Ihre Meinung zu: UN zur Gewalt gegen Rohingya: Deutliche Kritik nicht mehrheitsfähig

14. September 2017 - 8:54 Uhr

Hunderttausende Rohingya sind bereits aus Myanmar geflohen, Hunderte sollen getötet worden sein. Nun hat der UN-Sicherheitsrat erstmals in einer Sitzung über den Konflikt beraten. Doch der Appell des Gremiums ist zunächst recht zaghaft. Von Udo Schmidt.

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Kommentare

UN zu Rohingya

Manchmal weiß ich echt nicht, wofür wir die UN brauchen. Die verurteilen alles nur zu tiefst und das war es dann auch schon, ein Vebrechen an die Menschheit, Morde und Massaker sind also egal?

Was ist an der ganzen Geschichte eigentlich dran...

und von welcher Seite betrachten wir sie?

Ich halte mich eher an die Aussagen von Aung San Suu Kyi und gehe davon aus, das man das Ganze ähnlich wie die später bekannt gewordenen Fakten um Darfour betrachten sollte...

Sicherheitsrat erbärmlich

Wie traurig und schwach, dass erneut Volksgruppen ohne großen Einfluss und Lobby massiv leiden müssen, weil der UN-Sicherheitsrat, aber auch die Weltgemeinschaft (auch Europa) an sich es nicht schafft, hier glasklare Kante inklusive definitiver Konsequenzen zu zeigen, so wie es seit langem Mode ist. Erschütterung mag hier zwar ehren, doch hilft sie keinem. Wenn es, wie hier, um den Schutz eindeutig zu Massen Verfolgter und Misshandelter geht, muss politisches Kalkül passé sein. Und wenn man wirklich wollte, könnte man weit mehr Hilfe leisten, als zu erreichen, dass Medikamente und Nahrung nicht blockiert wird. Das ist ein Witz und rettet keinen einzigen Rohingya.

Die Gewalt ging von den Rohingya aus

und nicht von Myanmar. Auf wiederholte Überfälle islamischer Rohingya auf Polizeistationen wurde nun reagiert. Und schon sind die Rohingya die Verfolgten...

Thailand, Laos, China, Indien und Bangladesch.

Wie positionieren sich die Anrainerstaaten von Myanmar zu den Vertreibungen? China ist zudem Vetomacht im Sicherheitsrat.

Beides ist zu verurterilen

die Gewalt, die von den Rohingya Rebellen ausgeht und die vermutlich unverhaeltnismaessige Reaktion der Staatsorgene Myanmar.

Vernuenftig finde ich Myanmar dazu zu bewegen den Rohingyas dieselben Rechte und Pflichten als Staatsbuerger zu geben wie anderen Gruppen auch. Im Gegenzug dazu sind die Rohingyas zu entwaffnen.

Ein Detail wird nicht erwaehnt. Woher haben die Rohingyas Waffen. Es scheint ausserhalb Myanmars Interessen zu geben, die den Konflikt anheizen wollen und nicht beilegen. Auch das sollte die UN verurteilen.

Ein zweites Syrien kann keiner wollen.

UN muss sich ändern

Die Länder mit Veto-Recht müssen diese aufgeben und es sollte mit Mehrheit bestimmt werden müssen in der Vereinigte Nationen. Immer mal wieder wird Veto eingelegt und passiert nichts.. Und warum hat zB Russland noch Veto? es gibt Länder mit mehr Einwohner, und Russland ist nicht mehr die Sowjetunion..

@10:19 von collie4711

"Thailand, Laos, China, Indien und Bangladesch.
Wie positionieren sich die Anrainerstaaten von Myanmar zu den Vertreibungen? China ist zudem Vetomacht im Sicherheitsrat."

Alle genannten Laender haben Probleme mit extremistischen islamisten. China insbesondere mit den Uiguren. Aus cinesischer Sicht sind die Uiguren die Troublemaker. Ich denke daher ruehrt das Schweigen.

Was hier mit den Rohingya passiert ist ethnische Säuberung

Was hier mit den Rohingyas passiert, geht gar nicht. Und auch wie sich Frau Suu Kyi verhält, ist genauso zu verurteilen.

Ich sehe dass als ethnische Säuberung an, was hier in Myanmar gemacht wird:

http://www.heute.de/

16:22Regierung von Myanmar: 176 Rohingya-Dörfer jetzt leer
Angehörige der Rohingya-Minderheit haben in Myanmar nach Regierungsangaben 176 ihrer Dörfer verlassen. Aus mindestens 34 anderen von Rohingya bewohnten Orten seien ebenfalls Einwohner geflohen. Insgesamt habe es 471 Rohingya- Dörfer in drei Gemeinden gegeben. Die muslimischen Rohingya werden im mehrheitlich buddhistischen Myanmar seit längerem verfolgt. Viele Buddhisten in Myanmar bezeichnen die Rohingya für gewöhnlich als "Bengalen" und bestehen darauf, dass diese illegal aus Bangladesch eingewandert seien.

Das ist auch so eine ganz miese Form von Rechtspopulismus und eventuell Fakenews. Denn das stimmt eventuell so gar nicht was da behauptet wird.

Was sind die Zusammenhänge?

Bei Tichy sind unter "Myanmar, Medien und die Propagandalüge" die Fakten zusammengefasst.

Die Interpretation folgt auf dem Fuße.
Es handelt sich, wie zu erwarten war, um die Reaktion auf die landnehmende Ausbreitung des Islam.
"Rohingya", so lernt man dort, ist nichts anderes als die "Eigenbezeichnung muslimischer Terroristen, die in der Provinz Rakhaing gegen die Zentralregierung kämpften."

Die Rohingya werden nicht als Staatsbuerger anerkannt

Außerdem berichtet heute.de dass die Rohyngya von Myanmar nicht als Staatsbuerger anerkannt werden:

http://tinyurl.com/ydh2a2gj
heute.de: UN fordern Ende der Gewalt gegen Rohingya

Myanmar steht wegen des brutalen Vorgehens der Sicherheitskräfte gegen die muslimische Minderheit der Rohingya derzeit massiv in der Kritik. Nach UN-Angaben sind mittlerweile etwa 370.000 Rohingya aus Myanmar ins Nachbarland Bangladesch geflohen. Die Rohingya werden von Myanmar nicht als Staatsbürger anerkannt. Im Vielvölkerstaat Myanmar, dem ehemaligen Birma, ist die große Mehrheit der Bevölkerung buddhistischen Glaubens.

Und von daher frage ich mal:
wohin sollen die denn dann gehen?? Darueber hinaus sind die aus Myanmar wegen dieser buddhistischen Gewalttäter geflohen obwohl sie sehr wohl Staatsbuerger von Myanmar (ehemals Birma) sind.

Aus dem Grund wuerde ich mir ebenfalls deutlich mehr Mut durch die UNO wuenschen und Frau Suu-Kyi muss ihr Verhalten ändern!

das war mir klar

Ja das war mir klar es wirden muslime ermordet und unterdrückt bis sich eine kleine gruppe gewehrt hat und dann wurde bis zur letzten frau und kind vernichtet und verkündet die haben ja angegriffen.. leute ihr seid solche islam hasser das ihr das morden an frauen und kinden zu rechtfertigen versucht !

Ein Hoch auf die Menschenrechte!

Diese lassen sich wunderbar zitieren, wenn man in ein Land einmarschieren will. Ansonsten spielen die kaum eine Rolle, wie man an dieser Posse sehen kann.
.
Auch dass die Saudis im Jemen alles kaputt bomben und die Menschen verhungern, hat offensichtlich nichts mit Menschenrechten zu tun. Gibt´s im Jemen Öl oder Seltene Erden? Und haben die Rohyngia was aufm Konto oder Bodenschätze? Nee - na siehste!

@ p.rodgers (10:39): stimmt - die Veto-Rechte gehören weg

hi p.rodgers

Dem hier von Ihnen:

UN muss sich ändern
Die Länder mit Veto-Recht müssen diese aufgeben und es sollte mit Mehrheit bestimmt werden müssen in der Vereinigte Nationen. Immer mal wieder wird Veto eingelegt und passiert nichts..

kann ich nur absolut zustimmen. Dass muss Teil der UNO-Reform werden, dass diese VETO-Rechte abgeschafft und durch ein Mehrheits-Abstimmungssystem ersetzt werden wie es in jedem normalen Parlament der Welt ebenfalls der Fall ist. Solche Vetos werden nur noch als Blockade-Instrument missbraucht, darunter sowohl von den USA als auch von England als auch von Russland und China. Damit muss endlich Schluss sein.

Weg mit diesen Veto-Rechten, damit die UNO wieder handlungsfähig wird.

Das Ziel der

Das Ziel der Rohingya-"Rebellen" ist die gewaltsame Errichtung einer islamischen Community (besser: Staat) auf fremdem Territorium, nämlich im buddhistischen Myanmar.

Natürlich wehrt sich die dortige Bevölkerung.

Diese Leute nun auch noch einzubürgern wäre ungefähr das Falscheste, was Myanmar tun kann.

@um 10:17 von Brunswick

Es ist schon ein Unterschied, ob man explizit gegen die bewaffneten der Rohingya vorgeht oder eben einfach gegen das zivile Volk? Und die Fotos zeigen eindeutig das da welche vertrieben werden, die keine Waffen haben, also Kinder, Frauen und alte Menschen. Nur mal als Beispiel: In Deutschland geht eine gewisse Gewalt auch von Rechtsradikalen aus, wenn man allein an die 900 Übergriffe auf Flüchtlingsunterkünfte ausgeht (andere sind da nicht mal mitgezählt), nun sollte man reagieren und alle Deutsche dafür abstrafen? Oder sollte man eher gezielt auf diese Gruppe eingehen und diese bekämpfen?

"Ich habe den Angriff der

"Ich habe den Angriff der Rohingya-Rebellen Ende August verurteilt, aber aus dem Bundesstaat Rakhine kommen verstörende Berichte über Übergriffe der Sicherheitskräfte gegenüber Zivilisten, die vollkommen inakzeptabel sind."

Wen haben die Rohingya-Rebellen denn angegriffen?
Militär oder Zivilisten?
Wenn es sich um Rohingya-Rebellen handelt, die im Vorfeld Angriffe verübt haben......

Ähnelnd das nicht dem IS im Nahen Osten?
Wie wäre es mit Fakten und zwar reinen Fakten, ohne Ausschmückungen und Meinungen.

@Brunswick: Ja, was war denn nun zuerst?

Nicht von der Hand zu weisen ist, dass die Rohingyas mindestens seit 1982 als Menschen zweiter Klasse behandelt werden:

"Sie dürfen nicht wählen, haben keinen Zugang zu höherer Bildung und eine offizielle Ausreise wird ihnen nicht gestattet.[...] Auch innerhalb des Landes sind sie Reisebeschränkungen unterworfen. Ein Gesetz von 1982 verweigert den Rohingya die Staatsbürgerschaft und entsprechende Dokumente." Wikipedia zu Rohingya

Woher sie stammen ist eigentlich egal, da sie "von Königen im 16. und 18. Jahrhundert angesiedelt " wurden (ähnliche Besiedlungsprojekte gab es früher auch in Europa). Das ist schon etwas her. Lediglich die Zusammenfassung als Rohingya stammt wohl aus den 50er Jahren. Damals hat man halt alle Menschen in frei werdenden Kolonien katalogisiert und die Grenzen auf dem Reißbrett gezogen.

Für allgemeine Vertreibung (ethnische Säuberung) besteht also keine Grund.

@ IBELIN

"Aus chinesischer Sicht sind die Uiguren die Troublemaker. Ich denke daher ruehrt das Schweigen." Am 14. September 2017 um 10:42 von IBELIN

Dort werden aber Kriminelle bekämpft und nicht das ganze Volk vertrieben.
Zwar übernehmen Chinesen wichtige Positionen, aber - ähnlich wie den Tibetern - fehlt es den Uiguren leider noch an der dafür nötiger Bildung, obwohl sie von dieser nicht wie die Rohingya ausgeschlossen sind.

Es ist halt immer schwierig seine Kultur komplett konserviert zu behalten, wenn man mit anderen Kulturen mithalten will.
Das war schon immer so. (Selbst mit dem alten Ägypten war es mal vorbei...)

@um 10:17 von Brunswick

Natürlich muss auf Anschläge reagiert werden, nur bleibt da offen und fraglich, wie und gegen wen das dann geschieht? Stellen Sie sich mal vor, da würden welche auf die Idee kommen, das man gegen Rechtsradikale vorgehen muss und dann einfach aber gegen alles vorgeht was deutsch ist. Muslimischer Roghinya sein reicht also dazu aus, das man vertrieben, ermordet und verfolgt werden darf?

Vorurteile schaden Objektivitaet

Immer wieder traurig zu sehen wie hier einige meinen die Gewalt ginge von den Rohingya aus. Anstatt wegen eurerer mainstream Islamparanoia muslimische Menschen weniger als Menschen sondern mehr als potentielle Gefahr zu sehen, solltet ihr euch ein wenig über die Situation informieren. Diese menschen werden seit langem ausgegrenzt (Thema Staatsbürgerschaft), getötet und vergewaltigt. Als Reaktion aus Frust greifen einige wenige zu den Waffen. Nun macht diese Tatsache die Rohingya zu Schuldigen?
Wie gesagt ist der Ursprung solcher Meinungen nichts anderes als die wohlbekannte İslamparanoia bzw. -hass. Ich bin mir sicher eure Meinung waere anders wenn die Rohinga keine Muslime waeren.
Verhaltet euch doch mal bitte wie (objektive) Menschen..
Alles was wir brauchen ist eine gesunde Dosis an Empathie... Niemand auf der Welt greift aus Spass zu den Waffen..
Ausnahme: IS. Das sind wahrhaftig blutrünstige Mörder, die meistens auch nur Muslime töten..

...miese Form von Rechtspopulismus...

11:02 von Demokratieschue... :
"Das ist auch so eine ganz miese Form von Rechtspopulismus und eventuell Fakenews. Denn das stimmt eventuell so gar nicht was da behauptet wird."
Nun müssen Sie nur noch diese in Deutschland so populären Argumente gegen Kritiker dort unten ansiedeln und gesellschaftsfähig machen.

Mittlerweile habe ich hier

Mittlerweile habe ich hier etliche Standpunkte gelesen und da ich nicht sonderlich bewandert bin in diesem Thema, wäre das doch mal ein Gebiet für die Faktenfinder um chronologisch aufzulisten wie es zu dieser Eskalation der Gewalt kam.

Dann kann auch ich einen Eindruck gewinnen und mein persönliches Fazit ziehen.

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