Kommentare

angemessene Konsequenzen sind trotzdem notwendig.

Zum Beispiel:

Wenn die türkische Regierung eine konsularischer Zugang zu Deniz Yücel zusagt, der aber dann verwehrt wird,

wenn widerholt unseren Abgeordneten der Besuch unserer Soldaten verwehrt wird,

wenn UN-Beobachtern der Zutritt zu den Kurdengebieten der Türkei verwehrt wird,
wo laut Amnesty International eine halbe Million Kurden vertrieben worden sind,

dann müssen die Waffenlieferungen an die Türkei eingestellt und unsere Soldaten zurückgeholt werden.

Wir lassen uns nicht provozieren

Wir gehen einfach nicht mehr hin. Woanders gibt es auch schöne Strände.

einfach locker abperlen lassen

Herr Erdogan möchte sich profilieren und sich als stolzen Gegenpol zu einem geschwächten Europa präsentieren, um damit bei einem Teil der türkischen Bevölkerung zu punkten und um von seinen massiven innertürkischen Problemen abzulenken. Ein äußerer Feind ist immer gut, wenn man innere Geschlossenheit braucht, deshalb redet Herr Erdogan künstliche Probleme herbei.
Frau Merkel, Sie machen es richtig. Gehen Sie nicht darauf ein, bieten Sie Herrn Erdogan keine Projektionsfläche für seine aufgeblasenen Vorwürfe – einfach locker alles abperlen lassen.

Beruf: Hofnarr

Im Mittelalter, einer Zeit in der bei uns die Religion Politik machte, gab es an den Fürstenhöfen den Hofnarr. Er erheiterte die hohen Leute und hatte deshalb Narrenfreiheit.

Heute, dank der Technik, muss man nicht mehr physisch vor Ort sein, um mit Schabernack und allerlei Dummheiten die Leute zu unterhalten. Das geht auch von weit weg.

Insofern richtig von Merkel & Co, hier nichts zu unternehmen...

Allerdings schließt man mit Hofnarren keine Verträge, durch die man sich von denen abhängig macht. Das ist ein schwerwiegender politischer Fehler.

Und nun zu Erdo.

Wichtig ist nicht, was er sagt, sondern was er tut. Und wie die aufgeklärte Welt darauf reagiert.

Wie schützen wir die Kurden in Syrien, im Irak vor ihm?

Wie setzen wir, vor der UNO, eine Schutzzone für die Kurden in der Türkei durch?

Wie gehen wir aktiv gegen ein Regime vor, das tausende politische Gefangene hat? Für viel weniger, haben wir Weißrussland mit Sanktionen belegt. Wieso diese doppelten Standards in Europa?

Mein letzten Kommentar 15:36

Beim Schreiben fiel mir auf:
Neutralen UN-Beobachtern den Zutritt zu den Kurdengebieten der Türkei verwehren, aber selber mit Nazi-Vergleichen um sich werfen, wenn man in anderen Ländern nicht schalten und walten darf, wie es einem gerade beliebt ...

Richtig, Inge N.

@Inge N.,

das ist genau die richtige Reaktion.

Nichts unter den Tisch kehren, immer und überall auf die Mißstände und Menschenrechtsverletzungen der Türkei hinweisen.

Aber sich auch gegen die Nazi-Anfeindungen offiziell verwahren, nicht so tun, als wären diese nicht schlimm oder man hätte sie nicht gehört.

Ohne Bundestagswahl dieses Jahr ...

... wäre wahrscheinlich selbst für Merkel der Punkt erreicht, an dem sie Erdogan Grenzen aufzeigen würde, z. B. durch Verbot der Abstimmung in Deutschland, sofortiges Ende des EU-Beitrittsverfahrens o. ä . - Erdogan macht die türkische Kultur zum Gespött. Habt doch mal bitte etwas mehr Gesäß in der Hose! Die Beziehungen zur Türkei sind eh nicht zu retten.

Man kann es nicht mehr Hören u. Lesen! Handelt endlich!

„Die Bundesregierung hat den persönlichen Nazi-Vorwurf des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel scharf zurückgewiesen. Nazi-Vergleiche seien "inakzeptabel, egal in welcher Form", sagte Vize-Regierungssprecherin Ulrike Demmer. Die Bundesregierung beobachte die Entwicklung "sehr aufmerksam". Die türkische Regierung habe es in der Hand, die Rhetorik zu mäßigen und eine nachhaltige Beschädigung der Beziehungen abzuwenden.“

Die Beziehungen sind für das deutsche Volk sehr wohl nachhaltig Beschädigt! Aber ja, wir sollten Ruhe bewahren! Die EU dagegen sollte nun klare Kannte zeigen und die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei für immer beenden!
Das ist sie den Europäern SCHULDIG!

Erdogan disqualifiziert sich selbst

Ich finde es richtig, diese unhaltbaren und von jedem vernünftigen Menschen abzulehnenden verbalen Absonderungen zu ignorieren. Herr Erdogan hat das Niveau, auf dem man diskutieren könnte, bereits verlassen – soll er weiter beleidigen, beschimpfen … wen interessiert es? Als Gesprächspartner hat er sich selbst disqualifiziert. Unsere Regierung hat zu tun und hat keine Zeit für Hahnenkämpfe.

@ 15:38 von McFree

"Wichtig ist nicht, was er sagt, sondern was er tut. Und wie die aufgeklärte Welt darauf reagiert.

Wie schützen wir die Kurden in Syrien, im Irak vor ihm?
Wie setzen wir, vor der UNO, eine Schutzzone für die Kurden in der Türkei durch? ..."

Danke für Ihren Kommentar.

V O L K S V E R H E T Z U N G !!

Der fortgesetzte Vergleich unserer demokratisch gewählten und nach rechtsstaatlichen Prinzipien arbeitenden Politiker/Regierungen mit den Nazis stellt im Umkehrschluss eine Verharmlosung der Nazigräuel dar. Damit ist der Tatbestand der Volksverhetzung nach §130, Abs. 3, STGB erfüllt. Es ist höchste Zeit, Ermittlungen einzuleiten um diesem Herrn und seinen Nachschwätzern ein -
rechtsstaatliches (!) - Signal zu geben.

Erdogansche Rethorikmasche...

Die erdogansche Rethorik dient dem Herrn und seiner Ministerriege dazu, mit dem Finger empörungstaktisch auf Andere zu zeigen, um von den wirtschaftl. und polit. Mißständen im eigenen Lande abzulenken. Brot und Spiele, nannte man das im dekadenten Rom.

Gib dem Volk etwas, über das es sich gemeinsam ereifern kann, und dann herrsche, ohne das es dich für Fehlentwicklungen unter deiner Herrschaft zur Rechenschaft zieht. Es hat schließlich etwas anderes, worüber es streiten kann.

Teile und herrsche- Das hat schon selbst in der Antike geklappt.

Den Rest der unangenehmen "Nachfrager" denunziert man ( gern auch fälschlich) und lässt sie im Kerker verotten, das sorgt für Angst und oppositionelle Stille.

Reinste Ablenkung - z.B. von der steigenden Inflation, steigender Arbeitslosenquote, sinkender Kreditwürdigkeit, dem Ausbleiben von Devisen aufgrund fehlender Investitionen, einer immer weiter fallenden Währung, und der politischen Nicht-Bewältigung der Krisen im eigenen Land.

kalt lassen

Die deutsche Regierung könnte Erdogan ganz offiziell mitteilen, dass uns das kalt lässt, was er da sagt. Er solle sich erstmal mit dem Nationalsozialismus beschäftigen.Umgekehrt sagt er doch auch, es lässt ihn kalt, wenn man aus Deutschland irgendeine Kritik übt. Bei jedem Nazivergleich laut aufzuschreien, ist bei uns eine Unsitte geworden, fast schon eine Hysterie. Und diejenigen, die hier im Forum gegen "Rechtspopulisten" wettern, könnten sich mal auf den Rechtspopulisten Erdogan einschießen. Gegen ihn ist doch Frau Petry eine Vorsitzende eines harmlosen Heimatvereins, und Wilders kommt auch nicht mit, was das Schimpfen betrifft.

Verschobene Wahrnehmung

Ich höre immer, dass der Ausgang der Abstimmung in der Türkei knapp werden könnte. Dann muss es doch mindestens knapp 50% Türken geben, die nicht Erdogans Meinung sind.
Er beherrscht aber die Medien und zwar nicht nur in der Türkei (dort herrscht er wirklich), sondern auch bei uns. Das finde ich traurig, mich würde ein wenig mehr Info über die türkische Opposition interessieren.
Es kann für das Zusammenleben in D auch nicht förderlich sein, wenn durch die Berichterstattung der Eindruck entstünde, alle Türken seien fanatische Erdogan-Anhänger.
Mich wundert sowieso, welchen "Zauber" die ganzen "starken Männer", die z.Zt. in verschiedenen Ländern für Furore sorgen, auf ihre Wähler ausüben.

Vorschlag

Lasst uns alle gemeinsam den großen "Ignore-Button" drücken. Quasi den "Bundes-Ignore-Button" oder sogar den "EU-Ignore-Button". Den hat er sich redlich verdient.

Hauptsache, im Gespräch bleiben....

Es scheint so, als wären Erdogan die Nachrichten über ihn inhaltlich völlig schnuppe, Hauptsache, es SIND Nachrichten über ihn. Was für ein schmutziger Wahlkampf!

Wie weiter nach dem 16. April?

Im Moment, so scheint es, schlägt Erdogan tollwütig um sich.

Damit beweist er sehr eindrucksvoll, dass er mit Macht nicht umgehen kann und das es unverantwortlich ist, ihm diese Macht zu belassen, zu verlängern oder gar noch auszuweiten.

Für mich ist es die spannenste Frage, wie er denn denkt, wieder zivilisierten Regierungen nach dem 16. April unter die Augen treten zu können.

Ich denke, dass die Regierungen, die aktuell zwar die Faust in der Tasche ballen, aber nach außen hin ruhig verhalten, das Richtige tun: Es kommt derzeit nicht darauf an, irgendeinen Zugang zu Erdogan zu suchen - dazu besteht im Palast der 1.000 Sääle derzeit keine Empfangsbereitschaft - sondern nach Wegen des Zuganges zu den türkischen Wahlberechtigten zu finden. Da die türkische Presse im Knast sitzt oder Erdogan huldigt, ist das ein echtes Problem. Ich hoffe auf die Millionen kultivierten Türken mit ihren Kontaktnetzen, sich und der Welt diesen unmöglichen Menschen zu ersparen.

Ich denke, man sollte ihn

Ich denke, man sollte ihn einfach wettern lassen und ansonsten abwarten, bis er mal wieder was will. Es lohnt einfach nicht, sich provozieren zu lassen. Jedes relevante Land, das mit uns zu tun hat, weiß was es von Erdogans Äußerungen zu halten hat. Da brauchen wir uns keine Sorgen um unseren Ruf zu machen.

Was allerdings umgehend geschehen muss, ist das (zumindest) Einfrieren der Fördergelder aus der EU wegen Perspektivlosigkeit und der Abzug der Bundeswehr aus Incirlik.

Erdogan außer Kontrolle

Die Verfassungsexperten des Europarates ("Venedig-Kommission") warnen vor einem „Ein-Personen-Regime“ in der Türkei: So lautet die Schlussfolgerung eines endgültigen, von der Kommission verabschiedeten Gutachtens über die vorgeschlagene Verfassungsänderung, die Gegenstand des Referendums im kommenden Monat ist.
Die Experten weisen auf die Gefahr hin, dass die Verfassungsänderung durch den Abbau der nötigen Kontrollmöglichkeiten („Checks and Balances“) nicht dem Modell eines demokratischen Präsidialsystems entspreche, das auf der Gewaltentrennung basiert. Vielmehr bestehe das Risiko, dass sich ein autoritäres Präsidialsystem entwickelt.
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Einen Palast mit 1000 Zimmern für fast 500 Millionen € hat sich Erdogan schon bauen lassen.
Dem Mann, der wider besseren Wissens die Kanzlerin dieses Landes mit Nazis gleichsetzt und noch andere Länder beschimpft und beleidigt fehlt die Selbstkontrolle.
Die Frage am 16.April lautet de facto: Demokratie abschaffen ? Die Antwort: HAYIR ! (Nein).

oh man ...

Diese Regierung hat kein Rückrat. Da kündigt man Maßnahmen an die man ergreifen kann wenn es so weiter geht mit Ankaras Beleidigungen, dann geht es weiter und passieren tut nichts. Machen wir uns damit nicht auch irgendwie lächerlich vor dem Rest der Welt als schwach und unentschlossen ?

Desweiter frage ich mich nach wie vor ob unsere Politiker wirklich so blauäugig sind und denken das es nach dem Referendum in der Türkei wieder Friede, Freude, Eierkuchen gibt. Erdogan und die AKP können nicht mehr zurück, die EU ist da der Feind. Das wird also nicht aufhören in naher Zukunft.

und weiter?

Das hatten wir doch schon.
Ist nicht passend, nicht akzeptabel, nicht schön, unverschämt usw.

Erdogan beleidigt und dann kommt wieder so eine Antwort. Das kann sich so ewig hinziehen bis man sich an diese Beleidigungen irgendwann mal gewöhnt hat.

Na dann sind wir halt Nazis.

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