Ihre Meinung zu: Gabriel in Mexiko: Gut und Böse kaum zu unterscheiden

19. Mai 2017 - 13:13 Uhr

Nach seiner Reise in die USA besucht Außenminister Gabriel heute mit Mexiko ein Land voller Gewalt. Die Menschen sind der Willkür des organisierten - und durchaus auch staatlichen - Verbrechens ausgesetzt. Von Anne-Katrin Mellmann.

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Kommentare

Regierung und Opposition...

Wie kommt es, dass Gabriel in Mexiko, wo die Situation in Bezug auf "autorisiertes Verbrechen" im Artikel als katastrophal beschrieben wird, nur die Regierung und nicht oppositionelle Gruppen besucht? Von den indigenen Zapatistas in Chiapas, die Landbesitz (Tierra), Freiheit (Libertad), und Unabhängigkeit (Autonomía) gegenüber dem mexikanischen Staat wollen, weil sie als Indígenas diskriminiert werden, mal ganz zu schweigen.
In Israel waren ihm die oppositionellen Gruppen und die Kritik an Diskriminierung doch so ausgesprochen wichtig?

Nur eine Frage

Wo ist Steinmeier. Gauck ist durch die halbe Welt gereist und Steinmeier taucht ab.

Ich bin etwas verwundert

In Mexico ist Gut und Böse kaum zu unterscheiden aber in anderen Staaten, wie z. B. in Syrien, da weiß man genau Gut und Böse zu unterscheiden.

Die Qualität der ÖR erreicht doch immer wieder neue Tiefen. Auch wenn ich wirklich die Idee der unparteiischen und unabhängigen Medien in einem Staat befürworte, bin ich mir sicher, dass sobald in der BRD mexikanische Zustände herrschen und eine Partei verspricht die Kosten für ÖR ersatzlos zu streichen, wird diese Partei in der Bevölkerung große Zustimmung erfahren.

Noch ist es nicht zu spät zu intervenieren. Die Bürger aufzurütteln, dass wenn sich die Presse zu feige ist, zumindest die Bürger aufbegehren und endlich Bedingungen fordern, dass eine neutrale Berichterstattung möglich wird.

Wir sollten und über die Ursachen dieser Zustände, nicht nur in Mexiko, Gedanken machen:
Seit Jahrzehnten wird ein aussichtsloser Kampf gegen Drogen geführt, der nie gewonnen werden kann. Die Gewinnspannen sind zu hoch und wecken die Gier in uns Menschen, die wir auf Kapitalismus getrimmt sind.
Was auf der Erde wächst lässt sich zwar verbieten, aber nie verhindern. Nur durch kontrollierten staatlichen Verkauf von Drogen kann der kriminellen Organisationen, sowie allen weiteren daran Beteiligten, bis hin zu Kleindealern, die Grundlage entzogen werden.
Es würden Millionen bei der Bekämpfung der Kriminalität eingespart, die wir gut in die Prävention investieren könnten.

Sigmar Gabriel hat wohl die

Sigmar Gabriel hat wohl die richtige Wahl getroffen als er das Amt des Außenministers übernommen hat. Mexiko könnte sich als neuer Partner neben den USA und Canada entwickeln. So ist der Besuch sicherlich unscheinbar aber doch zu einem guten Zeitpunkt gewählt. Nachdem die Androhungen des Mauerbaus von Präsident Trump wohl nicht umsetzbar sind, könnte Europa oder Deutschland als Vermittler dienen. Denn ohne die Zusammenarbeit mit den USA wird man das Chaos und Verbrechen Mexikos nur schwerer reduzieren können.

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