Kommentare

Studie zum AlkoholkonsumJung

Studie zum AlkoholkonsumJung und immer abstinenter.
Jahrelang hatten Politiker und Experten "Komasaufen" als großes Problem bei Jugendlichen ausgemacht - inzwischen ist aber fast keines mehr, glaubt man einer neuen Studie. Teenager trinken demnach immer weniger Alkohol und fangen auch später damit an.

Liest sich fast so, als ob die Jugendlichen Komasäufer mittlerweile in der ARD beschäftigt werden.

tzzt

Die Jugend von heute. Können auch ohne Alkohol Spaß haben. Bei uns war das noch andersherum, wir konnten auch ohne Spaß Alkohol haben.

Spaß beiseite. Beim nächsten großen Alkohol Bashing sollte man sich auch in den Medien hieran erinnern. Es scheint ja fast so, als ob die Aufklärungskampagnen etwas bewirkt haben. Nun muss man hieraus lernen und verstehen, dass Aufklärung besser als wie die letztlich erst geforderten Verbote sind.

Das gilt für Alkohol, Drogen, Ernährung aber auch für Hass und Medienkonsum.

Das ist die Generation

Das ist die Generation "Smartphone". Die gehen ja auch kaum noch vor die Tür und stehen durch das Smartphone unter ständiger Kontrolle, auf die eine oder andere Art.

Ich denke bei dieser Studie

Ich denke bei dieser Studie ist noch ein gehöriger Haufen Skepsis angebracht.

Immer abstinenter

Die Studie besagt, dass das Komasaufen rückgängig wurde, was man aber nicht so sehen kann, dass man das Wort "Abstinenz" einbringt.
Das klingt nämlich irreführend, da es nach wie vor ein großes Problem unter Jugendlichen ist. (natürlich auch Erwachsene)

Vielleicht sollte man mal die Krankenhäuser befragen, wie oft jedes Wochenende (und unter der Woche) Jugendliche eingeliefert werden, die sich mit Alkohol abgeschossen haben. Von Abstinenz, oder der Bezeichnung "immer abstinenter" ist das weit entfernt. Leider noch so wenig rückläufig, dass es nach wie vor erschreckend ist.
Wenn ich an meine Jugend denke, da war es schon was ganz Besonderes, wenn wir mal Bier getrunken haben (ich war nie so besoffen, dass ich ins Koma fiel oder Blackout hatte). Heute trinken die ja gleich Spiritousen mit 40% Alk aufwärts. Wieso man ab 16 schon Bier trinken darf, verstehe ich auch nicht. Alk ist mitunter die schlimmste Droge von allen!

Diese Entwicklung sehe ich

Diese Entwicklung sehe ich als sehr erfreulich an - doch wie steht es mit dem wachsenden Konsum von Drogen ?

Komisch

1/3 der 12 bis 17 jährigen hat noch nie zu alk gegriffen.
12&13 nicht
14&15 nicht.
16&17 alle.
Oder wie ist das zu verstehen.?

re calico

"Ich denke bei dieser Studie ist noch ein gehöriger Haufen Skepsis angebracht."

Und wie begründen Sie das? Oder schreiben Sie das einfach nur so daher ...

Deutsches System macht sinnvoll mündig

"Wieso man ab 16 schon Bier trinken darf, verstehe ich auch nicht."

Aus meinen Erfahrungen in Ländern, die Alkoholkonsum erst ab 18, oder gar 20, erlauben, kann ich sagen, dass das deutsche System einen sehr guten Effekt hat:
Der Jugendliche lernt anhand von Bier und Wein die Wirkung von Alkohol kennen und kann in Zukunft sehr viel besser einschätzen, was er verträgt und was zu viel ist. Und das noch bevor er zu Spirituosen greifen kann, die eine viel heftigere Wirkung haben.

In den oben angesprochenen Ländern habe ich hingegen gesehen, was sonst passiert:
Gleichzeitig mit dem Auszug aus dem Elternhaus wird hemmungslos getrunken, das Bier überspringt man, schließlich kann man Schnaps haben und ist mit weniger Geld schneller blau. Wenn gleichzeitig mit der neuen Freiheit ohne Eltern auch noch Alkohol ohne Grenzen verfügbar ist, ist das Ergebnis klar. Der deutsche hat da das Spannende und Neue am Alkohol bereits verarbeitet und unter Aufsicht kennen gelernt - noch vor dem Führerschein!

Sehr positiv

Der Alkohol als Droge wird in unserer Gesellschaft meiner Ansicht nach viel zu wenig beachtet. Alkohol ist auch viel zu billig, der sollte deutlich teurer als normale "Grundnahrungsmittel" sein. Alkohol führt jedes Jahr zu weit mehr Todesfällen als die sogenannten "harten", d. h. illegalen Drogen.

Etwas erstaunt mich dieser Bericht aber schon. Beim Einkaufen sehe ich doch nicht so selten junge Personen (die sollten dann natürlich volljährig sein), die insbesondere zum Wochenende hin ihre Wodka-Flaschen kaufen.

Ich kann mich der Äußerung von dersenf anschließen. In meiner Jugendzeit (1980er/1970er) war das auch noch nicht üblich, dass man regelmäßig schon vor seinem 18. LJ. Alkohol getrunken hat. Da hatte man auch schlicht und einfach nicht das Geld dafür.

@um 10:00 von Einerer

Seltsam daran ist, dass in Studien zum Thema Alkohol immer ganz selbstverständlich davon ausgegangen wird, dass auch unter 16 jährige Alkohol trinken. Auch von den Fachleuten glaubt offensichtlich niemand , dass Kinder durch eindeutige Gesetze davon abgehalten werden, Alkohol in die Finger zu bekommen. Und das bei einer der gefährlichsten Drogen der Welt. Die, die das zulassen, regen sich dann aber auf, wenn vernünftige Menschen fordern, die Abgabe von Marihuana, der "harmlosesten" Droge, an Erwachsene freizugeben. Und das mit dem Argument, man wolle Kinder schützen, um die es bei der Marihuanafreigabe selbstverständlich gar nicht geht. Aber vor Alkohol werden die Kinder nicht geschützt?

Neue Sucht gesucht

Bei immer mehr Jungendlichen wird die Alkoholsucht durch die Smartphonesucht abgelöst.

schöner Trend

Gut wenn Jugendliche weniger Alkohol trinken und später damit beginnen. Hoffendlich hält dieser Trend an.

Im aktuellen WHO-Jahrbuch liegt Deutschland beim Jahresverbrauch von Alkohol pro Kopf auf Platz 23 von 194 verglichenen Staaten.
Das bezieht sich auf alle Deutsche, nicht nur die Jugendlichen. Es ist auch eine absolute Zahl, die keine Veränderung über die Zeit zeigt.
Aber wenn ich mir diese Zahl betrachte ist der Rückgang bei der Droge Alkohol ein wirklich notwendiger und wahrscheinlich viel zu kleiner Schritt in die richtige Richtung.

Andererseits ist (das ist kein Fakt sondern meine Meinung) das Wort "vorglühen" (gemeinsam Alkohol trinken bevor man eine Veranstaltung besucht) immer noch ein gängiges Wort im Sprachgebrauch von Jugendlichen.

@nie weider spd - 10:31

"Seltsam daran ist, dass in Studien zum Thema Alkohol immer ganz selbstverständlich davon ausgegangen wird, dass auch unter 16 jährige Alkohol trinken. Auch von den Fachleuten glaubt offensichtlich niemand , dass Kinder durch eindeutige Gesetze davon abgehalten werden, Alkohol in die Finger zu bekommen."

Das Jugendschutzgesetz verbietet ja auch nur die Abgabe von Alkohol an unter 16/18jährige in der Öffentlichkeit und spricht eine Strafandrohung gegenüber jedermann aus, der Alkoholkonsum unter 16/18jähriger in der Öffentlichkeit duldet.
Auch im Jugendschutz gibt es das sog. Elternprivileg. So ist es, um Ihre Einleitung aufzugreifen, durchaus selbstverständlich, dass zur Konfirmation/Jugendweihe auch die "Hauptperson" mit einem Glas Sekt anstoßen darf. Warum auch nicht? Wo soll der Heranwachsende denn den verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol lernen, wenn nicht im Kreise der Familie?
(Abgesehen davon, dass auch allzu oft der verantwortungslose Umgang dort abgeschaut wird - leider.)

Na also...

Ich hab das Gefühl in der Kommentarsektion von tagesschau finden sich oftmals eher 30-50 jährige Leute. Dementsprechend möchte ich mich hier mit frischen 19 Jahren kurz ins Thema einklinken!

Ich persönlich war auch noch nie betrunken oder greife gar wöchentlich zur Flasche. Natürlich sehe ich in meinen Bekanntenkreisen, dass am Wochenende manchmal ein Treffen stattfindet, wo der gemeinsame Genuss von Alkohol irgendwie dazu gehört. Allerdings schießt sich da nie großartig einer ab oder fährt gar betrunken wieder nach Hause!

Ich muss wirklich sagen, dass wir "Jugendlichen" meiner Empfindung her ein wenig seltener zur Flasche greifen, als es vor ein paar Jahren vielleicht noch der Fall war und das finde ich wirklich gut so!

Natürlich passiert es immernoch zu oft und man muss weiter hart daran arbeiten, aber alles in allem ist das eine schöne Nachricht.

PS: Immer gleich den Smartphones jegliche Schuld zu geben ist übrigens kein sehr... sagen wir gutes Argument. In Allem.

Populistischer Titel

Mich stört in Ihrem Bericht der Ausdruck "immer abstinenter".
Abstinent sein heisst niemals Alkohol zu trinken.
Ein bisschen abstinent gibt es genauso wenig wie ein bisschen schwanger.

Sie schreiben in Ihrem Artikel, dass Jugendliche später Alkohol probieren und dann im Durchschnitt weniger davon trinken als früher.
Aber in keinem Satz wird erwähnt wie sich die Zahl der Menschen, die niemals Alkohol trinken, verändert hat.
Ganz im Gegenteil. Für mich entsteht nach dem Lesen dieses Artikels der Eindruck, es gibt überhaupt keinen Jugendlichen oder jungen Erwachsenen, der auf regelmässigen Alkoholkonsum verzichtet. Nur das Einstiegsalter und die Dosierung der Droge ändert sich scheinbar.

Bitte die Artikelüberschriften weniger populistisch. Das kann Bild.de besser!

Vereine

hier hat sogar die freiwillige Feuerwehr erkannt, dass man feuerlöschen besser macht, wenn man durstlöschen ohne Alkohol betreibt.
Wie schon bei der Tagesschau berichtet ist es ansonsten so, dass die Jugendlichen oft in den Sport oder anderen Vereinen zum saufen angelernt werden. Ich würde es begrüßen, wenn die Fördergelder für Jugendarbeit von der Alkoholprävention abhingen.

Es wurde früher auch

Es wurde früher auch getrunken. Irgendwann hast du als Twen die Nase voll ewig bedröhnt zu sein. Der hängen bleibt, ist krank.
Es ist eine Daseinsvorsorge für den Bürger, es kann und darf nicht sein, das der steuerliche Anteil von Nikotin und Alkohol dem Staat zugute kommt, er sollte der GKV zur Verfügung gestellt werden.

Smartphone schlägt Komasaufen?

"Jung und immer abstinenter"

Ich höre schon die Stimmen, die darin ein Zeichen der Islamisierung des Abendlandes sehen (oder wahlweise des Östrogens im Trinkwasser). Aber Spaß beiseite.

Die Ergebnisse dieser Studie lassen annehmen, dass der Kampf gegen Einsteiger-Getränke ("Alkopops") recht erfolgreich war bzw. diese schlichtweg aus der Mode kamen. Vielleicht haben sich die jugendlichen Präferenzen auch eher vom gemeinschaftlichen Komasaufen hin zur individuellen Smartphone-Nutzung verschoben. Möglichkeiten gibt es viele. (Lediglich einen Zuwachs an Vernunft möchte ich kategorisch ausschließen.)

Na toll

Alkohol hat man bei uns früher wenigstens in geselliger Runde konsumiert. Hat sich mal einer Gedanken gemacht warum die Zahlen runter gehen? Ich wage einfach mal zu behaupten, weil sich heute bei weitem nicht mehr so viele jugendliche am Freitag und Samstag Abend treffen um zusammen weg zu gehen. Man sitzt heute lieber daheim und zockt im Internet. Das hat rein gar nichts mit der tollen Präventionsarbeit zu tun. Die jungen Leute haben es einfach durch computerspielen substituirt. Das die Zahlen der computersüchtigen Jugendlichen mit sozialen Störungen durch die Decke gehen erwähnt hier niemand. Viele Kids kommen doch nur noch raus, wenn gerade ein Pokemon zu jagen ist. Ich sehe das vermehrt in der eigenen Großfamilie und im Bekanntenkreis. Ich will nicht auf der Jugend rumhacken, aber diese Tatsache ist meiner Meinung nach klar festzustellen. Geht und fragt die Vereine wie es derzeit mit Nachwuchs aussieht! Die können davon ein Lied singen.

@Einerer

10:00 von Einerer:
"1/3 der 12 bis 17 jährigen hat noch nie zu alk gegriffen [...] wie ist das zu verstehen.?"

Das ist so zu verstehen, dass einer von drei Jugendlichen noch nie Alkohol konsumiert hat.
Dieser Durchschnittswert ist natürlich nicht auf die 13-Jährigen übertragbar.

Bei manchem gibt's auch die

Bei manchem gibt's auch die Kommentarsucht!

@mesenchym - War früher alles besser?

10:30 von mesenchym:
"Beim Einkaufen sehe ich doch nicht so selten junge Personen [...], die insbesondere zum Wochenende hin ihre Wodka-Flaschen kaufen."

Sind es denn immer dieselben Personen und wie viele Individuen dieser Zielgruppe gibt es am Ort Ihrer Beobachtungen? (Ich habe solche Beobachtungen bisher noch gar nicht gemacht.)

"In meiner Jugendzeit (1980er/1970er) war das auch noch nicht üblich, dass man regelmäßig schon vor seinem 18. LJ. Alkohol getrunken hat."

Was veranlasst Sie zu der Annahme, dass es heute anders wäre? Und was verstehen Sie unter "regelmäßig"? (In der letzten, mir bekannte Studie wurden zwei Bier pro Monat bereits als regelmäßiger Alkoholkonsum gewertet.)

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