Kommentare

Endlich sind wir bei dem

Endlich sind wir bei dem Thema was uns die nächsten 35 Tage beschäftigen sollte.

Ich bin gespannt

ich hoffe es werden mal kritische mal pointiert provokante Fragen gestellt.
Bitte keine Antwort-offensichtlich-fragen und schon gar keine Kuschelinterviews.

Seit dem Herr Gysi sich weitestgehend aus dem Politikbetrieb zurückzog hat, haben die Diskussionen deutlich an Charme verloren.
Ich bin zwar kein Fan der Linkspartei aber ich verehre Herrn Gysi für seine Eloquenz und rhetorische Finesse.

Habe bereits gewählt ...

... und kann jedem die Briefwahl ans Herz legen. Wir brauchen diesmal eine hohe Wahlbeteiligung ...

Unzufrieden mit der TS

Am Ende sind immer alle unzufrieden mit der Tagesschau, weil auch Parteien zu Wort kommen, die man selbst unmöglich findet. Daher gibt es immer viel mehr Tadel als Lob für die öffentlich-rechtlichen Anstalten.
Ich finde trotzdem, dass sie ihren Job im Großen und Ganzen sehr gut machen.

Nicht so spannend

...ob Angela Merkel zum vierten Mal Kanzlerin wird oder SPD-Herausforderer Martin Schulz ins Kanzleramt einzieht

Ich glaube, die Frage kann man als geklärt ansehen. Da müsste noch viel passieren, dass es für Martin Schulz reichen könnte. Die spannendste Frage wird sein, ob es wieder eine GroKo wird oder es für Union/FDP oder Union/Grüne reicht. Die letzten beiden Kombis könnten eine knappe Mehrheit bekommen, wobei ich die Auswirkungen der wohl anfallenden Überhang- und Ausgleichsmandate gar nicht abschätzen kann.

Bei allen Umfragen fällt mir auf, wie wenig sich die Stimmanteile im Vergleich zur letzten Btw verändert haben. Die gefühlte Unzufriedenheit, die sich in Internetforen manchmal so vehement äußert schlägt sich in den Umfragen erst mal kaum nieder. Das überrascht mich dann doch.

Danke!

Ein großes Lob an die TS für die umfangreiche Berichterstattung und vor allem die Grundlagenarbeit zur Demokratie. Nur durch Verständnis und Transparenz für unser System kann sichergestellt werden, dass auch zukünftig Deutschland noch ein lebenswertes Land bleibt. Klasse Arbeit!

Basar...

Muss man jetzt beeindruckt sein? Das Problem ist, das man auch auf einem Basar nicht immer findet, was man kaufen würde.

Einen Vorgeschmack auf den Wahlkampf

konnte man gestern Abend bei Anne Will schon einmal erleben. Da waren CDU ,SPD ,FPD und AfD schon sehr lebhaft am Diskutieren.

"Welches Wahlprogramm deckt

"Welches Wahlprogramm deckt sich mit meinen Überzeugungen? Antworten darauf liefert der Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl"

>Müntefering bezeichnete es als "unfair", dass die Koalitionsparteien an ihren Versprechen im Wahlkampf gemessen würden.<
Quelle zeit.de (schon etwas älter...)

oder ein Zitat von Juncker:
"Wenn es ernst wird,muss man lügen"

In diesem Sinne halte ich die ausschließliche Nutzung vom "Wahl-O-Mat" für Unentschlossene als unzureichend.

Und empfehle als Wahlhilfe neben dem "Wahl-O-Mat"

https://wahrplakat.abgeordnetenwatch.de

&

https://deinwahl.de

Gezeigt wird dort das Abstimmungsverhalten bei vorherigen Abstimmungen im Bundestag (was fehlt: die klare Gegenüberstellung zum jeweiligen Wahlprogramm -
so wie es denn möglich wäre)

Wer dann zu der Feststellung kommt,dass vorherige Entscheidungen doch nicht im eigenen Sinne verliefen,obwohl man eigentlich die jeweilige Partei wählen wollen würde,sollte noch einmal seine Entscheidung überdenken...

Merkel oder Schulz...

finde ich jetzt eigentlich nicht soo spannend.

Viel wichtiger ist doch, ob wir weiterhin eine CDU + Anhang Regierung haben, oder endlich eine Regierung ohne diese Partei der Superreichen.

Gut, die einzig vorstellbare Variante ohne die CDU wäre rot, blassrot, grün, und die ist in einem Land, in dem 60% der Bürger zuverlässig gegen ihre eigenen Interessen wählen auch nicht übermäßig wahrscheinlich.

Aber wer weiß. Vielleicht reichen die von der Groko erzwungene Übernahme der Spielschulden der Banken durch den Steuerzahler, der nahezu folgenlose riesige Betrugsskandal der Automobilindustrie, die immer weiter auseinanderklaffende Schere zwischen Arm und Reich, Das Festhalten an TTIP gegen den Widerstand von 80% der Bevölkerung, und die großzügige Förderung von Steuerschlupflöchern für Konzerne und Superreiche ja doch aus, um ein paar mehr Leute aufzuwecken.

Wer geht den wählen ?

Es gibt keine Partei die für Menschenrechte einsteht, ich kann gar nicht wählen gehen, selbst wenn ich wollte, geht es einfach nicht.
Es gibt keine Partei welche den Kontrollstaat Deutschland abschafft. Abschaffung des neuen Personalausweis mit digitaler Gesichtserkennung, Abschaffung der Option des Fingerabdrucks, Abschaffung und Löschung der Datenbank dies auf dem die Daten des Personalausweis beruhen. Abschaffung der politischen Interessen und politischen Medien im Internet, kein Verbot der Datensammlung und Datenspeicherung. kein Verbot gegen über dem Ausland Daten zu sammeln und in Massen zu speichern. Kein Verbot gegen über dem BKA von Massendatenspeicherungen usw.
Abschaffung von angeblich sicheren Herkunftsländern, starke Beteiligung und Sanktionierung von Abschottung der EU Grenzen gegenüber hilfesuchenden Flüchtlingen. Wieder Einführung der Sozialrechte besonders Rente. Wieder Einführung des Postgeheimnis angewendet auf digitaler Kommunikation, Handy, Internet usw.

@ 14:45 von derkleineBürger

"In diesem Sinne halte ich die ausschließliche Nutzung vom "Wahl-O-Mat" für Unentschlossene als unzureichend."
.
Wer tatsächlich den Wahl-O-Mat braucht, um sich für eine Partei zu entscheiden, der sollte sich besser einen schönen Tag machen und nicht an der Wahl teilnehmen. Ansonsten kann man auch würfeln, welche Partei es sein soll.
Wer nur halbwegs Interesse an Demokratie und den politischen Vorgängen in seinem Land hat, sollte sich ohne diesen Quatsch entscheiden können. Die anderen gefährden mit ihrer Lotterie nur ein sinnvolles Endergebnis.

14:14 von mach kenso zores

Das gibt Pluspunkte. Ich kann nur feststellen, daß meine Meinung, die nicht merkelkonform ist, fast grundsätzlich gerötet wird. Viele meiner Gesinnungsgenossen sind hier nach und nach von der Bildfläche verschwunden.

Vielen Dank an die Tagesschau ...

... insbesondere für das Lexikon zur BTW. Vielleicht hilft das auch den demokratiefernen Wählern der Parteien am rechten und linken Rand des politischen Spektrums, das demokratische Prozedere etwas besser zu verstehen und Demokratie als solche etwas mehr zu schätzen, statt diese durch linke oder rechte Diktaturen á la Russland, Türkei, Kuba oder Venezuela ersetzen zu wollen.
Vielleicht erwarte ich da zu viel, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

ökoanarchistisch-realdadaistisches sammelbecken...

Man lernt nie aus. Dank der Tagesschau weiß ich jetzt auch, dass es das "ökoanarchistisch-realdadaistisches sammelbecken" gibt.

Das ist doch mal ein schöner Name für eine Partei. Und die kann man wählen. Sollte man eigentlich auch, allein dieses wunderbaren Namens wegen.

Ok, vielleicht ist es ja tatsächlich albern eine Partei nur wegen ihres Namens zu wählen. Sehe ich ein.
Jetzt muss das nur noch jemand den Millionen von Rentnern erklären, die seit Jahrzehnten die CDU/CSU wählen, weil man als Christ ja eine 'christliche" Partei wählen muss.

@ bitterpille

was Frau Merkel sehr zu pass kommt, ist das ihr Vorgänger Herr Schröder mit seiner Agenda 2010 die ganz große Heckenschere an das Sozialsystem und den Arbeitnehmerschutz angelegt hat.
Die Daraus resultierenden Wirtschaftszuwächse, von denen Ottonormalbürger idr. wenig bis nix hat, geben ihr ein dickes Vertrauenspolster des Wohlwollens.

Aber wie es einer der Vorredner schon sagte, es hilft nur reflektiert die Wahlprogramme zu studieren und zu entscheiden.

Mir selbst ist aufgefallen, das Herr Welke in seiner Heute Show mal wieder den Daumen auf eine tiefe Wunde gedrückt hat.

Vergleicht man das Programm der heutigen SPD mit dem Wahlprogramm der Kohlschen CDU in den 1990ern so muss man Herrn Kohl unterstellen (wenn man die SPD als Trendmarke für gemäßigt links ansieht)
ein Ultralinksradikaler gewesen zu sein.

@bitterepille um 14:55

Glauben Sie denn wirklich, die SPD sei die Partei des kleinen Mannes?
Wohl kaum, der Mittelstand trägt die meiste Last, und das wird auch nicht anders werden, wenn wir rot rot grün haben. Es wird sich eher noch verschlimmern. Und warum? Weil sich keiner an eine wirklich große Steuerreform und Rentenreform rantraut.
Und das ewige Geschwaffel von "die Superreichen besteuern und promt ist der Haushalt finanziert", das sind doch Hirngespinste, die (siehe Vergangenheit) noch nie funktioniert haben.
In einem gebe ich Ihnen aber Recht, die Sache mit den Banken, der Betrugsskandal in der Autobranche, da hat sich keiner mit Ruhm bekleckert. Gegen TTIP können wir nur indirekt vorgehen, da es von der EU kommt.

Vielfalt führt zur Bedeutungslosigkeit kritischer Wählerstimmen

Je mehr kleine Parteien es gibt, desto breiter verteilt sich das Kritikpotential der Wähler. Und bei der breiten Verteilung der Wählerstimmen auf die kritischen kleinen Parteien kommen diese nicht über die 5%-Hürde und die großen Parteien können weiter herummerkeln wie bisher. Daher sollte man gut nachdenken wer einem in Zukunft die Arbeitsplätze sichert, wer das desolate Bildungssystem erneuert, wer umfassende Sicherheit im Inneren und nach Außen schafft, wer die erarbeiteten Steuergelder für die deutschen Staatsbürger ausgibt, wer nicht bereit ist mit Diktatoren Deals zu schließen, wer sich deutlich positioniert für die 3 Säulen unserer Kultur : die Philosophie der Aufklärung und damit die Gleichheit von Frau und Mann, das Judentum und das Christentum.

@bitterepille, 14:55

Vielleicht reichen die von der Groko erzwungene Übernahme der Spielschulden der Banken durch den Steuerzahler, der nahezu folgenlose riesige Betrugsskandal der Automobilindustrie, die immer weiter auseinanderklaffende Schere zwischen Arm und Reich, Das Festhalten an TTIP gegen den Widerstand von 80% der Bevölkerung, und die großzügige Förderung von Steuerschlupflöchern für Konzerne und Superreiche ja doch aus, um ein paar mehr Leute aufzuwecken.

Naja, der Wecker dröhnt so laut, der ist eigentlich kaum zu überhören. Aber nicht erst seit dieser Wahlperiode.
Die Frage ist ja auch, was soll der Wähler nach dem Aufwachen machen? Daimler-Kretschmann, Volkswagen-Weil, TTIP- und Eurobonds-Schulz machen ja nun grade nicht den Eindruck, als wären sie eine Alternative. Grüne und SPD sind so neoliberal wie Union und FDP. Was raten Sie also?

@ frosthorn

"Grüne und SPD sind so neoliberal wie Union und FDP. Was raten Sie also?"

eine große Erkenntnis und die eine Große frage bezüglich btw17.

Viel Inhalt für gerade mal 1000 Zeichen.

Bitte lassen sie es mich wissen sollten sie eine Befriedigende Antwort finden, ich könnte dann besser schlafen

13:46 von Emil66 ... "Endlich sind wir ..."

Sollte es uns beschäftigen, oder werden wir beschäftigt? Sollen wir uns beschäftigen lassen - es werden doch auf der einen immer die selben ideologielastigen Phrasen gedroschen, während von der anderen immer der selbe Pragmatismus herüber weht.
Sollen wir tatsächlich zwischen Terror und Blutbädern 35 Tage mit nichts vergeuden, jetzt wo es den Wahl-O-Mat gibt?

gibt es denn die biertrinkerpartei noch?

unsere wirtschaften könnten hilfe gebrauchen. die alten kommen mit dem rollator nicht über die schwelle und die jungen decken sich beim discounter ein

14:00 von veda3 .....Wir brauchen diesmal ..."

Wir brauchen Freiheit, wie die Luft zum ... oder Olivenöl zum kochen... Eine hohe Wahlbeteiligung wäre eine Stimme für die "Freiheit", die in ihrer Vergemeinschaftung blüht. Alle Romantiker, von Links bis Rechts außen, die von der Freiheit des Einzelnen nicht im, sondern gegen den Staat träumen werden das anders sehen.
Auch nützt eine hohe Beteiligung nicht wirklich, wenn falsche Prämissen dadurch gestützt werden - Ein falscher Weg, mag gangbar(-er) werden, wenn viele ihn beschreiten, aber er wird dadurch kein richtiger.

14:42 von schiebaer45 ...schon sehr lebhaft am ..

Ein später Versuch an den Meinungen noch zu reißen - da kann man den frühen Briefwählern, die das ganze Lamento stoisch ignorieren können ihre Entschiedenheit neiden.
Die Schaufenster Diskussionen dienen ja nicht dem Auftrag der politischen Bildung, sie dienen der Verschleierung des Blicks.

@Viele meiner Gesinnungsgenossen 15:08 barbarosa2

" sind hier nach und nach von der Bildfläche verschwunden."

Das liegt aber nicht an der "Zensur" oder Ähnlichem.
Man muss denen, die überhaupt nicht mehr mit Argumenten erreichbar sind,
und das sind IMHO mehr geworden, nicht noch eine Bühne bieten.

Hinzukommt, da teile ich ihre Kritik, ist der "Qualitätsjournalismus"
auch bei den ÖR tendenziell auf dem Rückzug.
Ob das nun aus 'Zeitgründen'
-is ja alles so 'event gedriven' heute
oder aus Mangel an 'Qualifizierten' besteht
- is ja auch viel billiger
kann ich noch nicht abschliessend beurteilen.

Dass im Netz mehr gerötet wird, liegt leider auch am Medium.
- The medium is the massage (Mc Luhan)

15:02 von naklar ..."Wer tatsächlich den Wahl..."

Wer tatsächlich Krücken braucht .. benutzt sie ja nicht immer, er braucht sie nur zu bestimmten Taten ... im übrigen kann man sicher auch ohne, aber statistisch dürfte die Nutzung eines solchen Werkzeuges nicht mehr Schaden anrichten oder Nutzen abwenden, als die sog. freie Entscheidung.
Man kann sich am Ende ja aussuchen, in welchem Spektrum die eigenen Antworten abgeglichen werden sollen....
Auf der anderen Seite muss man sich nicht vorher wochenlang mit den teils kruden Gedankenwelten der Parteigänger konfrontieren und kann diese Zeit anders nutzen. Die halbe Stunde am Wahltag fällt dann nicht so ins Gewicht.

@ 15:27 von Aurina

"Glauben Sie denn wirklich, die SPD sei die Partei des kleinen Mannes?"

Mit keinem Wort. Wie deeskalator bereits erwähnt hat ist gegen Schröders sozial- und wirtschaftspolitischen Kurs selbst die Politik Kohls linksradikal gewesen. Die Agenda 2010 war ein neoliberaler Schlag gegen 80% der Bürger, die nur möglich war weil er aus der SPD gekommen ist. Hätten sich CDU oder FDP so etwas geleistet, hätte sie die Opposition in der Luft zerrissen.

Aber:

Die einzige Partei, die Politik *für* die obengenannten 80% macht und Chancen hat über die 5%-Hürde zu kommen, die Linkspartei, hat dank fleissiger Stimmungsmache der privaten Medien (Es gibt so gut wie keine Zeitung mehr die nicht in Besitz einer Familie mit mindestens dreistelligem Millionenvermögen) nur eine Chance mitzuregieren, wenn es rot, blassrot, grün wird.

Und doch, dass es hilft, auch die Superreichen an der Finanzierung der staatlichen Ausgaben zu beteiligen *ist* bereits bewiesen. Unter Kohl hat das ganz gut funktioniert...

Hoffentlich eine korrekte Wahl

Ich würde mir sehr wünschen das die Bundestagswahl korrekt verlaufen würde. Es ist schon traurig das ich mir als Bundesbürger darüber Gedanken machen muss, aber bei der letzten Landtagswahl in NRW wurden 2204 Stimmen für die AfD einfach unterschlagen. Die lapidare Begründung hieß das sich ja am Ergebnis nichts ändern würde. Nach meinem Empfinden entwickelt sich Deutschland seit Herbst 2015 zu einer linksorientierten Bananenrepublik.

Interessant

Der Auftritt der Tagesschau ist interessant und sehr informativ.
Und es ist nichts von einer Lügenpresse zu bemerken, liebe "Reichsbürger"! Denn Jan Hofer würde bei einer solchen nie mitmachen, garantiert!
Meinen Dank an die Mitarbeiter der Tagesschau und der ARD, machen Sie weiter so!

@ 15:30 von frosthorn

"Die Frage ist ja auch, was soll der Wähler nach dem Aufwachen machen? Daimler-Kretschmann, Volkswagen-Weil, TTIP- und Eurobonds-Schulz machen ja nun grade nicht den Eindruck, als wären sie eine Alternative. Grüne und SPD sind so neoliberal wie Union und FDP. Was raten Sie also?"

Guter Einwand.
Ich selber werde die Linkspartei wählen. Nicht, weil ich begeistert davon wäre - schon gar nicht seit Gysi sich langsam zurückzieht, sondern weil die zumindest die Probleme erkennt und benennt, und am ehesten auch bekämpft.

Aber auch andere Parteien haben ja linke Strömungen. Ich erinnere nur an den "Arbeitskreis Sozialdemokraten in der SPD". Man muss ja diese altehrwürdige Partei nicht den geistigen Nachfolgern Schröders überlassen.

Und auch die Bananenpartei der Grünen hat immer noch wirtschaftskritische Leute. Eventuell könnte die Basis da mal dafür sorgen, dass die tatsächlich was zu sagen haben statt immer nur kurz rauszudürfen um das grüne Image zu wahren.

15:30 von frosthorn .... Was raten Sie also...?

Man könnte auf die verzweifelte Idee kommen, die eigenen Augen zu öffnen und mal zu gucken.
Mal gucken, wohin die Wahl von "neuen" (Protest-) Parteien anderswo geführt hat, ob dort, wo diese regierten plötzlich die gebratenen Hühner von den Bäumen fallen ... Griechenland (SYRIZA), Italien (M5S), etc. pp. .. Es ist ja nicht so, das es die Leute ohne Sinn immer wieder in die "Hände" traditioneller, schlichte soziale Interessen organisierende Parteien treibt. Das hat mit "Establishment" weniger zu tun als man glaubt aber viel mit Weitsicht und Verlustängsten.

@ 15:28 von SachsenAnhalter

"Vielfalt führt zur Bedeutungslosigkeit kritischer Wählerstimmen. Je mehr kleine Parteien es gibt, desto breiter verteilt sich das Kritikpotential der Wähler. Und bei der breiten Verteilung der Wählerstimmen auf die kritischen kleinen Parteien kommen diese nicht über die 5%-Hürde und die großen Parteien können weiter herummerkeln wie bisher. "

Damit sprechen Sie einen leider sehr bedeutsamen Punkt an. Meiner Meinung nach müsste die 5%-Hürde sofort und ersatzlos gestrichen werden.
Gut, das würde bedeuten, dass viele komische Gestalten und Ein-Themen-Parteien in den Bundestag einzögen.
Aber wenigstens könnten die, wie es unser Grundgesetz vorsieht, frei abstimmen, und wären nur ihrem Gewissen verpflichtet, statt per Fraktionszwang der Parteilinie.

Und wer sagt denn, dass so ein Pirat oder Tierschutzparteiler schlechter entscheidet, wenn es z.B. um TTIP oder Bankenrettung geht als ein fraktionsgezwungener Karrierepolitiker?

@ 15:28 von SachsenAnhalter

"Daher sollte man gut nachdenken wer einem in Zukunft die Arbeitsplätze sichert, wer das desolate Bildungssystem erneuert, ..."

Ja, gut und gründlich.

*Wie* wollen die Parteien Arbeitsplätze sichern? Kann das funktionieren, oder ist das nur wieder eine hemmungslos vereinfachte Wahlkampfmasche?

*Wie* wollen die Parteien das finanzieren? Durch Wunschdenken, weitere Steuererhöhungen für die Mittelschicht, oder zur Abwechslung durch die Beteiligung von Superreichen und Großkonzernen?

Welche 'Konzepte' dabei nachgewiesenerweise überhaupt nicht funktionieren sollte klar sein:

Die FDP/AfD/CSU Variante:
1. Weniger Steuern für Reiche, Abschaffung von Erbschafts- und Kapitalertragssteuern.
2. ???
3. Profit! (Oder wahlweise bessere Schulen, gutes Wetter und Freibier für alle)

Die CDU-Variante:
1. Weiter so wie bisher
2. ???
3. Wohlstand, Sicherheit und Arbeitsplätze

TS ist deutlich besser als der EU Durchschnitt.

Wenn man das Wahlangebot der TS mal so vergleicht mit einigen anderen Nationen, sowohl von der Breite wie Tiefe der Information, ist es sehr ordentlich. Auch das Bemühen um Objektivität ist erfreulich. Was ich für verbesserungsbedürftig halte, prinzipiell, ist etwas mehr Biss und mehr Hintergrund auch wenn das nicht immer gern gesehen wird in Berlin. Beispiel im Finanzbereich.

@bitterepille

Ich gestehe, dass ich (obwohl ich an jeder Wahl teilnehme) meine letzte gültige Stimme vor 44 Jahren abgegeben habe. Unter den derzeit antretenden Parteien und Gruppierungen wäre es ebenfalls die Linke, die mir noch am wenigsten Bauchschmerzen machen würde - wenn es denn ums Programm alleine ginge.
Aber es geht eben immer auch um Personen, die diese Programme dereinst mal mit Leben füllen sollen. Die Grünen waren ein Paradebeispiel dafür, wie engagierte Menschen in und durch die Politik erfolgreich korrumpiert werden, dagegen ist wohl kein Kraut gewachsen.
Ich könnte meine Liste von vorhin auch noch um den 911-er-Ernst ergänzen, der sich von seinen Parteimitgliedern in der Linken einen wirklich komfortablen Lebenswandel finanzieren lässt. Oder linke Senatoren in Berlin, die eine Woche nach der Wahl bereits ihre gesamte Familie als Büroleiter u.ä. untergebracht hatten.
So vergeht mir bei jeder Wahl von neuem die Lust.

Mein Wunsch wäre...

Mein Wunsch wäre die Grüne bei knapp unter 5% denn außer bürgerfeindlicher Blockadepolitik kam von denen bisher nichts. Die SPD bei knapp 20% (Schulzes Rechtfertigungsversuche werden mit Sicherheit einen gewissen Unterhaltungswert haben) und die AfD als drittstärkste Fraktion. Der Rest würde sich wie bekannt schütteln und die Welt wäre in Ordnung.

Angebot

Ich darf also wählen:
Merkel alleine CDU CSU
Merkel mit SPD
Merkel mit Grüne
Merkel mit FDP

Bleiben noch der rechte und der linke Rand.
Ich lass mich doch von dieser Konsenssuppe nicht radikalisieren.

Klar - es gibt noch Kleinparteien - aber mal ehrlich: den Unwillen gegen diese homogene Parteienlandschaft kann man nur durch geringe Wahlbeteiligung ausdrücken.

Am Ende steht die GroKo - die eigentlich nur eine Notfalllösung sein soll - aber inzwischen zum Normalzustand wird.

Ich mach das nicht mit.
Ich schicke meine Wahlbenachrichtigung zurück.

Gebt mir eine Wahl - und ich geh wählen.

Seit ich 18 wurde, habe ich an jeder Wahl teilgenommen.

In den letzten 4 Jahren hat sich alles geändert.

Nie wieder wähle ich.
Dieses Land - ich lebe hier, wurde hier geboren - geht mich nix mehr an.

Ich habe mich zurück gezogen.

Inzwischen habe ich das Gefühl, ich lebe hinter den feindlichen Linien.
Also: wählt Merkel - ihr habt sie verdient.

Zu "bitterepille um 14:55 Uhr"

Ihrer Meinung nach wählen also voraussichtlich ca. 60 % der Bürger gegen ihre eigenen Interessen. Wie wäre es denn, wenn Sie diesen voraussichtlich 60% zugestehen, nicht gegen, sondern für ihre Interessen zu wählen?

@ Pucca 15.01

Bravo!
Sie haben sehr schön zusammen gefasst, dass Nicht-Wählen nicht immer Ausdruck von Desinteresse ist. Sondern das letzte Mittel der Verzweiflung sein kann.

Warum soll man in der deutschen Bleikiste wählen?

Aus purem Ganz. Ich finde die Idee von dem bedingungslosen Grundeinkommen interessant. Aber wenn alle finanziell unabhängig sind... wer räumt dann den Müll weg und wer betreut dann noch alte Leute?

btw?

"by the way17, was soll das denn?" war mein erster Gedanke, als ich diese Abkürzung las.

Ansonsten geht es mir ähnlich wie tisiphone 17.12 Uhr. (Oder ist dieses btw etwa wirklich in diesem Sinn gemeint - Wählen ist heute Nebensache, bringt ja doch nix? Parteien sind eh alle austauschbar?)

grübel...

@ Bowerman

Das bedingungslose Grundeinkommen ist eben nur das: ein Grundeinkommen.

Vielleicht sollte einem das Wegräumen von Müll und das Betreuen von Alten Leuten einfach etwas mehr wert sein, als ein "bedingungsloses Grundeinkommen".

Vor allem wenn man bedenkt, dass auch diese Tätigkeiten mehr und mehr privatisiert werden.
Dh. Unternehmen machen damit Gewinn.
Da sollten angemessene Gehälter durchaus eine Forderung sein.

Das bedingungslose Grundeinkommen würde keine Reichtümer sichern.

Es würde einfach den Konsum verstärken - das soll ja nicht so hoch sein, dass Sie sich Aktienpakete kaufen können.

Es würde Bürokratie abbauen.

Und: es würde den Arbeitsmarkt endlich Angebot und Nachfrage unterwerfen.

Die Menschen müssen dann eben nicht mehr für ein "Gehalt" arbeiten, das sie aufstocken müssen und von dem sie keine Rente erwirtschaften können.

Heisst: angemessene Bezahlung oder man findet keine Mitarbeiter.

Arbeit würde endlich wieder als Wert und nicht als Muss gewertet werden

Wahlrecht sollte Wahlpflicht sein

Ich habe mich schon per Briefwahl entschieden, und möchte allen ans Herz legen, wählen zu gehen, genug Parteien stehen ja zur Verfügung. Wahlrecht ist für mich Wahlpflicht, und meine einzige legitime "Abwehr" gegen "die da oben."

@ tisiphone und frosthorn

Sie haben ja recht. Einige der Linken Politiker sind auch nicht übermäßig beeindruckend, und wir haben keine Garantie, dass nicht die Linken genauso schnell korrumpiert würden wie ihrerzeit die Grünen.

Aber:

Die Grünen haben in der Zeit zwischen Überspringen der 5%-Hürde und ihrer Korruption einiges erreicht.
Warum soll das bei Linken und Piraten nicht ähnlich laufen. Dann wählen wir halt in 20 Jahren eine neue Abspaltung der Linken so wie vielleicht seit Jahren die Linke als Abspaltung der SPD kurz vor deren Sündenfall. Aber bis dahin könnte die Linke einiges erreichen.

Jedenfalls mehr als die CDU, und wer nicht wählt, egal aus welchen philosophischen oder verbitterten Gründen bestätigt damit nur das Wahlergebnis und die Entscheidungen der anderen.

Und wählt damit voraussichtlich selber zu 40% CDU und zu... 8% oder so AfD. Das könnte ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren.
Nee, dann lieber alle vier Jahre sorgfältig das kleinste Übel aussuchen und wählen.

Äh.. was?

@ 17:14 von KU

"Ihrer Meinung nach wählen also voraussichtlich ca. 60 % der Bürger gegen ihre eigenen Interessen. Wie wäre es denn, wenn Sie diesen voraussichtlich 60% zugestehen, nicht gegen, sondern für ihre Interessen zu wählen?"

Zugestehen wie in "erlauben"?
Gerne. Wie sollte ich anderen auch vorschreiben, wie sie zu wählen haben.

Zugestehen wie in "behaupten"?
Sorry. Aber welche Entscheidungen von welchen Parteien unterstützt wurden, und wie sie sich auf die unterschiedlichen Einkommensklassen auswirken lässt sich wissenschaftlich meist recht genau nachvollziehen.

Und wenn dann die große Koalition aus CDU/CSU und SPD *immer* Entscheidungen zugunsten der oberen 1%, häufig zugunsten der oberen 10%, und nur in absoluten Ausnahmefällen zugunsten von Mittelschicht und Armen trifft, aber regelmäßig von einer Mehrheit gewählt (Wähler) oder geduldet (Nichtwähler) wird, müsste ich dazu lügen.

Also: Nein.

@ 17:36 von Bowerman

"Ich finde die Idee von dem bedingungslosen Grundeinkommen interessant. Aber wenn alle finanziell unabhängig sind... wer räumt dann den Müll weg und wer betreut dann noch alte Leute?"

Gegenvorschlag:
Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich.
=> Weniger Arbeitslose, dadurch weniger Sozialausgaben, dadurch mehr Geld für Bildung, Forschung und Kindergärten.
=> Weniger Arbeitskraft, dadurch Lohnsteigerungen, bessere Arbeitsbedingungen, weniger Arme.
Und weniger Reiche, dadurch weniger Anlagevermögen, dadurch weniger Zockerei, dadurch weniger Risiken für den Steuerzahler, der ja sonst doch nur wieder deren Spielschulden tragen müsste, weniger Asset-Inflation, so dass sich auch Normalverdiener wieder ein Haus leisten können. Und höhere Renten, mit denen dann auch bei steigenden Gehältern in der Pflege die Betreuung im Alter bezahlt werden kann.

Gut.. die Gewinne sinken ein bisschen, weil die Arbeiter mehr vom Kuchen abkriegen. Aber es heißt ja: Leistung muss sich wieder lohnen!

um 17:36 von Bowerman

Ich beantworte Ihre Frage gerne. Müll weg räumen, oder alte Leute betreuen, und alles andere machen diejenigen weiter, die sich zum bedingungslosem Grundeinkommen noch ein Gehalt dazu verdienen möchten, und daher ihren regulären Arbeitsplatz nicht kündigen, womit sie gleichzeitig das BGE mit finanzieren. Und wer mehr Geld hat, gibt mehr Geld aus, und das nutzt der Wirtschaft, also gewinnen alle dabei. Gruß.

Schwellenland Deutschland?

Würde man mich aus einem 50-jährigem Kryoschlaf wecken und mir die Resonanz vieler User über das derzeitige Deutschland zeigen, würde ich mich höchstwahrscheinlich gar nicht auf die Straße trauen und mich wieder in die Eistruhe legen. Gut, dass sich die Stimmung im Netz, nicht mit den derzeitigen Umfrageergebnissen im Rahmen der BTW deckt.

Titanic

Warum soll der Kapitän das Schiff verlassen?
Frau Merkel soll ihren Untergang mit erleben.
Darum bin ich gar nicht traurig, wenn die CDU die meisten Stimmen bekommen.
Wählen werde ich sie jedenfalls nicht!

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