Ihre Meinung zu: Schulz im ZDF: Missverständnisse bei Mietpreisbremse

13. September 2017 - 20:02 Uhr

"Unzulässig, Wucher, sittenwidrig" - SPD-Kanzlerkandidat Schulz hat im ZDF einen Beispielfall für steigende Mieten scharf kritisiert. Doch mit dieser Bewertung lag er daneben. Von Andrej Reisin und Wolfgang Wichmann.

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Kommentare

kommunale und landeseigene Wohnungen wurden verscherbelt

Klar, da hat er Recht, die Mieten sind wirklich enorm hoch. Aber woran liegt das? Daran, dass viele Kommunen z.B. ihr Tafelsilber verscherbelt haben. Wieviele Kommunalverwaltungen sind auf Wirtschaftsberater hereingefallen und haben mit dem Verkauf von kommunalem Wohnungseigentum kurzfristig ihre Bilanzen geschönt. Unsolide Politiker und „schmutzige Sanierer“ haben Hand in Hand öffentliches Eigentum privatisiert, sich für „gutes“ Wirtschaften feiern lassen und beschweren sich hinterher, dass privatisiertes Wohnungseigentum in Händen profitorientierter Anleger gelandet ist. Nun müssen die Kommunen den Wohnraum für Bedürftige mit Wohngeld in -zigfacher Höhe bezuschussen.
Vielleicht sollte Herr Schulz sich einmal die Kommunalverwaltungen SPD-regierter Kommunen (z.B. Bremen) vornehmen und prüfen, wo das ehemalige Eigentum der Bremer Bürger, das städtische und landeseigene Wohnungseigentum geblieben ist.

Menschenrecht

Das Ganze ist ein Problem des Wirtschaftssystems bzw. der gesellschaftlichen Ethik. Ich denke, jedem ist klar, dass eigentlich jeder Mensch die Möglichkeit haben muss, sich niederlassen zu dürfen, denn das gehört einfach zum Leben.
Ich glaube mich zu erinnern, dass es Länder gibt, wo man sich auch einfach so niederlassen kann bzw. nach soundsoviel Jahren sogar das Recht an dem Grundstück erwirbt oder ein Stück Land zum Wohnen zugeteilt bekommt. Und war es nicht in Irland so, dass man das bewohnen durfte, was man in einem Tag erbauen konnte? Dieses heutige (Zwangs-)System aus räuberischen Umständen, dass den Besitzern von viel Geld über Vermietungen noch mehr verschaffen kann, wird zwar geflickt, aber nicht grundlegend verändert und erzeugt deshalb keine einfachen billigen Wohnungen, wie es eigentlich nötig ist: sozialer Wohnungsbau eben. Arbeiterfamilien mit 4 Kindern sind auch Menschen, und 1000 € Netto-Miete sind einfach zu viel.

Martin Schulz mal wieder nicht gut informiert!

Das mussten wir ja in den letzten Wochen häufiger feststellen dass Martin Schulz sich mit Zahlen und Fakten leicht mal irrt!
Mal ganz abgesehen davon dass es für eine rot/grün regierte Stadt wie Hamburg eine Schande ist was dort mit dem kommunalen Wohnungsbestand geschieht sollte ein Kanzlerkandidat etwas vorsichtiger sein wenn er sich mit Themen befasst bei denen er nicht gut informiert ist.
Beim Kanzlerduell waren es die ca. 225.000 noch nicht abgeschobenen Asylbewerber deren Antrag bereits abgelehnt wurde bei denen er auf schnellere Bearbeitung der Anträge drängen wollte. Und die Reihe der Irrtümer seinerseits wird immer länger.
So wird das wohl eher nichts mit einem Wahlerfolg!
Und wenn er meint dass er ein weiteres Duell mit Merkel möchte dann solte er vieleicht froh darüber sein dass diese abgelehnt hat!

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