Ihre Meinung zu: Proteste in Hongkong: Haft für Regenschirm-Aktivisten

17. August 2017 - 10:49 Uhr

Vor drei Jahren hatten sie mit der Regenschirm-Bewegung monatelange Proteste für Demokratie und Meinungsfreiheit in Hongkong organisiert: Ein Gericht verurteilte drei junge Männer nun zu mehreren Monaten Gefängnis.

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Kommentare

Interessiert das jemanden

außerhalb der ARD? Hier erhalten ein paar jugendliche Straftäter (anders als in diesem Land) eine Gefängnisstrafe, na und? Ach ja, stimmt ja, das ist ja in China. Daraus muss man ja gleich ein Politikum machen, nur - der Sack Reis ist trotzdem umgefallen und wird auch nicht durch noch so vielen medialen Rummel fernab des Jangtse wieder aufgerichtet.

"ein Land, zwei Systeme"

Zeigt mal wieder, wie vertrauenswürdig die KPC ist.

Das sind für mich echte Helden

Wer für Demokratie (was in meinem Verständnis ein Menschrecht ist) kämpft trotz des Risikos dafür bestraft zu werden (was in diesem Fall auch noch passiert ist) ist für mich ernsthaft bewundernswert. Egal ob die Aktion letztlich Erfolg hatte oder nicht, zumindest ein Puzzleteil zur Demokratisierung haben sie beigetragen.

Ich ziehe meinen Hut.

um 12:41 von Egon67 "ein

um 12:41 von Egon67
"ein Land, zwei Systeme"
Zeigt mal wieder, wie vertrauenswürdig die KPC ist.

-> gibt's doch aktuell.
In 5 Jahren ist "Halbzeit" - & in 30 Jahren soll Hongkong so sein wie Festland-China.

So sieht es auch die "Übergabe-Regelung" vor.
Und in diesem Zeitraum erfolgt nunmal nach & nach eine Angleichung - keine Entfernung - & so wird auch nicht über Nacht mal eben ein neues System "übergestülpt".

Die "Demokratie-Kämpfer" von Hongkong scheinen offenbar bewusst zu ignorieren,dass es
schon vor 30 Jahren in Festland-China mehr Demokratie gab als in Hongkong & Hongkong aktuell demokratischer ist,als es unter britischer Kontrolle jemals war - denn unter den Briten wurde die britische Kriegsbeute Hongkong eines von den Briten den Chinesen aufzwungenen Krieges (Kriegsgrund: Chinesen wollten sich nicht mehr von den Briten vergiften & ausbeuten lassen - da kam die britische Armee) diktatorisch verwaltet.

12:33 von Al Ternativ

"Interessiert das jemanden"
Stellen Sie sich vor: es gibt tatsächlich Menschen, die mehr Interesse bekunden, statt arrogant abwertend den Umstand kommentieren.
Woher wissen Sie, dass es sich hier um Straftäter handelt?

@Al Ternativ

Ja, mich. Bitte weiterhin aus Allerwelt berichten.

@14:03 von GemachGemach

Woher wissen Sie, dass es sich hier um Straftäter handelt?

Hätten Sie seinerzeit die Nachrichten aufmerksam mitverfolgt, hätten Sie erfahren können, das die Demonstrationen entsprechend der Anordnung der Behörden in Honkong verboten waren. Demnach handelt es sich bei Zuwiderhandlung ja wohl doch um eine Straftat - solange Sie zumindest noch anerkennen möchten, daß in Honkong chinesisches - und nicht bundesdeutsches Strafrecht gilt... Und nein, ich habe mit Kommunismus ( auch mit postkommunismus) nichts am Hut, ich wehre mich aber innerlich aufgrund meines -noch- gesunden Menschenverstandes dagegen, das wir jede weltweite Handlung, die uns nicht paßt, nach unseren Maßstäben zu ändern bzw. zu werten suchen! Wir sind mit unserem Demokratieverständnis nämlich eben nicht "der Nabel der Welt", das wesen, an dem die Welt genesen sollte! Wenn wir mal nachdenken und begreifen, das andere Kulturen anders "ticken wollen", vielleicht klappts dann auch mal mit dem friedlichen Miteinander...

Mut für Menschenrechte/ langfristig optimistisch

Wie sehr entlarvt sich doch das System, wenn es Bürger, die friedlichen Protest ausübten, nun zu kriminalisieren sucht? Es ist eine Schande. Doch einer der Aktivisten hegt einen hehren Wunsch: Er glaubt daran, dass autokratische Systeme langfristig zusammenbrechen. Doch solange wir schön unsere Geschäfte mit den Autokraten in China, der Türkei, in Polen oder sonstwo machen und dabei die Mär vom "Wandel durch Handel" verbreiten, prosperieren diese Systeme und werden durch uns sogar noch legitimiert. China kann sicher sein, dass die Kritik im Rahmen bleibt. Und die Moral: Werte stehen uns gut als Etikett, welches allerdings schenll abgehängt wird, wenn es um gute Deals und "Wirtschaftsbeziehungen" geht. Die Mutigen und Aktivisten zahlen den Preis dafür!

@ 14:37 von cornelius.k.

Also die Demonastrationen jeweils Montags in Leipzig 1989 und am 07.10.1989 in Berlin waren auch auf Anodrnung der Behörden verboten.....

Alles also aus Ihrer Sicht Straftäter????

Wo machen Sie den Unrerschied zwischen den Menschen die in der kommunistischen Diktatur DDR für Ihre Freiheit auf die Straße gegangen sindund denen die das jetzt in Hongkong getan haben....

Und wenn in anderen Ländern Menschen dafür demonstrieren, in einer freien Welt zu leben und in einer Demokratie dann hat das nichts mit Kulturen zu tun. Die Kultur Mitteleuropas ist bis auf die letzten 72 Jahre weder wesentlich demokratisch noch friedlich gewesen...

@15:37 von To_LE Aus meiner Sicht Straftäter...

...wenn sie nach damaligem Recht sich dementsprechend verhalten haben! Ob ich persönlich das für heldenhaft und gut heiße, mag meine persönliche Bewertung sein, hat aber mit strafrechtlicher Relevanz vorrangig nichts zu tun!

Natürlich sind Männer um den 20 Juli 1944 oder die Menschen der Montagsdemos 1989 Helden und natürlich ist auch mir bewußt, das unsere mitteleuropäische Kultur nicht immer demokratisch und friedlich gewesen ist!

Aber, legitimiert uns das, überall auf der Welt uns dort einmischen zu wollen, wo es nicht so demokratisch zu geht, wie bei uns heute? Und wenn Sie das denken, wieviele Krisenherde, deren Tote und Flüchtlinge in dieser Welt sind Sie noch bereit, dafür in Kauf zu nehmen, nur damit alle so demokratisch leben dürfen wie wir? Nein, ich bin nicht der Meinung, das wir uns überall einzumischen haben, die ganzen Versuche von "Regimechanges", vom Irak über Afghanistan bis Ägypten und Lybien betrachte ich als totales Versagen unserer Westlichen Politik

@14:37 von cornelius.k. - Westlicher Maßstab? Wirklich???

Sie schreiben unter anderem als Argument gegen die Kritik gegen dieses Urteil: "[...] ich wehre mich aber innerlich aufgrund meines -noch- gesunden Menschenverstandes dagegen, das wir jede weltweite Handlung, die uns nicht paßt, nach unseren Maßstäben zu ändern bzw. zu werten suchen [...]"

Diese Kritik beruht m. E. auf einem grundsätzlichen Fehler.

Die Kritik an dem Urteil mag zwar eine Unterstützung der Opposition gegen die Zentralregierung sein - aber genau das ist es: Es ist die Unterstützung einer chinesisichen Position und nicht der Export einer westlichen Position.

Die Verurteilten sind Chinesen, ihre Position ist also eine chinesische. Damit ist die Kritik an diesem Urteilen kein Überstülpen westlicher Vorstellungen wie sie es darstellen, sondern eine Parteinahme für eine der unterschiedlichen chinesischen Positionen. Ihre Kritik ist daher nicht berechtigt.

@16:23 von demokrateur (Ihre) Kritik ist daher nicht berechtigt

"Damit ist die Kritik an diesem Urteilen kein Überstülpen westlicher Vorstellungen..."

Was ist es denn dann??? Ist es kein Überstülpen unserer westlichen Vorstellung, wenn wir uns - mittlerweile schon weltweit- erdreisten, uns ungebeten und ungefragt überall einzumischen? Ich würde unsere Politiker gerne einmal erleben, wenn sich China oder Ägypten in unsere Innenpolitik einmischen würde, wenn bei uns z.B. die Polizei mit Wasserwerfern gegen unbewaffnete Demonstranten einer Stuttgart21 Demo vorgeht. Und die Aufregung unserer Politiker wäre vollkommen zu Recht! Nein, ich bleibe dabei - All die Krisen seit dem Jugoslawieneinsatz Ende der 90ger hätten zum großen Teil vermieden werden können, wenn wir uns nicht überall einmischen wollten! Ich gebe ja zu - oftmals wohlmeinend, kann man sehr wohl auch oft das falsche tun...

@14:37 von cornelius.k.

Sorry, das kann ich nicht unbeantwortet lassen.
Mit welchen moralischen Wertvorstellungen sie im Leben stehen und welche entsprechenden Maßstäbe Sie an Menschenrechte und Demokratie setzen, ist mir einerlei und völlig "wurscht".
Wenn ich Ihre Schlussfolgerung verstehen soll, dass jedewede Verfolgung von Handlung, die gegen ein Verbot verstößt, akzeptabel ist, nur weil in den betreffenden Ländern ein anderes Verständnis von Menschenrecht und Demokratie vorherrscht als wir es uns vorstellen, dann dürfen Sie getrost alleine Ihre Verantwortung für so eine Haltung tragen. Aber schreiben Sie bitte niemanden vor, was für andere von Interesse zu sein hat.
Da brauchen Sie nicht unser Demokratie abzuwerten. Es geht nicht um den "Nabel der Welt", sondern um Freiheit, Menschenrechte, Leben und auch Empathie. Erst dann klappt es mit dem friedlichen Miteinander....

@13:54 von derkleineBürger

Hongkong ist aktuell demokratischer als China.
Das Chinabild, das Sie hier skizzieren, ist interessant. Mein Demokratieverständnis entspricht dem allgemeinen und historischen Duktus. Und dieses Verständnis finde ich in dem aktuellen China nicht wieder.

um 15:54 von cornelius.k.

Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht.

Die Keule namens "andere Kultur" oder "andere Gesetze" ist hier völlig fehl am Platz. Unterdrückung ist ein globales Problem und Unterdrückung wird auch immer durch (schlechte) Gesetze untermauert. Solche Gesetze müssen gebrochen werden, damit Veränderung möglich wird.

@ 15:54 von cornelius.k.

Was den Regimechanges "mit Waffen" betrifft und die von Ihnen genannten Beispiel; dies lehne ich auch ab.

Aber mir ist nicht bekannt, dass die ARD zum Regimechange in Hongkong aufgerufen hat. Es wurde lediglich über die Verurteilung von Oppositionellen berichtet.
Wie wichtig für eine Opposition in einer kommunistischen Diktatur diese Berichterstattung ist können sie in allen Stasi-Mussen nachlesen. Genau so wie es auch für die polnische Oppostion wicht war, dass es einen polnischen Paps gab, der nicht geschwiegen hat.

Den einzigen Schutz den Oppositionelle in einer Diktatur haben ist möglichst viel Öffentlichkeit und Jemand der Nachfragt was aus den Menschen geworden ist.

Nichteinmischungspolitik begrüßenswert

Auch wenn ich durchaus für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte bin, möchte ich hierbei dem User cornelius.k. beispringen.

Die oben genannten Werte müssen sich entwickeln und dürfen anderen Ländern nicht aufgezwungen werden. Wohin unsere westliche Überheblichkeit in Bezug auf unsere "Werte" geführt hat, darf man im Nahen Osten und Nordafrika bewundern. Hinterlassen haben wir ein heilloses Chaos, in dem es den Menschen nun noch schlechter geht als zuvor. Da freuen sich die Bewohner sicher über ihre westliche Demokratie...
Wir sollten es den Menschen in den Ländern überlassen, Demokratie bzw. die gewünschten Verhältnisse in den Ländern auf ihre Weise und nach ihren Vorstellungen zu erreichen, nicht nach unseren. Wenn sie keine Demokratie nach westlichen Vorbild in der Mehrzahl haben wollen, dann haben wir das zu akzeptieren und nicht wieder regime changes aus zwielichtigen Interessen anzuzetteln, die der Wirtschaft dienen.

1. "Mit welchen moralischen

1. "Mit welchen moralischen Wertvorstellungen sie im Leben stehen und welche entsprechenden Maßstäbe Sie an Menschenrechte und Demokratie setzen, ist mir einerlei und völlig "wurscht"

2. "Da brauchen Sie nicht unser Demokratie abzuwerten"

3."Es geht nicht um den "Nabel der Welt", sondern um Freiheit, Menschenrechte, Leben und auch Empathie."

Zu 1.: Vielleicht überdenken sie diesen Satz noch einmal, denn vielleicht könnte genasu darin der "Knackpunkt" versteckt sein, warum es auf dieser Welt so schwer ist, wirklichen Frieden zu halten...
Zu2.: Ich habe in keinster Weise "Ihre"Demokratie ( die im Übrigen GsD auch die Meine ist) abegewertet- im Gegenteil!
Zu3.: Ich darf doch davon ausgehen, daß Sie mich sehr wohl genau so verstanden haben, wie ich das auch meinte. Vieviel Tote hat unser aller Empathie im Irak,Afghanistan,Syrien,Lybien,Ägypten und und und denn bis heute gekostet? Und sind diese Staaten jetzt soviel freiheitlich demokratischer? !

vielleicht könnte die Tagesschau mal schreiben ...

... warum genau diese Aktivisten verurteilt wurden. Soviel Ehre sollte man dem chinesischen Rechtssystem denn doch geben, dass man Vergehen und Urteilsbegründung kurz mitteilt.

@17:02 von cornelius.k.

Es ist sicherlich berechtigt, wenn Sie grundsätzlich eine finanzielle oder gar militärische Einmischung in anderen Ländern mit zum Teil wesentlich anderen kulturellen und historischen Bedingungen kritisiseren.

Darum geht es in diesem Fall aber nicht. Hier wird eine Position unterstützt, die eben nicht originär vom Westen kommt, sondern aus Hongkong, also aus China selbst.

Daher ist (auch) westliche Kritik an den Urteilen und ein Hinsehen in China vollkommen legitim - ja mangels Öffentlichkeit im eigenen Land sogar nötig und überlebenswichtig für die Nicht-Konformisten in China.

Das Wichtige ist doch nicht

Das Wichtige ist doch nicht eine ideologische Freiheit! Viel Wichtiger finde ich die Freiheit von existentiellen Sorgen und Problemen. Ein Staat, eine Regierung hat dafür zu sorgen, dass es allen Bürgern, ohne Ansicht der Person so gut geht, wie irgend möglich, in jeder Beziehung. Völlig unabhängig davon, welcher Ideologie die Vertreter des Staates oder dessen Bürger glauben hinterherlaufen zu müssen. Wenn die sozialen Probleme vom Staat gelöst werden, gibt es auch gar keinen Grund mehr, anderen Menschen mit anderen Ideologien böse zu sein. Und die "bösen" Ideologien wie Faschismus und Religion werden dann ohnehin aussterben. Denn wenn alle gut überleben können, gibt es weder einen Grund anderen ihr Leben nicht zu gönnen noch Neidisch zu sein. Znd erst dann ist an Frei!

um 16:50 von

um 16:50 von GemachGemach:
"Hongkong ist aktuell demokratischer als China."
& China demokratischer als Hongkong unter britischer Kontrolle - denn da gab es so etwas wie Wahlen nicht in Hongkong.Der "Governor of Hong Kong" wurde von der britischen Regierung bestimmt & eingesetzt.

"
Mein Demokratieverständnis entspricht dem allgemeinen und historischen Duktus.
"

nach welchem "historischen Duktus" ?

Demokratie,in der Bürger wählen dürfen - aber nicht alle Menschen Bürger sind - der größte Teil sind Sklaven & somit Besitztümer von Bürgern ?

Demokratie,in der Bürger wählen dürfen - allerdings nur männliche ? (in vielen europäischen Ländern war das vor gar nicht so langer Zeit Standard...)

Oder eine Demokratie mit mehreren Parteien,in der Parteiprogramme identischer sind als die Positionen
zweier KP-Politiker in China ?
und der Bürger wählen kann was er möchte,allerdings ungewählte Wirtschaftsgrößen Gesetze teilweise beeinflussen bzw. gar verfassen ?

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