Ihre Meinung zu: Nach Charlottesville: Wie das Silicon Valley Nazis blockiert

17. August 2017 - 9:03 Uhr

Nach den rassistischen Protesten und dem Auto-Anschlag von Charlottesville reagieren Tech-Unternehmen und sperren Neonazi-Webseiten. Aber auch Unternehmen wie Airbnb und Paypal blockieren offensichtlich Rechtsradikale. Von Marcus Schuler.

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Kommentare

kein gutes Gefühl dabei

"Nazis" (gemeint sind wahrscheinlich Neonazis) und alle anderen Leute, die "nicht richtig ticken" aus dem gesellschaftlichen Leben auszuschließen ist nicht der richtige Weg. Wenn die nur unter sich sein dürfen, vermehren die sich nämlich.

Super helle Köpfe, die haben es drauf.

Fleißig weiter anstacheln, weiter auf Konfrontation…..
Ein Unrecht (egal wie groß es auch ist) rechtfertigt nicht anderes Unrecht.
Wenn das von den Medien als legitim oder gut suggeriert wird, kann das ganz schnell nach hinten losgehen.
Hier werden Bevölkerungsgruppen aufgewiegelt.

Plötzlich geht das

Jahre lang macht "die Silicon Valley" nichts mit dieser Hetze und jetzt plötzlich geht es...

Wann werden die Tweets von Trump gesperrt?

Ich weiss, das wünschen sich viele, da Herr Trump dort Äusserungen von sich gab und gibt, die eines Präsidenten der "besten Nation der Welt" unwürdig waren und sind. Seine Wählerschaft wird dagegen natürlich Sturm laufen, aber die überwiegende Mehrheit der US-Bürger wären bestimmt froh, wenn Trump ihr Land in der Welt nicht mehr so oft blamieren könnte.
Jeden Tag hört und liest man Dinge, die Herr Trump in Tweets schreibt, oder im TV sagt (was er nicht als Fake-Presse bezeichen kann), das mir, als USA-Freund und Demokrat,
die Zornesröte ins Gesicht treibt. Wie kann man sein eigenes Land in so kurzer Zeit dermaßen unbeliebt machen.
Trump hat im Moment noch einen Teil seiner Wählerschaft hinter sich, aber bald nicht mehr.

Gemischte Gefühle

Aktionen gegen Rechtsradikale sind ja grundsätzlich begrüßenswert.

Was mir Sorgen bereitet, ist, wenn wie hier private Unternehmen Politik machen.
Die großen Internetkonzerne werden von Jahr zu Jahr ein immer wichtigerer Teil des gesellschaftlichen Alltags. Diese enorme Machtfülle birgt riesige Gefahr, wenn sie zur politischen Einflussnahme missbraucht wird.

Schön zwar, wenn es wie hier Nazis trifft. Aber wer sagt, dass es nicht auch andere treffen könnte, die der Marschrichtung der jeweiligen Konzerne im Weg sind?

Empfehlenswerte Lektüre dazu ist der Dystopie-Roman "Der Circle"

Auch wenn das.....

....in dem Fall vllt gar nicht schlecht ist, manche Services für bestimmte Gruppen zu sperren, so ist das insgesamt sehr bedenklich, wenn man sieht, wie schnell man ins Abseits geraten kann, wenn "das Internet" das will.

Daran könnten sich zumindest

Daran könnten sich zumindest die bundesdeutschen Fußballvereine ein Beispiel nehmen. Nazihooligans sollten keine Karten und keinerlei Devotionalien mehr verkauft werden. Da es sich um organisierte Gewalttäter mit besten Beziehungen zu den Vereinsspitzen handelt, dürfte das kein Problem sein.

Herzlich Wilkommen in der Diktatur ...

... der Industrie.

Was falsch oder Richtig ist was Freiheit oder Unfreiheit ist Bestimmt für Sie ab heute GOOGLE ! Morgen Bei Uns die Werte Vorstellungen von Apple.

Gesetze ? Ach was das interessiert doch keinen Meinungsfreiheit, HA NA klar solange es die Meinung von Facebook Gründer Zuckerberg ist GERNE, andere Verboten äh Falsch nein nicht verboten gibt es ja gar nicht, wird einfach nicht gezeigt! YEA

Lang lebe die Freiheit des Anders denkenden solange es nur keiner mitbekommt.

USA wird langsam aber sicher im Rechtssystem wie Deutschland, wer schert sich schon um die Grundrechte die einen in der Verfassung garantiert werden, solange es den BÖSEN da trifft.
Da wird einen Angst und Bange wenn Verfassungen nicht einmal mehr das Papier wert sind, auf dem sie geschrieben wurden.
Man sollte gründlich über den News-Artikel und über GG-Artikel 3-3. Nachdenken.

Eine "blindwüte ZENSUR" von

Eine "blindwüte ZENSUR" von "Nazis" ist schon lange der Fall ... und das ist NICHT GUT! Damit sage ich nicht etwa dass Nazis lieb und nett sind, sondern dass dies einfach nur der Anfang von Zensur ist, denn der Begriff "Nazi" gehört zu den Totschlagargumenten wo sich NIEMAND die Mühe macht zu hinterfragen ob das nun ein echter Nazi ist oder nur jemand mit "rechter Meinung". Das ist NICHT das gleiche!

Bei Youtube werden inzwischen Kanäle "demonetized", die der gängigen feministisch-links-liberalen Ideologie widersprechen. Dabei wird der VORWAND "nicht geeignet für Werbung" genommen, während es andere Kanäle gibt die genau die gleichen Bilder und Themen behandeln und volle Werbung bekommen. Das ist eine "blacklist" mit der ZENSUR geübt wird ... und das ist nicht gut für die Meinungsfreiheit!

Gebt den Nazis einfach ihre Chance sich selber zu blamieren, denn wer sagt wo man mit der Zensur aufhören muß?

Ein Lichtblick

Ich bin jedenfalls froh darüber, endlich eine positive Meldung zu dieser Thematik. So, wie die Toleranz ihre Grenzen finden muss, wenn sie für intolerante Ziele missbraucht wird, muss auch die Meinungsfreiheit dort enden, wo sie zur begrenzung der Freiheit anstachelt und Hass verbreitet.

Allein die Vorstellung, wie perfide und paradox es doch ist, wenn Rassisten und Antisemiten ihre widerlichen Vorstellungen ausgerechnet auf Zuckerbergs Plattform ausgießen, steigert den Würgreiz.

AirB&B und PayPal, bisher

AirB&B und PayPal, bisher auch nicht gerade bekannt durch ihren Kampf für gesellschaftliche Toleranz, Solidarität und Gleichberechtigung, zeigen wie es gehen kann. Es ist schon fast absurd, wer so alles in die Lücken springt, die ein unfähiger Präsident reißt.

wie im Artikel bereits vermerkt, haben sich die jetzt so eifrig agierenden Unternehmen bisher auf den ersten Zusatzartikel in der US-Verfassung berufen. Warum gilt dieses jetzt nicht mehr, was hat sich zu anderen Taten zuvor verändert? Auch zuvor gab es bereits Tote und wurde intensiv verächtlich sich über Opfer hergemacht. Da war es scheinbar nie möglich diese Seiten vom Netz zunehmen. Ggf. ist das hier auch eine Machtdemonstartion der Netzunternehmen "wir können alles und jeden Sperren und Löschen". Wie verhält es sich es nächste mal bei einem weniger schlimmen Ereignis? Wird ggf. da auch gesperrt und geblockt? Wo setzen die US-Unternehmen Ihre Grenzen? Nach US-Recht scheinen die für europäische Augen und Ohren unterträglich anmutenden Äusserungen, unantastbar zusein. Da die meisten US-Netz-Unternehmen demokraten-freundlich sind, werden dann bald die republikaner-Äußerungen auch gelöscht? Es bleibt spannend in der Zukunft bzgl. der quasi-Monopol-US-Netz-Unternehmen.

Am 17. August 2017 um 09:28 von Old Lästervogel

Das ist aus meiner Sicht ein Widerspruch in sich...

Ein kleiner Schritt

aber ein Anfang das man diesen Rassisten jeglich Art ihren Mist zu verbreiten erschwerrt.
ich frage mich manchmal was in solchen Köpfen vorgeht. Nun und zu den Rassisten in Amerika. Die sollten mal Ahnenforschung betreiben um zu prüfen ob sie das sind was sie glauben zu sein. Nordamerika war und ist ein Einwanderungsland und ich glaube nur ein Bruchteil kann sich wirklich Amerikaner nennen.

Das kommt einer Revolution gleich

Dass eine Rote Linie überschritten ist, sehe ich genauso. Nur würde ich die Maßnahmen dagegen gerne von der Judikative erteilt sehen. Die funktioniert unter Trump wohl nicht? Das ist eigentlich eine Revolte, denn es werden kollektive Maßnahmen außerhalb der Demokratie durchgesetzt, Freiheit willkürlich eingeschränkt: Also nehmen sich mächtige Konzerne heraus, anderer Leute Seiten abzuschalten. In D. gibt es die selbe Diskussion nur anders herum - wir möchten wir manche Seiten abgeschaltet wissen und schaffen es nicht, Inhalte von Facebook & Co. gelöscht zu bekommen. So löblich die Positionierung der Silicon-Konzerne ist (gegen dieses Weltbild haben die Amerikaner doch 1941-1945 gekämpft), es wird Macht benutzt: Heute gegen Rechts, morgen gegen Schwule, übermorgen gegen Schwarze, Gelbe, Rote? McCarthy lässt grüßen! Ich hoffe, dass die Macht der Silicons bei uns neue die Diskussionen über die Rechte im Internet anstößt.

Wir können doch froh sein,

Wir können doch froh sein, dass Trump aus seinem Herzen keine Mördergrube macht und sagt was und wie er denkt. Alle seine Vorgänger haben mit der gleichen Intention ihre Politik gemacht. Nur haben sie dabei die ganze Welt belogen. Und das kann man Trump nicht vorwerfen. Noch nicht ...

um 09:56 von Pluto

Stimme ich Ihnen zu Sehr spannendes und vermutlich Teures Thema.
Gerade in der USA mit Ihren sehr hohen Gerichtsurteilen und einen Sehr hohen Drang zu ihre Verfassung (inc. Zusatz Artikel) kann das auch schnell nach hinten los gehen.

Man sollte nicht vergessen das auch "rechte" Gruppen Gelder für Anwälte und Klagen haben.
Und so wie es sich ließt geben die Firmen offen zu, eine Seite wegen politischen Ansichten/Meinungen geschlossen/gekickt zu haben. OB sich das mit der Verfassung der USA verträgt wird sicher in den nächsten Jahren höchst Richterlich entschieden.
Im Moment herrscht dort, aber eher eine Konservative Mehrheit, also abwarten und die "Show" genießen.

@reuenthal, 9:29

Ich bin da weitgehend Ihrer Meinung.

Rechtsradikalen keine Plattform zu bieten ist eine gute Sache, wo tatsächlich zur Gewalt aufgerufen wird.
Dann wird es aber schnell schwierig: wo sind dann die Grenzen zur Meinungsfreiheit?
Wenn ich die für mich gesichert sehen will, muss sie, z.T. schwer zu ertragen, bis zu rechtlichen Grenzen auch für Rechtsradikale gelten.

Darüber sollten dann aber in letzter Instanz Gerichte entscheiden, nicht Unternehmen aus Silicon Valley.

Ich verstehe die Aufregung nicht

Das sind Firmen und einer Firma ist es vorbehalten selbst zu entscheiden, wen sie bedient, bzw. mit wem sie arbeitet.
Das gilt möglicherweise nicht in Deutschland, aber in den USA. Wenn man einen Kunden nicht haben möchte, dann kann man ihn des "Hauses" verweisen, das ist völlig legitim, insbesondere dann, wenn dieser Kunde nur seinen antiaufklärerischen Hass verbreiten will.
Der Anfang vom Ende der Meinungsfreiheit, wie viele im Forum hier schreiben, ist das noch lange nicht und all die "Besorgten" unter ihnen können sich beruhigen, denn es gibt noch genug Möglichkeiten zur Verbreitung dieser Hetze, sie können diese "Nachrichten" also weiterhin "genießen".

Es ist auf jeden Fall kein Verlust, wenn man nicht mehr darüber "informiert" wird, wie minderwertig andere Ethnien und Gruppen sind und das man ihnen mit Gewalt entgegentreten muss um rassische und kulturelle Reinheit zu erlangen.

13:30, pandarus

>>Man sollte nicht vergessen das auch "rechte" Gruppen Gelder für Anwälte und Klagen haben.<<

Rechte (bitte ohne Anführungszeichen) haben in den USA sehr, sehr reiche Sponsoren.

Zum Beispiel Robert Mercer oder Sheldon Adelson.

Stephen Bannon hat als Hedgefondsmanager ebenfalls ordentlich Geld gemacht.

Aber selbst in den USA sind der Käuflichkeit des Rechts Grenzen gesetzt, außerdem stehen sich im vorliegenden Fall wohl finanziell ebenbürtige Gegner gegenüber.

@ Pflasterstein

Wer zu Gewalt gegenüber anderen Menschen aufruft und sei es auch nur indirekt, sollte von der Meinungsfreiheit ausgeschlossen werden.

Es geht nicht darum eine bestimmte politische Ansicht zu zensieren sondern darum Gewaltaufrufe aus dem Internet zu verbannen.

Auch linke Terroristen, Islamisten, radikale Christen & Co. sollten aus dem Internet ausgesperrt werden, wenn sie zur Gewalt gegen Andersdenkende aufrufen oder deren Existenzrecht in Frage stellen.

Soziale Gewalt, Gewalt um

Soziale Gewalt, Gewalt um Menschenrechte zu verteidigen ist gut, weil sie der Natur des Menschen, der ein von Natur aus soziales Wesen ist und nur als soziales Wesen gut lebem kann, entspricht.

Asoziale Gewalt, Gewalt zur Unterdrückung, Missbrauch und Diskriminierung von Menschen wie es Rechtsextremisten und Kinderschänder praktizieren und wie sie leider in vielen Teilen der Welt ausgeübt wird, ist absolut schädlich für das gut funktionierende Sozialleben der Menschen,
Weil sie NICHT der Natur des Menschen entspricht.
Asoziale Gewalt ist WIDERNATÜRLICH!

14:14, Mark McWire

>>Wer zu Gewalt gegenüber anderen Menschen aufruft und sei es auch nur indirekt, sollte von der Meinungsfreiheit ausgeschlossen werden.<<

Vielleicht meinen Sie ja das richtige, aber Ihre Formulierung ist höchst unglücklich.

Denn niemand darf von der Meinungsfreiheit ausgeschlossen werden.

Ein Aufruf zur Gewalt gegen Menschen ist aber eine Straftat.

Und Straftaten sind niemals durch die Meinungsfreiheit gedeckt.

Es ist jetzt Sache der Gerichte, herauszufinden, inwieweit die Posts der Rechten den Tatbestand einer Straftat erfüllen.

Die Verfahren werden sich lange hinziehen, soviel meine ich, voraussagen zu können.

Mehr aber auch nicht.

... ausgerechnet das Silicon Valley ein Vorbild?

.... da, wo das Recht zur sexuellen Selbstbestimmung von Frauen von selbstverliebten Jung-Unternehmern und skrupellosen IT-Führungskräften mit Füßen getreten wird.

um 14:13 von fathaland slim

´>Aber selbst in den USA sind der Käuflichkeit des Rechts Grenzen gesetzt, außerdem stehen sich im vorliegenden Fall wohl finanziell ebenbürtige Gegner gegenüber.<

Bitte nicht Missverstehen, ich denke und glaube nicht das das Rechtsystem in Deutschland oder USA käuflich ist !
Erst recht nicht Verfassungsrichter (wo diese Prozess sicher mal Landen wird)
NUR ist bei uns und auch in der USA jeder Rechtstreit teuer.

DAS und nur DAS wollte ich damit sagen.

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