Kommentare

Ah, nun ist es klar…

… Warum er Präsident sein wollte.

Der Temer

Dreist ist noch untertrieben, was der gute Mann hier versucht abzuziehen. Geld regiert die Welt.

Ich meine:

Nach den heutigen Erkenntnissen in Richtung Umwelt, sollte eine Nation nicht mehr das alleinige Sagen haben, was gerodet, was umgeleitet usw. werden darf oder was eben nicht sein darf. Inzwischen wissen wir doch das Flächen auf der Erde existieren, die den gesamten Globus mit negativen Auswirkungen treffen kann, so auch bei Erdvorkommen aller Art.

In diesem Artikel

geht es "nur" um den Natur-/Umweltschutz. Was ist mit der Urwaldbevölkerung, z.B. den Yanomami? Es leben dort Menschen, die noch nie mit der sogenannten Zivilisation in Berührung kamen.
Wobei ich tatsächlich überlegen musste, ob in diesem Zusammenhang überhaupt von Zivilisation die Rede sein kann.
Herr Temer gehört endlich eingesperrt!
Wie @ Piffke schon schrieb, gehören solche Regionen (nicht nur in Brasilien) nicht nur in die Hand von ein paar geldgeilen Entscheidungsträgern.
Was Herr Temer für diese (einsame) Entscheidung wohl kassiert hat?

sollte eine Nation nicht mehr das alleinige Sagen haben

Temers Zustimmungswerte liegen glaube ich unter 10%. Meiner Meinung nach ist dort ein kalter Putsch gelaufen. Das Sagen haben die Leute, die hinter Temer stehen. Und die wollen Geld. Die "Nation" hat da nichts zu melden.

Kein Grund zu feiern, wenn

Kein Grund zu feiern, wenn einmal die Natur nicht sofort geopfert wird. Sobald keiner mehr hinschaut wird dort alles ausgeplündert und vergiftet. Temer schert sich natürlich einen Dreck um unsere Kinder und welche Welt diese erben sollen, sondern wie alle Industrien ausschließlich um Geld und Macht.

Temer - nicht gewählt - korrupt - konservativ

Wenn man die Vorgeschichte liest, kann man Zweifel an dem Demokratieverständnis einiger westlicher Führungspersonen bekommen.

Atmet Temer etwa nicht?

Es ist schon erstaunlich - nüchtern formuliert - wie immer wieder bestimmte Persönlichkeiten bereit sind, jeglichen Naturschutz zu ignorieren, nur um machtpolitischen Interesssen zu folgen. Ich frage mich, ob es jemals soweit sein wird, dass auch der letzte "Bekloppte" in dieser Welt verstanden hat, dass wir von der Natur - gemeint sind hier Flora und Fauna (irgendwie sind ja auch Gold usw. natürlich entstanden) - abhängig sind und deshalb sehr sorgfältig mit ihr umgehen sollten. Woher kommt denn wohl die atemfähige Luft für uns Menschen?
Interessant finde ich auch die Art und Weise: Anscheinend ist es derzeit sehr in Mode, dass machtgeile Individuen sich selbst die Alleinentscheidungskompetenz verleihen, obwohl es eigentlich Abgeordnetenhäuser gibt. Regieren per Dekret und Twittermitteilung - arme, moderne Welt.

09:56, krittkritt

>>Temer - nicht gewählt - korrupt - konservativ
Wenn man die Vorgeschichte liest, kann man Zweifel an dem Demokratieverständnis einiger westlicher Führungspersonen bekommen.<<

Sie bezeichnen Herrn Temer als westliche Führungsperson, wenn ich Sie richtig verstehe?

Wie weit fassen Sie eigentlich den "Westen"?

Wobei ich mit dem politisch-ideologischen Begriff "Westen" ohnehin eher wenig anfangen kann. Er wird ja meist mit Bezug auf die USA und das Europa westlich des ehemaligen eisernen Vorhangs verwendet, aber auch das ist strittig.

Warum macht Temer das

Im Artikel wurde angedeutet, dass gegen Michel Temer Korruptionsverfahren laufen. Der Generalstaatsanwalt Brasiliens wollte Temer hierfür seine Imunität entziehen, brauchte dazu aber die Zustimmung des Parlaments, in dem die Opposition eigentlich über genügend Stimmen hierfür verfügte. Nun hat sich dann allerdings der Präsident die fehlenden Stimmen für seine weiter bestehende Immunität gekauft, indem er einzelnen Oppositionsplitikern entweder direkt Geld, oder lukrative Posten gegeben hat oder indirekt über Großfirmen Geschäfte eröffnet hat. Alles natürlich mit Staatsgeld. Und hier wurden dann auch die Absprachen in den Hinterzimmern getroffen, der Bergbauindustrie den Regenwald zu überlassen. Alles wegen des drohenden Korruptionsprozesses gegen den Präsidenten.

Das Problem ist dabei nicht nur der Bergbau direkt sondern insbesondere auch die Straßen die hierfür in den Wald geschlagen werden. Denn hierüber kann dann weiteres illegal geschlagenes Tropenholz abtransportiert werden.

Gott sei Dank!

Wenigstens mal eine positive Entscheidung.

Wir sind schon eine seltsame Spezies, halten uns für die intelligenteste Lebensform im Sonnensystem sind aber überhaupt nicht in der Lage unser Handeln den Erkenntnissen die wir haben anzupassen.

Das betrifft nicht nur dem Amazonas, jeder von uns produziert Müll in Mengen die langsam wirklich lächerlich werden.

Qualität will niemand mehr, hauptsache billiger Elktroschrott der nach max. 3 Jahren im Müll landet.

Aber wir kriegen schon noch was wir verdienen, bei dem Tempo wahrscheinlich sogar noch zu Lebzeiten.

Na also - ein Schritt in die richtige Richtung

Na also, dass war ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Ohne die Billigung des Kongresses, sondern per Dekret - so wollte Brasiliens Präsident Temer einem riesigen Gebiet im Amazonas den Schutzstatus entziehen, um es für den Bergbau freizugeben. Nun hat ein Gericht das umstrittene Vorhaben gestoppt.

Wenn der Kongress eingebunden werden muss, dann gilt es jetzt, den brasilianischen Kongress von einem endgueltigen Stopp zu ueberzeugen. Und da fange ich doch gleich mal damit an.

Denn dieses Amazonas-Gebiet ist ein Teil der gruenen Lunge dieser Erde der eminent wichtig ist zur Bekämpfung des Klimawandels. Wenn dieser Teil des Amazonas fällt, dann wäre dass ein Schritt in die falsche Richtung, nämlich in Richtung endgueltige Vernichtung dieses Planeten. Und wie das Ende aussieht, muss ich doch wohl keinem hier mehr ausmalen oder??

Weiterhin leben in diesem Amazonas-Gebiet mehrere indigene Völker, die von ihrem Gebiet vertrieben wuerden und zu Fluechtlingen wuerden.

11:06, FalkoBahia; Warum macht Temer das?

Ja, warum macht er das?

Die Antwort liegt nahe.

Weil er Teil der Oligarchie aus Bergbau und Großgrundbesitz ist, die das Land immer als ihren Privatbesitz betrachtet hat und sich jetzt wieder an die Macht geputscht hat.

Viele Foristen bezeichnen die Verjagung Janukowitschs durch die "Straße" als Putsch. Was wirklich ein Putsch ist, kann man in Brasilien betrachten. Nämlich die Machtergreifung einer kleinen Clique.

die weltbevölkerung, bzw. der

die weltbevölkerung, bzw. der wohlhabende teil der bevölkerung sollte den amazonas brasilien abkaufen und als weltkuturerbe für immer sichern.

ecuador hat das mal vorgeschlagen und einen teil des regenwaldes in dem milliarden € an erdöl liegen zur pacht angeboten, zahlt uns 4,5 milliarden € und wir lassen das gebiet für immer in ruhe, ein paar 100 millionen € kamen zusammen, mehr leider nicht.

ich habe wochen in diesem gebiet verbracht und es war mit das schönste gebiet auf der welt das ich bisher gesehen habe.
es gibt dort einige fonds in dem man spenden kann und die indianer kaufen dann das land.

09:16 von Piffke

"sollte eine Nation nicht mehr das alleinige Sagen haben". Sehe ich auch so. Wobei in diesem und einigen ähnlichen Fällen noch nicht einmal eine Nation, sondern nur wenige Leute das Sagen haben, aber immerhin für die Nation entscheiden können.

Ungeachtet dieser Spitzfindigkeit ist es dann aber auch wichtig, dass die daraus entstandenen Nachteile für eben diesen Staat (hier: die Erze nicht ausgraben zu dürfen) und die Vorteile für die Menschheit (eine stabile Umwelt zu haben) in irgend einer Weise ausgeglichen werden müssen.

Andere Staaten haben nur das "Glück", dass da zufällig kein Naturschutzgebiet ist, wo riesige Löcher gebuddelt und die Umwelt verpestet wird. Und vom Urwald alleine können die Eingeborenen leben, die übrigen Einwohner des betreffenden Staates aber eher nicht.

09:16 von Piffke

""Nach den heutigen Erkenntnissen in Richtung Umwelt, sollte eine Nation nicht mehr das alleinige Sagen haben, was gerodet, was umgeleitet usw. werden darf oder was eben nicht sein darf. Inzwischen wissen wir doch das Flächen auf der Erde existieren, die den gesamten Globus mit negativen Auswirkungen treffen kann, so auch bei Erdvorkommen aller Art.""
#
Dem stimme ich zu. Und gerade bei der Klima Veränderung auf dem Erdball müssen alle Maßnahmen getroffen werden um einen weiteren Temperatur Anstieg zu vermeiden. Regenwälder sind die Lunge der Erde und müssen unbedingt erhalten bleiben !

um 09:16 von Piffke: " Nach

um 09:16 von Piffke:
"
Nach den heutigen Erkenntnissen in Richtung Umwelt, sollte eine Nation nicht mehr das alleinige Sagen haben, was gerodet, was umgeleitet usw. werden darf oder was eben nicht sein darf.
"

Soweit so richtig - nur das Problem:
Die Weltgemeinschaft spricht vielleicht von "Umweltschutz" - lässt aber die Staaten mit dem Urwald allein.

Beispiel Ecuador:
Ecuador ging von 800 - 900 Mio. Barrel Öl unter deren Urwald aus - wendete sich an die Weltgemeinschaft:
"Zahlt uns Geld,was wir sonst durch Rodung & Rohstoffausbeutung einnehmen würden & der Urwald wird nicht angetastet"
Die Summe war nicht exorbitant: 2,5 Milliarden Euro wollte Ecuador dafür haben (als Vgl.: >600 Mia. beträgt der US-Rüstungshaushalt) - das Geld kam NICHT zusammen,der Urwald wurde zum Roden freigegeben,schließlich müssen auch arme Länder wie Ecuador sehen wo sie wirtschaftlich bleiben...
Geld zum Bestandschutz für Wälder gibt es nicht - aber für die Wiederaufforstung - da läuft auch was schief...

Es sollte nicht schwer sein den Kongress zu ueberzeugen

Und wenn das Parlament und der Kongress mitreden muessen (was ich gut finde):

http://www.tagesschau.de/ausland/amazonas-107.html

In einer vorläufigen Entscheidung erklärte Richter Rolando Valcir Spanholo, dem Areal im Herzen des Amazonasgebiets den Schutzstatus zu entziehen, bedürfe der Zustimmung des Kongresses.

dann wäre es eigentlich nur eine Sache der Argumente, den Kongress und das Parlament zu ueberzeugen und genug Argumente dafuer gibt es!

Dieses Amazonas-Gebiet ist ein wichtiger Teil der gruenen Lunge dieses Planeten. Dort leben viele bedrohte Tierarten und auch bedrohte indigene Völker die von ihrem Land vertrieben und zu Fluechtlingen gemacht wuerden. Wo sollen die denn hin??

Außerdem gibt es kein Grundrecht auf Profi aus fossilen Rohstoffen, auch wenn es ein Grundrecht auf Schutz der einheimischen Rohstoffe vor fremdem Zugriff gibt und ein Recht auf Verwertung der Rohstoffe im eigenen Land.

Aber die Klimaschädigung muss mitberuecksichtig werden!

Der Regenwald dient allen.

Somit sollte es für Brasilien für seinen Erhalt Ausgleichszahlungen durch die Weltgemeinschaft geben.

um 12:08 von

um 12:08 von toto96:
"
ecuador hat das mal vorgeschlagen und einen teil des regenwaldes in dem milliarden € an erdöl liegen zur pacht angeboten, zahlt uns 4,5 milliarden € und wir lassen das gebiet für immer in ruhe
"
hatte die Zahl von 2,5 Mia. € in einem schweizer Medium gefunden - einzuzahlen in einen Fond.

Nachdem ich die "4,5 milliarden €" gelesen hatte, nachträglich nochmal gesucht - gefunden hatte ich 3,5 bzw. 3,6 Mia. € .

Egal wie hoch genau - alles ist unter 5 Mia. € & Peanuts im Vergleich zum US-Rüstungsetat, selbst im Vergleich der dt. Kosten für die Bankenrettung.

Umweltschutz ist eindeutig unwichtig - wie man im Fall Ecuador sah (die ecuadorianische Bevölkerung war "Feuer & Flamme" für diesen Vorschlag")

Im Fall Temer & Brasilien liegt es ein wenig anders - wie schon einige hier schrieben:
Putsch eines korrupten Politikers an die Macht um die Gewinnmargen seiner Klientel/Freunde/Verwandte zu vervielfachen - auf Kosten der Umwelt & anderer Menschen.

12:50, rossundreiter

>>Der Regenwald dient allen.
Somit sollte es für Brasilien für seinen Erhalt Ausgleichszahlungen durch die Weltgemeinschaft geben.<<

Und das wäre nur ein Detail im großen Ganzen.

Nämlich einer Verantwortung für die Welt, die sich aus der Erkenntnis speist, daß wir alle im gleichen Boot sitzen.

Aber solange Autokraten und ihre Apologeten von der "Einmischung in die inneren Angelegenheiten souveräner Staaten" reden, wird das nichts.

--> FalkoBahia, 11:06h - kann ja heiter werden!

Wenn Temer den Kongress auch korrumpieren könnte, hätte Bundesrichter Spanholos Anstrengung schlechte Karten.

Wo sind die ganzen Ratifizierer des Pariser Abkommens?
Bilden sie keine Gemeinschaft, die sich zu solchen Vorgängen äußern könnte? - Sicher haben sie auch nationale Eigeninteressen! Doch wenn es um den sowieso schon arg gefledderten Regenwald geht, könnten sie sich doch zu einer Pro-Dschungel-Aussage hinreißen lassen.

Verschwundener Dschungel ist nicht "wieder aufzuforsten", es kann höchstens versucht werden, kleinere Schneisen wieder zu schließen!

Amazonas

Mann bekämpft und zerstört nicht die eigene Mutter = Mutter Natur.
Natürlich kann man das nicht absolut vermeiden, aber so dreist muss das nicht sein und nur rein auf Profit ausgelegt.

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