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Spekulation

Umfragen sind, wenn überhaupt, nur eine Momentaufname, die mit der Wirklichkeit am Wahltag in etwa so viel zu tun haben, wie die Wettervorhersage. Wer ihnen zu sehr traut, läuft in Gefahr im Regen zu stehen.

Hannelore Krafts Ablehnung der Wissenschaft

Dass NRW ein Bildungsproblem hat ist hinlänglich bekannt, das liegt unter anderem auch an der Grünen Ministerin Löhrmann. Aber dass sich Hannelore Kraft nun so wissenschaftsskeptisch zeigt, sollte für alle eine Warnung sein.

Die Methodik der repräsentativen Umfragen ist wissenschaftlich fundiert und wird seit Jahrzehnten erfolgreich angewandt. Wissenschaftsverweigerung wie Frau Kraft sie betreibt ist Realtiätsverweigerung. Die Quittung wird sie dafür am Sonntag bekommen, sie wird noch schlechter abschneiden als prognostiziert.

18:19 von Thomas Wohlzufrieden

Spekulation

Umfragen sind, wenn überhaupt, nur eine Momentaufname, die mit der Wirklichkeit am Wahltag in etwa so viel zu tun haben, wie die Wettervorhersage. Wer ihnen zu sehr traut, läuft in Gefahr im Regen zu stehen.
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Da sollten Sie trotz Ihrer lauten Hoffnung Sonntag vorsichtshalber ganz real einen Regenschirm mitführen.

Bei Umfrage kommt es eben auf

Bei Umfrage kommt es eben auf die Frage an und diese kann durchaus manipulativ gewählt sein. Die Antworten sind aber OK.

Umfragen können ebenso eine ...

abstrahierte Abbildung eines Ausschnitts der Wirklichkeit wiedergeben, wie Wirklichkeit durch die Widerspiegelung beeinflussen.
Man darf sie zur Kenntnis nehmen oder das verweigern. Letztlich muss bei Prognosen, aufgrund solcher Abstrakte immer gelten, das die Wirklichkeit am Ende die Ausschnitts(Vergrößerung) überholt.
Aufgrund der beeinflussenden Wirkung von Voraussagen, sollte man überlegen, in der letzten Woche vor einem Wahltermin statistische Aussagen dazu zu unterlassen.

Fakten oder Trump

Wer Trump dafür kritisiert, dass er seine persönlichen nach objektiven Kriterien unhaltbaren Ansichten zu "alternativen Fakten" erklären lässt, der sollte zuerst einmal bei sich selbst anfangen und Fakten als solche akzeptieren.

Demoskopische Umfragen sind solche Fakten. Es ist ein Fakt, dass nach wissenschaftlichen Methoden durchgeführte Umfragen zuletzt in NRW keine Mehrheit mehr für Rot-Rot-Grün sehen. Dieses Faktum negiert Frau Kraft, hält ihre subjektive Wahrnehmung vom Wahlstand dagegen und erklärt dies zur "Glaubensfrage". Dass an einem Wahlstand der SPD, zumal wenn die MP kommt, vor allem SPD-Anhänger auftrauchen, irritiert sie nicht.

Es ist nicht nur das Recht, sondern die Pflicht von Frau Kraft, weiter zu kämpfen. Sie kann ja auf die letzten Tage auch noch Stimmen gewinnen. Aber dass sie deswegen Umfragen zu Glaubensfragen umdeklariert, ist schon sehr trumpulös und für jeden wahrheitsliebenden Menschen ein zwingendes Argument, auf gar keinen Fall SPD zu wählen.

Veraltetes Verfahren

In einem Artikel zur Frankreichwahl wurde erläutert, dass die Auswahl der Befragungsteilnehmer in Deutschland zufällig erfolgt und die Befragung noch immer oft per (Festnetz) Telefon erfolgt, was heutzutage keine repräsentative Stichprobe mehr liefert. Die französischen Meinungsforscher setzen mehr auf das Internet und haben repräsentative Gruppen für die Befragung gebildet. Damit lagen sie erstaunlich gut und man wird in Deutschland wohl auch demnächst moderner vorgehen müssen.

Können auch Stimmungmache sein.

Ich bin bisher 3x von "infratest dimap" angerufen worden. Um diese Fragen, die einem gestellt werden, zu beantworten, muß man schon halbwegs sattelfest sein.
Der Rentnermichel antwortet an seinem Festnetztelefon nur das was man auch sagen darf, bzw. hören will. Geht doch mal durch die Fußgängerzonen an den Wahlkampfständen vorbei. Stellt hier einer von den Farbprospekten-Sammlern tiefgründige Fragen? NEIN!! Am Stammtisch haben sie alle wieder ein großes Mundwerk. Genau wie in den Foren unter Pseudo-Namen.
Man kann unter dem Strich sagen, dass die veröffentlichten Umfrageergebnisse nur bedingt stimmen, denn das Wahlverhalten sieht dann doch bei den meisten Befragten anders aus.
Der gefährliche Nebeneffekt ist aber, dass die Unentschlossenen diese Veröffentlichungen dazu benutzen um den Weg der geringsten geistigen Anstrengung zu gehen.
Denn der Mensch will immer zu den Siegern gehören. Manchen Parteien ist das aber mehr als Recht, wenn sie die Balkengrafik anführen.

Nun dann hoffen

wir mal das Frau Kraft die nicht an Umfragen glaubt am Sonntag deutlich verliert und Ihren Posten los ist, dann hat Sie ja Zeit um Bildung nachzuholen.
Ist ja im NRW so oder so ein Problem.

Gruß

Bitte einfach ohne Unkenrufe berichten

Die Umfragen werden immer abstruser und vor allem immer ungenauer. Fazit: Weglassen und die Leute Themen-Wahlkampf machen lassen - das wäre fair. Immer vorausgesetzt, dass die das überhaupt machen wollen. Ob die Themen das reflektieren, was für die Leute interessiert - das zeigt dann schon die Wahl , nicht die Umfragen. Jedenfalls würde ich einem Interviewer die Hucke voll lügen für seine Umfrage.

Ich bezeichne mich als den "langweiligen" Durchschnittswähler...

Nein, ich benötige keine "Orientierungshilfe" der Demoskopen, würde bei einer Umfrage auch gar nicht erst teilnehmen! Die Wahl ist "meine" Wahl - überzeugen lasse ich mich nur vom jeweiligen Kandidaten, nicht von Herrn Schönenborn oder sonstigen "Experten". Es ist somit also auch für jegliche "Extremisten" unmöglich, mich in meiner gefassten Meinung zu erschüttern! ( Spott Ende!)

Ich frage mich wirklich seit Jahren, was man wohl für eine Ausbildungsvorraussetzung für den Beruf des Demoskopen braucht und ob diese wirklich glauben, das die von ihnen Befragten wirklich die ehrliche Meinung sagen? Ich brauche keine "Anleitung", ich mache mir ein Bild von den Parteien ( abseits der Vorwahlversprechenszeit) und ich vergesse allerdings auch gemachte Wahlversprechen nicht. Dementsprechend mache ich dann auch mein Kreuz... Politiker, die auf schleichende 4jahresdemenz bei mir spekulieren , haben somit beim nächsten Mal schlechtere Karten, es sei denn, es gilt noch Schlimmeres zu verhindern!

Frau Kraft ...

... glaubt also keinen Umfragen mehr? Wie erfährt sie dann, was für ihre Bürger wichtig ist, was diese bewegt und wie sie somit letztendlich Politik für ihre Bürger gestalten kann? Göttliche Eingebung? rUMgehen und FRAGEN? Na das nenne ich mal fundiert.

statistische Unsicherheit darstellen

Als jemand, der beruflich möglichst wissenschaftlich-methodisch hochwertige Umfragen macht, finde ich es gut, dass die TS das Thema aufgreift und einen kleinen Schritt macht, zu erklären, was Umfragen können und was nicht. Ein viel wichtigerer Schritt wäre es meiner Meinung nach aber, die Unsicherheit auch in den Ergebnissen sichtbar zu machen! Zeigt Vertrauensintervalle an wo möglich! Macht den Leuten sofort klar, dass der Wert "x%" bedeutet, dass der wahre Wert zu 95/99% bei "x% plusminus y" liegt!
Das liest man auch bei der ARD - wenn überhaupt - nur für Methodiker verklausuliert in der Fußnote.

Umfragen zeigen Trends die sie selbst setzen

Herr Schönborn benennt zwei Aspekte. Erstens behauptet er Umfragen zeigen Trends. Zweitens würden die Umfragen selbst gerade unsichere Wähler beeinflussen.

Umfragen setzen somit einen Trend. Wenn der Wähler wahrnimmt, dass z.B. der SPD die Kraft ausgeht oder die FDP ein zweistelliges Ergebnis erwarten kann, dann wählt der Wähler die Siegerparteien und meidet die Verliererparteien. Der Trend der gemessen wird wurde somit zunächst beim Wähler selbst ausgelöst.

Sowohl der Brexit sowie Trump wurden ein falscher Trend prognostiziert. Währe der Trend richtig und nicht falsch vorausgesetzt worden hätten die EU-Gegner und Trump noch deutlicher gesiegt.

Nur weil Trump die Autorität der Medien insgesamt und die falschen Umfrageergebnisse im Vorfeld der Wahl insbesondere als Fake News und bewusste Manipulationen brandmarkte konnte er die manipulierende Wirrkung abmildern.

Hieraus folgt, je geringer der Glaube der Wähler an die Umfragen ist, desto objektiver das Wahlergebnis.

Man sollte es lassen

Man sollte es lassen kurz vor Wahlen eine Umfrage nach der anderen zu veröffentlichen. Zu viele Menschen haben keine eigene Meinung, sondern schwimmen einfach mit dem Strom, der nicht selten von Medien beeinflusst wird.

"CDU wieder im Aufschwung? So schlecht kann die Merkel dann ja doch nicht sein..." schon CDU gewählt... obwohl man wenige Wochen vorher noch diesen neuen von der SPD so toll fand, obwohl man den gar nicht kannte.

Zumindest solange die Medien diesen gelobt haben, was Medien wie bei neuen Fußballtalenten eine Zeit lang gerne machen bevor es zu langweilig wird und man lieber wieder mit schlechten Berichten Leser anziehen möchte und man beginnt diesen nieder zuschreiben.

ÖR Medien besser? Bei mir zunehmend sehr große Zweifel...

Und genauso beeinflussen diese "Mitschwimmer" natürlich Umfragen, daher sollte man es wenige Wochen vor der Wahl lassen, ob mit Stempel "Keine Prognose oder nicht". Qualität der Umfrage ohnehin unbekannt.

Wahlforschung

Vorhersagen sind für mich nicht wichtig .
Mein Kreuz steht schon sehr lange fest auch wenn ich zu den Verlierer gehören werde .
Deshalb springe ich aber nicht über meinen Schatten .

Wahlumfragen oftmals falsch und wahlbeeinflussend

Es gab schonmal vor etlichen Jahren (manche mögen sich erinnern) nach einigen Prognosedebakeln, die "Einsicht" (oder das Lippenbekenntnis) bei umfragen sehr zurückhaltend zu sein. Speziell je näher die wahl rückt.

Davon ist nichts mehr übrig geblieben. Permanent wird eine neue umfrage präsentiert zu wahlen oder themen und die texte dazu sind meistens so formuliert als ob die umfrageergebnisse jetzt "die aktuelle wahrheit" darstellen.

Manchmal gibts noch nen floskelsatz bzgl. Unsicherheit aber man verwendet trotzdem die ergebnisse zur interpretation.

Leute, haltet euch massiv zurück bei unfragen.

Dies ist keine Demoskopiekratie. Statt echten bürgerentscheidungen fehlerhafte umfragen ? Das kanns ja wohl nicht sein.

Grüsse von einem Statistikers

Danke! @michaxx

Ich fühle mich mit meinem Kommentar bestätigt.

Demoskopische Umfragen vor der Wahl verbieten

Bis Ende der 70er Jahre war die Veröffentlichung von demoskopischen Wahlumfragen in den letzten 8 Wochen vor der Wahl verboten. Das sollte schleunigst wieder eingeführt werden.

1.) es bedeutet eine unzulässige Einflussnahme der Wahlverhaltens (in Bezug auf taktisch wählen)
2.) die Umfragen werden immer ungenauer, teilweise weichen sie erheblich vom späteren Wahlergebnis ab,
sodass man oft nicht mehr von einer seriösen Umfrage sprechen kann.
3) Man muss sogar die Befürchtung haben, dass einige Umfragen mit einer gewissen Intention lanciert werden.

Also schleunigst wieder in den letzten 8 Wochen vor der Wahl verbieten.

@Koblenz Genau so sollte es sein.

Schade, das es nicht mehr Ihrer "Sorte" gibt. Sind eigentlicher Sieger immer die Dummen?

nunja

die umfragen haben für mich eine ähnliche glaubwürdigkeit,wie die meisten medien in deutschland insgesamt inzwischen.
nach dem "hexenhammer" informationsdesaster,sind für mich deutsche medien endgültig nicht mehr lesbar und am vorläufigen glaubwürdigkeitstiefpunkt angelang,was seriösität angeht.
das gilt halt auch für die "wahrsager" der umfrageinstitute.

Umfragen

können sehr wohl eine Wahlentscheidung noch beeinflussen- sei es, dass Leute zuhause bleiben, weil sie die Wahl als entschieden betrachten oder sei es, dass sie auf den letzten Metern doch noch motiviert werden, zur Wahl zu gehen. Außerdem ist, je nach Befragungsbasis das Ergebnis nicht wirklich repräsentativ, weil aus Kostengründen zu wenige Wähler befragt werden. Selbst das Wetter kann einen Wahlausgang beeinflussen- traurig, aber wahr

@Rolando

Ich bin bei Ihnen, MINDESTENS 8 Wochen vor irgendwelchen Wahlen keine Umfragen mehr MACHEN !

Wobei ich mich frage, wer denn, falls er sich die "paar Minuten Zeit" nimmt, den Fragenden die "Wahrheit" erzählt...

Man stelle sich mal vor, bei einem Wähler der "ABC-Partei" klingelt das Telefon.

Der Anrufende weiß anhand der Nummer ( und der eventuellen Namensnennung des Angerufenen beim "rangehen" ) den Namen und somit auch über kleine Umwege die Adresse des Angerufenen.

Dieses Wissen lässt sich unter Umständen "vortrefflich" nutzen...

Vielleicht auch erst ein paar Jahre später, wenn die "DEF-Partei" "an die Macht" kommt und die Statistiken des Institutes auswertet.

Auf Umfragen schauen doch die Politiker recht gerne

Nur so können sie sich doch ein Meinungsbild von den Bürgern im Lande machen und gegebenenfalls eigene Fehler rechtzeitig vor einer Wahl noch korrigieren. Warum nun Frau Kraft davon nichts hält ,diese Frage muss sie sich selber stellen.

Ich finde den Beitrag prima,

Ich finde den Beitrag prima, gerade da ich diese Frage ja auch im Beitrag "Landtagswahl in NRW: Reicht die Kraft?" gestellt hatte.

Aber ein wenig schmunzeln muss ich irgendwo auch. Dadurch, das man Herrn Schoenenborn als Experte waehlt, ist das ja quasi so, als wenn man Philip Morris fragt, ob rauchen schaedlich ist.

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