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Macht des Drogenkartells

Man sollte sich angesichts dieses Erfolges daran erinnern, dass in Kolumbien sogar der frühere konservative Präsident Uribe die Unterstützung der kolumbianischen Drogenmafia hatte.
Seine Kampf gegen Drogen war dann auch nicht besonders erfolgreich.

Gut das man hier einen der

Gut das man hier einen der Drogen-Bosse gefast hat.
Was mich nur stört ist das in Afghanistan unter den Augen und wohl auch dem Schutz der afgh. Regierung Rauschgift angebaut wird und unsere Regierund das noch toleriert und nicht die Opiumfelder umpflügt und die Bauern anhält Lebensmittel an zu pflanzen.

Beischlaf zwischen Mafia und Politik

Bei der allgegenwärtigen Korruption in ganz Südamerika ist davon auszugehen, dass sich der Mafioso immer ein Paar entscheidende Helfer und Informanten bei staatlichen behörden halten konnte.

In Mexiko konnte einer der Drogen-Bosse sogar einmal aus dem Hochsicherheitsknast ausbrechen, "unerkannt".

@10:04 von mac tire

Ja, das wundert mich auch. Im Grunde schützt doch die NATO mit ihrer Präsenz den Opiumanbau. Ihr Vorschlag, den Bauern den Anbau von Lebensmitteln zu empfehlen in allen Ehren. Ich fürchte nur, dass da die Regionalbosse etwas dagegen haben. Schließlich ist dies (auch) ihr Geschäft.

@ 10:04 von mac tire

"Gut das man hier einen der Drogen-Bosse gefast hat.
Was mich nur stört ist das in Afghanistan unter den Augen und wohl auch dem Schutz der afgh. Regierung Rauschgift angebaut wird und unsere Regierund das noch toleriert und nicht die Opiumfelder umpflügt und die Bauern anhält Lebensmittel an zu pflanzen."

Natürlich kann man aus den verschiedenen Luftüberwachungen die Mohnfelder in Afghanistan erkennen, bei Koka ist das schon schwieriger. Aber ist das überhaupt gewollt? In Afghanistan wären die Taliban ohne Opium Pleite und an wen kann man dann noch Waffen verkaufen?

Auch von einer Entkriminalisierung der Süchtigen ist man meilenweit entfernt. Jeden Tag eine Tagesdosis Heroin ergibt einen fast gesunden Menschen ohne Beschaffungskriminalität, der sogar arbeitsfähig ist. Dies würde jedoch unnütze und teils sogar kriminelle Wirtschaftszweige lahmlegen. Welche Regierung will das?

@mac tire

"... und unsere Regierund das noch toleriert und nicht die Opiumfelder umpflügt und die Bauern anhält Lebensmittel an zu pflanzen."

Ja, wenn es so einfach wäre.
Die Bauern werden doch angehalten, Lebensmittel anzupflanzen. Aber wenn man nun mal vom Opium-Anbau deutlich besser leben kann als vom Lebensmittel-Anbau ...

Und die Felder einfach umpflügen geht auch nicht so einfach. Raten Sie mal, zu wem ein solcher Bauer, dem das Feld umgepflügt wurde, als erstes geht ...

@ 10:04 von mac tire

Sie schreiben:"Was mich nur stört ist das in Afghanistan unter den Augen und wohl auch dem Schutz der afgh. Regierung Rauschgift angebaut wird und unsere Regierund das noch toleriert und nicht die Opiumfelder umpflügt und die Bauern anhält Lebensmittel an zu pflanzen."
Noch einfacher wäre die Mohnfelder zu lassen, aber das Opium zu Pharmazeutika zu verarbeiten, dann hätten die Bauern ein legales Einkommen und allen wäre geholfen. Hier könnte unsere Regierung tatsächlich tätig werden.
Das mit dem Lebensmittelanbau dürfte unter den klimatischen Bedingungen schwierig sein.

Ursache und Wirkung - in Kolumbien, Afghanistan etc.

Wie bigott kommen doch viele rüber, wenn viele hier vom "Umpflügen der Felder" sprechen. Fragen Sie sich nicht, warum gerade in Südamerika ultrarechte Paramilitärs im Auftrag und mit Unterstützung der USA zum einen Kokafelder und Jungle- Labore niederbrennen und gleichzeitig selbst im Geschäft mitmischen? Letzteres ist ungewollt, doch die Zerstörung ist der Wille des Westens, denn der größte Teil der Drogen (und das meiste Geld daran) wird im Westen konsumiert und verdient. Ohne Nachfrage kein Angebot. Und selbst, wenn alle Kokaplantagen zerstört wären, gäbe es genug Alternativen aus der Retorte und Volksdroge Alkohol ebenfalls...

10:04, mac tire

>>Was mich nur stört ist das in Afghanistan unter den Augen und wohl auch dem Schutz der afgh. Regierung Rauschgift angebaut wird und unsere Regierund das noch toleriert und nicht die Opiumfelder umpflügt und die Bauern anhält Lebensmittel an zu pflanzen.<<

Es sind weder Rauschgift- noch Opium-, sondern Mohnfelder.

Die Afghanen bauen seit Jahrhunderten Mohn an.

Das Problem wäre leicht zu lösen, wenn die Pharmakonzerne die Ernte aufkaufen würden. Morphin wird in der Schmerztherapie gebraucht.

So könnte man das Problem marktwirtschaftlich statt kolonialistisch (der "Westen" schreibt den Afghanen vor, was sie anzubauen oder nicht anzubauen haben) lösen.

13:21 von fathaland slim

10:04, mac tire

>>Was mich nur stört ist das in Afghanistan unter den Augen und wohl auch dem Schutz der afgh. Regierung Rauschgift angebaut wird und unsere Regierund das noch toleriert und nicht die Opiumfelder umpflügt und die Bauern anhält Lebensmittel an zu pflanzen.<<

Es sind weder Rauschgift- noch Opium-, sondern Mohnfelder.

Die Afghanen bauen seit Jahrhunderten Mohn an.

Das Problem wäre leicht zu lösen, wenn die Pharmakonzerne die Ernte aufkaufen würden. Morphin wird in der Schmerztherapie gebraucht.

So könnte man das Problem marktwirtschaftlich statt kolonialistisch (der "Westen" schreibt den Afghanen vor, was sie anzubauen oder nicht abzubauen haben) lösen.
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Toll, dann kann die BW, neben dem Schutz der Unversehrtheit der Drogenclans, auch das Ökosiegel für die Agrarkultur vergeben?

@fathaland slim 13.31

Eben, weil es Marktwirtschaft ist, bleibt es den Pharmakonzernen selbst vorbehalten, wo sie was kaufen. Vielleicht kommen die Preisvorstellungen der Warlords und Taliban, die den Mohnanbau beherrschen nicht mit den Vorstellungen der Pharmakonzernen überein? Vielleicht oder wahrscheinlich ist beim illegalen Drogenhandel der Gewinn für die Dealer um ein Vielfaches höher?

13:29, Boris.1945

>>Toll, dann kann die BW, neben dem Schutz der Unversehrtheit der Drogenclans, auch das Ökosiegel für die Agrarkultur vergeben?<<

Wenn die Pharmakonzerne den Bauern die Ernte direkt abkaufen, wird dem, was Sie "Drogenclans" nennen, also den mafiösen Zwischenhändlern, die Geschäftsgrundlage entzogen.

Nennt sich Marktwirtschaft.

13:36, deutlich

>>@fathaland slim 13.31
Eben, weil es Marktwirtschaft ist, bleibt es den Pharmakonzernen selbst vorbehalten, wo sie was kaufen. Vielleicht kommen die Preisvorstellungen der Warlords und Taliban, die den Mohnanbau beherrschen nicht mit den Vorstellungen der Pharmakonzernen überein? Vielleicht oder wahrscheinlich ist beim illegalen Drogenhandel der Gewinn für die Dealer um ein Vielfaches höher?<<

Für die Zwischenhändler schon.

Es geht aber um die Bauern. Denen zahlen die Zwischenhändler gewiss keine exorbitanten Preise.

Mein Ansatz, den ich im übrigen mir nicht selbst ausgedacht habe, zielt auf die Ausschaltung der Dealer.

Daß die das nicht kampflos geschehen lassen werden, ist natürlich klar. Aber warum die Bauern die Misere ausbaden lassen? Man brennt ein Mohnfeld nieder, die Morphinmafia sorgt dafür, daß zwei neue angelegt werden. Geld genug um jeden zu bestechen hat sie ja.

Wenn man den Bauern die Ernte direkt abkauft, schneidet man diesen Geldfluss ab.

um 10:04 von mac tire: " Was

um 10:04 von mac tire:
"
Was mich nur stört ist das in Afghanistan unter den Augen und wohl auch dem Schutz der afgh. Regierung Rauschgift angebaut wird und unsere Regierund das noch toleriert und nicht die Opiumfelder umpflügt und die Bauern anhält Lebensmittel an zu pflanzen.
"

1.
Auf den Mohnfeldern kann man nicht Pflanze XY anpflanzen - das geben die Böden nicht her
Eine alternative Pflanze,die da wächst,wäre z.B. die Baumwollpflanze

2.
Woher sollen die Bauern,selbst wenn sie eine andere Pflanze anbauen wollen,die Samen dafür hernehmen?
Bei den Mohnpflanzen greifen sie auf Samen von der vorherigen Ernte zurück,das geht bei einem Nutzpflanzenwechsel nicht.
Selbst Geld für den Kauf neuer Samen besitzen sie nicht.
Ein Programm um die Bauern mit Samen anderer Pflanzen zu versorgen,gibt es nicht - es ist teilweise von den dort präsenten Militärmächten sogar illegal.

Beispiel USA:
da ist es illegal im Ausland Konkurrenz für die heimischen Baumwollbauern zu kreieren/fördern

13:36, deutlich

>>Vielleicht kommen die Preisvorstellungen der Warlords und Taliban, die den Mohnanbau beherrschen nicht mit den Vorstellungen der Pharmakonzernen überein?<<

Sie beherrschen nicht den Anbau, sondern den Handel. Mein Vorschlag zielt aber nicht darauf ab, mit Taliban oder Warlords Geschäfte zu machen. Ganz im Gegenteil.

13:40 von fathaland slim

13:29, Boris.1945

>>Toll, dann kann die BW, neben dem Schutz der Unversehrtheit der Drogenclans, auch das Ökosiegel für die Agrarkultur vergeben?<<

Wenn die Pharmakonzerne den Bauern die Ernte direkt abkaufen, wird dem, was Sie "Drogenclans" nennen, also den mafiösen Zwischenhändlern, die Geschäftsgrundlage entzogen.

Nennt sich Marktwirtschaft.
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Wenn man das erkannt hat, muss man berücksichtigen, das die Praxis global angewendet, zu Preisverfall führt.
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Ist da jetzt hier wieder wünschenswert?

13:53, Boris.1945

>>Wenn die Pharmakonzerne den Bauern die Ernte direkt abkaufen, wird dem, was Sie "Drogenclans" nennen, also den mafiösen Zwischenhändlern, die Geschäftsgrundlage entzogen.

Nennt sich Marktwirtschaft.
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Wenn man das erkannt hat, muss man berücksichtigen, das die Praxis global angewendet, zu Preisverfall führt.
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Ist da jetzt hier wieder wünschenswert?<<

Sie machen sich Sorgen um die Profitmargen im weltweiten Drogenhandel?

Solange Opiate in den meisten Ländern verboten sind, ist diese Sorge unbegründet.

um 10:04 von mac tire: " Was

um 10:04 von mac tire:
"
Was mich nur stört ist das in Afghanistan unter den Augen und wohl auch dem Schutz der afgh. Regierung Rauschgift angebaut wird und unsere Regierund das noch toleriert und nicht die Opiumfelder umpflügt und die Bauern anhält Lebensmittel an zu pflanzen.
"

westliche Staaten & afghanische Profiteure des Opium-Handels stehen da entgegen.

DIe Verquickungen gehen zurück bis in die 90er Jahre.
(siehe Mullah Nasim Akhundzada,Mudschaheddin-Kommandeur,genoss Unterstützung der CIA; förderte aktiv den Mohnanbau auf von USAID bewässerten Feldern)

und neuerer Zeit:
Karzais (exehmaliger afgh. Präsident) Halbbruder war bis zu seinem Tod ein Drogenzar.
Wer föderte Karzai ? USA & US-Verbündete

Mohnfelder in Aghanistan umzuflügen stößt gegen reichlich Interessen...ansonsten wäre das schon längst umgesetzt worden...
Drogengelder sind auch gut geeignet für Black-Budgets der Geheimdienste (siehe z.B. Iran-Contra-Affäre)

14:04, derkleineBürger

Der Drogenhandel hat ungefähr das Umsatzvolumen des Waffenhandels.

Sie können sich vorstellen, daß dies mit sehr viel wirtschaftlicher Macht verbunden ist. Und es ist auch einsichtig, daß illegale und legale Geschäfte nicht sauber zu trennen sind. Behörden, Geheimdienste undsoweiter wollen alle ein Stück vom Kuchen und nutzen die Geschäfte natürlich auch politisch-strategisch.

Ich empfehle in diesem Zusammenhang das Buch des leider verstorbenen Howard Marks, "Mr. Nice". Sehr erhellende Lektüre.

Umleitung

Immer wieder werden hier Pharmakonzerne als Teil der Lösung für den Wandel in den Drogengeschäften genannt. Meinen sie etwa die, die Preise hoch treiben bei der Arzneimittelversorgung wenn das Medikament nur eine neue Beimischung hat. Oder meinen sie die, die die 80% völlig Sinnloser Medikamente produziert. Warum nicht einfach Legalität gegen regelmäßige Steuerzahlungen. Muss ja nicht viel sein. Mehr als 10 oder15% zahlen ja viele intern. Konzerne auch nicht. Das muss aber gewollt sein. Erinnert sich noch Jemand, warum der Hanf verboten wurde?

15:04, Nächster

>>Immer wieder werden hier Pharmakonzerne als Teil der Lösung für den Wandel in den Drogengeschäften genannt. Meinen sie etwa die, die Preise hoch treiben bei der Arzneimittelversorgung wenn das Medikament nur eine neue Beimischung hat. Oder meinen sie die, die die 80% völlig Sinnloser Medikamente produziert. Warum nicht einfach Legalität gegen regelmäßige Steuerzahlungen. Muss ja nicht viel sein. Mehr als 10 oder15% zahlen ja viele intern. Konzerne auch nicht. Das muss aber gewollt sein. Erinnert sich noch Jemand, warum der Hanf verboten wurde?<<

Ja, genau diese Pharmakonzerne meine ich. Denn sie produzieren nicht nur sinnlose, sondern auch sinnvolle Medikamente.

Unterhalten Sie sich doch mal mit ein, zwei Krebspatienten.

Wir leben nun mal im weltweiten Kapitalismus. Da gehört das, was Sie kritisieren, dazu.

Man sollte eher den Kapitalismus dafür kritisieren als die Pharmakonzerne. Wenn Sie die abschaffen, existiert der Kapitalismus weiter, nur Medikamente gibt es dann nicht mehr.

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