Schlüssel zum Umdenken in der Familien Planung der Menschen dort sein. Das heißt in jedem noch so abgelegenen Dorf gehört eine Schule und gut ausgebildete Lehre/in . Das ist aber nur durch Internationale Finanzhilfe möglich. Ein großes Projekt über mehrere Generationen.Kurzfristig kann nur Lebensmittel Versorgung durch das UN Hilfswerk das Hungern der Bevölkerung mildern.

@andererseits, 14:25

"Es braucht ein generelles Umdenken, endlich ernste ökologische Konsequenzen aus den bedrohlichen Entwicklungen, und das kann auch vor Wirtschafts-strukturen nicht halt machen."

Eine sehr richtige und wichtige Anmerkung Ihrerseits.

Vor allem die Fischerei- und die Agrarpolitik der EU haben desaströse Auswirkungen auf die entsprechenden Strukturen in Afrika.

Hochmoderne Fischereiflotten fischen vor der Westküste Afrikas die Meere leer und nehmen den einheimischen Fischern die Lebensgrundlage. Geflügelabfälle und "Schweineprodukte" aus der Massentierhaltung zerstören die bäuerlichen Strukturen in vielen Ländern Afrikas. Und das sind nur zwei Beispiele dafür, wie die EU "sich ihre Wirtschaftsflüchtlinge selbst heranzüchtet".

Noch sind die Massen der Binnenflüchtlinge im südlichen Afrika weit weg von Europa, aber Hunger und Perspektivlosigkeit sind sehr starke Antriebsfedern für Migrationsbewegungen.

Hinterher in Europa zu sagen, "das konnten wir nicht ahnen", gilt nicht mehr …

@ El Chilango - 14:54

"Den Afrikaner wird es niemand abnehmen, ihre eigenen Länder aufzubauen und stabile Strukturen zu etablieren."

Wie wahr. Denn die Konzerne aus Ost & West, die die maßgeblichen Politiker vor Ort schmieren oder anderweitig bei Laune halten, damit die ihr Land & ihre Ressourcen billig ins Ausland verscherbeln, die werden es nicht machen. Und korrupte afrikanische Machthaber auch nicht. Und auch die derzeitige 'Entwicklungspolitik' der ersten Welt nicht, denn die wollen im Nebensatz immer auch "Märkte öffnen" - für die eigene Wirtschaft. Stabile Strukturen will von all denen keiner - denn dann hätte man ernstzunehmende Verhandlungspartner auf der anderen Seite des Tisches sitzen.

"Eine Stabilisation der Bevölkerungszahlen in Afrika ist der Dreh- und Angelpunkt dafür, das Problem der Armut und des Hungers in den Griff zu bekommen."

Machen Sie doch mal einen Vorschlag, wie das gehen soll. Bisherige Maßnahmen zündeten nicht. Nur Wohlstand führt auf Dauer zu weniger Nachwuchs.

14:51 von El Chilango

Na, das ging ja fix. Hab schon auf diese Art von Kommentar gewartet.
Es ist unbestritten - das wissen mittlerweile aber auch wirklich alle - daß das Bevölkerungswachstum in manchen afrikanischen Staaten sehr hoch ist. Genau für die aber, die immer wieder auf dieses Problem hinweisen (müssen), sind Ausbeutung und Müllabladestelle (egal ob Schrott oder Essen) durch die westliche Gemeinschaft (die, die sich auch europäische Wertegemeinschaft nennt) überhaupt kein Thema. Diese Probleme werden (absichtlich) total übersehen?

@elchilango, 14:54

Soso...

Menschen, die nach Europa kommen, um nicht zu verhungern, sind für Sie also "Wirtschaftsflüchtlinge".

Und Menschen, die bei Gewitter nicht ins Schwimmbad gehen,
sind für Sie wahrscheinlich "wasserscheu"...

@Am 15. September 2017 um 14:49 von Lenyat

Zitat: "Der Hunger wird hier gemacht"

Unfug.

Afrika ist im Grunde gesegnet von fruchtbarem Land, günstigen klimatischen Voraussetzungen (die Sahelzone freilich hier einmal ausgeklammert). Wenn die Afrikaner diese günstigen Voraussetzungen nicht nutzen, stabile Verhältnisse aufbauen und eine Landwirtschaft betreiben, die etragreich ist, dann liegt das Versäumnis erst einmal eindeutig bei den Afrikanern selber.

Gegenbeispiele hierzu: das ehemalige Britisch-Rhodesien war die Kornkammer Afrikas, genauso wie Südafrika, wo "böse weiße Siedler" großartige Farmen aufgebaut und betrieben haben. Nachdem das Land in Britisch-Rhodesien (heute: Simbabwe) unter Mugabe den weißen Farmen weggenommen wurde, um es unter schwarzen Farmen aufzuteilen, leidet Simbabwe unter einer Hungersnot und "muss" pro Jahr lt. der UN 50 Mio. Getreide importieren. Das ziehe ich mir nicht aus dem Allerwertesten, sondern das ist Fakt. Look it up!

@ El Chilango

Haben sie fuer dieses unaufhaltsame Bevoelkerungswachstum eigentlich Beweise?
Denn es ist doch inzwischen so, dass in den meisten afrikanischen Laendern die Geburtenraten sehr stark gesunken sind.
Man kann sehr gut zeigen, dass Geburtenrate und relativer Wohlstand stark negativ miteinander korreliert sind.
Die staendige Maer vom staendig prokreierenden Afrikaner ist schlicht falsch.

@um 14:54 von El Chilango

Ich glaube das viele das Kinder machen irgendwie falsch verstehen und nur daran denken, das man es so handhabt wie in D oder der EU: Dort bedeutet jedes Kind eine Person mehr, welches Geld verdienen, arbeiten und somit eine Hoffnung mehr was zu essen zu bringen zu können. Früher hatten die Bauern auch viel Arbeit auf den Höfen und haben viele Kinder gemacht, damit es eben mehr gibt die mit anpacken konnten?

@Am 15. September 2017 um 14:49 von Lenyat

Zitat: "Dann gibt es im Supermarkt Bohnen aus Kenia, frisch eingeflogen. Oder Schnittblumen aus afrikanischen Ländern, oder, oder... wir leben gut auf Kosten dieser Länder. "

Ähm, dass die kenianischen Bauern dafür Geld bekommen und damit eine Einnahmequelle haben, das ist Ihnen schon bekannt?!

Seit wann ist es denn ein "Verbrechen", einen Handel mit anderen Ländern zu betreiben?

Newsflash: D exportiert für ca. 1.200 Mrd. EUR ins Ausland. Bedeutet dies dann auch, dass das Ausland "auf Kosten Ds" leben?

Offensichtlich haben Sie das Reziprozitätsprinzip als grundlegendes Prinzip beim Handeln und in der Wirtschaft noch nicht verstanden.

Überbevölkerung

Der eigentliche Grund ist die maßlose Überbevölkerung (Geburten ohne Kontrolle). Die Erde kann nur eine begrenzte Anzahl von Menschen satt machen. Ich erinnere an den Film aus den 70er Jahren "Afrika adio".

14:54 von El Chilango

"Den Afrikaner wird es niemand abnehmen, ihre eigenen Länder aufzubauen und stabile Strukturen zu etablieren."

Wer ist "den/der Afrikaner? Ansonsten haben Sie aber recht! Nur - warum lassen wir sie das nicht endlich tun? Warum würgt man sie z.B. mit (in Afrika unerwünschten) Freihandelsabkommen? Ich sage absichtlich "würgen". Sie müssen nur einfach mal schauen, unter welchen Bedingungen diese "FREI"handelsabkommen zustande gekommen sind und wer den absoluten Vorteil daraus zieht. Erpressung durch die sogenannte Wertegemeinschaft nach dem Motto "Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt". Dazu gab es vor kurzem eine gute Reportage im Fernsehen. Und auch TAZ und Zeit haben sich dazu ausgelassen. Zu finden - natürlich nur, wenn man will - im Netz.
Sie machen es sich ganz schön einfach, das Problem einzig! beim Bevölkerungswachstum zu sehen. Vermutlich sind diese Menschen auch noch an monatelangen Dürren selbst schuld. Ja, wenn sie nicht so viele Kinder hätten, dann ....

Seit wann werden Preise von Ernten gemacht?

"Vier magere Ernten haben die Preise für Grundnahrungsmittel explodieren lassen."
Seit wann werden die Preise für Lebensmittel von Ernten gemacht? Lebensmittel werden wie alles an der Börse gehandelt, dort werden die Preise festgelegt!

@heini-gap

Ganz genau. Das Thema "Bevölkerungsexplosion" wird seltsamerweise in Europa viel zu wenig gewürdigt. Dabei ist das Szenario bei weiter explodierenden Geburtenzahlen durchaus apokalyptisch.
Ist das unkontrollierte Kinderkriegen wirklich ein Menschenrecht? Oder reichen nicht auch 1-2 Kinder pro Paar, wenn die Natur unter der Last der Menschen zusammenbricht?

Was soll man von einer Reportage ....

... zum Thema Hunger in Afrika halten, in der nicht einmal das Wort Bevölkerungswachstum vorkommt?
.
In Afrika lebten 1950 noch 230 Mio. Menschen. 2010 bereits über eine Milliarde. Und bis 2050 sollen es 2 Milliarden sein. (Quelle: Welt.de und Wikipedia)
.
Wenn über Hungersnöte und gerechte Verteilung von Lebensmitteln geredet wird, sollte dieser Aspekt nicht außen vor gelassen werden. Auch viele der hier genannten Konflikte stehen direkt oder indirekt mit der rasenden Bevölkerungsentwicklung und dem dadurch härter werdenden Kampf um Resourcen in Zusammenhang.

15:02 von heini-gap

"Davon abgesehen, sind generell die meisten Probleme unseres Planeten durch das fortwährende Wachstum der Weltbevölkerung begründet."

Verstehe! Weil es in Deutschland dieses große Wachstum an Bevölkerung nicht gibt, deshalb leben wir quasi im Überfluss. Wir haben in Deutschland und der EU soviel (z.B. Lebensmittel), daß wir den Lebensmittelmüll, den wir nicht essen wollen, zu den hungernden Afrikanern bringen.
Und das, was wir nicht im Überfluss haben aber trotzdem brauchen/haben wollen (z.B. Fisch), das nehmen wir ihnen im Gegenzug dafür weg. Ausgleich muss ja schließlich sein. Gell?

@El Chilango, 14:54

"Den Afrikaner wird es niemand abnehmen, ihre eigenen Länder aufzubauen und stabile Strukturen zu etablieren."

Im Prinzip ist das natürlich richtig. Aber anstatt dies im Sinne der Bekämpfung von Fluchtursachen durch die EU zu fördern, torpedieren wir eine solche Entwicklung (siehe meinen Post von 15:21)

"Eine Stabilisation der Bevölkerungszahlen in Afrika ist der Dreh- und Angelpunkt dafür, das Problem der Armut und des Hungers in den Griff zu bekommen."

Auch hier prinzipielle Zustimmung. Wenn es "den Afrikanern" aber wirtschaftlich besser geht, werden sie auch weniger Kinder in die Welt setzen, die zum Familienunterhalt beitragen müssen. Ist überall auf der Welt in Entwicklungsländern der Fall.

Und wir, die christlich-europäisch-amerikanisch-missionarische Welt, müssen endlich aufhören, durch Verteufelung von Empfängnisverhütung regulative Ansätze der afrikanischen Politik zur Bevölkerungsentwicklung zu torpedieren.

Geburtenkontrolle

das muss endlich das Ziel sein. Das Ziel in Afrika und in Fernost. Wir haben nur diesen einen Planeten, und das Hauptproblem ist die Zunahme der Weltbevölkerung. Wenn die Bevölkerungen ausgerechnet in Afrika zunehmen, wohlwissend dass die jetzige Bevölkerung schon nicht ausreichend ernährt werden kann, stimmt etwas nicht

Bevölkerungsdichte, @El Chilango & @heini-gap

z.B. Mali 16 Einwohner je Quadratkilometer,
Sudan 22 Einwohner je Quadratkilometer.
Europäische Union: 160 Einwohner je Quadratkilometer.

Und da soll es die Überbevölkerung sein, die den Druck von Afrika in Richtung Europa erzeugt?

15:20 von schiebaer45

"Kurzfristig kann nur Lebensmittel Versorgung durch das UN Hilfswerk das Hungern der Bevölkerung mildern."

Und langfristig? Vielleicht sollten die Regierungen (der Wertegemeinschaft) nicht durch unmoralische "Frei"handelsabkommen die Versorgung der Menschen kaputt machen. Finanzhilfe (nicht an die Korrupten) ist sicher wichtig; aber Hilfe zur Selbsthilfe wäre noch viel besser.

@El Chilango, 14:54

Ihre Antwort auf @andererseits, 14:25

"... und bei uns räsonnieren immer noch Leute abwertend über "Wirtschaftsflüchtlinge" …"

"Ja, klar. Weil es eben Wirtschaftsflüchtlinge sind."

Warum werten Sie Ihre eigene nachfolgende Argumentation, die ja durchaus stichhaltig ist, durch eine solche Bemerkung selbst ab?

Verstehe ich nicht.

So lange Afrika immer nur noch als "Dritte Welt"..............

..........behandelt wird, hat die Not in Afrika kein Ende!

Der nächste Flüchtlingsstrom aus Afrika wird sich bald in Bewegung setzen!

Auch Europa hat einen beträchtlichen Teil der Schuld zu verantworten, das Afrika immer ärmer wird!

15:36 von Kessl

Seit wann werden die Preise für Lebensmittel von Ernten gemacht
.
irgendwie schon
sicherlich auch durch Spekulation
aber letztlich Angebot und Nachfrage
und wenn man Mais der Nahrungsindustrie entzieht für Biosprit verwendet
aber das ist idiologisch bei einigen Gruppen hierzulande zu suchen, steigt die Nachfrage

@um 15:30 von El Chilango

Ich finde das sollte immer vor Ort nachgeprüft werden, ob man mit diesen Ländern Geschäfte macht oder eben diese ausnutzt und ausbeutet. Bekanntlich gibt es einen Siegel Namens: Fair Trade.
Dieser sollte mal auf alle Produkte ausgeweitet werden.

Das ist seit

vielen Jahrzehnten so und auch wenn hier einige das mit der Fischerei schreiben, das würde an der Küste helfen aber nicht dem riesigen Inland.
Und auch seit ewigen Zeiten nimmt die Bevölkerung immer schneller zu, und dort liegt der Knackpunkt. Hilfe mit Lebensmitteln wird so lange gemacht wie ich denken kann und und das sind fast 7 Jahrzehnte.
Und wenn die Menschen aus den inneren armen Gebieten von Land kommen haben Sie auch Chancen in der EU, die haben noch nie eine Schule gesehen oder sonstiges.
Sie müssen immer in und das bis ins Hohe alter vom Sozialstaat leben, was glauben die Optimisten wie lange das gut geht.
In der gleichen Zeit wächst die Bevölkerung immer mehr nach.
Es gibt keine Lösung für solche Massen, ich weis nicht warum Alle die Augen verschließen.
Deutschland ist von 79 auf 82 Millionen gewachsen, im gleichen Maß steigen auch die Sozialausgaben.
Schrauben ohne Ende hat leider noch niemand erfunden.

Gruß

@elchilango, 15:30

Sie sind also für Freihandel und Globalisierung?

Das wundert mich jetzt...

Sie liegen aber schon wieder daneben. Bei freiem Handel unter ökonomisch eklatant unterschiedlich starken Akteuren profitiert immer der Stärkere, weil er (unter anderem) die Preise diktieren kann.

@ El Chilango - 14:54

"Den Afrikaner wird es niemand abnehmen, ihre eigenen Länder aufzubauen und stabile Strukturen zu etablieren."

Und genau das ist der Fehler: Solange die "wirtschaftliche Wertegemeinschaft" die Zustände in Afrika unterstützt, sogar auf vielfältige Art & Weise fördert (faule Deals, Waffenlieferungen, etc.) , wie oben dargelegt, solange wird sich Afrika niemals aus eigener Kraft aus dem Sumpf holen. Nur wenn dieser schädliche Einfluß aufhört & statt dessen echte Förderungen stattfindet, dann kann/können sich Afrika bzw. afrikanische Staaten zu einem stabilen Gebilde entwickeln. Und d.h. im Klartext: Die Fluchtbewegung aus Afrika wird anhalten - und wohin wollen die alle? Genau!

Und daher liegt es im ureigenen Interesse der "wirtschaftlichen Wertegemeinschaft" Afrika zu fördern & stabilisieren, und zwar dahingehend, daß vor Ort Märkte & Wohlstand entstehen.

Bislang dient alle wirtschaftl. Hilfe letztendlich immer nur den Märkten in der ersten Welt & Afrika wird nur "ab"gewirtschaftet.

15:54 von Atlantiker

Wenn die Bevölkerungen ausgerechnet in Afrika zunehmen, wohlwissend dass die jetzige Bevölkerung schon nicht ausreichend ernährt werden kann, stimmt etwas nicht
.
wo stimmt dann was nicht ?
bei uns oder denen dort
wo sollte man sich Gedanken machen

Hunger in Afrika:In ständiger Angst

Die Gründe dafür dürften sicher in Dürren,im Klimawandel und in militärischen Konflikten liegen.
Aber:Zur Verbesserung der Lage tragen sicher nicht die Economic Partnership Agreements bei.Verträge zwischen der EU und afrikanischen Ländern.Durch die Absenkung von Zöllen werden einheimische Produzenten zugunsten von Produkten aus der EU vom Markt verdrängt.In Kenia droht 600.000 Milchbauern durch EPA das aus.

15:38 von geselliger misa...

"Auch viele der hier genannten Konflikte stehen direkt oder indirekt mit der rasenden Bevölkerungsentwicklung und dem dadurch härter werdenden Kampf um Resourcen in Zusammenhang."

Von welchen Konflikten und Kämpfen sprechen Sie?
Der Kampf um die Resourcen, von dem Sie sprechen, der wird gerne durch westliche Konzerne geführt.
Die Spekulationen (gerne vorne mit dabei die Deutsche Bank) auf Lebensmittel. Maispreise, daß sich selbst eine "gut" verdienende Familie mit 3 Kindern nur EINE Mahlzeit leisten kann?
Die Ausbeutung der Bodenschätze? Vermutlich muss Frankreich die Uranvorkommen Malis vor den Einheimischen schützen?
Oder Wasser! Ein ganz besonderes Thema. Vorreiter Nestle; auf der ganzen Welt aktiv. Wasser wird in Flaschen gefüllt und in der "zivilisierten" Welt verkauft. Afrikaner usw. können sich dieses "Bottled life" nämlich nicht leisten.
Oder meinen Sie, die ruinierten Bauern, die Müllabladestellen der EU, die ...?
Genau, die Afrikaner und das rasende Bevölkerungswachstum.

@El Chilango, 15:30

Ihre Antwort auf @Lenyat, 14:49

"Ähm, dass die kenianischen Bauern dafür Geld bekommen und damit eine Einnahmequelle haben, das ist Ihnen schon bekannt?!"

Ist Ihnen bekannt, dass durch den Schnittblumenanbau in Kenia ganze Flüsse, Seen und Landstriche durch Pestizide verseucht und die Menschen vergiftet werden?

"Offensichtlich haben Sie das Reziprozitätsprinzip als grundlegendes Prinzip beim Handeln und in der Wirtschaft noch nicht verstanden."

Scheinbar legen Sie keinerlei Wert auf "faire Handelsbedingungen", die eine "Win-Win-Situation" schaffen und von denen nicht nur eine Seite profitiert.

@ Atlantiker - 15:54

"Wir haben nur diesen einen Planeten, und das Hauptproblem ist die Zunahme der Weltbevölkerung."

Das Hauptproblem auf dieser Welt ist ein Verteilungsproblem des Wohlstandes / Reichtums. Wenn der annähernd paritätisch verteilt wäre, würde sich das Problem der explosionsartig ansteigenden Weltbevölkerung so gar nicht ergeben.

"Wenn die Bevölkerungen ausgerechnet in Afrika zunehmen, wohlwissend dass die jetzige Bevölkerung schon nicht ausreichend ernährt werden kann, stimmt etwas nicht"

Das, was da nicht stimmt, ist die Perspektive: Kein Job, kein Geld, keine realistische Chance auf wirtschaftliche Abgesichertheit & in der Breite keine Möglichkeit daran nur aus eigener Kraft etwas zu ändern. Dafür viel Zeit, die mit Nichtstun oder sinnentleertem Tun auszufüllen ist. Zu dem Wenigen, was man tun kann, gehört eben auch Sex. Wundert einen da wirklich noch was?

Arme Bevölkerungen weltweit waren historisch schon immer die kinderreichsten. Sollte man daraus nicht mal was lernen?

Chinesicher Spruch

Nun um die Probleme in Afrika zu überwältigen ist der chinesische Spruch ziemlich zutreffend: Gibt den Menschen nicht Fische, sondern zeigt Ihnen, wie man Fische fängt.
Es sollte mehr Projekte geschaffen werden, die dazu führen, das sich die Menschen da auf irgend einer Art und Weise mal selber helfen können, sei es durch Arbeitsbeschaffung oder sonst wie. Nur stumpf spenden und dann zu sehen wie einer damit eine Mega Geburtstagsparty feiert ist nicht das gelbe vom Ei:
http://bit.ly/21yVWWd

@15.21 schabernack

"Hochmoderne Fischereiflotten fischen vor der Westküste Afrikas die Meere leer und nehmen den einheimischen Fischern die Lebensgrundlage. Geflügelabfälle und "Schweineprodukte" aus der Massentierhaltung zerstören die bäuerlichen Strukturen in vielen Ländern Afrikas. Und das sind nur zwei Beispiele dafür, wie die EU "sich ihre Wirtschaftsflüchtlinge selbst heranzüchtet"."

Mit den Stichworten eu fischfang afrika kommen Sie zu einem Artikel des SWR, der überschrieben ist mit den Worten "Wie die EU Afrikas Fischversorgung sichert - Mauretaniens Weg zu nachhaltiger Fischerei".
Und zu den Fleischlieferungen: dann sind Sie gegen jegliche Nahrungsmittelhilfen, weil diese ja auch die bäuerlichen Strukturen zerstören?

@um 16:18 von Bernd Kevesligeti

Und wie kommt es zu solchen absurden und eigentlich unakzeptablen Abkommen? Nicht etwa wie in Ägypten, in dem man in einem Diktator Namens Sisi der nachweislich sich hat per Militräputsch an die Macht gebracht und sich so auch noch da hält einen tollen (eher korrupten) Partner sieht? Meinen Sie in den anderen Ländern ist das wohl viel anders? Das erklärt aber vielleicht, warum man bei manchen einfach die Augen verschließt und so tut, als sei alles gut: Man zieht daraus seine eigenen Vorteile.

@ rossundreiter - menschenfeindlich?

>F. Hilfe vor Ort war jahrelang Zeit. Nichts passiert. Nun soll sich keiner beschweren, wenn die Menschen zur Sicherung ihres Überlebens in den "Westen" kommen.<

.
Milliarden an Entwicklungshilfe flossen und fließen nach Afrika.
Zwischen '97 und '02 verschwanden in Angola $4,2 Mrd. erzielt aus der Erdölförerung im Nirgendwo.
In Uganda gab es 2007 insgesamt 60 Minister und 50% des Haushalts wurden vom >Westen< finanziert (Quelle: die Welt).

Alles dem Westen anzulasten ist eine schlichtweg sehr einseitige Betrachtungsweise.

@ El Chilango - 15:26

"Afrika ist im Grunde gesegnet von fruchtbarem Land, günstigen klimatischen Voraussetzungen (die Sahelzone freilich hier einmal ausgeklammert). Wenn die Afrikaner diese günstigen Voraussetzungen nicht nutzen, stabile Verhältnisse aufbauen und eine Landwirtschaft betreiben, die etragreich ist, dann liegt das Versäumnis erst einmal eindeutig bei den Afrikanern selber.
(...)"

Wenn man sich das so durchliest, fragt man sich, wie es in Afrika überhaupt eine Bevölkerung geben konnte, bis die europäischen Heilsbringer das Land entdeckt & anschließend unter sich aufgeteilt haben. Eigentlich hätte man dort nur menschenleere Wildnis finden dürfen, denn ihrer Ansicht nach sind die Afrikaner ja offensichtlich einfach nur unfähig auch irgendwas auf die Beine zu stellen.

Schon mal was von Kolonialismus & den Folgen für die betroffenen Länder & deren Bevölkerung gehört?

Zu Simbabwe: Was würde wohl passieren, wenn morgen der Daimler-Konzern unter den Beschäftigten aufgeteilt werden würde?

Eben!

@15.29 residue

"Die staendige Maer vom staendig prokreierenden Afrikaner ist schlicht falsch."

Lesen Sie einfach regelmäßig tagesschau.de: 22.6.17 - "UN-Studie - Zehn Milliarden Menschen bis 2050 - Den stärksten Zuwachs werde die Bevölkerung in Afrika verzeichnen. Sie werde sich von heute knapp 1,3 Milliarden Menschen auf voraussichtlich rund 2,5 Milliarden Menschen im Jahr 2050 fast verdoppeln."

Geld ist genug da

Mit dem Geld das 2008 zur Rettung des Systems ausgegeben wurde hätte man Afrika lange gut unterstützen können. Eine echte Entwicklung ist von der Politik nicht gewollt.

Es lohnt sich nicht, für den

Es lohnt sich nicht, für den afrikanischen Markt zu produzieren.

Auch die Nahrungsmittelproduktion ist gewinnorientiert, das Wirtschafts- und Geldsystem zwingt sie dazu.

Zudem macht die Weltbank Kredite für arme Länder auch in Afrika von der Privatisierung von deren Trinkwasservorräten abhängig.

Am besten spenden die 40% der Deutschen, die keinerlei Nettovermögen besitzen, etwas von ihren mickrigen Löhnen an sogenannte Hilfsorganisationen, dann ist das Hungerproblem bald gelöst......

@frosthorn, 16:01

Eine Ergänzung zu Ihrem Post:

Es gibt in Afrika mit mehr als 50 Staaten nur 9, die der Einwohnerzahl/qkm in der EU in etwa entsprechen oder diese übersteigen.

Darunter Nigeria (186 Mio. Einw., 201/qkm), Burundi (10 Mio. Einw., 355/qkm) und Ruanda (13 Mio. Einw., 486/qkm) sowie einige Inselstaaten, u.a. die Komoren und die Seychellen.

Wie so vieles in Afrika, ist die Bevölkerungsverteilung und -entwicklung äußerst uneinheitlich.

Es ist aber in meinen Augen schon problematisch, dass gerade in den bevölkerungsreichen Ländern wie Nigeria, Äthiopien, DR Kongo, Kenia die Bevölkerung überprortional stark zunimmt.

Aber ich sehe, wie Sie auch, viel stärker die seit der Kolonialzeit immer noch anhaltende wirtschaftliche Ausbeutung Afrikas als "Migrationsbeschleuniger", als dass es die Bevölkerungsentwicklung ist.

heini-gap, 15:02

||Das wird sich nur ändern, wenn den Afrikanern bewusst wird, dass eine ständige Zunahme der eigenen Bevölkerung, die dortigen Zustände nie verändern wird.||

Es ist genau umgekehrt: Die Zahl der Geburten pro Frau nimmt ab, wenn der Wohlstand zunimmt. Das war und ist nirgendwo auf der Welt anders, auch in Deutschland nicht.

@ tuetue

Ja, das ist aber relativer Zuwachs. Was passiert nach 2050? Die Weltbevoelkerung wird schrumpfen, inklusive Afrika da global die Geburtsraten zurueckgehen. Die Eltern die heute nicht geboren werden koennen uebermorgen keine Kinder machen. Die Mathematik ist da eindeutig.
Das Problem ist doch das Armut noch mehr Armut erzeugt, weil einfach den Menschen die Moeglichkeit fehlt, ohne eine grosse Kinderzahl vorrausschauend den Lebensabend planen zu koennen.

Bevölkerungswachstum

Ein Grund wird nicht genannt: Das Bevölkerungswachstum. Er ist wahrscheinlich der entscheidende Faktor bei der Destablisierung.

@Am 15. September 2017 um 16:19 von schabernack

Zitat: "Ist Ihnen bekannt, dass durch den Schnittblumenanbau in Kenia ganze Flüsse, Seen und Landstriche durch Pestizide verseucht und die Menschen vergiftet werden?"

Ja, gibt es denn dort keine verantwortungsvolle Unternehmer?
Ja, gibt es denn dort keine funktionstüchtige Regierung und Verwaltung, die sich um die Einhaltung von ökologischen Mindeststandards kümmert?

Wenn man sich nicht darum kümmert, wird das auch nix.

Zitat: "Scheinbar legen Sie keinerlei Wert auf "faire Handelsbedingungen", die eine "Win-Win-Situation" schaffen und von denen nicht nur eine Seite profitiert."

Doch. Selbstverständlich.
Wieso ist denn eine Einnahmenquelle keine Win-Situation?

@tütü72, 16:33

"Artikel des SWR - Wie die EU Afrikas Fischversorgung sichert - Mauretaniens Weg zu nachhaltiger Fischerei."

Den Artikel kenne ich, und ich sehe die EU ja auch nicht als "großen Übeltäter für alles". Trotz des positiven Beispiels Mauretanien sehe ich die EU-Fischereipolitik vom Prinzip her als ausbeuterisch an. Aber da ändert sich ja vielleicht gerade etwas …

"Und zu den Fleischlieferungen: dann sind Sie gegen jegliche Nahrungsmittelhilfen, weil diese ja auch die bäuerlichen Strukturen zerstören?"

Nein, ich bin natürlich nicht gegen jegliche Nahrungsmittelhilfen in afrikanische Länder. Aber sehr strikt dagegen, dass wir die "Lebensmittelabfälle" aus unserer Massentierhaltung in Afrika "verklappen", weil wir in der Wohlstandsgesellschaft keine Verwendung dafür haben.

Solange ich lebe wird in

Solange ich lebe wird in Afrika gehungert. Was haben die europäischen Regierungen seit dem dagegen getan? Den Potentaten ein paar Millionen Dollarkrümmel hingeworfen, damit die ihre Völker imZaum hallten und Milliarden abkassiert. Was hat den bisher Frau Merkel dort zur Fluchtursachenbeseitigung getan? Kann die Tagesschau mal einen Faktencheck zur Fluchtursachenbeseitigung machen? Wäre doch schön, etwas zu finden, mit dem sich Merkel und der Rest ihrer Regierung noch vor der Wahl brüsten könnten. Aber ich glaube, da gibt's nichts zu finden.

No way out?

Anhand der weltweiten Krisen, welche uns doch mittlerweile alle wachrütteln sollten, fragt man sich, gibt es überhaupt noch einen Ausweg?
Kompliziert sind sie alle an sich und jede dieser Krisen und Konflikte bedarf ihrer eigenen Aufmerksamkeit und ihrer speziel auf sie ausgerichteten Lösungen aber dies haben sie alle gemeinsam, den ungebremsten drastischen Anstieg der Bevölkerungszahlen und die ungleiche Umverteilung an Reichtum und zuletzt der Mangel an Bildung in weiten Teilen unserer doch eigentlich modernen Welt.
Auf der Suche nach Auswegen und neuen Strategien um diesen Menschen in Not eine würdevolle und menschliche
Zukunft, verbunden mit den obersten drei Leitgedanken des Friedens, der Freiheit und Gerechtigkeit zu ermöglichen, dürfte man an Hand der sich immer verschärfenden Krisen ins Zweifeln geraten und den Mut nach Besserung verlieren.
Doch darf man sich Fragen, haben wir, unsere Staaten, uns überhaupt jemals ernsthaft bemüht?
Wann werden wir diese Nöte ernsthaft angehen?

@Am 15. September 2017 um 16:04 von schabernack

Zitat: ""Ja, klar. Weil es eben Wirtschaftsflüchtlinge sind."

Warum werten Sie Ihre eigene nachfolgende Argumentation, die ja durchaus stichhaltig ist, durch eine solche Bemerkung selbst ab?"

Warum sollte ich meine stichhaltige Argumentation durch das Nennen von Tatsachen abwerten?
Eine gute Argumentation fußt auf Tatsachen. Alles anderes ist Schabernack.

Verstehe ich nicht.

@Marga Reta, 16:18

"Oder Wasser! Ein ganz besonderes Thema. Vorreiter Nestle; auf der ganzen Welt aktiv. Wasser wird in Flaschen gefüllt und in der "zivilisierten" Welt verkauft. Afrikaner usw. können sich dieses "Bottled life" nämlich nicht leisten."

Großartig und überaus berechtigt, Ihr Hinweis!

Das Thema "Wasser" ist die perfideste aller Ausbeutungsstrategien, mit denen die "zivilisierte Welt" Afrika überzieht und an der Entwicklung hindert!

Bevölkerungswachstum

Lese sehr oft, dass das große Bevölkerungswachstum mit schuld an Hunger und Elend sind.
Ein sehr vordergründiges Argument.
Warum kriegen die Frauen so viele Kinder? Einen großen Teil an Mitschuld trägt die katholische Kirche, die sich gegen Verhütungsmittel und die Pille ausspricht. Außerdem ist es sehr schwer für afrikanische Frauen, an Verhütungsmittel heran zu kommen oder diese bezahlen zu können. Einen anderen Teil Mitschuld tragen die verschiedenen Stammestraditionen. Und hier hilft nur Bildung und Aufklärung, ohne dabei die Traditionen zu zerstören. Kinder sind auch eine Altersversorgung. Auch dieses Problem, der Altersversorgung und Vorsorge für das Alter gilt es zu lösen, eventuell mit einer Art Sozialkasse.
Also nur zu verlangen, den Kinderreichtum einzudämmen, ohne flankierende Maßnahmen wie eine Art Sozialversicherungssystem, löst das Problem der sozialen Versorgung, besonders im Alter nicht.

wieder einmal wird Ursache

wieder einmal wird Ursache und Wirkung vertauscht oder gar nicht benannt.
Die Ursache ist der enorme Bevölkerungsanstieg in Afrika. Folge: Hunger, Niedriglohn, Arbeitslosigkeit. Die Haltung von Milliarden Rinder und Huftiere, lassen kaum ein Pflänzchen eine Chance und der Boden wird festgetrampelt. Vegetation geht auch durch Landwirtschaft verloren. Die Lufttemp. (daraus Niederschlag) ist maßgeblich von der Vegetation und Bodenbeschaffenheit abhängig. Die vielen Kleinkriege in Afrika sind nur die Folge daraus, dass sich immer mehr Menschen um das weniger werdende Land und Rohstoffe streiten! Auch kann man Afrika nicht helfen, wenn man denen alle möglichen Produkte aus einer effizienten Produktion aus Asien und dem Westen verkauft! Wenn die Afrikaner Autos und Handys haben wollen, müssen sie diese selbst herstellen dürfen. Das Wissen um dies zu tun können sie in Form von Büchern und inet haben. Man kann den Menschen dort keine Perspektive geben, wenn sie nur als Konsumenten betrachtet.

@Hackonya2 16:26

Zitat:" Chinesicher Spruch

Nun um die Probleme in Afrika zu überwältigen ist der chinesische Spruch ziemlich zutreffend: Gibt den Menschen nicht Fische, sondern zeigt Ihnen, wie man Fische fängt."

Oder man stoppt die europ. Trawlerflotten, und läßt die Afrikaner selber die Fische fangen, verpacken, verkaufen.

Hungerkatastrophen entstehen einzig

durch die ganzen Rohstoffkriege und die Landwegnahme für Biotreibstoff.. Und nicht nur in Afrika. Die Länder, die man in frieden leben lässt kennen keinen Hunger- gleichwohl genau diese Länder durch fadenscheinige Hilfsorganisationen und Labelprofiteure zu eventuellen Hungergebieten werden könnten.

Zitat kommentator_02: "Es ist

Zitat kommentator_02: "Es ist genau umgekehrt: Die Zahl der Geburten pro Frau nimmt ab, wenn der Wohlstand zunimmt. Das war und ist nirgendwo auf der Welt anders, auch in Deutschland nicht."

Darauf würde ich mich nicht verlassen. In Arabien ist es genau anders rum. Dort haben nur Familien viele Kinder, die es sich auch leisten können. Das deutsche Sozialsystem und die Lebensmittelhilfe nach Afrika erlaubt es, dass auch Arbeitslose und Besitzlose viele Kinder ernähren können. Und wie viele Jahrhundert wollen sie warten? In 35 Jahren hat sich Afrikas Bevölkerung wieder verdoppelt!

Auch der Vergleich der Bevölkerungsdichte mit Europa hier im thread ist abenteuerlich. Deutschland z.B. kann mit seinen Böden und Klima 80Mio Menschen eigenständig ernähren. Ägypten, was in wenigen Jahren 120Mio Einwohner hat, kann nicht einmal 15Mio Menschen eigenständig ernähren wegen den Wüsten. Die Bevölkerungsdichte pro km² von Ägypten wird auch dann noch geringer sein.

Abnahme der Kinderzahl bei mehr Wohlstand

diese These wird sehr viel vertreten. Bisher ist es bei den meisten Bevölkerungsgruppen zu einer Abnahme der Kinderzahl bei wachsendem Wohlstand gekommen. Hiervon gibt es aber auch Ausnahmen. So sinkt die Kinderzahl bei sehr religösen Menschen mit zunehmenden Wohlstand nicht. Eine Übertragung dieser bisher gemachten Beobachtung auf Afrika ist zu mindestens spekulativ. Aber auch bei sinkender Kinderzahl pro Frau, wird die Bevölkerung in Afrika noch erhebloich wachsen, da die Bevölkerung dort sehr jung ist und in dne nächsten Jahren sehr viele junge Frauen in das gebährfähige Alter kommen.

@nie wieder spd

"Solange ich lebe wird in
Solange ich lebe wird in Afrika gehungert. Was haben die europäischen Regierungen seit dem dagegen getan?" Am 15. September 2017 um 17:28 von nie wieder spd

In Afrika gibt es nur unabhängige Länder mit eigenen Regierungen und keine deutsche oder sonst welche Kolonien.

15:21 schabernack

Vor allem ..........
genau so ist es wie sie es beschreiben. Dazu werden auf Plantagen für den Europäischen Markt Früchte angebaut die weder klimatisch noch bodenmäßig dahin hingehören und mit der Ernährung der eigenen Bevölkerung rein gar nichts zu tun haben. Dazu noch Hungerlöhne und eine fast schon sklavische Abhängigkeit von den Agrar-Konzernen.

Echter Wille zur Veränderung fehlt

Wenn eine Partei wie die CSU die turboindustrielle Landwirtschaft bei uns etabliert, Afrika mit EU-subventionierten Lebensmitteln überflutet, und sich dann beschwert, daß sich die Afrikaner auf den Weg nach Europa machen, halte ich dies jetzt nicht für eine wegweisende Politik.

Der Klimawandel wird die Egoismen der Politik verbrennen, vertrocknen, überschwemmen, und fortblasen. Wenn ich immer höre, es ist genügend Geld da, es sind genügend Lebensmittel da, dann sollte sich irgendwann mal Menschenverstand, und nicht Gier durchsetzen. Davon ist die Menschheit aber noch Jahrhunderte entfernt.

Bevölkerungsexplosion

Viele Kommentatoren bemängeln die Geburtenkontrolle in Afrika. Dabei wird vergessen das es in fast alle afrikanische Staaten kein Rentensystem gibt. 80% ist davon abhängig wie viele Kinder überleben, und später die Familie, Eltern und gegebenenfalls Großeltern ernähren können.
Und so entsteht neues Elend. Das Gesundheitssystem ist gut genug um die Sterblichkeitsraten bei Geburten minimal zu halten. Aber das ernährt nicht die heranwachsenden.
Aber solange es mehr Rosen aus Kenia als Tulpen aus Holland gibt, und Kenia viele Landwirtschaftsprodukte exportiert muss das Land in der Lage sein sich selbst zu ernähren. Dann müssen wir halt auf das ein oder andere verzichten.

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Die Moderation

@El Chilango,17:32

Ihre Antwort auf meinen Post von 16:04

"Ja, klar. Weil es eben Wirtschaftsflüchtlinge sind. Eine gute Argumentation fußt auf Tatsachen. Alles anderes ist Schabernack.“

Das Argument: "Ja, klar. Weil es eben Wirtschaftsflüchtlinge sind" bewegt sich auf ähnlichem Niveau wie „Nachts ist es kälter als draußen“.

In weiteren Details werde ich mich mit Ihnen in diesem Thread nicht mehr auseinandersetzen.

Ob eher ich "Schabernack treibe" oder eher Sie eine „Anti-Afrikaner- und Zitat-Vernebelungs-Strategie“ verfolgen, möge jeder selbst beurteilen, der sich mit Ihren, meinen und dem Post von @andererseits, 14:25, in diesem Thread beschäftigen möchte …

So ist es

Wenn das Land nicht soviele Menschen nicht ernähren kann, dann ja !

@14:54 ElChilango

Ihre Argumentation ist so alt wie falsch: Afrikas düstere Zukunft ist der verdrängte Schatten unserer Art zu wirtschaften. Aber es ist gang und gebe, diese Wahrheit zu verdrängen und das Lied vom zu hohen Bevölkerungswachstum zu singen. So wäscht man seit etwa 200 Jahren seine Hände in Unschuld.

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