Kommentare

Dokumentationsempfehlung

"Empire of Dust" zeigt ganz persönlich den Weg eines in diesem Artikel angesprochenen Chinesischen Investments in Afrika. Direkt, fordernd, lehrend und knallhart zeigt der Chinesische Mitarbeiter in dieser Dokumentation wie es vorangeht mit Afrika. Da können wir spätkolonialen Europäer wirklich eine Menge lernen.

Die Scheinmoral der Europäer,

ist das Hauptproblem. Denn wirklich moralisch sind die europäischen Politiker nicht. Was für eine Afrika Hilfe kann man von einem Deutschland erwarten, das die eigenen Bürger ausbeutet und die Korruption im Lobbyismus versteckt. China ist da ehrlicher und deshalb wird die chinesische Hilfe dankbar angenommen. Die Scheinmoral der Europäer wirkt wie die Zwangschristianisierung. Entweder man übernimmt die unmoralischen Werte der Europäer oder man möge verrotten. Nur weil die Europäer ihre Werte für besser halten, sind sie es noch lange nicht. Nicht nur Trump neigt zu Größenwahn, da kann Europa gut mithalten. Die Europäer wollen in Afrika Gewinne erzielen aber zusätzlich noch den Afrikanern ihre Weltanschauung aufzwingen. Da kann man genauso gut versuchen, die Muslime in Christen zu verwandeln, wobei noch die Frage ist, ob Christentum wirklich so erstrebenswert ist. Im Namen Christi wurden auch genug Verbrechen begangen.

Glaubt man wirklich, dass

Glaubt man wirklich, dass wenn nur genügend Investitionen gemacht werden, eine Afrikanische Wirtschaft entsteht und auch anspringt?
Die Landsleute werden darauf nicht warten und uns weiter überfluten, alles andere ist doch irreal.
Und wer wird schon in dem zu leistenden Maße sein Geld in Afrika investieren? Oder glaubt man ausgerechnet Investoren seien Träumer. Also davon gibts nur einen einzigen und der heist Bundesrepublik Deutschland. Das ist der, der das ganze Geld seines Volkes auch in Afrika investieren würde, während alle anderen Staaten wie Privatinvestoren zuschauen werden, wie ein ganzes Land sich selber versenkt, nur um wieder besondere Zeichen setzen zu wollen, weil wir ja diese schlimme Geschichte hatten.

Minkredite für Jungunternehmer und Beratung

in wirtschaftlichen Fragen.
Vor allen für Frauen hat sich das bewährt.
Strengere Regeln für Großkonzerne die dort nur ein Geschäft wittern ( weis nicht ob sich das international durchsetzen lässt).
Nicht mehr die Lebensgrundlage der Leute zerstören ( leerfischen mit Schleppnetzen durch China und Andere).
Aufklärung zur Verhütung - kostenlose Pille für Diejenigen die es wollen.
Vor Allem nicht immer nur unsere Sicht auf die Dinge sondern die spezifische Entwicklung jedes Landes beachten. Zuwanderung hier stoppen und das Geld direkt in die Länder vor Ort

Geschäfte auf Gegenseitigkeit sind das Gebot der Stunde

Der kenianische Wirtschaftsexperte James Shikwati, hat meiner Meinung nach vollkommen richtig erkannt: "Afrika ist für sie [die Europäer] wie ein Kind, das man erziehen muss. Die Chinesen machen das anders. Sie sehen in Afrikanern Menschen, mit denen sie Geschäfte machen können."

Inzwischen können unsere Politiker von chinesischen Politikern lernen, dass Arbeitsteilung und Handel allen Beteiligten nützt. Wobei auch die chinesische Regierung diese Freiheit einseitig einschränkt, was wenig hilfreich ist.

Ohne wirtschaftliche Freiheit wird Afrika seine Probleme nicht lösen können. Unabdingbar für wirtschaftliche Freiheit ist, dass Eigentumsrechte anerkannt werden. Ohne diese wird eine Investition nicht vom Erfolg gekrönt sein.

Neben Investitionen ist Bildung unabdingbar. Nur über gute Bildung und mehr Wohlstand, wird Afrika sein Bevölkerungswachstum reduzieren können. Und das ist erforderlich, weil keine Wirtschaft so schnell wachsen kann, wie die Bevölkerung dort wächst.

Gebrauchtwerdenwollen

Meinen Dank an Fr. Bohland, dass sie hier auch mal andere Standpunkte beleuchtet und mit dem herkömmlichen "Entwicklungshilfeansatz", der, wie sie ja schreibt, eigentlich nirgendwo in Afrika erfolgreich war, hart ins Gericht geht.

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"Europäer haben Afrika gegenüber immer noch diesen patriarchalischen Ansatz", sagt der kenianische Wirtschaftsexperte James Shikwati, "Afrika ist für sie wie ein Kind, das man erziehen muss."

Bei manchen Menschen, auch manchen Kommentatoren hier im Forum, habe ich den Eindruck, dass sie geradezu dankbar sind, in Afrika und den Afrikanern ein Objekt ihrer Hilfsbereitschaft gefunden zu haben. Daher würde ich in der Formulierung noch einen Schritt weitergehen: "Afrika ist für sie wie ein Kind, um das man sich kümmern und Verantwortung übernehmen muss."

MfG A.

Besser wäre es,

auch die Natur dort aufzupäppeln, etwa durch Anpflanzen geeigneter Wälder - China macht es vor, und hat mit diese Sissyphus-Arbeit auch wichtige Erfolge gegen ihre Staubstürme erreicht.
Und natürlich auch etwas gegen die Überbevölkerung unternehmen - letzteres betrifft übrigens auch uns Industriestaaten ... !

Hilfe oder Investitionen?

Hilfe oder Investitionen? Vielleicht sollte man erst einmal die Begrifflichkeit verstehen, bevor man drauflos schwadroniert:
Investition ist das Ding, das man macht um Rendite zu sehen. Hilfe ist das, was nicht zwangsläufig auf Vorteilsnahme herauslaufen muss.
Das ist eben nicht ganz dasselbe und auch die TS sollte die beiden Begriffe nicht unbedingt synonym verwenden.

G20:"Investitionen,Investitionen,Investitionen"

Es gibt einen wachsenden Unmut in afrikanischen Ländern über das europäische Gebaren.
Ein Beispiel sind gerade die Verhandlungen der EU mit Kenia über das Europäische Partnerschaftsabkommen.Es wurden Zölle auf kenianische Schnittblumen erlassen,solange Kenia nicht dieses und jenes unterschreibt.
Das Ziel:Freie Bahn für den EU-Export.

Und der agile Entwicklungshilfeminister Müller sorgt über das German Food Programm,daß bei Projekten in Entwicklungsländern Produkte der Bayer-Chemie angewendet werden.

fehlende Rechtssicherheit

Investitionen sind schwierig, wenn wie in Kenia Ausländern der Erwerb von Grundstücken verboten ist.

Dann doch lieber dort investieren, wo man erwünscht ist.

Antiquierte Strukturen

Bis heute profitiert ein Großteil Europas voller Doppelmoral, Deutschland ganz vorne mit dabei, von den alten Kolonialstrukturen. Afrika wurde und wird noch heute als Kontinent mit hochwertigen Rohstoffen, Edelsteinen, Gold, Öl etc., sowie als billigster Produktionsstandort betrachtet. Geschäfte, die "wir" mit Afrika machen, sind stets zu unserem Gunsten. Lange Zeit bis heute bediente man sich an Land und Menschen und verkaufte das nich als gute Tat, da man ja Arbeitsplätze schaffe und Wohlstand. Dabei hat man die Abhängigkeit Afrikas vom Wohlwollen der Kolonialherren ja selbst produziert, den Kontinent kleingehalten, um die Vorteile zu halten. Bis heute exportiert Europa Fleischabfälle zu Dumpingpreisen aus Afrika, umgeht Bestimmungen durch Im-/Ex-/Reimport, bestellt Filets und lässt die Reste dort. China hingegen verzichtet auf Moral, ist Profi in Business und Vorteilssuche. Doch Großkonzerne a la Nestlé sind falsch f. Afrika: Besser sind Mikrokredite und wirklich fairer Handel!

15:02 von Bernd Kevesligeti

und was ist "dieses und jenes"? da gehören bei verträgen immer zwei dazu. Oder ist das bei verträgen mit afrikanern anders ?

"Investitionen, Investitionen, Investitionen"

Was realitätsferne Pollitiker mal wieder überhaupt nicht verstehen, ist, dass ""Investitionen, Investitionen, Investitionen" nicht von alleine kommen, sondern angebotsorientierte Faktoren vorhanden sein bzw. aufgebaut werden und das funktioniert in der Regel nur dann, die Politik ihre verheerende FInger aus dem Spiel lässt!

Wie wäre es erst einmal damit, Rechenschaft darüber dabzugeben, was mit den 1.500.000.000.000.000 USD Entwicklungshilfe angestellt wurde, die seit 1980 alleine nach Afrika geflossen sind??!

Afrika - ein reicher Kontinent ... in der Theorie.

Afrika - ein reicher Kontinent ... in der Theorie.

Afrika ist ein reicher Kontinent - sowohl die Rohstoffe als auch die geologisch-klimatologischen Bedingungen (von der Sahara abgesehen) betreffend.

Diesen Kontinent zum Blühen zu bringen, ihn aufzubauen, in Infrastruktur, Bildung, Unternehmen, Landwirtschaft, Krankenhäuser, Produkte zu investieren, kann den Menschen in Afrika keiner abnehmen. Die gute bis beste Voraussetzungen dafür hätten sie allerdings.

Es gibt kein Land der Welt, das diese Mühen und diese Leistungen nicht selber erbringen muss (Ausnahmen wie Luxemburg und Liechtenstein einmal beiseite gelassen!).

Es liegt an den Menschen in Afrika selber, die Verantwortung für die eigene Zukunft selber in die Hand zu nehmen.

Dass es funktioniert sah man an Südafrika, Britisch-Rhodesien oder auch Deutsch-Südwestafrika, um auch einmal positive Beispiele zu nennen.

Eben ...

Zitat: " "Man muss ehrgeizig sein", sagt er, "wenn wir Afrikaner den Kontinent mit unseren Ideen verändern wollen. Aber wenn wir uns mit verschränkten Armen hinsetzen, dann wird nie was passieren.""

Eben!

Kolonialherren

Die Chinesen sind die neuen Kolonialherren in Afrika.
„Die Chinesen machen das anders. Sie sehen in Afrikanern Menschen, mit denen sie Geschäfte machen können.“ Ich würde mal sagen, Chinesen geht es um Ausbeutung. Außer im Mugabeland und ein paar linksgerichtete Staaten wie Namibia sind die Chinesen bei der Bevölkerung sehr unbeliebt. In Sambia steigen die Chinesen schon in das Retail Business ein und haben sogar die Inder schon verdrängt. Chinesen verkaufen in Lusaka chinesische Ware. Und der Afrikaner schaut zu und verliert.

"Marschallplan für Afrika"

Bevor ich wieder Phrasen anhören muss ... wie "Wir müssen die Fluchtursachen bekämpfen" oder "Afrika braucht einen Marshall-Plan", möchte ich von den Blitzgescheiten, von denen solche Phrasen immer zu hören sind folgendes wissen:

1. die weltweite Entwicklungshilfe für Afrika seit 1980 beträgt akkumuliert mehr als 1.500 Mrd. USD --> Verglichen mit den Hilfszahlungen aus dem Marshall-Plan, hätte dieser Betrag bereits ein hundertfaches "afrikanisches Wirtschaftswunder" auslösen müssen. Wieso ist dies noch nicht geschehen?

2. Was hat man mit den bisherigen Entwicklungshilfen? Die alleine hat letztes Jahr 86 Mrd. EUR gezahlt. Wieso fruchtet das nicht? Was - außer vielleicht die ein oder andere Villa für den ein oder anderen Potentaten - ist dabei rumgekommen?

3. Was will man ändern, damit Gelder endlich EFFEKTIV investiert werden?

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