Kommentare

Besser als Fliegen

Von München aus in die Hauptstadt in weniger als 4 Stunden, das ist echt geil. Ohne Einchecken und Sicherheitsschleusen, toll. Ich werde die Strecke künftig nicht mehr fliegen müssen. Danke DB.

Bahn-Fahrpläne ändern sich massiv

Oder übersetzt: es wird mehr Verspätungen geben.......

Größte Angebotsverbesserung bedeutet höchstwahrscheinlich ab Dezember auch größte Fahrpreisanpassung......

Glückwunsch.

Eine echte Investition in die Zukunft ist fertig geworden.

Ein neues Kapitel in der Bahn-Geschichte

Ein langfristiges Projekt und vor allem eine direkte Konkurrenz zu den Angeboten aus der Luftfahrt.
Gerade das Beispiele von AIR Berlin aus der jüngsten Vergangenheit zeigt, dass quasi der gesamte Luftverkehr mit ernsten Kosten- und Schuldenproblemen zu kämpfen hat.
Wie es bei AIR Berlin weitergeht, weiß kein Mensch. Im Internet kann sich jeder Mensch mit Interesse die Eigentümerstruktur der Gesellschaft ansehen. Und die finanzielle Unterstützung einer maroden Gesellschaft durch die Länder Berlin oder gar NRW kann eigentlich nur ein schlechter Scherz sein. Vor allem das Land NRW kann sich bei 179 Mrd. Euro Schulden keine weiteren Eskarpaden leisten. Aus diesem Blickwinkel betrachtet ist und bleibt die Deutsche Bahn AG ein solides Unternehmen mit einer erkenn- baren Politik und ist von daher unbedingt als zukunftsfähig und aus unternehmer- ischer Sicht als gewinnträchtig zu bezeichen
. Man kann nur hoffen, dass es so bleibt!!!

@ morgentau19

Bahn-Fahrpläne ändern sich massiv Oder übersetzt: es wird mehr Verspätungen geben...

Oder weniger, wenn man ihn etwas entspannter taktet. Die Anpassung der Fahrtkosten im Dezember dürfte nach meiner Erfahrung wieder eher sehr moderat ausfallen.

... Japanische, wäre ich schon zufrieden. In Deutschland lebt man halt mittlerweile wie in einem Drittweltland.

Die Bahn lernt es nicht!

Die Verbindungen der Aushängeschilder ICE und EC zu optimieren, ist ja gut und schön, aber für den normalen Pendlernahverkehr wird zu wenig getan.

Auch die Firmenpolitik bezüglich des Güterverkehrs ist darauf ausgelegt, immer mehr Tonnage auf die Straße zu bringen. Weil man es nicht schafft, die "Betuwe- Linie" auszubauen, möchte NRW nun den Rhein vertiefen

3 Züge täglich ?

"Geplant sind täglich in jede Richtung drei der schnellen Züge"
Durchschnittlich 4 Stunden (24/3=8 --> 50% Mittelwert) warten, um 2 Stunden schneller in München zu sein ... ist das wirklich schneller ?

Toll !

Ehre wem Ehre gebührt !

Mal rechnen...

10 Milliarden Kosten für 6 Züge/Tag. Auf 50 Jahre gerechnet sind das etwa 90.000€ pro Zug. Bei ~450 Plätzen/Zug und einer aktuell durchschnittlichen Auslastung von gut 50% kostet allein die neue Strecke also jede Fahrt pro Person rund 400€.

Nette Subvention.

Ein echter Fortschritt,

allerdings leider um Jahre zu spät.

Wenn man von Berlin aus nach München fliegt, benötigt man von Tegel bis München Hauptbahnhof mindestens 3,5 Stunden, wobei man für die Fahrt vom Flughafen München bis zum Münchner Hauptbahnhof stets locker eineinviertel Stunden Fahrtzeit (inkl. der 20 Minuten, die man auf die nächste S-Bahn warten muss) einkalkulieren muss. Dazu kommen noch die Kosten des Fahrscheins.

Fliegt man mit allem, außer Lufthansa, kann man noch mal bis zu 20 Minuten einrechnen, die man vom letzten Gate der Nicht-Lufthansa-Flieger bis zum Eingang des S-Bahnhofes benötigt.

Da ist die Bahn in Zukunft nicht nur eine Alternative, sondern das deutlich bessere Verkehrsmittel.

Endlich

Bin auch froh, dass es nun auch eine schnelle Verbindung nach Süden gibt. Aber warum fahren dann nur 3 Züge pro Tag und Richtung?
Ist der Bedarf nicht deutlich größer?

wer da noch fliegt, hat nix

wer da noch fliegt, hat nix begriffen...

wer da noch fliegt, hat nix begriffen...

wer möchte schon 1 h nach BER rausfahren (wenn er denn mal fertig ist), dort eine weitere Stunde bei Security und Duty Free verbringen, dann endlos laufen, wieder warten, und am Ende wieder ausserhalb der Stadt im Erdinger Moos ankommen...

und das für mehr EUR und auch nicht pünktlich

13:12 von winfried213

"Aus diesem Blickwinkel betrachtet ist und bleibt die Deutsche Bahn AG ein solides Unternehmen mit einer erkenn- baren Politik und ist von daher unbedingt als zukunftsfähig und aus unternehmer- ischer Sicht als gewinnträchtig zu bezeichen"

Ist ihr Posting ironisch gemeint? Ihnen ist doch sicherlich nicht unbekannt dass die DB sehr hoch verschuldet ist und daher keineswegs als gewinnträchtig zu bezeichnen ist.

Sehr einseitige Sichtweise der DB

Die Strecke war schon immer umstritten, nicht erst durch den damaligen MP Vogel, die Diskussion möglicher Alternativen und diverser Baustopps. Erwähnt werden sollte auf jeden Fall auch, dass durch diese neue Strecke zwar bestimmte Langstreckenverbindungen schneller (und teurer!) werden, aber viele Angebote gerade in den neuen Bundesländern stattdessen ausgedünnt werden oder in Umsteigeverbindungen umgewandelt werden und sich dadurch verschlechtern z.B. die Anbindung von Jena, Ostthüringen, Sachsen seit Jahren sowieso. Oft werden bisherige Fernverkehrsleistungen (zumindest auf Teiulstrecken) durch Regionalverkehr, alimentiert vom Steuerzahler nach dubiosen Vergaberegeln, ersetzt.

Die Meldung finde ich daher ohne zumindest eine Nennung, dass diverser Verkehrsverbände (die nach eigener Aussage die Rechte Fahrgäste vertreten) eine abweichende Meinung vertreten, daher sehr einseitig. Es sollte nicht nur die (politisch beeinflusste) Meinung der DB gehört werden.

@ 13:37 von thrust26

10 Milliarden Kosten für 6 Züge/Tag. Auf 50 Jahre gerechnet sind das etwa 90.000€ pro Zug. Bei ~450 Plätzen/Zug und einer aktuell durchschnittlichen Auslastung von gut 50% kostet allein die neue Strecke also jede Fahrt pro Person rund 400€.

Wie kommt man denn auf die Idee, dass diese Strecke nur für 6 Züge am Tag genutzt werden soll?

Das mit dem "mal rechnen" sollte man erst schreiben, wenn man sich wirklich sachkundig gemacht hat. Es sind drei Express-Verbindungen in beide Richtungen geplant, dazwischen gibt es die normalen Verbindungen, die etwas länger als die knapp vier Stunden benötigen. Dann gibt es den ganzen IC-Verkehr auf der Strecke sowie den Güterverkehr, falls dazwischen noch Zeit für Bummelzüge ist.

Man kann von einem Einstunden-Takt in beide Richtungen ausgehen, und wird die Strecke gut angenommen, kann der in den Stoßzeiten auf mehrere Express-Zugverbindungen jederzeit ausgebaut werden.

Endlich eine Alternative gegen die pleite Air Berlin....

....oder die streikende Lufthansa.

Mit 4 Stunden Reisezeit ist man auch schneller als die Gesamtreisezeit mit dem Flugzeug - inklusive Einchecken und riesige Warteschlangen vor den Sicherheitskontrollen.
Endlich mal was positives von unserer Deutschen Bahn!!

@13:37 von thrust26

Hierbei stellt sich aber die Frage, welche anderen Züge ebenfalls auf der Strecke unterwegs sein werden.
Außerdem sollte man nicht so tun, als ob das Geld immer einfach abgefackelt wird. Hierdurch wurden Arbeiter beschäftigt, die wiederum von ihrem Lohn Lohnsteuerzahler und damit auch noch einkaufen.

14:11 von Brodi

"Es sind drei Express-Verbindungen in beide Richtungen geplant, dazwischen gibt es die normalen Verbindungen, die etwas länger als die knapp vier Stunden benötigen. Dann gibt es den ganzen IC-Verkehr auf der Strecke sowie den Güterverkehr, falls dazwischen noch Zeit für Bummelzüge ist."

Auf den ICE Trassen fahren exklusiv, nur und ausschließlich ICEs. Alles andere wäre viel zu gefährlich. Also keine ICs, kein Regional Express, erst recht keine Regional Züge (sie nennen diese Bummelzüge), von Güterverkehr ganz zu schweigen.

Taktungen und Verspätungen

Stimmt - die Bahn hatte ja nun einige Jahrzehnte Zeit das mit dem Zusammenhang zwischen sehr dichter Fahrplanung und hoch wahrscheinlichen Verspätungen durch kleine Störungen, die sich dann ggf. im ganzen Netz ausbreiten, zu lernen.
Bei einem hochprofessionel arbeitenden Unternehmen gehe ich also jetzt davon aus, dass der neue Fahrplan genug Luft enthält, um solche Störungen abzufangen, ohne das gleich wieder das ganze, an Marketingaspekten orientierte Fahrplankartenhaus zusammenfällt.

Zur Info: ich bin vom System Schiene überzeugter, langjähriger Stammkunde. Leider wiederlegen meine Erfahrungen der letzten Jahrzehnte meine obige Annahme... :-(

Schnelle Bahnverbindungen, die innerdeutsches Fliegen überflüssig machen, begrüße ich sehr. Das nützt aber nichts, wenn die letzte Meile nicht klappt.
Und den auf den Nahverkehr angewiesenen Pendlern und beim Verlagern von Gütern auf die Schiene hilft es leider auch nicht.

Viele Baustellen. Trotzdem: das Eine tun, ohne das Andere zu lassen!

Textaufgabe nicht verstanden....

Wo steht denn geschrieben, dass ausschließlich die 6 Züge die Strecke befahren?

Berlin ist nicht überall.

Wenn auf dem Berliner Flughafen nicht klappt, dann wird gelästert. Hier ist mal was Großes gelungen, dann sollten wir uns auch mal freuen.

Wie auch...

Wer sitzt denn in führenden Positionen bei der Bahn?
Würde mich auch nicht wundern, wenn der Güterverkehr auf die Straße soll, damit die Mauteinnahmen stabil bleiben....

Güterverkehr mit Fragezeichen

@Brodi dass auf dieser Strecke substanziell Güterverkehr stattfinden wird, wäre mir neu. Haben Sie diesbezüglich glaubhafte Quellen, dass das mehr als nur Wunschdenken der DB oder der Politik ist? In der derzeitigen Praxis ist es doch eher so, dass Güterverkehr bevorzugt auf Altstrecken stattfindet, weil u.a. die Trassengebühren dort tendenziell niedriger und die Fahrten daher *wirtschaftlicher* sind... daneben gibt es dann noch die grundsätzlichen Nachteile des Mischverkehrs, zumindest tagsüber. Man darf nicht vergessen, dass Güterverkehr privatwirtschaftlich, also mit freiem Markt und unter Konkurrenzdruck, abgewickelt wird. Dass die "InterCargoExpress"-Leistungen in den Neunzigern wieder eingestellt wurden, hat seine Gründe, Güterverkehr über Schnellfahrstrecken im größeren Maß abzuwickeln ist teuer und in diesem Sinn wohl eher als (gescheitertes) Experiment zu betrachten... von Ausnahmen abgesehen.

14:15 von weltenbummler 21

"Mit 4 Stunden Reisezeit ist man auch schneller als die Gesamtreisezeit mit dem Flugzeug - inklusive Einchecken und riesige Warteschlangen vor den Sicherheitskontrollen."

Dafür aber sicher deutlich teurer als mit dem Spar Flieger.

@L.-Ludwig

"wenn die Bahn wenigsten ein 10tel so pünktlich wäre wie die ...
... Japanische, wäre ich schon zufrieden. In Deutschland lebt man halt mittlerweile wie in einem Drittweltland."
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Wow, Deutschland wie ein Drittweltland, weil öfter mal ein luxuriöser Expresszug zu spät kommt? Bisschen Polemik muss sein, aber das war doch jetzt übers Ziel hinausgeschossen.
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Darüber hinaus hat der japanischen Shinkansen die Strecke für sich (der ICE teilt sie mit Regionalbahnen und Güterzügen) und in Japan wurde der Individualverkehr nicht so stark gefördert wie in Deutschland (zu lange zu viel Geld für Autobahnen investiert statt in effizientere Fortbewegung).

@thrust26 @dottore

Es fahren auch andere Züge auf der Strecke und auch ICs sowie Regionalbahnen können Teile der Strecke für schnelle Fortbewegung auf geringeren Distanzen nutzen. Der Nutzen beschränkt sich nicht nur auf die speziellen Expresszüge mit ganz wenigen Halten.
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Insgesamt eine sinnvolle Investition im Gegensatz zu so Späßen wie Stuttgart 21.
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Außerdem wartet man nicht "durchschnittlich 4 Stunden" auf den schnellsten Expresszug, sondern plant dessen Abfahrt in den eigenen Tagesablauf ein, oder nicht?

14:38 von Neuländer

"Darüber hinaus hat der japanischen Shinkansen die Strecke für sich (der ICE teilt sie mit Regionalbahnen und Güterzügen) und in Japan wurde der Individualverkehr nicht so stark gefördert wie in Deutschland (zu lange zu viel Geld für Autobahnen investiert statt in effizientere Fortbewegung)."

Auf den Schnellfahrtrassen fährt weder RB noch RBE und erst Recht kein Güterverkehr. Siehe mein vorheriges Posting. (Warum sonst baut man denn diese neuen Verbindungen? Ich war damals bei der Neubau Strecke Ffm- Köln hautnah dabei. als die Bundes Doris, damalige Ehefrau des damaligen Kanzlers Gerd S bei der Erstfahrt mit im Zug saß.)

Es gibt mehr als drei Züge pro Tag!!

@Redaktion: Bitte stellt doch mal klar, dass es mehr als drei! Züge am Tag geben wird. Diese Anzahl bezieht sich ja nur auf die sog. Sprinterzüge.

Regulär wird es meines Wissens jede Stunde einen ICE geben: München-Berlin und München-Berlin-Hamburg im Wechsel. Die brauchen auch nur geringfügig länger, nämlich knapp über 4h, siehe auch http://www.vde8.de/de/fahrzeiten-linien (Webseite der Bahn zum Bauprojekt Dt. Einheit Nr. 8).

@SydB

> Auf den ICE Trassen fahren exklusiv, nur und ausschließlich ICEs. Alles andere wäre viel zu gefährlich. Also keine ICs, kein Regional Express, erst recht keine Regional Züge (sie nennen diese Bummelzüge), von Güterverkehr ganz zu schweigen.

Stimmt so nicht ganz. Alle zwei Stunden wird die Neubaustrecke zwischen Coburg und Bamberg vom Regionalexpress aus Sonneberg Richtung Nürnberg genutzt. Dafür schafft sich die DB Regio gerade passende Loks der Baureihe 193 mit ETCS und Doppelstockwagen an.

Japan als Vergleich ist unzweckmäßig

Japan hat eine "Haupttrasse", die einmal "senkrecht" durch die schmale Insel laufen und zu der es diverse Zubringeräste gibt, die sich gegenseitig nicht beeinflussen. D dagegen hat ein richtiges, zweidimensionales Netz, das erschwert eine Verkehrsplanung massiv. Ein umgestürzter Baum auf einer Regionalstrecke in Bayern kann (mit etlichen Stunden Verzögerung) Auswirkungen auf einen ICE in Hamburg haben.
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Ich finde die Meldung klasse, eine tolle Leistung der Bahn!

Fahrplanangebot 2018

In einschlägigen Foren und der Wikipedia bereits nachzulesen:

Alle zwei Stunden eine ICE Verbindung München-Nürnberg-Erfurt-Halle-Berlin mit Anschluss in Erfurt an den ICE aus Frankfurt nach Dresden
Alle zwei Stunden eine ICE Verbindung München-Ingolstadt-Nürnberg-Bamberg-Erfurt-Leipzig-Berlin mit Anschluss in Leipzig an die Intercity aus Köln nach Dresden
3 mal täglich ICE-Sprinter München-Nürnberg-Erfurt-Halle-Berlin
5 mal täglich ICE-Sprinter Frankfurt-Erfurt-Halle-Berlin, davon 1 mal täglich Weiterfahrt nach Ostseebad Binz

Alle zwei Stunden RE Sonneberg-Coburg-Bamberg-Erlangen-Fürth-Nürnberg über die Schnellfahrstrecke

14:50 von Mark McWire

"Stimmt so nicht ganz. Alle zwei Stunden wird die Neubaustrecke zwischen Coburg und Bamberg vom Regionalexpress aus Sonneberg Richtung Nürnberg genutzt."

Klar, ich weiß. Es gibt da natürlich einige Überschneidungen. Aber im großen und ganzen fahren die ICEs exklusiv auf ihren Schnellfahrtrassen. Also nichts mit Tankwagen, Kohleloren, Holztransporten und Viehwagen :-) auf der ICE "Straße".

Bahn-Fahrpläne ändern sich massiv........

Das ist sicher ein Fortschritt für Reisende von München nach Berlin.
Aber ob mit dem Fahrplanwechsel im Dezember auch die Situation um die S-Bahn Ausfälle besser wird ?
Auch sollte die Tendenz der letzten Jahre gestoppt werden mittlere Städte vom Schnellverkehr abzukoppeln.Sie sind dann nur noch mit RE/RB-Zügen erreichbar.

@SydB

Die Strecke ist auch für Güterverkehr vorbereitet und soll Nachts auch von diesem mit genutzt werden. Allerdings gibt es nicht viele Verkehrsunternehmen die Loks mit ETCS besitzen, daher wird die Nachfrage die ersten Jahre vermutlich nur sehr gering ausfallen.

Ortsfeste Signale gibt es auf der Neubaustrecke ja keine mehr.

Freuen oder nicht freuen?

An sich ist dies eine gute Nachricht, insbesondere für die Leute, die wirklich unter Zeitdruck von Berlin nach München müssen (und umgekehrt).

Aber in der Regel gehen bei der Bahn solche "Verbesserungen" mit Verschlechterungen in anderen Bereichen einher.

Es gibt nun einmal auch Reisende wie mich, die an sich Zeit haben, aber es als sehr unangenehm empfinden, wenn die Züge zu eng verplant sind und dadurch auch sehr verspätungsanfällig sind. Da meine ich nicht 5 Minuten, ich plane in der Regel mit mindestens 30 Minuten Zeit zum Umsteigen.

Aber mal etwas Positives: In letzter Zeit sind die Züge sauberer, die WCs offen und funktionsfähig und das Personal wirkt besser informiert als noch vor 2 Jahren, wo sie genauso im "Wald standen" wie die Fahrgäste, die sie eigentlich betreuen und auch informieren sollen, wenn was unvorhergesehenes passiert.

10 mia € für 2 std

10 mia € für 2 std Zeitgewinn. Da wäre es sinniger in Güterstrecken zu investieren um mehr Fracht auf die Schiene zu bekommen.

Falsche Infos von Foristen

Aber im großen und ganzen fahren die ICEs exklusiv auf ihren Schnellfahrtrassen. Also nichts mit Trasienen, Bummelzügen, Tankwagen, Kohleloren, Holztransporten und Viehwagen :-) auf der ICE "Straße" wie Neuländer und Brodi behaupten.

@Bahn-Fahrpläne ändern sich massiv

Auch aus ökologische Sicht wäre es zu begrüßen, wenn auf Kurzstrecken die Bahn Alternativen zum Fliegen anbieten würde.
Da ein Fugzeug ja die meiste Energie beim Start und dem Steigflug verbraucht, ist es unsinnig Strecken zu bedienen, bei denen, nach erreichen der Reiseflughöhe gleich wieder der Sinkflug eingeleitet wird.

Was da so noch fährt oder fahren kann

Es gibt in Deutschland meines Wissens keine einzige exklusive Hochgeschwindigkeitstrasse, die nur von ICEs genutzt wird. Es ist Unsinn, zu behaupten, dass die Neubaustrecke nicht für den IC- und RE-Verkehr genutzt werden wird.

Und es war immer so, dass nachts, wenn überhaupt kein Personenfern- oder -nahverkehr stattfindet, Frachtverkehr über die selben Gleise fährt. Warum denn auch nicht?

Es gibt eine klare Hierarchie bei der Bahn, was auf die Gleise darf, und zwar überall und auf jeder Trasse: Erst kommt der ICE, dann der IC, der immerhin 200 km/h pro Stunde fahren kann, dann der RE 160 und dann alles andere, abhängig davon, was davor auf der Strecke ist.

Ein Gleisabschnitt wird einem einzelnen Zug egal welcher Art für jeweils 10 Minuten etwa freigehalten. Die nächst schnellere Zugart hat dann Vorrang, wenn ein Überholvorgang der langsameren Zugart ansteht. Das ist Bahnlogik, und zwar schon immer. Und nachts, wenn die Strecke frei ist, kommt auch der Güterverkehr auf die Strecke.

Hauptsache meckern

Waren sie schon mal in einem Drittweltland? Also ich wohne nun seit Jahren in Norwegen und kann allen in Deutschland Lebenden nur empfehlen hier zu versuchen die Bahn zu nehmen, bevor man sich über die Deutsche Bahn aufregt. Ich verstehe, dass Norwegen andere geographische Vorraussetzungen hat, aber auch hier wurde über Jahrzehnte nicht richtig in die Bahn investiert. ALLE Verbindungen zwischen den Grossstädten sind eingleisig! Dazu gibt es keine Umfahrmöglichkeiten, dass heisst, wenn eine Strecke gesperrt ist, gibts da mit dem Zug gar keine Möglichkeit mehr. Oslo S (Hauptbahnhof des Landes) wird JEDES JAHR im Sommer für Wochen praktisch vollständig gesperrt agf Bauarbeiten. Dazu kommen jedes Jahr Komplettsperrungen wichtiger Strecken (z.B. Østfoldbanen für ca 14 Wochen dieses Jahr (wie auch letztes und vorletztes und nächstes...) und diese Strecke nutzen 1/3 der Pendler nach Oslo). DB ist natürlich nicht perfekt, aber man sollte nicht glauben, dass es woanders viel besser ist.

3 Zuege am Tag

und der Kostenrahmen wurde auch noch eingehalten?
Da kann dann aja in Zukunft viel Fracht in Form von LKW's auf die Bahn, damit die Autobahnen fuer die PKW's mit den Dieselmotoren schneller unterwegs sind! Vor allem die ost- und suedeuropaeischen Luftverpester gehoeren auf die Bahn und nicht auf die Autobahnen!

Kleiner Spaß

Mit verpassten Anschluss und Verspätungen oder Defekten werden es dann doch wohl 6 Stunden. Für den möglichen Preis fliegt man wahrscheinlich billiger.

Ein ehemaliger Bahn Kunde, nichts für Ungut.

Das soll die Bahn mal ihren Kunden

an Rhein und Ruhr erzählen, die tagtäglich mit Verspätungen und Zugausfällen leben müssen, wenn sie per Bahn zum Arbeitsplatz gelangen wollen.

Von hier (Südwestfalen) nach München braucht man per Bahn übrigens 6 Stunden. Ist aber dafür auch doppelt so kurz wie von Berlin.

Güterverkehr?

@Brodi von 14:11
Die Schnellfahrstrecke Frankfurt - Köln kann nur von ICE3 befahren werden. Wissen Sie mehr zu Nürnberg - Erfurt?
Und Güterverkehr halte ich für ausgeschlossen. Da gibt es negative Erfahrungen von Würzburg - Kassel.

@ 13:37 von thrust26

"Mal rechnen...
10 Milliarden Kosten für 6 Züge/Tag. Auf 50 Jahre gerechnet sind das etwa 90.000€ pro Zug. Bei ~450 Plätzen/Zug und einer aktuell durchschnittlichen Auslastung von gut 50% kostet allein die neue Strecke also jede Fahrt pro Person rund 400€.

Nette Subvention."

Sie können schon richtig fies sein, ich noch mehr. Wer zukünftig in S21 aus-, ein- oder umsteigen wird, muss durch die vorteilhafte neue Ausgestaltung des Bahnhof für diesen Vorgang etwa 40 € mehr erwirtschaften, damit S21 in 50 Jahren unverzinst abgeschrieben sein wird.

Da sind 400€ für ein Ticket B <-> M geradezu ein Schnäppchen.

10 Mrd. für eine Trasse - und der Rest vergammelt

An "meinem" Zug sind schon seit Monaten Türen defekt. Manchmal fahren ganze Wagons komplett abgeschlossen hin und her.
Offenbar gibt es weder Geld für Wartung noch für Ersatzzüge, denn das wandert ausschließlich in solche Vorzeigeprojekte.

@14:38 von Neuländer

Wow, Deutschland wie ein Drittweltland, weil öfter mal ein luxuriöser Expresszug zu spät kommt?

Wenn die Lokführer an Rhein und Ruhr einen Ehrenkodex hätten wie die japanischen - Selbstmorgedanken bei wenigen Minuten Zugverspätung - dann gäbe es dort schon lange keine fahrenden Züge mehr.

der ICE teilt sie mit Regionalbahnen und Güterzügen

Seit wann dürfen auf ICE-Trassen Regional- oder gar Güterzüge fahren?

4 Stunden? Ganz schön

4 Stunden? Ganz schön optimistisch. Wenn man die Verspätungen bei der Bahn mit einrechnet, werden es dann doch eher 5 1/2 bis 6 Stunden.

@ 15:16 von dermulla

Sie schreiben:"Da wäre es sinniger in Güterstrecken zu investieren um mehr Fracht auf die Schiene zu bekommen."
Das klingt erstmals gut, der Haken dabei ist, dass Sie dann in Stadtnähe Stationen brauchen um die Güter für den Weitertransport auf LKW´s umzuladen. Da sehe ich schon Bürgerinitiativen gegen das hohe Verkehrsaufkommen, Luftverschmutzung etc.

Ein Wort zur Wichtigkeit der Eisenbahn und den drohenden Gefahre

Neben der Schifffahrt gehört die Eisenbahn unzweifelhaft zum Rückgrat des Verkehrswesens, da diese große Menschen und Gütermengen schnell und preiswert zu transportieren vermag und zudem mittels Strom und Kohle angetrieben werden kann, also zwei Energiequellen, welche in Deutschland vorhanden sind und daher nicht erst für teures Geld aus dem Ausland bezogen werden müssen. Dies ist insbesondere dann wichtig, wenn die Treibstoffzufuhr unterbrochen wurde, was nicht nur in den letzten beiden großen Kriegen geschehen ist, sondern auch im Jahre 1973 vorgekommen ist und daher ist es unverzichtbar, daß das Eisenbahnnetz entsprechend instand gehalten wird und man entsprechend Personal und Fahrzeuge in Bereitschaft hat, um zumindest einigermaßen den Zusammenbruch des Verkehrswesens abfangen zu können. Denn ein solcher Zustand kann sich über Monate und Jahre hinziehen und daher vermag kein Treibstoffvorrat über diese Gefahren hinwegzuhelfen und gerade jetzt braut sich um das Öl einiges zusammen.

Schon immer.
Es gibt jede Nacht Güterzüge zwischen Hannover und Würzburg sowie zwischen Mannheim und Stuttgart auf den Schnellfahrstrecken. Auch Berlin-Wolfsburg wird von Güterverkehr und zwischen Stendal und Berlin-Spandau von Regionalverkehr befahren.

Einzig zwischen Nürnberg und Ingolstadt sowie Frankfurt Flughafen und Siegburg/Bonn gibt es aus Brandschutzgründen in den Tunneln keinen Güterverkehr.

Zwischen Nürnberg und Ingolstadt gibt es dafür aber auch alle zwei Stunden einen Regionalexpress, der die Bahnhöfe Allersberg und Kinding anfährt.

So gesehen teilen sich in Deutschland schon immer alle Zuggattungen die Strecken.

15:16 von dermulla

Es geht ja nicht nur um die 2 Stunden von Berlin nach München. Ich fahre z.B. öfters von Frankfurt nach München und freue mich immer tierisch, wenn ich nach knapp drei Stunden FFM-Nürnberg (~220km) endlich auf die Neubaustrecke komme und dann innerhalb 1 weiteren Stunde von Nbg nach München (~170km) komme.
Genauso wird es auch andere Teilstücke geben, die davon profitieren.
2 Stunden Zeitgewinn bedeutet zudem, dass ich endlich schneller bin, als mit dem Flieger. Für meinen Geschmack dauert es viel zu lange den innerdeutschen Flugverkehr durch attraktive Zugverbindungen abzulösen.

@16:44 von Karl der Hammer

Ich weiß nicht, ob sie's wussten...

mittels Strom und Kohle angetrieben werden kann

aber die Zeit der mit Kohle betriebenen Dampfloks ist seit einigen Jahren vorüber. Unsere Züge fahren überwiegend mit Strom, auf einigen Strecken auch mit Diesel. Mit Kohle fahren leider allenfalls noch restaurierte Sonderzüge auf mehr oder weniger abgesperrten Strecken.

4 Stunden? Ganz schön optimistisch

Die Takt-ICE werden 4 Stunden 10 Minuten benötigen, da diese zur Anschlussgewährung jeweils 5 Minuten in Nürnberg, Erfurt und/oder Leipzig (Kopfmachen) stehen werden.

Die Sprinter sind mit 3 Stunden 45 Minuten geplant und die Trassen sind entsprechend so bei DB Netz bestellt.

Insgesamt werden sowohl die Sprinter als auch die Taktzüge etwa 10-15 Minuten Fahrzeitpuffer im Fahrplan haben, da immer noch die Baustellen in Bamberg und Halle (Saale) kompensiert werden müssen.

Ich denke, dass die Züge im Großen und Ganzen pünktlich fahren werden. Gerade die stündlichen Taktzüge haben sehr große Fahrzeitpuffer, da sie durch die betrieblichen Zwangspunkte in Nürnberg und Erfurt etwas langsamer fahren müssen als sie theoretisch könnten.

10 Mrd ...

... klingt viel. Aber 300 km Neubaustrecke in Frankreich haben 8 Mrd. gekostet. Paris-Bordeaux - etwa gleich lang - gibt's jetzt in 3:11

Bahnsinn

Hier wird wegen ein paar Geschäftsleuten, die unbedingt am besten schon gestern vom Berliner Büro in die Schickeria Disko gefahren werden - und wahrscheinlich auch weiterhin fliegen werden - , wegen ein bisschen Zeitersparnis, die man ohnehin wieder auf den Bummelzügen verlieren wird, Unsummen verbaut und ganze Landschaften wie der Thüringer Wald und der "Gottesgarten" am Obermain verschandelt, Orte werden durch meterhohe Lärmschutz zerschnitten. Das soll Fortschritt sein?! Fortschritt wären Investitionen in den Nahverkehr, veraltete Weichen, saubere Toiletten, behindertengerechte Bahnhöfe...

@ Wir Sofa-Revoluzzer

"Ich werde die Strecke künftig nicht mehr fliegen müssen."
Das hätten sie bereits mit dem Transrapid haben können - wenn nicht jeder "Provinzfürst" einen Bahnhof hätte haben wollen. Mailand - Rom - Paris - Wien - München - Berlin - Warschau - Moskau - Peking (nur als Beispiel); das wäre eine der Streckenführung gewesen auf der Flugzeuge entbehrlich geworden wären, aber auch das war nicht politisch gewollt.
Nun; verschenkt Deutschland halt eine Spitzentechnologie weil die Weitsicht über den -sehr kleinen- Tellerrand nicht möglich scheint.

Staatsbahn und schulden

Na wenn wir schon Verhältnisse wie in Japan wollen, dann aber auch genauso investieren, oder?

Bei den Daten der japanischen Staatsbahn wird einem ja schwindlig:

JR East, die größte Bahngesellschaft, hatte am Ende des Geschäftsjahres 91/92 Schulden in Höhe von 5,42 Billionen Yen (66,7 Mrd. D-Mark) − entsprechend dem 2,8-Fachen des Jahresumsatzes. Der Schuldenstand bei JR Central lag bei 5,47 Billionen Yen (67,3 Mrd. D-Mark).
https://de.wikipedia.org/wiki/Japanische_Staatsbahn

Die Hochgeschwindigkeitsstrecken wurden für umgerechnet über 70 MRD DMark gekauft (https://de.wikipedia.org/wiki/Japan_Railways).

Da hat der Staatsbürger direkt und indirekt unterm Strich ganz schön Steuern gelassen. -- Aber das würden wir ja auch nicht wollen, oder? Dann hieße es gleich wieder "keine Steuererhöhung für die Bahn - ich fahr ja nie Bahn".

Dito

Wenn das auch kostentechnisch mit Fliegen vergleichbar wird, wäre es echt cool.
No more Boar(d)ing und direkt aus München City (ganz ohne Transrapid :-D)

Wenn die DB das auf Dauer halten kann und ein vernünftiges

Preismodell hat, sollte es sich deutlich auf den Flugverkehr zwischen diesen beiden Städten auswirken. Sind die Züge jedoch unpünktlich und häufig überfüllt, dann werden sich Pendler von der Strecke nicht vom Flugzeug weglocken lassen. Ich bin auf dieser Strecke nicht unterwegs. Berücksichtigt man jedoch Anreise zum Flughafen, Security Check, Boarding, Flugzeit, Aussteigen und Reise an den endgültigen Zielort, dann hat die Bahn mit unter 4h gegenüber der Reisezeit mit dem Flugzeug gute Karten. Außer für den verwöhnten Senator bei der LH, der in der Lounge sein Weizen oder Rotwein trinken will ;-)

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