Ihre Meinung zu: Bankenabwicklung in der EU: Geräuschlos und erfolgreich

22. Juni 2017 - 16:52 Uhr

Es war eine Premiere: eine lautlose Banken-Abwicklung in der EU, die den Steuerzahler keinen Cent kostete. Die deutsche Finanzexpertin Elke König zog dabei die Fäden. Wie das gelang, hat sie ARD-Korrespondent Michael Grytz erzählt.

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Kommentare

Am Finanzplatz London und

Am Finanzplatz London und auch anderswo wird doch immer noch oder schon wieder Casino gespielt.

Bis irgendwelche halbherzigen Regelungen greifen, ist schon längst der nächste Crash wieder da.

Bankenabwicklung in der EU: Geräuschlos und erfolgreich

"Geräuschelos" - ist klar.
"erfolgreich" - man wird sehen, eher nicht.

"Bad Banks" -ist gleich Bilanzfälschung.
Hin- und Herschiebereien von Zahlen.

Unglaublich !

Zitat:
"Bevor alle ganz nervös werden, will ich noch sagen: Das europäische Bankensystem ist seit der Finanzkrise deutlich sicherer geworden, mit besserem Eigenkapital, den Aufsichtsbehörden und hoffentlich auch uns, aber wir haben noch ein bisschen Altlasten." Dieses bisschen Altlasten beträgt allein in Italien schätzungsweise über 270 Milliarden Euro an faulen Krediten". 

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen !!!

Die weltweiten Schulden (Staaten und Banken) sind seit der Krise 2007/2008 quasi explodiert und das Casino feierte rauschen weiter.

Wie kann eine "Finanzexpertin" (!!!) heute nur behaupten "man hätte die Lage unter Kontrolle", während das Platzen der vielen Blasen (Derivate, Immobilien, Staatsschulden) nur noch ein Frage von Wochen oder Monaten sein dürfte ?

Jeder einigermaßen belesene bzw. informierte Mensch weiß, dass nichts in Ordnung ist und alle Lampen längst auf ROT stehen !!!

Das völlig ungedeckte Schuldgeldsystem steht unmittelbar vor seinem AUS !

Bankenrettung

Mich stört immer der Begriff der Bankenrettung. Tatsächlich kann jede Bank in die Insolvenz gehen und der Steuerzahler hat dann auch, zumindest auf den ersten Blick, nichts dazu gezahlt. Aber; das Problem ist, dass dann das Vertrauen in die Kreditwirtschaft schwindet und viele Leute ihr Geld unter das Kopfkissen legen. Daran kann dann die Wirtschaft insgesamt kaputt gehen. Man rettet also nicht die Bank, sondern die Volkswirtschaft!

@18:51 von Hille-SH Unglaublich !

"Das völlig ungedeckte Schuldgeldsystem steht unmittelbar vor seinem AUS !"

Na hoffentlich bald.
Dann kann man einen grundsätzlichen Neuanfang machen.

Eine trügerische Sicherheit

Mit dem "Abwicklungsmechanismus für Banken" wurde nur eine trügerische Sicherheit geschaffen. Denn alle Banken in Europa haben große Teile ihrer "Sicherheiten" in Staatsanleihen und deren Kurse befinden sich in einer riesigen Blase, wenn die platzt, kann keine Bank mehr eine andere übernehmen und alle Banken stehen vor der Insolvenz, weil eine die andere über den Interbankenhandel in den Abgrund stürzt. Dann wird wieder einmal der Steuerzahler von der Regierung gezwungen die Zeche zu zahlen.

@18:51 von Hille-SH

"Das völlig ungedeckte Schuldgeldsystem steht unmittelbar vor seinem AUS!"

Keine Sorge, das Geld ist ja nicht weg, es hat nur jemand anderes. Und einige haben davon derart viel, dass sie auch immer mal wieder ein paar Brotkrumen ins System werfen um es vor dem Kollaps zu bewahren - denn der Kollaps würde die großen Geldbesitzer auch teuer zu stehen kommen.

Ob ein System gut ist, dessen Stabilität auf derartigen Partikularinteressen basiert, das möge jeder selbst entscheiden. Aber genau dieses System wird wahrscheinlich noch sehr lange in der Lage sein, immer knapp neben dem Abgrund lang zu schleifen - weil das der perfekte Zustand für diejenigen ist, die es in der Hand haben das System zu halten oder zu stürzen.

Jetzt ist mein Text ein bisschen drastischer und polemischer ausgefallen als ich es ursprünglich vor hatte. Ganz so schwarz-weiß ist das Geld dann doch nicht verteilt.

Glückwunsch!

Glückwunsch an Elke König und ihr Team! Eine Bank mal so abgewickelt wie es sich gehört. Vielleicht hört das Kasino spielen nun auf. Die Eigner machen so nicht noch Gewinn an der Pleite wie bisher, sondern wie bei jeder anderen Firma auch verlieren sie alles wenn nichts mehr da ist.

Bad Banks ...

... sind keine Bilanzfälschung - die Posten sind immer noch drin - sondern der Versuch Zeit zu gewinnen.
An und für sich legitim, nur wird die Bugwelle, die wir vor uns herschieben immer grösser.

Bankenabwicklung in der EU:Geräuschlos und erfolgreich

Das mag vielleicht bei der Banco Popular so sein,ist aber ansonsten nur eine schöne Geschichte,auch in Spanien.
Für die Rettung spanischer Banken wurden bis 2014 41,4 Milliarden Euro (bis 100 Milliarden sind möglich)aus den Eurostaaten(Steuergeld) von den Banken in Anspruch genommen.

Die Regierung Rajoj möchte natürlich diese (Staats)Verschuldung abbauen,durch Austerität nach unten.

18:51 von Hille-SH

"Die weltweiten Schulden (Staaten und Banken) sind seit der Krise 2007/2008 quasi explodiert und das Casino feierte rauschen weiter."
So lange es noch Leute gibt, die ihr Geld im Casino verjubeln können, haben wir doch nichts zu befürchten, auch wenn die Lampen schon rot anzeigen.

@18:51 von Hille-SH

"Jeder einigermaßen belesene bzw. informierte Mensch weiß, dass nichts in Ordnung ist und alle Lampen längst auf ROT stehen !!!

Das völlig ungedeckte Schuldgeldsystem steht unmittelbar vor seinem AUS !"

Genau so ist es. "In Wahrheit ist das globale Finanzsystem bereits tot. Die Bürger dieser Welt wissen es nur noch nicht. Zusammengehalten wird es nur noch von jeder Menge heißer Luft und den Tricks der Zentralbanken." (Steve St. Angelo)
In einem Interview mit USAWatchdog.com sagte David Stockman, dass die Fed und die restlichen Zentralbanken die Anleihemärkte in den letzten 20 Jahren durch den Kauf von Staatsanleihen und anderen Schuldpapieren im Wert von 20 Billionen Dollar unterstützt haben. Noch nicht mit eingerechnet sind in dieser Summe die Billionen von Dollar, die zur Unterstützung der globalen Aktienmärkte ausgegeben wurden. All das dient dazu, den größten Banken-Run der Geschichte noch eine Weile hinauszuzögern.

"Geräuschlos und erfolgreich" wird das nicht enden.

Eine gute und eine schlechte Entscheidung.

Im Falle Spanien und Banco Popular `Prima`, endlich werden die zur Kasse gebeten, die auch das unternehmerische Risiko tragen. Im Falle Italien und die Bank Monte dei Paschi zahlen wiederum die Steuerzahler die Rechnung für diese Rettung. Dabei hatte man versprochen das dies nicht der Fall sein sollte. Die Begründung ist fadenscheinig `Viele kleine Sparer`, für die hätte man eine Sonderregelung treffen können, die Wirklichkeit warum es geht ist in Süditalien und Sizilien zu finden.

Ein sehr informativer

Ein sehr informativer Artikel. Es ist erfreulich zu sehen, dass europäische politisch Verantwortliche aus der letzten Finanzkrise gelernt haben und ein Mechanismus eingeführt wurde, der die geräuschlose und erfolgreiche Abwicklung einer Bank ohne Einsatz von Steuergeldern ermöglicht hat. Meine Hochachtung.

Wieso bezahlen nicht mal die

Wieso bezahlen nicht mal die Manger?

Warum ...

... mussten Eigentümer und Gläubiger der West-LB und der Hypo Real Estate nicht haften?

Steinbrück (aus der Banken Dynastie Delbrück) hielt seine schützende Hand darüber.

@: 18:36 von anonymous99

// "Bad Banks" -ist gleich Bilanzfälschung.
Hin- und Herschiebereien von Zahlen. //

Wie kommen Sie zu dieser These? Wissen Sie eigentlich, was eine Bad Bank macht und ausmacht?

"Aktionäre und Anleihenbesitzer

- also Inhaber und Gläubiger - mussten haften"

Nah die Inhaber werden ja schon vorher eine "Ahnung" gehabt haben wohin der Hase hüpft und ihr "Schäfchen" ins Trockne gebracht haben, in den Kreisen kennt man sich ja aus...

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