Kommentare

Aber alle waren doch so gut

Aber alle waren doch so gut integriert und, denn, sie haben Fußball gespielt, wie es in einer früheren Meldung hieß.

Meinen Respekt vor der spanischen Polizei

Von 12 Verdächtigen, 5 tot, 2 vermutlich tot, 4 gefasst dann bleibt nur noch 1 der noch zu finden wäre. Die jahrelange Erfahrung mit der ETA scheint sich positiv auszuwirken.
Der ganze Fall zeigt aber auf, dass die Bedrohung viel größer ist als es sich die meisten vorstellten.

10:58 von paule2

"Aber alle waren doch so gut integriert und, denn, sie haben Fußball gespielt, wie es in einer früheren Meldung hieß."
Gut Fußball spielen können aber wahrscheinlich nur die jungen Menschen, die Langeweile haben. Zu einer guten Integration gehört aber auch, dass sie regelmäßig die Schule besuchen, dann einen Beruf lernen und dass sie eine sinnvolle Arbeit haben. Wie heißt ein deutscher Spruch so schön: Ohne Fleiß kein Preis. Aber sie dürfen natürlich nicht von einem Imam bewußt auf einen Irrweg geführt werden.

@ paule2

Die waren nicht weniger gut integriert als jene die meinen, es sei opportun Muslime für die Taten von Fundamentalisten verantwortlich machen zu müssen.

Wir leben in einer aufgeklärten Gesellschaft, aber nichtsdestotrotz weigern sich etliche unter uns noch immer standhaft, differenziert mit dem Phänomen Terrorismus umzugehen...

Eben darum

...ist es umso wichtiger, alle auch nur irgendwie geartete muslimisch-fanatische Organisationen genauestens im Auge zu behalten und Salafisten generell zu verbieten. Was muss denn noch alles passieren, bis man endlich rigeroser agiert?Die jungen Männer waren ja den Angaben nach gut sozial vernetzt und das wirft in mir die Frage auf, wer vielleicht doch mehr wusste als andere und sein Wissen für sich behielt, bzw. wie weit ist der Islam wirklich vom Islamismus entfernt?

Imam

Ich denke dass ein Imam eine Vorbildfunktion haben sollte, die Lehren aus dem Koran vernünftig rüber bringen sollte und keine Gläubigen zum IS bekehren. Wenn die nicht unter Kontrolle gebracht werden, wird noch einiges geschehen und Unschuldige ihr Leben lassen.

Anmerkungen zu Zusammenhängen

Anmerkungen zu Zusammenhängen zu allgemeinen Wertbildern werden regelmäßig als populistisch abgetan.

Wenn dann in einer malerischen Kleinstadt mit 700 integrierten Muslimen eine 12köpfige Attentäterzelle (jeder 60.) ausgehoben wird, dann wundern sich alle

todtraurig

Ich verabscheue diese Anschläge, erstens, weil sie unglaubliches Leid verursachen. Aber zweitens, weil die Medien, leider auch die Qualitätsmedien anschließend nichts anderes zu tun haben, als jedes für die politische Bewertung der Situation noch so irrelevante Detail zu berichten. Reiner Sensationsjournalismus, mit der schrecklichen Folge, dass das Publikum vollkommen übertriebene Angst vor Terroranschlägen bekommt und willig jeden Aufrüstungswahn mitträgt.
Die einzig vernünftige Idee, den Terrorismus zu besiegen, indem wir die Staaten im Nahen Osten endlich in Ruhe lassen, wird weder erwähnt noch diskutiert. Wenn ich auf den Irak, auf Syrien und Libyen schaue, verstehe ich nur zu gut, dass Terroroganisationen regen Zulauf (um nicht zu sagen: Andrang) haben.

12 Attentäter

aus einer Kleinstadt und ein Imam, der sie fanatisiert hat. Jeder mit einer offenbar sehr großen Verwandtschaft am Ort und von denen soll Keiner was gemerkt haben? Ich kann mir das nicht vorstellen, dass es nicht auch noch etliche Mitwisser und Sympathisanten gab. Das erinnert doch an Molenbeek, nur dass Molenbeek wesentlich größer ist und es dort leichter ist, unterzutauchen

um 10:58 von paule2 " Aber

um 10:58 von paule2
"
Aber alle waren doch so gut integriert und, denn, sie haben Fußball gespielt, wie es in einer früheren Meldung hieß.
"

"gut integriert" ?

Der Imam:
seit mindestens 14 Jahren den spanischen Behörden bekannt ,dass dieser sich in radikalen Islamistenkreisen bewegt

Der 17-jährige Mieter der beiden Lieferwagen hatte schon vor 2 Jahren im Internet gepostet, man solle "alle Ungläubige töten, um nur Moslems übrig zu lassen, die der Religion folgen".

Die Story,dass es zuvor keinerlei Auffälligkeiten gab & alle wunderbar integriert waren,dient dazu die spanische Regierung bzw. deren Behörden aus der Schusslinie (wegen fehlender Aktivität) zu nehmen.

Bei dem,was man grade in spanischen Zeitungen liest,sollte man aktuell vorsichtig sein - denn es schwingt eine starke politische Note mit - es geht um nichts weniger als die Unabhängigkeit Kataloniens,wo drüber am 1. Oktober ein Referendum in geplant ist ( natürlich zum starken Missfallen der spanischen Regierung)

Der Imam von Ripoll hatte

Der Imam von Ripoll hatte ausweislich Medienberichten Kontakte zu einigen der 80 radikalen Prediger (von 240 Moscheen) von Katalonien.

80 radikale Prediger auf 240 Moscheen ist viel

Die verführte Jugend

Schaut Euch einmal das Fahndungsbild von dem netten jungen Mann an! Das soll ein (mutmasslicher) Massenmörder sein? Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Mordtat, wenn er sie nun begangen hat , Resultat eigenen Erlebens, persönlicher Erfahrung ist. Das kann nur Ergebnis massiver Indoktrination sein. Die Rattenfänger, jedweder Couleur, wissen genau, wo sie ansetzen müssen:
Jugend lässt sich soo leicht verführen.

@JSK, 11:47

"Wir leben in einer aufgeklärten Gesellschaft, aber nichtsdestotrotz weigern sich etliche unter uns noch immer standhaft, differenziert mit dem Phänomen Terrorismus umzugehen..."

Ja, sehe ich genauso.

Und diese Etlichen behindern oft die Bemühungen um die Integration von wem auch immer. Wenn sie nicht sogar durch offene Fremdenfeindlichkeit dem Plan des IS nach gesellschaftlicher Spaltung auf den Leim gehen.

Wie oft mussten wir schon sehen, dass sich augenscheinlich bestens integrierte einheimische Mitbürger ohne jeden Bezug zum Islam als Kinderschänder oder Serienmörder entpuppt haben?

Nicht verwunderlich

Oft heißt es hier
"...für alle die es nicht wahrhaben wollen: das alles hat mit dem Islam nichts zu tun!"
So einfach ist es nicht. Diverse islamische Länder unterstützen islamistische Terroerorganisationen, auch der IS hat/hatte hier große Unterstützung. In vielen Ländern ist der Islam auch die alleinige politische Macht, oft mit imperialistischen Anspruch. Vielfach sprechen die Imame von Ungläubigen und fordern eine Abgrenzung der Moslems gegen Ungläubige. Der Īmān erlaubt keinen Widerspruch zu den Behauptungen der Imame (analog der katholischen Kirche vor >500 Jahren).
Dieses System macht es leicht Loosern ein höheres Selbstwertgefühl zu geben und damit zu instrumentalisieren.
Friedliebende Moslems werden mit Lippenbekenntnissen nichts ausrichten, sie müssen ihren Glauben neu ausrichten, analog Luther das Christentum vor 500 Jahren. Sie müssen ihren Glauben aus der imperialistischen Ideologie, die wie ein bleierner Sarkophag über ihrer Religion liegt, herauslösen.

@12:40 von sapere aude

Bei solchen normalen Portraits denke ich auch an den Satz von der 'Banalität des Bösen'.

Aber dass ein integrierter Mittzwanziger in einer malerischen Kleinstadt aufgrund 'eigenen Erlebens/persönlicher Erfahrung' zum Massenmörder wird, ist absurd.

Es zeigt vielmehr, dass die völlig in ihrer eigenen (Werte-)Welt sind. Das wirft auch ein Bild auf das Umfeld und dessen hermetische Abschottung nach aussen. Sonst würde bei 12 Leuten keine vermeintliche 'Schlüssigkeit' ihres Handelns aufkommen

@Schabernack 12.41

"Wie oft mussten wir schon sehen, dass sich augenscheinlich bestens integrierte einheimische Mitbürger ohne jeden Bezug zum Islam als Kinderschänder oder Serienmörder entpuppt haben?"
Was genau hat das mit den zunehmenden Terroranschlägen zu tun und wo ist der Ansatz, wie man dieses Problem in den Griff kriegen kann? Wann genau hat man in Europa in verschiedenen Ländern an einem verlängerten Wochenende mehr als ein Dutzend Serienmörder gestellt? Diese Relativierungen bringen keinen weiter und verhöhnen die unschuldigen Opfer

Islamischer Reflex

ist die sofortige Exkommunikation von muslimischen Straftätern nach solchen Verbrechen. Dass die Kreuzfahrer Christen waren und Baruch Goldstein ein Jude war, würde niemand in Frage stellen! Das Leugnen der Realität wird den Islam nicht vorwärts sondern weiter rückwärts führen.

Bezug Islam und Islamismus

Genauso weit weg wie die Kreuzzüge mit dem mittelalterlichen Christentum.

Was ist mit den bekannten Gefährdern?

Ich hoffe dass man im Zuge der Europaweiten Fahndung sofort die schon bekannten Gefährder auch sofort festsetzen wird. Das sind tickende Zeitbomben

14:37 von Hafenstraße1982

"Ich hoffe dass man im Zuge der Europaweiten Fahndung sofort die schon bekannten Gefährder auch sofort festsetzen wird. Das sind tickende Zeitbomben"
Leider reicht der alleinige Verdacht in einem Rechtsstaat nicht aus. Da müssen schon Beweise vorliegen, um einen Gefährder festzusetzen, sonst wird der Staatsanwalt wieder eine Entlassung anordnen. Folglich müssen erst durch mehr Gemeinsamkeit bei den zuständigen Behörden beweiskräftige Fakten gesammelt werden. Heute wäre das im Zeitalter des Internets kein Problem, wenn nicht jedes EU-Land allein wursteln würde.

@deutlich, 13:31

"Diese Relativierungen bringen keinen weiter und verhöhnen die unschuldigen Opfer … und wo ist der Ansatz, wie man dieses Problem in den Griff kriegen kann?"

Ich verhöhne keineswegs die Opfer des Terrors in Barcelona und habe nicht geasagt, dass "man in Europa in verschiedenen Ländern an einem verlängerten Wochenende mehr als ein Dutzend Serienmörder gestellt" hätte.

Ich habe darauf hinweisen wollen, dass man gelungene (oder nicht gelungene) Integration weder an der Religion noch z.B. an der sozialen Stellung alleine festmachen kann.

Einen umfassenden Ansatz, wie man dieses Problem in den Griff kriegen kann, habe ich nicht. Vielleicht einen Teilansatz:

Wir alle in Europa (auch die Politik!) müssen sehr viel genauer hinschauen, welche Art von Imamen welche Art von islamischer Religionsauslegung in welchen Arten von Moscheen verkünden. Oft ist es eine staatlich-kollektive Auslegung des Islam (mit vielen Dogmen und wenig Toleranz).

Das zu unterbinden, könnte uns weiterbringen.

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