Ihre Meinung zu: Übernahmegespräche bei Air Berlin: Lufthansa will Löwenanteil

17. August 2017 - 14:03 Uhr

Mit drei Interessenten ist Air Berlin in Übernahmegesprächen - am weitesten gediehen sind die Verhandlungen mit der Lufthansa, die sich offenbar 90 der 144 Flugzeuge einverleiben will. Applaus dafür kommt vom Verkehrsminister, Gegenwind von Wettbewerbshütern.

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Kommentare

Der Dobrindt wieder

"Wir brauchen einen deutschen Champion im internationalen Luftverkehr" - der Experte für Luftnummern hat gesprochen.

Wenn die Lufthansa tatsächlich so zum Zug kommt, war es das mit dem "Drehkreuz Berlin", dass Air Berlin eigentlich auf dem Flughafen, der eigentlich längst eröffnet sein sollte, einrichten wollte. Das könnte auf lange Sicht den BER noch weniger profitabel machen. Und das ist ein Problem für seine Eigentümer, von denen Dobrindt einen (den Bund) vertritt. Kleiner Interessenkonflikt?

"Hilfe der Bundesregierung f. Air Berlin i. H. v. 150 Mio..."

Es wirkt schon bizzar, wenn sich die sog. "Christlichen Parteien" jahrzehntelang auf die ordnenden Kräfte der Märkte berufen und sich so, oft zum Nachteil der Arbeitnehmer, oft genug raushielten. Immer wieder jedoch wurde die Wirtschaft von der Regierung höchst aktiv und mit Millionen von Steuergeldern oder auf Kosten der Allgemeinheit massiv bevorteilt, sei es über die Befreiung von der EEG-Umlage, das Einfrieren der AG-Anteile, Lockerung des Kündigungsschutzes etc.
Dieses Credo, D. müsse auf allen Gebieten ganz oben mitspielen, koste was es wolle, zeigt, wie absurd, bzw. einseitig das Denken der Beteiligten ist. Leider nehmen diese Schieflage nur die wenigsten CDU/CSU-Wähler wahr, bzw. wollen sie wahrnehmen, im Glauben, genug eigene Vorteile zu bekommen.

Den Plan von Dobrindt wird das Kartellamt nicht mitmachen

Sorry aber bei dem hier:

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/air-berlin-123.html

Geht es nach dem Willen von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, würde die Lufthansa den Großteil der Air Berlin bekommen. "Wir brauchen einen deutschen Champion im internationalen Luftverkehr", sagte der CSU-Politiker der "Rheinischen Post". "Deswegen ist es dringend geboten, dass Lufthansa wesentliche Teile von Air Berlin übernehmen kann."

sage ich mal:

1. wird da das Kartellamt nicht mitspielen
2. ist das genau dass was Seehofer und Dobrindt nämlich beabsichtigen: Air Berlin zu Gunsten von Lufthansa kaputt zu machen um den Airport Muenchen pampern zu können.

Aus dem Grund sage ich mal hierzu:

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/air-berlin-123.html

Die "Süddeutsche Zeitung" berichtet unter Berufung auf Unternehmenskreise, dass der Konzern an ungefähr 90 der 144 von Air Berlin eingesetzten Flugzeuge interessiert ist.

Wir haben drei Interessenten und 144 Maschinen.

Winkelmann

Wenn ich fragen darf: Wieviel von den 150 Miljonen bekommt Air-Berlin Chef "Niete" Thomas Winkelmann als "Gehalt" noch davon ab? Weshalb muss der Steuerzahler für seine Mißwirtschaft gerade stehen und ihm dafür auch noch mindestens drei Monate "Gehalt" zahlen?

Bei 144 Maschinen wären dass 48 Maschinen pro Interessent

Aus dem Grund wäre mein Vorschlag:

wie wäre es mit 48 Maschinen fuer jeden Interessenten?? Wie ich darauf komme?? So:

insgesamt geht es um 144 Maschinen:

Die "Süddeutsche Zeitung" berichtet unter Berufung auf Unternehmenskreise, dass der Konzern an ungefähr 90 der 144 von Air Berlin eingesetzten Flugzeuge interessiert ist.

dann haben wir außerdem drei Interessenten die namentlich bekannt sind:

Mit drei Interessenten ist Air Berlin in Übernahmegesprächen - am weitesten gediehen sind die Verhandlungen mit der Lufthansa

Also: 144 Maschinen geteilt durch drei Interessenten = 48 Maschinen pro Interessent. Das wäre doch fair oder?? Außerdem wuerden wir damit auch ein Monopol der Lufthansa verhindern. Denn die anderen beiden sind Thomas Cook und Condor und eventuell sogar noch Easyjet.

Champion mit Drehkreuz in München

Der Bundesverkehrsminister applaudiert natürlich der Lufthansa, hat sie doch ihr zweites wichtiges Drehkreuz nach Frankfurt in München. Aber was wird aus Berlin? Eine Hauptstadt mit bald vier Millionen Einwohnern, die nahezu ausschließlich auf Zubringer zu Drehkreuzen mit all ihren Nachteilen, wie Verspätungen und Verpassen der Anschlussflüge und größerer zeitlicher Aufwand, angewiesen ist? Ist so etwas denkbar? Für mich nicht. Und dass ist nicht seit gestern Folge der Airberlin-Pleite.
Das Verpusseln eines adäquaten Flugverkehrskonzeptes für Berlin halte ich für einen schweren Fehler des aktuellen und des vorangegangenen Senates, in dem der aktuelle Regierende Bürgermeister Verkehrsenator (!) war. Hier geben sich für mich Inkompetenz und ideologische Verbrähmtheit (die Berliner SPD hat kürzlich so schön patzig in einem Positionspapier formuliert, dass die Berliner ohnehin lieber weniger fliegen und mehr mit dem Rad durch Brandenburg fahren sollen!) die Hand.

Wie wäre es wenn alle gleich viel bekämen??

Und mit Easyjet zusammen wären es sogar vier Interessenten:

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/air-berlin-123.html

am weitesten gediehen sind die Verhandlungen mit der Lufthansa, die sich offenbar 90 der 144 Flugzeuge einverleiben will.

Insidern zufolge zählt Easyjet zu den Interessenten. Zudem erklärte der Reisekonzern Thomas Cook, er und seine Ferienflug-Tochter Condor stünden ebenfalls für eine "aktive Beteiligung an der Zukunft von Air Berlin bereit".

Von daher muesste man eigentlich den Kuchen sogar durch vier Interessenten teilen. Damit kämen pro Interessent 36 Maschinen heraus. Also bekäme bei einer gerechten Aufteilung jeder gleich viel.

Bei drei Interessenten wären es 48 Maschinen pro Interessent, bei vier Interessenten (Easyjet mitgerechnet) wären es 36 Maschinen pro Interessent. Und damit wären auch die Bedenken vom Kartellamt und von der Monopolkommission beseitigt.

Und Dobrindt hätte nicht so stark gewonnen und könnte nich so dick angeben.

Dem hier vom Kartellamt stimme ich teilweise zu

Von daher kann ich dem hier vom Kartellamt:

Gegenwind kommt von Wettbewerbshütern. Der Chef der Monopolkommission, Achim Wambach, sagte der "Rheinischen Post", die Lufthansa müsse mit strengen Auflagen rechnen. Air Berlin und die Lufthansa seien auf vielen Strecken direkte Konkurrenten. Die Lufthansa als größte deutsche Anbieterin müsse für eine Fusion deshalb auf weite Teile der Landerechte von Air Berlin verzichten.

teilweise zustimmen. Aber: mit dem Tod von Air Berlin (die Zerschlagung von Air Berlin ist der Tod von Air Berlin weil Air Berlin verschwindet) wäre die Konkurrenz nicht mehr existent und Lufthansa hätte ein zu starkes Monopol und dass wäre zutreffend. Und genau dass darf nicht passieren.

Genau aus dem Grund wäre eine faire Aufteilung auf alle Interessenten:

-> Lufthansa
-> Easyjet
-> Thomas Cook
-> Condor

eigentlich fairer und damit wären alle Champions. Und dass hieße: 144 zu vergebende Maschinen geteilt durch vier Interessenten = 36 Maschinen

Übernahmegespräche bei Air Berlin:Lufthansa will Löwenanteil

Die Lufthansa bekundet also ihr Interesse an Air Berlin.Interssant wird es jetzt bei dem Personal.Wie viele übernimmt die Lufthansa ?
Und gelten dann die Lufthansa-Tarifverträge und Konditionen ? Oder werden sie in besondere Subgesellschaften ausgelagert ?

Poker

Die Lufthansa ist doch auch nur noch ein überdimensionierter Popanz. Er braucht die Air Berlin-Maschinen, um seinen überalterten Flugzeugbestand aufzufrischen. Condor und Lufthansa haben die ältesten Flugzeuge aller in Deutschland operierenden Airlines... Ryanair die Jüngsten.
Als jemand, der regelmäßig über Berlin reisen muss bin ich sauer. Die Lufthansa ist für mich keine Airline, sondern ein Ramschkonzern.

Am 17. August 2017 um 14:51 von Bernd Kevesligeti

Die Frage ist schon beantwortet... es wird Sub-Sub. Eine Unterabteilung von Euro-wings

14:47 von Demokratieschue...

Was erwartet der eine oder andere Forist eigentlich?
LH, Condor, Easyjet usw haben ihre Ziele, bzw Destinationen wie man heutzutage sagt.
Es gehr hier nur um die Slots. Natürlich wird die Marke AB verschwinden. Auch die Aircrafts, äh Flugzeuge. Diese werden in der Konkursmasse an andere meistbietend verkauft. (gehören sowieso den Banken oder den Leasingunternehmen)

Aber trotzdem, es war richtig dass die Bundesregierung mit einem Kredit ausgeholfen hat. Die Slots, das eigentliche Kapital der AirBerlin, wären direkt verfallen und die Passagiere würden festsitzen, sprich gestrandet.

15:12 von Bowerman

"Die Lufthansa ist doch auch nur noch ein überdimensionierter Popanz. Er braucht die Air Berlin-Maschinen, um seinen überalterten Flugzeugbestand aufzufrischen."

Die Mühlen von AB sind doch auch alte Kisten. Etwas modernes ist da nicht dabei. Die hat man schön weiß/rot übertünscht und neue Stoffpolster aufgezogen.

Am 17. August 2017 um 15:18 von SydB

Klar sind die Slots das Sahnehäubchen bei dieser Nummer... und ich hoffe, das die Lufthansa, Condor und Eurowings möglichst wenig davon bekommen...

Wessen Interesse?

Zitat Dobrinth:"Wir brauchen einen deutschen Champion im internationalen Luftverkehr", ... "Deswegen ist es dringend geboten, dass Lufthansa wesentliche Teile von Air Berlin übernehmen kann."

Konnte ich auch sonst kein gutes Haar an unserem CSU-Verkehrsminister lassen, finde ich schon wieder ein Haar in der Suppe.

Welchem Passagier oder AB-Angestellten nutz es, es künftig mit einem Champion von Dobrinths Gnaden zu tun zu haben. Senken Quasimonopolisten auf gewissen Strecken die Preise und werden übernommene Angestellte künftig besser bezahlt?

Wessen Interesse vertritt dieser Verkehrsminister?

15:22 von Bowerman

"Klar sind die Slots das Sahnehäubchen bei dieser Nummer... und ich hoffe, das die Lufthansa, Condor und Eurowings möglichst wenig davon bekommen..."

Ich aber nicht. Noch so eine Himmelfahrt Airline, nein danke, die brauchen wir nicht.
Übrigens, ich glaube an den Mühlen ist das Interesse nicht so groß, das ist Beiwerk welches man natürlich gerne noch so mit nimmt. Denn Flugzeuge gibt es mehr als genug, neue und gebrauchte.

Na und ?

15:22 von SydB
15:12 von Bowerman
"Die Lufthansa ist doch auch nur noch ein überdimensionierter Popanz. ""

""Die Mühlen von AB sind doch auch alte Kisten. ""

Na und ?
Auch "alte Mühlen und Kisten" fliegen.
Die haben sich schon lange bewährt.
Bei diesen neumodern Jets weiss man das nicht. Nur auf die Technik zu verlassen ist schon oftmals schiefgegangen.

15:12 von Bowerman

Mit Stand Juli 2017 besteht die Flotte der Air Berlin aus 122 Flugzeugen mit einem Durchschnittsalter von 9,6 Jahren, aus Wikipedia

Davon sind 60 Stück an andere Airlines verleast oder ausgeliehen.
Ein Filetstück stelle ich mir irgendwie anders vor.

Lufthansa wird leider wieder Monopolist

LH mit den Töchter EW und 4U wird auf innerdeutschen Flügen wieder leider Monopolist da geht kein Weg daran vorbei.
Es wird auf diesen Strecken zu massiven Ticket Preis Erhöhungen kommen.
Bin nur gespannt wie der Charterverkehr(Pauschalreisen) sich entwickelt.
Das kann doch nicht im Interesse der Bundeskartellamt in Bonn sein.
Es ist eben eine verzwickte Lage.
Erklärung der Abkürzungen:
LH = Lufthansa
EW = Eurowings
4U = Germanwings

15:32 von OlliH

"Na und ?
Auch "alte Mühlen und Kisten" fliegen.
Die haben sich schon lange bewährt."

Das meinte ich nicht, natürlich sind die Flugzeuge sicherlich gut. Ich wollte/will zum Ausdruck bringen dass die Flotte von AB wirklich nicht das Filetstück der Gesellschaft ist das man unbedingt haben muss. Das nimmt man so mit.
Denn, wie ich schon schrieb, es gibt genug Alternativ Angebote von gebrauchten Flugzeugen.

Demokratieschue...

"Oder wie wäre es, wenn wir einen Teil von Air Berlin - weil es auch von der Bemalung her passen wuerden - an unsere schweizer Freunde von Swiss verkaufen wuerden?? Swiss ist der Nachfolger von der damaligen Swiss-Air."

Swiss, vormals Swiss Air gehört Lufthansa.

Demokratieschue...

"Oder wie wäre es, wenn wir einen Teil von Air Berlin - weil es auch von der Bemalung her passen wuerden - an unsere schweizer Freunde von Swiss verkaufen wuerden?? Swiss ist der Nachfolger von der damaligen Swiss-Air."

Swiss, vormals Swiss Air gehört Lufthansa.
Warum "unsere Schweizer Freunde"?

re demokratieschue

"Von daher muesste man eigentlich den Kuchen sogar durch vier Interessenten teilen. Damit kämen pro Interessent 36 Maschinen heraus. Also bekäme bei einer gerechten Aufteilung jeder gleich viel."

Sie reden hier, als ob es um die Aufteilung eines gedeckten Apfelkuchens ginge.

Jeder (mögliche) Interessent hat spezifische Interessen, was vom Gesamtobjekt AB für ihn interessant wäre.

Das geht nicht entlang der Kuchengabel.

Am 17. August 2017 um 15:34 von SydB

Ich sagte die Filetstücke sind die Slots...
Und wenn sie Zitieren dann schauen Sie mal auf das Alter der Flugzeuge bei Condor und Lufthansa.

Condor 15...
Lufthansa 11,3

Flugzeuge sind zur Zeit nicht in Überkapazität... schauen sie sich die einschlägigen "Flugzeugfriedhöfe" in den USA an. Die Neuproduktion bei Airbus und vor allem bei Boeing ist auf Jahre hinaus vorbestellt.
Sie können natürlich auch demnächst russische MS 21 und chinesische Comac 919 kaufen statt Boeing 737-800max oder Airbus A320Neo.

15:44 von karwandler

Der war gut Herr karwandler. Besser und treffender kann man nicht argumentieren. :-)

Ich danke Ihnen.

Welche Flugzeuge?

Soviel ich weiß besitzt Air Berlin überhaupt keine eigenen Flugzeuge. Alle Maschinen sind geleast. Geht es also um die Übernahme von bestehenden Leasingverträgen?

Das Flugtickets zu billig gehandelt

wurden dürfte der größte Fehler von Air Berlin gewesen sein. 3 Millionen Euro täglich Verlust. Hallo, dass musste ja schiefgeht. Mir ist unbegreiflich was dieses Unternehmen glaubte wie es wohl weitergeht. Ich denke das die jetzt bei der Lufthansa gut aufgehoben sind. Die Steuern bleiben im Lande und die Arbeitsplätze auch. Warum einige glauben das AB bei einer Irischen Fluggesellschaft besser aufgehoben ist begreife ich nicht. Das die Gewinne zu Lasten der Piloten und weiterer Angestellten einfliegen ist doch bekannt. Ich will nicht mit einer Airline fliegen in der die Piloten im Flugzeug schlafen müssen weil die sich kein Zimmer leisten können.

Überlegt doch mal

Liebe Leute, besser unsere Deutsche Lufthansa als easyjet und Ryanair !!! Oder??? Es werden Arbeitsplätze gesichert!! Die Ryanair soll doch in Irland mäckern! Airberlin ist /war eine Deutsche Airline und es soll auch so bleiben!! Daher besser die Lufthansa als alles andere!

Wieder der Dobrindt!

Dobrindt ist nicht mehr targbar! Ihm geht es nur um die Sicherstellung und den Ausbau seines Heimatflughafens München. Von wegen Bundesverkehrsminister...

@ feuergrau (15:53): hier eine Uebersicht ueber die Flotte

hi feuergrau,

Sorry aber ihr Kommentar stimmt so nicht ganz. Sie hat sehr wohl eigene Maschinen. Guckst du hier:

https://de.wikipedia.org/wiki/Air_Berlin#Aktuelle_Flotte

Da ist folgendes gelistet:

11 x Airbus 319-100 (verleast an Eurowings)
69 x Airbus 320-200 (10 mit Sharklets ausgestattet; 24 verleast an Eurowings und Austrian Airlines;[85] 4 betrieben durch Alitalia, 1 durch Belair; 5 inaktiv)
17 x Airbus 330-200
1 x ATR- 72-500 (betrieben durch Mistral-Air)
1 x Boeing 777-200ER (betrieben durch Privilege Style)
21 x Bombardier Dash 8Q-400 (davon 20 betrieben durch LGW, 1 betrieben durch Widerøe’s Flyveselskap)
2 x Saab 200 (betrieben durch Darwin Airline)

dann geleaste Maschinen:

bestellt: 2 x Airbus A330-900neo (geleast von ALC)

Man sieht also: Air Berlin hat eine ganze Menge eigene Maschinen. Und damit sind insgesamt laut Wikipedia 122 Maschinen im Besitz von Air Berlin und zwei weitere bestellt.

re demokratieschue

"Man sieht also: Air Berlin hat eine ganze Menge eigene Maschinen"

Nein, hat sie nicht.

Ihre aus Wikipedia rauskopierte Liste besagt nämlich gar nichts darüber, wer Eigentümer der Flugzeuge ist.

@ SydB (15:43): nicht ganz richtig SydB

@ SydB

Swiss, vormals Swiss Air gehört Lufthansa.

Die Swiss ist ein Tochter-Unternehmen der Lufthansa, ist aber eigenständig. Siehe hier:

https://de.wikipedia.org/wiki/Swiss

Swiss International Air Lines, im Aussenauftritt SWISS, ist die nationale Fluggesellschaft der Schweiz[5], mit Hauptquartier und Drehkreuz auf dem Flughafen Zürich (rechtlicher Sitz in Basel). Sie ist ein Tochterunternehmen der Lufthansa und Mitglied der Luftfahrtallianz Star Alliance.

Außerdem wurde Swiss von Lufthansa aufgekauft:

Am 21. Juni 2007 verkündete die Deutsche Lufthansa AG die komplette Übernahme der Swiss zum 1. Juli 2007.

Zu diesem Zeitpunkt hatte die Lufthansa 100 Prozent der Anteile des Schweizer Unternehmens. Zuvor gehörte aus rechtlichen Gründen die Swiss bis zur Neuaushandlung von Landerechten mit vielen aussereuropäischen Ländern nur zu 49 Prozent der Lufthansa.

@ karwandler (16:46): ich glaube dass Sie falsch liegen

@ karwandler

Also dass sehen Sie wohl falsch. Denn ich kann doch nur Maschinen verleasen, die mir auch gehören. Anders hätte Air Berlin zum Beispiel keine Maschinen an Eurowings verleasen können.

Zweitens: eine Airline kann nicht einer anderen Airline erlauben, eine Maschine zu betreiben die ihr nicht gehört. Also könnte Air Berlin zum Beispiel der Mistral Air nicht erlauben eine Maschine aus ihrer Flotte zu beteiben wenn sie ihr nicht gehört.

Aus dem Grund glaube ich, dass Sie falsch liegen.

Air Berlin Übernahme

Da will der CSU-Minister kurz vor der Wahl also einen deutschen Champion schaffen. Klingt ein bißchen wie America First. Gut dass die SPD im Wirtschaftsministerium da nicht mitspielt. Der Großteil der Slots und Flugzeuge sollte aus Wettbewerbsgründen an Easy Jet und vielleicht auch an Ryan Air gehen. Nur Konkurrenz belebt das Geschäft. Auf allen Strecken wo LH und AB gleichzeitig flogen, hatte man angemessene Flugpreise. Strecken, die die LH alleine bedient, waren bei gleicher Streckenlänge oft zwei- bis dreimal so teuer. Für die Mitarbeiter ist es egal. Fliegendes Personal braucht jede Gesellschaft und die Zeiten, wo die LH das fliegende Personal hofierte und anständig bezahlte, sind längst vorbei. Deshalb hört man auch von den Gewerkschaften nichts. Arbeitslos wird keiner. Gehaltseinbußen werden alle erleiden, egal welche Gesellschaft zum Zug kommt.

@Demokratieschue...

Hätten Sie mal den ganzen Artikel in wikipedia gelesen: "Seit Juli 2016 besitzt Air Berlin keine eigenen Flugzeuge mehr. Um Kosten zu senken, werden stattdessen alle Flugzeuge geleast." Airberlin ist ein Unternehmen ohne Substanz, der einzige Wert sind Lizenzen (vgl. Leo Kirch), außerdem wird seit Jahren kein Cent verdient (vgl. Tesla), es werden sogar Millionen Miese gemacht. Dass das auf Dauer nicht gut gehen kann, sollte eigentlich klar sein. Einerseits ist der Millionenkredit aus Steuergeldern eine Frechheit, andererseits kann man die Haltung der Bundesregierung nachvollziehen. Sollte Airberlin sofort den Flugbetrieb einstellen, säßen Tausende Urlauber fest und es käme an den Urlaubsrten zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen. Und wie sollten die Leute in der Ferienzeit nach Hause kommen? Mit Transall der Bundeswehr? Na dann doch lieber ein Geschenk aus Steuergeldern.

@Quereinwerfer um 14:26

"...Es wirkt schon bizzar..."
Nein daran ist wirkst nichts bizarr - das hat System. Greift der Staat in die Wirtschaft ein und subventioniert diese mit großzügigen Entlastungen ist alles paletti. Greift der Staat ein und reglementiert die Wirtschaft kabeln gleich eine Menge Politiker aus ihren Hängematten und schreien: "sozialistische Planwirtschaft". Egal welchem Tenor man folgt, bezahlen wird es immer die Masse.

Wir haben Wahlkampf und der Bär wird doch nicht vorher die Bienen verschrecken bis der Honig bereitet ist.

re demokratieschue

"Also dass sehen Sie wohl falsch. Denn ich kann doch nur Maschinen verleasen, die mir auch gehören. Anders hätte Air Berlin zum Beispiel keine Maschinen an Eurowings verleasen können."

Natürlich kann man weiterverleasen. Das ist dem Lessor doch egal solang er seine Raten bekommt.

Norwegian ???KLM ?

Man darf mal vorsichtig sein, hier wird eine Fluggesellschaft vergessen die schon in kuerzester Zeit SAS einen Partner von Lufthansa ueberrumpelt hat. Es sind viele Interessenten , die Lufthansa ist an einer Monopolstellung interessert , auch auslaendische Fluggesellschaften koennen deutsche Arbeitsplaetze sichern.Bei dem Streikgebaerden der Lufthansa waere eine starke Lufthansa ein klarer Nachteil, die Eurowings ist kein Billiganbieter!!

Löwenanteil für Lufthansa

Lufthansa den Löwenanteil zuzuschlagen halte ich für grundfalsch.

Damit würde Lufthansa auf einige Strecken fast schon ein Monopol bekommen. Das würde die Flugpreise massiv erhöhen.
Profitieren würde vor allem der Lufthansa-Standort München.

Bezahlen dürften diese Vision von Herrn Dobrindt dann die Fluggäste.

Sinnvoller wäre es die Konkurrenz von Lufthansa zu stärken und dem Kranich maximal 1/3 der Flugzeuge zuzusprechen.
Das würde den Wettbewerb zugunsten der Verbraucher fördern.

Gerade Easyjet und TUIfly wären in meinen Augen dafür prädestiniert.

Bin gespannt wie es weiter geht.

Es scheint ja rund um Air Berlin ganz schön hektisch zu sein. Den Kredit der Bundesregierung fand ich richtig, die Gefahr, dass der Rückflug für viele Urlauber nicht so einfach geworden wäre, war nach meinem Eindruck groß. U.U. hätte dies auch wiederum Firmen, die auf die Rückkehr ihrer Angestellten aus dem Urlaub warten, in Bedrängnis gebracht. M.E. hat Frau Merkel hier richtig entschieden. Ehrlicher wäre es aber gewesen, gleich einzugestehen, dass das Geld vermutlich nicht zurückgezahlt werden kann. Dass die Lufthansa Nikki übernehmen will überrascht mich, ich dachte Nikki wäre schon an Ehtiad veräußert worden und der Kaufpreis von diesen bereits bezahlt, nur die behördliche Genehmigung sollte noch fehlen. Es sind rund um Air Berlin viele Informationen unterwegs, mal sehen was stimmt und was nicht, es bleibt spannend. Für die Beschäftigten hoffe ich natürlich, dass sie einen gleichguten oder vielleicht sogar besserbezahlten Arbeitsplatz wieder bekommen.

@SydB

Ich bin ja viel Humor von Ihnen gewohnt. Aber die Mehrzahl von aircraft ist immer noch aircraft im Englischen. Bei Aircrafts stellen sich mir die Nackenhaare auf ;-)

Die hier von Foristen geforderte "faire Aufteilung" ist unrealistisch, da die Fluggesellschaften unterschiedlich ausgerichtet sind und auch unterschiedlichen Bedarf haben. Für Condor wäre z.B. eine Aufstockung der Flotte um 48 Flugzeuge mehr als eine Verdopplung, die sie so schnell gar nicht verkraften würden. Aber gut, man sollte sich schon etwas länger mit der Luftfahrtindustrie beschäftigen, bevor man einen solchen Vorschlag macht.

Wen es wirklich so käme,

Wen es wirklich so käme, würde berlin im Rahmen seiner begrenzten Möglichkeiten au h ausgelastet.
Das kommt ganz darauf an wie ber irgendwann mal die kosten für slots berechnet.
Die dlh agiert nicht im luftleeren raum. Es gibt genügend Konkurrenz.

@_Beholder

"Sinnvoller wäre es die Konkurrenz von Lufthansa zu stärken und dem Kranich maximal 1/3 der Flugzeuge zuzusprechen.
Das würde den Wettbewerb zugunsten der Verbraucher fördern.

Gerade Easyjet und TUIfly wären in meinen Augen dafür prädestiniert."

TUIfly betreibt eine reine Boeingflotte. Warum sollten die sich mit Airbus-Flugzeugen eindecken? Das würde nur unnötig die Kosten hochtreiben. easyJet als nicht-deutsche Low Cost Airline würde ich nur ungern mehr "Futter" geben. Wobei sich mir die Frage stellt, wie die LH die Flugzeuge verwenden würde. Selbst oder doch "nur" für EW?

Was ist an einer internen Lösung falsch?

Herr Trump steht doch auch für America First. Warum darf man von deutschen Politikern nicht erwarten, dass sie hinter einer Lösung, die sowohl für ein wichtiges deutsches Unternehmen, wie hoffentlich auch für die Mitarbeiter von Air Berlin gut ist, stehen. Naturlich gibt es Regeln vor allem auch EU-Regeln, die einzahlten sind, aber ich finde, eine Regierung, die nicht zuerst die Interessen ihrer Unternehmen und ihrer Büger vertreten würde, wäre keine gute Regierung. Andere Staaten wie z.B. Frankreich kämpfen doch auch offen für ihre Unternehmen. Und wenn der Konkurrenzdruck sich entspannt, werden auch die Preise für Flüge vielleicht steigen. M.E. sind/waren die Flugpreise zeitweise einfach zu gering und das kann nach meiner Ansicht weder für die Beschäftigten, noch für die Umwelt gut sein.

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