Kommentare

Ein potentieller Investor

... wird die Arbeitseinstellung der Piloten genau beobachten und sich überlegen ob er solche Mitarbeiter übernehmen will. Die Piloten leisten den anderen Mitarbeitern mit ihren Krankmeldungen einen Bärendienst.

Wie leicht doch eine Krankmeldung ist

Erstaunlich, dass es offensichtlich ohne weiteres möglich ist,
bei den Ärzten ohne Krankheit eine Krankmeldung zu erhalten....

Streikkultur

In der Bundesrepublik gibt es im Vergleich zu anderen Nationen allenfalls eine degenerierte Streikkultur. In Anbetracht der fehlenden Solidarität (prekäre Beschäftigungsverhältnisse und horende Schulden der Pilotinnen und Piloten) und der einseitigen, Sozialneid Vorschub leistenden Berichterstattung sind »wilde Streiks« womöglich angebracht - falls diese bodenlose Verurteilung (sie sind rechtlich einwandfrei krankgeschrieben!) denn überhaupt haltbar ist…

Grounding

Dem Personal ist kein Vorwurf zu machen.
Managementfehler und der Bund haben kräftig mitgewirkt.
Streit um Codesharing Flüge usw waren eine Kette von Turbulenzen.
Selbst habe ich es auch erlebt in einem Unternehmen mit Bundesbeteilgung. Mobbing ohne Ende, dem hat sich das Gericht abgeschlossen. Da half nur noch eine Krankmeldung. Es gab Kollegen die aus dem Fenster springen wollten. Ich habe mich engagiert und bekam eine Abmahnung. Fazit: Jegliches Bashing gegen das Personal ist unangemessen. Wer dieses Bossing Jahrelang ertragen hat und die Folgen getragen hat wird mir beipflichten.

Wenn die Piloten denken blau machen

würde ihnen helfen, sind sie auf dem Holzweg. Das wird dazu führen, dass Air Berlin noch billiger verkauft wird und sie, als unsichere Mitarbeiter, nur unter massiven Lohneinbußen weiter beschäftigt werden. Ich kann ihren Ärger aber durchaus verstehen. Globalisierung ist auch in diesem Bereich wirklich kein Segen. Auf der anderen Seite darf in Deutschland jede, noch so a soziale Airline, was die Mitarbeiterbezahlung angeht, Landerechte erwerben. Ein Skandal, denn es ist wieder das unproduktive Kapital, was davon profitiert.

07:29 von T.Johannsen sie sprechen einen wichtigen Punkt an.

Eine Streikkultur gibt es in Deutschland nicht mehr, dank einiger Gesetze, die z. B. Generalstreiks verbieten. Die freie Marktwirtschaft ist eben keine soziale und fördert, leider, das das Kapital mehr bekommt als die produktive Arbeit. Vielen Dank, in diesem Zusammenhang, an die Lobbyisten, die an dieser sozialen Schieflage einen großen Anteil haben. Ich kann nur hoffen, dass der Ärger der arbeitenden Bevölkerung nie in Gewalt umschlägt. Die nächste Wirtschaftskrise kommt bestimmt und dann hat man für Verzicht kein Verständnis mehr, so meine Befürchtung. Schade dass sich die Wirtschaft immer die Unternehmen zum Vorbild nimmt, die am schlechtesten mit ihren Angestellten umgeht, einige löbliche Familienunternehmen mal ausgenommen!

Krankmeldungen.....

In Anbetracht der Insolvenz kann man wohl davon ausgehen, das das Management die Gehaltszahlungen eingestellt hat, um sich finanziell zu stabilisieren.

Das dürfte wohl der wesentliche Grund für die Krankmeldungen sein.

Bekanntermaßen sind deutsche Arbeitnehmer verpflichtet, auch ohne pünktlich gezahlten Lohn zu arbeiten.

Im Falle von Air Berlin kann das in diesem Fall bedeuten :
Arbeiten ohne jemals Lohn zu bekommen, da andere zuerst aus der Konkursmasse bedient werden.

Pro Forma sind die Krankmeldungen nicht OK.
Aber sie sind mehr als verständlich.

Und die Meinung einiger Foristen, man möge sich damit abfinden, damit man bei einem zukünftigen Investor nicht in Ungnade fällt, sehe ich nur als beleg dafür, wie heruntergekommen der Begriff Solidarität in Merkel - Deutschland mittlerweile ist.

Unser Staat ist halt vor allem eins :
Neoliberal
Entsolidarisiert

Konsequent

Die Piloten vernichten konsequent ihren Arbeitsplatz.
Hut ab !!!

@07:54 von Unter_Lemmingen

Wie kommen Sie zu Ihrer Aussage:

"Im Falle von Air Berlin kann das in diesem Fall bedeuten: Arbeiten ohne jemals Lohn zu bekommen, da andere zuerst aus der Konkursmasse bedient werden."?

Löhne gehen vor anderen Verbindlichkeiten.
Und ehrlich gesagt fühle ich mich mit den Piloten (Jahresgehalt meist über 100.000 EURO) nicht solidarisch. Die haben sich auch nie solidarisch mit den anderen Mitarbeitern der Airlines gezeigt, sondern nur für sich selbst gestreikt.

...

Ein sch... Arbeitgeber würde mich auch krank machen und ein Arzt attestiert einem ALLES, man muss es nur passend vorbringen. Daher alle den Ruhepuls wieder runter. Hätte das Management von air Berlin vernünftig gearbeitet, wären vermutlich heute nur eine handvoll Kapitäne tatsächlich krank. Also ein kausaler Zusammenhang zwischen Misswirtschaft und Krankheit

Die Arbeiter und Angestellten sehen mit Sorge

dass Freihandel, mittel- und langfristig nur den Kapitalismus verstärkt. Sozial ist nur der Bruchteil des erwirtschafteten Geldes, der als Lohnaufstockung, Sozialhilfe oder Hartz 4 gezahlt wird. Nicht von den Verursachern finanziert, die betreiben erfolgreich Steuerflucht, sondern auch von der arbeitenden Bevölkerung, in Form von Steuern. Die Piloten machen eine Verzweiflungstat, die die Misere nur aufzeigt. Die Politik könnte verändern, ist dafür aber zu sehr von den Kapitalisten abhängig.

Herr Dobrindt, könnte sich die Politik endlich aus

privatwirtschaftlichen Unternehmen raushalten? Wer BER, Maut und Dieselproblematik nicht in den Griff bekommen, sollte keine guten Ratschläge verteilen.

Abgesehen davon: Nicht die Piloten schaden Air Berlin oder sorgen für Chaos, sondern ausschließlich das Management. Und das seit Jahren.

Zum Schluss: Wer jetzt noch bei Air Berlin bucht, mit dem kann ich nicht mal ansatzweise Mitleid empfinden.

Krankmeldungen:Neue Flugausfälle bei Air Berlin

Wenigstens scheint da der Ansatz zu sein,sich gegen kommende Verschlechterungen zu wehren.Das restriktive Streikrecht läßt in diesem Fall keine Arbeitskampfmaßnahmen zu.
Und wer will sich schon als LKW-Fahrer der Lüfte,eingestuft als Berufseinsteiger wiederfinden.

@Unter_Lemmingen

In der Insolvenz wird das Gehalt 3 Monate lang von der Arbeitsagentur bezahlt. Hab das 2x mitgemacht. In dieser Zeit wurden sogar Sonderzahlungen ausbezahlt auf die wir vorher verzichten mussten (Arbeitsplatzangst) wie zum Beispiel Urlaubsgeld

Lieber früh als spät!

"Ich kann nur hoffen, dass der Ärger der arbeitenden Bevölkerung nie in Gewalt umschlägt. Die nächste Wirtschaftskrise kommt bestimmt und dann hat man für Verzicht kein Verständnis mehr, so meine Befürchtung."

Ich kann nur hoffen, dass der Ärger sich möglichst bald entlädt. Lieber früher als später, denn je größer die Spannungen werden, desto stärker wird auch die Entladung ausfallen.

Wirtschaftskrise? Wollen Sie einige Jahre relativen Stillstand wirklich als Krise bezeichnen? Eine Krise wäre ein Rückgang der Wirtschaft um 20-30-40-50%. Uns wurde hier die Tasche vollgelogen bis zum Bersten. Die ganze Panikmache hatte System. In sofern war und ist Verzicht am unteren Ende des Wirtschaftssystes vollkommen verfehlt.

@ unter lemmingen

Anders als behauptet gibt es für Arbeitnehmer im Insolvenzfall durchaus Möglichkeiten ihr Geld zu bekommen: Sie können bei der Bundesagentur für Arbeit Insolvenzgeld beantragen Das Insolvenzgeld entspricht in voller Höhe ihrem netto Monatsgehalt. Zahlt das. Unternehmen die Löhne nur teilweise, werden diese bis zum Nettogehalt aufgestockt. Die Behauptung hier würden Menschen gezwungen für lau zu arbeiten ist also Unfug.

Zeigt potentiellen Investoren

Zeigt potentiellen Investoren ja nun deutlich, was die Belegschaft macht. Selbst in der Situation noch grossen Schaden verursachen.

Macht zu den Laden.

07:54 von Unter_Lemmingen

In Anbetracht der Insolvenz kann man wohl davon ausgehen, das das Management die Gehaltszahlungen eingestellt hat, um sich finanziell zu stabilisieren
.
wo haben sie das her
Quellennachweis etc.
im Übrigen haben die einen Kredit bekommen, um den Flugbetrieb aufrecht zu erhalten,
bis der Verkauf getätigt ist und nicht verramscht
Entsprechend ist es ein Armutszeugnis der Piloten, sich so wenig solidarisch zu zeigen, der Firma bei den Verkaufsverhandlungen, statt den Rücken zu stärken, ihnen in den Rücken zu fallen und so sich ihrer eigenen Chancen auf ein Übernahme zu berauben
und existenzielle Ängste bei Gehältern von 100.000 ..... 160.000 Euro schließe ich aus

Einsparungen

Durch Krankmeldung könnte der Verkaufspreis sinken. Dann bleibt ja mehr für die Pilotenvergütungen der Zukunft...

07:29 von T.Johannsen & 07:47 von Defender411

Ich stimme Ihnen vollkommen zu und bin erfreut darüber, dass es in meinem, wie ich meine, immer mehr zu einem neoliberalen Land verkommenen Staat, immer noch Menschen gibt die sich der Scheuklappen erwehren.
Apropo neoliberal - ist schon bekannt bei welchem Unternehmen Dobrint sich, nachdem er wie von Medien berichtet wird in die Wirtschaft wechseln will, seine Tantiemen abholen wird?

Frank Kebekus der Sanierer ??

Wenn man sich mal durchs Internet schlau macht, und nach dem Insolvenzverwalter Google komme ich zum Schluss das nur er verdient bei jeder Insolvenz. Wehmeyer, Karstadt, Sinn Leffer's Brucker, um nur einige zu nennen. Was ist daran eine Kunst, die Filet Stücke zu verkaufen und den Rest gegen die Wand fahren lässt ?

Das gleiche Spiel wie immer, Auffanggesellschaft für 6 Monaten bei 30-40% Lohneinbußen. Und danach können die Mitarbeiter schauen wo sie bleiben. Und das die Gewerkschaften die Mitarbeiter auffordern zur Arbeit zu kommen ist kein Wunder, weil es ist ja Wahl Tag. Die Mitarbeiter haben die Tricks durchschaut, die die Politik nutzen wollte um Stimmen zu bekommen. Adeu 150 Millionen.

Unter_lemmingen

Das Arbeitsamt übernimmt doch während der Insolvenz die Gehaltszahlungen, oder nicht?

08:04 von OlliH

Der Arbeitsplatz der Piloten wird vom Management vernichtet, und nicht von Ihnen selbst.

Arbeit ohne Lohn

Aufgrund des deutschen Insolvenzrechts sind die Lohnforderungen der Mitarbeiter bekanntermaßen nachrangig. Vorrang haben u.a. die Aktionäre. Es ist ja wohl eine Frechheit von Arbeitnehmern zu verlangen dass sie zur Arbeit erscheinen mit der höchstwahrscheinlichen Aussicht keinen Lohn zu bekommen. Anstelle sich vollmundig hinzustellen und die Piloten aufzufordern zur Arbeit zu erscheinen, könnte unser Verkehrsminister stattdessen den Arbeitnehmern garantieren dass sie ihren Lohn auf jeden Fall bekommen (z.B. aus den 150Mio. die der Bund zur Verfügung stellt). Ohne Geld würde kein Politiker oder Wirtschaftsboss einen Finger krumm machen-oder?
Zum Thema krank: Eine Situation wie diese setzt die Menschen vor allem psychischen Belastungen aus. Das ist auch Krankheit-nicht nur Husten und Grippe

Unternehmer

Jeder Mitarbeiterin und jedem Mitarbeiter steht es völlig frei den Job sofort zu kündigen und sich als Unternehmer selbständig zu machen.

Nur vielen fehlt einfach der Mut dazu.

Merkwürdigerweise ändern sich dann plötzlich alle auch so eingefahrenen Meinungen.

Manches ist falsch und manches darf man nicht öffentlich sagen.

Es gibt Gründe, die Aktion

Es gibt Gründe, die Aktion der Piloten zu kritisieren - vor allem, weil es innerhalb der Belegschaft der verschiedenen Berufsgruppen eine Entsolidarisierung (die gesellschaftliche Krankheit Nr. 1, nicht nur bei AirBerlin-Piloten) darstellt. Allerdings ist der Verdrängungs-Wettbewerb der Fluggesellschaften mit Lohndumping und Abbau von ArbeitnehmerInnenrechten ein Thema, das weit über den heutigen Tag hinaus reicht.

Du liebe Zeit

Wenn ich hier einige der Kommentare so lese, frage ich mich, warum man den Mitarbeitern nicht gleich empfiehlt, ihren Arbeitgeber dafür zu bezahlen, dass sie bei ihm arbeiten dürfen. Das wäre doch bestimmt eine tolle Methode, um den eigenen Arbeitsplatz zu sichern?

Nicht der Arbeitsplatz hat einen Wert. Sondern die Arbeit hat einen Wert. Scheinbar ist schon diese banale Tatsache im Zuge des Kapitalismus in Vergessenheit geraten.

Eine Frage der Reihenfolge

Prioritär ist für mich, dass Löhne gezahlt und von den (normalen) Kunden bereits gezahlte Leistungen erbracht werden.

Wenn es aber so ist, dass Forderungen von Gläubigern mit noch vorhandenem oder aus dem Verkauf erlösten Geld bedient werden, während die Löhne für die Zeit weg sind, sollten sich die Mitarbeiter jetzt schon nach Alternativen umsehen.

Wenn die Fluglinie dann von xy übernommen wird, meine längst gezahlten Flüge aber futsch sind, werde ich sicher (auch) nicht mit dem Käufer fliegen.

Arbeitnehmer und Verbraucher müssten nur beides konsequent anwenden, um die vermeintlich Großen und Politik zum Umdenken zu bewegen.

re t.johannsen

"falls diese bodenlose Verurteilung (sie sind rechtlich einwandfrei krankgeschrieben!) denn überhaupt haltbar ist…"

Sie sind *faktisch* einwandfrei im Stand der Arbeitsverweigerung.

Wer das mit "Hurra, es wird gestreikt" kommentiert sollte sich mal Gedanken machen, was dabei denn Konstruktives herauskommen soll.

re defender411

"Eine Streikkultur gibt es in Deutschland nicht mehr, dank einiger Gesetze, die z. B. Generalstreiks verbieten"

Wann lag denn jemals in Deutschland ein Generalstreik in der Luft und hat dann nur wegen des Verbots nicht stattgefunden?

Das sind doch linksverträumte Phantasien ...

Keine Solidarität in Deutschland

Wieder einmal zeigt sich, das es in dem heutigen Deutschland im Gegensatz zu Frankreich an jeglicher Solidarität fehlt und jeder nur an sich denkt.
Anstatt zu den Piloten zu stehen, bei allem persönlichen Ärgernis und Verständnis für deren Situation zu zeigen, wird dem Arbeitgeber in die Hände gespielt.
Diejenigen, welche noch immer meinen das sie durch Anbiedern ihren Arbeitsplatz behalten sind auf dem Holzweg, dass interessiert niemanden im Vorstand von z.B. Air Berlin.

Unser Land ist leider zu einer egoistischen, neiderfüllten Gesellschaft geworden, welche zwar immer die mangelnde Gemeinschaft beklagt, aber nicht bereit ist, wenn es darauf ankommt, sie zu leben.
Schade, war mal anders.

re unter-lemmingen

"In Anbetracht der Insolvenz kann man wohl davon ausgehen, das das Management die Gehaltszahlungen eingestellt hat, um sich finanziell zu stabilisieren.

Das dürfte wohl der wesentliche Grund für die Krankmeldungen sein."

Das dürfte wohl eine Spekulation ohne jeden faktischen Hintergrund sein.

Lohn bei Konkurs

@OlliH: "Die Piloten verzichten ihren Arbeitsplatz" Ich glaube das hat das (Miss)-Management schon getan. Die Frage ist nur ob Sie ohne Lohn arbeiten gehen möchten.
Ob Sie Ihren Lohn bei Konkurs erhalten ist nicht gesichert; siehe
http://www.insolvenz-ratgeber.de/insolvenzarbeitgeber/lohnforderung-in-d...
Es kann sogar vorkommen dass der Insolvenzverwalter gezahlten Lohn zurückfordert

Insolvenz

1.)Es gibt in Deutschland ein Insolvenzrecht. Dieses regelt zum Beispiel die Lohnfortzahlung im Insolvenzfall, ebenso die Abführung der Sozialbeiträge. Das kein Gehalt kommt, kann also kein Grund sein, nicht zur Arbeit zu erscheinen.
2.)Mobbing oder Bossing sind beide inakzeptabel. Dennoch kann auch das kein Grund sein, die Passagiere in "Geiselhaft" zu nehmen. Es sind die Kunden der Airline, die letztendlich dafür sorgen, dass es Interessenten gibt, die den Betrieb weiterführen wollen. Darum geht es derzeit in den Verhandlungen. Bei einem positiven Abschluß sind weit mehr als nur die Pilotenarbeitsplätze gesichert. Wenn hier also einige wenige, aus welchen Gründen auch immer, unnötig krank machen, dann schaden sie vor allem ihren Kunden und ihren Kollegen, nicht dem Boss.
3.)Entsolidarisierter Staat/Gesellschaft ist für mich eine Fake-Begriff! Der Staat oder die Gesellschaft sind WIR. Wenn also fehlende Solidarität bemängelt wird, nicht nach dem Staat rufen, sondern selber handeln!

Schwer zu verstehen

Ich möchte nicht in das allgemeine Bashing einfallen, aber das Verhalten der Piloten ist schwer zu verstehen. Von allen Mitarbeitern der Fluglinie sind sie finanziell am stärksten aufgestellt. Sie ziehen die Fluglinie als Ganzes runter um sich selber besser zu positionieren, ihre Stärke und Kompromisslosigkeit zu zeigen? Anders kann ich das nicht verstehen - ein ziemlich unsoziales Verhalten. Mit Globalisierung hat das nichts zu tun, Gehälter werden gezahlt, das ist schlicht und einfach eine Sauerei auf Kosten der Kollegen und der Passagiere.

08:09 von Bernd Kevesligeti

Krankmeldungen:Neue Flugausfälle bei Air Berlin

Wenigstens scheint da der Ansatz zu sein,sich gegen kommende Verschlechterungen zu wehren.Das restriktive Streikrecht läßt in diesem Fall keine Arbeitskampfmaßnahmen zu.
Und wer will sich schon als LKW-Fahrer der Lüfte,eingestuft als Berufseinsteiger wiederfinden.
////
*
*
Klar mit Busfahrern lassen sich diese Herren nicht vergeleichen.
*
Die haben nämlich das Problem sich mit Passagieren immer auf einer Ebenen mit anderen Verkehrsteilnehmern zu begegnen.
*
Allein die höhengestaffelte Kreuzungsfreiheit macht Fliegen ziemlich unfallfrei, nicht ide überbezahlten Kapitäne.
*
Der erste Crash unserer Clubschulmaschine mit diverseb Bugradlandungen.
*
Wie sagt der Martin es geht nicht gerecht zu, der Bus- und auch der LKW-fahrer muß mehr berücksichtogen

vielleicht sollte man auch

den ärzten eine strafanzeige wegen betrug zukommen lassen, nicht nur den piloten

schön wär's, @nodoping

Löhne gehen vor anderen Verbindlichkeiten.

Das Gegenteil ist der Fall. Lohnschulden werden dann bedient, wenn alles andere erledigt und noch was übrig ist. Im Falle einer Insolvenz kann der Sequestor sogar Löhne aus der Vergangenheit zurückfordern. Und das wurde auch schon so praktiziert.

07:54 von Unter_Lemmingen

@ Unter_Lemmingen

Zitat:"Krankmeldungen.....

In Anbetracht der Insolvenz kann man wohl davon ausgehen, das das Management die Gehaltszahlungen eingestellt hat, um sich finanziell zu stabilisieren.

Das dürfte wohl der wesentliche Grund für die Krankmeldungen sein.

Bekanntermaßen sind deutsche Arbeitnehmer verpflichtet, auch ohne pünktlich gezahlten Lohn zu arbeiten.

Im Falle von Air Berlin kann das in diesem Fall bedeuten :
Arbeiten ohne jemals Lohn zu bekommen, da andere zuerst aus der Konkursmasse bedient werden.

Pro Forma sind die Krankmeldungen nicht OK.
Aber sie sind mehr als verständlich.

Und die Meinung einiger Foristen, man möge sich damit abfinden, damit man bei einem zukünftigen Investor nicht in Ungnade fällt, sehe ich nur als beleg dafür, wie heruntergekommen der Begriff Solidarität in Merkel - Deutschland mittlerweile ist."tatiz

Dankeschön für die Information und die damit resultierende Sichtweise. Damit verstehe ich die Piloten. Als Reisender wäre ich verärgert.

100000€ für einen Piloten? In

100000€ für einen Piloten?
In welcher traumwelt leben hier Einige? Die hälfte ist eher realistisch.
Die phantasiegehälté gibt es schon lange nicht mehr.
Trotzdem werden die piloten nicht darumkommen, bei neuen airlines neue verträge selber aushandeln zu müssen.

mir reichen die ersten paar komentare

danach brauchte ich nicht mehr weiter zu lesen.
Ich stelle mir vor. noch 20 Tage Urlaub zu haben und erfahre nun, nur über die Medien, das meine Firma Konkurs anmeldet....
also bitte, es gibt nur wenig heilige, aber ich gehöre nicht dazu. auch ich will auf meine "Freizeit" kommen.
Mein Arzt der die Krankschreibung ausstellt, den trifft keine schuld. wäre ja noch schöner die Schuld nun auf die Ärzte zu verteilen.

@ Tagesschau

Wie sieht denn die Bezahlung bei Air Berlin aus? Wenn sich hier schon viele den Kopf darüber zerbrechen, solltet ihr mal Fakten liefern. Bitte auch die Gagen der Vorstände nennen.

@karwandler

"Wer das mit "Hurra, es wird gestreikt" kommentiert sollte sich mal Gedanken machen, was dabei denn Konstruktives herauskommen soll." Am 13. September 2017 um 08:58 von karwandler

Soweit ich gelesen habe, sind die Leute krankgeschrieben.

Es sollte einem zu denken geben, dass das überhaupt möglich ist, denn:
- Entweder haben die Leute alle einen Arzt in der Familie
Oder
- Sie sind jetzt schon gesundheitlich so herunterwirtschaftet, dass es problemlos geht.

Und wenn ich so an den Selbstmordpiloten denke, der das Flugzeug wenigstens nicht in einer Metropole heruntergehen ließ, dann finde ich schon, dass die Arbeitsbedingungen dieser Leute uns alle etwas angehen sollten.

Die öffentliche Aufmerksamkeit haben sie nun.

08:49 von Haraldmaus

"Jeder Mitarbeiterin und jedem Mitarbeiter steht es völlig frei den Job sofort zu kündigen und sich als Unternehmer selbständig zu machen."

Das ist der gleiche Humbug, wie zu behaupten, jeder Fußballer kann wenn er nur will bei Bayern München spielen.
Denken Sie Ihren Vorschlag doch einmal zu Ende.
Selbst wenn jeder die Fähigkeiten zur Selbstständigkeit hätte, was wäre wohl wenn die 800.000 Mitarbeiter in der Automobilindustrie, 800.000 Autohersteller Firmen gründen würden?

Die Einstellung die Sie hier vertreten ist nicht nur arrogant und elitär, sondern auch noch unrealistisch.
Seien Sie froh, wenn Sie die Fähigkeiten haben, selbstständig zu sein und bedanken SIe sich bei denen, die Sie darin unterstützen.

Alles richtig gemacht

Schön zu hören,dass es noch echte Rebellen gibt.
Warum auch weiter gute Miene zum bösen Spiel machen. Die Geschäftsleitung hat's mal wieder verkackt und bekommt jetzt einen fetten Ar@#$tritt von der Belegschaft.
Ich würde auch nicht ackern gehen,wenn die Chance auf die Bezahlung wie ein Lotto-Ticket ist.
Es wird höchste Zeit, dass den Bossen mal das Essen in der Speiseröhre stecken bleibt. Die bekommen nämlich ne dicke Abschuss Prämie,selbst wenn das Boot sinkt...oder in diesem Fall, der Vogel nicht mehr fliegt.
Und die paar Kunden,die jetzt rumheulen, sollten sich mal vorstellen, in der Haut der betroffenen Angestellten zu stecken. Was würden die dann denken?

"Krankschreibungen"

Es ist kaum verwunderlich, wenn der berüchtigte "Gelbe Schein" sogar als Streikersatz mißbraucht wird. Diese "Krankschreiberei" fängt bereits bei Schulkindern an (in Ausnahmefällen sogar im Kindergarten). In der Lehre und im späteren Arbeitsleben dient der "Gelbe Schein" zur Urlaubsverlängerung, Freizeitbeschaffung und weiteren krankheitsunabhängigen Zwecken - so auch hier ! Vielleicht sollte doch jetzt endlich gegen die willfährigen Ärzte ermittelt werden, die ihre -meist privat versicherten - Großverdiener mit derlei Urlaubsscheinen versorgen. Oft werden ganz bestimmte Praxen für solche Aktionen wie Geheimtipps gehandelt, was sich jetzt leicht feststellen ließe.

@ um 07:54 von Unter_Lemmingen

ich habe eine Insolvenz hinter mir. Es gab keine Krankmeldungen, ganz im Gegenteil. Das Unternehmen gibt es bis heute und alle Mitarbeiter auch.

Pro Forma sind die Krankmeldungen nicht OK.
Aber sie sind mehr als verständlich.

Das ist ARBEITSVERWEIGERUNG und dafür den "Begriff Solidarität" zu missbrauchen ist schon starker tobak.

Zu versuchen diese Arbeitsplätze zu erhalten wäre OK. Die Piloten glauben ja immer sie wären etwas BESSERES.
Sollche Mitarbeiter möchte ich nicht als Kollege/innen haben.

@07:54 von Unter_Lemmingen

"Bekanntermaßen sind deutsche Arbeitnehmer verpflichtet, auch ohne pünktlich gezahlten Lohn zu arbeiten."
#
#
Machen Sie sich mal mit dem Begriff
"Zurückbehaltungsrecht"
vertraut.

Massenhafte Krankmeldungen abgesprochen

Dieses Verhalten einer Berufsgruppe, mit hohen verantwortungsvollen, vertrauenswürdigen und zuverlässigen Ansprüchen an sich selbst, organisiert sich, um dem Arbeitgeber und dem Steuerzahler unentwegt in die Hand zu beißen, wenn die eigenen Interessen scheinbar nicht ausreichend berücksichtigt werden. Das kann sich keine andere Berufsgruppe leisten.
Das Absprechen solcher Krankmeldungen ist für mich arbeitsrechtlich einer Überprüfung würdig.
Die Gewerkschaft der Piloten hat hier die Interessen zu vertreten, mit Streikgeld, und nicht zu Lasten des Arbeitgebers bzw. Steuerzahlers.

Hm, ein Pilot macht sich Sorgen um seinen Arbeitsplatz

Er steigt ins Cockpit und ist mit seinen Gedanken nicht ganz bei der Sache sondern mit seinen Ängsten beschäftigt. Warum fällt mir da nur A.L. ein, obwohl das ein extremes Beispiel ist? Wollen diejenigen, die die Krankmeldungen der Piloten anzweifeln (das es "schwarze Schafe" unter ihnen geben mag, will ich nicht bezweifeln), sich in ein Flugzeug setzen, dessen Piloten nicht ganz bei der Sache sind? Es ist heute recht stürmisch und ich möchte mir nicht vorstellen, wenn der Pilot im Endanflug dadurch, dass er geistig halb abwesend ist, eine Sekunde zu spät reagiert. Wenn jemand im Büro Angst um seinen Arbeitsplatz hat, dann stehen im Normalfall nicht gerade 200-300 Menschenleben auf dem Spiel.

08:40 glaurung "Vorrang" - "rechtswidrige Rücksichtslosigkeit"

"Arbeit ohne Lohn
Aufgrund des deutschen Insolvenzrechts sind die Lohnforderungen der Mitarbeiter bekanntermaßen nachrangig. Vorrang haben u.a. die Aktionäre.
..."

Was für ein Nonsens!

Nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens sind Lohn­for­de­run­gen ge­genüber In­sol­venz­for­de­run­gen be­vor­rech­tigt: Sie müssen in vol­lem Um­fang vor­ab aus der Mas­se erfüllt wer­den. Erst wenn al­le Mas­segläubi­ger ihr Geld vollständig er­hal­ten ha­ben, darf ei­ne an­tei­li­ge Erfüllung der In­sol­venz­for­de­run­gen vorgenommen werden.

Aktionäre sind keine Gläubiger, sie erhalten keinen Cent.

Das Verhalten der Piloten (150 "Krankmeldungen") ist schlicht rechtswidrig. @glaurung, die Piloten sind rücksichtslos und setzen mit ihrer rechtswidrigen Aktion nicht nur ihre eigenen Arbeitsplätze aufs Spiel. Auch auf die Kunden nehmen sie keine Rücksicht. Null-Verständnis. Die getürkten Krankmeldungen gehören sanktioniert.

und noch mal, weil das scheinbar nicht bekannt ist

Es ist eine schönes Vorstellung, dass im Falle der Insolvenz die Arbeitsagentur die Löhne weiter zahlt. Nur stimmt sie nicht. Folgendes passiert stattdessen:

Der Arbeitgeber bietet den Mitarbeitern den Wechsel in eine Transfergesellschaft an (natürlich zu deutlich geringerem Lohn). Der AN kann das annehmen oder nicht. Nimmt er nicht an, so gilt dies für die Arbeitsagentur genau so, als hätte er selbst gekündigt ("durch den Versicherten schuldhaft herbeigeführte Erwerbslosigkeit"). Es gibt eine Sperre und eine entsprechende Minderung des Anspruchs.

Wo ist das ...

...Problem ? Lehrer und Beamte machen auch oft, länger und ohne trifftigen Grund krank !

Naja, mehrere Sachen dazu.

1. Haste 'nen gelben Schein, haste 'nen gelben Schein. Es hat schon seine Berechtigung, dass der Durchdruck für den Arbeitgeber ohne den Teil mit der Diagnose ist - das geht die nämlich einen ver% Sch% an.

2. Nicht die Piloten haben die Fluglinie an die Wand gefahren, sondern die Typen im Management, denen AirBerlin als Ferienflieger noch nicht genug Kohle für die eigenen Taschen abgeworfen hat.

3. Dass sich diese CSU-Luftpumpe hinstellt und die Piloten auffordert, zu arbeiten, ist das absolute i-Tüpfelchen. Keinerlei Zusagen, keinerlei Entgegenkommen von seiner Stelle, aber "die Piloten mögen doch bitte wieder zur Arbeit kommen. Wie sieht das denn aus? Wie soll die Fluglinie denn so abgewickelt werden, in Ruhe und abseits der Medien?"

Unfassbar. Sonst halte ich die Gehaltsforderungen manch einer Pilotenvereinigung auch für überzogen, aber in diesem konkreten Fall machen sie dort alles richtig.

Jetzt wird endlich

der breiten Öffentlichkeit klar, wie viel Schindluder mit Krankmeldungen getrieben wird. Es ist doch kein Geheimnis, daß es ein leichtes ist, in Deutschland bei seinem Arzt einen gelben Schein zu bekommen, wenn man keine Lust hat, seinen Verpflichtungen nachzukommen. Mit diesem Ärgernis leben die deutschen Arbeitgeber seit Jahrzehnten, es wurde aber immer von Seiten der Gewerkschaften und Ärzteverbände bestritten. Jetzt, wo die Piloten der Air Berlin massenweise plötzlich alle " krank" sind und die breite Öffentlichkeit darunter leidet,nimmt man von diesem Übel überhaupt Kenntnis. Jedwede Solidarität mit den " kränken" Piloten ist ein Hohn.

@Karl Napf

Zwar haben Sie grundsätzlich Recht, sofern Ärzte Krankschreibungen vornehmen, die nicht gerechtfertigt sind. Aber ehrlich gesagt: ich möchte nicht in einem Flugzeug sitzen, das von einem Piloten geflogen wird, der vorher seinem Arzt erzählt hat er sei krank und dann von dem als Simulant heimgeschickt worden ist...

Ich bin 35 und seit 5 Jahren Frührentner!

Was ich alles mit Ärzten, Rentenversicherung Rehakliniken.... mitmachen und beweisen musste für € 600,- Erwerbsminderungsrente war nicht zum aushalten. Ob Krankheiten angezweifelt falsch diagnostiziert wurden oder mir Simulation unterstellt wurde. Die Piloten mit psychischen Erkrankungen sollten nicht mehr fliegen dürfen (siehe Germanwings)! Und alle sollten zum Flugarzt der Airline müssen! Zur Sicherheit der Passagiere!

Leider hat die Agenda 2010 Politik immer mehr..

Leider hat die Agenda 2010 Politik immer mehr Auswirkungen auf dem Arbeitsmarkt ( Niedriglöhne). Also jeder Arbeitnehmer der heutzutage seinen Job verliert wird wohl danach nur noch einen schlechteren Job und vor allendingen eine schlechtere Bezahlung bekommen, wenn nicht sogar in der Leiharbeit landen! Leiharbeit heißt dann auch wenn man älter wird Langzeitarbeitslosigkeit.

Nicht nur in der Politik

Nicht nur in der Politik sondern auch in den Vorstandsetagen scheint der Fachkräftemangel schon heute geradezu sträfliche Ausmaße erreicht zu haben. Die Mitglieder der VC sollten für das Bundesverdienstkreuz vorgeschlagen werden. Schon allein weil sie auf diesen Mißstand aufmerksam machen.

@ 09:02 Tesserts

Es fehlt an Solidarität in unserer Gesellschaft, da stimme ich Ihnen zu. Allerdings sehe ich eine Schieflage in der Verteilung der Streiks und ihrer Folgen: Die "mächtigen" Piloten starten Aktionen, die kleinen Bediensteten - nicht nur bei den Airlines, sondern vor allem in den völlig unterbezahlten und wenig abgesicherten Bereichen der Sozial- und Gesundheitsberufe - immer weniger. Das Streikrecht und der Einsatz für ArbeitnehmerInneninteressen darf nicht in eine Schieflage geraten, die das gesellschaftliche Machtgefälle noch einmal spiegelt.

09:43 von gman: krank & Rücksicht auf Kunden

Ob in Deutschland jemand krank ist oder nicht entscheidet (Gott sei Dank) immer noch der Arzt und nicht der Arbeitgeber.
Ich möchte nicht in einem Flugzeug fliegen mit einem Piloten der unter dem psychischem Stress drohenden Arbeitsplatzverlust steht (Germanwings)
Thema Lohn bei Insolvenz: Leider kommt es in solchen Fällen oft vor dass Arbeitnehmer ihren Lohn nicht bekommen-auch aufgrund der Rechtslage. Es stünde aber der Bundesregierung frei, anstatt die Arbeitnehmer für die Ausfälle verantwortlich zu machen, eine Lohngarantie abzugeben (bei 150 Mio müsste das doch drin sein-oder?)
Thema "Rücksicht auf Kunden": Hierfür die Arbeitnehmer verantwortlich zu machen und nicht das jahrelange Missmanagement-ist schon ein starkes Stück. Man sollte die Sache auch aus der Sicht der betroffenen Arbeitnehmer sehen: Job wahrscheinlich weg, ob ich noch Geld bekomme zweifelhaft, weiterarbeiten evtl unbezahlt? Laufende Kosten (Miete..) müssen trotzdem bezahlt werden. Was würden Sie tun?

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