Kommentare

Otto Habsburg (CSU-Europaabgeordneter) hatte gleich

vier Pässe. Und war stolz darauf.

Das hat aber damals offensichtlich niemanden gestört.

Ich habe Verständnis für Doppelpassler, die aufgrund der Rechtslage in den anderen Heimatländern erhebliche Nachteile hinnehmen müssen.

Die momentane Regelung ist ganz vernünftig.

Abgesehen von allen "Notwendigkeiten."

ist man mit zwei Staatsbürgerschaften fein raus. Man ist immer dort, wo man gerade mit der "richtigen" Staatsbürgerschaft Vorteile hat, sich vor Militärdienst drücken kann, die bessere Rentenregel und die bessere Krankenversorgung hat und auch besser das Steuersystem beschei... kann.

Wer hat eigentlich ... die Wahl?

Zwei Pässe, zwei Solidarverpflichtungen, zwei Befindlichkeiten ...?!
Das ließe sich ähnlich wie bei "Doppelnamen" fortspinnen - was z. B. wenn man Kind von Eltern mit unterschiedlicher Staatsbürgerschaft ist, das in einem Drittland geboren wurde - gibt es dann die Option einer Tripple- Staatsbürgerschaft? Zumindest denkbar nach dem oben gehörten....
Staatsbürgerschaft sollte weniger mit "Herkunft" und "Geburtsrecht", als mit "Sozialisation" und "Verwaltungsrecht" zu tun haben.
Im Übrigen täte die EU gut, endlich auch die Möglichkeit einer EU-Bürgerschaft zuzulassen, mit lebenslangen Niederlassungsrecht in jedem (auch ehemaligen) EU Gliedstaaten (nicht jeder hat und braucht so viel Erde an den Füßen, das er einem Staat herkömmlicher Prägung Angehörigkeit bezeugen muss.).

Deutschland macht es jedem recht!

Entweder bin ich nun deutsch mit allen dazugehörigen "unannehmlichkeiten", oder ich bin es eben nicht!

Es kann und darf da keinerlei Ausnahmen geben!
Wer sich nicht eindeutig zu seiner Heimat bekennt, hat auch keinerlei Anspruch auf Leistungen aus Deutschland!

Und nun?

Aber warum diese Menschen 2 Staatsbürgerschaften haben bzw haben dürfen, wurde nicht erklärt! Und das wäre doch das Wesentliche.
Und dass die Bundesregierung nicht weiß, wieviele Menschen das betrifft, ist ein Armutszeugnis.
Das muß man doch angeben, wenn man den deutschen Pass beantragt, oder?

Staatsversagen all überall!

Einbürgerung ja, mit Hintertür nein

Die doppelte Staatsangehörigkeit ist Unsinn. Wenn es die Doppelte gibt, was ist denn mit der Dreifachen, oder gleich der 26-fachen um zumindest in allen EU-Staaten gleichzeitig Bürger zu sein?

@Bowerman - Mythos des opportunistischen Doppelstaatlers?

"Man ist immer dort, wo man gerade mit der "richtigen" Staatsbürgerschaft Vorteile hat, sich vor Militärdienst drücken kann, die bessere Rentenregel und die bessere Krankenversorgung hat und auch besser das Steuersystem beschei... kann."
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Gerade bei solchen Sachen wie Rente, Krankenkasse und Steuern können Sie nur von einem System profitieren und das hängt schlicht davon ab, wo sie denn tatsächlich leben. Es bezieht ja keiner eine deutsche Rente bei türkischen Krankenkassenbeiträgen.
Was den Militärdienst angeht, so müssen sie eine Entscheidung treffen. Auch hier wird es wohl darauf hinauslaufen, dass die Regeln des Landes, in dem Sie leben, Anwendung finden.
Was sollen immer wieder diese Mythen vom raffgierigen Doppelstaatler, der immer fix von Vorteil zu Vorteil galoppiert?

@Oxalis - Was ist beim Auswandern?

"Wer sich nicht eindeutig zu seiner Heimat bekennt, hat auch keinerlei Anspruch auf Leistungen aus Deutschland!"
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Wäre es denn so schlimm, wenn jemand 30 Jahre in Deutschland lebt und dann auswandert in das andere Land, dessen Staatsbürgerschaft er/sie auch hat? Im Grunde ist Doppelstaatlichkeit auch nur ein kleiner Vorteil bei eben solchen Fällen. Es wäre doch Blödsinn, wenn ein Türke bei einem Umzug in die Türkei behandelt werden würde wie ein Einwanderer von außerhalb, nur weil er sich für die deutsche Staatsbürgerschaft entscheiden musste (und das auch nur, um Wutbürger zu besänftigen).
Gerade in der heutigen Welt ist diese knallharte Absolut-Gehabe doch unrealistisch.

Ist doch alles ein linksgrünes Märchen

Doppelpaß. Ein wahres Wunderding für eine gelingende Intergration. So wurde uns gesagt. Von Leuten die wußten wie man sich etliche neue Wählerschichten "backen" kann.
Man soll doch nicht glauben, einer würde "Deutscher" werden wollen, weil er Deutschland gar so liebt. Es sind die handfesten Vorteile. Nichts anderes. Dafür muß ma ja auch gar nichts Großes ändern. Man behält ja die alte und hat die neue als Schutzbrief für alle Fälle. Deutsch gutt.
Und Integration? Nächste Frage.

@nie wieder spd

"Aber warum diese Menschen 2 Staatsbürgerschaften haben bzw haben dürfen, wurde nicht erklärt!"
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Doch! Weil sie z.B. durch ihre Eltern zwei Ländern verbunden sind.
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"Das muß man doch angeben, wenn man den deutschen Pass beantragt, oder?"
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Es geht nicht unbedingt um Leute, die zwei Pässe haben. Die Doppelstaatlichkeit betrifft ja auch die, die das Recht auf Beantragung zweier Pässe haben. Deshalb gibt es keine genauen Zahlen.

Xenophobie durch die Hintertür

Man könnte natürlich "leben und leben lassen", aber die Kommentare hier deuten schon an, dass die Frage "Doppelpass ja oder nein" weniger mit praktischen Gründen zu tun hat als mit Xenophobie durch die Hintertür.

Uch andere L#nder haben

doppelte Staatsbürgerschaft..
Ich habe auch 2, die deutsche und die spanische..
wo lieg das Problem.

@nie wieder spd

Nein, das ist kein Armutszeugnis, wenn die Regierung nicht weiss, welche Staatsbürgerschaften noch so unterwegs sind.

So lange man eine Staatsbürgerschaft hat, diese aber nicht registriert, muss man sie auch nicht angeben.
Aber man hat sie.

Weiter gibt es viele, die die 2. Staatsbürgerschaft verheimlichen, einfach aus Angst vor Unannehmlichkeiten.
Man fühlt sich schon komisch, wenn Fragebögen zum "Migrationshintergrund" ins Haus flattern.
Da kriegt man ganz böse Gedanken und sagt: nö - hab ich nicht.

Wenn jemand bei der Geburt die deutsche Staatsbürgerschaft hat, dann kann er ja auch später noch ne weitere Staatsbürgerschaft dazu kriegen, ohne die anzugeben.

2 Staatsbürgerschaften - das ist nicht nur ein Thema von Einwanderern. Da gibt es viele Varianten - und noch mehr Gründe, warum man den Zustand belässt.

Ich habe noch nie in Deutschland eine wirklich sachliche Diskussion zu den Gründen erlebt. Vielleicht weil das Thema immer nur dann hoch kommt, wenn es Probleme gibt.

@morquai

Die doppelte Staatsbürgerschaft hat in Deutschland in erster Linie historische Gründe.

Denn die wenigen, die im 3. Reich einen 2. Pass hatten, konnten sich retten.

Sehr viele hatten das Glück eben nicht.
Und u.a. deshalb entschied sich die Bundesrepublik für eine liberale Haltung beim Thema Staatsbürgerschaft.

Man lernt aus der Geschichte.
Es geht nicht um Schuld. Es geht einfach um eine Lektion, die, wenn alles aus dem Ruder läuft, Leben retten kann.

@14:07 von Oxalis: Wer sich nicht eindeutig bekennt

"Wer sich nicht eindeutig zu seiner Heimat bekennt, hat auch keinerlei Anspruch auf Leistungen aus Deutschland!"

Steuern und Sozialabgaben darf man aber auch zahlen, wenn man sich nicht eindeutig zu Deutschland bekennt. Oder wollen Sie den "Nicht-Bekennern" auch diese Abgaben erlassen?

Man kann ja auch in

Man kann ja auch in verschiedenen Vereinen Mitglied sein. Warum sollte man nicht auch in verschiedenen Staaten Mitglied sein können? Die indirekten Steuern muss man sowieso dort entrichten wo man wohnt, bzw. das Einkommen bezieht. Die Frage ist eher wo die Loyalität liegt, bzw. ob diese Loyalität in Konflikt geraten kann. Zwischen den Westeuropäischen Ländern sehe ich da kein Problem.

Am 13. September 2017 um 15:09 von Economist70

so weit richtig und auch ohne Probleme.
Aber man kann auch in zwei Staaten als Staatsbürger wählen gehen, und das hat doch ein erhebliches Geschmäckle bei einigen die Doppelpass haben.
Trifft sicher nicht auf auf alle Doppelpassbesitzer zu, aber bei der Kombination Deutsch/Türkisch sehe ich da schon Potenzial, bei anderen Kombinationen eher nicht.

Gruß

@14:09 von nie wieder spd: Staatsversagen überall

"Und dass die Bundesregierung nicht weiß, wieviele Menschen das betrifft, ist ein Armutszeugnis."

Pässe werden bei den Kommunen beantragt. Wenn diese nicht verpflichtet sind die Daten an höhere Dienststellen weiterzumelden, dann wissen nicht mal die Landesbehörden wieviele Bürger einen oder mehrere Pässe haben.

Woher soll dann also die Bundesregierung wissen wieviele deutsche Staatsbürger einen Pass haben oder wieviele ggf. auch eine zweite Staatsbürgerschaft haben.

Sie möchten vermutlich den gläsernen Bürger einführen, so dass Frau Dr. Merkel nur eine App auf ihrem Smartphone starten muss und schon kann sie Auskunft geben zu allem, was den "besorgten Bürger" interessiert.
Angefangen bei den Pässen über die aktuelle Kriminalität, selbstverständlich aufgeschlüsselt nach Nationalitäten, bis hin zum letzten Hartz IV Empfänger und der Anzahl der flaschensammelnden Omas.

@17:26 von wenigfahrer Geschäckle

"Trifft sicher nicht auf auf alle Doppelpassbesitzer zu, aber bei der Kombination Deutsch/Türkisch sehe ich da schon Potenzial, bei anderen Kombinationen eher nicht."

Was macht es denn für einen Unterschied ob jemand in Deutschland und in der Türkei wählen darf oder in Deutschland und Spanien?

@georgeR. - Nicht automatisch nicht integrierbar!

Es gibt unzählige Menschen mit zwei Pässen, die hervorragend integriert sind. Diese Vermutung, dass mit dem doppelten Pass Komplikationen mit der Integration einhergehen würden, ist unbegründet bzw. es gibt diesen schönen pauschalen Zusammenhang nicht.
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Auch ist es etwas viel verlangt, dass sich jeder deutsche Staatsbürger mit Deutschland identifizieren muss. Wäre das der Fall, würden viele Deutschstämmige ausgebürgert werden.

Einfach mal drei bekannte Doppelstaatler

David McAllister, ehemaliger Ministerpräsident Niedersachsens

Katarina Barley, Bundesministerin

Giovanni di Lorenzo, ZEIT-Chefredakteur

Mehrere Mio. mit Doppelter Staatsbürgerschaft

Wenn ich die Beiträge hier lese insbesondere die sich kritisch äußern, so habe ich das Gefühl, dass man vor allem ein Problem damit hat, wenn es um Person geht, die einen türkischen Migrationshintergrund geht.
Man sollte bedenken, wer und wie viele mit türkischem Migrationshintergrund überhaupt die Doppelte Staatsbürgerschaft haben. Es betrifft fast ausschließlich Kinder und Jugendliche, die ab dem Jahre 2000 hier geboren wurden und bestimmte Kriterien erfüllen. Das ist eine überschauber kleine Gruppe im Vergleich zu der Gesamtanzahl der Doppelstaatler. Alle anderen Türken mussten ihre türkische Staatsbürgerschaft bei der Einbürgerung aufgeben.
Eine überwältigende Anzahl der Doppelten Staatsbürger sind Aussiedler, Personen aus einem anderen EU-Land, Marrokaner und Iraner.
Nach Statistiken der Türkischen Konsulate haben übriegns nur wenige Doppelstaatler am türkischen Referendum teilgenommen. Die Frage ist ja dann auch, wie sie abgestimmt haben -vielleicht mit nein !!!

Vorteile

Ich persönlich sehe da ausser das man dann immer doppelt zur Kasse gebeten würde keinen echten Vorteil, wenn man zwei Pässe hätte. Zwei Pässe würde ich z.B. bei denen angebracht finden, von dem ein Elternteil einer Nation und der andere einer anderen angehört? Dann sind das schließlich Personen auch mit zwei Nationalitäten oder sehe ich das falsch? Jetzt soll bitte niemand kommen mit: Ja wo ist er den aufgewachsen etc., es gibt auch Menschen die bis zu einem bestimmten Lebensalter woanders und dann wieder in einem anderen Land sind oder lebten oder wie auch immer. Mich stören Doppelpassler nicht, aber ich kenne auch keine einzige Person, welcher Doppelpass Besitzer ist. Den meisten war das genau deswegen nicht möglich, da man in D einen Austritt aus der bisherigen einreichen musste, wenn man die deutsche Staatsbürgerschaft annehmen wollte.

Foto

Ich empfinde es als ein schlecht ausgewähltes Foto für die Nachricht, soweit mir bekannt sollen Polen die meisten Doppelpässler in D sein und nicht Türken oder ehemalige Türken? Soll damit gezielt auf Türken gelenkt werden?

18:57, CD-72

>>Man sollte bedenken, wer und wie viele mit türkischem Migrationshintergrund überhaupt die Doppelte Staatsbürgerschaft haben. Es betrifft fast ausschließlich Kinder und Jugendliche, die ab dem Jahre 2000 hier geboren wurden und bestimmte Kriterien erfüllen. Das ist eine überschauber kleine Gruppe im Vergleich zu der Gesamtanzahl der Doppelstaatler<<

Es gibt ca. eine halbe Million türkisch-Doppelstaatler in Deutschland.

>>Nach Statistiken der Türkischen Konsulate haben übriegns nur wenige Doppelstaatler am türkischen Referendum teilgenommen.<<

Das hatte ich immer vermutet, aber bisher nie Statistiken dazu gefunden.

Es gibt sie also. Dann muss ich mal gezielt suchen.

Danke für den Tipp.

Doppelte Staatsbürgerschaft - mal anders herum

Ein früherer Schulfreund von mir wanderte im Alter von ca. 15 Jahren mit seinen Eltern und zwei Geschwistern nach Brasilien aus.

Die Eltern sind inzwischen längst nach Deutschland zurückgekehrt, Gründe: Alter, Gebrechen und Krankenversicherung. Mein damaliger Schulkumpel lebt weiterhin in Brasilien, ist mit einer Brasilianerin verheiratet und hat Kinder. Er erfüllt alle Voraussetzungen, um die brasilianische Staatsbürgerschaft beantragen zu können.

Macht er aber nicht, da er seine deutsche dann abgeben müsste. Was zur Folge hätte, dass er seine alten Eltern und andere Verwandte in D nicht mehr besuchen könnte, ohne jedesmal vorher ein Visum für D zu beantragen. Brasilien hätte kein Problem damit, wenn er die dt. Staatsbürgerschaft behielte.

Soviel zum Thema "Doppelstaatler picken sich immer die Rosinen aus dem Kuchen". Die allerwenigsten pendeln ständig und noch weniger "picken Rosinen".

Doppelte Staatsbürgerschaft - sehr viel heiße Luft um sehr wenige wirkliche Probleme …

@Hackonya, man darf hier noch

@Hackonya,

man darf hier noch nicht mal erwähnen das viele "Russland"-Deutsche noch ihre alten Passe haben...
..und genau die sind ja überwiegend AfD-Wähler
selbst der Hinweis auf Reportagen des ÖRTV zu diesem Umstand wie z.B. ARTE führt hier zur Zensur durch die ARD

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