Ihre Meinung zu: Flucht nach Europa: Wie sollen die Menschen verteilt werden?

27. Januar 2017 - 16:03 Uhr

Die EU hat ein Problem: Wie soll sie Hunderttausende Flüchtlinge verteilen - vor allem, wenn einige Staaten nicht mitspielen? Deutschland und Frankreich haben einen Kompromissvorschlag vorgelegt: Sie wollen ein Drei-Stufen-Modell. Von S. Schöbel.

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Kommentare

Prozentual

Prozentual nach Bevölkerung der einzelnen Länder.
Wer irgendwo abhaut wird entweder in das Aufnahmeland zurückgebracht oder in sein Heimatland.
Was sonst?
Ansonsten taugt die EU nicht.
Dann können wir sie auch abschaffen.

Wieso Verteilung?

Ich dachte, "wir schaffen das".

Ich bin davon überzeugt, wenn wir EU-Mitgliedsstaaten dazu nötigen, gegen ihren Willen Migranten aufzunehmen, ist es schneller vorbei mit der EU, als man ohnehin schon erwarten kann. Die EU sollte das sein, was sie am Anfang war, ein Wirtschaftsverbund. Was sie nicht sein kann, ist ein einziges großes Land mit dem Regierungssitz in Brüssel. Das wird nicht gut gehen.

Im Krisenfall...

....werden alle EU-Länder sich
eventuell !!!
an der dritten Stufe beteiligen.
Die ersten zwei Stufen sind sowieso nicht relevant.

Bitte ?

"Ungarn, Slowakei und Polen lehnen das ab".

Und wie sieht es aus in Skandinavien, Frankreich, den Niederlanden und GB ? Wirklich anders ?

Glaubt man ernsthaft im europäischen "Schicksals-Wahljahr 2017" wird sich irgendeine amtierende Regierung zu festen "Quoten" drängen lassen ?

Man möchte noch immer nur die Folgen bekämpfen, nicht die "Fluchtursachen".

Man wird auch weiterhin z.B. den afrikanischen Kontinent gnadenlos ausbeuten, statt ENDLICH mit dem "fair trade" zu beginnen.

Zu einer wahren Umkehr ist dieses europäische Establishment überhaupt nicht fähig.

nach Lybien zurückbringen

Die Rettungsschiffe der EU wissen ganz genau, wo die Flüchtlinge (Migranten) die Boote bestiegen haben. Die Lösung muss sein, anstatt die Migranten nach Italien oder Griechenland zu bringen, sind die Migranten auf lybischen Boden zurückzubringen, um so Nachahmer davon abzuhalten, ebenfalls mit seeuntüchtigen Booten aufs Mittelmeer zu fahren.

Fuer ein Menschenrecht auf Asyl - Asylgruende erweitern!

Dieses Stufenmodell von de Maiziere ist einfach nur Mist, weil er damit nur diese populistische Obergrenze fuer Fluechtlinge zum Stimmenfang der CSU durchsetzen will. Aber dass wird nicht funktionieren, weil die Bundesregierung nämlich - außer der Ausweitung der Mali-Mission - nichts gegen die Fluchtursachen in den Heimatländern unternimmt!

Von daher bin ich fuer ein Menschenrecht auf Asyl. Sowas gehört in die Menschenrechte aufgenommen. Und auch die Asylgruende muessen ueberarbeitet werden. Denn nur politische Verfolgung alleine als Asylgrund reicht nicht mehr. Ich verlange darueber hinaus folgende Asylgruende:

a) Krieg und Buergerkrieg
b) Flucht vor solchen Despoten wie Erdogan, Netanjahu, Assad, Putin, Kim Jong und vielen weiteren
c) Klimafluechtlinge

Und von daher bin und bleibe ich fuer eine feste Quote nach Wirtschaftskraft. Außerdem meine ich, dass EU + Bund + Länder gemeinsam fuer die Fluechtlinge zuständig sein sollten.

Ginge es nach der

Ginge es nach der EU-Kommission, würden die Migranten auf Grundlage einer verpflichtenden Quote in der EU verteilt werden, je nach Wohlstand und der Einwohnerzahl der Länder. Regierungen, die sich verweigern, müssten zahlen: 250.000 Euro pro nicht aufgenommenem Flüchtling.

Vor allem die osteuropäischen EU-Staaten lehnen das ab, Ungarn und die Slowakei klagen sogar dagegen. Auch Polen stellt sich quer. Ihr Gegenvorschlag: die, wie sie es nennen, "flexible Solidarität" - mit der Option, niemanden aufnehmen zu müssen.

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Herr Gabriel beim Stern:

„Wenn man dann als deutsche Bundeskanzlerin auch noch niemanden in Europa an der Entscheidung über eine unkontrollierte Grenzöffnung beteiligt, darf man sich über den Ärger aller anderen nicht wundern.
Keinen zu fragen, aber hinterher von allen Solidarität zu verlangen, ist einfach naiv.“

Eine von vielen, erstaunlich realen, Erkenntnissen des Herrn Gabriel.

Nix verteilen!

Das Australisches Modell ist das BESTE!
Eine Insel nehmen und alle dort hinbringen. Dort helfen und versorgen! Dort sind alle in Sicherheit und man braucht sich über gescheiteret Integration keine Gedanken geben, weil Asyl eh keine Integration vorsieht!

Scheitern vorprogrammiert bei soviel Inkompetenz

"... Das würde zum Beispiel gehen, indem Länder nicht sofort sondern erst später, zu einem für sie besseren Zeitpunkt, Flüchtlinge aufnehmen, ..."
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Wie weltfremd geht man denn da schon wieder an die Planung heran. Langsam scheint mir der Herr Innenminister ist ungeeignet für was immer er anfasst.
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Zeigt mir doch bitte einmal jemand ein Land, dass "später" Flüchtlinge aufnehmen wird wenn es sich "jetzt" weigert Flüchtlinge aufzunehmen.
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Wer macht denn bitteschön solche Vorschläge und hat immer noch einen Vollzeitjob?

Italien u. Griechenland alleine alles aufzubuerden ist asozial

Außerdem sehe ich es als absolut asozial an, Italien und Griechenland alleine diese Lasten aufzubuerden:

Stufe eins würde gelten, wenn nur wenige Flüchtlinge nach Europa kommen. Dann würden die alten Dublin-Regeln wieder greifen und die Erstaufnahmeländer wie Italien und Griechenland wären für die Asylbewerber allein zuständig.

Ich sehe es so, dass JEDES EU-Mitglied mit EU-Außengrenzen Fluechtlinge aufnehmen muss in solchen Auffanglagern. Das heißt also: Dänemark, Niederlande, Belgien, Luxemburg, Frankreich, Portugal, Spanien (Nordspanien und Suedspanien), Italien, Griechenland, Polen, Ungarn (ganz besonders wegen den Poltereien von Orbán), Tschechien, Bulgarien, Kroatien, Herzegowina und Malta sowie die Balearen und evtl. die Canaren.

So werden diese Lasten fair verteilt. In diesen Lagern - die auch winterfest gemacht werden muessen - werden dann die Verfahren abgewickelt und dann die Fluechtlinge auf die weiteren EU-Länder verteilt...

Das scheint mir ein gangbarer Weg zu sein

Der 3. Vorschlag.
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Die EU müsste Flüchtlingslager jenseits ihrer Außengrenze errichten, wo dann Asylverfahren durchgeführt würden. Nach dem Vorbild des EU-Türkei-Abkommens. Viele Details sind noch offen.
#
Denke nur so kann die gefährliche Überfahrt
mit den vielen Toten beendet werden. Wer dann Anspruch auf Asyl hat kann ganz normal
mit Frontex Schiffen an einer EU Küste abgesetzt und weiter innerhalb der EU verteilt werden. Zusätzlich müssen alle EU Staaten gleiche Standard bei der Unterbringung von Asylanten haben. Damit wäre auch den Schleppern ihre Geschäfts Grundlage genommen.

Neuer Verteilungsschlüssel ?

Ist "eigentlich" die im letzten Jahr beschlossene Umverteilung von 160.000 Migranten innerhalb der EU schon abgeschlossen und wo kann nachgelesen werden, wie sie in den EU-Ländern verteilt wurden ?
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Um Deutschlands Konjunktur weiterhin positiv anzutreiben, wäre es doch nicht nur human, sondern auch ökonomisch**) sinnvoll, alle zu erwartenden neuen Migranten nur in Deutschland aufzunehmen.

Zu **) So haben wir es heute gelernt. Siehe Beitrag: http://www.tagesschau.de/inland/fluechtlinge-kosten-103.html

Hatten wir doch schon hundertmal gehabt...

Im Prinzip läuft De Maizieres Vorschlag doch wieder genau auf das raus, was Merkel will und partout nicht geht: Die Verteilung auf alle Staaten.
Lediglich Stufe 3 erledigt alle Probleme: Nämlich Flüchtlingszentren auf auf syrischer Seite der türkisch-syrischen Grenze und Flüchtlingszentren in Algerien, Tunesien, Libyen und Ägypten.
Es kann doch nicht so schwer sein in diesen total bankrotten und am Boden liegenden Ländern ein paar Quadratkilometer an ihren Küsten oder Grenzen abzuzwacken, Zäune rum zu machen, Zelte aufzustellen und für halbwegs lebenswerte Infrastruktur zu sorgen. So, und dann sehn wir mal weiter...

Es ist normal, dass man Grenzen schützt

Ich kann eigentlich in keinem halbwegs geordneten Land einfach so ankommen und mich dort für Jahre finanzieren lassen.

Das gibt es nirgends auf der Welt.

Das ist ein sehr nobler Standard, den wir uns in den vergangenen Jahrzehnten leisten konnten, weil die Zahl der Migranten überschaubar war.
Für die jetzige und in Zukunft zu erwartende Anzahl von Flüchtlingen und Wirtschaftsmigranten werden wir uns diese Standards niemals leisten können.

Denn es ist noch immer so, dass wir die Menschen nicht annähernd so schnell durch unsere Bürokratie schleusen können wie sie hier ankommen.

Die Bürokratie braucht Jahre und Abschiebungen funktionieren oft überhaupt nicht.

Wir brauchen für offensichtliche Wirtschaftsflüchtlinge Schnellverfahren inklusive Abschiebung an der EU- Außegrenze. Wer hier offensichtlich kein Bleiberecht hat muss an der Grenze abgewiesen werden. Anders werden wir der Lage nicht Herr werden.

Wenn das Gesetze verbieten muss man sie ändern - es geht nicht anders.

Das Artikel

klingt komisch, Deutschland hat angeblich 300 000 aufgenommen, Italien 180 000 und Frankreich ?.
Deutschland hat 82 Millionen Einwohner und Italien 60 Millionen Einwohner, in Frankreich sind es sogar 66 Millionen Einwohner.
Bedeutet das wir nicht an der Außengrenze schon die Meisten aufgenommen haben, im ganzen sind ja angeblich 750 000 mehr Menschen geblieben in Deutschland.
Laut den Zahlen ist ja schon mehr als gut verteilt.
Und der Satz einige Länder wollen nichts aufnehmen klingt so das 23 Länder welche aufnehmen würden, dann wäre die Verteilung als Zahl in die anderen doch auch mal interessant.

Einfacher ist es doch zu sagen wer was aufnehmen will und es getan hat, da ist liste viel kürzer.
Das funktioniert aber auch mit der neuen Idee nicht, das geht wirklich nur außerhalb der EU zu machen.
Alles andere macht sich auf den Weg Richtung Deutschland und Österreich plus Schweden, wie die Beiden aufnehmen wollen wissen die Meisten doch schon, die fahren runter so weit es geht.

Gruß

Verteilung

Das heisst also, es geht weiter wie gehabt. Unsere Grenzen werden noch immer nicht vor illegaler Einreise geschützt.
Es macht mich fassungslos.......

Die EU und die Flüchtlinge

Bin mal gespannt, wie diese Flüchtlinksströme von der EU geleitet, und verteilt werden.
Deutschland kann nicht schon wieder diese Mengen schultern. !!!

"Es könnten mehr Flüchtlinge kommen"

.. und mehr und noch mehr, ..

Nein, man wird nicht beliebig viele 'Flüchtlinge' auf Europa verteilen können, nicht einmal dann, wenn alle mitmachen würden.

Wenn die Bevölkerung Afrikas weite so wächst wie in den letzten 60 Jahren (Verfünffachung von 200 Millionen auf Milliarde) und nur ein kleiner Teil davon sich auf der Suche nach einem besseren Leben auf den Weg nach Europa macht, dann wird Europa bald nicht nur voll sondern übervoll sein - Es ist nur eine Frage der Zeit. Und was dann, meine Damen und Herren?

Nichts wächst stärker als die Exponentialfunktion - userer Bundekanzlerin, in ihrer Eigenschaft als Physikern sollte diese Tatsache bekannt sein.

Politiker sollen hier nicht das Pferd von hinten aufzäumen

Bevor man an die Verteilung denkt, sollte man sich erst mal darüber im Klaren sein, wen man überhaupt rein lässt. Denn weder Deutschland noch die EU kann das Sozialamt für die ganze Welt sein.

Nach Bevölkerungsdichte? Warum?

Einige schreiben hier man solle die Flüchtlinge nach Bevölkerungsanzahl der jeweiligen Länder verteilen. Das halte ich für absolut veraltet und überholt. Denn das würde ja bedeuten das diese Länder über kurz oder lang immer mehr Flüchtlinge schultern müßten und das kann es doch nicht sein.
Das gleiche Problem haben wir doch schon jetzt innerhalb Deutschlands, denn wenn ich mir NRW mal anschaue, sieht man das dieses Bundesland schon jetzt überquillt mit Flüchtlingen.
Eher muss man gezielt schauen das Flüchtlinge auch auf ländliche Regionen vermehrt verteilt werden.
Wenn nicht werden bestimmte Ballungszentren wie das Ruhrgebiet langsam aber sicher zu echten Problemgebieten mit allem was dazu gehört.

Es macht keinen Sinn sich von Jahr zu Jahr durchzuwurschteln

Wir wissen anhand der Bevölkerungsentwicklung in Afrika und Teilen Asiens, dass wir uns langfristig auf einen dauerhaften Migrationsdruck einstellen müssen.

Es ist dabei simple Mathematik, dass wir die ankommenden Menschen vielleicht einige Jahre in unsere Sozialsysteme pressen können - aber das wird keinesfalls über Jahrzehnte hinweg funktionieren.

Es ist also heute schon vollkommen klar, dass die bisherige Praxis mittelfristig zum Scheitern verurteilt ist.
Wir können das weiter ignorieren, die Menschen rein lassen und beim Streit, welches Land sie versorgt die EU zerplatzen lassen ODER:

Wir erkennen die hässliche Tatsache an, dass wir uns stärker abschotten müssen: Wir müssen offensichtliche Wirtschaftsflüchtlinge an der EU-Außengrenze abweisen.
Wir brauchen effektive Schnellverfahren (Tage bis wenige Wochen) inklusive Abschiebung an dem Ort, wo Migranten erstmals europäischen Boden betreten.

Gleich

Ich wäre dafür gleich zu Stufe 3 überzugehen und die ersten beiden komplett auszulassen!
Es könnten mehr kommen als bisher?
Nein, ganz falsch. Es könnten nicht mehr kommen, es werden ganz sicher mehr kommen!
Und was noch viel schlimmer ist: Der Strom wird niemals enden.
Wie lange soll das gehen?
Bis die Europäer in ihren Ländern eine Minderheit sind?

Engel53 17.19h

Das macht nicht nur Sie fassungslos.

Statt endlich nur noch Jenen die Möglichkeit eines Aufenthalts zu eröffnen, deren Ansprüche aufgrund tatsächlicher Verfolgung gegeben sind, lädt man die arme Welt in den kleinen Kontinent Europa ein.

Die Message: Seht her Ihr Armen der Welt, es lohnt sich, nach Europa zu trampen...

@ flocke13

genau,
Rettung aus Seenot muß sein, aber es steht nirgendwo geschrieben, daß die Geretteten zum Zielhafen gebracht werden müssen ..

Wichtige Fakten werden unterschlagen

>>Rund 180.000 Flüchtlinge sind im vergangenen Jahr über das Mittelmeer nach Italien gekommen, so viele wie noch nie. Die meisten von ihnen wurden in Libyen von Menschenschmugglern in seeuntüchtige Schiffen oder Schlauchboote gesetzt. <<

sollte wohl heissen, ....wurden in Libyen von Menschenschmugglern in seeuntüchtige Schiffen oder Schlauchboote gesetzt und wenige Kilometer vor der libyschen Küste von den dort wartenden Schlepperbooten der EU Marine und Organisationen wie ProAsyl oder Ärzte ohne Grenzen aufgenommen um die illegale Weiterreise in die EU zu ermöglichen.

Übrigens .... die meisten dieser 180.000 Menschen sind vielleicht Wirtschaftsflüchtlinge aber keine Flüchtlinge im Sinne des Asylrechts.

Solidarität der Osteuropäer? Gibts leider nicht!

Die EU-Osterweiterung war einfach ein Fehler. Die betroffenen Staaten wollten lediglich an die "Fleischtöpfe" der EU. Von Solidarität ihrerseits ist nichts zu spüren.
Leider gibt es immer noch bei uns Menschen, die glauben, in der EU läge die alleinige Zukunft. Manche denken sogar immer noch an eine weitere Erweiterung.
Dabei spielen auch die militär-strategischen Interessen von z.B. der USA eine große Rolle. Bestes Beispiel war damals Polen; zunächst in die NATO und dann erst in die EU.
Nein, die EU ist einfach zu groß geworden.
Eine Gemeinschaft wie früher die EG hätte eine bessere Zukunft gehabt.

Don Quijote, der einsame Minister

Es wird wieder einmal ein Kampf gegen Windmühlen werden, wieder hinausgeworfenes Geld für einen sinnlosen Gipfel.
Es wird NICHTS bei rauskommen außer blumigen versprechen. Man kann nur noch mit dem Kopf schütteln.

Ausweitung der Asylgründe

Mit dieser vorgeschlagenen Ausweitung ist es tatsächlich so, dass wir gleich die halbe Weltbevölkerung aufnehmen könnten. Denn überall auf der Welt litten oder leiden Menschen unter Kriegen, Despoten oder Klimaveränderungen.
Schon in der Geschichte gab es aus diesen Gründen Wanderungsbewegungen in andere Gebiete. Was es aber nicht geben darf sind Massenwanderungen, die nur eine Richtung kennen, Europa. Das würde über kurz oder lang zu einem Zusammenbruch der uns bekannten Kultur führen.
Davon abgesehen halte ich es für absolut falsch, dass eines der am dichtesten besiedelsten Länder in Europa die Hauptlast zu tragen hat.

....Wie sollen die Menschen verteilt werden? ...

Das ist die falsche Fragestellung.
Ebenso, wie die Diskussion über die Möglichkeiten 10 oder später gar 20 Mrd. Menschen auf der Erde zu ernähren.
Die Diskussion muss sich doch darum drehen, zu verhindern, das wir in diese Zwangslage kommen.
Uns in der derzeitigen Lage einzurichten heißt doch, ein Ende des "sozialen" und "politischen" und ein zurück in eine Situation, in der wir einzig Naturzwängen ausgeliefert sind (der Klimawandel wird es richten).
Wenn wir einer solchen Entwicklung nicht willentlich Vorschub leisten wollen, dürfen wir nicht so tun, als wäre Migration mehr als ein kleiner Aufschub. Eine Problemlösung kann nur in den Ländern der nachzuholenden Moderne erfolgen.
Allerdings werden die reichen Länder wohl die Kosten tragen müssen, alles andere ist utopisch.

@17:58 von Stimme77

Eher muss man gezielt schauen das Flüchtlinge auch auf ländliche Regionen vermehrt verteilt werden. Wenn nicht werden bestimmte Ballungszentren wie das Ruhrgebiet langsam aber sicher zu echten Problemgebieten mit allem was dazu gehört."

Die einen eher, die anderen dann später.

Flüchtlinge fragen

Ich finde, die EU könnte mal die Flüchtlinge selbst fragen, welches Verteilsystem sie vorschlagen würden. Sie sind ja schließlich die Experten dafür, was aus Sicht einer erfolgreichen Integration oder auch nur einer vorübergehenden, schützenden und stärkenden Aufnahme am Besten ist.

interessante Grafik.

interessante Grafik.

https://www.studiblog.net/2014/07/24/diese-laender-passen-von-der-flaech...

Die Lösung liegt teilweise an, aber nicht in Europa.

In Zeiten der Globalisierung wird die Migrationsbewegung erst zum Stillstand kommen, wenn analog zum Prinzip der kommunizierenden Röhren weltweit ein annäherndes Gleichgewicht bei der Verteilung des Lebensstandards eingetreten sein wird.

Nun liegt es leider weitgehend an uns als führenden und wohlhabenden Industrienationen, auf dieses Gleichgewicht hinzuarbeiten; das wird die einzige - zumindest einigermaßen - friedlich verlaufende Lösungsmöglichkeit sein:
Heben des Niveaus in den armen Ländern.

Unzählige ärmere Menschen dagegen zu uns kommen zu lassen, zeugt vielleicht von einem im kindlichen Sinne guten Gemüt.
Es führt allerdings ab einem bestimmten Sättigungsgrad zu einer gegenüber der oben beschriebenen Lösung genau entgegengesetzten Entwicklung: Es geht dann allen schlechter, der Lebensstandard sinkt extrem.
Und das, glauben Sie mir, geht nicht ohne sehr gewaltsame Umverteilungskämpfe.
Aktuell herrscht bisher Herumdoktern an Symptomen, die Entwicklung eskalierte zu schnell.

"Wie sollen die Menschen verteilt werden? "

Gar nicht!
Schon der Versuch oder auch nur der Diskurs darüber wäre ein Signal in die falsche Richtung.
Die Welt braucht keine Ventile (auch wenn das Hart oder Ungerecht klingt), sondern Maßhalten.
Jede Diskussion über Folgeprobleme eines Weiteren Bevölkerungswachstums verbietet sich vor dem Hintergrund der damit einhergehenden Probleme von selbst. Die Diskussion hat der Verhinderung solcher Zuspitzungen zu gelten.

.. und mehr und noch mehr, ..

>> 17:26 von perchta <<

Eine simple Tatsache und eigentlich für jeden verständlich.
Leider decken sich die Tatsachen nicht mit den ideologischen Überzeugungen.

wir schaffen dass

damit hat Frau Merkel ihre 180 Grad Wende in der Flüchtlingspolitik abgeschlossen.
@montideluxe
haben sie gerade die EU-Marine als Schlepperbote bezeichnet?
Wie sich die Zeiten doch ändern bei einigen Kommentatoren.

Was nützt eine EU durchsetzt von Drückebergern,

die gerne nehmen aber ihre solidarischen Pflichten nicht übernehmen und gleich noch den EU-Kontrakt in Frage stellen, mit Mr.Trump flirten. Da fällt einem ja nur noch die Endsilbe exit ein.
Wir sollten uns langsam darauf einstellen, die EU auf ihren wahren Kern zurück zu führen.
Der Wirtschafstraum wird kleiner, was Deutschland besonders trifft. Aber die Idee EU besteht ja nicht nur aus Wirtschaft.
Ich meine, man sollte da mal an die Schmerzgrenze gehen, um zu sehen wie viel Wert die EU diesen Nutznießern wirklich ist. Ggf. sollten man sie ziehen lassen und nicht hinterher jammern.
In dieser Zeit brauchen wir eine starke EU, keinen Opportunitätsverein.

@ Demokratieschue...

"Denn nur politische Verfolgung alleine als Asylgrund reicht nicht mehr. "

Ihre Auflistung würde 80 % der Weltbevölkerung zu Asylberechtigten machen und daher vollkommen weltfremd. Darüber hinaus : Wieviel Prozent der Wahlberechtigten in Europa, würden eine solche Ausweitung tragen ? 2% ? Oder ist Ihnen die Mehrheitsmeinung egal ?

Was Wirtschaftsleistung und Kosten betrifft: Deutschland zahlte 2016 mehr als 21 Mrd. Euro zum Unterhalt der Zugewanderten. (wahrscheinlich sind die realen Kosten wesentlich höher) Das sind Ausgaben wie die Gesamthaushalte kleiner Staaten, Auch 2017 und in den nächsten Jahren wird sich diese, von Steuerzahlern zu erwirtschaftenden Kosten nicht geringer werden.
Bei derzeitiger Hochkonjunktur!

Lutz Jüncke 19.08h

Volle Zustimmung.

Menschen, die aufgrund ihres "guten Gemüts" einfach nur helfen wollen, ohne an Nachhaltigkeit zu denken, müssen verstehen, dass hier eine Aufgabe ansteht, die über mehrere Generationen andauern wird.

Grundlegendes Problem vergessen

Alle Diskussionen über einen Verteilschlüssel sind tendenziell sinnfrei, wenn die Menschen sich nicht verteilen lassen wollen.
Es glaubt doch niemand im Ernst, dass ein Flüchtling z.B. in Österreich bleibt, wenn sein Traumziel Deutschland ist. Und D ist nun mal das Traumziel von einem sehr grossen Prozentsatz aller Flüchtlinge/Migranten.

Asyl sieht keine Integration vor?

Menschen, deren Asylantrag bewilligt wurde, werden auf lange Zeit im Aufnahmeland bleiben, denn ihre Rückkehr ins Heimatland ist aufgrund von Verfolgung staatlich bestätigt nicht möglich. Ihre Integration in unsere Gesellschaft ist daher eine Selbstverständlichkeit. Alles andere wäre eine Schande für unsere Kulturnation.

Sachliche und themenorientierte Diskussion erwünscht

Sehr geehrte NutzerInnen von meta.tagesschau.de,

wir möchten Sie bitten, zu einer sachlichen und themenorientierten Diskussion zurückzufinden.

Mit freundlichen Grüßen,

Die Moderation meta.tagesschau.de

P.S. Diese Mitteilung gilt allen TeilnehmerInnen dieser Diskussion.

Warum diese Debatte?

Warum überhaupt die Debatte über Verteilschlüssel usw.
also ich wäre dafür, daß alle Schutzsuchenden nach Deutschland kommen. Dann bräuchte man nicht ewig diskutieren, was ja eh nichts bringt, weil der Großteil der Länder sowieso überhaupt keine Flüchtlinge aufnehmen wird.
Deswegen - gleich alle zu uns.

@Otheis 20:20

"...Menschen, deren Asylantrag bewilligt wurde, werden auf lange Zeit im Aufnahmeland bleiben, ...
.
Der Gedanke hat nur einen Haken: Laut BAMF.de (dort die interne Suche verwenden zur Asylgeschäftsstatistik) erhält nur ein Bruchteil der Asylbewerber den Asylstatus wegen persönlicher Verfolgung. Die überwältigende Masse erhält lediglich Flüchtlingsschutz oder subsidiären Schutz.
.
Dieser erlischt nach Genfer Konvention sobald im Herkunftsland der Fluchtgrund (Krieg/Bürgerkrieg) erlischt. Womit die Frage nach dem Sinn einer Integration durchaus gestellt werden darf.

Dublin-System ?

Das Dublin-System funktioniert doch hinten wie vorne nicht. Laut diesem dürfte kein (!) Flüchtling in Deutschland einen Asylantrag stellen, sondern alle Flüchtlinge in Italien oder Griechenland. De facto wurden aber 2016 in Deutschland mehr Asylanträge als in allen anderen EU-Staaten zusammen gestellt ! Das heisst,dass die Rechnung, dass vor allem die Länder Südeuropas auf Grund des Dublin-Systems die Lasten zu tragen hätten, absolut nicht aufgeht. Das Grundproblem ist auch nicht das europäische Asylsystem, sondern dass die Länder Nordeuropas nach wir vor die falschen Anreize setzen, insbesondere Deutschland
Die aller meisten Flüchtlinge wollen nach Österreich oder Deutschland und weigern sich, in Italien oder Griechenland einen Asylantrag zu stellen. Schon aus diesem Grund sollte man den Flüchtlingsstatus dieser Menschen in Frage stellen. Würde Deutschland gemäß Dublin keine Asylanträge mehr zulassen, (laut Grundgesetz sowieso notwendig), würden die Flüchtlingszahlen schnell sinken.

wer aus einem krisenland kommt...

...sollte nur solange asyl bekommen, bis die kriese vorbei ist.
wirtschjaftsflüchtlinge sollte generell kein asyl bekommen.
bei afrikanern stellt sich generell dir frage, ob sie denn nicht alternativ zu europa in einem afgrikanischen land bleiben können.

€ 250000 pro Flüchtling ist

€ 250000 pro Flüchtling ist eine gute Option. Das würde auch die ausschließlich Nehmerländer Ungarn, Polen usw. zum Überdenken ihrer Position motivieren.

22:12 von politischestimme

Das Dublin-System funktioniert doch hinten wie vorne nicht. Laut diesem dürfte kein (!) Flüchtling in Deutschland einen Asylantrag stellen, sondern alle Flüchtlinge in Italien oder Griechenland. De facto wurden aber 2016 in Deutschland mehr Asylanträge als in allen anderen EU-Staaten zusammen gestellt ! D.... Das Grundproblem ist auch nicht das europäische Asylsystem, sondern dass die Länder Nordeuropas nach wir vor die falschen Anreize setzen, insbesondere Deutschland
Die aller meisten Flüchtlinge wollen nach Österreich oder Deutschland und weigern sich, in Italien oder Griechenland einen Asylantrag zu stellen. Schon aus diesem Grund sollte man den Flüchtlingsstatus dieser Menschen in Frage stellen. Würde Deutschland gemäß Dublin keine Asylanträge mehr zulassen, (laut Grundgesetz sowieso notwendig), würden die Flüchtlingszahlen sinken.
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Der neue Kanzlerkandidat der SPD müsste doch erklären können, was vereinbart war und weshalb es doch nicht funktionieren kann, oder?

@22:20 von Werner40

>> € 250000 pro Flüchtling ist eine gute Option. Das würde auch die ausschließlich Nehmerländer Ungarn, Polen usw. zum Überdenken ihrer Position motivieren. <<

Was genau ist Ihre Motivation, EU Länder dazu verpflichten zu wollen, € 250000 für jeden Migrationswilligen auszugeben der die Grenzen in die EU ILLEGAL überschritten hat ?

Wie sollen die Menschen verteilt werden?

In der Diskussion und den angedachten Regelungen fehlt ein ganz entscheidenter Punkt.Wie wird gesichert dass die "Verteilten" auch in den zugeteilten Ländern bleiben und nicht selbständig innerhalb Europas weiterwandern?Und zwar in die Länder mit dem besten Versorgungsniveau d.h. auch nach Deutschland.Bereits jetzt gibt es Fälle dass z.B. in die tschechische Republik eingeflogene Iraker nach Deutschland weitergezogen sind weil sie sich dort nicht wohl gefühlt haben.Gegen ihre Rückführung in die tsch.Republik haben sie geklagt. Wie soll dauerhaft ein solcher Weiterzug zur besseren Versorgung verhindert werden?Gleiche Sozialleistungen in allen europäischen Ländern sind Utopie und nicht möglich..

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