Ihre Meinung zu: Merkel zu Besuch in Afrika: Die Wurzel aller Flüchtlingsprobleme

9. Oktober 2016 - 5:15 Uhr

Mali, Niger, Äthiopien - Kanzlerin Merkel ist zu einer Reise nach Afrika aufgebrochen; ein Kontinent, den sie länger nicht mehr besucht hat. Doch Terror und Flüchtlingskrise haben das Bewusstsein für die Probleme Afrikas geschärft. Von A.Ulrich.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
1.923075
Durchschnitt: 1.9 (13 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

"Zugang zu europäischen Märkten erleichtern"

Also wenn ich das schon lesen muß wird mir ÜBEL, denn es bedeutet dass man NICHTS VERSTANDEN HAT. Selbst wenn ... man "auf Augenhöhe" wäre, was bei der Art in der die EU und Deutschland eigene Wirtschaftsinteressen durchsetzen eher unwahrscheinlich ist, ist ein globaler Handel doch erst einmal absolut sinnlos. Afrika produziert doch, abgesehen von landwirtschaftlichen Produkten, gar nichts das unbedingt über die Welt verteilt werden müsste. Genau deshalb ist "Zugang zu europäischen Märkten erleichtern" eine absolut hohle Phrase!

Leider unterlässt die Tagesschau es auch hier wiederum auf den Irrsinn der Politik Merkels hinzuweisen.

http://www.swr.de/report/ruecksichtsloses-abkommen-wie-die-eu-ihre-
wirtschaftlichen-interessen-gegenueber-afrika-durchsetzt/-/id=233454/did=14245872/nid=233454/qzsp1f/

https://www.euractiv.de/section/entwicklungspolitik/news/merkels-
afrika-beautragter-eu-freihandelsabkommen-epa-macht-entwicklungshilfe-zunichte/

absurd

Den Schleusern das Handwerk legen..

Die EU ist selbst der größte Schleuser.

30 Km vor Lybien werden Schiffbrüchige gerettet um sie dann ins hunderte Kilometer entfernte Lampedusa zu bringen, dort werden sie weiterverteilt und am Ende können viele in Europa bleiben.

Klassische Entwicklungshilfe funktioniert nicht

In den letzten 50 Jahren sind geschätzte zwei Billionen US-Dollar für Entwicklungshilfe nach Afrika geflossen. Die Lebensverhältnisse der Menschen vor Ort haben sich dadurch wenig bis gar nicht verbessert. Das Geld kommt, wenn man Ökonomen glaubt, in erster Linie korrupten einheimischen Machthabern und Eliten zugute. Interessant ist zu diesem Thema z.B. das Buch "Dead Aid" der afrikanischen Wirtschaftswissenschaftlerin Dambisa Moyo.

Insofern ist es sicher vielversprechender, wenn man versucht, den Afrikanern bei der Entwicklung ihrer Volkswirtschaften zu helfen, damit sie die Armut selbst überwinden können. Leichterer Zugang zu den Weltmärkten, Anwerbung von Investoren, klingt alles gut. Ob es in der Praxis funktioniert, ist halt höchst fraglich. Welcher Investor legt schon bereitwillig große Summen in Afrika an, wenn Krieg, politische Instabilität und Korruption dies zu einem höchst riskanten Unterfangen machen?

Viel zu spät...

...und am falschen Ende.
Was uns Merkel hier als neue Erkenntnis präsentiert, hat der vor- vorletzte BP schon festgestellt. Wann fängt sie HIER im Land an?
Geflügelte, die kein Deutscher kauft, werden nach Afrika exportiert und die dortige Geflügelwirtschaft zerstört. Wann verbietet sie den "Export" von Eletronikschrott? Wer kontrolliert den Weg unserer Altkleidersammlung bis zu den wirklich Bedürftigen? Nur einige Beispiele.
Der gleichberechtigte Handel zwischen EU und Afrika ist doch gerade in ihrer Regierungszeit beerdigt worden!

Klug ist sie schon die Frau Merkel !

Sie hat erkannt dass die Afrikanische Aktion selbstbewußter geworden ist. Leider erklärt sie nicht was sie darunter versteht. Und was die Folgen dieser Entwicklung sind und zukünftig sein werden?
Gut wäre wenn eine Dokumentation des Gebäudes gezeigt wird das mit deutschem Steuergeld für die Afrikanische Aaktion errichtet wurde. Und diese dann ergänzt würde mit einer Reportage, wer in diesem Tintenpalast dann sitzt, sein Geld dort verdient und sich profilieren kann indem er die Interessen jener Leute vertritt, die Afrika zu dem gemacht haben, was es derzeit ist - zu einem Kontinent voll Armut und blutiger Zerstrittenheit.
Nützlich wäre wohl auch eine Analyse, was mit den 130 Millionen geschieht, die von Deutschland jährlich nach Äthopien fließen und was davon dort ankommt, wo es hingehört.

beeindruckend

Ich bin kein Anhänger Angela Merkels und ihrer Partei, aber es ist beeindruckend, wie sie ihre Sicht auf die Probleme der Welt geändert hat - oder es schafft, sie jetzt präzise zu benennen. Möglicherweise ist hier ein spätes Erbe ihrer Arbeit als Bundesumweltministerin zu erleben. Ich muss sagen: Ich bin beeindruckt!

Ein erster Schritt

Es ist ja unglaublich! "Wir haben durch Kolonialismus sehr dazu beigetragen, dass manches in Afrika heute schwer möglich ist. Schauen Sie sich mal die Grenzziehungen an. Die sind nach Rohstoffvorkommen und nicht nach dem Zusammenleben von Stämmen und Völkern gemacht worden."
Wer hätte so etwas Selbstkritisches jemals vom CDU-Spitzenpersonal erwartet! Fehlt noch ein zweiter kleiner Schritt, nämlich den "Zugang zu europäischen Märkten erleichtern" nicht zwanghaft zu verbinden mit dem Zuschütten afrikanischer Märkte mit europäischen Schlachtabfällen, Altkleidern und Elektronikschrott.
Und bitte bitte keine Selfies....

Die Wurzel aller

Die Wurzel aller Flüchtlingsprobleme
„Fünf Jahre ist Angela Merkel nicht in Afrika gewesen. Und in Mali, Niger und Äthiopien - ihre Reiseziele jetzt - war die Kanzlerin noch nie. Doch spätestens mit der Flüchtlingskrise ist der Kontinent wieder voll in ihr Blickfeld gerückt. Denn das Prinzip "Fluchtursachen bekämpfen" setzt in Afrika an. Auch, weil Deutschland und Europa hier in der Vergangenheit viel versäumt haben.“

Die Wurzel aller Flüchtlingsprobleme liegt in Washington und dem voraus eilendem Gehorsam Merkels. Selbst Gauck, welchen Amtseid hat der nur geleistet, plädiert für mehr militärische Aktionen.
Die Flüchtlingsinvasion ist das gewollte Ziel von CIA und Pentagon mit zunehmender Beteiligung der NATO an US geführte Kriege. Und was je nach Tagesaktualität im Blickfeld Merkel rückt, das wird wie eine Werbung über Mainstream Presse verkündet und ist Inhaltlich von kurzer Verfallszeit.
Um Afrika kümmert sich auch verstärkt China.

Ja, man merkt, wo Frau Merkel zur Schule ging

da wurden schon vor 30 Jahren die Probleme beim Namen genannt, Kolonien in Afrika, aber auch in anderen Erdteilen, wo ja zum Teil die gleichen Probleme herrschen, aber Europa weit weg ist, uns also weniger berührt.
Und die Schaffung von Handelsabkommen, die Europa und Nordamerika bevorzugen. Und die Unterstützung von despotischen Regierungen, so lange sie uns hier den Wohlstand sichern.
Ja, die frühere Politik, durch die diese Staaten zu Rohstofflieferanten, zur verlängerten Werkbank wurden, die uns tunlichst gut ausgebildete Fachkräfte bereitstellen, wurden, zeigt ihre Früchte.
Und nun ja, das man ohne Wirtschaftsvertreter reist, läst doch Zweifel aufkommen. Oder muss sich diese erst vom Irantrip erholen?

Die Wurzel ist nicht in Afrika

Nicht die afrikanischen Staaten sind die Wurzel des Flüchtlingsproblems. Die Flüchtlingswellen werden durch die USA und ihre treuen Verbündeten ausgelöst. Sie versuchen ihre Ansichten von Demokratie zu exportieren - oft mit Waffengewalt. Dabei entsteht in für uns fremden Strukturen ein Machtvakuum. Genau dort machen sich dann Gruppen breit, die oft zu den Verlierern in deren Heimat gelten. Wir liefern denen auch noch die Waffen und schon haben wir Bürgerkriege, Unruhen, Terroristen.
Es ist also logisch, wenn Massen an Menschen aus diesen Ländern flüchten.
Andere Länder sind arm und unterentwickelt. Das wird durch die Konzerne der Globalisierung ausgenutzt und die Armut verfestigt sich. Daraus entsteht auch eine Flüchtlingswelle - diese Menschen erwarten einfach mehr Wohlstand und werden dabei vom reichen Europa angelockt.

"Grenzziehungen sind nach Rohstoffvorkommen

und nicht nach dem Zusammenleben von Stämmen und Völkern gemacht worden."
Und? Bei uns heisst das Multikulti und ist ein großartige Sache.

? ist das zu fassen?

Ja,ja Frau Merkel Sie schaffen das!

Merkel zu Besuch in Afrika:Die Wurzel aller Flüchtlingsprobleme.

Da wären zu nennen die EU-Außenhandelspolitik,die einheimische Produzenten verdrängt.Dann gibt es die IWF-Auflagen,die sogenannten Strukturanpassungsprogramme.Märkte öffnen,Zölle abbauen,sich von Waren aus Europa überschwemmen lassen und wo vorhanden das Arbeitsrecht verschlechtern.Und die Bodenschätze Koltan,Gold,Uran,durch Avena abbauen lassen.
Daran will Frau Merkel nichts ändern.

Statt dessen noch ein neuer Militäreinsatz im Niger.

Taten sehen

"Wir haben durch Kolonialismus sehr dazu beigetragen, dass manches in Afrika heute schwer möglich ist." Eine Erkenntnis, die aufhorchen lässt, die aber die Politik nicht dazu aufzufordern scheint, den Kolonialismus (der bis heute besteht, wenn auch in anderer Form) durch die richtigen, die Afrikaner (und nicht die deutsche Wirtschaft und Politik) unterstützenden Maßnahmen zu beenden. Große Worte vor der Reise also, die nur eine gute Reise wird, wenn auch die entsprechenden Taten folgen. Wir haben in Afrika einiges wiedergutzumachen.

Die beste "Wirtschaftshilfe"

Die beste "Wirtschaftshilfe" wäre es, wenn wir ...

- den Afrikanern einen vernünftigen Preis für Kaffee, Kakao und sonstige landwirtschaftliche Erzeugnisse zahlen würden ... aber das widerspricht dem deutschen GEIZ, der ja bekanntlich geil ist.

- unsere eigenen Unternehmen davon abhalten würden den afrikanischen Markt mit ihren industriell erzeugten Produkten zu überschwemmen mit denen die Afrikaner preislich nicht mithalten können und somit niemals eine eigene Produktion aufbauen werden ... aber das widerspricht dem Gesetz des Kapitalismus dass der Markt sich selber regelt und ist in den Gedanken von Frau Merkel noch niemals aufgetaucht UND dies würde auch von jeder Wirtschaftslobby bekämpft werden.

Das einzige woran Merkel denkt ist "mehr Vorteile für die deutsche Wirtschaft" ... denn da muß sie ja irgendwo als "Beraterin" unterkommen. Blöderweise ist die SPD in ihrem Denken nicht ein bisschen besser und die AfD würde die Ausbeutung Afrikas sicherlich noch verstärken wollen.

Tourismus ist zusammen gebrochen

Warum ist der Tourismus zusammengebrochen?
Bin häufiger in Afrika unterwegs. Auffällig ist, dass überall dort wo (relativ) wenig Korruption und verhältnismässig stabile Regierungen herrschen auch investiert wird: Ruanda , Botswana ..
Andernorts ist Afrika ein Jammertal . Das Thema Korruption müssen die Afrikaner aber selbst in den Griff bekommen .

Ist Merkel die richtige Gesprächspartner in Afrika?

Das Ziel, Investitionen auf dem Kontinent Afrika attraktiver zu machen, lässt sich nur erreichen, wenn in diesen Ländern private Eigentumsrechte gesichert werden, die Korruption beseitigt wird indem die Herrscher ihre Macht verlieren und den Menschen wirtschaftliche Freiheit geben wird.

Der beste Weg den Armen zu helfen ist, für maximale Freiheit bei der Erschaffung und Erhaltung von Wohlstand in einem möglichst freien Markt zu sorgen.

Leider wird auch in Europa und vor allem auch in Deutschland unter Angela Merkel, die Freiheit immer weiter eingeschränkt. Da frage ich mich, ob sie der richtige Gesprächspartner in Afrika ist.

Im übrigen kommt Merkel auch viel zu spät, denn die Chinesen haben das Geschäft mit Afrika längst übernommen und investieren dort und schulen die einheimische Bevölkerung.

Hat die EU nicht ein

Hat die EU nicht ein Handelsabkommen mit diesen Ländern abgeschlossen?

Sollte EPA nicht auf beiden Seiten einen Aufschwung bringen?

Warum hat man EPA nicht zum Vorteil des "schwächeren" Partners ausgestaltet? Das wäre eine echte Hilfe.

Die Afrikaner stöhnen unter dem EU-Diktat.

Vor Monaten, als Frau Merkel

Vor Monaten, als Frau Merkel bei der UNO zu Gast war und noch guter Hoffnung schien, diesem Gremium bald vorzustehen, hat sie bereits - wieder im Alleingang - verkündet, die Entwicklungshilfequote von Deutschland zu erhöhen. Diese Ankündigung ist damals ziemlich unbeachtet geblieben, deshalb wurde sie nicht gefragt, warum sie in ein gescheitertes System noch mehr Geld pumpen will.
Frau Merkel fühlt sich nun berufen, die Fluchtursachen am Ort ihrer Entstehung, im fernen Afrika, mit deutscher Tatkraft zu bekämpfen. Ob die Afrikaner das selbst so wollen, spielt dabei keine Rolle. Schließlich sprechen unsere wirtschaftlichen Erfolge deutlich genug für die Überlegenheit der Deutschen. Ein Selbstbewusstsein, in dem die Bundeskanzlerin zuerst ihre „Willkommenskultur“ samt Flüchtlingskrise vom Zaun gebrochen hat, um nun in einem zweiten Schritt weiter in die Welt auszugreifen.

07:48 von Erfahrungsträger/08:27 von zöpfchen

>>Die Wurzel aller Flüchtlingsprobleme<<

Ihr Kommentar zeigt die wahre Wurzel der Probleme auf!

Vielen Dank dafür!

08:27 von zöpfchen

>>Das Thema Korruption müssen die Afrikaner aber selbst in den Griff bekommen.<<

Sie haben volllkommen recht!

Ich erlaube mir, etwas anzufügen:

Der rohstoffreiche Kontinent ist auch gleichzeitig der ärmste.

Neben Korruption sind hier noch politisch gewählte Tyrannen, Vetternwirtshaft, Chaos, Stammeskriege, islamische Fanatiker, Gewalt, Überbevölkerung, Dürre und ein mangelndes Bildungssystem zu nennen. Das sind Phänomene, die die afrikanischen Staaten selbst hervorbringen (ausg. Dürre).

Die Überschrift ist sehr schön gewählt:
Merkel zu Besuch in Afrika: Die Wurzel aller Flüchtlingsprobleme.

Witzig!

Sie ist mitunter die Wurzel aller Flüchtlingsprobleme.....

@Erfahrungsträger

Da muss ich widersprechen. Die Vereinigten Staaten haben nie Kolonien besessen und ausgebeutet - sie haben mithin keine Ursachen für die vielfältigen politischen und wirtschaftlichen Probleme gesetzt. Die jetzige Flüchtlingskrise wiederum speist sich aus Staaten, die über Jahrzehnte massiv von der Sowjetunion gestützt wurden - die wiederum nur Diktaturen zu ihren Partnern machte. Assad ist ein Überbleibsel dieser unseligen Geschichte. Er ist der Grund für den Flüchtlingsstrom aus Syrien. Ähnliches ist über Lybien zu sagen. Der dortige Regimechef war später auch ein großer Freund des Kreml.

na hoffe

das sie dann auch was dagegen unternimmt um das Schlepperunwesen zu beendigen,denn solange die EU da mithilft das es den Schlepper blendend geht bei ihren Geschäften in dem man fast alle Flüchtlinge übernimmt und nach Italien bringt solange wird der Norden Afrikas nicht zur Ruhe kommen ,leider auch weil die EU Verträge macht mit diesen Staaten wo nur einer profitiert nämlich die EU.

den Scheppern das Handwerk legen ..

und selbst als solche fungieren.
Was schreckt ab, wenn Frontex und Co. in Sichtweite Afrikas die Bootsflüchtlinge aufnimmt und nach Italien "schleppt"?
Das führt nur zu noch mehr Schleppertum, weil gar keine seetüchtigen Boote mehr verwendet werden.
Ab aufs Meer, Notruf absetzen und den Rest die Nato machen lassen. Das nennt sich Teamwork.

Es ist ....

immer wieder interessant zu beobachten, mit welcher Impertinenz von manchen Usern gefordert wird z.B. "faire" Rohstoffpreise zu zahlen oder z.B. keinen Elektronikschrott nach Afrika zu verkaufen, aber gleichzeitig am lautesten protestieren, wenn Preise für Kaffe oder Kakao oder Bananen usw. nach oben gehen! Und natürlich wird insgesamt die Realität der Sippen- oder Stämme- oder Clanherrschaft mit entsprechender Korruption ignoriert! Richtig an der Kritik ist eigentlich nur die Grenzziehung mit dem Lineal durch die damaligen Kolonialstaaten! Ehrlicherweise sollte man aber auch gestehen, daß Afrika ein Flickenteppich aus nicht oder nur teilweise funktionierenden Staaten ist. Erstaunlicherweise hat das damalige deutsche Reich in Afrika keine dominierende Rolle gespielt ! Warum führt sich dann Frau Merkel so auf und verweist nicht nach London, Paris, Brüssel und Rom als die richtigen Adressen?

@ 09:59 Ernst-

Zumindest sind Sie so ehrlich, Ihren Raubtierkapitalismus nicht groß zu kaschieren, wenn Sie schreiben: "Der beste Weg den Armen zu helfen ist, für maximale Freiheit bei der Erschaffung und Erhaltung von Wohlstand in einem möglichst freien Markt zu sorgen." Das Ergebnis dieser "maximalen Freiheit" ist maximale Ausbeutung; das zeigt besonders das Beispiel Afrika. Solange wir deren Rohstoffe plündern können (nur ein Beispiel: beschäftigen Sie sich mal kritisch mit der Herstellung des iPhone und den dafür benötigen Rohstoffen...), deren Märkte zerstören und die Länder als Müllhalde und Kriegswaffenabsatzmärkte missbrauchen, haben die Menschen in Afrika nicht den Hauch einer Chance auf Freiheit. Mich wundert es nicht, dass so viele junge Afrikaner ihr Heil in der Flucht suchen. Der Besuch der Kanzlerin ist folgerichtig: Zum Bekämpfen von Fluchtursachen gehört nicht nur die Befriedung von Kriegs- und Krisengebieten, sondern vor allem die Schaffung gerechter Wirtschaftsstrukturen.

Deutschen Interessen sollen also jetzt in Afrika gewahrt werden

Nachdem Merkel in Deutschland und Europa einem Scherbenhaufen hinterlassen hat, will sie jetzt Afrika beglücken und zwar indem sie Geld verteilt. Denn vor Monaten hatte sie bereits verkündet, die Entwicklungshilfequote von Deutschland zu erhöhen. Nur wird sie so nicht die Hauptfluchtursachen nach Deutschland beseitigen, die nämlich darin bestehen, dass Deutschland den Migranten materielle Anreize in Form von Sozialleistungen bietet, die besser als anderswo sind. Die hypermoralischen Überhebung der Kanzlerin haben sich bisher allerdings nicht sehr bewährt.

Herkules-Aufgabe

Das ist eine riesige Aufgabe. Ich habe 9 Jahre in Afrika gelebt, aber wenn man ein Land kennt, heißt das nicht, dass man etwas über "Afrika" weiß. Das ist so ein vielfältiger Kontinent. Solange es aber Korruption gibt, weiß ich nicht, wie private Investitionen dort helfen sollen, ohne dass die Investoren Schmiergelder bezahlen. Das wäre schon gut, wenn es in jedem Land wenigstens so eine Art Inseln gäbe, die faire Lebensbedingungen böten. Zumindest in meinem begrenzten Erfahrungsbereich waren es die Frauen, die viel Hoffnung machen. Ich wünsche Merkel Glück und Erfolg.

Agra-Produkten sowie mit Abfällen (Elektroschrott, gelbe Säcke, Altkleider) überflutet und dadurch große Teile der afrikanischen Wirtschaft kaputt macht, solange wird es mit Afrika nicht aufwärtsgehen.

Dazu kommt, dass sich afrikanische Machthaber mit Entwicklungshilfegeldern die Taschen füllen, statt die Wirtschaft ihrer Länder aufzubauen.

@09:59 von Ernst-

Die von Ihnen (auch für Deutschland) geforderte absolute Freiheit für die Wirtschaft würde uns in die Zeiten des Manchesterkapitalismus zurück bringen.

Diese Zustände herrschen noch in vielen Gegenden der Welt, aber dies ist eher ein Grund für mehr und nicht für weniger Regulierungen für die Wirtschaft.

Wenn weltweit ähnliche Vorschriften und Steuergesetze für Unternehmen gelten, dann gibt es keinen Grund mehr in Billiglohnländern Menschen auszubeuten.

Die Verantwortung liegt bei den Afrikanern!

Die Verantwortung liegt bei den Afrikanern und sonst niemanden.

Es ist einfach nur noch kabarettistisch lustig, wenn eine Bundeskanzlerin, die in allen wesentlichen Fragen gescheitert ist - Euro, Asyl, EU ..., jetzt auch noch Afrika "retten" werden.

Das einzige, was Deutschland machen kann, ist für einen Zustrom an Entwicklungsgeldern zu sorgen, die bisher aber fast ausschließlich in Kanälen korrupter "Eliten" geflossen sind.

Wenn die Menschen vor Ort nicht endlich SELBER Verantwortung übernehmen und in Infrastruktur, Unternehmen, Produkte, Forschung, Bildung, Krankenhäuser investieren bzw. diese aufbaue. Diese Aufbauleistung ist ein Produkt einer Zivilisation und Kultur.

Das kann den Afrikanern niemand abnehmen!

08:27 zöpfchen

Sie sprechen die Korruption an: Korruption hat meist 2 Ursachen: Chancen-/Perspektivlosigkeit und unklare Strukturen mit informeller Macht. Da sind nicht nur die Afrikaner selbst gefragt...

@Laskaris

1. Afrika ist ein Kontinent der Dritten Welt, wo größtenteils das Stadium der Manufakturen noch nicht erreicht wurde.

2. Afrika lebt zu einem Großteil von Landwirtschaftlicher Produktion ... und damit kann man nicht gerade reich werden.

Nimmt man dies zusammen, dann sind solche Phrasen wie "Leichterer Zugang zu den Weltmärkten" absoluter Unsinn!

Sie müssen den Kontinent mit einem "schwachen Naturschutzbiotop" vergleichen, und um ein solches zu erhalten, muß man es ABRIEGELN und VOR EINFLUß VON AUßEN SCHÜTZEN anstatt es den globalen Investoren zum Fraß anzubieten. Nirgendwo steht geschrieben, dass Afrika zu einem "Europa 2" werden soll und KANN. Dafür ist der Kontinent viel zu groß UND viel zu sehr vom Klima beeinflusst.

Sehen Sie es wie die Almbauern in den Alpen. Die haben andere Kosten als die Flachlandbauern in Niedersachsen und brauchen deshalb Zuschüsse (=Schutz).

@meinung111

"Grenzziehungen sind nach Rohstoffvorkommen und nicht nach dem Zusammenleben von Stämmen und Völkern gemacht worden."

meinung111: "Und? Bei uns heisst das Multikulti und ist ein großartige Sache."

In der Tat ist die Formulierung im Bericht nicht ganz ohne. Man könnte ihr einen latenten Rassismus unterstellen: der Afrikaner sei einfach nicht in der Lage, friedlich mit anderen zusammenzuleben, wohingegen wir Europäer das schon "schaffen".

Fluchtursachen bekämpfen

Fluchtursachen bekämpfen ist das was wirklich wichtig ist. Das Frau Merkel keine Wirtschaftsdelegation mitgenommen hat, zeigt das sie in Gesprächen ausloten möchte und nicht gleich mit einer vorgefertigten Lösung im Schlepptau diese Länder besucht.

Ich bin neugierig auf Ihre Rückkehr und die dann von ihr geäußerten Vorschläge.

Als nicht CDU Wählerin begeistert mich diese Frau zunehmend. Weiter so!

Hilfe

Wer sich infomiert ,weiss was jetzt folgt .
Es wäre besser ,dass unsere Politiker nicht mehr Reisen dürfen.
Im Auftrag der Lobby (Neoliberalismus )wird wieder an offenen Grenzen für freie Migration und Vermögenstransfer gearbeitet.Ihre Stillen Abkommen,zb mit Italien Rezi Merkel vor kurzem,wo nicht in der Deutschen Presse kam, Abnahme von nicht wenigen registrierte Migranten aus Italien.
Der eigentliche Grund der Migration ist in Afrika die hohe Population,wo sie aber wieder nicht anspricht .
Zur Zeit verdoppelt sich die Bevölkerung in Teile von Afrika alle 20 Jahre .Keine Wirtschaft kann das ausgleichen ,folgen sind Migration und Merkel sagt ,wir schaffen das.

Warum maßt sich immer Frau Merkel an.....

....Flüchtlingspolitik für ganz Europa zu betreiben? Ich finde das gegenüber den anderen europäischen Ländern ganz schön arrogant.

allein

Deutschland allein wird die Fluchtursachen in den afrikanischen Ländern nicht eindämmen können . Der Schritt wäre mit EU-Unterstützung viel sinnvoller , obwohl er schon in die richtige Richtung weist . Auch sind die ehemaligen Kolonialmächte in die Plicht zu nehmen .
Das EPA-Abkommen ist unbedingt zu überdenken oder außer Kraft zusetzen , was ausschließlich der EU zum Vorteil gereicht und die Vertragsländer in Afrika weiter verarmen läßt . Diese Verarmung heizt die Menschen an , ihre Heimat zu verlassen .

@Ernst-

Wir müssen aufhören über Afrika das "deutsche wirtschaftliche Denkmodell" zu stülpen. Deshalb ist der Ruf nach Investoren absoluter Unsinn. Das sind in Deutschland ja auch nur Menschen die GEWINNE ERWARTEN ... und das wird in Afrika nicht machbar sein, denn die Wirtschaft ist dort zu einem Großteil noch von Handarbeit, Improvisation und kleinen Firmen geprägt. Da werden sich keine "Investoren", die üblicherweise große Dinge für großen Profit machen wollen anstatt vieler kleiner, hinbegeben.

Die korrekte Vorgehensweise wäre es Afrika zur "wirtschaftlichen Schutzzone" zu erklären, wo die lokalen Produzenten vor den wesentlich leistungsstärkeren Produzenten aus dem Ausland geschützt werden. Das kann man nur durch ZÖLLE erreichen, aber unsere Wirtschafts"experten" (inklusive der Politiker) denken ja nur in Freihandelszonen ...

Ein freier Markt ist das Gegenteil von dem was gebraucht wird ... da braucht man sich nur die Hähnchenflügel ansehen, die von der EU exportiert werden.

von Erfahrungsträger

Um Afrika kümmert sich auch verstärkt China.
#
#
Richtig, China beutet Afrika aus und hat langfristige Verträge mit korrupten Regimen. Wir sind für die Folgen dieser Ausbeutung zuständig und Pumpen viele Geld nach Afrika.
Und bisher habe ich nicht gelesen, dass China dafür verantwortlich wäre.

Zu spät, Frau Merkel!

Das Kind liegt längst im Brunnen, wie Sie natürlich auch wissen. Entwicklungshilfe hätte dreißig Jahre und viele Milliarden früher die Weichen stellen müssen. Dann wäre uns der Ansturm auf die Festung Europa, der damals schon vorhergesehen wurde, in dieser massiven Form wohl erspart geblieben. Noch heute, am 9.10.2016, ist deutsche Export-Landwirtschaft in Afrika kontraproduktiv und wird sogar subventioniert.

von andererseits

Der Besuch der Kanzlerin ist folgerichtig: Zum Bekämpfen von Fluchtursachen gehört nicht nur die Befriedung von Kriegs- und Krisengebieten, sondern vor allem die Schaffung gerechter Wirtschaftsstrukturen.
#
#
Und sie denken, da reicht es aus wenn die Kanzlerin nach Afrika fliegt?
Um die Stammes Feten und sonstigen Probleme zu lösen, wird es nicht ausreichen, wenn die ganze Welt nach Afrika fliegt.
Die Afrikaner kann man nicht so einfach aus ihrer Verantwortung entlassen. Das grösste Problem sind sie nämlich selbst und das können nur die Afrikaner lösen.

Ein

schwaches Afrika, uneinig, regiert von korrupten Politikern, ist ein Paradies für den Rohstoffhunger der reicheren Nationen. Weil das so ist, wird eine Eindämmung der Flüchtlingsströme von dort nicht abreißen.

Kolonialismus?

"..."Wir haben durch Kolonialismus sehr dazu beigetragen, dass manches in Afrika heute schwer möglich ist. Schauen Sie sich mal die Grenzziehungen an. Die sind nach Rohstoffvorkommen und nicht nach dem Zusammenleben von Stämmen und Völkern gemacht worden...."
.
Deutschland ist, was den Kolonialismus angeht mal wirklich nicht verantwortlich zu machen für die Probleme Afrikas. Die Briten und Franzosen, evtl. noch die Portugisen sollten sich da viel mehr angesprochen fühlen.

Die Überbevölkerung Afrikas ist das zentrale Problem

1950
Tansania: 7 Millionen Einwohner
2016
Tansania: 52 Millionen Einwohner

Das wäre so, als ob aus 80 Millionen Deutschen von 1950 im Jahre 2016 auf einmal fast 600 (sic!) Millionen Menschen hier leben würden.
Und der Rest vom afrikanischen Kontinent schaut ähnlich aus.
im Moment 1,1 Milliarden Afrikaner, in ca. 30 Jahren im Jahr 2048 2,2 Milliarden und noch mal ca. 30 Jahre später im Jahr 2072 werden es 3 Milliarden sein. Das sind die offiziellen Statistiken. Ich hoffe sehr, dass die afrikanischen und die europäischen Politiker gute Antworten auf diese Fakten finden werden. Aber ich bin zuversichtlich, es wird eine Lösung geben.

Afrika hat mehr Ressourcen an Menschen und

Bodenschätzen als jeder andere Kontinent.
Es liegt nicht in unserer Verantwortung, wenn die Afrikaner nicht in der Lage sind ihre Möglichkeiten zu nutzen.
Man sehe sich den Niedergang in Südafrika nach dem Ende der Apartheit an.
Die aktuelle Regierung des ANC ist durch und durch korrupt. Der Präsident lässt schon wieder Paläste für sich errichten und hat die ganze Familie mit entsprechenden Positionen versorgt-sind daran auch "wir" schuld?

Die Wurzel der afrikanischen

Die Wurzel der afrikanischen Flüchtlingsprobleme liegt darin, dass dort viel zu viele Kinder geboren werden, die die Armut verfestigen. Entwicklungshilfe sollte die Priorität 1 haben, Familienplanung zu unterstützen.

keine Unterstützung für Diktatoren!

Der Witz des Tages. Bashing gegen die selbst gezüchteten Diktatoren.
Ohne Unterstützung besonders aus Deutschland gäbe es z.B. die Enklave Eritrea gar nicht. Bis heute fließen jährlich Millionen aus dem Entwicklungshilfefond der Bundesregierung an dieses korrupte Militärregime.
Übrigens war es eine rot-grüne Bundesregierung, die damals die Autonomiebestrebungen Eritreas massiv mit Waffen und Geld unterstützt hat.
Aber natürlich musste die russlandfreundliche und sozialistische Republik Äthopien geschwächt werden.
Und nun die Frage-aus welchem Land Afrikas kommen doch gleich die meisten Flüchtlinge nach Europa?
Äthopien ist es jedenfalls nicht.

@ 10:40 Darth-Vador

Ja, so geht es in der einfach gestrickten Welt der Rechtspopulisten: Wir vergessen und verdrängen mal ganz schnell unseren eigenen sehr fragwürdigen Beitrag an der Misere Afrikas und postulieren: "Afrika muss das selber machen..." Das hat in etwas die Qualität, jemanden für mich zum Wasser schöpfen zu schicken, in den Brunnen zu stoßen und dann an die Selbstverantwortung desjenigen zu appellieren. Und das zweite höchst beliebte populistische Denkmuster: Mal eben ohne Nachweis behaupten, alle Entwicklungsgelder wären fast ausschließlich in die Taschen korrupter Eliten geflossen. Das ist nicht mal kabarettistisch lustig, das ist rechtspopulistisches Pipi-Langstrumpf-Verhalten: "... ich mache mir die Welt widewidewie Sie mir gefällt..." (sorry, Pipi Langstrumpf: diese Instrumentalisierung hast du eigentlich nicht verdient...)

@10:40 von GeMe

"Die von Ihnen (auch für Deutschland) geforderte absolute Freiheit für die Wirtschaft würde uns in die Zeiten des Manchesterkapitalismus zurück bringen."

Es war allerdings gerade der Manchesterkapitalismus der es den Menschen seinerzeit ermöglichte der Armut zu entfliehen. Das Pro-Kopf-Einkommen zwischen 1850 und 1914 um das 2,5-fache. Wobei es über den gesamten Zeitraum von 1850 bis 1912 Null Prozent Inflation gab. (Bei zwischenzeitliche Schwankungen)
Er hat dafür gesorgt, dass die Menschen dem Elend entkamen, denn: Die Armutsverhältnisse, für die der Kapitalismus verantwortlich gemacht wird, waren nicht im mindesten Neu, sondern uralte Tatsachen. Sie waren nicht erst in den Städten entstanden, sondern die ganze Masse alten, aufgehäuften Elends vom Land, hat sich in die Städte ergossen, wo die kapitalistische Produktionsweise die Möglichkeit gab, die Lage zu verbessern, was ja auch geschah.

Ein solcher Kapitalismus würde die Armut in Afrika genau so beseitigen.

Dazu das Joint Research Centre der EU

Die Forscher vom Umweltinstitut JRC haben Daten anhand europäischer Beobachtungssatelliten und Bodenproben schreckliches festgestellt. Afrika verödet Zunehmens. Schon jetzt bestehen 60% der Landmasse aus Wüsten und Trockengebieten. Mit gravierenden Folgen für die Bevölkerung. Viele 100 Mio Menschen sind dadurch von Hunger bedroht.
Gründe für die Verödung ganzer Landschaften sind Landumwidmung, Klimaauswirkungen, Bodenerosion durch Wasser und Wind, Überweidung, Entwaldung, die fortschreitende Verstädterung sowie das landwirtschaftliche Missmanagement.
Arwyn Jones vom JRC: " Das stetige Bevölkerungswachstum erhöht den Druck das Maximalste aus dem Boden zu holen. Afrika fehlt es aber an schwarzen, humusreichen und mit Würmern und Tieren durchsetzten fruchtbaren Böden. Die weißen, kalkhaltigen Erden und die vorherrschenden tiefroten, mit Eisen und Schwermetallen durchsetzten nährstoffarmen Böden in vielen afrikanischen Staaten können die Bevölkerung Afrikas nicht mehr ernähren".

7:29 entäuscht

sie sind davon beeindruckt, dass unsere Regentin nach 26 Jähriger politischer Tätigkeit im Bundestag und in den Regierung etwas erkannt hat das andere schon Jahre zuvor erkannt und angeprangert haben? wie Bescheiden sind wir doch wenn es um die Ansprüche an unsere Kanzlerin geht.

Hier machen sich

einige aber etwas vor.
Es gibt in Deutschland mehr Soziale Hilfe in Form von Geld und Wohnung und das Ganze drumherum, was ein Afrikaner je in seiner Heimat erreichen kann.
Bis auf einige Reiche die es auch dort gibt, wie auch immer Sie an Ihr Geld gekommen sind.
Also werden Sie sich in Ihr Traumland Deutschland was am meisten zahlt aufmachen.
Die Bevölkerung wächst schneller als die Industrie Arbeitsplätze schaffen könnte wenn Sie wollte. Die Ausbildung ist sehr gering das nur ganz einfache Tätigkeiten möglich sind, nur Eliten und wenige Andere können sich eine Ausbildung leisten.
Auf dem Land gibt es so gut wie keine oder nur sehr wenig, lesen und schreiben können auch nicht Alle.

Das heißt in Wahrheit das eine Bekämpfung der Flucht-Ursachen mehrere Generationen dauern würde, wenn jetzt wirklich der Willen der Welt dahinter steckte.
Das ist aber nicht so.

Also geht die Verschiebung nach Europa weiter, und dort natürlich in Länder die die höchsten Sozialen Leistungen zahlen.

Gruß

woran liegt es?

die Wurzeln des Übels
1. Bevölkerungsexplosion
2. Korruption
3. Ausbeutung durch fremde Mächte

Seit Jahrzehnten gibt es zwei

Seit Jahrzehnten gibt es zwei Grunderklärungsmuster für das auseinanderklaffen der sog. "Ersten" und "Dritten" Welt. Die einen sagen, die Entwicklungsländer sind noch nicht so weit, müssen technischen Fortschritt, wirtschaftliche Entwicklung, Bildung und Kultur sozusagen "nachholen" bzw. "nachreifen lassen" (diese Theorie ist eher eine Ideologie und ist seriös längst nicht mehr haltbar); die anderen sagen, dass Reichtum und Entwicklung der einen Hälfte genau auf Armut und aus Abhängigkeit resultierender Unterentwicklung der anderen Hälfte beruht (kein seriöser Ökonom oder Soziologe kommt an der Grunderkenntnis vorbei) - selbst CSU-Entwicklungsminister Müller hat das kapiert.

Das größte Problem ....

... wird überhaupt nicht angesprochen.
.
Die Bevölkerungsentwicklung
.
Wie sollen Probleme gelöst werden, wenn sie nicht benannt werden?
.
Auszug aus einm FAZ Artikel zu dem Thema: ( http://tinyurl.com/jtm4rfn )

".. Noch dramatischer erscheinen die Zahlen für Afrika und Arabien zusammen. Derzeit leben dort 1,3 Milliarden Menschen. Bis 2050 dürfte sich die Zahl auf 2,7 Milliarden verdoppeln, so die mittlere UN-Bevölkerungsprognose. Vor allem in den ärmsten und am schlechtesten entwickelten Ländern ist die Kinderzahl weiterhin extrem hoch, so dass sich dort die Bevölkerungszahl verdreifachen wird. Frauen in Niger bekommen im Durchschnitt 7,6 Kinder, in Somalia und in der Republik Kongo mehr als sechs, in Uganda knapp sechs, in Nigeria 5,6. Allein Nigeria könnte so bis 2050 auf 440 Millionen Menschen, bis 2100 gar auf kaum vorstellbare 900 Millionen Menschen wachsen, heißt es in der UN-Bevölkerungsprognose. ..."
.

@ 11:52 GamWalter

Danke für Ihren Beitrag; er weist auf einen Aspekt hin, der in der Diskussion viel zu kurz kommt: neben Kriegsgeschehen, Verfolgung und Wirtschaftsgründen wird die ökologische Krise unserer Erde immer stärker ein Fluchtgrund werden - Australien hat schon vor Jahren die ersten Flüchtlinge aufgrund ökologischer Notlage anerkannt.

09:59, Ernst-

>>Der beste Weg den Armen zu helfen ist, für maximale Freiheit bei der Erschaffung und Erhaltung von Wohlstand in einem möglichst freien Markt zu sorgen.<<

"The best way to help poor people is not being one"

Reverend Ike

11:42 von andererseits

Ist ihnen schon mal aufgefallen,daß alle, die nicht ihrer Meinung sind,Rechtspopulisten sind?. Kann man nicht eine sachliche,auf Fakten basierende Meinung haben? Zum Beispiel die drastische Bevölkerungszunahme in Afrika. Das kann man doch nicht unter den Tisch kehren.

@ 11:50 von Ernst-

Zitat: "Es war allerdings gerade der Manchesterkapitalismus der es den Menschen seinerzeit ermöglichte der Armut zu entfliehen."

Gewagte These.

Zitat: "Das Pro-Kopf-Einkommen zwischen 1850 und 1914 um das 2,5-fache."

Ungeeignetes Beweismittel.

Das Pro-Kopf-Einkommen ist ein statistisches Mittel, es besagt nicht, daß das Einkommen jedes Einzelnen um diesen Faktor gestiegen ist.
Gerade für den von Ihnen benannten Zeitraum ist zu verzeichnen, daß eine relativ kleine Schicht von Menschen riesige Vermögen anhäuften und der Rest der Bevölkerung, wenn überhaupt, nur eine minimale Verbesserung der Not erlebte.
Gemittelt ergibt das dann den von Ihnen angeführten Anstieg des Pro-Kopf-Einkommens.

Statistisch gesehen verfügt jeder Deutsche über ein Barvermögen von rund 25.000 € (Bar-, Tages- oder Festgeld).

Meine 25.000 müssen wohl in der anderen Hose sein.

Merke: Pro-Kopf-Vermögen ist nicht gleich Pro-Zopf-Vermögen.

Gruß, zopf.

08:09, RiedelEbb

>>Nicht die afrikanischen Staaten sind die Wurzel des Flüchtlingsproblems. Die Flüchtlingswellen werden durch die USA und ihre treuen Verbündeten ausgelöst. Sie versuchen ihre Ansichten von Demokratie zu exportieren - oft mit Waffengewalt. Dabei entsteht in für uns fremden Strukturen ein Machtvakuum. Genau dort machen sich dann Gruppen breit, die oft zu den Verlierern in deren Heimat gelten. Wir liefern denen auch noch die Waffen und schon haben wir Bürgerkriege, Unruhen, Terroristen.<<

Was die USA und ihre Verbündeten für Ansichten nach Afrika zu exportieren versuchen, das wird deutlich, wenn man sich ein wenig mit Patrice Lumumba beschäftigt. Ich empfehle den Wikipediaartikel.

Es muss übrigens heißen: Die europäischen Kolonialmächte und ihr Verbündeter, die USA.

So rum wird ein Schuh draus.

Dazu das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung

Das hohe BV-Wachstums in Afrika verursacht Entwicklungshemmnisse wie mangelnde Ernährungssicherheit, Druck auf Gesundheits- und Bildungssysteme, Überlastung der Infrastruktur oder Ressourcenknappheit und daraus resultiert ein großes Konfliktpotenzial. Bei einer Untersuchung von 103 heutigen und ehemaligen Entwicklungsländern des Berlin-Instituts konnte nachgewiesen werden, daß sich kein Land sozioökonomisch entwickelt hat, ohne daß parallel dazu die Geburtenrate zurückgegangen ist. Der Entwicklungsstand eines Landes hängt also eng mit dem BV-Wachstum zusammen.
Durch geringere Geburtenraten wachsen die Entfaltungsmöglichkeiten von Familien und Gesellschaften. Sie können dann besser und mehr in junge Menschen investieren. Davon profitiert die nächste Generation. So entsteht ein Automatismus aus sinkenden Kinderzahlen, wachsender Bildung und steigender Produktivität. -
Trotz dieser klaren Befundlage wird dieses Problem von Politikern, Regierungen und der UN-Organisation negiert.

es ist bedauerlich,

dass der wahrscheinlich wichtigste Faktor für das so genannte Flüchtlingsproblem in Afrika überhaupt nicht erwähnt wird.

Die demographische Entwicklung, genauer gesagt der "yought bulge" (siehe Gunnar Heinsohn: "Söhne und Weltmacht")
Ein im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung überproportional hoher Anteil an Kindern und jungen Menschen (problematisch daran sind dann eher die Männer, weniger die Frauen) welche keine Perspektive haben und dann meistens leider nur noch zu einem destabilisierenden Faktor werden können.

Diese Entwicklung beginnt gerade erst sich zuzuspitzen. Solange hierfür keine Lösungen gefunden werden ist kaum Besserung in Sicht, kurzfristig lässt sich an dieser Entwicklung vermutlich ohnehin nicht viel machen...

komisch

Komisch wie Probleme und Lösungen in einem Kommentar mir weniger als 1000 Zeichen so treffend beschrieben werden, die Politik aber immer behauptet keine Antworten zu finden... Oder sind die Antworten unbequem?

Dass ausgerechnet Merkel

jetzt nach Afrika reist und dort europäische Versäumnisse im Umgang mit Afrika anprangert, die sie selbst jahrelang mitverschuldet hat, ist schon dreist. Dann aber als deutsche Kanzlerin dafür die Kolonialisierung verantwortlich zu machen, zeugt von äußerst marginalen Geschichtskenntnissen. Deutschland hatte lediglich vier Kolonien und diese auch nur kurze Zeit. Damit spielte Deutschland als Kolonialmacht nie eine Rolle auf diesem Kontinent.

@11:14 von Pflasterstein

Allgemeiner Wohlstand wird geschaffen, in dem allen Menschen gleichermaßen die Freiheit gelassen wird, im Markt ihre Ziele zu verfolgen, und zwar möglichst unbehindert durch Steuern und Regulierungen. Wohlstand muss in Afrika selbst zuallererst einmal erschaffen werden. Man kann nichts transferieren, dass es nicht gibt. Und das geschieht durch Investitionen in private(!) Unternehmen. Wohlstand wird dann in Afrika am ehesten erschaffen, wenn die Menschen ohne Einschränkungen für Innovationen sorgen und ihre Ideen im Markt ausprobieren dürfen.

Afrika komplett abschotten,

Afrika komplett abschotten, wie Sie es schreiben, würde aber auch bedeuten, Entwicklungshilfe einzustellen. Das ist auch Einfluss von außen der Menschen abhängig macht. Ich vermute aber, die Bilder die dann entstehen würden könnte kein Mensch ertragen...
Dann habe ich lieber Bildung und Schulen dort, vor allem für die Mädchen, um die hohen Geburtenraten zu senken. Weniger Menschen brauchen weniger Ressourcen.

@12:12 von andererseits

Afrika ist nicht arm, weil andere reich sind!

"die anderen sagen, dass Reichtum und Entwicklung der einen Hälfte genau auf Armut und aus Abhängigkeit resultierender Unterentwicklung der anderen Hälfte beruht (kein seriöser Ökonom oder Soziologe kommt an der Grunderkenntnis vorbei)"

Gerade seriöse Ökonomen, die schon immer vor den Folgen gewarnt haben, die auf den Empfehlungen der Hauptstromökonomen gründeten, nach denen sich die Politik gerichtet hat, haben ganz andere Grunderkenntnisse, nämlich: „Niemand leidet deshalb Not in einer Marktwirtschaft, weil es einige Reiche Leute gibt.
Die Reichtümer der Reichen sind nicht die Ursache der Armut irgendwelcher Menschen.
Der Vorgang, der einige Leute reich macht, ist im Gegenteil die Folge des Vorganges, durch den die Bedürfnisbefriedigung vieler Leute verbessert wird.
Den Unternehmern, Kapitalisten und Technikern geht es nur dann gut, wenn es ihnen gelingt, die Konsumenten in der bestmöglichen Weise zufriedenzustellen.“ (Ludwig von Mises)

Leere Worte

Aus dem Bericht:
"Es wird vor allem darum gehen, neben der klassischen Entwicklungshilfe auch gute Investitionsbedingungen für private Investitionen zu schaffen", sagte Merkel. "Denn alleine mit staatlichen Unterstützungen wird man die Entwicklung eines ganzen Kontinents nicht voranbringen können. Das heißt, wir müssen Rahmenbedingungen schaffen, für bessere Möglichkeiten, dass auch Privatleute in Afrika investieren."
Ein Vorsatz, der bei Merkels Tour aber nicht mit Leben gefüllt wird: Anders als sonst üblich nimmt die Kanzlerin keine Wirtschaftsdelegation auf ihre Reise mit."

Weil die ihre Claims dort schon gewinnbringend abgesteckt und überhaupt kein Interesse daran haben, Afrikas Staaten Zugang zur Weltwirtschaft zu eröffnen. Es wird weiterhin ein geplünderter Kontinent bleiben, der seine Bewohner überwiegend zu Armut und Elend verdammt.

Was anderweitig als "Too big to fail" behandelt wird, ist hier "Too small for Investment" - so sieht's aus.

@ 12:09 wenigfahrer

Ihr Kommentar verrät möglicherweise mehr über Europäer als über die Situation in Afrika. Das "Hauptsache ich krieg was günstig ohne was dafür zu tun" ist wohl eher eine west-/mitteleuropäische Grundhaltung. Wenn Menschen - in der Tat oft junge Männer - aus Afrika fliehen, dann hat das viele Gründe: krieg, ethnische religiöse politische Verfolgung und auch die Flucht vor Dürre, Hunger und absoluter Perspektivlosigkeit; aber ihnen von vornherein zu unterstellen, "in unsere Sozialsysteme einzuwandern", trifft wohl mehr die westeuropäische Perspektive: junge Männer aus Afrika suchen Zukunftschancen - auch wenn Sie sich das nicht so vorstellen können oder mögen. Und - um's vorweg zu sagen - "schwarze Schafe" gibt es unter allen Gruppen, dazu müssen wir keinen afrikanischen Popanz aufbauen.

Kriegskosten so hoch wie Entwicklungshilfe

In 15 Jahren Entwicklungshilfe für den afrikanischen Kontinent war die Höhe der gesamten Entwicklungshilfe (ca. 280 Milliarden US-Dollar) quasi identisch mit den Kriegskosten in demselben Zeitraum innerhalb Afrikas. (Quelle: Welt online)

Die Diktatoren Afrikas sind regelmäßig hundertfache Millionäre bzw. sogar Milliardäre. Woher kommt dieses Geld?

Noch mehr Geld dort hineinzugeben wird an dem Clan-Denken nichts ändern.

Darstellung: