Kommentare

offene Märkte?

"Es ist nicht überzeugend, wenn man Barrieren aufbaut - und selbst davon abhängig ist, dass andere ihre Märkte offen haben"
Ich könnte dem DIHK-Präsidenten ja eventuell zustimmen, aber im Falle von China von offenen Märkten zu sprechen ist gelinde gesagt dreist.
Außerdem ist es jenseits der Debatte um offene Märkte fragwürdig alles was man an Know How hat zu Geld zu machen.
Sorry ich vergaß!
Es ist lukrativer Geld mit Geld zu machen als es sich durch reelle Leistung , Know How und Produktion von Gütern zu verdienen.

Ja ja

die bösen Chinesen. Wollen unsere Technologie. Und wir nur den chinesischen Markt.

Vernünftige Lobbyarbeit

Hier sieht man, wieso vernünftiger Lobbyismus wichtig ist. Die Werte schaffende Industrie muss ihre Interessen gegen eine Politik durchsetzen können, die sich hier nicht gut auszukennen scheint.

Naja

Nur zur Erinnerung: Wie ist das mit dem Handel seltener Erden? Bekommt die nur, wer in der Volksrepublik produziert? Und wie ist es mit dem Verkauf von Gütern? Müssen diese nicht zu einem Großteil in China selbst hergestellt werden?

Also man darf so ein Thema durchaus diskutieren, wenn man auch betrachtet, wie es andernorts gehandhabt wird. Ergebnisoffen eben, und nicht gleich wieder den bösen Deutschen markieren.

@waldler: "fragwürdig alles zu Geld zu machen was man hat"

"man" hat aber gar nicht! Hier wird so getan, als wäre die Technologie von AIXTRON oder Kuka Eigentum Deutschlands. Ist sie aber nicht, die Technologie gehört den Investoren, die sie haben entwickeln lassen, und die dafür auch ein finanzielles Risiko eingegangen sind.
Bei AIXTRON etwa sind die Kurse seit dem Hoch 2011 von 30 auf 5 € gefallen. Wer damals gekauft hat, hat also 80% seines Geldes verloren und soll den Rest jetzt nicht verkaufen dürfen? Warum wollte denn jahrelang keiner in diese plötzlich angeblich so entscheidende Technik investieren?!

Staat überschreitet Kompetenz

... um die Abwanderung von industriepolitisch und standortpolitisch bedeutenden Unternehmen im Zweifel zu unterbinden.

Warum gibt es das standortpolitisch bedeutende Unternehmen überhaupt? Weil ein kluger und innovativer Unternehmer es gegründet hat und nicht der Staat. Also hat der Staat sich auch heraus zu halten, wenn der Unternehmer sein Eigentum an chinesische Investoren verkaufen möchte.

Liberal

Ein Wirtschaftsminister sollte im Zweifelsfall immer liberal sein, denn eine staatlich gelenkte Wirtschaft kann nicht funktionieren.

Wir leben vom Export ?

Wie soll es uns dann helfen, wenn durch ausländische Einkäufe gleichzeitig unser Know-How ebenfalls exportiert wird?
In vielen Bereichen hat das schon heute dazu geführt, daß zB China nicht mehr von uns importieren muss, sondern die Waren selbst herstellt.
Und dieses Verhalten entspricht genau der veröffentlichten Strategie der chinesischen Regierung.

Im eigentlichen Sinne hat ein Joint-Venture, das die Waren für China direkt in China produziert auch nichts mehr mit Freihandel zu tun. Es ist lediglich eine kostensparende betriebswirtschaftliche Entscheidung des Unternehmens (und oft eine Forderung der chines. Regierung).
Den größeren globalen Playern, die ihre Expansion und ihr Abwandern als Freihandel kaschieren geht es dabei hauptsächlich um Gewinnmaximierung.

Nur ein Produkt oder eine Dienstleistung, die hier in D von deutschen Arbeitskräften hergestellt und deren Gewinn hier versteuert wird ist uneingeschränkt gut für uns.
Das muss politisches Ziel sein.

@Max Richter 15.18h

Sie vereinfachen und unterschlagen, dass die Chinesen auch auf unseren Markt drängen und im Gegensatz zu uns keine Technologie haben, die man "haben will". Vom teilweise protektionistisch geführten chinesischen Markt ganz zu schweigen.

Die Chinesen sind nicht

Die Chinesen sind nicht "böse" sondern clever. Zunächst wird Technology nur kopiert und aufgekauft. Unsere Wirtschaft profitiert dabei noch sehr stark vom Export. In mittlerer Zukunft werden die Chinesen gar nicht mehr auf westliches Know-How und Technik sowie Importe angewiesen sein und sich auch durch den Binnenkonsum selber versorgen. Die heute so hohen deutschen Exportgewinne aus China werden einbrechen. Schon heute ist die chinesische Technik in Bereichen besser als die westliche, ( siehe aktuell z.B. in der Hobby- Drohnentechnik DJI Mavic -Gopro Karma). Die Chinesen werden nicht nur billiger, sondern auch besser anbieten können. Schon heute kaufen wir fleißig billige Handys und Autos aus China. Wäre mir alles egal, wenn China nicht eine Diktatur wäre, die auch militärisch zunehmend expandiert und Inseln einfach besetzt. Wir schaufeln unser eigenes Grab und denken nur an die heutigen Exportgewinne und nicht an die drohende Zukunft. Ich hoffe, die Politik denkt etwas weiter.

@Frau Kepetry

"Hier sieht man, wieso vernünftiger Lobbyismus wichtig ist. Die Werte schaffende Industrie muss ihre Interessen gegen eine Politik durchsetzen können [...]"

Oder war es vielleicht nur gieriger Lobbyismus, der die Abwanderung und den Ausverkauf der früheren Jahre erst ermöglicht hat?

Wer in China produziert, der schafft hier in D keine Werte mehr. Er erhält höchstens noch ein paar Arbeitsplätze, immerhin, aber die Masse macht die Steuern.
Unsere über 80 Mio Menschen können aber nicht alle Ingenieure sein, dafür ist schon unsere Bildungssystem nicht ausgelegt.

Wenn die Fabrik in China steht, fallen auch alle anderen Jobs weg, die damit verbunden sind, zB Aufbau und Wartung von Produktionshallen und -anlagen, Zulieferer, Stapler, Logistiker, keine Brandschutzwartung, kein Elektriker tauscht Lampen aus, kein Installateur repariert das Klo, keine Putzfrau macht sauber, kein Gärtner, kein Wachdienst.
Auch das ernährt die Menschen hier in D.

@MyNung

"Hier wird so getan, als wäre die Technologie von AIXTRON oder Kuka Eigentum Deutschlands. Ist sie aber nicht, die Technologie gehört den Investoren, die sie haben entwickeln lassen, und die dafür auch ein finanzielles Risiko eingegangen sind.
Bei AIXTRON etwa sind die Kurse seit dem Hoch 2011 von 30 auf 5 € gefallen. Wer damals gekauft hat, hat also 80% seines Geldes verloren und soll den Rest jetzt nicht verkaufen dürfen?"

Ihr Beispiel macht klar, warum alle Politiker vor den Investoren katzbuckeln und warum Schiedsgerichte scheinbar gar nicht mehr aus den anstehenden Verträgen wegzukriegen sind.
Vergessen wird dabei gerne, daß Eigentum auch verpflichtet.
Ich möchte nicht, daß die Eigentümer womöglich noch gegen das Verbot des Verkaufs klagen können.
Sie haben ihren Gewinn auch mit den Humanressourcen erwirtschaftet, die hier ausgebildet wurden.
Macht dieses Investorenhopping Schule und wird verstärkt publik, stehen noch mehr Menschen gegen diese Art des "Freihandels" auf.

@ Luke 8

Schon heute ist die chinesische Technik in Bereichen besser als die westliche, ( siehe aktuell z.B. in der Hobby- Drohnentechnik DJI Mavic -Gopro Karma).

Hobby Drohnen spielen wirtschaftlich gesehen nur eine marginale Rolle und um Spitzentechnologie handelt es sich dabei auch nicht.

@Frau Kepetry, 16:01

"Also hat der Staat sich auch heraus zu halten, wenn der Unternehmer sein Eigentum an chinesische Investoren verkaufen möchte."

Man hört diese Forderung kaum, wenn es darum geht, Fördergelder vom Staat zu beantragen, Gewerbegebiete billig auszuschreiben und etwa die Kosten für den Autobahnanschluss vom Staat übernehmen zu lassen.
Aktuell fordert man gerne, daß etwa der Mindestlohn ausgesetzt werden soll (was staatliche Alimentation zur Folge hat) oder daß die staatliche universitäre Ausbildung sich an den Ansprüchen der Firmen orientieren soll.
Wieviel ihrer Forschung haben denn die genannten Firmen von Doktoranden oder Ingenieuren billig an Universitäten leisten lassen?

Es muss eine verlässliche Partnerschaft zwischen Politik und Wirtschaft geben und beide ihrer Verantwortung gerecht werden.
Dieses Ziel ist kaum zu erreichen, wenn schnell wechselnde Investoren ständig nur den maximalen Profit im Auge haben.

@ hut

Nur zur Erinnerung: Wie ist das mit dem Handel seltener Erden? Bekommt die nur, wer in der Volksrepublik produziert?

Nein, sie werden frei auf dem Weltmarkt gehandelt.

Und wie ist es mit dem Verkauf von Gütern? Müssen diese nicht zu einem Großteil in China selbst hergestellt werden?

Nein, Güter werden in allen bewohnten Regionen der Erde hergestellt.

"Eckpunktepapier des BMWi ...."

unerwünschte XXX Investoren fernhalten ... Das ist Planwirtschaft auf Deutsch, oder?
Könnten die unerwünschten Investoren nicht auch Saudis, Russen oder gar Amerikaner sein, geht das nur bei Chinesen??
Ist das Wirtschaftspolitik aus der gleichen Zeit wie CETA und TTIP? Exclusive Kreise schaffen (wo fast alles geht) und dann noch zusätzlich, die dadurch eh schon diskriminierten über Eckpunkte weiter ausboten?
Glaubt jemand, das wäre mehr als nur hinhaltender Widerstand? Taktieren statt Packtieren .. Wie wäre ein TTIP mit China? Besser nicht, dann lieber höhere Preise für chinesische Waren? Höhere Preise, könnte mancher sich z. B. bei Agrarprodukten auch vorstellen, dann könnten afrikanische Binnenmärkte sich wieder beleben, Deutsche Verbraucher höhere Qualitäten einfordern und Korea säße auf dem Trocknen .. Es hat alles Nach- und Vorteile.

@ AlterSimpel

Oder war es vielleicht nur gieriger Lobbyismus, der die Abwanderung und den Ausverkauf der früheren Jahre erst ermöglicht hat?

Nein, das sehe ich ganz rational und. Wer durch unternehmerische Initiative einen Betrieb aufgebaut hat, darf ihn selbstverständlich auch wieder frei verkaufen. Das ist ein neoliberaler Grundsatz.

unser minister

wird jetzt aber zum durchsetzungsfähigen mitstreiter der deutschen

@Frau Kepetry

Die meisten deutschen Unternehmen um die es hier geht,sind schon längst verkauft. Oft erkennbar am Zusatz AG! Und bei diesen Kürzel werden sie oft keine ''Unternehmerische Initiative'' mehr finden.

Gleiches Recht...

Chinesische Investoren sollten in Deutschland so behandelt werden wie deutsche Investoren in China behandelt werden. Rosinen picken ist nicht!

@Frau Kepetry

" hat der Staat sich auch heraus zu halten, wenn der Unternehmer sein Eigentum an chinesische Investoren verkaufen möchte."

Sie irren. Lesen Sie mal im Grundgesetz nach: "Eigentum verpflichtet".

@Frau Kepetry

" Wer durch unternehmerische Initiative einen Betrieb aufgebaut hat, darf ihn selbstverständlich auch wieder frei verkaufen. Das ist ein neoliberaler Grundsatz."

Wir leben aber nunmal nicht in einem Neoliberalen Land, sondern in einem Land, wo die soziale Marktwirtschaft angewandt wird. Daher steht in unserem Grundgesetz auch, das Eigentum verpflichtet.

Mal ganz abgesehen davon, das die meisten technischen Fortschritte aus den Universitäten stammen und dann von den Firmen abgegriffen werden. Abgesehen davon, das sich ja nur jemand einen Betrieb aufbauen kann, wenn das Umfeld (Wirtschaftswege, Justiz, Bildungssystem,...) auch entsprechend da ist. Das aber hat alles die Allgemeinheit finanziert.

Ihre eindimensionale Denkweise ist also falsch.

Warum Investoren aus China

Warum Investoren aus China sich einkaufen?
Weil sie wissen das wir die Unternehmen mit Steuergeldern retten wenn die chinesische Blase platzt.
So einfach.
Der Technologie Transfer ist da nur ein nettes Zubrot

Beidseitigem Vorteil ist anzustreben

Offene Maerkte und Investoren sind beidseitig nach gleichen Vorgaben und Moeglichkeiten erwuenscht. Falls dies nicht moeglich ist, sollte es angestrebt werden, wenn dies nicht moeglich ist, wie im Falle Australien/China so ist ein spaeterer Zeitpunkt anzustreben, wo mehr Einsicht vorhanden ist.

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