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Zukunft

Ich bin gespannt, was wohl passieren wird, wenn die Franzosen merken, wen sie da gewählt haben. Ich sehe in Macron den Lindner Frankreichs. Ich stelle mir die Politik vor, die die Partei der Besserverdienenden wohl mit einer absoluten Mehrheit durchsetzen würde. Und das in Frankreich ... Das kann "lustig" werden.

Nun.............

in der Tat wird es wohl einen glänzenden Sieg geben für en marche und die "Reformen" werden schmerzhaft sein. Es wird eine Agenda 2o10 in Frankreich geben will heißen Sozialabbau und sonst nichts. Lohnkürzungen, Arbeitszeitverlängerung, weniger Sozialleistungen. Bin mal gespannt wie die Franzosen reagieren werden wenn sie merken was für ein Ei sie sich da ins Nest gelegt haben. Frankreich könnte ein heißer Herbst bevorstehen denn die Franzosen nicken nicht so einfach alles ab was von oben verordnet wird wie die Deutschen..........

Schon verwunderlich

In diesem Artikel, der sich , wie viele anderen auf dieser Seite mit "erfrischender Demokratie" befasst, fällt kein einziges Wort über das Wahlsystem. Länder, in denen der Wahlsieger als Bonus 50 Sitze erhält, sind dagegen ja Musterknaben.
Wenn eine 30%-Partei rund 80, eine 20%-Partei gerade einmal 2% der Sitze erhält, erinnert das mehr an eine Bananenrepublik.
Berücksichtigt man jetzt noch die peinlich geringe Wahlbeteiligung, würde sogar das Absurde denkbar, daß eine Minderheit in einer Demokratie die Verfassung ändern könnte.
Ich werde nie wieder das deutsche Wahlrecht kritisieren!

@ glogos

So seh ich das auch.
Bereits in den letzten 4 Jahren wurden die Proteste der Franzosen immer heftiger.

Ich bin mir ziemlich sicher: Macron wird sich nicht über die gesamte Amtszeit halten können.

Denn: die Menschen wollen endlich den Wandel.
Weg von dem in kleinen Schritten eingeführten Neo-Feudalismus. Die Franzosen haben die Nase voll davon, dass sie auf Leistungen verzichten sollen, damit einige wenige ihren Gewinn maximieren können.

Macron hat nicht überzeugt. Die Menschen sahen nur: die Konservativen sind Neoliberale. Man wählte die Sozialisten und bekam: Neoliberale.

Den FN wollte man dann doch nicht, vor allem weil der eigentlich auch eher neo-liberal ist. Im Slogan Arbeiter - aber er ist traditionell immer die Partei von wohlhabenderen Menschen gewesen.

Also gibt man Macron die Chance - versagt er - dann gibt es keine Alternative mehr - dh: die Franzosen werden massiv protestieren. Und dann womöglich ganz Links einfordern.

Das ist meine Vermutung.

re chewpapa

"Ich bin gespannt, was wohl passieren wird, wenn die Franzosen merken, wen sie da gewählt haben. Ich sehe in Macron den Lindner Frankreichs."

Was halten Sie von der Möglichkeit: Die Franzosen wissen selbst am besten, was sie gewählt haben. Und Ihre Mutmaßungen sind nur - Mutmaßungen.

re bernd39

"Wenn eine 30%-Partei rund 80, eine 20%-Partei gerade einmal 2% der Sitze erhält, erinnert das mehr an eine Bananenrepublik."

Sie tun ja gerade so, als hätten Sie vorher noch nie vom Mehrheitswahlrecht gehört.

Haben Sie noch nie eine Wahl in GB verfolgt?

Wahlbeteiligung?

Die Franzosen wollten und wollen Macron nicht, eine beschämende Wahlbeteiligung brachte dies zum Ausdruck und genau darin liegt der Sprengstoff in unserem Nachbarland, denn dort hat sich "die Straße" gewaltbereit radikalisiert.

Der mediale Hype um Macron und seine Wahl kann vielleicht die Deutschen blenden die Stimmen im Land von Macron hören sich anders an.

.. Partei vor historischem Sieg .... fragwürdige Einordnung

Einen Wahlsieg als "historisch" zu brandmarken, weil eine "neue Parteiung" einen Stimmenvorsprung erhält erscheint zumindest Fragwürdig.
Historisch wäre doch wohl eine Parteiung, die ein um neues, erstmals organisiertes soziales Bedürfnis bildet (wie die Grünen ihrer Zeit). Einen verschlafenen Modernisierungsprozess hinter her zu laufen, kann man kaum als ein epochales Ereignis bezeichnen.
Würde es Macron und den Seinen gelingen den zwangsläufig widersprüchlichen Prozess in Gang zu bringen und Frankreich sowohl wirtschaftlich wie sozialstrukturell zu stabilisieren, wäre viel geschehen und Frankreich hätte ihm was zu verdanken. Aber Wunder, Wunder darf man heuer, in der Zeit des virulenten Terrors und der Instabilität von niemandem erwarten, das wäre unredlich.

um 08:35 von karwandler

Es ist hier doch immer das Gleiche. Relevant sind nicht die Fakten, sondern die Vorlieben. Bei Macron ist Mehrheitswahlrecht eine Katastrophe, Trump darf mit der Stimmenminderheit Präsident werden. Und das ist nur ein Beispiel.

Möglicherweise......

ist für Ms.Macron der entscheidende Vorteil, daß er eben nicht mit einer sozialistischen Ideologie vorbelastet ist. Ich unterstelle mal, daß er als ehemaliger Investmentbanker von Wirtschaft und deren Gesetzmäßigkeiten mehr versteht, als jene, welche Bücher von Marx etc. oder die Tricolore schwenken! Beides führt nämlich nicht zu dem, was sich die MEHRHEIT der Bevölkerung erhofft und erwartet. Diese beiden "Alternativen" setzen eben nur auf Emotionen oder Neid und haben nur gemeinsam, daß sie, bevorzugt im Ausland, nach einem Sündenbock suchen! Die USA sind sowieso immer schuldig und dann bleibt ja noch der Blick über den Rhein! Eigenartig ist nur, daß französische Bürger aus dem Grenzgebiet liebend gerne auf der anderen Seite des Rheins arbeiten - und auch gut verdienen! Die Gefahr für Deutschland besteht letztlich nur darin, daß Macron erfolgreicher ist, als erhofft oder erwünscht und zum ernsthaften Konkurrenten wird! Dann wird es richtig spannend!

Wahlen in Frankreich:Macron vor historischem Sieg....

Das muß ja auch so sein bei der finanziellen Unterstützung.Durch die Adligen von AXA,durch die Credit Agricole,durch den Internet-Multimillionär Patrick Drahi.Auf Dinnern(French Tec),die aus steuerrechtlichen Gründen in London und New York abgehalten wurden,haben sie kräftig Geld eingesammelt.Ein Großteil der Kandidaten von En Marche entstammt der Finanzindustrie und der Eliteschule ENA.

Sie werden die Arbeiter und die Arbeitslosen falten,bis bei denen mal die Einsicht kommt und En Marche gefaltet wird.

Ist schon eigenartig

wie in Deutschland für den Herrn Stimmung gemacht wird, aus Angst vor einer Dame.
Ist zwar Sache der Franzosen was und wie Sie wählen und unter welchem Wahlsystem, aber die geringe Wahlbeteiligung zeigt das einige Bauchschmerzen haben.
Und ich bin jetzt nur noch gespannt was die Franzosen machen wenn Sie erkennen das ein Deutschland ähnliches Modell durchgezogen werden soll.
Franzosen sind nicht so Leidens fähig und duckmäuserisch wie die Deutschen die vor sich selbst Angst haben.

Eines finde ich aber gut, das die Ganzen Politiker Ihren Fressnapf verlieren und Neue Leute kommen, bei denen dauert es zumindest ein Weilchen bis Sie sich dem Fraktionszwang und bei Lobby einordnen.
Es werden dadurch viele laufende Verbindungen gekappt, das wäre der einzige Punkt der in Deutschland mal dringend nötig wäre.
Die meisten Gesichter sitzen schon seit Ewigkeiten auf Ihre Stühlen wie festgeklebt.
Auf Frankreich bin ich gespannt, auch wenn es durch die Entfernung mein Leben nicht Tangiert.
Gruß

re thomasd.

"Die Franzosen wollten und wollen Macron nicht"

Eine bemerkenswerte Interpretation von Wahlergebnissen.

Die Franzosen werden sich wundern

Durch die absolute Mehrheit geben Sie Macron einen Blankocheck.

Die nächsten Demonstrationen sind vorprogrammiert !

Macron, der Heilsbringer ?

Macron war auf der gleichen Eliteschule, wie Sarkozy oder Fillon. Er vertritt und lebt mit dem politischen Establishment. Was glauben die Franzosen, für wenn Macron Politik machen wird?

Ideologie

@ karlheinzfaltermeier
Nö, mit einer sozialistischen Ideologie ist der nicht vorbelastet. Dafür aber mit einer neoliberalen Ideologie, die uns weißmachen will, das Geld »arbeitet«.
Da könnten wir auf jede Mühsal verzichten und bräuchten nur noch zusehen, wie sich das Geld vermehrt, was es im Übrigen jetzt schon tut.

Macrons Wahlsieg

wird den Zerfall der EU beschleunigen. Die Mehrheit der Franzosen wird den "Umbau" des Sozialsystems nicht akzeptieren und den Protest auf die Strassen tragen. Bei einer Wahlbeteiligung von nur ca. 50% ist genug Potential für den Front National vorhanden - er muß nur abwarten.

@08:45 von ThomasD. Wahlbeteiligung?

.......:"Der mediale Hype um Macron und seine Wahl kann vielleicht die Deutschen blenden die Stimmen im Land von Macron hören sich anders an."
Er wurde aber doch in Frankreich gewählt, und niemand wurde gezwungen sich der Stimme zu enthalten.
Was als hören Sie für Stimmen?

Gut Herr Wenigfahrer! Mir

Gut Herr Wenigfahrer!
Mir gefällt der Hype auch nicht. Mal abwarten und ihn erst mal machen lassen. Wenn es gelingt ist es gut ich denke es wird schwer.
Bei uns war es Schröder. Die SPD leidet noch immer darunter. Die CDU die nichts dazu beigetragen hat und auch nicht den Mut gehabt hätte hat profitiert. Sie legt die Hände in die Raute und sagt - hab ich alles selbst gemacht.

Meilenstein für Europa

Macrons Wahlsieg wird zu einem Meilenstein für das moderne Europa.
Die normalen Menschen, die soziale, liberale und konservative Mitte der Bevölkerung wird wieder erkennen, dass sie das Sagen hat und die Rahmenbedingungen der Politik bestimmt und nicht die linken und rechten Extreme, die Schlechtmacher, die Europafeinde und Populisten.

en Marche

Das Phänomen "en Marche" ist ja im Prinzip nicht neu.
Schon seit langer Zeit konnte wir beobachten das einige neue Parteien aus dem Stand heraus zweistellige zustimmungszahlen erhalten haben.
In der Vergangenheit wurden solche Ereignisse immer mit der Unzufriedenheit der Wähler mit den angestammten Parteien, begründet.
Aber noch nie hat eine Bewegung eine solche Gestaltungsmacht bekommen wie jetzt Emannuelle Macrons eM. Das alte Parteiensystem ist nahezu Pulverisiert und der FN ist eben nicht der große Gewinner. Nicht wenige sind der Meinung das dieses aber, bei Versagen Macrons, nur um eine Legislaturperiode verschoben ist. Damit haben sich auch schon alle positiven Effekte des Siegeszuges von EM erschöpft.
Momentan sieht es aber auch nicht danach aus als ob dieser Em. Ma. ein Gegengewicht zu den Führungsansprüchen unserer konservativen in der EU sein könnte. Eine Politik für Europa die eine Le Pen zu einer Randerscheinung werden lässt kann ich darin nicht mehr erkennen.

En Marche ...

... tut so gut.

Es folgt ein überwältigender Sieg der Normalen, der Leistungsträger, der Mitte.
Einfach geil.

@Bernd Kevesligeti, 09:19 - Marktwirtschaftskonformität

Nicht Macrons geldgieriger Charakter, sondern seine marktwirtschaftskonforme Denkungsart ist der Grund dafür, dass des Präsidenten Politik den Kapitalinteressen dient. Um Frankreichs marodes Marktwirtschaftssystem so zu sanieren, dass französische Waren auf den Märkten dieser Welt konkurrenzfähig sind, will er eine Wirtschaftspolitik exekutieren, welche die Lohnstückkosten der produzierten Waren stark verringert. Zu diesem Zweck soll der Arbeitsmarkt so flexibilisiert werden, dass die französischen Lohnabhängigen für weniger Geld mehr arbeiten müssen. Begeistert von dieser kapitalfreundlichen Reform ist ungefähr ein Drittel der Wähler, weil sie glauben, dass ein florierendes Marktwirtschaftssystem ihnen Vorteile verschafft. Stören könnte die präsidiale Rosskur allerdings die kommunistische Gewerkschaft CGT, indem sie die Lohnabhängigen so organisiert, dass sie ihr Interesse an einem guten Leben gegen die systemischen Imperative der marktwirtschaftlichen Produktionsweise geltend machen.

09:06 von karlheinzfaltermeier

IhrenKommentar darf ich mich anschließen.Ich denke auch das Macron als ehemaliger Investmentbanker sehr viel von den Marktgegebenheiten und seiner Lenkung versteht.Und mit den nötigen Reformen a la Schröder Agenda 2010 wird aus dem " Kranken Mann Frankreich " wieder ein Wettbewerbs fähiger Staat.

Hoffentlich bleibt Macron auf

Hoffentlich bleibt Macron auf dem Weg und lässt sich nicht von der Journaille vereinnahmen.
Dann hätten wir mit Trump und Macron endlich alternativen, mit denen Schäuble und Merkel nicht mehr mithalten können. Deutschland braucht eine neue Form der Regierung. Stiefellecken gegenüber den Starken und penetrieren der Schwachen ist eigentlich keine deutsche Haltung und die jetzige Regierung sollte damit aufhören.

@08:45 von ThomasD.: Franzosen wollen Macron nicht?

"Die Franzosen wollten und wollen Macron nicht, eine beschämende Wahlbeteiligung brachte dies zum Ausdruck..."

Die geringe Wahlbeteiligung sagt nichts darüber aus ob die Franzosen Macron wollen oder nicht. Wer nicht wählen geht, dem ist es egal wer ihn regiert.

Letzte Woche gab es einen Bericht auf WDR5 zur geringen Wahlbeteiligung in Frankreich. Dort wurden folgende Gründe genannt.

- Das Wetter hatte viele vom Wählen abgehalten.
- Ein weiterer Teil war überzeugt, dass Macron sowieso gewinnt und ist deshalb nicht wählen gegangen.
- Einige andere gaben wohl an, dass sie nach den vielen Wahlen einfach keine Lust mehr auf Wahlen haben.

Beim zweiten Wahlgang könnte die Beteiligung noch geringer sein.

Seltsamerweise.....

hat bisher noch keiner der Kritiker von Macron bzw. grundsätzlich sozialistisch (und das ist ein Unterschied zu "Sozial") eingestellten Foristen ein System oder einen Staat nennen können, in dem diese Utopien ohne Gewalt und auf der Grundlage von Demokratie funktionieren! Oder sollen Kuba oder Venezuela als Beispiele dienen? Oder die Millionärsnester in Monaco, der Schweiz oder Liechtenstein usw.? Man komme also bitte nicht mit den Negativbeispielen des Neoliberalismus, denn die kenne ich auch und bin deren schärfster Kritiker!

Die Macron gewidmeten

Die Macron gewidmeten Vorschußlorbeeren sind richtig niedlich - und wir in Deutschland können eigentlich nur hoffen, daß sie sich in ein paar Jahren als "verdient" erweisen werden - zumindest teilweise - und die Wohltaten für die Franzosen nicht nur mit Nachteilen für Deutschland erkauft werden ! Unsere Medien jubeln diesen jungen Mann ja wirklich sehr hoch, wobei sie den Verdacht erwecken, daß es keineswegs um bisherige und noch zu erwartende Heldentaten geht, sondern eher um die Ausbremsung des FN. Der noch sehr junge Macron ist nicht zu beneiden.

Bizarre Interpretationen und biblisch-völkische Prophezeiungen?

Mir erscheint es schlicht bizarr, wie hier manch einer Wahlergebnisse uminterpretiert und Prophezeiungen, das Verhalten eines "Volkskörpers" betreffend, aufstellt - ein Muster, das sich bspw. auch nach dem BREXIT-Votum oder den Russland-Sanktionen, die ja insbesondere Russland selbst aufstellte (Einfuhr von Nahrungsmitteln).

Verstehe ich das jeweils richtig: "Das Volk der x ist nicht so schwach, wie das der y. Es erträgt Entbehrungen geduldig, wird seine Muskeln anspannen und sich erheben, wie Phönix aus der Asche. Seine stoische Zähheit wird all die Widrigkeiten meistern. Es wird Untriebe von z erkennen und sich aufbäumen und sie alle hinwegfegen. Und X wartet nur auf den rechten Moment. Und Y und Z zittern schon jetzt. Denn sie werden zugrunde gehen und zu Staub zerfallen." (?)

Und statt dass eine 50%ige Wahlbeteiligung für gleichermaßen alle Parteien gilt, wird sie so interpretiert, dass die 50% insgeheim gänzlich der selbst präferierten Partei zugerechnet werden müssen?

Bei 50% Wahlbeteiligung

haben die Franzosen klar die Unzufriedenheit mit allen Parteien gewaehlt. Und das ist das Potential der FN.

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