Kommentare

Lebenslänglich

Auch im Sinne der Opfer und Angehörigen sollte das Urteil gegen Beate Zschäpe Lebenslänglich lauten.

Hat die Frau jemanden

Hat die Frau jemanden ermordet?
War sie bei Straftaten anwesend?
Hat diese Frau Straftaten begangen und wenn welche?
Abgesehen von Mitwisserschaft.
Was kann dieser zweifelsfrei nachgewiesen werden?
Wie wirkt sich die Aktenvernichtung seitens der Behörden auf den Prozess aus?

Ich denke dieser Prozess

Ich denke dieser Prozess wird, sofern er dann irgendwann mal abgeschlossen wird, als einer der größten Possen in die Rechtsgeschichte eingehen.

Was dieser Spass bis jetzt den Steuerzahler gekostet hat will ich erst gar nicht wissen. Bedenklich das sowas bei uns möglich ist, in vielen anderen Ländern hätte man diesem Treiben sicherlich schon längst ein Ende gesetzt.

07:01 von Foren Troll

Lebenslänglich"
Was hat sie denn getan ... was kann man ihr Nachweisen
Mitwisserschaft an Morden wird behauptet
...dafür so ne Strafe zu fordern,
ein merkwürdiges Rechtsverständnis

Trio oder Netzwerk

Es gibt so viele Anhaltspunkte, dass der NSU nicht einfach nur ein Trio gewesen sein kann sonder ein Netzwerk war. Entgegen dem bisherigen Sprachgebrauch der Anklage der "Unterstützerschaft", ist auf einmal sogar die Rede von einer "Mitwisserschaft". Die offensichtlichen Hinweisen auf ein Terrornetzwerk hat bisher lediglich die Nebenklage öffentlich geäußert. Die staatlichen Stellen haben sich von Anfang an stets bemüht, den NSU auf ein Terror-Trio zu reduzieren.

@Emil66 um 07:21

Ihre Fragen lesen sich so als wollen sie Frau Zschäpe verteidigen wollen.

Ich denke im dem Plädoyer der Bundesstaatsanwaltschaft sind doch die wichtigsten Ihrer Fragen beantwortet worden.

Hat sie jemanden ermordet? -> Nein
War sie bei Staftaten anwesend -> Eventuell; aber sie hat bei der Planung und Vorbereitung geholfen.
Hat sie Staftaten begangen -> Siehe oben
Was kann man zweifelsfrei nachweisen? -> Das wird das Gericht entscheiden.
Aktenvernichtung -> Für das Urteil von Frau Zschäpe irrelevant.

re Emil66, 07:21

Genau diese Ihre Fragen und Zweifel hatte das Gericht ja nun in jahrelangen Untersuchungen zu erhellen, und wenn der Bundesanwalt die Höchststrafe fordert, wird er diese Antworten aus seiner Sicht gefunden haben.
Das Urteil ist noch nicht gesprochen.

07:21, Emil66

>>Hat die Frau jemanden ermordet?
War sie bei Straftaten anwesend?
Hat diese Frau Straftaten begangen und wenn welche?
Abgesehen von Mitwisserschaft.
Was kann dieser zweifelsfrei nachgewiesen werden?<<

Um all das geht es im Prozess.

Wir erleben gerade die Plädoyers der Klägerseite, dann kommen die der Verteidigung. Haben Sie also noch ein wenig Geduld.

Wobei es ziemlich unerheblich ist, ob sie bei Morden anwesend war.

>>Wie wirkt sich die Aktenvernichtung seitens der Behörden auf den Prozess aus?<<

Insofern, als daß diese Akten zur Beweisführung nicht mehr zur Verfügung stehen.

Die Aktenvernichtung als solche ist nicht Gegenstand dieses Prozesses, dafür aber einiger Untersuchungsausschüsse.

@mm0815, 8:02

Was dieser Spass bis jetzt den Steuerzahler gekostet hat will ich erst gar nicht wissen. Bedenklich das sowas bei uns möglich ist, in vielen anderen Ländern hätte man diesem Treiben sicherlich schon längst ein Ende gesetzt.

Ich fände es äußerst bedenklich, wenn hier das geschehen würde, was sie als beispielhaft in anderen Ländern bezeichnen. Einen Prozess dann zu beenden - oder ihn erst gar nicht anzufangen - , wenn er dem Steuerzahler zu teuer erscheint, das kann ja wohl nicht Ihr Ernst sein. Rechtsstaat nach Kassenlage. Grauslig.

@Sisyphos, 8:15

Zur Einstufung als Mord genügt es, wenn der Täter den Tod eines anderen Menschen, gegebenenfalls durch Nichteingreifen, mit verursacht. Das ist gängige Rechtsprechung.

Frau Zschäpe hat die Morde des NSU-Trios nicht nur gedeckt, sondern durch Beseitigung von Spuren und Falschaussagen auch das Begehen weiterer Morde ermöglicht, sogar aktiv unterstützt.

@ Sisyphos3 u. Emil66

Beate Zschäpe wird nicht "nur" Mittwisserschaft, sondern Teilhabe durch Unterstützung plus Brandstiftung vorgeworfen. Sie war jahrelang mitten im Geschehen und hat nichts dagegen unternommen. Die Aktenvernichtung hat mit ihrer möglichen Schuld nichts zu tun. Das ist eine andere Baustelle in diesem Thema.

Ich denke, mit dem Urteil wird nicht...

das Ende dieser "Unendlichen Geschichte" in Deutschland erreicht sein.
Sicherlich wird es eine Revision geben und dann können wir uns auf die nächsten 5 Jahre schlechter Unterhaltung einrichten.
Dieses Thema ist von allen Seiten überstrapaziert und man kann es langsam nicht mehr hören und lesen. Ich weiß nicht, welche Kosten es verursacht hat, aber die dürften immens sein und werden in keinem Zusammenhang mit dem Gerechtigkeitsempfinden der Bürger stehen.

@Berni 1, 9:54

Ich weiß nicht, welche Kosten es verursacht hat, aber die dürften immens sein und werden in keinem Zusammenhang mit dem Gerechtigkeitsempfinden der Bürger stehen.

Wenn Sie mit dieser Aussage recht haben, dann sind es nicht die Kosten, mit denen etwas nicht stimmt, sondern das Gerechtigkeitsempfinden der Bürger. Aber ich hoffe zuversichtlich, dass dieses besser ausgeprägt ist, als Sie vermuten.

@08:43 von Sharky_ffm

"Ihre Fragen lesen sich so als wollen sie Frau Zschäpe verteidigen wollen."

Neeeeeee will ich nicht.
Ich will aber die Wahrheit in Fakten wissen um mir selber ein Bild zu machen und nicht eines vorgezeichnet bekommen was ich zu denken habe.

Einfach gesagt ist die Frau eine Person die einfach nur versorgt sein wollte und der es egal war was ihr Umfeld macht, Hauptsache sie hatte ihr Auskommen usw.?
Oder war sie Anstifterin und hatte 2 Dep… die das umsetzten was SIE wollte?
Und zum Urteilen habe ich nicht die Ausbildung, aber, wenn ich reine Fakten hätte was ihr zweifelsfrei nachgewiesen werden kann und was nicht, könnt ich ein für mich eigenes Bild haben ob es für mich eine Person wie ein Mafiaboss ist oder wie die Frau eines Mafiabosses die die Annehmlichkeiten genießt und der der Rest egal ist.
Nur darum geht es mir.

Wird Sippenhaft nun wieder Rechtsform?

Gibt es denn etwas, was man der Frau tatsächlich beweisen kann? Außer die Liebschaft mit einen der angeblichen Täter.

Ich dachte Sippenhaft ist Steinzeit.

08:02, mm0815

>>Ich denke dieser Prozess wird, sofern er dann irgendwann mal abgeschlossen wird, als einer der größten Possen in die Rechtsgeschichte eingehen.<<

Dieser Satz offenbart profundes Unverständnis, was Rechtsstaatlichkeit angeht.

>>Was dieser Spass bis jetzt den Steuerzahler gekostet hat will ich erst gar nicht wissen.<<

Rechtsstaat gibt's nicht für umsonst.

>>Bedenklich das sowas bei uns möglich ist, in vielen anderen Ländern hätte man diesem Treiben sicherlich schon längst ein Ende gesetzt.<<

Beispielsweise in Russland, China, Iran, Nordkorea. Da wird so etwas natürlich kurz und knackig gehandhabt.

09:24 von frosthorn

@Sisyphos, 8:15

Zur Einstufung als Mord genügt es, wenn der Täter den Tod eines anderen Menschen, gegebenenfalls durch Nichteingreifen, mit verursacht. Das ist gängige Rechtsprechung.

Frau Zschäpe hat die Morde des NSU-Trios nicht nur gedeckt, sondern durch Beseitigung von Spuren und Falschaussagen auch das Begehen weiterer Morde ermöglicht, sogar aktiv unterstützt.
////
*
*
"Anwesenheit am Tatort" ist nicht Voraussetzung, um ein Mordmerkmal zu erfüllen.
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Insofern ist der Mordvorwurf an B. Zschäpe durchaus berechtigt.

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Gott sei Dank steht nicht zu befürchten, dass Frau Zschäpe nicht auch nach Ihrer "vorzeitigen" Begnadigung als Lehrerin in Bremen tätig wird, wie eine der RAF Mörderin.
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Wo liegt aber bei der strafbaren „Billigung und Anwesenheit“ der Unterschied zu der „Landhut-Terroristin“ Souhaila Andrewes welche von Deutschland 1996 verurteilt nach "3 Jahren begnadigt" und heute in Norwegen lebend?
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08:15, Sisyphos3

>>Lebenslänglich"
Was hat sie denn getan ... was kann man ihr Nachweisen
Mitwisserschaft an Morden wird behauptet
...dafür so ne Strafe zu fordern,
ein merkwürdiges Rechtsverständnis.<<

Es wird schon ein wenig mehr behauptet. Sonst würde die Staatsanwaltschaft nicht lebenslänglich mit anschließender Sicherheitsverwahrung fordern.

Wenn Sie den Fall über die Jahre verfolgt haben, dann wissen Sie das natürlich.

Wenn nicht, dann nicht.

@09:34 von Randerscheinung und andere!

Die meinen ich würde die Frau in Schutz nehmen :-)

Tu ich nicht, bestimmt nicht.

Was ist so schlimm daran wissen zu wollen, die Punkte 1,2,3,4…. Können der Frau zweifelsfrei nachgewiesen werden und die Punkte X,Y,Z…… nicht.
Also wusste die Frau alles oder wieviel?
Hat sie das nur billigend in Kauf genommen um versorgt zu sein?
Oder war sie Anstifterin?
Ein eigenes Bild in meinem Kopf und nicht die vorgefertigte Meinung der Medien oder Obrigkeit.
Und Urteilen sollen die die dafür ausgebildet wurden.

Ich kann es überhaupt nicht ab wenn man mir eine Meinung diktiert.

Verteidigen, immer nur meine Familie.
Außerhalb meiner Familie höchstens Neugier.

Zur Sachlage

Eine lebenslange Freibeitsstrafe ist eine sog. "Punktstrafe", d.h. während alle Delikte einen vorgegebenen Strafrahmen haben, wird eine lebenslängliche Freibeitsstrafe verhängt, wenn das Gesetz dies ausdrücklich vorsieht.
Die lebenslange Freibeitsstrafe kann u.U. tatsächlich lebenslängliche bedeuten, deshalb ist eine mehrfache Aussprache ohne Sinn und nicht möglich.
@Sisyphos 3 u.a.: Es kann durch eine genau festgelegte und nicht ganz einfache Art der Addition ein Gesamtstrafenbild entstehen, welches dann zur Einzelstrafe erfolgt. Dafür braucht man auch nicht den Hebel selbt abgedrückt haben. Dies entspricht dem gängigen Rechtsverständnis.

@07:21 von Emil66

"Hat diese Frau Straftaten begangen und wenn welche? Abgesehen von Mitwisserschaft."
Die Staatsanwaltschaft wirft ihr Mittäterschaftschaft vor, wofür eine Anwesenheit bei denTaten nicht erforderlich ist.
Das Gericht muss entscheiden, ob die Taten Zschäpes als Mittäter- oder lediglich als Nebentäterschaft zu bewerten sind.
Ich glaube nicht, dass es sich die Entscheidung leicht machen wird.
Gruß, Brille

Sachliche und themenorientierte Diskussion erwünscht

Sehr geehrte NutzerInnen von meta.tagesschau.de,

wir möchten Sie bitten, zu einer sachlichen und themenorientierten Diskussion zurückzufinden. Persönliche Auseinandersetzungen sind nicht erwünscht.

Mit freundlichen Grüßen

Die Moderation
meta.tagesschau.de
P.S. Diese Mitteilung gilt allen TeilnehmerInnen dieser Diskussion.

Das Urteil besitzt Präzedenzcharakter!

Denn das IS Kämpfer, - wie der NSU-, auch,wirklich mörderische Terroristen sind, wird ja wohl niemand ernsthaft bestreiten!

Denn die ganzen IS- Bräute, die jemals mit einem IS- Kämpfer zusammengelebt haben, könnten dann, -genau wie bei Frau Zschäpe-, nicht allein nur wegen der Mitwisserschaft, sondern sogar der direkten(!) Mittäterschaft an ALLEN(!) vom IS im In- und Ausland(!) verübten Morden angeklagt werden!

Das sollte man wissen!

10:33, Emil66

>>Ich will aber die Wahrheit in Fakten wissen um mir selber ein Bild zu machen und nicht eines vorgezeichnet bekommen was ich zu denken habe.<<

Dann sollten Sie die Plädoyers der Staatsanwaltschaft und der Verteidigung durcharbeiten.

Ist aber viel Text.

@08:15 von Sisyphos3

"Mitwisserschaft an Morden wird behauptet"
Die Staatsanwaltschaft fordert diese Strafe wegen Mittäterschaft, also nicht etwa nur wegen Beihilfe.
"dafür so ne Strafe zu fordern, ein merkwürdiges Rechtsverständnis"
Diese Bewertung könnte falsch sein, aber für Mittäterschaft lebenslänglich zu fordern, zeugt von einem durchaus vernünftigen Rechtsverständnis.
Gruß, Brille

@8:02 von mm0815

"Was dieser Spass bis jetzt den Steuerzahler gekostet hat will ich erst gar nicht wissen. "
Sie wissen aber, was die NSU-Taten gekostet haben, oder? Zur Erinnerung: 10 Tote, 23 Verletzte. Mindestens.
Und da können Sie den Prozess als "Posse" und "Spass"bezeichnen? Da Sie meinen, die Prozesskosten für den Steuerzahler gegenrechnen zu müssen: Das ist das Allermindeste, das wir den Opfern schuldig sind.
Gruß, Brille

09:54 von Berni 1

"Ich weiß nicht, welche Kosten es verursacht hat, aber die dürften immens sein und werden in keinem Zusammenhang mit dem Gerechtigkeitsempfinden der Bürger stehen." - Frau Zschäpe hat dem deutschen Steuerzahler durch ihre Verzögerungstaktik und mangelnde Kooperationsbereitschaft bisher Kosten von rund 50 Mio € eingebrockt.

Sagen wir es mal so:

In den früheren Terrorprozessen hat man Personen vergleichbar Frau Zschäpe nur wegen der Mitwisserschaft, aber nicht der aktiven Mittäterschaft angeklagt!

Damit jedoch formaljuristisch eine Terrororganisation überhaupt vorliegt, benötigt man immer mindestens(!) drei Personen!

Nun gibt es in diesen Fall jedoch nur zwei Uwes, und nicht drei!

Also zählt man deren Geliebte und Haushälterin einfach hinzu, und schon ist die Mindestanzahl von drei Personen für die Bildung einer Terrororganisation formaljuristisch erfüllt!

Ein Novum in der deutschen Justizgeschichte, das dazu noch Präzedenzcharakter haben wird!

Denn bei allen IS- Bräuten ist die juristische Ausgangslage ja auch nicht anders!

Auch die haben schließlich mit IS- Terroristen zusammengewohnt, diese unterstützt, usw.

Ich bin wirklich sehr gespannt auf die Urteilsbegründung in diesem Prozess!

07:01 Foren Troll

Sollte lauten? Nur wenn eine Tat nachgewiesen wird, wird jemand verurteilt. Wir leben in einem Rechtsstaat.

Sicherheitsverwahrung für Zschäpe?

Auch wenn Zschäpe sich möglicher Weise der Beihilfe zum Mord in mehreren Fällen schuldig gemacht hat - sie hat wohl selbst niemanden verletzt oder gar umgebracht. Tätlichkeiten von ihrer Seite sind ihr wohl nirgends vorgeworfen worden. Da erscheint die Sicherheitsverwahrung im Anschluss an die Haftstrafe, die ja weiteren Gewalttaten vorbeugen soll, schwer begründbar.

@Berni 1

Das "Gerechtigkeitsempfinden der Bürger" ist zum Glück nicht der Maßstab einer rechtsstaatlichen Rechtsprechung.

@Sisyphos

Ihr wird nicht nur Wissen, sondern aktive Beteiligung an der Vorbereitung und indirekt auch an der Durchführung mehrerer Morde vorgeworfen. Beihilfe zum Mord ist ein schweres Verbrechen, und die geforderte Haftstrafte (sog. "lebenslänglich", also Entlassung frühestens nach 15 Jahren) ist im Gesetz als Möglichkeit verankert.

10:39 von Prof.

"Gibt es denn etwas, was man der Frau tatsächlich beweisen kann? Außer die Liebschaft mit einen der angeblichen Täter. Ich dachte Sippenhaft ist Steinzeit." - Eine Verurteilung wegen Beihilfe zum 10fachen Mord wäre für Sie "Sippenhaft"? Merkwürdiges Rechtsempfinden.

Frage um Info

Was mich interessiert, aber worüber ich derzeit keine sicheren Infos finde: es ist ja vermutlich davon auszugehen, dass die Beklagten oder die Bundesanwaltschaft in die Berufung gehen? Oder ist beim OLG, das ja hier als Erstinstanz fungiert, eine Berufung ausgeschlossen? Eher nicht, oder? Nächste Instanz wären dann Bundesgerichtshöfe?
Dann ist ja sozusagen zu erwarten, dass es noch viele Jahre dauert, bis hier mal eine rechtskräftige Verurteilung steht.

@Frank von Bröckel

Ein sehr guter Hinweis. Das wird vermutlich früher oder später eine Entscheidung auf oberster Gerichtsebene erfordern, denke ich. Auf jeden Fall wäre es eine gute Entwicklung der Rechtsprechung.

@Emil66 07:21

Frau Tschäpe war Mittäterin. Da gibt es überhaupt keine Diskussion. Sie wusste von den geplanten Taten ihrer Komplizen und hat dabei geholfen diese logistisch möglich zu machen. Wer an der Tatplanung aktiv beteiligt war wie Tschäpe der ist Mittäter und daher ist eine Lebenslange Freiheitstrafe mehr als berechtigt. Man sollte diese Frau nie wieder in unsere Öffentlichkeit lassen. Unglaublich, dass es hier tatsächlich noch Foristen gibt die die perversen Gedankenzüge dieser Frau nicht stören und die alles versuchen um das Strafmaß kleinzuhalten.

11:08, Frank von Bröckel

>>Denn die ganzen IS- Bräute, die jemals mit einem IS- Kämpfer zusammengelebt haben, könnten dann, -genau wie bei Frau Zschäpe-, nicht allein nur wegen der Mitwisserschaft, sondern sogar der direkten(!) Mittäterschaft an ALLEN(!) vom IS im In- und Ausland(!) verübten Morden angeklagt werden!

Das sollte man wissen!<<

So einfach ist das nicht.

Frau Zschäpe wird vorgeworfen, Teil des Führungstrios des NSU gewesen zu sein.

Die IS-Bräute, die Sie anführen, wären mit der Freundin von Ralf Wohlleben oder einer der anderen Nebenfiguren im NSU-Prozess zu vergleichen.

Von denen keine vor Gericht steht.

@Emil66, 10:33

"Ich will aber die Wahrheit in Fakten wissen um mir selber ein Bild zu machen und nicht eines vorgezeichnet bekommen was ich zu denken habe."

Wenn Sie einen völlig "unvorgezeichneten" Eindruck vom NSU-Prozess gewinnen wollen, hätten Sie ihm persönlich an jedem Verhandlungstag beiwohnen müssen. Das kann und macht natürlich kein "Normalmensch".

Der Prozess dauert aber nun ja fast vier Jahre und wurde von einigen namhaften Gerichtsreportern regelmäßig besucht und kommentiert (z.B. Gisela Friedrichsen für "Die Welt N24"). Darüberhinaus gab es immer wieder, auch in den ÖR-Medien, Interviews mit und Fakteneinschätzung von Prozessbeteiligten.

Ich habe den Prozess, soweit möglich, durchgehend verfolgt. Und bin zu dem Eindruck gelangt, dass B. Zschäpe keineswegs das "naive, unwissende, von Böhnhardt und Mundlos abhängige Dummchen" war, wie sie es dem Gericht glaubhaft machen wollte.

Für mich sprechen alle Fakten dafür, dass Tatbewertungen und die Strafmaß-Forderung gerechtfertigt sind.

@Emil66 07:21

Zitiere: Emil66
Hat die Frau jemanden ermordet?
War sie bei Straftaten anwesend?
Hat diese Frau Straftaten begangen und wenn welche?
Abgesehen von Mitwisserschaft.
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Bei B. Zschäpe besteht u.a. der Verdacht auf Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und Verdacht auf Mittäterschaft bei zehn Morden.
Entscheidend ist, wie es das Gericht sieht und wertet.
Es muss nicht zwingend den Vorstellungen der Bundesanwaltschaft folgen.
Wahrscheinlich ist Beate Zschäpe schuldig!

@mm0815 08:02

Zitiere: 0815 08:02
Ich denke dieser Prozess wird, sofern er dann irgendwann mal abgeschlossen wird, als einer der größten Possen in die Rechtsgeschichte eingehen.
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Was soll an diesem rechtstaatlichen Prozess eine Posse sein?
Wenn man kritisiert sollte man
nicht inhaltslos pauschalieren,
sondern sachlich bleiben und Fakten gegen das Verfahren vorbringen.

10:43 von fathaland slim

Es wird schon ein wenig mehr behauptet. Sonst würde die Staatsanwaltschaft nicht lebenslänglich mit anschließender Sicherheitsverwahrung fordern
.
ich weiß nichts !
was ich gesehen habe, dass da die merkwürdigsten Zeugen geladen waren
vornehmlich V Männer,
Was der Mord an der Polizistin betrifft ...
das hat schon Untersuchungsausschüsse beschäftigt und die Häufung von Todesfällen bei den Zeugen dort ist ja schon Filmreif ... von der Vorgehensweise bei der Untersuchung und nicht nur am Tatort
Der Fall ist so was von dubios, zumindest in meinen Augen
.... bin froh da nicht Richter sein zu müssen

@Sisyphos3 08:15

Zitiere: Sisyphos3 08:15
Was hat sie denn getan ... was kann man ihr Nachweisen
Mitwisserschaft an Morden wird behauptet
...dafür so ne Strafe zu fordern,
ein merkwürdiges Rechtsverständnis
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Lesen Sie einfach die Anklageschrift dann wissen Sie auch was die Staatsanwaltschaft B.Z. vorwirft.

Mord wird mit lebenslangen
Zuchthaus bestraft.
Was soll daran merkwürdig sein!
In einigen anderen Staaten
gibt es für Mord, Mitwisserschaft und Mittäterschaft sogar noch die Todesstrafe.

@Johnny R, 10:50

Ich habe keinerlei Einwände gegen oder Kritik an Ihrem Kommentar.

Eine Ergänzung zum Thema "Gesamtstrafenbildung":

Ein "Gesamtstrafe" wird immer dann verhängt, wenn ein Angeklagter in demselben Prozess wegen verschiedener Einzeltaten verurteilt wird.

Für die Bildung der Gesamtstrafe gibt es keine feste Regel. Als Faustregel kann man (oft treffend) heranziehen:

Gesamtstrafe = Höchste Einzelstrafe + die Hälfte der Addition der weiteren Einzelstrafen. Wobei die Gesamtstrafe 15 Jahre niemals überschreiten kann.

Im dt. Strafrecht besteht die (paradoxe?) Festlegung, dass (außer für Mord, dann zwangsweise lebenslang) für keine Straftat eine Haftstrafe verhängt werden kann, die mehr als 15 J. beträgt.

Sollte B. Zschäpe "nur" wegen z.B. 10-facher Mitwisserschaft bei Mord und schwerer Brandstiftung verurteilt werden, dann würde sie max. 15 Jahre Haft erhalten.

Die "besondere Schwere der Schuld" könnte aber auch in diesem Fall ausgesprochen und eine Sicherungsverwahrung verhängt werden.

@10:39 von Prof.

"Gibt es denn etwas, was man der Frau tatsächlich beweisen kann? Außer die Liebschaft mit einen der angeblichen Täter."
Wenn das das Einzige ist, was das Gericht für bewiesen hält, wird es Frau Zschäpe zweifellos freisprechen.
Aber nach allem was ich über das Verfahren weiß, dürfte mindestens Beihilfe zu den Morden nachgewiesen worden sein.
Sippenhaft muss man vor deutschen Gerichten nicht befürchten.
Es gibt leider durchaus Länder, von denen das nicht so leicht behauptet werden kann.
P.S.: Wieso "angebliche Täter"? Bestehen da noch ernsthafte Zweifel?
Gruß, Brille

11:27, Frank von Bröckel

>>Nun gibt es in diesen Fall jedoch nur zwei Uwes, und nicht drei!

Also zählt man deren Geliebte und Haushälterin einfach hinzu, und schon ist die Mindestanzahl von drei Personen für die Bildung einer Terrororganisation formaljuristisch erfüllt!<<

Was ist denn das für ein Frauenbild, das aus Ihren Ausführungen spricht?

Ich weiß, daß in rechten Kreisen eine Frau zu Heim und Herd gehört, beim NSU war das aber gewiss nicht so.

Es war natürlich Teil der Verteidigungsstrategie, Frau Zschäpe als das naiv-dumme Weibchen darzustellen.

Niemand hat versucht, Ulrike Meinhof auf die Rolle der Geliebten Andreas Baaders zu reduzieren. Frau Zschäpe hingegen will man zum Uweanhängsel erklären. Das ist durchsichtig.

@Stefan T, 11:26

Frau Zschäpe hat dem deutschen Steuerzahler durch ihre Verzögerungstaktik und mangelnde Kooperationsbereitschaft bisher Kosten von rund 50 Mio € eingebrockt.

Frau Zschäpe hat die Rechte ausgeschöpft, die ihr zustehen. Die stehen übrigens auch Ihnen zu. Oder würden Sie sich vor Gericht verpflichtet fühlen, nur die rechtsstaatlichen Mittel in Anspruch zu nehmen, die nichts kosten?

Es ist mir unverständlich, wie hier Foristen der Ansicht sein können, für Grundrechte gebe es eine finanzielle Grenze. Und die sei dann auch noch variabel, in Abhängigkeit vom Tatvorwurf oder von der angeklagten Person. Haben die in der Schule was anderes gelernt als ich?

Darstellung: