Ihre Meinung zu: Mali und die EU: Das Dilemma mit den Abschiebungen

24. Dezember 2016 - 19:19 Uhr

Viele Minister aus Europa fordern afrikanische Staaten wie Mali auf, mehr gegen illegale Migration zu unternehmen. Ein Interessenkonflikt, denn die armen Länder profitieren von den Migranten. Jens Borchers über ein politisches Dilemma.

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Kommentare

Man kann auch Geldströme

Man kann auch Geldströme kontrollieren und unterbrechen. Oder Auslandskonten der Malischen Regierungsmitglieder sperren. Wenn man will, geht das. Auch mit allen anderen unwilligen Ländern. Nur sollte niemand der EU oder der Länderregierungen sagen, daß man da nichts machen kann. Man muss es eben wollen. Ausserdem sollte doch nach Gründung der EWG ein besonderes Augenmerk auf die Weiterentwicklung des afrikanischen Kontinents gelegt werden. Was ist dazu denn bisher passiert, außer Ausbeutung von Ländern und Menschen mit Hilfe von Kriegen und Korruption? Und welche Anstrengungen will und wird die EU dazu unternehmen?

Rückführungen vereinfachen

Häufig werden medizinische Gründe als Rückflughemmnis genannt. Das sollte dann der Medizinische Dienst prüfen. Auch im Ankunftsland gibt es eine ärztliche Versorgung. Ein Flug von Frankfurt nach Tunis dauert z.B. 2:30 Minuten. Dieser Flugdauer könnte man auch leicht erkrankten Migranten zumuten. Evtl. muss ein Arzt den Passagier ein Beruhigungsmittel verabreichen. Bei Migranten die ohne gültige Papiere einreisen sollte vorrangig geprüft werden ob Asyl gewährt werden kann. Das sind nur Beispiele über die Fachleute nachdenken sollten.

Die EU und auch Deutschland

Die EU und auch Deutschland haben es noch nicht verstanden, dass wir unsere Art zu wirtschaften umstellen MÜSSEN, denn die meisten der afrikanischen Flüchtlinge kommen nach Europa aufgrund des mangels an Arbeitsplätzen vor Ort. Genau deshalb MÜSSEN wir nach dem Motto "leben und leben lassen" unsere Wirtschaft zügeln anstatt auf imemr mehr und mehr Exportgewinne zu schielen.

Abgesehen davon ist bei einem "Exportüberschuß in Deutschland" auch irgendwo ein "Importüberschuß" zu finden. Dieser bedeutet aber, dass in diesen Ländern jedes Jahr Geld abgezogen und nach Deutschland transferiert wird. Die Menschen werden also ärmer ... oder anders gesagt: Wie ein Vampir saugen WIR ihnen das Blut aus!

Bezüglich der Abschiebung von Flüchtlingen nach Afrika ist die Frage warum dies per Flugzeug und nicht per Schiff geschehen muß.

Die EU hilft weder Mali, noch

Die EU hilft weder Mali, noch irgendeinem anderen afrikanischen Staat. Vielmehr werden vielen afrikanischen Staaten sogenannte EPA's aufgezwungen, leoninische Freihandelsverträge, die der EU ermöglichen Agrarüberschüsse dahin zu exportieren, was den Zusammenbruch der dortigen Produktion zur Folge hat. Dass EU-Trawler die afrikanischen Küsten leerfischen ist ja schon länger bekannt. Es ist nur zu verständlich, dass die Bereitschaft Landsleute, die das Heimatland potentiell durch Remessen über die Runden bringen, zwangsweise zurückzunehmen, sehr klein ist. Das wird sich auch nicht ändern. Es ist peinlich, was der niederländische Aussenminister sich da leistet.

BW-Soldaten dürfen ins Land, eigene Flüchtlinge nicht

Wer einmal außer Landes ist bzw. nicht mehr da ist, zumal als Straftäter, ist entsorgt. Entweder tot, oder über die Grenze geschoben oder enteilt, eine eher elegantere Lösung der Straftäterbeseitigung. Aber auch eine sehr rentable dazu, denn die entflohenen, sorry Täter dürfen nur zurück mit besonders gut von DE gefülltem Rucksack. Früher gab es die Entwicklungshilfe, heute ist es die Rücknahmehilfe. Das ist kein Können, dass ist hohe List.
Wenn schon in den einzelnen EU-Ländern, besonders jedoch in DE, flotte Entscheidungen von Tag zu Tag ohne ein sinniges WOHIN oder Hinsicht auf ein vernünftiges Miteinanderleben auf- bzw. hin- und hergeschoben werden, der sollte sich doch nicht über Uneinigkeiten in der Union wundern. Nur mit diesem Hintergrund sind auch Mutti´s Alleingänge etwas erklärbarer, keineswegs jedoch nachvollziebarer.
Ach ja, Mali wird doch gerade von ein paar Deutsche Soldaten besucht, ist da nichts verhandelbar?

re pflasterstein

"Bezüglich der Abschiebung von Flüchtlingen nach Afrika ist die Frage warum dies per Flugzeug und nicht per Schiff geschehen muß."

Glauben Sie denn, ein Schiff zu chartern wäre billiger?

Unfähigkeit der Regierenden

Na sowas, seit Jahren hören wir von unseren Politikern, ach wieviel Mühe sie sich geben, um illegale Migration nach Europa/Deutschland zu unterbinden. Derzeit kommen jedoch monatlich etwa 10 mal soviele Migranten allein aus Nordafrika bei uns an, als abgeschoben werden. Folgliches Ergebnis: desaströs = Äquivalent zur politischen Befähigung.

Bevor jetzt wieder die Kommentare kommen, alles sei so kompliziert und einfache Antworten nicht möglich etc., doch das sind sie!
Deutschland fordere von "sicheren Herkunftsstaaten" Rücknahme ihrer Staatsbürger und zahle dafür die bei uns sonst anfallende Alimentierung an diese Regierungen; für ein bis zwei Jahre. Wenn sich ein Land weigert, wird 100% der Entwicklungshilfe gestrichen. Sollte ein Land auch Personen aus (verweigernden) Ländern mit aufnehmen, bekommt es dieses Geld zusätztlich ausgezahlt.

Eine marktwirtschaftliche Lösung, die würde prima funktionieren. Und nun kann der Forenaufschrei losgehen.

Probleme ?

"Kein Abkommen zur Rücknahme, keins zu Abschiebungen. Es gibt kein Abkommen, dass es irgendeinem Land oder einer Institution erlauben würde, unsere Landsleute, die sich illegal an einem Ort aufhalten, abzuschieben"

Die Lösung (und nicht nur Mali betreffend) ist so einfach:
Es darf niemand (weder legal noch illegal) europäischen Boden betreten
- der keine klare Indentität besitzt
- dessen Herkunftsland eine "Rücknahme" verweigert

Bei Staaten, die sich weigern müssen bisher gewährleistete Finanzhilfen gekürzt oder ganz gestrichen, Konten eingefroren werden. Warum auch sollte man diese Staaten unterstützen wenn deren Bürger ins Schlaraffenland und nicht in ihrer Heimat etwas aufbauen wollen. Da brauchen wir dann auch keine Gelder überweisen.

19:58 von karwandler

re pflasterstein

"Bezüglich der Abschiebung von Flüchtlingen nach Afrika ist die Frage warum dies per Flugzeug und nicht per Schiff geschehen muß."

Glauben Sie denn, ein Schiff zu chartern wäre billiger?
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Da können Sie beide ganz sicher sein, unsere Verwaltung wird zielsicher den teuersten Weg finden.

@Unikaterin

Ihre Kommentare, denen ich immer wieder nur zustimmen kann, sind einfach unschlagbar. Ich danke Ihnen dafür!

@pnyx um 19:48 Uhr

"Die EU hilft weder Mali, noch irgendeinem anderen afrikanischen Staat."

Woher nehmen Sie diese unwahren Behauptungen?
Sind Sie ein Fake-News-Troll? Wenn nicht, bitte erst informieren und dann schreiben.
Allein Deutschland für sich hat 2015-2017 über 70 Millionen Euro Entwicklungshilfe gezahlt.

Nachzulesen unter:
http://www.bmz.de/de/laender_regionen/subsahara/mali/index.html

@karwandler um 19:58 Uhr

""Bezüglich der Abschiebung von Flüchtlingen nach Afrika ist die Frage warum dies per Flugzeug und nicht per Schiff geschehen muß."

Glauben Sie denn, ein Schiff zu chartern wäre billiger?"

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Laut "Die Welt":
"So kostete etwa bei einer Abschiebung von 9 Tunesiern am 28. Mai allein der Flug 60.530 Euro" (Übernahme durch FRONTEX).
"Doch die Ausgaben für die 44 deswegen eingesetzten Bundespolizisten trug allein der deutsche Steuerzahler."

Jetzt können Sie mal hochrechnen. Es gibt allein von Merkel verursacht über 250.000 illegale + ausreisepflichtige Ausländer. Kosten?
Wieviel hat man schon abgeschoben?
Die BR hat ja erst vor kurzem mit einem Flug 50 (am Schluss waren es nicht mal so viele) abgelehnte Asylbewerber und Straftäter abgeschoben. Sammelabschiebung (?)
Dauer bei so einer monatlichen Quote 5000 Flüge+50 Monate.

Schiffe (Frachter??) zu chartern wäre definitiv günstiger , die Rückführung ginge zügiger und CO2-ärmer voran.
Und per Schiff büxt auch niemand aus

Profit

Nun es gibt ja auch Aussagen demnach sollen auch andere von dem profitieren, diese Menschen werden dazu genutzt um für ein Appel und EI zu arbeiten. Eine Frage noch: Woher bekommen die ganzen Terroristen Weltweit Ihre Waffen überhaupt her? Welche Länder haben 2016 die meisten Waffen verkauft und wohin? Wofür werden den die Waffen an sich eingesetzt? Warum wundert man sich dann das es so viele Flüchtlinge gibt? Es muss international mal ein anderer Kurs gefahren werden, als nur Gewinne, Gewinne und nochmals Gewinne.

Hilfe

Hilfsbedürftigen soll immer geholfen werden, aber nicht Kriminelle oder Terroristen und darin liegt für mich der feine Unterschied. Wie viele man jährlich helfen kann, das sollte man auch mal klar definieren und welchen wegen Asyl sollte man keinen Pass aushändigen, die sollen einfach nur so lange bleiben, bis die Situation dort besser geworden ist und dann zurück, somit würden auch wieder Ressourcen frei werden für andere Hilfsbedürftige.

Einfach die regierenden Parteien belasten mit den Kosten

Einfach die regierenden Parteien belasten mit den Kosten auf Grundlagen der Fehlentscheidungen, warum soll das deutsche Volk die Kosten tragen mit Steuergeldern ? Einfach die hier regierenden Parteien in Deutschland mit den Kosten belasten nach den Verursacherprinzipien, denn wenn schon der Volkeswillen nicht zählt und das Volk keine Entscheidung hat, dann sollten die regierenden Parteien mit den Kosten belastet werden, denke ich . Ist doch auch so bei Gerichtsverfahren, bei Ämterentscheidungen, bei Gebühren usw. , oder sind die hier regierenden Parteien in einem rechtsfreien Vakuum Deutschland ?

@um 21:31 von 321gast123

Ich kann mich nicht daran erinnern das die Frau Merkel jemals gesagt haben soll: Kommt bitte alle illegal nach Deutschland. Sie will halt mit gesundem Menschenverstand hilfsbedürftigen helfen. Allerdings sollte das nicht heißen alle illegal rein oder das mann nicht Kriminelle abschieben sollte, das wäre eventuell der feine Unterschied? Man sollte nicht einfach alles stumpf durcheinander schmeißen.

Den Bock zum Gärtner machen

Wer die afrikanischen Staaten auffordert die Einwanderung nach Europa einzudämmen, möchte den Bock zum Gärtner machen. Politiker die so etwas Absurdes fordern gehören abgewählt. Politiker, die die Einwanderung tatsächlich eindämmen wollen, werden selber tätig und machen sich in Sachen Einwanderung nicht erpressbar.

Am 24. Dezember 2016 um 21:42 von Hackonya2

Nun es gibt ja auch Aussagen demnach sollen auch andere von dem profitieren, diese Menschen werden dazu genutzt um für ein Appel und EI zu arbeiten. Eine Frage noch: Woher bekommen die ganzen Terroristen Weltweit Ihre Waffen überhaupt her? Welche Länder haben 2016 die meisten Waffen verkauft und wohin? Wofür werden den die Waffen an sich eingesetzt?
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Die Terroristen in Syrien und im Irak bekommen den größten Teil Ihrer Waffen aus der Türkei.
Das hat ja sogar der deutsche Geheimdienst bestätigt.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/tuerkischer-geheimdienst-soll-waff...

Die Lösung

wäre nur Sachleistungen an Asylbewerber bis zur Anerkennung. Ab dann normale Sozialleistungen. Sie werden sehen, wie schnell alle Wirtschaftsflüchtlinge verschwinden. Abschiebekosten bleiben erspart.

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