Ihre Meinung zu: Arbeitsmarkt im August: Arbeitslosenzahl steigt leicht

31. August 2017 - 9:11 Uhr

Aufgrund der Sommerpause ist die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland im August auf 2,545 Millionen gestiegen. Das sind 27.000 mehr als im Juli. Aber es ist der niedrigste Wert in einem August seit der Wiedervereinigung.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
4.333335
Durchschnitt: 4.3 (6 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

befristete Arbeitsverhältnisse

Ein weiterer Grund für diesen leichten Anstieg: Leiharbeitsfirmen und sogar Öffentliche Arbeitgeber kündigen befristete Arbeitsverhältnisse vor den Sommerferien und stellen dieselben Arbeitnehmer nach den Ferien wieder ein. Die Zwischenzeit wird dann mit Stütze bezahlt, von uns allen. Sehr gerne wird das auch mit Junglehrern gemacht.
Da kann ich nur sagen: Landespolitiker, die über sogenannte prekäre Arbeitsverhältnisse schimpfen, sollten sich mal an die eigenen Nase fassen und in ihrem eigenen "Laden" aufräumen. So etwas ist nicht ok.

Mehr Fachkräftemangel könnte helfen

Wenn das alles so schön wäre, dann könnten wir ja bald die Leiharbeit und die Reform des Ladenschlusses wieder abschaffen und arbeitnehmerfreundlichere Politik machen.
Wir vergleichen nämlich Äpfel mit Birnen. 2.5 Millionen Arbeitslose sind immer noch 2.5 Millionen zu viel, aber 1 Millionen arbeitslose Betroffene ganz gewiss nicht das gleiche wie "arbeitslos 1928" oder "arbeitslos 1992" oder "arbeitslos 2017" zu sein. Statt Arbeitslosigkeit brauchen wir mehr Fachkräftemangel, damit die Verhandlungsmacht der Arbeitnehmer wieder steigt. Aber wer weiß, es sind Wahlen...

Arbeitslosenzahl steigt leicht .....

....auf nun 2.545.000 Arbeitslose ! Gleichzeitig kann man auf der Homepage nachlesen,dass an 5,5 Millionen monatlich Arbeitslosengeld ausgezahlt wird wobei allein die , die über 58 Jahre sind und ihren Job verloren haben , noch nicht einmal dabei sind. Die werden nicht als arbeitslos gezählt denn die sind einfach nur "unvermittelbar" um das mal im amtsdeutsch zu formulieren ! Real , wenn wirklich alles gerechnet wird ,sind wir immer noch bei 8 Millionen und daher etwas unter 20 % Quote.

Arbeitsmarkt im August: Arbeitslosenzahl steigt leicht

„Nur im Öffentlichen Dienst und im Bereich Erziehung und Unterricht sei die Nachfrage geringer geworden - eine Folge der rückläufigen Flüchtlingszahlen.“ Dem, wie hätten sie es gerne, ist nichts hinzuzufügen. Statistik halt! Die wird sich nach der BT Wahl, wie heute schon von der GEW an der Tagesordnung, verifizieren.

Wenn im Artikel der niedrigste Stand der Arbeitslosigkeit

in einem August seit der Wiedervereinigung gefeiert wird: wurden dabei denn in allen Jahren auch die heute gültigen Maßstäbe angesetzt, bzw. die damaligen Maßstäbe auf die heutigen Zahlen? Wenn man sich so ansieht, wer alles mittlerweile aus der Statistik entfernt wurde, kann man dies nicht mehr als Arbeitslosenstatistik ansehen sondern nur als geschöntes Etwas.

Den jungen Leuten, die keine Ausbildungsstelle in Berlin finden, kann ich nur sagen: geht nach Bayern oder Ba-Wü. Nach dem Verlassen der Schule bin ich auch sofort umgezogen und habe meine Ausbildung 300km entfernt vom Elternhaus gemacht. Ich habe es bis heute nicht bereut.

Arbeitslosenzahlen richtig lesen

Weil erfahrungsgemäß ohnehin gleich wieder postuliert wird, dass die Arbeitslosenzahlen geschönt sind und eigentlich mindestens um eine Million höher liegen müsste:

Die hier angegebene Zahl von 2,545Mio Arbeitslosen gibt die Zahl der beim Arbeitsamt gemeldeten Personen an, die dem Arbeitsmarkt unmittelbar zur Verfügung stehen, also sofort eine Stelle annehmen könnten.
Die sogenannte Unterbeschäftigung, in der auf Menschen in Maßnahmen etc. erfasst werden, beträgt hingegen 3,481Mio, wie man auf den Seiten der Arbeitsagentur auch öffentlich einsehen kann.

Langfristig auf die Erwerbstätigkeit achten

Nicht die Arbeitslosigkeit ist die Nachricht, sondern die Beschäftigung.

Deutschland wurde gerade für die relativ gute Integration von Flüchtlingen gelobt. Das war einfach: Wenn die Menschen arbeiten können, dann integrieren sie sich (fast) von alleine, lernen deutsche Kollegen kennen, lernen die deutsche Sprachen und lernen deutsche Gebräuche und Verhaltensweisen kennen.

Genauso führt nur eine hohe Beschäftigung dazu, dass sogar die Kernarbeitslosigkeit der quasi nicht mehr in den Arbeitsmarkt integrierbaren Menschen allmählich abschmilzt. Genau dieser Effekt setzt gerade erst ein und das ist die eigentlich gute Nachricht.

Seit der Wiedervereinigung ist die Beschäftigtenzahl von 38 Mio auf 44 Mio gestiegen. Die Frage lautet, wie es gelingen kann, diese Erfolgsgeschichte fortzuschreiben. Wie wir sehen, könnte Deutschland gut 50 Mio Beschäftige verkraften, dann halt ohne Frühverrentung und ohne Kernarbeitslosigkeit.

10:51 Peter Kock

dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Diese Statistiken sind das Papier nicht wert auf dem sie stehen, der Politik geschuldet und alles andere als objektiv und aussagekräftig.

Im Land der Lügen

Sehr interessanter Fernsehbeitrag des SWF zu Statistiken und deren Aussagewert, zu finden und der ARD Mediathek:
http://www.ardmediathek.de/tv/Im-Land-der-Lügen/Im-Land-der-Lügen/SWR-Fernsehen/Video?bcastId=39915892&documentId=39915912

Und alle nicht bearbeiteten Asylanträge fallen wohl ebenfalls

aus der Statistik oder ? Und wieder passt der gute Realist Churchill : Ich glaube nur die Statistik , die ich selber gefälscht habe . Der Mann war wenigstens ehrlich .

Glaube keiner Statistik

die Du nicht selbst gefälscht hast. Mehr gibt es zu dieser Meldung nicht zu sagen.

Arbeitsmarkt im August: Arbeitslosenzahl steigt leicht

Der August 2017 geht zu Ende und in einem so sehr warmen Monat sind mehr Menschen in diesem Land ohne Arbeit als zuvor. Vermutlich führt sogar diese Erhöhung der Zahl der Arbeitslosen dazu, dass darin ein Grund gesehen wird, Kanzlerin Merkel wieder zu wählen. Merkel wenn die Arbeitslosenzahl fällt und wenn sie eben steigt - eben Merkel ohne wenn und aber.
Wenn es zumindest Arbeitsplätze wären, von denen die Menschen in diesem Land leben könnten. Wieso sollte man die 1-Euro-Jobber dazu rechnen? Wieso sollte man die 400-Euro-Jobs dazu rechnen? Wieso sollte man Praktika ohne Geld dazu rechnen?
Und wieso überhaupt sollte man die Leiharbeiter bzw. die freiberuflich tätigen Arbeitskräfte eigentlich zu denen dazu zählen?
Wenn in diesem Wahlkampf ständig der Altkanzler Schröder, der gemeinsam mit seinem Freund Peter Hartz eine bekannte Arbeitsmarktreform aushandelte, nun kritisiert wird, wegen Rosneft, dann muss man auch festhalten, dass nicht Schröder, sondern Martin Schulz zur Wahl stehlt.

Das Problem beginnt da, wo Politiker ihre eigenen Lügen

und Statistiken für wahr halten...
Fragen Sie jeden, der geborener DDR-Bürger ist. Jeder von Ihnen hat dazu mindestens eine Geschichte.

re elefant

"Und wieder passt der gute Realist Churchill : Ich glaube nur die Statistik , die ich selber gefälscht habe"

Er hat auch noch gesagt: ich glaube nur der Statistik, die das bestätigt, was ich glauben will.

Von wegen Fachkräftemangel

Pro freiem Arbeitsplatz haben wir also ca 3,5 Bewerber! Da kann von Fachkräftemangel überhaupt keine Rede sein! Wenn die Arbeitgeber nun endlich anfangen diese Menschen aus - und weiterzubilden und die Arbeitsagenturen dafür sorgen, dass auch ältere Menschen eine Ausbildung in einem neuen Tätigkeitsfeld absolvieren, natürlich zu einem Lohn, der später ein vernünftiges und auskömmliches Rentnerdasein erlaubt, dürfte der angebliche Fachkräftemangel, der gestern noch hier für 2030 prognostiziert wurde, schon in wenigen Jahren als infame Lüge entlarvt sein. Die Heimatländer der ausländischen Noch-billiger-Kräfte werden sich freuen, ihre Fachkräfte behalten zu dürfen. Dort werden die nämlich gebraucht. Und dort könnten sie auch für anständige Gehälter streiken, statt unsere zu drücken.

@11:43 von Elefant: Nichtbearbeitet Asylanträge

"Und alle nicht bearbeiteten Asylanträge fallen wohl ebenfalls aus der Statistik oder ?"

Da Menschen die Asyl beantragt haben nicht arbeiten dürfen, können sie auch nicht arbeitslos sein.

Sie tauchen folglich nicht in der Statistik auf. Nicht mal unter den ALGII Empfängern, da sie kein Hartz IV bekommen.

Wer schönt den so die Zahlen?

Jeder, der ein Arbeitsverhältnis hat gehört nicht zu den Arbeitslosen. Der gehört irgendwo in das Tortendiagramm: selbstständig, angestellt, beamtet, oder anders.

Und danach prekär, auskömmlich oder eben nicht auskömmlich.

Alle anderen sind arbeitslos! Weil sie Arbeit suchen und brauchen. Auch wenn sie in Weiterbildung, krank oder in anderen Kursen sind oder die von der Arbeitsverwaltung zwangsweise mit immensen Abschlägen vorverrentete Personen, die suchen auch Arbeit.
Das sind Arbeitslose, die keinen Job haben aber brauchen und suchen. Die anderen sind nicht arbeitslos.
Aber so eine Rechnung macht keiner auf. Vlt. weil man nicht mit Wahrheiten leben kann.

Ich glaube garnichts mehr.

Alle Daten werden so manipuliert wie die Führungsebene es gerne hat.
Die Zahlen werden nach belieben verändert, deshalb glaube ich nichts mehr.
Alles den Wahlen geschuldet, denn da muss bei den Etablierten alles stimmen, auch wenn wir etwas betrogen werden.

re ingo hamann

"Die Zahlen werden nach belieben verändert, deshalb glaube ich nichts mehr."

Mit jemand der glaubt muss man wenigstens nicht diskutieren.

Re: Ich glaube gar nichts mehr

Arbeitslosenzahlen sind keine Glaubensfrage. Wären hier Zahlen manipuliert, würden wir es alle zu spüren bekommen: die Sozialabgaben und insbesondere die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung müssten dann stark steigen, was sie aber nicht tun.
Außerdem wäre der Steuerzuschuss zu diesen Kassen höher, was keine Überschüsse in den Staatskassen - wie zur Zeit auch mit Hilfe niedriger Zinsen möglich - erlauben würde.

Wer behauptet, dass Zahlen nach Belieben verändert werden, sollte einmal verraten, wie er darauf kommt bzw. welche Anhaltspunkte es dazu gibt. Sonst bleibt es im besten Fall fahrlässige Spekulation im schlimmeren Fall populistische Stimmungsmache.

@C.schroeder von 10:26

Sie haben recht, die einzige Branche, in der beliebig oft gefeuert und wieder eigestellt werden kann sind die öffentlichen Schulen...

Ein Lehrer hat sich von etwa einem Jahr Medienwirksam in eine Festeinstellung geklagt, nachdem eine Schule diese Praxis an ihm 10 Jahre lang durchgezogen hat...

Meine Frage an die im Alter überabgesicherten Kultuspolitiker:
Wie soll jemand der permanent unter Existenzängsten leidet qualitativ hochwertigen Unterricht machen?
Abgesehen davon, das diese Praxis total unmoralisch ist...

Ich arbeite In der Umschulungsbranche und ich kann ihnen sagen, dass die Arbeitsagenturen in der Regel nicht den geringsten Wert darauf legen ob eine Maßnahme einem Menschen etwas bringt... es geht ausschließlich darum, das der Mensch aus der Statistik verschwindet.

Ein Kollege von mir sagte unlängst:
Arbeitsamt und Bildungssektor sind zu reinem Statistikmaschinerien ohne echtes Konzept verkommen...
recht hat er

@Tralafit

"Statt Arbeitslosigkeit brauchen wir mehr Fachkräftemangel, damit die Verhandlungsmacht der Arbeitnehmer wieder steigt. "

Dumm nur, dass die Verhandlungsmacht nur für denjenigen steigt der geeignet ist. Und da ist die Macht bereits heute ziemlich hoch.

Wer gar nicht erst in die Verhandlungen kommt, profitiert mitnichten von irgendeinem Mangel.

@birdycatdog

"Wenn man sich so ansieht, wer alles mittlerweile aus der Statistik entfernt wurde, kann man dies nicht mehr als Arbeitslosenstatistik ansehen sondern nur als geschöntes Etwas."

Ein immer wiederholtes blödsinniges Argument, weil die Zahlen die direkt verglichen werden immer gleich ermittelt wurden.

Zudem ist ziemlich transparent dargelegt was wie erfasst wird. Aber wer es darauf anlegt findet auch im leeren Teller ein Haar in der Suppe...

Darstellung: