Kommentare

Platz 89 auf der Liste der "CO2-Emissionen pro Kopf"

Naja, die Türkei steht auf Platz 89 auf der Liste der "CO2-Emissionen pro Kopf" [Quelle wikipedia, Stand 2013].
Demnach gibt es eine sehr große Anzahl anderer Länder, die hinsichtlich eines Klimaschutz-Vertrages deutlich mehr Aufmerksankeit verdient hätten, als die "kleine" Türkei.
Sehr viele davon haben aber sicherlich kein Interesse daran.

"Nicht grundsätzlich in Frage"

Natürlich stellen die Profiteure des Umverteilungssystems von Wohlstand (PIK, Edenhofer), genannt "Klimaschutz"; nicht in Frage.

Wie dumm müssten die denn sein?
Einerseits zerstören die sich Verpflichteten die Basis ihres Wohlstands, während andererseits allerlei "Entwicklungsländer" wie z.B. China dankend in die Rolle der Wohlstandsstaaten der Zukunft schlüpfen.

Rosinen rauspicken

Ich finde es bemerkenswert, dass jede Stunde mehrfach auf N24 ein Spot (u.a. mit Lukas Podolski als Protagonist) runterläuft, in dem sich die Türkei als aufstrotzendes Wirtschaftsland empfiehlt, während es in der Frage des Umweltschutzes bedeutet, es kann und will die Aufwendungen für den Klimaschutz nicht mittragen. Aber gut: In Sachen Glaubwürdigkeit verkörpern die Herrscher am Bosporus ohnehin eher den Status eines Entwicklungslandes. Die Taktik: Das Unmögliche fordern, dabei Zugeständnisse abquetschen und sich hinterher als starker Mann feiern lassen. Das Übliche halt... dass dies langfristig die Erosion jeglicher Zusammenarbeit bedeutet, wird wohl hingenommen: Der Ruf ist ohnehin ruiniert...

Wieso fragt keiner Hollande ?

Der türkische Staatspräsident Erdogan hat öffentlich bei der Pressekonferenz der G20 in Hamburg erklärt, das er Macron und Merkel darauf hingewiesen hat, das es mit dem damaligen französischen Präsidenten Hollande bei der Klimakonferenz in Paris eine Abmachung gegeben hat, das die Türkei nicht als Industrienation sondern als Schwellenland gelten soll und die Türkei nur unter dieser Bedingung das Klimaschutzabkommen ratifizieren wird. Der ehemalige französische Präsident Hollande ist doch am Leben, wieso fragt ihn keiner ? Ich wundere mich schon, wieso die Türkei auf einmal als Industrienation gilt, obwohl sie immer maximal als Schwellenland tituliert wurde. Da fragt man sich schon wer sich hier nicht an Absprachen hält.

Schade!

Wirklich schade, daß die TS nicht deutlicher betont, worum es Erdogan wirklich geht! Es geht hier nicht um CO2-Emissionen usw., sondern um die Einstufung der Türkei als "Industriestaat" und daraus folgend höheren Zahlungs- und Leistungsverpflichtungen! In dieser Hinsicht hat man der Türkei ein Entgegenkommen als Preis für die Zustimmung zum Klima-Abkommen versprochen, aber offensichtlich dieses Versprechen bisher nicht erfüllt. Das sagt zumindest Herr Erdogan! Vielleicht könnte die TS abklären, was der Türkei zugesagt wurde?

So schlecht steht es also schon um die Türkei?

Ob Klima oder nicht, Erdogan braucht das Geld, das ihm über die Einstufung zukommen könnte. Jetzt also plötzlich will E. ein Entwicklungsland sein (eigentlich hätten sie dann ja auf dem G20 gar nichts zu suchen?). Aber wenn's um Selbstdarstellung geht, dann wollen sie schon Industrieland sein.
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M.E. ist Erdogan wirtschaftlich schon so angeschlagen/pleite, dass er nach jedem Strohhalm/ jeder Geldquelle giert. Dass er dabei heftig aneckt, weiss er wohl: Nach einer nachhaltigen Strategie klingt das nicht

Viel Aufregung, wenig Aktion

Es leistet keinen Beitrag zum Klimaschutz, sich über die Untätigkeit anderer auszulassen.

Statt über die Türkei, die USA oder China nachzudenken, sollten wir uns fragen, was wir in Deutschland tun können. (Und das auch machen!)

Punkt 1

wenn der Türkei so etwas versprochen wurde dann lässt sich das sicher prüfen, oder hat Er den gleichen Fehler gemacht wie damals die Russen und es nicht zu Papier gebracht.
Punkt 2 ist bei den meisten Ländern geht es um viel Geld was sich verdienen lässt, Klima ist dabei eher ein Nebeneffekt.
Und es wird zwar täglich getrommelt und auch der pro Kopf verbrauch ist zwar unterschiedlich hoch, aber um das mal zu verdeutlichen.
82 Millionen mit hohen pro Kopf Verbrauch sind nur ein Bruchteil von einem niedrigen Verbrauch von 1,4 Milliarden Menschen.

Das zeigt doch gut um was es geht, um viel Geld was sich damit verdienen lässt.

Gruß

Es geht ums Geld!

Soll doch die Türkei ein Entwicklungsland sein! Dann hätte er auf dem G-20-Gipfel auch nichts zu suchen gehabt, wenn er sein Land vom Industriestaat in ein Entwicklungsland einstufen möchte, wahrscheinlich nur wegen dem Geld.
Erdogan scheint das Geld auszugehen und als Entwicklungsland wirds billiger! Wer kauft denn heute schon türkische Produkte oder geht dorthin in Urlaub? Agrarprodukte und Fremdenverkehr waren für die Türkei ein sehr wichtiger Wirtschaftsfaktor, der nun auch noch am wegbrechen ist.

Bitte bei den Fakten bleiben...

Die G20 (Abkürzung für Gruppe der 20 oder Gruppe der Zwanzig) ist ein seit 1999 bestehender informeller Zusammenschluss aus 19 Staaten und der Europäischen Union. Sie repräsentiert die wichtigsten Industrie- und Schwellenländer. Die G20 dient als Forum für den Austausch über Probleme des internationalen Wirtschafts- und Finanzsystems. Zielrichtung und Wirksamkeit ihrer Beschlüsse sind umstritten.

Die Türkei ist ein Schwellenland. Warum soll es plötzlich beim Klimaabkommen anders sein?
Warum nur die hochstufung hier?? nicht woanders?

Keinen Unfug verbreiten.

Warum soll es einen Einbruch bei türkischen Produkten geben? Bitte Fakten und kein Stammtisch.

Gegenüber letztem Jahr sind anstatt 3 Millionen Deutsche "nur" 1,5 Millionen in die Türkei gereist. Kompensiert und auch die Tourismuszahlen vom Jahr 2015 gebrochen hat es die Türkei trotzdem... Nicht nur deutsche machen Urlaub in der Türkei.

Wieso gibt es nur so engstirnig denkende...

Völlig unwichtig

Was interessiert uns die Türkei? Nichts. Erdogan hat sich schon längst von der Rechtstaatlichkeit und der westlichen Welt verabschiedet. Die türkische Industrie ist unbedeutend. Insofern ist es völlig unwichtig, was Erdogan will oder nicht. Belanglos. Keine Zeile wert.
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Viel wichtiger, und da schließe ich mich dem Kommentar um 10:16 von "Nachfragerin" an:
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Anstatt auf andere Länder zu schauen, ob bedeutende, wie USA und China, oder unbedeutende wie die Türkei, sollten wir uns um unseren Beitrag zum Umweltschutz kümmern.
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Mir geht schon der Begriff "Klima-Schutz" auf den berühmten Senkel. Denn das Klima ist nur ein Teil der Natur. Ein bedeutender zwar, aber auch Wälder, Fluren und Co. gehören dazu. Und so banal es klingt, es fängt bei Wildbienen und Singvögel an, und macht bei Kohlekraftwerken nicht halt. Wir haben genug zu tun. Keine Zeit, mit den Fingern auf andere zu zeigen. Und wenn wir es richtig machen, können wir mittelfristig auch hier mit Intelligenz Weltmarktführer werden.

Wie die Türkei steigt aus?

Wie die Türkei steigt aus? Welch herber Verlust, für unser Klima-Abkommen, wo die Türkei doch als die führende Industrienation mit ihren paar hundert Hinterhofklemptnereien ja sowas von wesentlich ist.

Es war klar dass es um wirtschaftliche Interessen geht

In dieser Sache war mir auch klar, dass es hier um rein wirtschaftliche Interessen der Tuerkei geht, weil sie keine Lust hat, fuer den Klimaschutz mitzubezahlen.

Außerdem kann es - um der Gerechtigkeit willen und um der Gleichbehandlung aller Parteien im Pariser Klimavertrag willen - nicht sein, dass die Tuerkei hier einen Sonderstatus bekommt:

http://faktenfinder.tagesschau.de/ausland/erdogan-klimaabkommen-103.html

Türkei hat schon länger Sonderstatus

Dabei spielt der türkische Präsident auf einen Sonderstatus an, den die Türkei bei den internationalen Klimaverhandlungen seit langem hat. Sie wurde ursprünglich - weil Mitglied in der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ( OECD) - in die Liste der Industriestaaten eingetragen. Das bedeutet, dass das Land zu aktiven Klimaschutzmaßnahmen verpflichtet werden konnte und auch dazu, ärmeren Ländern beim Klimaschutz finanziell zu helfen.

Ja, die Tuerkei ist ein Industriestaat.

bis zum Halse?

M.E. zeigt die Meldung auf, dass Erdogan das Wasser bis zum Halse zu stehen scheint, was die wirtschaftliche Entwicklung der Türkei betrifft. Auf der Seite der Geld-Empfänger zu stehen ist natürlich immer besser als auf der Liste der Geber, so dürfte sein Kalkül sein. Und seine politischen Reformen, die in Europa zweifelhaft erscheinen, haben das Investitionsklima erheblich verschlechtert, und auch die Angleichungs-Milliarden für EU-Beitritts-Kandidaten stehen auf dem Prüfstand.
Erdogan ist nicht zuletzt wegen seiner wirtsch. Erfolge so beliebt in der Türkei. Die Meldungen der letzten Zeit zeigen, dass es in der Türkei aller Repressalien zum Trotz immer noch eine Art Protest-Kultur gibt. Deshalb geht es ganz konkret auch darum, ob er überhaupt wiedergewählt werden wird bei den nächsten Präsidentschafts-Wahlen.

Auch Bergbau ist in der Tuerkei vorhanden -> Industrieland

Auch Bergbau ist in der Tuerkei ein Hauptindustriefaktor:

Bergbau

In der Türkei werden Chrom, Steinkohle, Braunkohle, Eisen und in geringeren Mengen Blei, Zink, Gold, Kupfer und Silber gefördert. 2004 wurden Produkte im Wert von ca. 1,08 Milliarden $ exportiert. Mit dem neuen Bergbaugesetzen und neuen privaten Abbaugebieten rechnet die Regierung 2006 mit einem Exportvolumen von 2 Milliarden $. Die Türkei ist in Besitz der weltgrößten Reserven von Bor.

Allerdings muesste beim Klimavertrag die Tuerkei ebenfalls aufhören mit Steinkohle und Braunkohle und eventuellem Abbau von Uranerzen fuer AKW-Brennstäbe.

Damit sieht man:
die Tuerkei ist eindeutig ein Industrieland und eben KEIN Entwicklungsland und damit muss die Tuerkei ganz genauso fuer den Klimawandel mitbezahlen wie alle anderen auch.

Darauf folgt: dass hier von der Tuerkei geht so nicht

Aus dem Grund ist es so, dass dass hier:

http://faktenfinder.tagesschau.de/ausland/erdogan-klimaabkommen-103.html

Istanbul hat es aber bereits 2001 geschafft, dass es aus einem Anhang der Klimarahmenkonvention (dem Annex II) gestrichen wurde - also keine Zahlungspflichten mehr hat - und dass in einem anderen Anhang (dem Annex I) seine "besonderen Umstände" hervorgehoben werden. Das schränkt die Verpflichtung der Türkei zum aktiven Klimaschutz ein.

so nicht geht. Sowas ist falscher Protektionismus und Nationalismus. Damit darf die Tuerkei nicht durchkommen, weil dass ungerecht den anderen gegenueber wäre.

Und auch dass hier

Im Abschlussplenum von Paris äußerte die Türkei die Erwartung, dass diese "besonderen Umstände" auch bedeuten sollten, dass das Land selbst Hilfegelder für Klimaschutzmaßnahmen bekommen kann.

ist zurueckzuweisen weil die Tuerkei hier ebenfalls viel zum Klimawandel beiträgt genauso wie die USA, England, die EU, China und Russland.

eigentlich ganz klar ...

Herr Erdogan interessiert sich keinen Deut für das Klima, er ist nur am eigenen Machterhalt interessiert. Und vor allem: Er braucht dringend Geld, die Wirtschaft der Türkei geht den Bach runter, und das könnte ihm den Hals brechen. Was liegt also näher, sich durch andere finanzieren zu lassen, was man selbst nicht hinbekommt? Wie funktioniert das Flüchtlingsabkommen mit der Türkei? gegen Bares. Darum wird das auch nicht gekündigt werden, das kann sich die Türkei schlicht nicht leisten.

Nicht gerade klug...

… denn zur Steigerung seiner Glaubwürdigkeit wird ein solches Verhalten wohl nicht gerade beitragen. Und glaubt er denn wirklich, dass seine Kapriolen in der Welt die gleich Wirkung haben, wie die eines Herrn Trump? Wenn ein großes Tier brüllt, mag die Welt ja zittern, wenn ein kleines Tier brüllt, ist das in der Regel eher putzig. An der Wirkung seiner Worte wird sich also zeigen, wie groß er wirklich ist.

es gabe schon früher

Klimavereinbarungen und die Ziele wurden bei weitem nicht eingehalten auch von Deutschland nicht.

Dieser Vertrag von Paris ist nicht der heilige Gral. Wenn es den Staatschefs wirklich ums Klima ginge hätte man was vereinbart das sofort in Kraft tritt und nicht erst in 3 Jahren.

Natürlich kann man wie Deutschland Millionen Autos herstellen und die exportieren (noch mit falschen Abgaswerten) und sich dann als umweltfreundliches Land aufspielen. Nur glauben wird's keiner.

Erdogan omnipräsent

Warum geben die Medien dem Despoten vom Bosborus soviel Platz in der Berichterstattung?
Ein beständiges Ignorieren der Türkischen Regierung in den Medien wäre besser.

Deutschland steht selbst am Pranger....

....denn allein VW hat 11 Millionen Dieselfahrzeuge mit zum teil 18fach überhöhten NOx-Werten in Verkehr gebracht, wie die ARD- Sendung 'Exclusiv' gestern abend berichtete.

Auch die 'Sonstigen Emissionen' der Kraftwerke und Industrieanlagen in Deutschland liegen weit hinter den Klimazielen des 'Pariser Klima- Abkommens' zurück.

Die Türkei emittiert da weit weniger.

Bei der Demokratie ist man schon ausgestiegen,

wieso nicht auch beim Klimaschutz. Die Entscheidungen müssen schon irgentwie stringent sein.

Warum wird Kommentar unter Faktenfinder veröffentlicht?

Der Kommentar des Autors und dessen Position zum Abgekündigten Ausstieg der Türkei ist sehr interessant. Warum wird der Kommentar aber unter der Rubrik Faktenfinder veröffentlicht?

Sicherlich gibt es unterschiedliche Signale aus der Türkei. Einerseits stimmt die Türkei der rechtlich nicht verbindlichen Abschlusserklärung der G20 zu. Andererseits beschreibt Erdogan die "Neigung" der Türkei das Klimaabkommen nicht in geltendes nationales Gesetz zu überführen.

Als Fakt bleibt festzuhalten, dass der mit neuen Rechten ausgestattete und in der Türkei sehr mächtige Erdogan z.Z. die Umsetzung des Klimaabkommen in der Türkei bezweifelt.

In wie weit sich diese Position in der Zukunft verändern könnte, kann in dem Kommentar hier im Faktenfinder aber auch in anderen Zeitungen spekuliert werden.

Eigentlich ist es ja egal,

ob jemand das Papier unterzeichnet. Es hält sich ohnehin niemand daran. Was VW und USA betrifft, so sind die amerikanischen Fahrzeuge auch nicht umweltfreundlicher. Es wäre bestimmt interessant, die US-Fahrzeuge, welche derzeit im Verkehr unterwegs sind, auf Umweltschädlichkeit zu prüfen. VW machte den Fehler, Konkurrent für die US-Hersteller zu sein. Daraufhin begann der Handelskrieg.
Was die Elektromobilität betrifft, so haben viele völlig unrealistische Vorstellungen von der Umsetzbarkeit. Sowohl Stromerzeugung, als auch Transport desselben, sowie die Akkuproblematik sind absolut ungeklärt.

@strolchi 13:08

Sie sollten sich klar machen, dass die NOx-Werte dem Klima ziemlich egal sind. NOx-Gase sind schädlich für uns Menschen, aber sie sind keine Treibhausgase.
Ein Dilemma existiert andersherum: Dieselmotoren produzieren weniger CO2 als Benzinmotoren (die höhere Verbrennungstemperatur in einem Dieselmotor ergibt einen höheren Wirkungsgrad....führt leider allerdings auch zu vermehrter NOx-Bildung). Die "Ächtung" von Dieselmotoren macht die Luft in den Innenstädten vielleicht besser, erhöht aber wohl auch die CO2 Emissionen und macht das Erreichen der Klimaziele noch schwieriger.

Die Türkei wäre klug beraten aus dem Abkommen auszusteigen

denn ohne die USA sind global gesehen die Ziele nicht zu erreichen, der Klimakollaps kommt definitiv. Und so wirken sich alle Maßnahmen nicht nur nicht positiv auf das Klima aus, sondern zusätzlich auch noch schädlich für die Wirtschaft.

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