Ihre Meinung zu: Kollabierte Rekruten: Illegale Aufputschmittel oder Energy Drink?

14. August 2017 - 9:59 Uhr

Ein Tag im Juli, 26 Grad: Bei Übungsmärschen in Niedersachsen brechen mehrere Bundeswehr-Rekruten zusammen. Einer stirbt im Krankenhaus. Was ist die Ursache dafür? Ein Soldat spricht von Aufputschmitteln, ein anderer von einem Energy Drink.

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Kommentare

Diese Schlagzeile ist ja mal wieder....

typisch!
Im Grunde geht es nur darum einen angeblichen "Skandal" zu produzieren und Aufmerksamkeit für eine Thema zu erregen, welches keines ist. Die Bundeswehr eignet sich derzeit als besonders dankbares Objekt.
Ich nehme als Aufputschmittel täglich Kaffee. Bei der Bundeswehr hatten wir auch so Aufputsch-Mittel wie Traubenzucker dabei.

Warum sollte unsere

"Leistungsgesellschaft" gerade vor der Armee aufhören? Leistung soll sich wieder lohnen. Früher nannte sich das "Panzerschokolade". Diese Fakten sprächen für das weitere Abdriften unserer Gesellschaft.

Traurig

Wenn man den letzten Absatz liest, kann man nur hoffen dass der nächste Gegner im Krieg Liechtenstein ist.
Drei Kilometer mit leichtem Gepäck, und die brauchen Aufputschmittel? Das darf doch nicht wahr sein. Aber wer schon täglich in den Kindergarten und in die Schule gefahren wurde, anstatt zu laufen, der ist halt von Kindheit an schlecht vorbereitet.

Rekruten nahmen Aufputschmittel

was denn
Zigaretten ... Kaffee ... Cola ... Red Bull

@Berni1 Der Unterschied zu

@Berni1
Der Unterschied zu Ihrem Kaffe ist, dass ein junger Mann tot ist ... unnötig wohlgemerkt.

10:17 von Paco

Traurig .... ?
.
ganz im Gegenteil
das ist gut so, bei solchen Armeen braucht man sich nicht zu fürchten
die tun keinem was :-)

Faktencheck!

Ein Rekrut hat ausgesagt? Was sagen denn die Ergebnisse der Obduktion? Gibt es keine Drogentests bei der Bundeswehr? Zumal das Problem schon länger bekannt ist! Wieviele Führungskräfte in der Bundeswehr nehmen Aufputschmittel? Pervitin = Crystal Meth wurde schon von den Nazis an die Soldaten verteilt. Außer bei Konrad Adenauer, der, wie wir alle wissen können (wurde letztens hier berichtet, mit Link zu entsprechenden Berichten) noch als Kanzler Pervitinsüchtig war, hat diese Sucht in der Bundeswehr eine lange Tradition. Sowohl in der DDR als auch in der BRD war Pervitin bis in die 1970er bzw. 1980er Jahre ein Mittel der Wahl, um Soldaten aufzuputschen. Heerscharen von Wehrmachtssoldaten waren auch noch lange nach Kriegsende Pervitinsüchtig. Und haben es von Ärzten und Apothekern auch bekommen. Das ist doch alles nichts Neues. Und der Alkoholmissbrauch ist ebenfalls nicht nur Tradition, sonder sogar Folklore bei Soldaten weltweit.

Dieser ganze traurige Verein

gehört aufgelöst. Das THW sollte die Truppe übernehmen und für den weltweiten Antikatastropheneinsatz ausbilden. Wir könnten endlich mal Everybodies Darling auf der Welt sein und uns mal richtig nützlich machen.

so viele intelligente Kommentare

Subjektiv muss ich auch eine Abnahme der Leistungsfähigkeit und des Leistungswillens wahrnehmen. Dies aber bei allen Altersgruppen. Und wie gesagt ist dies rein subjektiv, ohne das ich dies genauer analysiert habe.

Also neige ich dazu der Aussage des Arztes im Artikel zuzustimmen, ohne konkrete Fakten zu haben.

Nun konnte ich diesen meist sinnfreien Märschen mit Gepäck und möglichst noch Gewichten an den Schuhen bei der Bundeswehr noch nie etwas abgewinnen. Man schafft diese zweifelsohne auch ohne Aufputschmittel. Diese waren aber nie motivierend oder realistisch, und sind es bis heute auch nicht. Und diese Märsche sind auch keine Belastungsprobe.

Die Bundeswehr muss sich dringend mal an der Realität orientieren. Dazu mal bei den anderen Armeen dieser Welt abschauen, und weg mit den Laien an Entscheidungspositionen.

Und etwas weniger Ausbilder-Schmidt-Typen könnte auch nicht schaden.

@Berni1

"Ich nehme als Aufputschmittel täglich Kaffee. Bei der Bundeswehr hatten wir auch so Aufputsch-Mittel wie Traubenzucker dabei."

Ist es wahrscheinlich, dass es sich bei den "Aufputschmitteln" aus diesem Beitrag nur um Kaffee und Traubenzucker handelt?

Ich denke nicht.

Außerdem ist ein Mensch unter anderem aufgrund dieser Aufputschmittel gestorben, und selbst wenn das nicht passiert wäre, wäre es ist völlig legitim darüber zu berichten.

Arme Menschheit!

"Es fällt uns immer schwerer, genügend Rekruten zu finden, die in der Lage sind, den Belastungen eines Einsatzes standzuhalten."

Die körperlichen Belastungen könnte man sicher antrainieren, auch wenn dies nicht den Anschein macht, dass es bei allen gelingt.
Was man aber ganz außen vor lässt ist die psychische Belastung bei einem Einsatz. Darauf wird man niemand vorbereiten können und daran werden die meisten eher scheidern als am körperlichen Mango. Da hilft dann auch kein Aufputschmittel mehr, denn danach sind die meisten so durch den Wind, dass sie lebenslang darunter leiden. Das wird aber auch gerne weder bestätigt noch dementiert, wie man es so schön sagt.
Arme Menschheit, die nichts Besseres weiß, als sich durch sinnlose Kriege zu vernichten.

@gast

"Der Unterschied zu Ihrem Kaffe ist, dass ein junger Mann tot ist ... unnötig wohlgemerkt." Am 14. August 2017 um 10:49 von gast

Ja, und die Ursache ist immer noch unbekannt, oder haben Sie dem Artikel etwas anderes entnommen?
Täglich sterben auch Menschen im Schlaf, der Schlaf ist aber nicht die Ursache.

Hier ist nicht mal sicher, ob die Leute wegen der Mittel zusammengebrochen sind, oder weil sie die Nacht vorher durchgefeiert haben.

Ja welche Mittel denn?

Das einige glauben, die Bundeswehr sei anders als der Schnitt der Bevölkerung, ist doch etwas realitätsfremd. Alles ist dort genauso vorhanden wie in jeder anderen Ansammlung von Menschen.

Das es sich hier mit Sicherheit nicht um 'Alltagsdrogen' a la Koffein handelt (@sisyphos3: Haben Zigaretten Sie schon mal aufgeputscht?), sollte eigentlich klar sein.

Nur, waren es Pharmaka oder Kokain? Amphetamine? Oder 'Happypillen'?

@bernie1:
Das in der BW etwas falsch läuft, ist wohl allen klar, warum sollte man es dann aber nicht auch weiter bekannt machen, denn nur dann ändert sich vielleicht etwas, bevor es sonst in die Schublade 'och, das ist doch normal, eh nicht so schlimm' gesteckt wird.

Auf das System achten

Zunächst ist bedauerlich, dass Menschen ihr Leben verloren haben.
Auch sind die angegeben Gründe einfach zu wage und spekulativ und zu platt, es einfach auf die Rekruten zu schieben.
Es kann auch durchaus möglich sein, dass sich Rekruten krank gemeldet haben und tatsächlich krank waren - doch die Ausbilder sie als vermeindliche Drückeberger dennoch haben den Marsch machen lassen. So etwas habe ich seinerzeit leider selber als Rekrut miterleben müssen.
Man sollte also zunächst die genauen Untersuchungen abwarten, obwohl
ein solches Verhalten eher in das bisherige Raster von Machtmissbrauch und Übertretungen von Vorschriften durch Vorgesetzte bei der Bundeswehr passen würde.
Übrigens: Der Ausbilder folg seinerzeit raus, als die Ärzte davon erfuhren.

Sicherlich gibt es,

wie "nie wieder SPD" schreibt, Drogenmißbrauch etc bei der Bundeswehr. Genauso wie im Lehrerzimmer, bei der Polizei, in Krankenhäusern etc.
Quasi in ganz Deutschland.

Allerdings trifft meiner Meinung ( seit 1985 bei der Bw ) das um 10:17 von Paco geschriebene eher zu:

Die "lieben kleinen" werden zum KiGa / Schule / Sport etc. gefahren, anstatt wie wir früher halt 10 oder auch 15 km (einfache Strecke) mit dem RAD zu fahren, auch bei Regen.

Kinder dürfen heutzutage nicht mehr auf Bäume klettern, sich in der Schule nicht prügeln etc.

Kurzum : Wie soll der Körper denn da in irgendeiner Art und Weise widerstandsfähig werden ?
Bakterien & Co werden ja auch "dank" Sagrotan etc. um 99,99% reduziert.

Wenn sich heute ein junger Mensch für die Bw entscheidet ( in kann´s nicht nachvollziehen und rate mittlerweile aktiv ab ! ), dann macht er das nicht von jetzt auf gleich.
Also könnte er ja mal vorher etwas üben, 5.000m am Stück durchlaufen zu können.
Machen viele leider nicht !!!

Erschreckend, wieviele

Erschreckend, wieviele Kommentierende hier den Vorfall verharmlosen möchten mit Argumenten "alles schon mal dagewesen", "Kaffee oder was?" und sogar mit einer Empörung darüber, dass die Rekruten nicht mehr hart genug sind für Gewaltmärsche: Fakt ist, dass es bei der Bundeswehr nach wie vor erhebliche Probleme und Missständen gibt. Und hier ist nach jetzigem Stand der Dinge ein junger Mann wegen solcher Missstände gestorben. Fürchterlich.

Zuerst einmal

hätte ich gerne gewusst, WELCHE Aufputschmittel im Spiel waren.
Das erfährt man aus dem Artikel leider nicht.
Die Bandbreite reicht hier, wie manche andere Kommentatoren schon sehr richtig angemerkt haben von Kaffee bis Pervitin.

Dass junge Leute es nötig haben, mittels solchen Dingen die Anforderungen der BW zu erreichen, ist ein gesellschaftliches Problem.

Die jungen Leute sind sicherlich zum einen weniger sportlich als früher, haben zum anderen auch viel weniger Zeit, um Sport zu machen. G8 lässt grüßen!

Jetzt die Bundeswehr generell zu verteufeln ist falsch. Sport, gesunde Ernährung, viel mehr Bewegung für Jugendliche wird generell gebraucht.

Aufputschmittel?

Da stellt sich schon die Frage,wieviel hat man da geschluckt,wenn das den Tot hinter herzieht?

@11:15 line

Sie wollen diesen Vorfall allen Ernstes kommentierten mit einem allg. Aufruf, dass "Sport, gesunde Ernährung, viel mehr Bewegung für Jugendliche ... generell gebraucht" wird? Das ist in meinen Augen eine äußerst verharmlosende Relativierung.

Lächerlich

Zitat:"Ein Bundeswehrarzt wies auf den möglichen Zusammenhang zwischen dem zunehmenden Missbrauch leistungssteigernder Mittel und der grundsätzlich abnehmenden körperlichen Leistungsfähigkeit der Soldaten hin. "
Da liegt der Hund begraben. Als NVA Muschkote war der "Marsch der Bewährung" halbjährlich fällig. Also drei mal in meiner Dienstzeit. Da ging es 30 km durch die Pampa mit voller Ausrüstung und diversen 'Gas- und Vollschutz Einlagen'. Und wenn das länger als fünf Stunden gedauert hat wurde das wiederholt. Geschafft haben das alle und wenn einer schlapp gemacht hat (was äußert selten vorkam) wurde er auf einer Trage mitgeschleppt. Das Ende des Marsches war ein Run über die Sturmbahn. Soviel zur Leistungsfähigkeit vorangegangener Generationen. Bin Jahrgang 1964... :-)

11:06 von dog marley

Das einige glauben, die Bundeswehr sei anders als der Schnitt der Bevölkerung
.
also davon würde ich ausgehen
seit es keine Wehrpflicht mehr gibt .....
-
und was sind Alltagsdrogen
(rauche nicht) Kaffee Cola bei mir
ein Volker Beck hat vielleicht anderes ....
und wie ein Pilot von nem Eurofigther sich seinen "kick" holt

Perventin

Im 2 Weltkrieg waren hunderttausend deutsche Soldaten auf Droge. Die Droge Pervertin wurde extra für die Soldaten entwickelt.

Heute wird diese Droge unter der Bezeichnung Crystal Meth geführt.

Aufgrund des massenhaften Drogenmissbrauchs in der Vergangenheit muss die Bundeswehr beim Thema Drogenmissbrauchs besonders sensibel sein.

Egal ob es drogenabhängige Soldaten oder lebensbedrohliche Ausbildungsmethoden sind, von der Leyen trägt die Verantwortung.

@10:11 von Berni 1

Woher haben Sie Ihre Informationen? Wie kommen Sie darauf, die Rekruten hätten nur Kaffee oder Traubenzucker eingenommen? Das ist doch reine Spekulation.

"Nachgeholfen, um fit zu

"Nachgeholfen, um fit zu sein?"

"Ein Bundeswehrarzt wies auf den möglichen Zusammenhang " "Es fällt uns immer schwerer, genügend Rekruten zu finden, die in der Lage sind, den Belastungen eines Einsatzes standzuhalten."

Das kann ich mir gut vorstellen.

Die Rekruten leben in der dritten/vierten Genetation nach dem Krieg in einer sehr sehr komfortablen, friedlichen Gesellschft.

Hier braucht keiner wirklich Angst zu haben aus Hungerneid totgescvhlagen zu werden.

Die Körper richtet sich den Lebensbedingungen aus, die er vorfindet. Hier ist intellektuelle Arbeit gefagt und nicht Brachialkraft.

Zur Verdeutlichung: Schaut euch mal den Körperbau von Typen in Schwellenländern an.
Die müssen dafür nur überleben, um so zu sein.

Da können viele das Gefühl bekommen, nicht mithalten zu können, zu schwach oder nicht fit genug zu sein.

Aufputschmittel verändern diesen Zustand nicht, sie greifen das Herz/Kreislaufsystem an.

Die einzige Alternative ist Fitness u. Krafttrainig u. Ernährung.

Kollabierte Rekruten nahmen offenbar Aufputschmittel

Als ich 1979 mit 19 Jahren zum Wehrdienst eingezogen wurde, waren wir in unserer Generation fit genug, die militärische Grundausbildung ohne größere Komplikationen zu bewältigen.
 
Diese Fitness kam unter anderem auch daher, dass wir uns in dem Alter auch entsprechend körperlich betätigt haben. Besuche in der Diskothek waren tanzsportlicher Natur, außerdem gab es regelmäßig andere bewegungstechnische Maßnahmen. Das alles brachte neben sozialer Kompetenz auch körperliche Fitness sowie körperliche und seelische Belastungsfähigkeit mit sich.
 
Ohne den Einzelnen verunglimpfen zu wollen kann man aber trotzdem feststellen, das viele junge Menschen heutzutage keinerlei Belastungsfähigkeit mitbringen. Sobald es etwas schwieriger wird, wird hingeschmissen, gibt es kein Standvermögen mehr aber auch den Willen mal den inneren Schweinehund zu bekämpfen oder Ehrgeiz, scheint es nicht mehr zu geben.
 
Traurig das man sagen muss: Mit den heutigen Generationen, könnte man kein Land mehr verteidigen.

@ dersenf

"Arme Menschheit! Es fällt uns immer schwerer, genügend Rekruten zu finden, die in der Lage sind, den Belastungen eines Einsatzes standzuhalten."
Wie wäre es denn, wenn man die Belastungen im Training den Menschen anpassen würde? Im Bildungswesen heißt es jedenfalls immer, man dürfe die armen Leute nicht überfordern, sondern man müsse sie dort abholen, wo sie sind. Die "Kommissköppe" müssten vielleicht auch mal Reformbereitschaft zeigen. Überall sonst wird auch ständig reformiert.

Erschreckend

Es ist immer wieder erschreckend wie sich hier einige äußern. Zum einen gehört es in der Bundeswehr dazu körperlich fit zu sein. Und zum anderen muss noch geklärt werden, ob eventuell Vorerkrankungen da waren. Nur von zu hause aus zu sagen, das die Bundeswehr nicht mehr auf die Reihe bringt ärgert mich mehr als mir lieb ist.
Und da solche Schreiber sicher nie gedient haben schon zwei mal.
Wen jeden Tag Leute durch Berufliche Krankheiten ausfallen spricht auch niemand.
In dem Sinne den Soldaten eine gute Besserung und meine Anteilnahme für den Soldaten.

Wie sieht das heute aus für

Wie sieht das heute aus für uns Menschen in einem nodernen Industrieland? Bewegungsmangel, nur noch am Computer sitzen, ist klar, dass körperlich nichts mehr läuft. Übrigens hilft da auchg kein Zwangs-Schul-Sport. Es ist Lebensstil geworden den Körper zu vernachlässigen.

re andererseits, 11:26

Mir ist schleierhaft, was Sie am Beitrag von line, 11:15, verharmlosend relativierend finden.
Wenn ein Soldat, auch in voller Montur, nach 3 km Marsch zusammenbricht, zeugt das sehr wohl davon, dass es mit seiner körperlichen Konstitution nicht allzu weit her sein konnte ( evtl. Vorschäden ausgeschlossen).
Wenn ich als angehender Offizier meine, solch eine körperliche Belastung nur mit einem Aufputschmittel - und damit sind nicht Kaffee, Cola, Traubenzucker oder ein aufgeschlagenes Ei in Rotwein gemeint - brauche, lässt das einerseits eine dubiose Einstellung zur eigenen Leistungsfähigkeit und andererseits ein ebenso zweifelhaftes Verständnis seines angestrebten Berufs erkennen.

Typisch Deutschland

Das scheint mir irgendwie typisch für Deutschland zu sein.

Anstatt auszubilden und zu trainieren, wird erwartet, dass die Auszubildenden und zu Trainierenden vieles bereits können.

Da beschweren sich Ausbildungsbetriebe darüber, dass die Auszubildenden nicht über bestimmte Fähigkeiten verfügen, ihnen in den Schulen grundlegende Fähigkeiten nicht mehr vermittelt werden.

Das mag dem Grunde nach auch richtig sein.

Nur wenn man deshalb keine Auszubildenden mehr findet, sollte man vielleicht einfach mal überlegen, ob man diese Fähigkeiten nicht selber in der Ausbildung vermitteln kann.

 

Und das gilt auch für die Bundeswehr.

Wenn sie nicht genügend Rekruten findet, die bereits über die Fitness verfügen, die die Bundeswehr gerne hätte, dann muss sie halt überlegen, ob es nicht möglich ist, die Rekruten entsprechend zu trainieren.

Natürlich kostet das Zeit.

Natürlich bedeutet das, dass man entscheidende Tests zur körperlichen Fitness nicht gleich nach zwei Monaten durchführen kann.

@ Paco

"Aber wer schon täglich in den Kindergarten und in die Schule gefahren wurde" Am 14. August 2017 um 10:17 von Paco

Tun wir mal nicht so, als ob früher alle fit gewesen wären. Von den 500m, die ich zu Schule laufen musste bin ich auch kein Weltsportler geworden.

Wenn überhaupt, dann werden Kinder gefahren, weil es weniger Kinder gibt und die Schulen weiter weg sind. Bei langen Busfahrten ist es richtig bescheiden, weil diese Zeit kosten. Manche Kinder verbringen täglich 2-3 Stunden mit Busfahrten! Das ist doch irre. Ich war fast jeden Nachmittag draußen - wohlbemerkt in einer Großstadt, in der damals genug Platz zum Spielen war. (Heute gibt es überall genug Platz zum Parken und die armen Autos könnten einen Kratzer abbekommen.)

Was es früher noch gab war eine lange Wehrpflicht (entsprechend längeres Training!) und mehr Auswahl unter den Rekruten.
Heute erwartet man von den jungen Leuten in einem Bruchteil der Zeit dieselbe Ausdauer aufzubauen.

Aufputschmittel

...es gibt davon genug im Netz legal zu kaufen(Zeus Imperator ist so ein Zeug)
Ich sehe es jeden Tag auf Arbeit wenn sich die Leute sowas rein schmeißen und dann in das Gym gehen- und dann?Rettungsdienst.
Die Soldaten versuchen ihr körperliches Unvermögen damit auszugleichen.
Also mein Mitleid hält sich deshalb in Grenzen.
(Ich mache übrigens auch viel Sport-aber ohne solches Zeug,saß aber auch nie vor einer PlayStation...und meine Zwerge auch nicht)

@andererseits

Wieso diese Solzialromatik? Ich denke Du bist gegen Leute, die sich aufputschen um Rambo zu spielen?

Zu meiner Zeit kurz vor der Wende, wurden diese "Gewaltmärsche" von Wehrpflichtigen mit Herzfehlern und Astma gemeistert. Das einzig üble dabei war, trotz Schlafentzug zu funktionieren. Von den Zeitsoldaten wurde hinterher etwas mehr erwartet, aber dort hätten wir Siechen die Eingangsuntersuchung nicht bestanden.

Da steckt dann auch ehern das Problem. Heutzutage darf sich jeder in Berufe einklagen, für die die körperlichen Voraussetzungen nicht bestehen und darf hinter klagen, wenn etwas passiert, weil man zu schwächlich, klein oder gross war.

Als Soldat latsch man halt extrem viel. Wenn es hier heisst, dass man heutzutage ja nur motorisiert unterwegens ist, sollte man aber bedenken, dass man vom Feind kein Ersatzfahrzeug bekommt, wenn es einem zerstört wurde und man sich verletzt zurück ziehen muss.

Niemand wird im Training gezwungen. Man kann immer aufgeben.

Das Warum und das Wie ist entscheident ?

Sollte wirklich erwiesen sein, dass dort Aufputschmittel genommen worden sind, wäre das keine so große Überraschung - dass gerade auch junge, unerfahrene Leute zu Aufputschmittel greifen ist ja keine Erfindung der Bw. Für manchen ist ja schon Kaffee Aufputschmittel. Hier muss man sich eher fragen, warum ?

Warum haben die jungen Leute geglaubt, sie brauchen das ? Wie konnte es dazu kommen ?

Auf jeden Fall, sollte man die Verantwortung dafür auch an anderer Stelle suchen.

re andererseits, 11:12

Ja, woher entnehmen Sie hier “erhebliche Probleme und Missstände“ bei der Bundeswehr? Ich vermute mal, dass Sie nie eine Kaserne von innen gesehen haben, anders kann ich Ihre Äußerungen nicht deuten.
Ein Fußmarsch ist bei der BW nun einmal Teil der Ausbildung, daran ist nichts Verwerfliches.

Absolute Kontrolle gibt es nicht

Es sind bedauerliche Einzelfälle.Nicht mehr und nicht weniger.Wer solche Mittel einnimmt um sich Vorteile zu verschaffen sollte auch wissen welche Nebenwirkungen diese Mittel haben,falls der Tod des Soldaten auch tatsächlich darauf zurückzuführen ist.Und gleich hallt auch schon wieder der Ruf nach mehr Kontrolle in den Kasernen durch das Land.Es sind erwachsene junge Menschen.Diese wollen auch als solche behandelt werden.Deshalb hat man bei der Bundeswehr bewußt die Diensthabenden nach Dienstschluss reduziert,auch um die Attraktivität des Dienstes zu fördern.Das ist und war erklärtes Ziel.Und Auslöser dafür war und ist die Politik.

12:02 von crumble

Niemand wird im Training gezwungen. Man kann immer aufgeben.
.
mehr noch
seit dem Ende der Wehrpflicht braucht man nicht mal mehr hingehen

@andererseits

Warum sollte ich in irgendeiner Weise relativieren oder verharmlosen?

Fakt ist, dass viele Anwärter der Bundeswehr körperlich nicht fit genug sind.

Dafür gibt es folgende Ursachen:
- höherer Zeitaufwand für Schule und Lernen
- falsche Essgewohnheiten - Fast food
- viel mehr Zeit an PC und Handy
- Bewegungsmangel von Kindheit an

Dass viele Kinder in der Großstadt nicht einmal mehr alleine auf dem Spielplatz ungefährdet sind, dürfte mittlerweile bekannt sein. Die können sich nur außerhalb der Wohnung bewegen, wenn die Erwachsenen dabei sind.

Denken Sie mal nach!

Ich sehe dies schon als eklatanten Hinweis, dass unsere Gesellschaft hier einiges zu bearbeiten hat.

Die Bundeswehr hat daran keine Schuld.
Eventuell könnte man die Anforderungen v. a. am Anfang soweit herunterschrauben, dass auch die Schwächsten mitkommen.

Aber: Die BW ist halt kein Wellnessclub.

Leistungsfähigkeit

Also ich habe von 1986 bis 1996 meinen Wehrdienst geleistet.
Solche Märsche waren für uns Routine-in der NVA war es der HKX und in der BW der 30km Leistungsmarsch...Aufputschmittel hat keiner meiner Kameraden genommen und jeder schaffte es.
Und die Temperatur von 26Grd ist auch nicht so besonders hoch.
Jeder der so etwas nimmt weiß worauf er sich einlässt

Wo war denn die San

Wo war denn die San Begleitung?
Zu meiner Zeit als Sani habe ich mich durchgesetzt und eine Begleitung zu fuss abgelehnt. Ich verlangte einen Fahrer, so viele wasserkanister, wie ins auto passten und habe mich entgegen der Marschrichtung fahren lassen. Dazu noch die kleiderordnung geändert.
Gegen den leitenden leutnant. Und ich war Gefreiter.
Es ist niemand umgefallen.
Wichtig waren Eigenverantwortung, Durchsetzungsvermögen und gute Vorgesetzte.
Ist wohl bei der bw momentan Mangelware

Nun bei NDR 2 wurde von

Nun bei NDR 2 wurde von Offiziersanwärtern gesprochen!!Vielleicht sollte die BW ihr Anwärterverfahren überprüfen, wenn Aufputschmittel benutzt wurden!!Ansonsten Ab einem gewissen Alter ist der Staatsbürger Voll Geschäftsfähig und somit für sein Handeln Verantwortlich!Wer meint mit seiner Gesundheit oder sein Leben zu spielen muß mehr oder weniger die Konsequenzen tragen!!Nicht die BW und auch nicht der Staat!!

@ Sentinel_GER um 11:40

naja, das ist eine üble Verallgemeinerung.

Vielleicht sind die Offiziere auch zunehmend ungeeignet das richtige Maß an Leistung entsprechend dem Trainingszustand abzufragen.

Wenn nach 3km der Kollaps mit Todesfolge eintritt, frage ich mich schon was da genau gemacht wurde. Das sollte auch ein weniger sportlicher Mensch irgendwie schaffen.

Ich werde immer wieder stink sauer, wenn ich

aus den Reihen von Politikern/Medienvertretern Beiträge/Vorschläge zum Thema Bundeswehr vernehme. Besonders fragwürdig sind solche Kommentare von solchen "Experten", die selbst gar nicht gedient haben (Bsp.: "G36 Experte" Anton Hofreiter Grüne etc.).

Als ich in den 80er Jahren meinen Wehrdienst (gerne/freiwillig) geleistet habe, da gehörten zur Ausbildung auch solche "Gewaltmärsche". In voller Kampfausrüstung wurden wir 25 Kilometer entfernt von Standort ausgesetzt und hatten innerhalb vorgegebener Zeiten die heimische Kaserne wieder zu erreichen. Da gab es Tipps von alt gedienten, alte Socken (nicht frisch gewaschene ) zu tragen, weil hierdurch die Füße entlastet werden sollten. Nicht alle von uns waren gleich sportlich, aber wir alle haben es geschafft.

Wir hatten damals keine Flachbildfernseher, Büstenhalter in Tarnfarben, keine Aufputschmittel oder Theoretiker für alle Lebenslagen ohne eigene Praxiserfahrung aber mit guten Ratschlägen auch für das ihnen vollkommen Unbekannte.

auf-auf, marsch-marsch ...

trainiert wird vorher nicht.

es geht gleich auf's ganze.
klar, daß die jungen leute oft nicht die nötige fitness mitbringen.
die muß antrainiert werden.
doch das erfordert zeit ...

@andererseits

Ja es ist schrecklich,wenn Soldaten bei so etwas sterben müssen-aber jeder hat sich freiwillig gemeldet und sollte sich dementsprechend auf seinen Wehrdienst vorbereiten.
Keiner wird gezwungen solche Aufputschmittel zu nehmen und die Gefahren sind hinlänglich bekannt.
Auch früher sind Soldaten bei Ausbildungsmaßnahmen ums Leben gekommen-so traurig es ist aber es passiert nun einmal.
Und noch etwas...die gegen die die Bundeswehr antreten soll,die trainieren auch sehr hart(ohne Aufputschmittel)

Das erste Mal?

Ausdrücklich danke ich jetzt erst mal der Tagesschauredaktion stellvertretend für alle Reaktionen unserer Medien dafür, dass auch über so etwas berichtet wird.

Am 13. Sept. 2016 wurde ich beruflich selbst mit einem Soldaten konfrontiert, der - neben 3 weiteren - einen massiven Hitzeschaden hatte. Das hat mich derart belastet, dass ich mich per e-mail an seine Ausbildungseinheit wandte und zwar mit folgendem Text:
"Am 13. Sept. 2016 erlitten 4 soldatische Anhörige der Bundeswehr Ihres Standortes nahezu zeitgleich Hitzeschäden (= Hitzeschläge). Ein Hitzeschlag stellt eine lebensbedrohliche akute Erkrankung dar (siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Hitzeschaden). Vor dem Hintergrund dieses massiven Vorfalles erbitte ich Antworten auf folgende Fragen:..."

4 konkrete Fragen stellte ich - beantwortet wurde keine!!! Wohin ist *unsere* BW getriffet??

um 10:49 von gast

"Der Unterschied zu Ihrem Kaffe ist, dass ein junger Mann tot ist ... unnötig wohlgemerkt."

Und ist da jetzt die BW schuld Ihrer meinung nach ?
Also wir sind damals 20 km maschiert bei voller Montur mit G3 etc. und das in 2,5 Std. Die Temperatur war auch ziemlich warm. Aber wenn ein Soldat nach 3 km bei 26 Grad zusammenbricht und stirbt, hat das mit der BW gar nichts zu tun - vielleicht hatte er sonst einen ungewöhnlich schlechten Lebenswandel oder eben viel Pech dass er die Umstaände zusammen nicht gepackt hat - schlimm, ohne Zweifel, aber der BW wieder einen Strick daraus zu ziehen wäre unlogisch! Das einzige gute wäre wenn Fr. von der Layen Leine ziehen müsste!

um 10:52 von hut

"Nun konnte ich diesen meist sinnfreien Märschen mit Gepäck und möglichst noch Gewichten an den Schuhen bei der Bundeswehr noch nie etwas abgewinnen."

Sinnfrei Märsche ? Was sind dann sinnvolle ihrer meinung nach ? Wissen Sie wie viele Km die Soldaten im 1. WK gelaufen sind - und im 2. WK die Soldaten in Russland - tausende km. Das ist heute zwar kaum denkbar, aber ein Soldat sollte schon körperlich mehr laufen können als gerade mal 3 km. daher ist Sport nicht sinnfrei sonder ggf. überlebenswichtig!

"Dazu mal bei den anderen Armeen "
Schauen Sie zuerst mal was die erfolgreichen Armeen heute machen - Gewaltmärsche sind überall Gang und Gäbe!

Rekruten nach Marsch

Rekruten nach Marsch kollabiert Illegale Aufputschmittel oder Energy Drink?

Nachgeholfen, um fit zu sein?
„Ein Bundeswehrarzt wies auf den möglichen Zusammenhang zwischen dem zunehmenden Missbrauch leistungssteigernder Mittel und der grundsätzlich abnehmenden körperlichen Leistungsfähigkeit der Soldaten hin. Um bei wichtigen Prüfungen fit zu sein, werde dann künstlich nachgeholfen, so der Arzt. „ Dann ist ja der Vorfall vom 19. Juli 2017 geklärt!
Da sind die Österreicher aber :
"vor 5 Tagen ... Nach einem Marsch bei tropischen Temperaturen ist in Österreich ein junger Rekrut an einem Herzstillstand gestorben" wesentlich schneller in der Öffentlichkeit "facktenschecker" resistent!

um 11:07 von tobeorwhat

Das passt irgend wie nicht zusammen - zuerst machen sie ein Fass auf "Es kann auch durchaus möglich sein, dass sich Rekruten krank gemeldet haben und tatsächlich krank waren - doch die Ausbilder sie als vermeindliche Drückeberger ...."

Und dann
"Man sollte also zunächst die genauen Untersuchungen abwarten...."

Also zuerst setzen Sie ein Gerücht in die Welt und dann "abwarten" sagen - also das passt ja gar nicht!

Das ist kein Phänomen der Bundeswehr

Den Trend zu leistungssteigernden Mitteln gibt es auch woanders. Selbst Freizeitsportler "optimieren" ihre Ernährung und manchmal ist die weitere Aufbaustufe eben das Doping. Kamen die Soldaten vielleicht aus diesen Kreisen?

In den Armeen hatte das Überleben seit jeher höchste Priorität. Wer leistungsstark ist, wer psychisch belastetbar ist, wer keine Schmerzen fühlt und auch vielleicht kein Mitgefühl hat, der hat die besten Chancen dazu.

Im Altertum wurde genauso "gedopt", wie in der heutigen Zeit. In der Zeit der Weltkriege betraf das deswegen auch nicht nur deutsche Soldaten. Die Frage ist doch nur, ist es offiziell angeordnet oder nehmen es Soldaten einfach heimlich um besser Prüfungen etc. zu bestehen?

Vielleicht war es auch nur ein "Geheimtipp" von jemandem, der einen kennt, der es auch ausprobiert hat.

Anhand der jetzigen Faktenlage auf eine Schuld der Bundeswehr, der Vorgesetzten etc. zu schließen, ist völlig verfrüht.

Mein Mitgefühl den Angehörigen.

12:32 von Misses Figg

"oder Theoretiker für alle Lebenslagen ohne eigene Praxiserfahrung aber mit guten Ratschlägen auch für das ihnen vollkommen Unbekannte"

Da gebe ich Ihnen vollkommen recht, heute gibt es zu viele Leute die meinen dass Sie einen Rat als Experte geben müssen und von tuten und blasen null Ahnung haben.... Theorie-Eperten halt!

um 12:48 von Erlanger Gewerk...

Ist die BW Ihnen gegenüber auskunftspflichtig ?

Ich weiß gar nicht was Sie hier erwarten? Und dann die Frage - haben die Soldaten sich nach den Vorgaben verhalten - wie man Hitzeschlag vorbeugt ?

OK, ich will nicht Schuld zuweisen, aber alles gehört zusammen gezählt bevor man urteilt - und hier urteilen viele gegen die BW - obwohl man nichts genaues weiß!

von Hugomauser

Woher haben Sie Ihre Informationen? Wie kommen Sie darauf, die Rekruten hätten nur Kaffee oder Traubenzucker eingenommen? Das ist doch reine Spekulation.
#
#
Habe ich nicht behauptet! Bitte lesen.
Der ganze Bericht ist reine Spekulation!

@ Gruselalex: "Dieser ganze

@ Gruselalex: "Dieser ganze traurige Verein gehört aufgelöst. Das THW sollte die Truppe übernehmen und für den weltweiten Antikatastropheneinsatz ausbilden. Wir könnten endlich mal Everybodies Darling auf der Welt sein und uns mal richtig nützlich machen."

Während alle um den heißen Brei herumreden, bringen Sie es auf den Punkt. Genauso sehe ich das auch.

@ 14. August 2017 um 12:58 von hammer

Die Zeiten ändern sich eben.

Ich bin aus einer Generation mit viel Humanmaterial. Wenn da einer umgekippt ist, oder die Leistung nicht brachte, dann wurde der noch mitgeschleift, und bei nächster Gelegenheit liegen gelassen. Denn es waren genug im Hintergrund. Und das war bei der Armee genauso wie in der Wirtschaft.

Heute ist aber diese Masse nicht mehr vorhanden. Entsprechend sorgsam geht man in der Wirtschaft auch mit qualifizierten Kräften um, und umwirbt diese. Und auch die Wehr muss umdenken. Es gibt andere Trainingsmethoden, die nicht an die Erschöpfungsgrenze gehen.

Würden die Bundesligaspieler immer bis zum Maximum trainieren, wären sie im Spiel zu müde zum Tore schießen.

Also ein gesunder Wettbewerb und ein Mustern muss schon sein. Aber wenn Menschen dabei ums Leben kommen, muss man die Methoden deutlich anzweifeln und hinterfragen.

Traurig für die Angehörigen

Wenn ich allerdings lese das 80% der Abiturienten vor Prüfungen sich diverse Tabletten einwerfen muss wohl grundsätzlich etwas schieflaufen in unserer Gesellschaft

@ von gast

"@ Gruselalex: "Dieser ganze traurige Verein gehört aufgelöst. Das THW sollte die Truppe übernehmen und für den weltweiten Antikatastropheneinsatz ausbilden. Wir könnten endlich mal Everybodies Darling auf der Welt sein und uns mal richtig nützlich machen."

Während alle um den heißen Brei herumreden, bringen Sie es auf den Punkt. Genauso sehe ich das auch."

Es wundert mich immer wieder, wenn ich solche - Entschuldigung - "trollartigen" Forderungen lese.

Wollen Sie das THW dann bundeswehrmäßig bewaffnen, damit es sich selbst schützen kann oder schicken Sie THWler völlig schutzlos in Krisenregionen?

Denken Sie doch bitte mal den Spruch "Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben ...". Bevor Hilfe geleistet wird, muss erst einmal zumindest Waffenstillstand hergestellt werden. Dazu wird die Bundeswehr eingesetzt. Oder wollen Sie Taliban, ISIS, Boko Haram und Co. einfach weiter morden lassen?

Na ja ist ja nicht nur bei der BW so

Die Polizei und andere Berufe, bei denen es auf körperliche Fitness ankommt haben Nachwuchsprobleme. Immer nur vor der Console sitzen oder Smartphone fordert halt Tribut. Immer weniger Kinder können sicher schwimmen. Aber wo soll es herkommen? Letztens haben doch glatt Mütter irgendwo gefordert, bei den Bundesjugendspielen die Punkte und Platzierungen abzuschaffen, damit die Looser sich nicht so schlecht fühlen.
Wenn Leistungsbereitschaft und Sport nicht mehr gefördert und gefordert wird, gibt es auch entsprechend keine Rekruten mehr.

Das erschreckenste Bild habe ich mitgenommen: Vor ca. 12j ein junges Mädchen, ca. 14-15j alt, konnte sich nicht im Stehen die Schuhe zubinden, noch nicht mal als sie mehrmals versucht hat, ihren Fuss auf einem kleinen Zaun abzustellen.

Vor 25j als Wehrpflichtiger bei der BW: Die neuen Rekruten, ca. 70-80% waren nicht in der Lage 10 korrekte Liegestützen abzuliefern. Ich als Altrekrut musste das dann noch vormachen. Und ich war bestimmt keine Sportskan.

der fehler liegt

doch aber auch an den aufsichtspersonen, bzw. den dienstplänen. ich war zu meiner grundwehrdienstzeit in einem schlechten zustand (das darf man ja zugeben). hatte aber das glück, ausbilder zu haben, die sich eben NICHT stur an den dienstplan gehalten haben, sondern die rekruten, die körperlich nicht in der lage waren, grosse läufe oder marscheinheiten zu absolvieren (sog. leistungsmarsch) ein "alternativ-programm" zu bieten, dass für uns damals sehr wohl fordernd, aber auch FÖRDERND war. in den nachbarkompanien sind rekruten wie die fliegen umgefallen und waren fix und fertig. ich und meine kameraden, die ebenfalls geschwächelt haben, wurden durch diese alternativen märsche so lange behutsam aufgebaut, bis ein leistungsmarsch eben kein problem mehr war. und das war 1986. man sollte eigentlich meinen, mit den jahren hätte sich sowas etabliert.

teilschuld hat aber auch dieser überzogene leistungsdruck in der heutigen gesellschaft.

Das ist traurig

aber vielleicht lag ja ein unentdecktes Gesundheitsproblem vor. Das wird sich erst nach einer eingehenden Untersuchung sagen lassen. Die Anforderungen waren sicher nicht zu hoch für einen Alltag in der Armee. Da muss ein kurzer Marsch mit Gepäck eben bewältigt werden, es gibt im Ernstfall sicher keinen Shuttleservice mit klimatisierten Bussen.

Schon traurig .....

das jemand bei einem kleinen Marsch stirbt.
Mein Beileid an die Hinterbliebenen.

Aber wieso stirbt man dabei ?
3 Kilometer ist ein Witz. Ich selber gehe täglich mit Hund Gassi mind. 3 km.
Zwar nicht vollbepackt aber das mache ich wenn ich Angeln gehe. 15 Kilo Rucksack mit Ruten und los geht es. Bin auch nicht die Sportskanone mit meinen 51 Jahren. Eher das Gegenteil !

Die jungen Leute können leider nichts mehr ab. Sind verweichtlich und müssen sich eben anders fit machen. Bei dieser Generation kann ich nur den Kopf schütteln.

Chilen ist angesagt und nichts anderes.

Das kann nicht richtig sein.

Sie müssen umdenken ansonsten ist bald kaum jemand noch leistungsfähig.

Ob nun Drogen im Spiel sind oder körperliche Krankheit muss erst festgestellt werden.

Alles andere wäre Spekulation.

um 13:25 von hut

mag sein dass die BW etwas umdenken muss - aber der Vergleich mit der Bundesliga hinkt, denn Sie schreiben von " immer bis zum Maximum trainieren" und das passiert ja bei der BW bei weitem nicht (immer) - einen Gewaltmarsch oder eben normaler Marsch macht man in der BW Karriere (ich damals als Wehrpflichtiger 15 M.) vielleicht 2 - 3 mal über eine größere Distanz!

Und ich kann mich an ein paar Lameraden erinnern denen das wirklich nicht leicht gefallen ist (aufgrund des Gewichts bzw. Übergewichts) und es dennoch geschafft haben - vielleicht nicht in der vorgegebenen Zeit - aber immer hin!

13:48 von suomalainen

"der fehler liegt doch aber auch an den aufsichtspersonen..."

Da bin ich aber auf Grund eigener Erfahrung ganz anderer Meinung. Natürlich ist es heutzutage immer schön leicht, alles auf die KiGa erzieherin, die Lehrer, die Ausbilder und Chefs zu schieben - nu ja keine eigene Verantwortung mehr für´s eigene Tun übernehmen - ist ja auch einfacher...

Was glauben Sie eigentlich, was so eine Aufgabe eines Vorgesetzten Dienstgrades ist? Darauf zu achten, was seine Untergebenen so alles reinpfeiffen? Sicherlich nicht! Und wenn mir früher ein Vorgesetzter nur ansatzweise mit "Druck" versucht hätte, mich mit irgendwelchen Aufputschmitteln vollzudröhnen: Glauben Sie mir, ich hätte dem die ZdV auswendig um die Ohren gewedelt! Nein, bis 18 sind größtenteils allein die Eltern für die Erziehung zuständig, dies beinhaltet auch die Bildung eines Rückgrates und dem Wissen, das man bestimmte Dinge nicht tut, bzw. sich auch nicht "nötigen" lässt! Danach ist jeder für sich und sein Handeln verantwortlic

m 13:28 von sprachloser

"muss wohl grundsätzlich etwas schieflaufen in unserer Gesellschaft"

Da haben Sie wohl vollkommen Recht - aber so was von Recht - da sollte man mal ansetzten mit dem hinterfragen!!

Zur erneuten Erinnerung:

Jede Generation ist der Meinung, sie wäre fitter, schlauer und schöner gewesen, als die nachfolgende.

Den Leuten sei gesagt:
Es bringt nichts Kinder zu erziehen, sie machen einen eh alles nach.
Nein, nicht nur ihren Eltern. So einfach ist das nicht. Jeder, der sich in der Öffentlichkeit bewegt (also draußen vor der eigenen Haustür) gibt ein Beispiel der Fitness und des guten Benehmens ab.

*
Und jetzt an alle Kritiker der jungen Leute:
Bitte 1x auf die Waage.

Ne, Alter ist keine Ausrede, den im Kriegsfall müssen alle top fit sein. Krieg gilt für alle und ist für alle gleich, nicht nur für Leute zwischen 18 und 25.

um 14:06 von Muctilly

"Die jungen Leute können leider nichts mehr ab. Sind verweichtlich und müssen sich eben anders fit machen. Bei dieser Generation kann ich nur den Kopf schütteln. "

Sie haben in einigen Punkten recht, aber der Satz oben ist eine Pauschalverurteilung der jüngeren Generation und das passt eben auch nicht! Natürlich gibt es zu viele Mac.... Esser aber es gibt sehr wohl noch sportliche leistungsfähige junge Leute - und wie die jungen sind liegt eher an unserer Generation - wie wir unsere Kinder erzogen - und was wir Ihnen vorgelebt haben!

Ja ja, die jungend von heute

das hat nichts mit verweichlichung zu tun. mir ist zumindest nicht aufgefallen das vermehrt berichte über schulkinder kommen, die einfach auf dem weg zur schule kollabieren weil die keine 5 km überstehen. mal wieder großer schwachsinn.
der grund warum hier auch mehrere, den 3 km marsch nicht geschafft haben liegt klar auf der, dehydration. sollten aufputschmittel oder auch große mengen energy drinks eingenommen worden sein, führt dies zu einem erhöhten wassermangel im körper, hinzu kommen die hohen temperaturen was dies noch weiter begünstigt.

Gut,

wenn die Bw nicht mehr genug Personal findet. Ohne Soldaten lässt sich schlecht Krieg führen!

um 14:35 von hammer

"Sie haben in einigen Punkten recht, aber der Satz oben ist eine Pauschalverurteilung der jüngeren Generation und das passt eben auch nicht! Natürlich gibt es zu viele Mac.... Esser aber es gibt sehr wohl noch sportliche leistungsfähige junge Leute - und wie die jungen sind liegt eher an unserer Generation - wie wir unsere Kinder erzogen - und was wir Ihnen vorgelebt haben!"

Es soll keine Pauschalisierung sein.
Aber meine Erfahrung ist ab fast schon so.
Ausbildung wird abgebrochen, da null Bock auf lernen. In meinem Betrieb in 2 Jahren zwei Abbrecher. Derzeit wieder 2 Azubi´s und da ist es wieder nicht anders.

Der Typ anders aber Generation gleich.

Es ist schon schade das "kaum" jemand noch Lust zum lernen hat.
Es ist schon eine traurige Generation !

@13:48 von suomalainen

"teilschuld hat aber auch dieser überzogene leistungsdruck in der heutigen gesellschaft."
Wirklich? Ich habe immer den Eindruck, dass der Leistungsdruck in der Gesellschaft massiv abgenommen hat: Kein "Sitzenbleiben", im Sonderunterricht vorrechnen der Abituraufgaben (Grüße nach Hamburg!), (zeitlich) unbegrenzte Finanzierung des Lebensunterhaltes in Form von Hartz 4, ... Vielleicht trägt ja gerade der geringere Leistungsdruck und der Verzicht auf Einfordern von Eigenverantwortung eine Teilschuld? Ein böser Gedanke, ich weiß.
Was ihre eigene Geschichte betrifft: Heute sind es keine Wehrpflichtigen mehr, sondern junge Männer und Frauen, die sich für eine Karriere beim Bund entschieden haben. Ein riesiger Unterschied. Und mal ehrlich: Nach 3 km bei 26° tot umfallen?

@Ray: "Bevor Hilfe geleistet

@Ray: "Bevor Hilfe geleistet wird, muss erst einmal zumindest Waffenstillstand hergestellt werden. Dazu wird die Bundeswehr eingesetzt. Oder wollen Sie Taliban, ISIS, Boko Haram und Co. einfach weiter morden lassen?"

Zur Erinnerung: die BW ist nicht dazu ausgebildet in fremden Ländern Polizeiaufgaben zu erfüllen, es ist auch nicht ihr Zweck.

um 12:00 von skydiver-sr

"Ich mache übrigens auch viel Sport-aber ohne solches Zeug,saß aber auch nie vor einer PlayStation...und meine Zwerge auch nicht"

Hallo Schneewittchen!

Es geht nicht um

Es geht nicht um Sozialromantik, es geht eher um die Verherrlichung machohaften Verhaltens und eine fragwürdige verharmlosung der Geschehnisse.
P.S. Ich kann mich nicht erinnern, Ihnen das "du" angeboten zu haben.

um 14:56 von meagain

"Ich habe immer den Eindruck, dass der Leistungsdruck in der Gesellschaft massiv abgenommen hat"

Keine Ahnung, in welcher Gesellschaft Sie leben ...? Deutschland 2017 kann's nicht sein.

schön,

dass die Kommentare hier einfach mal von der Tagesschau herausgefiltert werden.
Ich habe detaillierte Informationen zu dem ganzen Vorfall da ein Freund von mir dabei war. Mein Kommentar hierzu wurde jetzt einfach mal nicht gedruckt.
Vielleicht mit etwas weniger detaillierten Infos:
Es wurden weder Aufputschmittel genommen noch wurde am Abend zuvor getrunken. Von 43 Rekruten sind insgesamt etwa 20 kollabiert, darunter auch mein Freund. Dieser läuft unter Anderem sonst Marathon. Soviel dazu, dass hier keiner fit war. 4 Personen sind ins Koma gefallen.
Es war der erste Marsch, der Einführungsmarsch. Dennoch wurden die Rekruten mit sämtlicher Winterausrüstung stundenlang durch die Gegend gejagt.
Also haltet Euch alle mal mit Euren ach so klugen Kommentaren ein bisschen zurück.

Vor mehr als 50 Jahren gab es

Vor mehr als 50 Jahren gab es bei der LL in Nagold einen Fall Trimborn, der sehr ähnlich war und ein gewaltiges Medienecho zur Folge hatte. Hitzschläge sind im Sommer und bei voller Montur keine Seltenheit. Daran sterben mußte jetzt aber - gottlob - nur ein Soldat . Es verwundert mich, daß ohne weitere Nachweise - wie z.B. Obduktion und ggf. Laborproben - sogleich diese Todesursache in die Öffentlichkeit getragen wird. Dann brodelt es in der Gerüchteküche und es wird wohl darauf hinauslaufen, daß dem Verstorbenen ein Selbstverschulden unterstellt wird. Das wäre für die übrigen Akteure die bequemste Lösung.

Ich vermute mal, das da der Knackpunkt liegt...

"Da es der Bundeswehr seit der Abschaffung der Wehrpflicht schwer fällt, genügend Rekruten zu gewinnen, werden die Leistungsanforderungen für die Tauglichkeitsprüfung dem Bericht zufolge immer weiter gesenkt."

Wenn ich mich mit heute mit ehemaligen Kameraden die heute noch Dienst tun unterhalte, fallen diese und ähnliche Sätze immer wieder. Ich glaube immernoch, das die Abschaffung der WP der der größte Fehler war, der an der Bundeswehr begangen wurde! Und das nur, damit unsere Freiheit künftig überall auf der Welt und auch am Hindukush verteidigt werden kann... Denn nur darum geht es! Und nun hat die Truppe das Problem, das es nicht genug "abgehängtes" Menschenmaterial gibt, welches dann auch noch für die entsprechenden Einsätze nicht fit gemacht werden kann! Tut mir leid, das ich das so hart ausdrücke, ist aber die Realität! Natürlich bestätigen hier ein paar Ausnahmen nur die Regel! Davon jedoch auf die allgemeine Jugend Rückschlüsse zu ziehen, wäre ungerechte Pauschalisierung!

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@15:10 von backfire1966

"Von 43 Rekruten sind insgesamt etwa 20 kollabiert, darunter auch mein Freund. Dieser läuft unter Anderem sonst Marathon"

Das ist zugegebenermaßen bei solch einer Übung eine zu hohe und nicht hinzunehmende Ausfallrate! Das Ihr Freund sonst an Marathonläufen teilnimmt, schützt ihn in keinster Weise vor einem solchen Kollaps - das könnte Ihnen ein Mediziner sicherlich besser erklären.

Alles in Allem jedoch: 26 Grad, 3km und 20kg Gepäck im Laufschritt würde ich mir selbst mit Ende 50 noch zutrauen! Und der Masse unserer heutigen Jugendlichen auch! Ich bin vor 2 Jahren einen Teil des Jakobsweges von St. Pied de Port bis Santiago de Compostella gelaufen - Tagesetappen hier zwischen 22 und 29 km, Temperatur im august nicht unter 30 Grad...

Und wenn die Bundeswehr taugliches Personal sucht, sollte sie sich vielleicht dort einmal nach geeignetem Personal umschauen. Von 18 bis 83 habe ich dort nur leistungsfähige motivierte Menschen getroffen;-))

Kapitalismus

Naja, jetzt kommt auch der Kapitalismus in der Bundeswehr vor. Funktionieren um jeden Preis.

Es müsste endlich eine menschliche soziale Gesellschaft geben (nicht auf zwang, wie bei der DDR)

Es herscht nur noch Korruption, Funktionieren und Geld/Macht.

Und wer ist Schuld ? nicht die Soldaten, das System ;-)

Wie kann man nur ...

.... von "Verweichlichung" sprechen? Wer so arrogant daherkommt und meint, er wäre früher leistungsfähiger gewesen, der träumt! Ich bin, wie andere hier auch, eher davon überzeugt, dass den Rekruten zu viel abverlangt wird ohne vorher entsprechendes Training absolviert zu haben.

Infanterie muss nun mal gut zu Fuß sein. Und da hilft nichts außer tägliches Training. Nicht einfach (wie es auch bei mir noch war), die Jungs und Mädls einfach mal so losmarschieren lassen und ihnen einreden, sie wären "verweichlicht" wenn sie es nicht schaffen.

Im Jahr 2017 weiß man wirklich weltweit wie man gut trainiert. Nur eben scheinbar nicht beim Bund ...

Gibt es ...

... eigentlich in der BW keinen Betriebsrat oder keine Gewerkschaft an die sich der Rekrut wenden kann, wenn er meint die Leistung, die er erbringen muss, ist im Verhältnis zur Gegenleistung (Pausen, Urlaub, Gehalt) des Arbeitgebers (in diesem Fall der Staat, also wir Bürger) zu hoch?

15:12 von Quakbüdel "Fall Nagold"

"Vor mehr als 50 Jahren gab es bei der LL in Nagold einen Fall Trimborn, der sehr ähnlich war und ein gewaltiges Medienecho zur Folge hatte."

Vielleicht ist es auch einmal an der Zeit, hier eine Lanze für die Vorgesetzten innerhalb der Truppe zu brechen! Ihr beschriebener Fall " Der Schleifer von Nagold", ja, die Fälle von purem Sadismus gibt es, der % ist etwa gleich hoch, wie in allen Kreisen der Gesellschaft, vom Dorfpfarrer bis zum bis zum Autoverkäufer! Sind aber nur widerliche Einzelfälle!

Aber glauben Sie mir das Eine: Kein normaler Vorgesetzer treibt seine Untergebenen mit Vorsatz in den Kollaps! Der Ausbilder hat nämlich auch einen Vorgesetzten, der ihm die Hölle heiß machen würde... Da ist die Angst, selbst mit " einem Bein im Knast" zu stehen viel zu groß! Wir alle sind irgendwann einmal in der Grundausbildung bis an die Belastbarkeitsgrenze gedrillt worden - und trotzdem waren wir uns der Tatsache stets bewußt, das unsere Ausbilder keine Sadisten waren!

@Gruselalex um 10:52

"Dieser ganze traurige Verein gehört aufgelöst. Das THW sollte die Truppe übernehmen und für den weltweiten Antikatastropheneinsatz ausbilden. Wir könnten endlich mal Everybodies Darling auf der Welt sein und uns mal richtig nützlich machen."

Applaus!

Das ist die richtige Einstellung zur BW!

Lt. Asylkompromiss sind wir von Freunden umgeben. Und wer hat schon erlebt, dass ein Freund eine Wohnungsbesetzung gemacht hat?
Also wozu die Bundeswehr?
Freundschaftliche Nachbarländer maschieren nicht ein!
Oder haben wir vor bei unseren Nachbarn einzumaschieren?
Oder haben die derzeitigen Auslandseinsätze die Welt friedlicher gemacht?
Diese dienen auch nur dazu, dass die BW irgendeine Existenzberechtigung (auch wenn weit hergeholt) hat.

@Nonchichi 15:26

"... Wie kann man nur ... von "Verweichlichung" sprechen? Wer so arrogant daherkommt und meint, er wäre früher leistungsfähiger gewesen, der träumt!"
.
Weil es erwiesenermaßen richtig ist vielleicht? Erkundigen Sie sich über die steigenden Zahlen an übergewichtigen Kindern. Oder auch an Statistiken die Auskunft darüber geben wieviel sich Kinder und Jugendliche früher bewegt haben und sie das heute tun.
.
Ich jedenfalls habe meinen ersten PC im zarten Alter von 19 Jahren gekauft (das war damals das brandneue Modell ein 386 mit 120MB Festplatte ;), bis dahin war ich viel draußen unterwegs, hab Sport gemacht und war -ganz ohne träumen- wirklich top fit.

Jetzt läßt ...

... die BW auch in Friedenszeiten ihre Soldaten sterben, anstatt zuvor die Fitness und Einsatzbereitschaft vom Arzt und Psychologen sich bescheinigen zu lassen.
Ähnlich einem Dopingtest vor sportlichen Wettkämpfen.

@ von cornelius.k.

Wie gesagt, ich kann hier wohl nicht näher ins Detail gehen da die Kommentare sonst herausgefiltert werden.

Die Informationen welche von der Bundeswehr herausgegeben wurden, stimmen allerdings in keinster Weise (3km....................). Hier wird nur versucht, den nächsten grossen Skandal zu vermeiden/vertuschen und alles wird auf die Rekruten abgewälzt.

Ganz abgesehen davon:
Es ist schön, dass Sie sich dies zutrauen. Allerdings finde ich es doch "etwas" übertrieben, 18-22 Jährige bei einem EINGEWÖHNUNGSMARSCH, bei welchem überhaupt noch nicht klar ist, wie leistungsfähig jeder einzelne ist, solange anzutreiben und zu malträtieren, bis diese kollabieren.

Dieser "Verein" ist einfach nur krank.

@hammer - Wo Kamers + Mikros stehen, da sind auch die "Experten"

"Da gebe ich Ihnen vollkommen recht, heute gibt es zu viele Leute die meinen dass Sie einen Rat als Experte geben müssen und von tuten und blasen null Ahnung haben...."

Es gibt keine Nachrichten über kollabierte Sesselfurzer (bin selbst gelernter Sesselfurzer) die während ihrer Arbeitszeit vom Stuhl gefallen sind. Dafür aber finden sich unter google ettliche Informationen darüber, dass in den vergangenen Jahren zahlreiche Hochleistungssportler bei der Ausübung ihrer hoch bezahlten Tätigkeit plötzlich tot umfielen.

Nichts aber scheint so interessant zu sein wie die Bundeswehr, wenn dort einmal ein Soldat aus den Latschen kippt.

Bei Konzerten eines großen Kinderchors in dem ich selbst gesungen hatte, dort kam es bei manchen zu leichten Schwächeanfällen auf der Bühne und wenn ihnen schwummerig wurde, hat man sich kurz hingesetzt.

Gesamt gesehen habe ich aber das Gefühl, dass unsere zunehmend verweichlichte Gesellschaft mit den "Härten des Lebens" zunehmend schlechter zurecht kommt.

@15:29 von ataristianer

"Gibt es eigentlich in der BW keinen Betriebsrat oder keine Gewerkschaft an die sich der Rekrut wenden kann, wenn er meint die Leistung, die er erbringen muss, ist im Verhältnis zur Gegenleistung (Pausen, Urlaub, Gehalt) des Arbeitgebers (in diesem Fall der Staat, also wir Bürger) zu hoch?"

Ich vermute einmal - nirgendwo, zumindest in der freien Wirtschaft - gibt es transparentere Vertragsvereinbarungen bei der Einstellung wie bei der BW seit Abschaffung der Wehrpflicht! Nur das viele Rekruten bzw. zivile Außenstehende der Meinung sind, die BW sei ( wie übrigends die Schule auch) dafür verantwortlich, das aufzuholen, was über Jahre vorher versäumt - um nicht verkorkst zu sagen - wurde. Das kann die BW nicht wieder gutmachen! Zudem kommt seit Abschaffung der WP hinzu, daß ein akkuter Kräftemangel ( an gutem Personal) herrscht, die nicht nur geistig, sondern auch körperlich den Anforderungen entsprechen sollen! Da schlagen manche Kompaniechefs oftmals die Hände überm Kopf zusammen!

Da einige hier ...

... die Bundeswehr als etwas ähnliches wie einen Fitnessclub ansehen, dann sollten die Mitglieder (aka Soldaten) wenigstens dafür zahlen, anstatt bezahlt zu werden!

Außerdem warum muss man eigentlich, wenn man z. B. Panzerfahrer ist oder werden möchte, so etwas ähnliches wie einen Marathonlauf in voller Montur zu Fuß vollbringen müßen?

Falls jemand damit kommt, dass man mit dem Panzer in einer Einöde stecken bleiben könnte, dann verlange ich auch von jedem Kreuzschiffmitfahrer ein (verdammt) guter Langstreckenschwimmer zu sein.

@15:44 von ataristianer

"... die BW auch in Friedenszeiten ihre Soldaten sterben, anstatt zuvor die Fitness und Einsatzbereitschaft vom Arzt und Psychologen sich bescheinigen zu lassen.
Ähnlich einem Dopingtest vor sportlichen Wettkämpfen."

Ich vermute einmal - bzw. nein ich gehe fest davon aus, daß Sie nie bei der Bundeswehr waren! Sonst wüssten Sie es besser. Sie wüßten dann nämlich, das Sie sich als Soldat jederzeit im sog. SanBer krank melden dürfen. Das ihnen eine allumfassende medizinische Versorgung sowohl an ihrem Standort, wie auch an jedem anderen Standort bundesweit kostenfrei zur Verfügung steht. Wem das nicht reicht, für den gibt es etliche BW Krankenhäuser und wenn sie dann immernoch das Gefühl haben, sich medizinisch "unterversorgt" zu fühlen, können Sie mit einer Überweisung auch zu zivilen Ärzten gehen! Reicht die medizinische Versorgung? Wie gesagt, was auf diesem Marsch passiert ist, ist absolut daneben gegangen - Das gehört aufgeklärt, aber Spekulationen helfen da nicht weiter!

@araristianer 15:59

Falls jemand damit kommt, dass man mit dem Panzer in einer Einöde stecken bleiben könnte, dann verlange ich auch von jedem Kreuzschiffmitfahrer ein (verdammt) guter Langstreckenschwimmer zu sein.
.
Ein Panzerfahrer sollte einen bestimmten Bauchumfang nicht überschreiten, sonst passt er nicht mehr durch die Luke.

@15:59 von ataristianer

"Außerdem warum muss man eigentlich, wenn man z. B. Panzerfahrer ist oder werden möchte, so etwas ähnliches wie einen Marathonlauf in voller Montur zu Fuß vollbringen müßen?"

Das liegt zum Einen mit daran, das während der Grundausbildung manchmal noch gar nicht ganz sicher ist, in welcher Verwendung bzw. Waffengattung sie später ihren dienst verrichten. Zum Zweiten stimmt es nicht, das ein "Panzerfahrer" nicht fit sein muß! Um es ganz flapsig zu sagen: Auch ein Panzerfahrer muß vielleicht irgendwann "seine Beine in die Hand nehmen", ebenso wie ein abgeschossener Pilot o.ä. sollte dieser dann entsprechend fit sein, auch einmal 20-30 Km am Stück marschieren zu können. Genau um diese Kondition zu erhalten, sind solche Märsche da! Allerdings: Niemand sollte zu Bundeswehr gehen, der nicht über eine entsprechende Grundkondition verfügt! Wie gesagt, die BW ist kein FitnessGym, sonst würde sie Geld verlangen!

@ataristianer - Sie haben offensichtlich nicht gedient....

"Außerdem warum muss man eigentlich, wenn man z. B. Panzerfahrer ist oder werden möchte, so etwas ähnliches wie einen Marathonlauf in voller Montur zu Fuß vollbringen müßen?
Falls jemand damit kommt, dass man mit dem Panzer in einer Einöde stecken bleiben könnte, dann verlange ich auch von jedem Kreuzschiffmitfahrer ein guter Langstreckenschwimmer zu sein."

Meine Experten Antwort:

Experte bin ich deshalb, weil ich speziell auf ihren Hinweis zu Panzerbesatzungen ein solcher war. ATN Richt-/Ladeschütze KPZ Leopard A1/A4.

Egal welcher Truppengattung sie angehören, eine Grundausbildung ist für alle Pflicht. Wird ihr Panzer im Ernstfall kampfunfähig und sie müssten das Gefährt verlassen, so sollten sie als Soldat zumindest die wichtigsten Grundregeln (ABC Abwehrschutz, Kartenlesen etc) an die Hand gelegt bekommen auch außerhalb des Panzers ihr Leben zu retten.

Genau dafür ist die Grundausbildung da. Der Panzer ist kein Taxiservice für lauf faule Soldaten. Mit bestem Expertengruß

@cornelius.k. um 15:52

"Nur das viele Rekruten bzw. zivile Außenstehende der Meinung sind, die BW sei ( wie übrigends die Schule auch) dafür verantwortlich, das aufzuholen, was über Jahre vorher versäumt" ... "wurde. Das kann die BW nicht wieder gutmachen! Zudem kommt seit Abschaffung der WP hinzu, daß ein akkuter Kräftemangel ( an gutem Personal) herrscht, die nicht nur geistig, sondern auch körperlich den Anforderungen entsprechen sollen!"

Falls ein akuter Kräftemangel herscht, muss man diesen, wie in der freien Wirtschaft, eben auch entsprechend ausbilden und nicht hoffen, dass der liebe Gott schon passende AN zu meiner Stelle liefert oder man versucht mit weniger auszukommen oder man geht ins Ausland und holt sich dort dort entsprechendes "Fachpersonal"

"Da schlagen manche Kompaniechefs oftmals die Hände überm Kopf zusammen!"

Das sind wieder die ordentlichen Chefs die erwarten, dass man als untergebener die Leistung erbringen soll und die Chefs streichen die Lorbeeren ein ohne Leistung zu erbringen.

Erschreckend

Es ist echt zum Schaudern, wenn man hier so manche Kommentare liest! Da wird mit viel Halbwissen rumgeschmissen, Behauptungen in die Welt geblasen und mal einfach so den Offizieren Unfähigkeit angelastet!

Dass ein Lauf über Distanzen weit über 3 Kilometer eigentlich Alltag bei der Bundeswehr ist und dennoch nicht jeden Tag Soldaten sterben, wird hierbei völlig vergessen! Es gibt auch Leistungssportler, die plötzlich zusammenbrechen und an Herzversagen sterben! Und da sind nicht immer Aufputschmittel im Spiel!

Als Oberleutnant der Reserve kann ich jedenfalls eines ganz klar und deutlich sagen! Man wird nicht einfach Offizier, ohne nicht wenigstens etwas Menschenkenntnis zu besitzen! Und Führungsoffizier wird man schonmal gar nicht, wenn man sich als ein Menschenschinder aufstellt. Da ist die BW heute viel sensibler als noch von 20, 30 Jahren aufgestellt.

Ich würde doch erst einmal der Ergebnis der Obduktion abwarten, bevor ich als Zivilist wieder die wildesten Gerüchte verbreite!

@16:14 von Misses Figg Nicht verzweifeln...

"Genau dafür ist die Grundausbildung da. Der Panzer ist kein Taxiservice für lauffaule Soldaten."

Ich bin immer wieder auf´s Neue froh, das wir in einem - relativem - Frieden leben! Ich vermute allerdings, bzw. bin mir sicher, das der Spruch meines einstigen Ausbilders auch heute immer noch gilt:

" Wenn hinter Ihnen erst die schweren Brocken einschlagen, Sie glauben nicht, wie Sie dann an´s Rennen kommen..."

Vielleicht ist es also doch ganz gut, auch als künftiger Panzerfahrer bis dahin für die nötige Kondition zu sorgen, auch wenn mann/frau dabei am liebsten k... möchte.

@Misses Figg um 16:14

Sie haben recht ich habe nicht "gedient" (war durch meine Kurzsichtigkeit nicht tauglich genug (damals pausierte die Wehrpflicht noch nicht)).
BTW: Ich bin kein Freund der Bundeswehr!

"Egal welcher Truppengattung sie angehören, eine Grundausbildung ist für alle Pflicht. Wird ihr Panzer im Ernstfall kampfunfähig und sie müssten das Gefährt verlassen, so sollten sie als Soldat zumindest die wichtigsten Grundregeln (ABC Abwehrschutz, Kartenlesen etc) an die Hand gelegt bekommen auch außerhalb des Panzers ihr Leben zu retten. "

Das sollte man dann auch (wie ich schrieb) auch von Kreuzschifffahrtmitfahrern oder von Flugpassagieren, etc. verlangen, falls es dort zu einem Unglück kommen sollte.
Also zuerst ein halbes Jahr Überlebenstraining machen und die Leute auf Ihre Fitness checken, bevor man diese auf ein Schiff oder in ein Flugzeug läßt. Wer sagt den dass einer von der Crew bei einem Notfall überlebt?

@16:18 von ataristianer Was erwarten Sie von der BW?

"Das sind wieder die ordentlichen Chefs die erwarten, dass man als untergebener die Leistung erbringen soll und die Chefs streichen die Lorbeeren ein ohne Leistung zu erbringen."

Also, als Ihr künftiger Vorgesetzter würde ich zuerst einmal davon ausgehen können bzw. dürfen, daß Sie sich freiwillig zur Bundeswehr gemeldet haben!

( Ihre evtl. vorrangegangene beruflich- existentielle Verzweiflung, die Sie vielleicht zum Bund getrieben hat, lasse ich hier bewußt außer acht - die hat mich als Vorgesetzter nicht zu interessieren)

Als Vorgesetzter habe ich die mir auferlegten Führsorgepflichten, aber ich habe auch das Recht, gewisse Leistungen von Ihnen zu fordern! Schließlich erhalten Sie Ihren vereinbarten Wehrsold nicht zum Nulltarif bzw. allein nur für´s rumlungern auf dem Kasernengelände! Außerdem gehe ich ferner davon aus, das Sie sich- zumindest in den Grundzügen - bereits vorher darüber aufgeklärt haben, was als Soldat auf Sie zu kommt! Meine Frage: Was wollen Sie eigentlich?!

beckfire1966

Ich werde sonst nicht persönlich! Aber ihr Kommentar klingt doch sehr nach den Gebrüdern Grimm! Da nehme ich die Ts mal in Schutz. Vielleicht war ihr 1. Kommentar noch schlimmer?

unplausible Aussagen

Zuerst heißt es, alle Kollabierten hätten Aufputschmittel genommen. Dann heißt es, nur der verstorbene Soldat habe einen Energydrink genommen.
Wenn die BW nicht sofort Urin- und Blutproben bei allen betroffenen genommen hat, dann muss sie sich unterstellen lassen, dass sie die Todesfall-/Ursachenermittlungen durch vorsätzliche Unterlassung behindern wollte. Das hat bei solchen Fällen (in der Iller Ertrunkene, Nagold, Esslingen, und weitere Hitzetote der letzten 50 Jahre - trotz klarer Befehlslage) schon eine gewisse "Tradition" - damit die Ausbilder und Offiziere ungeschoren davonkommen.

@geselliger misa... um 16:09

"Ein Panzerfahrer sollte einen bestimmten Bauchumfang nicht überschreiten, sonst passt er nicht mehr durch die Luke."

Da könnten Sie vielleicht sogar recht haben, aber andererseits sollte man die Maschinen an die Menschen anpassen und nicht die Menschen an die Maschinen.
Außerdem würde eine größere Luke auch Material sparen und eventuell die Kosten und den Preis drücken.

@16:19 von DB_EMD Ich habe da auch etwas schmunzeln müssen

"Dass ein Lauf über Distanzen weit über 3 Kilometer eigentlich Alltag bei der Bundeswehr ist und dennoch nicht jeden Tag Soldaten sterben, wird hierbei völlig vergessen! Es gibt auch Leistungssportler, die plötzlich zusammenbrechen und an Herzversagen sterben! Und da sind nicht immer Aufputschmittel im Spiel!"

Ich habe bei dem Bericht auch erst etwas schmunzeln müssen, aber wie bei allen Tragödien dieser Art sollte ein Abschlußbericht letztendlich Aufklärung geben.

Wenn ich dann allerdings Fragen lese, warum ein Panzerfahrer laufen können muß... Selbst im Sanitätsdienst sind wir 1x wöchentlich 5.000m und einmal 10.000m "gejoggt" - und da waren damals auch wir Vorgesetzte dabei! Warum? Weil auch bei den Heeresfliegern ab und an marschiert werden mußte, um gewisse Absetz- und Aufnahmepunkte entsprechend der Vorgabezeit zu erreichen. Bin zwar seit geraumer Zeit a.D., glaube aber, das das auch heutzutage noch nicht im "Kollektiv" ausdiskutiert wird, oder irre ich mich da?!

beckfire1966

Sie haben einen Denkfehler! Ich wurde 84- 85 gezwungen in der NVA zu dienen! Ich wäre auch lieber bei Frau und Kind geblieben. Scheidung war dann Inklusive. Wird man heute noch Einberufen? Haben wir eine Wehrpflicht? Es muß keiner zum Bund gehen. Alles Freiwillig! P.s.: Kranker Verein ist eine Beleidigung unserer Soldaten! Schämen Sie sich.

16:42 von ataristianer ok, jetzt haben Sie mich belustigt!

"sollte man die Maschinen an die Menschen anpassen und nicht die Menschen an die Maschinen."

Da gebe ich Ihnen rein menschlich zu 100% recht!

"Außerdem würde eine größere Luke auch Material sparen und eventuell die Kosten und den Preis drücken."

Zuerst dachte ich, ok, kurzsichtig bei der BW geht wirklich nicht, na und - wird bestimmt ein guter Tüftler und Techniker aus ihm... Also: Wenn Sie den Lukendurchmesser des Panzers um ca. 50% vergrößern, um wieviel % müssen sie den Durchmesser des Lukendeckels ebenfalls vergrößern? Richtig! Und wie groß ist dann die Materialeinsparung? (= +/- 0!)

OK, Spaß beiseite, ich gehe davon aus , Sie sind beruflich garantiert bestens aufgestellt und das war nur eine Humoreske Ihrerseis...

@ cornelius.k. um 16:35

"Was erwarten Sie von der BW?"

Dass diese sich auflöst! Ohne einen Nachfolgeverein.
Nicht mehr und nicht weniger.

"Als Vorgesetzter habe ich die mir auferlegten Führsorgepflichten, aber ich habe auch das Recht, gewisse Leistungen von Ihnen zu fordern! Schließlich erhalten Sie Ihren vereinbarten Wehrsold nicht zum Nulltarif bzw. allein nur für´s rumlungern auf dem Kasernengelände!"

Wenn jemand während Übungen stirbt, hat dies nichts mit rumlungern zu tun, sondern mit einer vernachlässigten Führsorgepflicht!
Wenn jemand während einer Übung zusammenbricht oder am zusammenbrechen ist, sollte man diesen beiseite nehmen und mit diesem darüber reden, ob ein Job bei der BW das richtige für diesen ist und ihn zum Sani bringen, das erwarte ich von einem Vorgesetzten einer Bundeswehr eines demokratischen Staates und nicht diesen weiter maschieren zu lassen bis dieser Tot ist. Er muß eben ein Auge auf seine Untergebenen haben, deswegen verdient er ja auch mehr.

ataristianer

Kann ich bei ihnen einen Lehrgang belegen? Ich habe dieses Jahr noch mal vor ein Flugzeug zu benutzen. Nächstes Jahr liegt eine Kreuzfahrt an. Ihr Überlebenstraining und ich bin fit. Ich kann dann schwimmen wie ein Delfin fliegen wie ein Schwan. Jetzt habe ich aber ein Problem. Ich brauche keinen Flieger oder Schiff mehr. Alter Falter!

@ 14. August 2017 um 14:29 von hammer

Sie zitieren mich falsch, und das ärgert mich.

Ich schrieb: "WÜRDE immer bis zum Maximum trainiert.......

Und genau das passiert eben nicht.

Es hat einen Toten gegeben, und daher muss man fragen, warum das so ist. Schon aus Pietät gegenüber den Angehörigen muss man der Sache auf den Grund gehen.

@cornelius.k. um 17:05

" das war nur eine Humoreske Ihrerseis..."

Da gebe ich Ihnen recht. Es ist zwar ein ernstes Thema (immerhin geht es um einen Toten), aber es hat (leider!) gepasst.

"Zuerst dachte ich, ok, kurzsichtig bei der BW geht wirklich nicht, na und - wird bestimmt ein guter Tüftler und Techniker aus ihm... Also: Wenn Sie den Lukendurchmesser des Panzers um ca. 50% vergrößern, um wieviel % müssen sie den Durchmesser des Lukendeckels ebenfalls vergrößern? Richtig! Und wie groß ist dann die Materialeinsparung? (= +/- 0!)"

Da gebe ich Ihnen auch Recht! War leider ein Denkfehler von mir. Sorry.
Aber andererseits wenn man beim Material für den Deckel spart ... ;) Immerhin geht es dabei um unsere Steuergelder!

17:11 von ataristianer "Die Katze ist aus dem Sack"

"Was erwarten Sie von der BW?
Dass diese sich auflöst! Ohne einen Nachfolgeverein.
Nicht mehr und nicht weniger."

So, jetzt sind wir doch einen Schritt weiter - wie immer, wenn bei der BW Unfälle passieren ( ich meine damit nicht irgendwelche sadistisch-perversen Entgleisungen, die ohne Pardon abgeurteilt gehören ) ,
treten sofort zielsicher jene auf den Plan, die die BW sowieso ganz abschaffen möchten, weil sie ihrer Gesinnung nicht entsprechen!

Das ist aber Ihre ganz persönliche Meinung, die Sie im Übrigen genau deshalb vertreten dürfen, weil es eben jene Menschen gibt, die für eben Ihre Freiheit mit ihrem Leben einstehen!

Ich vermute also, nur weil in Krankenhäusern Jahr für Jahr Menschen an Krankenhauskeimen sterben, kämen Sie jedoch nie auf die glorreiche Idee, Krankenhäuser als Ganzes abzuschaffen?! Also, Ihre persönliche BW Abneigung in allen Ehren- aber einen Unfall dort als Anlass für ein allgemeines BW Bashing zu zu nehmen,ist den Opfern gegenüber mehr als schäbig!

@ataristianer 16:42

"...aber andererseits sollte man die Maschinen an die Menschen anpassen und nicht die Menschen an die Maschinen...."
.
Das sieht bestimmt lustig aus wenn die Bundeswehr zum nächsten Manöver anrückt ... mit 200 unterschiedlich großen Panzern ;)

"...Außerdem würde eine größere Luke auch Material sparen und eventuell die Kosten und den Preis drücken....
.
Ihnen ist aber schon klar, dass man mit größerer Luke nur Material spart wenn man keinen Deckel dranbaut? Das führt allerdings das Prinzip Panzer ad absurdum

@17:11 von ataristianer

"Wenn jemand während einer Übung zusammenbricht oder am zusammenbrechen ist, sollte man diesen beiseite nehmen und mit diesem darüber reden, ob ein Job bei der BW das richtige für diesen ist und ihn zum Sani bringen, ..."

Im Übrigen wollen Sie gar nicht glauben, wie oft dies geschieht ( und das trotz des großen Personalmangels) , das Rekruten während des sog. freiwilligen Wehrdienstes diesen vorzeitig beenden, bzw. dieser beendet wird, wenn erkennbar wird, das der entsprechende Rekrut/Rekrutin rein körperlich nicht in der Lage ist, den entsprechenden Dienst zu leisten! Da braucht z.B. nur ihr Blutbild eine entsprechende Anomalie aufzuweisen, da glauben Sie aber, wie Sie weitergehend untersucht werden. Ich werde einfach das Gefühl nicht los, daß Sie persönlich keinerlei Ahnung vom Alltag innerhalb der BW haben. Ist an sich nichts Verwerfliches, ich habe aber gelernt, sich nur abwertend über etwas äußern zu können, wenn ich entsprechendes Wissen habe! Alles andere ist lamentieren...

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@ cornelius.k. um 17:34

"Im Übrigen wollen Sie gar nicht glauben, wie oft dies geschieht ( und das trotz des großen Personalmangels) , das Rekruten während des sog. freiwilligen Wehrdienstes diesen vorzeitig beenden, bzw. dieser beendet wird, wenn erkennbar wird, das der entsprechende Rekrut/Rekrutin rein körperlich nicht in der Lage ist, den entsprechenden Dienst zu leisten!"

Ich hoffe, dass dies generell gilt und nicht nur während des freiwilligen Wehrdienstes.
Ansonsten wäre der Mensch eine Maschine, die nur zu funktionieren hat, bis zum bitteren Ende.

Ich hoffe auch, das mein Chef mit mir redet, falls es mit meiner Leistungsfähigkeit Probleme geben sollte, auch wenn ich schon etliche Jahre mit Ihm zusammenarbeite und nicht nur während der Probezeit.

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