Kommentare

Kaolitionsvertrag

Auf Seite 105 des Koalitionsvertrages steht: "Rechtliche Regelungen, die gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften schlechter stellen, werden wir beseitigen." Das kann nur die Umwandlung der Lebenspartnerschaften in Ehen bedeuten, da dieses Ziel anderweitig nicht möglich ist umzusetzen! Also worauf noch warten, es steht doch im Koalitionsvertrag!

Haben wir seit 1791 nichts gelernt?

Basis der Gleichberechtigung ist heute weltweit der Gleichheitssatz der UN-Menschenrechtekonvention:

„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“

Sind gleichgeschlechtliche Partner nicht Menschen?

Verklagen wir doch Deutschland vor den UN - wenn das möglich ist!

das nenne ich mal konsequent

"Insofern ist zu beachten, dass der Begriff der Ehe eine lange kulturhistorische Vorgeschichte hat, in der er durchweg auf die Verbindung von Frau und Mann gemünzt und mit dieser Bedeutung vom Gesetzgeber vorgefunden worden ist. Auch nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts ist der Ehebegriff des Grundgesetzes der Verbindung von Frau und Mann vorbehalten. Darüber kann sich der Gesetzgeber nicht einfach hinwegsetzen", so Elisabeth Winkelmeier-Becker, Sprecherin der Arbeitsgruppe Recht und Verbraucherschutz der Unions Bundestagsfraktion.

Über eine "kulturhistorische Vorgeschichte" kann man sich also nicht hinwegsetzen. Über die Tatsache, dass diese historische Geschichte in Deutschland längst als genau dieses gesehen wird, aber schon?
Wo wir wären, wenn wir alles, was eine kulturhistorische Vorgeschichte hat, stets unverändert gelassen hätten, kann ja mal jeder für sich überlegen.

Ehe und die Tradition

Ehe ist vor allem ein Begriff der Christlichen Kirchen und ist der Bund von Mann und Frau vor Gott, der neben der Staatlichen Hochzeit auch nochmal durch eine Kirchliche Trauung zum Ausdruck gebracht wird.

Diese Aussage von Maas ist vorallem für Christliche Kreise ein Problem, weniger wegen des inhaltes, sondern wegen der Begrifflichkeit.

Denn Christen könnten durchaus die Adoption von Kindern durch Homosexuelle Paare als Akt der Nächstenliebe rechtfertigen und Akzeptieren die Staatliche Authorität.

Es wäre auch kein Problem wenn man die Begriffe des Standesamtes wie Lebenspartnerschaft verwendet, wo wäre das Problem diese Verheirateten Paare mit den selben Rechten auszustatten wie heterosexuelle Paare.

Herr Maas sollte sich auch bewusst sein das die Propagandistische Positionierung von Familie und konservativen Werten in den Diskurs eingebracht werden die der AfD Futter geben, welche sich an den US-Republikanern in der Argumentation(Abtreibung, Homoehe, klare Rollen) orientieren.

Wann (an)erkennen die

Wann (an)erkennen die heterosexuell orientierten Menschen endlich, dass die Ehe für Schwule und Lesben ihnen nichts, aber auch gar nichts nimmt... ganz persönlich brauche ich die Ehe nicht, weder für heteros noch für homos.

SPD hilft beim Diskriminieren mit

Die SPD tut lediglich so als würde sie für die Ehe für alle kämpfen. Es war im Wahlkampf 2013 schon ein großes Thema und die SPD hat es schon 2013 versprochen! Ich zitiere das Bundestagswahlprogramm 2013 der SPD auf Seite 50: "Die Gleichstellung von eingetragenen Lebenspartnerschaften allein mittels Gerichtsurteilen ist für uns keine politische
Option. Wir wollen die Ehe für gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften öffnen und diese damit auch im Adoptionsrecht und im Steuerrecht gleichstellen". Doch schon kurz nach der Bundestagswahl 2013 sagte Gabriel in der ARD-Sendung Berlin Direkt, dass die SPD das Verfassungsgerichtsurteil zum Adoptionsrecht abwarten wolle, also das genaue Gegenteil von dem, was im Wahlprogramm der SPD stand. Und die SPD macht auch im Bundestag beim Blockieren der Ehe für alle mit. Die SPD votierte unzählige Male im Rechtsausschuss für das Verschieben einer Abstimmung im Plenum des deutschen Bundestages über die Ehe für alle. Die SPD tut nicht das, was sie sagt

@frosthorn 16:05

die Aussage die sie Zitieren enthält zwei Komponenten.

Das eine ist die als "Kulturhistorische Vorgeschichte" bezeichnete, damit ist u.a. gemeint das die Kirchen unter Ehe was eindeutig anderes verstehen als die Staatlichen Gesetze. Das ist also eine Politisch-Ideologische Problematik.

Das ander ist dass das GG mit Vokabeln geschrieben wurde die möglichst eindeutig definiert sein mussten. Also muss man für den Umstand das ein Homosexuelles Paar einen Bund fürs Leben eingeht einen anderen Begriff finden, da Ehe schon als Bund von Heterosexuellen Paaren definiert ist.Das ist also ein Juristisch-semantischen Problem.

Beide Probleme könnte man ganz einfach lösen indem man einen schönen Namen für das findet was es ist und es dem Begriff der Ehe rechtlich gleichstellt. Bisher ist der Begriff ja Eingetragene Lebenspartnerschaft, der echt sperrig ist, wie wäre es mit Männerbund und Frauenbund oder Lebensbündnis oder so was in der Richtung.

SPD will in dieser Legislaturperiode keine Ehe für alle

Warum nicht? Weil sie das Thema genau wie im Wahlkampf 2013 als Thema für den Wahlkampf 2017 missbrauchen will, nur um dann kurz nach der Wahl wieder zu sagen "Sorry, die SPD hat euch Homosexuellen die Ehe für alle versprochen, aber leider muss sich die SPD dem Diskriminierungswunsch der Union unterwerfen."

Die SPD hat im Jahr 2013 schon "100 % Gleichstellung nur mit uns" versprochen, aber 0 % geliefert. Die bisherigen Teilgleichstellungen der eingetragenen Lebenspartnerschaften wurden praktisch ausschließlich vom Bundesverfassungsgericht per Urteil erzwungen, d. h. SPD und Union MUSSTEN das umsetzen, weil Verfassungsgerichtsurteile bindend und unanfechtbar sind. Auf der Homepage der SPD (SPD.de) -> "Standpunkte" -> "Gleichstellung in der gerechten Gesellschaft" -> "Öffnung der Ehe" brüstet sich die SPD damit, dass sie die steuerliche Gleichstellung und eine Verbesserung im Adoptionsrecht erreicht hätte. Das ist dreist gelogen. Es war das Bundesverfassungsgericht.

Warum "Ehe"

Ich verstehe nur nicht warum Homosexuelle unbedingt das Wort "Ehe" brauchen. Steuerrecht, Adoptionsrecht, Erbrecht, das laesst sich alles Stueck fuer Stueck diskutieren. Aber warum gleich benannt werden soll was nicht gleich ist, und so getan werden als sei eine homosexuelle Beziehung in jeder Hinsicht dasselbe wie eine heterosexuelle Beziehung, ist einfach unverstaendlich.

Wir schreiben das Jahr 2016!

Gebt den Schwulen und Lesben endlich die Ehe! Ohne wenn und aber! Schafft diese unsägliche Ungleichbehandlung umgehend ab. Was interessiert es mich
was die ewig gestrige Katholische Kirsche schwafelt? Sie spricht nicht in meinem Namen. Eine Schande für Deutschland- wenn man sich umschaut, dass so konservative Länder wie Irland, Spanien, Frankreich etc die Ehe für alle längst haben!
Ich bin nicht Schwul- aber mir wird ÜBERHAUPT nichts genommen, wenn Schwule und Lesben endlich heiraten dürfen..

Liste der Länder, die die Ehe für alle schon eingeführt haben

Hier mal die Liste der Länder, die Deutschland schon überholt haben, was die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Ehen betrifft:

Niederlande

Belgien

Spanien

Kanada

Südafrika

Norwegen

Schweden

Portugal

Island

Argentinien

Dänemark

Brasilien

Frankreich

Uruguay

Neuseeland

England

Schottland

Wales

Luxemburg

Mexiko

USA

Irland

Kolumbien

Finnland (2017)

Und es werden immer mehr. Deutschland ist das einizge größere Land in Nordwesteuropa, welches die Ehe für alle noch nicht geöffnet hat. Unter allen Ländern, die die Ehe für alle noch nicht geöffnet haben, ist die Zustimmung der Bevölkerung für die Ehe für alle am größten in Deutschland. Das heißt unter allen Ländern, die die Ehe für alle noch nicht geöffnet haben, widersetzen sich die deutschen Politiker am meisten dem Willen der Bevölkerung hinsichtlich rechtlicher Gleichstellung homosexueller Menschen.

@Bill Hicks, 16:40

Danke für die Antwort, der ich auch etwas abgewinnen kann. Ich wollte aber gerade zum Ausdruck bringen, dass es der Union - und den anderen gesellschaftlichen Kräfte, die hier mauern - ganz sicher nicht darum geht, missverständliche Begrifflichkeiten zu vermeiden. Die lehnen vielmehr die gleichgeschlechtliche Partnerschaft per se ab, und ginge es nach ihnen, gäbe es dafür überhaupt keinen rechtlichen Rahmen. Will heißen, Ihr Vorschlag

Beide Probleme könnte man ganz einfach lösen indem man einen schönen Namen für das findet was es ist und es dem Begriff der Ehe rechtlich gleichstellt

wird meiner Überzeugung nach zu keiner Lösung führen, schon gar nicht zu einer einfachen.

Grundgesetzschutz

Der Grundgesetzschutz der Ehe in Art. 6 GG schützt geschlossene Ehen vor Außeneinwirkungen und soll die Eheschließungsfreiheit garantieren. Eine Schutzkomponente vor heiratswilligen Menschen kann ich nicht erkennen, deswegen kann eine gebotene Gleichstellung nur durch die Eheöffnung erreicht werden und diese widerum vermag den oben genannten Schutz nicht anzugreifen. Wenn wir die Gleichheit vor dem Gesetz ernst nehmen muss zeitnah gehandelt werden.

Verfassungsrechtliche Bedenken?

Ist ja doll ...

Dann ändert eben das Grundgesetz!
Ich behaupte, das GG war zu seinem Entstehungszeitpkt vielen bestehenden Verfassungen 1 Stück weit voraus.

Hätten die Väter des GGs geahnt, wie sich unser Lebensmodell entwickeln würde, hätten sie - meiner Meinung nach - bestimmt z. B. "Reform-Verpflichtungen im festen Turnus" + "Eheschließung für alle Liebenden/Verantwortungswilligen" in den Text aufgenommen.

Sicher, es geht auch um Kinder. Doch was ist an homosexuellen Eltern anders als an heterosexuellen Eltern?
Es gibt mehr als 'genügend' Kinder, die unter Hetero-Eltern zu leiden haben!
Angst um das "erzieherische Rollenmodell"? - Dann stellt zuerst 1mal mehr männliche Erzieher in Kitas (etc.) ein ...

Die Diskussion um das Kindeswohl bei "Homo-Eltern" ist für mich nicht haltbar. Ich finde sie (wissenschaftl.) überholt.

Auch Frau Merkel unterstelle ich hier ein "gewisses Bauchgefühl", niemand kann so 1fach über seinen Sozialisations-Schatten springen - doch es ist machbar.

@15:54 von nafets fragt

Es gibt kein Menschenrecht auf eine gleichgeschlechtliche Ehe. Das hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg im Juni 2016 entschieden. Es gilt also zu differenzieren.

Argumente für die Ehe für alle entkräften Argumente dagegen

Manche behaupten ja, dass gleichgeschlechtliche Paare keine Ehe schließen dürfen sollten, weil sie keine Kinder zeugen könnten.

Dieses "Argument" wird durch das Gegenargument entkräftet, dass aber verschiedengeschlechtliche Paare, die keine Kinder zeugen können/wollen (z. B. ein 60-jähriger Mann und eine 60-jährige Frau) eine Ehe schließen dürfen. Wenn aber auch solche verschiedengeschlechtlichen Paare eine Ehe schließen dürfen, und das dürfen sie, dann gibt es keinen Grund das gleichgeschlechtlichen Paaren zu verwehren.

Manche behaupten, dass die Ehe etwas religiöses sei und gleichgeschlechtliche Paare deswegen keine Ehe schließen dürfen sollten.

Das Gegenargument ist, dass es hier gar nicht um die religiöse Ehe vor Gott/Kirche geht, sondern um die Zivilehe vor dem Staat. Beispielsweise dürfen auch Atheisten eine Zivilehe schließen. Damit läuft jede religiöse Argumentation gegen die Ehe für alle ins Leere.

Artikel 3 des Grundgesetzes verlangt die volle Gleichstellung!

@frosthorn

"Die lehnen vielmehr die gleichgeschlechtliche Partnerschaft per se ab"

Ja da gebe ich ihnen Recht diese Menschen gibt es natürlich, aber es ist keine Mehrheit, den meisten ist es egal bzw. fragen sie sich was hat das mit meinem Brutto zu tun.
Wenn man allerdings mit "Ehe für Alle" hausieren geht ruft das alle auf den Plan, also jene die aufgrund ihres Glaubens ein Problem damit haben, jene die auch anderes Sexualverhalten straffrei bekommen wollen, was dann wieder als Strohmannargument von eher Nationalkonservativen bis rechten Kreisen verwendet wird um den Untergang des Abendlandes herbeizufantasieren.

Ein Teil des Problems ist schon wie man da rangeht, ob man aus Wahlkampfgründen eine Position in Stellung bringt oder ob man es einfach gesetzlich verankert ohne tamtam und gut, die Mehrheit im Bundestag steht ja. Auch die Gesellschaft würde es mehrheitlich akzeptieren, wenn aber nun alle aus ihren Löchern kommen bekommen wir Amerikanische Verhärtung in der Diskussion.

@tirilei,

Soll ich Ihnen mal erklären, warum es für mich wichtig ist zu heiraten? Ich sehe es nicht ein das Recht nicht zu haben. Fertig. Ich möchte meine Frau genauso heiraten können, wie Sie ihren Ehepartner. Ob und warum ich das möchte/tun werde ist meine private Angelegenheit. Es diskriminiert bisher Homosexuelle aus überholten rückständigen Ansichten. Ist/war Diskriminierung gesellschaftlich sinnvoll? Nein. Ich erwarte von keinem Pfarrer/Priester, dass er/sie mich traut (Kirchliche Trauung ist ein persönliches Versprechen an den imaginären Freund ihrer Wahl.). Aber von meinem Gesetzgeber und meiner Regierung (Das zählt nämlich, was man da vor dem Standesbeamten unterschreibt.). Das ist mein Grundrecht und das rein selbstsüchtige Verlangen mit meiner Frau und unseren Kindern eine Familie zu sein, rein rechtlich gesehen. Ganz normal, wie jeder andere auch. Das ist Gleichberechtigung (Das sind keine extra Gesetzt die nur uns Vorteile verschaffen.). Fragen über Homosexualität, gerne PN.

16:13 von andererseits

Wann (an)erkennen die heterosexuell orientierten Menschen endlich, dass die Ehe für Schwule und Lesben ihnen nichts, aber auch gar nichts nimmt...
.
wann kapiert man, dass ne Verbindung zwischen Mann und Frau Ehe heißt
und der Rest Lebenspartnerschaft
das GG schützt Ehe und Familie, weil es die kleinste Einheit der Gesellschaft darstellt
eine Lebenspartnerschaft ist ein individuelle Angelegenheit,
durchaus zu akzeptieren keine Frage
aber mehr ? wo liegt darin der Vorteil für eine Gesellschaft
im Sinne von z.B. Eigentum verpflichtet mehr noch, Gemeinwohl geht vor Eigenwohl

An die Mitglieder des Bundestages: Öffnet endlich die Ehe!

Es ist Zeit, dass Deutschland endlich im 21. Jahrhundert ankommt und auch gleichgeschlechtliche Paare hierzulande heiraten dürfen. Es ist überfällig!

Bis heute dürfen gleichgeschlechtliche Paare in Deutschland nicht heiraten.

In den letzten Jahren haben SPD und Union die Eheöffnung mit ihrer Regierungsmehrheit gemeinsam blockiert.

@ Friedrich

Eine EGH-Entscheidung kann falsch sein! Ein Mensch ist ein Mensch, und jeder Mensch sollte gleich behandelt werden (UN).

Sind wir denn in der EU immer noch ein Entwicklungsland in Bezug auf die Verwirklichung einer für alle Menschen gleichberechtigten Zukunft? Oder sollen wir uns - um nicht selbst entscheiden zu müssen - unter der Macht selbstgerechter Gerichte ducken, wie es in der Geschichte der Menschheit Tradition ist?

Es ist Zeit, aufzuwachen!

Ehe für alle => Diskriminierung

Gegen Ehe für alle habe ich nichts.
Aber es muss dann auch endlich ein Ende der Steuervorteilen von "Verheirateten" geben. Andernfalls kommt es mir langsam nur noch wie eine Diskriminierung der Ledigen.
Denn schließlich zahlen die sonst die vielen Steuern und die Verheirateten bekommen alles geschenkt.

@frosthorn

Ich bitte Sie. Juristisch ist das ganze Thema seit Jahren kein Problem. Das Problem liegt an einer Gesellschaft, die nicht gebildet ist im Bereich LGBTQ+. Ich will keinen Frauenbund mit meiner Frau und meinen Kindern. Ich will rein rechtlich abgesichert sein, dass wir eine Familie sind (Ich will den gleichen Wisch, wie jeder andere auf dem Rathaus unterschreiben.). Ich möchte keinen Ersatz oder die abgespeckte Version zur Ehe, nur damit sich weiterhin Vorurteile und die Ideologie, dass Menschen, die nicht einem zurückgebliebenen Rollenbild entsprechen, Menschen zweiter Klasse sind. Bin ich ein Mensch. Ja. Bin ich Deutsch. Ja. Bin ich vor dem BGB also gleich wie jeder andere Deutsche Staatsbürger? Ja. Juckt es den Staat was ich mit meiner Frau im Bett mache? Nein. Juckt es den Staat, dass Diskriminierung weniger wird. Hoffentlich.

@ standarddeviation, 17:07h

Das Beispiel mit dem 60-jährigen Hetero-Paar finde ich gelungen.
Danke auch für den Begriff der "Zivilehe".

Eine GG-Änderung/-Ergänzung geht nicht 'mal "eben so im Vorbeigehen", doch ausgerechnet das Anliegen der Gleichstellung der Eheschließung Homosexueller wäre doch im Geist des GGs.
Es wurde für alle Bürger geschrieben. Keiner sollte ausgeschlossen werden.

Nun werden aber Bürger ausgeschlossen. Das sollte korrigiert werden.

@tirilei

"Aber warum gleich benannt werden soll was nicht gleich ist, ...ist einfach unverstaendlich."

Dann frage ich sie was außer den Sexualpraktiken die mal Privatsache sind und keinen zu interessieren haben der Unterschied, sagen wir zu einem Ehepaar das Zeugungsunfähig ist und einer Homoehe, außer der biologischen Begründung das die einen Kinder Zeugen können und die anderen nicht sehe ich da keinen Unterschied zumal es auch mit künstlicher Befruchtung oder Samenspenden da Möglichkeiten gibt.

Für Homosexuelle Paare geht es wohl eher um ganz praktische Fragen wie Verbliebenenvorsorge, Erbrecht und Steuerrecht.

Viele sind sich offensichtlich gar nicht bewusst wann viele dieser Gesetze die Familie mit möglichst vielen Kindern auf vielen Ebenen bevorteilen sollten entstanden sind und warum, dieser Geist ist in die Bundesrepublik übernommen worden, aber es ist nicht mehr Zeitgemäß. Es ist ja nicht mehr so das der erste Sohn den Hof, den zweiten der Krieg und den dritten die Kirche bekommt.

konservatives geschwätsch

es ist zum gähnen, immer die gleichen argumente dagegen! warum geht in deutschland nicht, was in mexico, irland, spanien, israel, südafrika, kanada usw schon längst möglich ist??
man kann das ganze homophobe geschwätz der konservativen nicht mehr hören!!

Klar und deutlich

Ich habe Ihren Artikel gelesen, etwas ver-
worren.
Die Bemerkung über Homosexuelle ist nicht
ausgehend erläutert. Wer Homosexuelle
nicht anerkennt und diskriminiert besitzt
nicht die erforderliche menschliche Cha-
raktereigenschaften und ist ein Außenseiter.
Hier geht es um Heirat von Homosexuellen
und wer das ablehnt ist mit Sicherheit nicht
rückständig und konservativ , weil er ethisches Gedankengut besitzt.
Liberal zu sein ist erwünscht aber hier sind
auch Grenzen vorhanden.

Schwule und Lesben sind Wähler

Herr Maas, potenzial erkannt. Toller Wahlkampf, weiter so.

So, liebe SPD,

es reicht.

Es wäre so einfach gewesen, in der Legislaturperiode 1998 - 2002 statt mit der Verabschiedung des Lebenspartnerschaftgesetzes, einem juristischen Konstrukt mit allen Pflichten als Ehepartner, aber ohne wirkliche Rechte, die Öffnung der Ehe zu beschliessen. Aber nein, die Genossen und Genossinnen gingen den Weg ohne Widerstand.

Erst nach und nach mussten zu den Pflichten die einzelnen Rechte, wie sie jedem Verheirateten zustehen, vor dem Bundesverfassungsgericht erstritten werden. Und über 15 Jahre später missbraucht ihr dieses Thema erneut, um Euren Wahlkampf aufzuhübschen. Und das, obwohl der gegenwärtige Koalitionsvertrag bereits vorsieht, dass eine Gleichstellung stattfinden soll?

Nein, liebe SPD, dies ist eines der Themen, mit dem Du Dich bis auf die Knochen blamiert hast. Einfach nur noch lächerlich.

re bill hicks

"Ehe ist vor allem ein Begriff der Christlichen Kirchen und ist der Bund von Mann und Frau vor Gott, der neben der Staatlichen Hochzeit auch nochmal durch eine Kirchliche Trauung zum Ausdruck gebracht wird."

Es ist Ihnen doch sicher bekannt, dass die rechtsgültige Ehe allein die Zivilehe ist. Ob eine kirchliche Trauung stattfindet ist rechtlich irrelevant.

@daschauher2

In der Abschaffung der Steuerlichen Begünstigung sehe ich ebenfalls einen Betrag zur Fairness, nicht nur Homosexuellen gegenüber sondern generell Lebenspartnern die weniger Verdienen als der Partner und dank Ehegattensplitting einen Vorteil als Ehe haben, bei der Rente dann aber benachteiligt sind und Alleinlebenden die dadurch ebenfalls steuerlich benachteiligt sind.

Wir haben es ja auch erreicht das "Ehekredite" und "abkindern" der Vergangenheit angehören.

Oder das "Kuppelei" oder "Prostitution" eine Straftat sei ist genauso Geschichte wie die Ansicht das man Homosexualität rechtlich für "widernatürliche Unzucht" hielt.

Das zu weiter zu ändern geht aber tatsächlich nur über eine GG-Änderung, denn die Familie steht unter dem besonderen Schutz des Staates. Also entweder man gibt diesen Rechtsgrundsatz auf oder inkludiert Homosexuelle und Alleinerziehende und Singles in den Familienbegriff, was ja aufs selbe hinausläuft.

@ 17:25 sisyphos3

"Der Rest Lebenspartnerschaft" schreiben Sie. Es gibt keinen "Rest"; und es mag BISHER so sein, dass nur die Verbindung zwischen Mann und Frau "Ehe" heißt: genau das gilt es zu ändern; auch Ihnen wird nichts genommen, glauben Sie mir...

@Spectator-1, 17:33

Sorry, sind Sie sicher, dass es mein Post war, auf den Sie antworten wollten? Warum glauben Sie, mich von der Legitimität der Forderung nach Ehe für alle überzeugen zu müssen? Ich habe mich ebenso deutlich dafür ausgesprochen wie Sie.

@ 16:45 tirilei

Hetero- und Homo-Ehe sind nicht "in jeder Hinsicht" dasselbe: einmal ist es eine Verbindung zwischen Mann und Frau, und dann eine Verbindung zwischen Mann und Mann oder Frau und Frau. Das kann man gleichSTELLEN und Ehe nennen.

@karwandler

"Es ist Ihnen doch sicher bekannt, dass die rechtsgültige Ehe allein die Zivilehe ist. Ob eine kirchliche Trauung stattfindet ist rechtlich irrelevant."

Klar ist mir das bekannt, aber für die Politische Auseinandersetzung ist es für die C-Parteien überlebenswichtig hier den Christen im Land zu signalisieren das sie den Ehe-Begriff als Kirchliche Tradition und Institution verstehen und Hochhalten auch wenn das defacto rechtlich schon von Bismarck entkoppelt wurde. Aber solange die C-Parteien auf diese Basis angewiesen sind wird man die Tradierten rechtlichen Implikationen die im Ehebegriff enthalten sind weiter verteidigen, weil sie damit ihre Existenz verteidigen, auch wenn das Rechtsstaatlich kaum noch zu verteidigen ist.

Längst überfällig.

Es ist nicht einzusehen, Mitbürgerinnen und Mitbürgern grundlegende Rechte und Freiheiten ohne jede Rationale vorzuenthalten. Und die privaten religiösen und moralischen Vorstellungen anderer Mitbürgerinnen und Mitbürger sind nicht Argument genug.
So lange es eine Ehe im deutschen Recht gibt, so lange ich standesamtlich heiraten kann, so lange Ehe nun mal KEINE rein religiöse und zeremonielle Angelegenheit ist, so lange muss sie auch diesen Menschen erlaubt sein.
Rechtlich bindend ist die kirchliche Trauung sowieso nicht, da können sich die Kirchen gerne gegen die Durchführung dieser Zeremonien verwehren. Aber auf die standesamtliche Ehe darf das keine Auswirkungen haben.
Und wer weiß, manch eine Kirchengemeinschaft mag bereits soweit sein, dass sie bereit wäre, auch für Schwule und Lesben Zeremonien durchzuführen. Aber das sei ihnen selbst überlassen.

Veraenderung zum Besseren..?

Warum denn nicht einfach den bisherigen Rechtsstatus der Ehe ganz abschaffen - und ersetzen durch rein private Partnerschaftsvertraege, wie sie Anwaelte schon heute versiert formulieren könnten..?! Wegen rechtlicher Gleichbehandlung aller Buerger muessten aber auch alle bisherigen, staatlichen (und fiskalischen) Vorteile wegfallen. Die waren ohnehin nur zwecks Nachwuchfoerdung initiiert, und koennten nun (neu) individuell mit Nachweisen beantragt werden. Das wuerde (heute auswuechsigen) Missbrauch vermeiden und das gesamte Procedere sehr viel gerechter machen - vom Kindergeld ueber sinnvolle Freibetraege bis hin zum Adoptionsrecht. Wer bisher Kinder oder Steuervorteile nur zum "Geldverdienen" missbraucht, waere dann viel leichter auszusortieren. Allerdings ... das alles wuerde unser bisheriges Gesellschaftsverstaendnis nochmals gravierend veraendern... Ob zum Besseren - wer weiss...?

Ehe oder Familie

Wenn gefragt wird, das Heterosexuelle keinen Nachteil von gleichgeschlechtlichen Ehen haben, ist die absolut korrekt. Andererseits haben Homosexuelle auch keine Vorteile wenn sie ihre Beziehung Ehe nennen.
.
Wichtig ist mir aber, das der Begriff Familie in diesem Zusammenhang nicht genannt wird. Eine Familie kann ein gleichgeschlechtliches Paar eben nicht gründen, weil ein Hauptbestandteil, gemeinsame Kinder, fehlt. Mir ist bewusst, das es auch heterosexuelle Paare gibt, die keine Kinder wünschen, aber diese bezeichnet auch niemand als Familie.

@16:13 von andererseits

Sie schreiben: "...ganz persoenlich brauche ich die Ehe nicht, weder für heteros noch für homos."
_
Okay - aber das wuerden Sie als "Hauslebauer" mit staatlichen Zuschuessen fuer Ehepaare / Familien dann vielleicht ganz anders sehen...

zu wichtig

Das Thema ist zu wichtig um es im Wahlkampf zu missbrauchen - das verhärtet nur die Fronten. Die rechtliche Gleichstellung (wie im Koalitionsvertrag niedergeschrieben auf Seite 105 vergleiche den ersten Beitrag hier) und somit die Eheöffnung muss allein deswegen noch in dieser Legislaturperiode kommen.

Falsche Prioritäten

Ich verstehe den modernen Progressivismus nicht: Es ist völlig absurd, dass um solche Formulierungen ein derartiger Wirbel gemacht wird, während de facto niemand diskriminiert wird.
Sorgt euch um die Homosexuellen in den Ländern, wo sie für ihre Sexualität schwer bestraft werden können.
Hierzulande gibt es viel dringendere Probleme!

@c4--, 18:58

Sorgt euch um die Homosexuellen in den Ländern, wo sie für ihre Sexualität schwer bestraft werden können.
Hierzulande gibt es viel dringendere Probleme!

Mit "uns sorgen" um die Homosexuellen in anderen Ländern werden wir für die nicht viel verändern. Aber hierzulande können wir etwas verändern. Gegen Mißstände hier nichts zu unternehmen, weil es anderswo noch größere gibt, hat noch nie geholfen, weder hier noch anderswo.

@ 18:31 zwicke

Genau... aber ob ich dann "Häuslebauer" als schwules, lesbisches oder hetero Ehepaar bzw. Familie bin, ist wurscht - oder?

@ c4--, 18:58h

Ich "sorge" mich nicht um Homosexuelle.
Ich begreife nur nicht, warum ihre Bedürfnisse nicht (endlich) den Bedürfnissen Heterosexueller auf Augenhöhe begegnen können/sollen/dürfen.
Hier kann ich sehr wohl eine rechtliche Diskriminierung erkennen.

Dass der Staat hier der Unterscheidung seiner Bürger - bei gleichen Bedürfnissen - beiwohnt + weitestgehend unbeeindruckt zusieht, halte ich für ein dringendes Problem.

Natürlich gibt es auch viele (!) andere, dringende Probleme!
Eine Grundanforderung an moderne Politiker ist "Multitasking".

17:25 von Sisyphos3

ganz einfach:
Gleiche Pflichten, gleiche Rechte. Wenn der Staat bzw. die Gesellschaft, die so gerne auf das Gemeinwohl verweisen, mit der größten Selbstverständlichkeit Lebenspartnerschaften wie heterosexuelle Paare zur Kasse bitten, dann darf diese auch die steuerlichen Vorteile, die die heterosexuellen Ehepaare genießen, in Anspruch nehmen.

17:55 von Leckmich

Grenzen vorhanden? Ja. Aber dass sie zwingend gegeben sein müssen, nein!
Auf was für ein Fundament basiert diese Grenzziehung? Mit Ethik hat dies auf jeden Fall nix zu tun und schon gar nichts mit Liberalität. Es sind dann wohl eher Ihre Grenzen.

Ich empfinde es

als typisch Deutsch, immer nur halbe Sachen zu machen, diese Eingetragene Partnerschaft ist doch ein Witz, nix Halbes und nix Ganzes.
Wer sich verheiraten will, soll das auch dürfen,
Kinder adoptieren auch. Wer sagt, dass eine Heterofamilie ihre Kinder immer richtig erzieht. Schwule Paare sind auch in dieser Beziehung genau wie Heteros. Also was solls.

WARUM ist Deutschland im europä. Vergleich so zögerlich ?

Manchmal hilft es ja, die Dinge im Kontext zu betrachten. Deswegen hier eine Frage:

WARUM tut sich Deutschland im europäischen Vergleich so schwer mit der Homo-Ehe?

Es gibt erzkatholische europäische Mitgliedstaaten, bei denen längst die volle Homo-Ehe Wirklichkeit ist...WAS macht also Deutschland da eigentlich anders?

Selbst den Konservativen wird die Sache schon peinlich

Man muss sich einfach nur diese billigen Ausreden anhören um das zu merken. Dabei sollte man nicht vergessen, dass diese faulen Ausreden dazu dienen die Grundrechte von unseren Mitmenschen einzuschränken.

Das Adoptionsrecht wird nicht angeglichen. Begründung: Es gibt bereits ein paar Ausnahmetatbestände unter denen eine Adoption ggf. möglich ist. Der wahre Grund ist natürlich ein Anderer. Den zu nennen wäre aber politisch inkorrekt und ließe sich mit Argumenten nicht verteidigen - daher lässt man es.

Die Ehe wird nicht für Homosexuelle geöffnet. Begründung: Die Definition von Ehe gibt das nicht her.
Das sich die Definition problemlos ändern ließe wenn die Union mitspielen würde ist wohl egal. Auch hier ist der wahre Grund wieder ein Anderer. Es geht darum die Ehe von Homosexuellen nicht als gleichwertig anzuerkennen. Vom Niveau ist das in etwa vergleichbar als würde man die Ehe irgendeiner religiösen Minderheit als minderwertig im Vergleich zur christlichen ansehen.

RE > @21:17 von andererseits

Sie schreiben : >>Genau... aber ob ich dann "Hauslebauer" als schwules, lesbisches oder hetero Ehepaar bzw. Familie bin, ist wurscht - oder?<<
_
Waere es... - wenn Sie meinem Beitrag von @18:27 = Veraenderung zum Besseren..? - folgen. Ansonsten naemlich - und so ist mein Beitrag von 18:31 gemeint - ist das heutige Lamento von Schwulen und Lesben nichts weiter als neidisches Kratzen an den Vorteilen von Hetero-Ehen.

Darstellung: