Ihre Meinung zu: Ruanda: Kirche entschuldigt sich für Rolle beim Völkermord

21. November 2016 - 8:18 Uhr

1994 ermordeten Angehörige der Hutu-Volksgruppe vor den Augen der Welt in Ruanda etwa 800.000 Menschen. Viele Opfer starben in Gotteshäusern. Jetzt hat die Katholische Kirche in Ruanda sich für ihre Rolle beim Völkermord entschuldigt.

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Kommentare

Traurig

Ein trauriges Beispiel, wie die Einmischung europäischer Staaten ein afrikanisches Land destabilisierte.
Ich bin traurig, wenn ich an Ruanda denke.

Entschuldigung?

Wow, ich begehe Volkermord und dann entschuldige ich mich und Alles Paletti? Einfach gucken wann ich wieder so was mache - ist ja egal, ich kann mich doch danach entschuldigen, kein Problem. Lass uns ein Bisschen Spaß haben...

Ich bin fassungslos... Und das ist die Kirche, die angeblich so selbstlos und voller Liebe und Menschenwürde ist usw.

@dareon09240 09.57h

Ganz so war es nicht. Den Völkermord haben große Teile der Hutu an den Tutsi verübt, nicht die Kirche.

Dennoch ist es bezeichnend, dass sich die Kirche erst nach 22 Jahren für ihre unterlassene Hilfeleistung entschuldigt. Das bringt weder den Ermordeten, noch den Angehörigen etwas. Hauptsache der Papst beendet das "Heilige Jahr" erfolgreich...

Gepflegte Tradition

@dareon09240:
tja, das selbe Spiel wie eh und jeh.

Und Sonntags wird schön von Barmherzigkeit und Frieden gepredigt, während das Blut nur so von den Fingern tropft.

Halleluja!

Einseitig oder schon polemisch?

Wahnsinn, der Artikel erweckt ja geradezu den Eindruck, der Papst persönlich hätte den Völkermord beauftragt! Richtig ist allein die Tatsache, dass eine nicht unerhebliche Zahl katholischer Geistliche am Völkermord teilgenommen haben, während aber gleichzeitig viele andere Geistliche bald mit in den Gräbern lagen, weil sie den bedrohten Menschen Zuflucht gewährten (ein Schicksal, das auch zivilen Widerständlern der Hutu drohte, allein die Tatsache, dass die Premierministern samt UN-Garde niedergemeuchelt wurde, weil sie gegen den Einsatz von Gewalt war, spricht doch Bände). Ein paar Hintergrundinfos zum Völkermord, seinen Ursachen und seiner erschreckend breiten, gesamtgesellschaftlichen Unterstützung hätten beim Blick auf die Rolle der katholischen Kirche in diesem Konflikt sicherlich für eine bessere Einordnung geführt. Aber jedem seine Filterblase.

@Löblicher

"Von einer Entschuldigung kann man sich nicht abbeissen; wie wär es denn, wenn von den 270 Milliarden Euro, auf die der Vatikan sitzt" Am 21. November 2016 um 10:54 von Löblicher

Was davon denn genau?
Soll jemand die Kunstwerke aus dem Museum im Vatikan essen? Oder vielleicht die Tiere aus dem Zoo in Rom, die der Papst geschenkt bekommen hatte? Ich meine, es sind auch Elefanten dabei.
Soll alles verkauft werden? Und dann?

Und welcher Unternehmer zahlt, wenn seine Angestellten Amok laufen oder Morde begehen?

Die Kirche missioniert jetzt nicht mit Gewalt, dass die Menschen in vielen Ländern ihre alten Sitten neben dem Christentum pflegen wird akzeptiert. Es soll helfen den Fuß in die Tür zu bekommen. Diese Sitten - Sippenhaftung und Sippenzusammenhalt - waren in diesem Fall bei Kirchenangehörigen wohl stärker, als das Gefühl zu Kirche zu gehören.

Und eins ist auch noch möglich:
Vielleicht hatten diese Menschen einfach nur Angst, denn wer nicht mitgemacht hatte, wurde auch getötet.

@Tada 13.22h

Warum lenken Sie mit Kunst aus dem Vatikan oder dem Zoo in Rom ab? Warum sprechen Sie nicht das unnütze Protz-Inventar der Kirchen an? Müssen die Kirchen weiterhin so pompös ausgestattet sein, während Menschen in Armut leben?

I.Ü. ist Ihr Vergleich einer Kirche/Religion und der Gläubigen mit einem Unternehmen und den Angestellten völlig deplaziert. Zumindest im Selbstverständnis der Kirche.

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