Kommentare

Europäischer Skandal

Jedes Jahr der gleiche Skandal: Es brennt in Italien, Griechenland, Spanien, Portugal. Warum wird nicht endlich eine stehende, startbereite Flotte von z.B. 30 Löschflugzeugen im Süden Europas aufgebaut, die sofort eingreifen kann? Kosten? Diese Länder haben zusammen mehr Panzer als Deutschland ...

Aber selbst das - scheinbar - reiche Deutschland kriegt ja seine Hubschrauber und Armeeflugzeuge nicht in die Luft ...

Da faseln einige von einem "stärkeren Europa", aber schon die paar gemeinsamen Löschflugzeuge kriegen sie nicht hin ... Nebenbei: Die Privatvermögen in Deutschland stiegen letztes Jahr um rund 200 Mrd - überwiegend bei den "Reichen", in den anderen Ländern sieht es ähnlich aus, Geld wäre da ... aber bald sind ja Wahlen!

Europäische Zusammenarbeit im Katastrophenfall

Statt jedes Jahr Milliarden Euros für nutzlose Militärtechnik zu verschwenden, sollte sich Europa mal eine Einsatzgruppe für Waldbrände, Überschwemmungen und andere Katastrophen zusammenstellen. Die kostet weitaus weniger und hilft gegen reale Bedrohungen.

Und weil das nicht passieren wird, muss man sich vielleicht andere Lösungen suchen - irgendein Waldmanagement, dass solche Brände nachhaltig verhindert (z.B. durch die Entfernung des Unterholzes oder mittels Brandschneisen).

Löschflugzeuge

Spanien und Frankreich helfen mit Löschflugzeugen, Deutschland nicht, traurig.

Trockenes Gewitter

Das Feuer breitete sich rasend schnell aus. Darum wurde Brandstiftung vor Ort nicht ausgeschlossen. Jetzt scheint die Ursache aufgedeckt zu sein. Ein Trockenes Gewitter wurde wohl zunächst übersehen.

Dafür wurde im Flammeninferno aber ein Baum gefunden in den der Blitz eingeschlagen ist. Warum ausgerechnet die Brandquelle nicht vollständig verbrannt ist bleibt unklar.

Europäische Zusammenarbeit im Katastrophenfall!

Das ist so dermaßen richtig das es schon weh tut! Es gibt und gab nicht nur "Den Russen" als Katastrophe, als der nicht mehr aktuell war ist das ganze Material und Personal "entsorgt" worden. Das waren teils unwiederbringliche Werte auch an Erfahrung! Das hätte in so einer gemeinsamen Gruppe unschätzbare Dienste geleistet! Siehe kurz danach Oderhochwasser!!! Katastrophen machen vor Grenzen oder Religionen kein Halt!!! Ich bin im Zivilschutz beschäftigt!

Am 18. Juni 2017 um 14:08 von Première Dame

Deutschland hat 3... umgerüstete Agrarflugzeuge mit geringer Kapazität.
Deutsche Löschflugzeug Rettungsstaffel DLFR. Sie gehören einer Privatfirma. In Frankreich untersteht eine Staffel mit Bombardier/Canadair CL 415-Flugbooten der Securite Civile mit 12 Flugzeugen verfügbar und 3 bestellt. Diese Maschinen sind wesentlich effektiver, als umgebaute Agrarflugzeuge.
Vom besten verfügbaren Typ in Westeuropa CL-415... In Spanien hat die spanische Luftwaffe 3 und 2 weitere bestellt und das Energieministerium hat auch 2 bestellt. Italien hat eine beachtliche Flotte mit 19 verfügbaren Maschinen und 3 bestellt. Griechenland wäre noch zu nennen mit 7 und Kroatien mit 6.
Andere Betreiber von größeren Flotten von Flugbooten als Löschflugzeugen sind Kanada, USA, Russland, China und Japan.

@14:08 von Première Dame - traurig

"Spanien und Frankreich helfen mit Löschflugzeugen, Deutschland nicht, traurig."
.
Ich finde es traurig, dass Sie den Artikel, den Sie hier kommentieren, offenbar nicht (richtig) gelesen haben. Darin steht: "Bundesaußenminister Sigmar Gabriel äußerte sich ... "tief bestürzt" und bot der portugiesischen Regierung Hilfe aus Deutschland an."

Vorkommentare beruhen auf Unkenntnis

All das, was in den Vorkommentaren an Kritik oder Vorschlägen verbreitet wird, geht ins Leere: Die Löschflugzeugstaffeln gibt es (ES: 43 Grupo mit 17 Canadair + 7 im Zulauf), zusätzlich zu den örtlichen Feuerwehren in ES die UME (s. WIKIPEDIA) mit 5 Bataillonen u. an die 200 Löschfahrzeugen (viele davon geländegängige TLF), Raupen usw. Im Übrigen sind dies militärische Einheiten, Kritik an Militärausgaben daher unsinnig.
In Andalusien besteht mit der INFOCA eine weitere Organisation speziell zur Waldbrandbekämpfung.
Die Iberer sind gut gerüstet u. haben vmtl. auch EU-Mittel hier sinnvoll investiert. Wer weiß, wie nach Alarmierung in kürzester Zeit eine perfekt organisierte Maschinerie anläuft,
kann die "guten Ratschläge" aus D getrost als höchst überflüssig ignorieren.
Tatsache ist eben, daß man Katastrophen in solcher Dimension einfach nicht gewachsen ist. Zur Erinnerung: Lüneburger Heide 1975 (WIKIPEDIA u. YouTube), Alberta 2016.

13:53 von Nachfragerin

"Statt jedes Jahr Milliarden Euros für nutzlose Militärtechnik zu verschwenden, sollte sich Europa mal eine Einsatzgruppe für Waldbrände, Überschwemmungen und andere Katastrophen zusammenstellen. Die kostet weitaus weniger und hilft gegen reale Bedrohungen."

Da stimme ich Ihnen vorbehaltlos zu!

"Stehende" EU-Taskforce bilden?

Klimaveränderung, spezielle Wetterlagen, andere Ereignisse wie z. B. jüngst der Londoner Hochhausbrand ... 1e EU-weite Unterstützung könnte auch dem EU-Image helfen!

Brände + Hochwasser sowie Wassermangel in heißen Monaten machen auch vor Europa nicht halt.
Klar, dass z. B. 1 kreativer Name wie "Fire & Ice"-Taskforce nicht so gut klingt wie Terror- od. Cyber-Taskforce ... das sollte die EU aber nicht abschrecken.
Tote Menschen, Tiere, Pflanzen, verwüstete Regionen + umkippende, erschöpfte Helfer - das könnte durch zeitnahe Unterstützung minimiert werden, wenn die Hilfe-Koordinierung fast automatisch anliefe, ohne dass sich 1 Regierungschef/Bürgermeister erst an mehrere andere Länderchefs wenden müsste.

Hoffentlich denken auch viel schlauere Leute als ich darüber nach + erarbeiten mögliche Konzepte darüber, wie so etwas aussehen könnte.
Viele reden von CO2-Reduzierung, dennoch sterben weltweit täglich CO2-Lungen durch Feuer. Wiederaufforstungen sind teuer, teilw. auch nicht möglich.

keine eigenen Feuerlösch-Flugzeuge hat... Dabei würde sich dies aufgrund der geringen Größe des Landes anbieten, wenn man 5... 6 Maschinen im Zentrum des Landes stationieren würde, wo sie überall innerhalb einer Stunde verfügbar wären... Portugal hat einige EADS C-295M. Warum kann man die nicht umbauen und als Löschbomber nutzen? Für ihren eigentlichen Zweck kommen sie doch kaum zum Einsatz. Wie kurzsichtig dürfen eigentlich Politiker sein, wenn sie nicht einmal auf solche naheliegenden Lösungen kommen?

@Caleo

15:18 von Caleo:
"Im Übrigen sind dies militärische Einheiten, Kritik an Militärausgaben daher unsinnig."

Aus dem Grund sprach ich auch von nutzloser Militärtechnik. Statt der angestrebten 2% BIP können von mir aus auch 5% ins Militär investiert werden, wenn dies ausschließlich(!) dem Katastrophenschutz zu Gute kommt.

Das aktuelle und auch die aus der Vergangenheit sehr gut bekannten Szenarien zeigen jedenfalls, dass die bisherigen Maßnahmen nicht ausreichen. (Vielleicht ist es aber auch gar nicht möglich, solche Brände zu verhindern.)

@15:29 von Troll-Grill

Sie meinen das doch nicht wirklich, dass Portugal keine Löschflugzeuge hat?
Da sind Sie sicherlich falsch informiert, es gibt nicht nur diesen einen Waldbrand sondern mehrere im ganz Portugal.
Momentan sind mehr als 20 Löschflugzeuge im Einsatz.
Bevor Sie so etwas beim nächsten Mal schreiben informieren Sie sich bitte vorher.

Danke, "Caleo" und Andere ...

... für die Begriffseinführung der spanischen "Militärischen Nothilfeeinheit" (UME) + des "Kanarischen Plans für Zivilschutz und Waldbrandbekämpfung“ (INFOCA).
Das war neu für mich.
1e EU-weite Unterstützung dieser Einheiten könnte doch 1 Leichtes sein, finde ich (Brände in Grchland, Italien; Überflutungen in den nördlichen Tälern des Piemonts/Italien, etc.).

Auf 1er Nachrichtenseite des Bayer. Rundfunks wird von "Das Land [Portugal] zählt derzeit über 150 Waldbrände" geschrieben.
Auf www.spainnews.today/spainnews-de.php?id=345 heißt es "Die Feuerwehr von Portugal twittert offiziell, dass es im Moment 26 schwere Waldbrände in Portugal gibt".
Spanien hat aktuell selber 1 sehr hohes Waldbrandrisiko.

Ich halte es für bezeichnend, dass "die südlichen EU-Länder" hier wohl alleine gelassen werden. Erinnert mich etwas an das Dublin-Abkommen.

Die Meldungen um Pedrógão Grande sollten 1 Startschuss zum Umdenken sein.

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