Ihre Meinung zu: Zehn Jahre nach dem IKB-Crash: "Stupid Germans in Düsseldorf"

29. Juli 2017 - 11:24 Uhr

Am 30. Juli 2007 brach die Düsseldorfer IKB zusammen - der Beginn der Finanzkrise in Deutschland. Warum wackelten hierzulande bereits die Banken, als der Lehman-Crash noch mehr als ein Jahr entfernt war? Von Heinz-Roger Dohms.

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Kommentare

Krise

...und was, bitteschön, hat sich seit dem fundamental verändert?
Der Verbraucher vergisst zu schnell, vor allem in Deutschland, in einem Land, in dem Verursacher nicht bestraft, sondern mit Rettungspaketen gepempert werden. Keine Angst, die nächste Rettung mit Finanzspritze wird bereits von der Bundesregierung umrissen: Finanzinfusion für die Autoindustrie, damit sie weiter tun und lassen kann, wie bisher...

Zehn Jahre nach dem

Zehn Jahre nach dem IKB-Crash: "Stupid Germans in Düsseldorf"
"Am 30. Juli 2007, einem ungewöhnlich kühlen Sommertag, gab die damals weithin unbekannte Düsseldorfer Industriekreditbank (IKB) eine sogenannte Ad-Hoc-Meldung heraus. Der Inhalt las sich schwammig. Von einem Hauptaktionär war die Rede, der "in Liquiditätslinien eintreten" werde. Und von einem Vorstandschef, der "im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat aus seinem Amt"
Was sich alles einvernehmlich sozialverträglich, d. h. ohne Risiko, so von Bankern abgeseilt hat, das fühlt eine umfangreiche Liste. Doch sowohl in Deutschland als auch in den USA gab es im Vorfeld schon wenige Insider, die die Risiken und Nebenwirkungen eindeutig beschrieben haben. Siehe auch Prof. Dr. Max Otte „Der Crash kommt“ 8/2006. Nur was für eine Situation haben wir heute? Kann man auch definieren..

Deutsche Finanzkrise?

Ich meine es war eine reine Bankenkrise und die USA hat darunter gelitten und auch teilweise Eu-Nationen aus der Eurozone, sorry, z.B. wir nicht und meine Frau angestellt bei Friedrichshafen Ag auch nicht!

Zehn Jahre nach dem IKB-Crash:"Stupid Germans in Düsseldorf

Die IKB wurde mit 3,5 Milliarden Euro von der bundeseigenen Bank für Wiederaufbau gestützt.Also letztendlich vom Staat.Und warum ? Die IKB hat sich vom Mittelstandsfinanzierer zum Investor für strukturierte Kreditprodukte gewandelt.Die IKB hatte verlustträchtige amerikanische Wertpapiere für 13 Mrd. Dollar gekauft.Diese Käufe wurden durch den Verkauf von commercial papers finanziert.
Die Refinanzierung war dann durch den Ausbruch der subprime Krise nicht mehr möglich.

Das wusste ich auch schon 2007....

...das ein Crash (weltweit) bevorsteht... damals habe ich Aufträge von Unternehmen bekommen (Logo, Webseiten etc,) für Ihre IPO´s.... meine Kunden sagten mir dass bald nicht mehr zu holen sei auf dem Finanzmarkt und daher schnell noch den markt abräumen wollten... hatte ich als Grafiker überhaupt nicht verstanden... erst nachdem ich durch mehrere Aufträge langsam im Bilde war wie das so abläuft war auch schon die Krise da... jetzt soll mir einer erzählen die Banker und Finanzdienstleister hätten nichts gewusst, genau andersherum haben alle zusammen die Krise durch schnelle Gewinne erst richtig in Fahrt gebracht... der Durchschnittsbürger war nur erstaunt was da gerade los ist... der wissende Rest hat bis zum Fall aller Kurse kräftig abgeräumt... eine Schweinerei ohne gleichen... von wegen Bankenrettung, die haben doch alle nochmal abkassiert auf Kosten der Steuerzahler!!!

Es wird Zeit

dass die Politik sich endlich von den Finanzmärkten distanziert. Es kann nicht sein, dass wir von den Banken regiert werden. Aber das geht in einige Köpfe nicht rein. Es geht immer ums Geld. Dies war auch bei der Griechenland Krise so. Es ging nicht um Griechenland sondern nur um die Banken. Lasst doch endlich mal einige dieser Zockervereine sterben. Ganz vorne dran die Deutsche Bank.

Nix dazu gelernt ... der nächste Crash kommt!

... die gleiche Krise nur um ein paar Faktoren größer wird sich in den nächsten Jahren einstellen, "dank" der Niedrigstzinspolitik der EZB und des hemmungslosen Aufkaufs von Schrottpapieren durch Hrn. Draghi!

Wie ist die Krise von 2008 denn entstanden? Genau: indem man eine Politik der billigen Geldes, des niedrigen Zinsniveaus betrieben hat und damit überhaupt all die toxischen Kredite unterstützt und finanziert hat, die das Schiff dann zum Kentern brachte.

Seit Jahren betreibt die EZB exakt das Gleiche, nur um ein vielfaches größer. Mit Billionen EUR-teuren Aufkauf von Schrottpapieren durch die EZB und eine Niedrigstzinspolitik stützt man den Euro und toxische Kredite von Banken, die und der schon lange keine Bonität mehr besitzen und unter Normalbedingungen vom Markt schon längst hinweggefegt worden wäre.

Und das nur um eine realitätsferne Vision und Wunschdenken der Politik aufrechtzuerhalten und das Eingeständnis der Politik in ihr Scheitern auf ganze Linie zu verhindern!

stupid Germans trifft es

dumm sind allerdings die deutschen Bürger, auf deren Kosten die Spekulanten und Banken gerettet wurden. Richtig wäre gewesen: Banken als Privatunternehmen pleite gehen lassen und wo nötig verstaatlichen ohne Entschädigung der Eigentümer. Etwas, das man Insolvenz nennt und sonst überall in der Wirtschaft Gang und Gebe ist. Nicht so unter Merkel, nicht so in Deutschland.

"Zehn Jahre nach dem

"Zehn Jahre nach dem IKB-Crash" und nichts hat man gelernt. Im Gegenteil es wird so weitergemacht wie bisher nur auf einem höheren Level weil ja nun seit dem ein paar extra Trillionen Spielgeld geduckt wurden.
Fachleute in USA warnen das der nächste Crash schon bald kommen wird. Ich denke mal die Banken müssen das unbedingt noch ein paar Monate hinauszögern damit man es einigermassen glaubwürdig dem Chump in die Schuhe schieben kann, denn einer muss ja dann Schuld gewesen sein und das ist Trump.
Was dann auf den anderen frei und fair gehandelten Börsen dann passiert kann sich ja jeder selber ausmalen.

13:46 Erny

Das wusste ich schon 2007

Sie haben recht es gab eine Ursache und Wirkung.
Und gestern haben wir uns noch aufgeregt über linke und rechte Straftaten. Aber die Straftaten in Nadelstreifen vergessen und wie viel Schaden angerichtet wurde und wird und wie viele Existenzen vernichtet wurden war schon lange kein Thema mehr. Nur zum Verständnis Straftaten bleiben Straftaten egal von welcher Seite verursacht nur scheinen je nach Couleur und Partei und Bedarf sich jeweils unterschiedlich aufgeplustert zu werden.

@El Chilango, 13:52h

"Nix dazugelernt!"

Genau so isses. Die Qualifikation der Politiker, allen voran unserer Bundesregierung, ist schon erschreckend. Sie lassen sich von den großen Wirtschaftsbossen, die natürlich nur ihr eigenes Wohl im Sinn haben, immer wieder auf der Nase herumtanzen. Bei den Banken ist es nun der ehemalige Investmentbanker Hr. Draghi der die Euro-Regierungen an der Nase herumführt zum Wohle seiner Kollegen in den Vorstandsetagen der Banken. In der Automobilindustrie ist es Hr. Wissmann, der mit seinen ehemaligen Kollegen in der Regierung kungelt, um die groß angelegten Betrügereien der Konzerne zu decken.

Neben der Inkompetenz ist es dann noch die Arroganz unserer Politiker, denn Warnungen von Fachleuten hat es immer vorher gegeben, die den Bürger viel Geld kosten.

10 Jahre nach Ausbruch der Finanzkrise

Professorin Anat Admati (Princeton University) und Professor Martin Hellwig (Max-Planck-Institut zur Erforschung von Kollektivgütern in Bonn), die 2012 gemeinsam das brillante und bahnbrechende Buch und den weltweiten Bestseller „Des Bankers neue Kleider“ geschrieben haben, sprechen sich sehr deutlich für eine bilanzielle Eigenkapitalquote von Banken in Höhe von 20 % bis 30 % der Bilanzsumme aus, um die weltweite Stabilität des Finanzsystems erheblich zu erhöhen, und um die drohende Gefahr einer Wiederholung der weltweiten Finanzkrise von 2007-2009 in der Zukunft systematisch zu minimieren bzw. präventiv zu verhindern.
Ende 2016, rund zehn Jahre nach Ausbruch der weltweiten Finanzkrise, lag die bilanzielle Eigenkapitalquote im deutschen Bankensystem bei extrem niedrigen rund 5%. Die bilanzielle Verschuldungsquote des deutschen Bankensystems lag folglich Ende 2016 bei gefährlich hohen 95%. Damit ist die nächste Banken- bzw. Finanzkrise in Deutschland vorprogrammiert!

Mehr Markt!

Das einzige, was derartige Fehlentwicklungen vermeiden kann, ist ein konsequent gehandhabter Kapitalismus. Entgegen oft wiederholter Annahmen hat nicht der Markt versagt, sondern die staatlichen, pseudo- sozialistischen Interventionen sind schuld.
Wenn man schlecht geführte und dann folgerichtig insolvente Firmen (hier: Banken) ohne Wenn und Aber pleite gehen lässt, dann ist mit dem Gezocke ganz schnell Schluss. Die überlebenden, konservativ gemanagten Firmen können die Marktanteile übernehmen. Und sie werden sich für alle Zeiten in acht nehmen, das Gebaren der ersteren nachzuahmen.

In Ihrer Aufzählung

Fehlt noch die ebenfalls ins Düsseldorf beheimatete Deutsche Apotheker- und Ärztebank kurz apo-Bank, die sich die Probleme in Form des damaligen Hauptverantwortlichen von der Sachsen LB teuer eingekauft hat und aufgrund ihrer Rechtsform äußerst zähneknirschend von den Volks- und Raiffeisenbanken aufgefangen werden musste.

Betrugspakete

Wieso zahlen Deutsche Autokonzerne und Banken in Amerika eigentlich Milliardenstrafen, wenn umgekehrt Amerikanische Banken und Ratingagenturen bei einem offensichtlichen Betrug völlig ungeschoren davon kommen ? Jeder der sich mit der Subprime Krise länger als nur fünf Minuten beschäftigt hat weiß, dass den Amis sehr wohl bewusst war was sie in ihren Triple A Paketen so verkauft haben. - Wenn das der angestrebte Freihandel sein soll, so kann ich gut darauf verzichten.

Wundert es einen?

@kirl .. lesen Sie doch bitte noch einmal nach, wodurch es zu der Finanzkrise kam (dies ist ja nun reichlich von unabhängigen 'Experten' aufgeführt worden) .. und es war doch eine konservative Regierung zu der Zeit, die weder zum Wohle des Volkes, sondern zum Wohle der Wirtschaft entschied .. ein konsequent kapitalistischer Weg war, die Banken zu retten und nicht die Steuergelder des Bürgers .. und in den Gefängnissen sitz wer? Banker?

Der Bürger rettet die Bank vor der Insolvenz, die Bank rettet den Bürger vor der Insolvenz? Das wäre soziale Marktwirtschaft ..

Die einfachste Methode, diese Börsenblasen und Milisekunden Trades zu reduzieren wäre, auf jeden Handel Steuern zu erheben (wie bei 99% aller anderen Arten von Handel) ..

Aber wer glaubt noch an eine Veränderung, obwohl es jeder Bürger bei der Wahl mitentscheiden könnte.

Was Sie heute wie neu erklären,

war damals aktuell schon im Spiegel zu lesen. Ich habe ich ihn aufbewahrt.

Finanz Krise

Ja wem gehört eigentlich so eine Bank oder wer Besitzt sie?
Da sind meist Groß-Konzerne und Unternehmen mit so und soviel Prozentual
beteiligt.
oder meint ihr die Dresdener Bank gehört
"Herrn Dresden".
oder VW gehört "Herrn VW"

@15:16 von Kirl - mehr Fakten und weniger Populismus!

>>
Entgegen oft wiederholter Annahmen hat nicht der Markt versagt, sondern die staatlichen, pseudo- sozialistischen Interventionen sind schuld.
<<

Was Sie schreiben, ist weitgehend faktenfrei. Welche "staatlichen, pseudo-sozialistischen Interventionen" sollen denn Ihrer Meinung nach zum Zusammenbruch von Lehman Brothers geführt haben?

>>
Wenn man schlecht geführte und dann folgerichtig insolvente Firmen (hier: Banken) ohne Wenn und Aber pleite gehen lässt, dann ist mit dem Gezocke ganz schnell Schluss.
<<

Man kann Banken nur dann ohne Wenn und Aber Pleite gehen lassen, wenn es sich um eine kleine Kreissparkasse handelt. Im Falle einen international verflechteten Unternehmens kann man so nicht vorgehen, wie das Beispiel Lehman Brothers deutlich gezeigt hat. Diese Bank hat man auch nicht gerettet, sondern ohne Wenn und Aber Pleite gehen lassen. Die weltweiten Folgen sind bekannt.

Große Institute müssen geordnet abgewickelt werden und sowas dauert Jahrzehnte (siehe WestLB/Portigon).

@Kirl

""Wenn man schlecht geführte und dann folgerichtig insolvente Firmen (hier: Banken) ohne Wenn und Aber pleite gehen lässt, dann ist mit dem Gezocke ganz schnell Schluss.""

Sie meinen so wie 1928?

""Die überlebenden, konservativ gemanagten Firmen können die Marktanteile übernehmen. Und sie werden sich für alle Zeiten in acht nehmen, das Gebaren der ersteren nachzuahmen.""

Keine 10 Jahre und alles ist vergessen.
Gier frisst Hirn.

Genau das Gegenteil sollte der Fall sein. Die Gesellschaft lernt aus solchen Fehlern und sollte durch Gesetzgebung verhindern das diese sich wiederholen.

Zur (De-)Stabilität des Finanzsystems im Herbst 2016

Sehr geehrte Damen und Herren!

Anbei finden Sie einen Link zu einem sehr interessanten Beitrag von Frau Elke Maywald (Quelle: Deutsche Welle, dw.de) über die (De-)Stabilität der Deutschen Bank bzw. deren Gefährlichkeit für die Stabilität des Weltfinanzsystems und der Weltwirtschaft im Herbst 2016:

http://www.dw.com/de/risikofaktor-deutsche-bank/av-36164652

Mit freundlichen Grüßen

Robert Muth

Vertrauen bei Null - nichts gelernt!

Die Ursache ist immer wieder das Schuldenmachen im Übermaß. Die Politik macht es vor; Staatsschulden stehen da an erster Stelle.

Eben begrüßte das Bundesfinanzministerium die Rückkehr Griechenlands an den Kapitalmarkt und schreibt von Erfolg und wiedergewonnenem Vertrauen.
Gläubiger haben wieder Anleihen gekauft. Entweder waren das Spekulanten oder hat man gegen zweifelsfreie Sicherheiten gekauft.

Die eigenen Bürger werden so wieder veräppelt. Die rechtswidrigen Enteignungen, geschönt als "Schuldenschnitte" betitelt, die immer noch bestehenden Rechts- und Vertragsbrüche, hat man schon vergessen? EZB-Rettungsschirme - millardenschwere Haftung!

Völkerrechtliche und andere Verträge, Bewertungen und Zahlen wie damals beim gemogelten Eurobeitritt, die keinen Pfifferling wert sind.
Athen würde real keinen Cent Kredit bekommen. Nicht zu diesen Konditionen. Für wen macht man Politik- Amtseid?! Ist das nur noch -Makulatur?

Vertrag-Gesetz-Bundesgesetzblatt:
http://tinyurl.com/paqft8l

Geldvermehrung

ist das erklärte Ziel im Kapitalismus und dass Geld nicht arbeiten kann, weiss hoffentlich jeder Depp. Mittlerweile gibt es eigentlich keinen materiellen Gegenwert zu den immensen virtuellen Geldmengen. Das Großkapital baut auf die Arbeitskraft der Massen und wenn denen dann ein Licht aufgeht, ist das System am Ende. Amen!

Zu 19:11 von zabamoi "Geldvermehrung"

ist das erklärte Ziel im Kapitalismus und dass Geld nicht arbeiten kann, weiss hoffentlich jeder Depp. Mittlerweile gibt es eigentlich keinen materiellen Gegenwert zu den immensen virtuellen Geldmengen. Das Großkapital baut auf die Arbeitskraft der Massen und wenn denen dann ein Licht aufgeht, ist das System am Ende. Amen!

"Kapitalismus" das ist Nonsens. Z.B. Unternehmer, Startups, die die Mittel für Maschinen, Fuhrpark, Produktion und das Personal nicht haben, benötigen Betriebsmittelkredite.

Der Gläubiger verzichtet auf den Konsum bzw. die Nutzung und gewährt ein Darlehen. So kann der Unternehmer mit dem Geld wirtschaften.
Es entsteht in aller Regel ein Mehrwert und der Gläubiger bekommt für den Kredit Zinsen. Völlig gerechtfertigt für den Verzicht und das eingegangene Risiko. Der Unternehmer könnte ja scheitern, wie Erfahrungen zeigen. Ohne Kreditwirtschaft funktioniert keine Volkswirschaft. Wohlstand entsteht nur so und am Besten in einer sozialen Marktwirtschaft.

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