Ihre Meinung zu: Tod eines Oppositionellen: Paraguays Innenminister entlassen

2. April 2017 - 1:59 Uhr

Bei schweren Ausschreitungen in Paraguay ist ein Oppositionspolitiker von der Polizei getötet worden. Präsident Cartes hat nach dem Vorfall Konsequenzen gezogen. Der Innenminister und der Polizeichef wurden gefeuert.

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Kommentare

Richtig

Die Bevölkerung sollte sich mit aller Macht gegen eine 2.Amtszeit stellen.Nur dadurch kann Machtmissbrauch verhindert werden.Ich denke,der wichtigste Baustein einer Demokratie ist der rasche Wechsel von Personen an der Spitze des Staates.Ich denke 2 Jahre sind genug.

Cartes ist äusserst

Cartes ist äusserst scheinheilig. Die verfassungsmässigen Möglichkeiten, sein Ziel, die Möglichkeiten einer Wiederwahl, zu erreichen, sind längst ausgeschöpft. Dennoch verfolgt er es weiter. Die Senatssitzung, in der der erste Schritt in diese Richtung beschlossen wurde, war absolut irregulär, der Senatspräsident wurde einfach übergangen.
Beim Erschossenen handelt es sich um den Vorsitzenden der Jugendorganisation der PLRA, der grössten, (liberalen) Oppositionspartei. Er wurde mit sieben (!) Schüssen in den Kopf kaltblütig hingerichtet.

@Reginald

...schließe mich an. Nur eine Frage: Beträgt die Amtszeit tatsächlich zwei Jahre? Sicher?

Reginald 07:07

Da muss ich Ihnen widersprechen.
Eine Amtszeit von 2 Jahren reicht in keinem Falle für ein so wichtiges wie komplexes Amt aus; es braucht eine längere Zeit, um sich erst einmal in die vielfältigen Strukturen und Zusammenhänge, auch und gerade in die schädlichen und grenzwertigen, hineinzufinden, wenn man irgendetwas Positives erreichen will.

Cartes' 5-jährige Amtszeit ist nahezu abgelaufen, und er täte gut daran, seinen Platz zu räumen, so wie es verfassungsmäßig festgeschrieben ist.
Demzufolge trägt er die Hauptschuld am Tod des jungen liberalen Politikers.

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