Kommentare

Suu Kyi

Sie sagt ab. Gut so. - So ist es mit FriedensnobelpreisträgerN: sie ändern sich fatal!

Überall das Gleiche. Macht

Überall das Gleiche. Macht korrumpiert.

Wird hier wieder nicht sehr einseitig geschrieben?

Natürlich ist es für die Rohingya grausam, wenn gegen sie „massiv Gewalt“ angewendet wird! Aber ist die Sicht dieser Dinge nicht einseitig? Nachbarn, die sich mir gegenüber neutral verhalten, greife ich ebenfalls nicht an! Offenbar ist doch seitens der jetzt bedrohten Minderheit auch einiges schief gelaufen! Oder setzen die Rohingya nicht auch Waffen ein und widersetzen sich der Polizei?
Etwas mehr Neutralität seitens der Berichterstattung wäre hier schon angebracht!

So ist es

"Die jüngste Gewaltwelle hatte am 25. August mit Angriffen von Rohingya-Rebellen auf Polizei- und Militärposten in der Unruheprovinz Rakhine begonnen."

Ich denke, dass die Rohingya auch mit Hilfe aus dem Ausland wieder einen Aufstand begannen. Kaum ein buddhistisch gepraegter asiatischer Staat, der nicht von Teilen seiner (radikalen) muslimischen Minderheit terrorisiert wird. Ich denke, dass grosse Teile der Rohingyas friedlich in Myanmar leben wollen.

Ich denke auch, dass die Reaktion der Staatsorgane nicht verhaeltnismaessig war.

Es ist Zeit die Verhaeltnissmaessigkeit wieder herzustellen. Ich denke, dass die ggf vorhandenen auslaendische Unterstuetzung von Rohingya Rebellen verurteilt werden muss. Die Rohingyas haben die terrritoriale Souveraenitaet Myanmars anzuerkennen und Myanmar muss den Rohingyas gleiche Behandlung einraeumen.

Ich denke nicht dass man darauf hinarbeiten sollte, dass es endet wie in Syrien.

Einseitig?

Wer den Artikel aufmerksam liest, wird die Zahl 1982 finden. Seit damals sind diese Menschen staatenlos im eigenen Staat. Da immer noch ein friedvolles Verhalten zur Staatsmacht zu halten, ist doch einigermaßen lebensfremd.
Hat nicht gerade die westliche Wertegemeinschaft rechtlose Menschen in arabischen Ländern sogar mit Waffen ausgestattet, daß diese sich gegen die Staatsmacht wehren können?
Bei der Ursachensuche sollte man schon etwas in die Tiefe gehen...

Wird nicht zu viel erwartet?

Das Problem ist die Staatenlosigkeit der Rohingya. Würde sich Suu Kyi für sie einsetzen, könnte das auf Kosten des Rückhalts gehen, den sie in der Bevölkerung Myanmars genießt. Ich kann mir vorstellen, dass sich dann mit ähnlicher Rhetorik konfrontiert sehen würde wie unsere Kanzlerin. Zudem ist die Demokratie in Myanmar nur möglich, weil sie vom Militär momentan geduldet wird. Allzu große Sprünge kann man da nicht machen.
.
Ich wundere mich deswegen ein wenig darüber, dass man sich medial so stark auf Suu Kyi konzentriert, dabei das Militär unter den Tisch fallen lässt und geschickt nicht erwähnt, dass die Rohingya teilweise kein völlig unbeschriebenes Blatt sind. Wie so oft: Es ist komplizierter als die Schlagzeilen.

um 10:06 von Provinzposse:"

um 10:06 von Provinzposse:
"
Nachbarn, die sich mir gegenüber neutral verhalten, greife ich ebenfalls nicht an!
"

Nur passiert im Fall der Rohingya folgendes:
Nachbarn (Rohingya) werden seit Jahrzehnten drangsaliert,vertrieben & physisch vernichtet
Deswegen gab es bereits mehrere Wellen der Flucht (die 1. bereits 1942!)
1982 wurden den Nachbarn (Rohingya) neben den bereits zuvor erfolgten systematischen Verfolgungen die Staatsbürgerrechte entzogen.

Ist es für manche nicht vorstellbar,dass irgendwann ein paar von diesen Verfolgten selbst aktiv werden,nachdem sie jahrelang zugeschaut haben,wie eigene Familienangehörige vergewaltig & ermordet werden?

Bei den europäischen Juden hatte es wenige Jahre der extremen Verfolgung gedauert,bis sie selbst Widerstand leisteten (Warschauer Ghetto ggü. Nazis),
Bei den kurdischen Minderheiten hat es wenige Wochen/Monate gedauert,bis sie selbst aktiv Widerstand leisteten (z.B. Jesiden gegen IS)

Bei den Rohingya hat es Jahrzehnte gedauert!

Faktencheck bitte!

Woher haben die Rohingya eigentlich ihre Waffen?
Inwieweit wird diese Friedensnobelpreisträgerin vom Militär beeinflusst oder unter Druck gesetzt?

Den kann man ihr nicht mehr nehmen, bätsch!

Sie hat doch alles richtig gemacht: den Friedensnobelpreis erhalten und den USA Stützpunkte in Myanmar (Grenze zu China!) eingeräumt. Mission accomplished!
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Die Menschenrechte werden doch nur ins Feld geführt, so lange US-Interessen behindert werden. Sind die erfüllt, spielen die keine Rolle mehr, siehe Irak, Syrien, Lybien, Ukraine etc..
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Den Friedensnobelpreis kann man nicht aberkennen. Also, warum sollte die "feine" Dame sich noch an Moral und Anstand halten, wo sie sich doch Macht und Etikette reichlich angedient hat?

Kyi scheint ängstlich und

Kyi scheint ängstlich und machtgeil zu sein. Was für eine Enttäuschung.

Vertreibung von Moslems ?

dort findet regelrecht ein Massaker gegen die Moslems statt und das einzige was von Europa kommt ist "wir beobachten das Geschehen"
Wo sind all die Menschenrechtler?
Hilfe kommt nur aus islamischen Ländern wie z.B. der Türkei

10:06 von Provinzposse

"Nachbarn, die sich mir gegenüber neutral verhalten,..."

Welche Nachbarn? Die Rohingya werden in Myanmar verfolgt und nicht von Irgendjemand. Diese Gruppe hatte bis 1982 die Staatsangehörigkeit, danach wollte man sie los werden.

Zitat: "Oder setzen die Rohingya nicht auch Waffen ein und widersetzen sich der Polizei?"
Wenn Sie und Ihre Familie ständig drangsaliert, ihre Frau/Tochter vergewaltigt wird, usw., dann lassen Sie es sich wie lange gefallen?

Was verstehen Sie unter "massive Gewalt" in Anführungsstrichen? Dass es diese Gewalt garnicht gibt? Vermutlich noch nie gegeben hat? Alles Wahnvorstellungen?

Rohinga

In Myanmar bestehen 135 Bevölkerungsgruppen und die Zugehörigkeit zu einer dieser Gruppen verschafft politischen Einfluss. Die Zugehörigkeit zu einer religiösen Gruppe reicht hierzu nicht aus und von daher werden die Rohinga auch nicht als eigenständige Bevölkerungsgruppe anerkannt. Die Vertreter der Muslime versuchen seit den 50er Jahren in Myanmar in der Arankaregion in einen eigenen Gebiet zu leben und möchten dort nicht unter einer buddhisten Regierung leben. Die Regierung weigert sich natürlich, einen Teil ihres Staatsgebietes zu verlieren. So habe ich das jedenfalls in einem längeren Artikel unter Wikipedia gefunden. Für mich ist damit der Konflikt klarer geworden.

Einseitige Berichterstattung???

"Die chinesische Regierung hat der Führung Myanmars Hilfe im Konflikt mit den Rohingya-Rebellen zugesichert. "Wir unterstützen die Bemühungen Myanmars bei der Wahrung von Frieden und Stabilität im Bundesstaat Rakhaing", sagte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums. China hoffe, dass die Ordnung und das normale Leben dort so schnell wie möglich wiederhergestellt werden könnten."

So auf Anhieb gefunden bei der Eingabe von „Rohingya“ im WWW, bei einer Online-Zeitschrift.

Dieses WWW ist doch Fluch und Segen zugleich, oder?!

Ich hoffe, sie hat jetzt begriffen...

Suu Kyi war mal der Liebling des Westens. Sie war auch den westlichen Fake News aufgesessen und verhielt sich dementsprechend, so dass ihr sogar der Friedensnobelpreis zuteil wurde - wir alle wissen doch, warum man diesen bekommt.

Jetzt wird sie selber Opfer dieser Fake News, denn wie immer bei solchen Gelegenheiten erfahren wir aus unseren Medien allenfalls die halbe Wahrheit, und das ist sehr optimistisch ausgedrückt. Hier haben wir es einmal mehr mit "Rebellen" zu tun, die gute Verbindungen u.a. nach Saudi-Arabien pflegen. Dass die "Rohingya" überhaupt in Myanmar sind, ist auch eine Folge westlich-imperialer Politik, eine Folge britischer Kolonialherrschaft in Bangladesh. Es gibt schon wieder gefälschte Bilder und alle weiteren Zutaten, die dazu führen, dass DIESE Terroristen bei uns in Anführung gesetzt und werden und ihnen ausschließlich eine Opferrolle zugeschrieben wird. Und ruck-zuck ist Suu Kyi die Böse - funktioniert auch hier vorzüglich! Da "muss" dann wohl die NATO ran...

moral

traurig aber diese doppelmoral von ihnen, es sind über tausende unschuldige menschen umgebracht worden, da wird von neutralität geredet. wo ist denn europa mit seiner demokratie ?? und dann wird meistens ein gegen kommentar nicht zu gelassen.

@halb voll

Wenn meinen Sie mit Ihrer Kritik?

13:54, Sumpfläufer

>>Suu Kyi war mal der Liebling des Westens. Sie war auch den westlichen Fake News aufgesessen und verhielt sich dementsprechend, so dass ihr sogar der Friedensnobelpreis zuteil wurde - wir alle wissen doch, warum man diesen bekommt.<<

Wer ist wir alle, und wie bekommt man ihn?

>>Dass die "Rohingya" überhaupt in Myanmar sind, ist auch eine Folge westlich-imperialer Politik, eine Folge britischer Kolonialherrschaft in Bangladesh.<<

Bangla-Desh ist ein Produkt des Zerfalls Indiens nach Ende der Kolonialherrschaft. Ohne diese gäbe es dieses Land nicht.

>>. Es gibt schon wieder gefälschte Bilder und alle weiteren Zutaten, die dazu führen, dass DIESE Terroristen bei uns in Anführung gesetzt und werden und ihnen ausschließlich eine Opferrolle zugeschrieben wird. <<

Sie erklären Hundertausende zu Terroristen.

Der antiislamische Diskurs der Rechten bzw. der Compact-Querfront hat sich jetzt also auf unappetitliche Weise der Rohingya bemächtigt.

13:37, RGHD

>>Die Vertreter der Muslime versuchen seit den 50er Jahren in Myanmar in der Arankaregion in einen eigenen Gebiet zu leben und möchten dort nicht unter einer buddhisten Regierung leben. Die Regierung weigert sich natürlich, einen Teil ihres Staatsgebietes zu verlieren. So habe ich das jedenfalls in einem längeren Artikel unter Wikipedia gefunden. Für mich ist damit der Konflikt klarer geworden.<<

Dann möchte ich mal aus Wikipedia zitieren und gleichzeitig jedem raten, den Artikel selbst zu lesen:

"Seit der Unabhängigkeit Birmas am 4. Januar 1948 führte die Regierung gegen die Rohingya 20 groß angelegte Militäroperationen. Folge der massiven Militäroperationen war der Tod vieler Rohingya, die Verwüstung ihrer Siedlungsgebiete und Heiligtümer sowie die systematische Zerstörung ihrer Infrastrukturen."

Es fällt auf, daß die "islamkritische" Fraktion hier erst einmal sehr ruhig war, als die Gräuel in Myanmar bekannt wurden. Mittlerweile scheint aber eine Schulung stattgefunden zu haben.

Auch in Thailand und Malaysia

gibt es Konflikte.
https://de.wikipedia.org/wiki/Konflikt_in_S%C3%BCdthailand_seit_2004
Die meisten Einwohner sind dort gegen die Einführng der Scharia.

@ 14:19 von fathaland slim

"Der antiislamische Diskurs der Rechten bzw. der Compact-Querfront hat sich jetzt also auf unappetitliche Weise der Rohingya bemächtigt."

Ich bin weder antiismalisch, noch ein Rechter, "Compact" kenne ich nur vom Namen, und den Kampfbegriff "Querfront" mache ich mir nicht zueigen. Vielmehr geht es mir um die einseitige, undifferenzierte Berichterstattung, die nicht vollumfänglich die Fakten darstellt, sondern ganz offensichtlich, wie schon so häufig zuvor, einer bestimmten Agenda folgt. Sie dürfen sich gerne von Ihrem Halbwissen leiten lassen. Lassen Sie aber Ihre dreisten Unterstellungen bitte stecken! Auf einem solchen Niveau werde ich mit Ihnen sicher nicht diskutieren.

@ 14:28 von fathaland slim

Erstens ist Wikipedia keine seriöse Quelle bei politischen Fragen, wie inzwischen bekannt sein sollte. Zweitens hat das eine mit dem anderen nur bedingt zu tun, drittens bringen Sie alles durcheinander - Halbwisseneben -, viertens fallen Sie schon wieder durch pauschales Diffamieren Anderdenkender auf und fünftens verstehe ich nicht, warum Ihre Kommentare so immer durchkommen. Von mir werden 90% nicht veröffentlicht, obwohl ich nie beleidige - persönlich werde ich sowieso nur reaktiv -, sondern häufig die Tagesschau-Artikel kritisiere, wofür so ein Forum ja da sein sollte. Wofür es nicht da sein sollte, sind Ihre ständigen persönlichen Attacken.

14:30 von collie4711

"Auch in Thailand und Malaysia..."

Warum sollte in einem Land wie Malaysia die Bevölkerung gegen die Einführung der Sharia sein? Dazu müsste man - so denke ich - erst einmal wissen (wollen), was Sharia überhaupt bedeutet. Dazu zitire ich jetzt der einfachheithalber: "Der Begriff Scharia bezeichnet das islamische Recht. Dabei ist die Scharia keine fixierte Gesetzessammlung, sondern eine Methode und Methodologie der Rechtsschöpfung."
Malaysia ist zu über 60% muslimisch. Tatsächlich ist es so, daß in jedem muslimischen Land die Sharia bereits gilt. Sie muss also nicht eingeführt werden. Sie kann aber abgeschafft werden. Als Beispiel dient Tunesien, das mit Einführung der Verfassung diese Abschaffung vollzog. Bei unserem Stabilitätsanker wird die Sharia vollständig umgesetzt. Wie, das ist täglich dort zu sehen.
Die praktische Umsetzung kann also in jedem muslimischen Land anders/unterschiedlich gehandhabt werden.

14:30, collie4711

>>Auch in Thailand und Malaysia
gibt es Konflikte.
https://de.wikipedia.org/wiki/Konflikt_in_S%C3%BCdthailand_seit_2004
Die meisten Einwohner sind dort gegen die Einführng der Scharia.<<

Und was hat das mit dem Konflikt in Myanmar zu tun?

Die Rohingya haben nie versucht, dort die Macht an sich zu reißen. Wie können sie auch?

Aus Wikipedia:

"Als Staatenlose verfügen sie über keinerlei Rechte. Sie dürfen nicht wählen, haben keinen Zugang zu höherer Bildung und eine offizielle Ausreise wird ihnen nicht gestattet. Auch innerhalb des Landes sind sie Reisebeschränkungen unterworfen. Ein Gesetz von 1982 verweigert den Rohingya die Staatsbürgerschaft und entsprechende Dokumente. Grundbesitz von Rohingyas wird beschlagnahmt und Privatbesitz zerstört oder gestohlen."

14:53, Sumpfläufer

>>@ 14:28 von fathaland slim
Erstens ist Wikipedia keine seriöse Quelle bei politischen Fragen, wie inzwischen bekannt sein sollte. Zweitens hat das eine mit dem anderen nur bedingt zu tun, drittens bringen Sie alles durcheinander - Halbwisseneben -, viertens fallen Sie schon wieder durch pauschales Diffamieren Anderdenkender auf...<<

Ich zitiere hier im Thread in zwei Kommentaren aus Wikipedia. Sie stellen die Glaubwürdigkeit dieser Quelle in Frage und unterstellen mir Halbwissen. Nun werden aber in diesen von mir zitierten Wikipediastellen Tatsachen behauptet. Stimmen diese Tatsachen nicht? Dann wäre ich dankbar für eine fundierte Widerlegung. Einfach Wikipedia als Quelle zu diffamieren reicht nicht.

Es fällt auf, daß Sie mir pauschale Diffamierung vorwerfen. Ich diffamiere aber nicht, ich kritisiere und argumentiere. Das ist in einer Diskussion so üblich. Hingegen empfinde ich all Ihre Kommentare hier im Thread als pauschal diffamierend und wenig tatsachenhaltig.

14:41, Sumpfläufer

>>@ 14:19 von fathaland slim
"Der antiislamische Diskurs der Rechten bzw. der Compact-Querfront hat sich jetzt also auf unappetitliche Weise der Rohingya bemächtigt."

Ich bin weder antiismalisch, noch ein Rechter, "Compact" kenne ich nur vom Namen, und den Kampfbegriff "Querfront" mache ich mir nicht zueigen.<<

Querfront ist kein Kampfbegriff. Es handelt sich um eine wissenschaftlich akzeptierte Beschreibung einer historisch-ideologischen Strömung, die die Verbindung der sozialen mit der nationalen Frage propagiert. Querfrontler behaupten, sie wären weder rechts noch links, da sich diese Begriffe überlebt hätten. Die Vordenker dieser Ideologie sind heute Alexander Dugin und Alexander Prochanow, in Deutschland Jürgen Elsässer. Die sog. Montags-Friedensdemos sind bzw. waren eine Querfrontveranstaltung.

Der Duktus Ihrer Kommentare gleicht dem Duktus, den ich aus dieser Szene kenne.

Ich kann mich täuschen, aber ich habe den Eindruck, daß Sie hier nicht mit offenem Visier kämpfen.

17:13 von fathaland slim

Das ist in einer Diskussion so üblich.
Der Einzige, der hier diskutieren darf, sind sie.

Unübersichtliche Situation

und kaum Hintergrundinformationen. Selbst die großen Medien melden übereinstimmend, dass es keine objektiven Berichte über die Geschehnisse gibt. Man möge mich verbessern, aber was ich bisher verstanden habe ist, dass die Rohingya keine ethnische Gruppe sind, sondern eine Bewegung von Rebellen, die einen eigenen Staat auf dem Gebiet von Myanmar beansprucht und mit Waffengewalt durchsetzen will. Also ähnlich wie Daesh oder die Taliban. Andere würden sie als Terroristen bezeichnen, zumindest die kämpfenden Teile und sie ebenso bekämpfen wie die Truppen in Myanmar. Aber wir haben hier ja glücklicherweise profunde Kenner der Verhältnisse in Myanmar, die uns die Welt erklären können- wenn sie nicht grad Klavier spielen

Und weiter trommeln. Wie lang

Und weiter trommeln. Wie lang dauert es noch bis zu den ersten Forderungen nach einer 'humanitären' militärischen Intervention?

@Sumpfläufer, 14:53

“Erstens ist Wikipedia keine seriöse Quelle bei politischen Fragen, wie inzwischen bekannt sein sollte."

Es geht bei den Fakten, die in dieser Diskussion im Zusammenhang mit Rohingya/Myanmar/Bangladesh aus Wikipedia ins Spiel gebracht worden sind, nicht vordergründig um politische, sondern hintergründig um historische Entwicklungen.

Wenn man den ganzen Wikipedia-Artikel aufmerksam und vorurteilsfrei liest, erkennt man, dass der Hauptknackpunkt des heutigen Konflikts die nicht vorhandene Staatsangehörigkeit und die daraus folgende Rechtlosigkeit der Rohingya ist.

Der Konflikt um die Staatsangehörigkeit besteht seit den 1950-er Jahren und hat in seinem Ursprung mit der Sprache der Rohingya zu tun, nicht mit der Religion des Islam.

Ich selbst betrachte und benutze Wikipedia immer wieder gerne als sehr gute Informationsquelle zu historischen und geografischen Fakten.

Und aus diesen ergeben sich i.d.R. die politischen Entwicklungen. In diesem Sinne ist Wikipedia politiktauglich.

17:25, barbarossa2

>>Der Einzige, der hier diskutieren darf, sind sie.<<

Woran machen Sie das fest?

Schauen Sie sich den Thread hier doch mal an.

Im Gegensatz zu vielen hier bin ich aber nicht persönlich beleidigt, wenn meine Kommentare nicht veröffentlicht werden. Was öfter geschieht, als Sie wahrscheinlich denken. Wenn allerdings 90% meiner Kommentare gerötet werden, dann würde ich mir überlegen, woran das liegt. Und nicht davon ausgehen, daß es meine Meinung ist, die nicht genehm ist. Denn die Threads hier wimmeln von "nicht genehmen" Meinungen und von Foristen, die beklagen, sie können diese nicht äußern, während sie es tun.

Wenn man sich um eine sachliche Diskussionsebene bemüht und nicht einfach nur Wut und Frust ablassen möchte, dann wird man hier eigentlich meist veröffentlicht und darf sogar gelegentlich ein wenig provokant sein.

Ich bin oft überrascht, was hier tatsächlich veröffentlicht werden darf. Gestern, im Zschäpe-Thread, gab es bspw. ein paar Kommentare von echten Sympathisanten.

17:39, deutlich

>>Man möge mich verbessern, aber was ich bisher verstanden habe ist, dass die Rohingya keine ethnische Gruppe sind, sondern eine Bewegung von Rebellen, die einen eigenen Staat auf dem Gebiet von Myanmar beansprucht und mit Waffengewalt durchsetzen will. Also ähnlich wie Daesh oder die Taliban.<<

Definitiv nein.

Es handelt sich um eine Volksgruppe, die seit vielen Generationen im heutigen Myanmar ansässig ist, und zwar immer im selben Gebiet, gegen die seit Jahrzehnten von der Regierung aus Krieg geführt wurde und die seit 1981 völlig rechtlos, sozusagen vogelfrei, ist.

Hunderttausende wurden in den letzten Jahrzehnten ermordet.

Und da wundern Sie sich, wenn es, auch gewalttätigen, Widerstand gibt?

Wo Sie da Parallelen zum IS oder den Taliban erkennen, ist mir absolut schleierhaft. Ich könnte Ihnen allerdings auf den Kopf zusagen, aus welchen Quellen Sie sich informieren, denn es gibt nur wenige, die das behaupten, was Sie hier referieren. Bzw. nur eine ganz bestimmte Szene.

Kleiner Nachtrag: um 13:54 von Sumpfläufer

Hier eine Blütenlese aus den ersten Sätzen ihres Diskussionsbeitrags:

"Liebling des Westens" - "den westlichen Fake News aufgesessen" - "wir alle wissen doch, warum man diesen [Friedensnobelpreis] bekommt" (geht vermutlich gegen Barack Obama) - "wie immer bei solchen Gelegenheiten"

Das ist eine Kette von unzulässigen Verallgemeinerungen und pauschalen Behauptungen, näher betrachtet von Klischees, wie man sie vorzugsweise bei Rechtspopulisten findet. Bevor Sie auch nur ein Argument zur Sache formuliert haben, sind die Vorurteile schon unters 'Volk' gebracht.

Ich bin leider sicher, dass es für solche Töne eine Kundschaft gibt. Vielleicht wissen Sie ja sogar, wo man diese Klientel zu suchen hat.

17:39, deutlich

>>Aber wir haben hier ja glücklicherweise profunde Kenner der Verhältnisse in Myanmar, die uns die Welt erklären können- wenn sie nicht grad Klavier spielen.<<

Sie meinen natürlich mich.

Ich bin natürlich kein profunder Kenner der Situation in Myanmar, beschäftige mich allerdings seit Jahrzehnten mit der Entwicklung dort. Das liegt daran, daß ich ein naiver Gutmensch bin, den Ungerechtigkeit, Unterdrückung und Ausbeutung auf dieser Welt mein ganzes 61jähriges Leben ungeheuer aufregt.

Ich betrachte die Welt nicht durch die antiislamische Brille und stoße deswegen auf wütende Ablehnung und persönliche Diffamierung bei denen, die dies tun.

Ich werde aber trotzdem nicht die Schnauze halten, denn ich sehe gefährliche alte Vorurteilsmuster im neuen Gewande. Die mir ganz, ganz große Sorge machen.

@fathaland slim

na, das kann ich Ihnen sagen: in der rechtsextremen "Welt" stand, dass die Rohingya einen eigenen Staat erkämpfen wollen und seit vielen Jahren bewaffnete Aktionen durchführen. Da ist der Vergleich zum Daesh, der auch mit Gewalt ein eigenes Kalifat erschuf, ja so weit nicht her. Im Übrigen stand in der Welt auch, dass Übergriffe auf buddhistische Frauen und Dörfer die Militäraktion ausgelöst haben. Ich kann es nicht verifizieren, aber Sie sicher auch nicht

17:39, pnyx

>>>Und weiter trommeln. Wie lang dauert es noch bis zu den ersten Forderungen nach einer 'humanitären' militärischen Intervention?<<

Ja, Sie haben Recht.

Es wäre Zeit für einen Blauhelmeinsatz. Was das myanmarische Militär, welches immer noch der wahre Machthaber im Lande ist, aber wohl nicht möchte, um es vorsichtig auszudrücken.

Und für Überlegungen, wie man die UN in Zukunft stärken kann, um international grundlegende Menschenrechte durchzusetzen.

Kein einfaches Thema.

Oder wollen Sie, daß die Welt einfach nur zuschaut, während gemetzelt wird?

Darstellung: