Satellitenaufnahme von Afrika

Ihre Meinung zu Was Afrika für Frankreichs Wahlkampf bedeutet

Marine Le Pen hatte mitten im Wahlkampf den westafrikanischen Staat Tschad besucht, Emmanuel Macron Algerien. Auch wenn es außerhalb Frankreichs kaum wahrgenommen wird: Für die Politik in Frankreich ist Afrika ein wichtiges Thema. Jens Borchers erklärt das spezielle Verhältnis.

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8 Kommentare

Kommentare

Tada
Sehr interessante Hintergrundinformationen

Ich habe mir schon gedacht, dass sich die Präsidentschaftskandidaten in ihrer Auslandspolitik nicht unterscheiden werden.
Es erklärt auch das stänkern gegenüber der EU. Bei dem einen vielleicht offen, bei dem anderen halt nicht so offen.

Hackonya2
Wahlkampfthema

Bei der Le Pen kann ich mir das gut vorstellen: Wir werden die tolle Kolonialzeit wiederholen? Oder was hat Sie sonst für ein Thema daraus gemacht? Oder wir müssen uns vor den bösen schwarzen Männern schützen?

Schlaubär
Frankreich hat immer eigene Interessen verfolgt

Im Gegensatz zu Deutschland ist das eine Selbstverständlichkeit in in der französischen Politik.
Um den eigenen Einfluß zu wahren, wird der Zuzug französischer Staatsbürger (bspw. nach Karibik- und Südseeinseln) steuerlich gefördert.
Die Deutschen haben keine besondere Beziehung zu ihren Ex-Kolonien wie Namibia, sie treten bestenfalls als Hilfssoldaten für die Franzosen wie in Mali auf.

einBert

Wie wär´s mal damit, Afrika einfach machen zu lassen?! Keine Interventionen, keine Waffenlieferungen, keine Entwicklungshilfe. Einfach machen lassen und aushalten, dass es dort unter Umständen anders läuft als hier oder in China. Wird nicht gehen, weil wirtschaftliche Interessen vorgehen, ich weiß.

Troll-Grill
Am 27. April 2017 um 08:45 von einBert

Und woher bekommt dann Frankreich kostengünstig Uran?

karlheinzfaltermeier
Und schon wieder.....

weise ich darauf hin, daß Deutschland der verlorene I.Weltkrieg nicht nur Hitler gebracht hat, sondern uns auch vor der "Entkolonialisierung" bewahrt hat! Wer daran Zweifel hat, möge sich die damaligen "Kolonialmächte" Großbritannien, Frankreich, Holland und Belgien bitte mal genauer ansehen und nicht nur auf dem sehr vagen Begriff des Humanismus herumreiten! Und Madame LePen im Tschad - geht´s eigentlich noch grotesker?

MrSlim
Unbequeme Wahrheit

Frankreich hat Nordafrika ruiniert und sieht sich nicht genötigt mit der Ausbeutung aufzuhören. Das Zitat zu Beginn des Artikels trifft es auf den Kopf.

Rebellen auszurüsten um Gadaffi gewaltsam zu beseitigen - der Libyen übrigens in vielerlei Hinsicht modernisiert hat und eine souveräne Politik gefahren hat! - ist da nur die Spitze des Eisbergs.

Ein Großteil der Probleme im Maghreb wird nun mal von Frankreich verursacht. Bleibt zu hoffen, das Chinas Einfluss für eine nachhaltige Entkolonialisierung sorgt.

Das liegt auch im Deutschen Interesse, denn Frankreichs Probleme landen leider auch bei uns.

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