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Wie Übergangsphase? So ein

Wie Übergangsphase? So ein bisschen drin und ein bisschen draußen? Kommt ja gar nicht in die Tüte...
Ich bin auch nicht ein bisschen schwanger oder ein bisschen nicht schwanger.
Oder sieht man es wie Polen und Ungarn? Vorteile ja bitte, Verpflichtungen auf keinen Fall.
Jetzt heißt es für die EU aufpassen - der Brexit schafft schließlich einen Präzedenzfall.

Was soll den daran so verwerflich sein...

Ich persönlich sehe einer Brexit-Übergangsphase gelassen entgegen. Im Gegenteil - manch einer der Brexit Gegner hier in Europa verhält sich m.E. hier wie die am Traualtar zurückgewiesene Braut... Was glauben diese Leute eigentlich, was künftig mit unserem Verhältnis zu Großbritannien passieren soll??? Wer sich nur ansatzweise mit der europäischen Geschichte einmal befaßt hat, wird sehr schnell merken, das es diese nie ohne, aber immer nur mit Großbritannien gegeben hat! Ob man das wahrhaben will oder nicht! Und nein, ich persönlich sehe nicht ein, warum ich mich in ein GB Bashing hineinziehen lassen soll, nur weil einige dort sich für den Brexit ausgesprochen und hier nun ein "verletztes" Europa nach Rache dürstet! Ich habe genügend freundschaftliche Kontakte nach GB, zu Brexitgegnern wie Befürwortern! Für mich werden die Briten stets Freunde und Partner bleiben! Ob das hier in Europa alle so sehen wollen oder nicht!

Brexit mit Übergangsphase?

"Während der Übergangsphase werde Großbritannien weder Mitglied des gemeinsamen EU-Marktes noch der Zollunion sein"
Es ist doch völlig klar, dass ab 2019 GB nicht mehr Mitglied der EU sein wird. Und GB hat das Recht, ihre Übergangsphase selbst zu organisieren, aber ohne den gemeinsamen Markt der EU und ohne eine Zollunion. Verträge müssen dann zwischen der EU und GB neu ausgehandelt werden, aber nicht unter Benachteiligung der EU.

Wenn schon, denn schon

Wenn schon Brexit, dann soll für die EU wenigstens auch Schluss sein mit dem ewigen, britischen Extrawurst-Theater. Also Brexit (oder nicht), aber kein in die Länge gezogener Sonderstatus! cbCLP (7:47 Uhr) sagt es schon richtig: Die EU muss aufpassen, dass nicht andere einem Präzedenzfall mit von ihr tolerierter Rosinenpickerei folgen werden.

Man sieht, dass die britische Regierung

noch gar nicht weiss, wie der Brexit funktioniert. Wie sagte Schäuble? "Out isch out". Genau so müssen die Verhandlungen laufen. GB hat beschlossen, die EU zu verlassen, nicht ein bischen hier oder da, nein gesamthaft.
Das bedeutet kein Binnenmarkt, keine Zollunion - kein gar nichts.
Das haben die britischen Unterhändler anscheinend noch nicht verstanden.
Wenn sich die EU-Unterhändler auf Feilscherei einlassen, wird das Auswirkungen auf evtl. zukünftige EU-Austritte haben. So leid es mir für die Briten tut, aber da muss und wird die EU hart bleiben. Ein harter Brexit ist m.M. nach die beste Lösung, keine Wischiwaschi-Vereinbarungen.
Nach dem Brexit können ja Sonderabkommen geschlossen werden/(Beispiel Schweiz, Norwegen).

Sicherheitskontrollen und Zölle an der irischen Grenze

Aber natürlich müssen die eingerichtet werden, da es sich um eine EU-Außengrenze handelt, und UK weder zum Wirtschaftsraum noch zur Zollunion gehört, noch dem Schengen-Abkommen beigetreten ist.

Aus letzterem Grund hat es ohnehin immer Sicherheitskontrollen für Reisende von Schengenstaaten nach UK gegeben, da zB ein Schengen-Visum oder eine Schengen-Aufenthaltsgenehmigung in UK wertlos ist.

Alternativ könnte UK natürlich Nordirland zurückgeben an Irland, aber das wollen die Briten sicherlich auch nicht.

Brexit

Es wurden zwei Jahre angesetzt und das muss reichen.Kein vielleicht oder.... Es sind sind zur Zeit zwei EU Länder,die sich in ihrem Handeln weit von der EU entfernen.Polen und Ungarn.Sie machen was sie wollen und die EU droht.Aber was soll ihnen passieren? Die Abstimmung müssen einstimmig sein.Aber wie soll das gehen? Ungarn hat Polen und umgekehrt.Es kann also keine einstimmige Antwort geben.Bin gespannt ,wie die EU damit umgehen wird?????

Es geht nicht um "Vorteile oder Verpflichtungen"

Wer die Entstehungsgeschichte der EU erinnert der weiss, dass diese Union in erster Linie aus wirtschaftlichen Gründen entstanden ist. Montanunion - Europäische Wirtschaftsgemeinschaft usw. Demokratie war immer zweitrangig. Das sieht man auch an den schwachen Möglichkeiten des EU-Vertrages (Einstimmigkeitsprizip!), demokratiefeindliche Umtriebe wie in Polen oder Ungarn zu verhindern. May liegt auf der gleichen Linie wie Orban & Co. Mit dem Brexit sollen die letzten Reste der Demokratie beseitigt werden, damit die Wirtschaft neoliberal wüten kann.

Wenn die Engländer jetzt

Wenn die Engländer jetzt Angst vor dem Brexit bekommen sollen sie das Ganze doch abbrechen.
Extrawürste danach kann ja wohl nicht sein so nach dem Motto: Wir wollen zwar nicht Euch aber Euer Geld..

Aber sie konnten sich ja schon immer damit durchsetzen, ich hoffe dass damit Schluss ist.

Entweder ganz oder gar nicht.

@cornelius.k

Verstehe garnicht warum Sie das hier hochschaukeln wollen. Selbstverständlich gehört UK weiterhin zu Europa, diesbezgl. bleibt alles wie es ist, alles andere ist Verhandlungssache. Es gibt allerdings ein paar Regeln, die werden bestimmt nicht vom schwachen Verhandlungspartner festgelegt. Oder dachten Sie UK diktiert die Modalitäten des Austritts, das Ergebniss, und die Bedingungen eines Freihandelsabkommens den verbleibenden 27 Staaten........
Es gibt einen wesentlichen Punkt für ein Freihandelsabkommenoder den Verbleib in der Zollunion 1. Erst wird der Austritt verhandelt, 2.Akzeptanz der Personenfreizügigkeit
3. Alles hat einen Preis.
(Ähnlich Schweiz,Norwegen)
Wer das nicht will, solls lassen.
Das hat nichts mit bashing erpressen oder ähnliches zu tun.
Rosinenpickerei gibt's nicht mehr !

@08:47 von cornelius.k.

ein "verletztes" Europa nach Rache dürstet!

Niemand dürstet nach Rache. Aber wenn UK aus der EG ausgetreten ist, ist es im Verhältnis zur EG ein Staat ohne jegliche Beziehungen zur EG. Sie wollen nicht Mitglied der Wirtschafts- oder Zollunion sein, dem Schengen-Abkommen beitreten schon gar nicht - was bleibt denn da noch übrig? Selbst die Schweiz gehört zum Schengen-Raum und anerkennt Schengen-Visa und -Aufenthaltsgenehmigungen - UK tat das noch nie!

Es bleibt nur, neue gegenseitige Zoll- und Handelsabkommen zu schließen. Daß sich sowas hinziehen kann, sollte aber jedermann klar sein. Daß UK dabei nicht am längeren Hebel sitzt, auch. Verhandlungen werden aber sicher umso einfacher, je mehr man sich gegenseitig als Freund und Partner ansieht.

Letzteres würde ich mir bei der EG auch im Verhältnis zu Russland wünschen, das man derzeit in der offiziellen EG-Politik eher als Feind und Rivalen behandelt.

Du musst Dich entscheiden...

Ist ja schon bei der Kindersendung 1, 2 oder 3 so ...

Es war ja schon idiotisch, eine solch weittragende Entscheidung mit einer einfachen Mehrheit beschliessen zu lassen. Deshalb gibt es für verfassungsändernde Maßnahmen in Deutschland eine 2/3 Mehrheit im Parlament.

Dank nochmals an David Cameron, der für einen billigen Wahlsieg die Zukunft der EU und von GB aufs Spiel gesetzt hat. Mittlerweile gibt es ja offenbar keine Mehrheit mehr für den Brexit in GB.

Jetzt ist es so wie es ist. Halbschwanger geht nicht. Rein oder raus, dann aber mit allen Folgen.

Man darf nicht vergessen, dass die Briten über viele Jahre schon EU-Beitragsvergünstigungen erhalten hatten und in den letzten Jahren auch ständig alle möglichen Beschlüsse torpedierten.

Vielleicht ist es gut, dass die Briten extern weitermachen und die EU in diesem Zuge endlich reformiert wird.

Dass wir der EU trotz aller Nachteile viel verdanken, steht für intelligente Personen außer Frage. Mal sehen wo GB alleine hinsteuert.

Der Brexit ist Geschichte! Es

Der Brexit ist Geschichte!
Es wäre an der Zeit darüber nach zu denken, warum er eigentlich kam. Diese ehrliche Aufarbeitung erwarte ich von von unseren Medien. Von den verantwortlichen Politikern oder EURO-Technokraten ist vermutlich keine echte Analyse zu erwarten.
Was bisher aber nicht weiter thematisiert wurde, ist der fehlende jährliche EU-Beitrag aus GB nach 2019. Nach Schätzungen beläuft er sich auf ca. 10 Mrd. Euro. Und unstrittig sein dürfte, dass D wieder mal den Löwenanteil beisteuern muss. Den Exportverlust nicht eingerechnet.
Ja, ich glaube, dass wir nach den Wahlen eher Steuererhöhungen sehen werden, denn -erleichterungen.
Manchmal hilft logischer Weitblick mehr als pol. Kurzsichtigkeit. Ach ja, ich vergaß ja ganz, dass Politiker nur in Legislaturperioden denken.

Etwas skurril das Ganze

Da entscheiden ein paar alte Männer und Frauen über die Zukunft. Diese wiederum betrifft die ja gar nicht mehr, sondern hauptsächlich die jüngere Generation. Und diese wiederum will ja in der großen Mehrzahl das alles gar nicht.

Das nennt man glaube ich britischen Humor.

um 08:47 von cornelius.k: Seltsame Logik

Ihre erwähnten europäischen geschichtlichen Zusammenhänge können sie getrost vergessen. So positiv waren die genau genommen nie, vor Allem nicht gegenüber Deutschland. Das "Made in Germany" war eine Erfindung der Briten um deutsche Produkte schlecht zu machen, der Schuß ging nach Hinten los.

GB sieht sich Heute noch als Weltmacht und zärt von ihrer Geschichte als weltweite Kolonialmacht. Und gerade der Punkt der Geschichte ist ein negatives Beispiel für Britannien. Dieser Teil der Geschichte zeigt die Arroganz der Briten und das sie in dieser Zeit menschenverachten und brutal ihre Ziele durchsetzen wollten. Amerika scheint das übernommen zu haben.

Fakt ist das die Briten sich demokratisch für eine Austritt entschieden haben. Sie haben keine Forderungen zu stellen, der Vertrag läuft aus, vertragliche Verpflichtungen sind zu erfüllen.

Sollte man zu einem spätere Zeitpunkt wieder eine "wirtschaftliche" Nähe zu Europa suchen gibt es Verhandlungen zu Freihandelsabkommen, meist >10 Jahre!

Vorteile des Brexit überwiegen

Zumindest für Europa. Es wird einfacher Entscheidungen zu treffen. Es gibt keine Extrawürste, die EU kann sich in vielerlei Hinsicht weiter entwickeln. Einfacher als mit den Briten.

Und wenn die heutige Generation von Inselpolitikern ausgestorben ist, wird die jüngere Generation vermutlich wieder in die EU eintreten wollen. Dann natürlich ohne Extrawürste. Bis dahin sollten wir weiter gut Freund sein mit den Briten.

Das heißt aber nicht, dass es keine harten Verhandlungen geben darf. Die Insel braucht uns wirtschaftlich mehr als umgekehrt.

Rosinenpicken

Übergangsphasen mögen hilfreich sein, aber nur ohne Rosinenpicken. Wenn, dann für alle Bereiche. Und natürlich: Formal ist UK 2018 ausgetreten, alle Übergangsmaßnahmen bedürfen der Zustimmung aller EU-Mitglieder. In vielen Bereichen kann es keine Übergangsmaßnahmen geben: Z.B. Zollgrenzen hat man oder man hat sie nicht. Und allein Zollgrenzen neu zu organisieren braucht sehr viel Zeit. Man kann die verschiedenen Punkte höchstens zeitlich nach 2018 verteilt anordnen. Aber da wird die EU sicherlich verlangen, dass hier vorteilhafte und aus britischer Sicht nachteilige Punkte gleichermaßen verteilt werden. Also der für den Brexit zentrale Punkt der Freizügigkeit der EU-Bürger in der EU sofort abschaffen, aber den single passport für Finanzdienstleistungen noch aufrecht erhalten, geht gar nicht.

@tharnee 9.13 Uhr Ungarn und Polen

Wie die EU damit umgehen soll?

Es gibt eine Menge Möglichkeiten und ich gehe davon aus, dass die alle genutzt werden. Letztendlich muss man nur genug Druck ausüben. Die Gefahr, dass Polen aus der EU Austritt und sich Richtung Russland wendet sehe ich nicht. Und bei Ungarn kann ich mir das ehrlich gesagt auch nicht vorstellen.

Es ist immer einfach,...

...mit dem “Knüppel drauf zu hauen“, wobei gern vergessen wird, dass dabei Brücken eingerissen werden, die auch künftig noch dringend gebraucht werden.
Dass es überhaupt zum Pro für den Brexit kam, hatte den simplen Grund, dass die Befürworter einfach dermaßen die Nase voll hatten, dass ihnen letztlich egal war, was folgt - Hauptsache etwas anderes. Dabei haben viele Unzulänglichkeiten eine Rolle gespielt, vor allem die Einwanderungspolitik, die zu teils grotesken Entscheidungen von Lokalpolitikern geführt hat. Gespräche mit Betroffenen erhellen da mehr als jeder Zeitungs- oder Fernsehbericht.
Die Kehrseite ist die, dass durch den geforderten “ Basta-Brexit“ unabsehbare Folgen für viele Arbeitnehmer, für Familien, Unternehmen entstehen, die neue Probleme schaffen, hüben wie drüben.
Deshalb halte ich die Überlegungen der 'Brexit-Minister' für sehr überlegenswert.
cornelius.k., 08:47, spricht mir da aus der Seele.

@09:41 von vriegel

Da entscheiden ein paar alte Männer und Frauen über die Zukunft. Diese wiederum betrifft die ja gar nicht mehr, sondern hauptsächlich die jüngere Generation. Und diese wiederum will ja in der großen Mehrzahl das alles gar nicht.

Vergessen Sie hier möglicherweise, daß es ein Referendum gab? Warum hat die große Mehrzahl da nicht dagegengestimmt?

Bewundernswert finde ich, daß man in UK den Ausgang des Referendums ernstnahm und umsetzt. Hierzulande wäre so lange hin- und hergeschoben worden, bis das rausgekommen wäre, was die Politiker sich vorher gewünscht hätten.

Ach, was rede ich, hierzulande gibt es so etwas wie Volksabstimmungen oder Referenda ja gar nicht.

Bin froh wenn dieser Spuk

Bin froh wenn dieser Spuk 2019 vorüber ist. Die Mehrheit der britischen Bevölkerung haben sich für einen "Out" entschieden und das sollten wir alle respektieren. Aber bitteschön keine Extra Würste mehr, schließlich ist die EU kein "Wünsch dir was" Verein oder ähnliches. Das sollten die Briten ebenfalls respektieren. Hätten wir nicht die Sorgenkinder Polen und Ungarn wäre alles viel einfacher. Wo kämen wir denn hin wenn jeder machen kann was er will? Ich hoffe das am Ende, sowohl die Briten als auch die EU einen guten Mittelweg finden. Ich persönlich finde es schade das es soweit kommen musste. Aber der Volkswille muss und wird durchgesetzt werden. Auch hoffe ich das sich dieser Prozess nicht ewig hinzieht!

09:34 von Hexer

"" Ja, ich glaube, dass wir nach den Wahlen eher Steuererhöhungen sehen werden, denn -erleichterungen.
Manchmal hilft logischer Weitblick mehr als pol. Kurzsichtigkeit. Ach ja, ich vergaß ja ganz, dass Politiker nur in Legislaturperioden denken.""
#
Ja , dem kann ich nur zustimmen.Auch ich sehe eher Steuererhöhungen nach der Wahl.

Planlosigkeit!

Den Englaendern geht es mit dem Brexit - frei nach FJS- so wie Christoph Columbus:
Als er losfuhr,wusste er nicht wo es hinging,als er ankam,wusste er nicht wo er war und als er zurueckkam,wusste er nicht wo er gewesen war - und das alles mit fremdem Gelde!
Empfehlenswert zum Selbstverstaendnis der Englaender: rte.ie radio1 callan's kicks well done Britain

um 10:08 von riewekooche: Richtig

Zitat: "Vergessen Sie hier möglicherweise, daß es ein Referendum gab? Warum hat die große Mehrzahl da nicht dagegengestimmt?"

Das war meiner Meinung nach das größte Problem. Ähnliche Probleme gibt es auch bei uns.

Bei einer Doku wurden die Leute nach dem Brexit befragt, vor Allem junge Leute und Studenten. Gerade die haben an der Abstimmung nicht teilgenommen und merkten erst was das bedeutet. Nachher ist man schlauer als vorher kommt leider meistens zu spät. Ob das Trägheit, Faulheit oder Desinteresse ist weiss ich nicht, mich regt nur das Gejammer danach immer auf. Wie geschrieben, Ähnlichkeiten zu uns sind frappierend.

Normalerweise bin ich auch ein Freund von Volksentscheiden, wenn aber meistens die Wahlbeteiligung nicht über 35% liegt kann man diese Entscheide in die Tonne treten. Leider die bittere Wahrheit.

Ich bin der festen Meinung,

Ich bin der festen Meinung, das die Briten einfach zu stolz sind um doch nicht aufzutreten. Das nur eine einfache Mehrheit dafür gereicht hat war m.M.n. das Problem. Ich wäre auch für Volksbefragungen hier in DE, aber dann bitte mit einer 2/3 Mehrheit. Zumindest für weitreichende Entscheidungen wie der Brexit.

10:08 von riewekooche

"Vergessen Sie hier möglicherweise, daß es ein Referendum gab? Warum hat die große Mehrzahl da nicht dagegen gestimmt?"
Die jüngeren Leute haben beim Referendum gar nicht erst abgestimmt, weil sie sich wie bei uns keine großen Gedanken über ihre Zukunft und die Folgen des Brexit gemacht haben. Jetzt, wo sie merken, dass die EU große Vorteile auch besonders für GB gebracht hat, sind sie gegen den Brexit. Nun besteht wahrscheinlich für die einzelnen Regionen in GB nur noch die Möglichkeit, einen neuen Aufnahmeantrag in die EU zu stellen? Aber das muss man abwarten.

@riewekooche - viele konnten gar nicht wählen

In England gibt es kein Einwohnermeldeämter & auch keinen Perso mit Adresse .
Mit Hilfe von Rechnungen &Kontoauszügen
bewaffnet ,registriert man sich bei der Electoral Roll (Wahlregister) dann weiß die Gemeinde/Stadtverwaltung, dass sie da auch wohnen.

Man kam gar nicht mit dem anmelden nach
und ein großteil konnte gar nicht erst wählen.

10:33 von JueFie

um 10:08 von riewekooche: Richtig

Zitat: "Vergessen Sie hier möglicherweise, daß es ein Referendum gab? Warum hat die große Mehrzahl da nicht dagegengestimmt?"

Das war meiner Meinung nach das größte Problem. Ähnliche Probleme gibt es auch bei uns.

Bei einer Doku wurden die Leute nach dem Brexit befragt, vor Allem junge Leute und Studenten. Gerade die haben an der Abstimmung nicht teilgenommen und merkten erst was das bedeutet. Nachher ist man schlauer als vorher kommt leider meistens zu spät. Ob das Trägheit, Faulheit oder Desinteresse ist weiss ich nicht, mich regt nur das Gejammer danach immer auf. Wie geschrieben, Ähnlichkeiten zu uns sind frappierend.

Normalerweise bin ich auch ein Freund von Volksentscheiden, wenn aber meistens die Wahlbeteiligung nicht über 35% liegt kann man diese Entscheide in die Tonne treten. Leider die bittere Wahrheit.
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Aber bei Wahlen interessiert es nicht warum nur 35 % die Bestimmung legitimieren?

sapere aude 09:15

Was sie da schreiben ist historisch falsch. Die Montanunion war von Anfang an eine politische Union und zwar eine der Friedenspolitik. Man hat die Rohstoffe (Kohle und Stahl) die zur damaligen Zeit die wichtigsten waren, um krieg zu führen oder aufzurüsten unter eine gemeinsame Aufsicht gestellt. Erstes Ziel der Montanunion war nicht die Wirtschaft sondern der Frieden

@riewekooche, 10:08

Ja, es gab ein Referendum. Das wurde von Cameron sehr schlecht vorbereitet angesetzt, warum auch immer. Die wirkliche Bedeutung des Brexit war kaum einem Wähler bei der Abstimmung klar. Diese aber für populistische Vereinfacher ein gefundenes Fressen.

Nein, hierzulande gibt es derartige Referenda nicht. Und das ist, wie ich finde, auch gut so. Ich bin nicht grundsätzlich gegen Referenden, aber man muss schon sehr genau hinschauen, wenn man so ein Instrument einführen will.

Soll es eine Mindest-Wahlbeteiligung geben (Bei 50% Beteiligung und 51% Zustimmung entscheiden 25% der Wahlberechtigten über den Ausgang.)? Oder eine Wahlpflicht?

Reicht bei einer so weitreichenden Entscheidung wie dem Brexit 50% Zustimmung? Oder sollten es, wie bei einer Verfassungsänderung, 67% sein? Soll man mit 50% Zustimmung die Todesstrafe einführen können (TÜR)?

Ein Referendum birgt immer die Gefahr der "Diktatur durch eine populistisch vereinfachte Volksmeinung". Und das wollen auch Sie sicher nicht.

Vergessen wir doch nicht ...

... dass UK nur deshalb der EU beigetreten ist, weil die USA einen Fuß in der Tür eines vereinten Europas haben wollten. UK hat das widerwillig getan und sich auch immer dementsprechend verhalten.

Nun will ja Trump keinen so engen Kontakt mehr zu Europa, insofern brauchen die USA auch UK nicht mehr. Also ist es nur folgerichtig, dass UK geht. Da sie aber die EU noch nie wirklich gemocht haben, gibt es auch keinen Grund für irgendwelche Übergangsfristen oder Sonderbehandlungen.

Ab 2019 wird über bilaterale Abkommen neu verhandelt. Da ist es auch legitim, wenn UK dann so viele Vorteile wie möglich für sich rausschlagen will. Aber erst dann.

Das Gefühl der Freiheit

Die Briten haben es, die Bürger in der EU müssen es erst noch wiederentdecken: Das Gefühl der Freiheit! Endlich! Solange bleibt man eben versklavt! Ist das nun zeitgemäß oder nicht?
Die EU schmollt, weil GB diesen Weg eingeschlagen hat, und die Medien hier hoffen doch nur, dies verhindern zu können. Also werden Angstszenarien ohne Ende aufgebaut und ständig wiederholend eingetrichtert. Als Warnung, auch die Freiheit zu suchen?
Das undemokratische Kunstobjekt EU entlarvt sich hier selber. Täglich immer mehr!

Harter oder weicher Brexit ?

Was ist das überhaupt für eine Frage ? Das hört sich ja so an, als gäbe es keine Regelungen, wenn ein Land die Eu verlässt. Ob es einem hart oder weich erscheint, das muss man dann jedem selber überlassen.

09:41 von vriegel

Da entscheiden ein paar alte Männer und Frauen über die Zukunft.
.
so ist das eben in einer Gesellschaft
alle haben die Option gemeinsam zu entscheiden ....
alte und junge,
dicke und dünne
gebildete und weniger gebildete
.... und wer nicht hingeht .... hat Pech gehabt
.
und vielleicht beruhigt es sie
hätten "die Alten" nicht den Hintern bewegt,
während "die Jungen" noch in ihren Windeln lagen,
gäbe es keine Schulen, Wohnungen, Straßen
und wenn die Jungen sich nicht später bemühen ....
gibt's keine Altenheime
ist doch ein sauberer Deal

Es ist jetzt schon klar, dass

Es ist jetzt schon klar, dass GB die Brexit Hauptziele nicht erreichen wird, z.B. wird sich das Land auch in Zukunft an EU Gesetze halten müssen ( tausende werden bereits jetzt in nationales Recht übertragen: was für eine Augenwischerei von " Selbständigkeit " ) . Die meisten Exporte gegen ja in die EU. Nur dass es in Zukunft die Gesetze nicht mehr beeinflussen kann. Alle EU Bürger werden in GB bleiben dürfen im Gegenzug für " Bleiberecht " von GB Bürgern in der EU. Die Bauern bekommen keine Subventionen mehr,....
Egal ob hart oder weich: Brexit ist eine extrem dumme Idee in jeder Hinsicht.

Wie reagieren...

Sofern es sich nur um innenpolitische Maßnahmen handelt hat die EU sowieso keinen Einfluss. Niemand hat grundsätzlich Interesse an einem schwachen, instabilen GB.
Andererseits darf die EU nicht dabei helfen den Brexit zu einem Erfolgsmodell und somit zum Vorbild für andere Länder zu machen.
Wenn GB es schafft sich "Rosinen" von außerhalb zu organisieren ohne entsprechende Gegenleistungen an die EU-Gemeinschaft war´s das dann bald.
Man könnte ja alle EU-Mitgliedsbedingungen multilateral vertraglich rekonstruieren und einfach nur formal so tun als wenn GB draussen wäre ;-)

re paule2

"Das Gefühl der Freiheit

Die Briten haben es, die Bürger in der EU müssen es erst noch wiederentdecken: Das Gefühl der Freiheit! Endlich! Solange bleibt man eben versklavt"

Ich fürchte, Sie machen sich lächerlich mit diesem Pathos. Und dass man sich in der EU versklavt fühlt dürfte eine sehr spezielle Empfindung Ihrerseits sein.

re Paule 2, 11:46

Ohne Ihnen nahe treten zu wollen, aber Ihr Beitrag ist fast schon peinlich.
Wenn Sie glauben, auf GB kämen jetzt goldene Zeiten von Freiheit (was für ein unpassender Ausdruck in diesem Zusammenhang) und Wohlstand zu, dann passen Sie in den nächsten Jahren gut auf, was geschehen wird.
Und da Sie sich ja offensichtlich unfrei in der EU fühlen, probieren Sie's doch mal ein paar Monate in Kenia, Sudan, Libyen, Venezuela...
Wer den Wert, hier frei leben zu können, reisen zu können, wohin er will, politischen Unsinn öffentlich verbreiten zu können, ohne Gefahr zu laufen, eingelocht zu werden usw. - wer das nicht nur nicht begriffen hat, sondern darüber herzieht, hat nicht den Anflug einer Ahnung, wie gut es ihm geht.

13:05 von karwandler

"Und dass man sich in der EU versklavt fühlt dürfte eine sehr spezielle Empfindung Ihrerseits sein."

Der war gut. Hier sind wir einer Meinung Herr karwandler.

Im Gegenteil, die EU hat uns sehr viele Freiheiten gebracht. Ich wohne "grenznahe" und denke daher es doch ein wenig beurteilen zu können.

re harry_up 13:30

Mein Apell an die Freiheit bezieht sich natürlich auf die nationale Freiheit = Souveränität. Aber das wollen Sie ja nun ganz gewiß und bewußt überhört haben.
GB kommt es nun mal genau auf DIESE Freiheit an. Alles andere ist verhandelbar und wird auch geschehen!

Zu paule2

Historisch betrachtet: selten war man in Europa so friedlich, einig und prosperierend. Vielleicht wollte der Forist paule2 nur einen Scherz machen?!
Die EU als Versklavung zu empfinden, das ist eine komplette Verdrehung der Wirklichkeit und die meisten Leute mit gesundem Menschenverstand dürften dies erkennen.

Britische Minister für Brexit-Übergangsphase

Das sind doch zweitrangige Fragen.Ob Übergangsphase oder nicht.
Wichtig ist der Austritt aus der EU.
Und wer äußert sich darüber unzufrieden ?
Diejenigen,die für den immer stärker werdenden deutschen Export stehen.Ihre politischen und medialen Befürworter.

Reif für die Insel

Ich bin wirklich gespannt, ob und wie lange die Brexitloyalität die Verhandlungen mit der EU übersteht. Alle Vorschläge der Briten laufen bisher darauf hinaus, die Vorteile einer EU-Mitgliedschaft beizubehalten. Dabei hatte es die für die Brexit-Befürworter gar nicht gegeben. Versprochen wurden goldene Zeiten allein durch die Aufkündigung aller EU-Verträge. Und jetzt versucht man einen Brexit unter Beibehaltung aller EU-Verträge.

Ich denke, den Engländern ist die Konsequenz ihrer Insellage vielfach nicht bewusst. Sie verbinden vergangenen Wohlstand mit ihrer Souveränität. Tatsächlich basierte dieser aber immer auf fairem Handel mit der EU und unfairem Handel mit seinen ehemaligen Kolonien. Diese sind aber längst weg!

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