Kommentare

Wie denn trennen??

Was für eine Provokation. Irgendwann wird Frau Petry womöglich noch auf die Idee kommen, das Hakenkreuz, welches ja auch keine Erfindung der Nazis ist (Svastika), positiv zu besetzen... Ist ja historisch auch tatsächlich ein eher positiv genutztes Symbol. Leider gibt es solche Diskussionen bereits in den sozialen Netzwerken.

Provozieren

Das scheint der Hintergrund für die Wortwahl zu sein. Es gibt in der AfD anscheint nicht wirklich was eigenes, kein Programm und keine Lösungen. Ich bin nur froh dass die AfD in Niedersachsen nicht Mal 8 ℅ geschafft hat. Ein gutes Zeichen finde ich.

Die AfD entlarvt sich immer mehr selber

Bei solchen Beiträgen braucht die AfD sich nicht mehr wundern als rechtsextrem abgestempelt zu werden. Diese Partei entlarvt sich immer mehr selber. Außerdem haben wir in Deutschland weitaus andere Probleme als über diesen Begriff zu debattieren.

Tolle Bilder: Frauke Petry

Tolle Bilder: Frauke Petry mit dem Völkischen Beobachter!
Toller Journalismus Herr Gensing.
Bitte nicht wundern, wenn Horst Seehofer derartige "unabhängige" Anstalten zusammenlegen will, weil sie überflüssig sind

Abgründe

Oh Mann.
Da tun sich Abgründe auf.

Frei nach dem Motto: "Es war ja nicht alles schlecht, was Hitler gemacht hat..."

Mir wird übel, wenn ich das höre.

Albern

Völlig irrelevante Diskussion.

Wer auch immer das Thema auf den Tisch gebracht hat, Frau Petry oder die Journalisten, es ist wirklich von keinerlei Interesse.

Wie wäre es mal mit Artikeln zu Sachthemen. Wie funktioniert eigentlich Einwanderung in anderen Ländern. Mal ein Artikel zu der Einwanderungspraxis in Neuseeland, Singapur und Brasilien. Da könnte sich die Redaktion mal nützlich machen.

Übertrieben

Immer mehr festigt sich in mir die Erkenntnis das kein AfD-Mitglied irgendein Wort verwenden kann aus dem die Medien keine Verbindung zur Nazi-Zeit herstellen.

Eine neutrale Berichterstattung scheint unmöglich zu sein. Die Angst der Altparteien vor eine demokratisch legitimierten Partei scheint immens zu sein

Völkisch kommt vom Wort Volk

Deshalb verstehe ich nicht, wieso dieser Ausdruck aus dem Giftschrank kommen soll.
Wünsche der AfD viel Glück.

Ihr nutz hier einen

Ihr nutz hier einen Politkwissenschaftler, der gefeuert wurde und bald nicht mehr für die Universität arbeitet.

Beleg: Siehe TAZ

http://www.taz.de/!5297432/

Wortglauberei

Welche politischen Absichten Frau Petry mit solchen Äußerungen verfolgt weiß ich nicht. Richtig ist jedenfalls, dass sich die Deutschen bzw. unsere Politiker viel zu sehr mit Wortglaubereien aufhalten anstatt sich lieber um die wirklich wichtigen Probleme zu kümmern.

Natürlich ist es falsch, dass das Wort völkisch negativ behaftet ist, nur weil es in der NS-Zeit ideologisch missbraucht wurde. Dies ist, wie so oft wenn es um die NS-Zeit geht, völlig absurd. Es gibt auch viele deutsche die noch den "Volkswagen" fahren und dieser ist tatsächlich von dem NS-Regime ins Leben gerufen worden. Niemand würde auf die Idee kommen, dass sich dieser Konzern nun umbenennen müsste.

Schluss mit diesen unnützen Wortglaubereien!

Bei CSU Leitkultur und bei AFD völkisch

Auch bei den Inhalten sind mittlerweile keine
Unterschiede mehr zu erkennen.
Der sentationelle Parteien Einheitsbrei :-)
Warum koallieren die CSU & AFD denn nicht ?

Herrje...

...was hier bei der ARD so alles kunstvoll konstruiert wird.

"Der Rückgriff auf fragwürdiges Vokabular ist in der AfD kein Einzelfall. Ende vergangenen Jahres wünschte beispielsweise die AfD in Sachsen-Anhalt ein "besinnliches, friedvolles Weihnachten" - und kombinierte diesen Gruß mit dem Appell, sich Gedanken zu machen "über gemeinsame Werte, Verantwortung für die Volksgemeinschaft".

Und was daran, ist jetzt rassistisch ???

Der verzweifelte Versuch jedem Deutschen sein Nationalsbewusstsein und seinen Nationalstolz auszutreiben.

In anderen Ländern Europas absolut UNDENKBAR !!!

Rechtspopulisten

Man kann es drehen und wenden wie man es will, die AfD und besonders ihre Führung ist doch nur eine rechtspopulistische Truppe, die von der negativen Stimmung die in der Bevölkerung hochgespielt wird getragen wird.
Ich verstehe nach wie vor die vielen Bürger nicht, die solchen Leuten hinterher laufen.
Aber wenn die Politik nicht in der Lage ist den Bürger mitzunehmen, dann wendet man sich stets Populisten zu, die etwas Stunk machen, aber nichts besser gestalten wollen.

überflüssig

Nach der größtenteils polemische Äußerungen zu urteilen, ist hier keine sachliche Diskussion möglich. Entweder werden die sachbezogenen Meinungen vom einfach gestrickten Publikum nicht verstanden oder diese gar nicht zugelassen.

Das sind Sorgen

Wieder mal ein Sturm im deutschen Wasserglas, über den der Rest der Welt nur müde schmunzeln dürfte.
Sieht so die von den „guten Parteien“ immer wieder beschworene sachliche Auseinandersetzung mit der AfD und ihren Themen aus?

Und wieder fallen alle drauf rein

ein Wort von der AfD und schon ist sie wieder in aller Munde. Genau das ist die Taktik und es funktioniert. Alle kümmern sich wieder nur um Aussagen der AfD, lassen den Müll vor der eigenen Haustür erstmal wieder liegen und so wird die AfD immer populärer. Das ist genau das was erreicht werden soll. Das hier ist simpelste Psychologie, nur leider checkt das kaum jemand. Wir haben so viele Probleme in Deutschland zu bewältigen und alle Energie wird auf die AfD verschwendet. Faszinierend, so werden Leute dahin (ab)gelenkt wo sie hin sollen. Es klappt doch immer wieder!

AfD wirkt

Alle reden über die AfD, selbst die etablierten Parteien, die gestern zur Kommunalwahl in NS angetreten sind. Es gibt nur ein wirklich wichtiges Thema und ausgerechnet das wurde bei GroKo-Elefantenrunde gestern ausgeklammert. So wird das wohl noch das ganze Jahr weitergehen. Die AfD wird madig gemacht, aber so bleibt sie immer im Tagesgespräch. Danke, liebe TS!

Wörter im Giftschrank?

"Ich sperre mich dagegen, Wörter zu Unwörtern zu erklären". Gut so! Denn Sprache ist Denken, und wenn man sich immer mehr auf die verordneten Sprachregelungen einläßt, engt man auch seinen gedanklichen Horizont immer mehr ein. Betreutes Denken ist das Gegenteil von Gedankenfreiheit, wie sie seit 300 Jahren von unseren Vorfahren gefordert und erkämpft worden ist.

@civis rationales 8:38

Ich bin nicht Ihrer Meinung. Es ist erstens keine Wortklauberei und zweitens unerläßlich, sich mit solchen Äußerungen zu befassen, da wir sonst "wirklich wichtige Probleme" bekommen.

@UnabhängigerDenker

"Immer mehr festigt sich in mir die Erkenntnis das kein AfD-Mitglied irgendein Wort verwenden kann aus dem die Medien keine Verbindung zur Nazi-Zeit herstellen." - Das kann man vielleicht glauben, wenn es um Begriffe wie "Lügenpresse" geht, aber "völkisch" ist so eng mit der nationalsozialistischen Ideologie verbunden, dass keine Berichterstattung darum herumkommen kann diese Verbindung auch aufzuzeigen, wenn sie sich nicht dem Vorwurf der AfD Hofberichterstattung aussetzen will.

"Eine neutrale Berichterstattung scheint unmöglich zu sein." - Ist sie, es gibt keine neutrale Berichterstattung, solange Menschen diejenigen sind, die berichten.

"Die Angst der Altparteien vor eine demokratisch legitimierten Partei scheint immens zu sein" - Alle Parteien die in Parlamente einziehen haben eine demokratische Legitimation, die Angst, die eigentlich eher Ablehnung ist, rührt von der problematischen Einstellung der AfD zum Grundgesetz her, das u.a. ein Asylrecht und Religionsfreiheit enthält.

@Solstice

Was wäre schlimm daran, wenn man Symbole wieder positiv besetzen könnte? Ich rede jetzt nicht von "Regen in die Traufe", wie es die AfD vor hat.

Bei der Swastika wird das wohl extrem schwierig bis unmöglich. Aber was wäre so tragisch, wenn es ginge und gemacht würde und wir bei jemand, der mit Swastika durch die Stadt zieht, denken würden, das sei ein Inder, der uns Segen wünscht? Es wäre ein Verlust für die Rechten und für alle anderen ein Gewinn. Wie gesagt ich sehe bei der Swastika dafür kaum Chancen, fände aber gut, wenn das gelingen würde.

Mit bestimmten anderen Zeichen kommt man z.B. schnell in den zwielichtigen / grauen Bereich. Runen werden durchaus von Menschen religiös benutzt, ohne dass die was mit Rechten zu tun haben. Behindert man den positiven Gebrauch, indem man Auflagen macht und sich ein Gebraucher immer erklären muss, spielt man den Rechten eher das Symbol in die Hände.

BTW. Das Wort "völkisch" braucht eigentlich niemand und darf ruhig ganz verschwinden.

Erstens sind alle Politiker / Parteien populistisch.

Zweitens wenn die AFD Rechtspopulistisch ist dann müsste das zwangsläufig auch auf die anderen Parteien zutreffen wo die neuen Politiker herkommen so wie die Wähler auch.
Und drittens war es immer schon so das Etablierte ihren Einfluss gelten machen um neuen alles nur Schlechte anzudichten um diese aus dem Weg zu schaffen.
Nationalstolz finde ich nicht verkehrt, alles was übertrieben wird ist nicht so gut.
Das Erhalten der deutschen Kultur ist auch nicht verkehrt, auch hier alles was übertrieben wird ist nicht so gut.
Wenn man unbedingt grenzenlos human sein will, dann bitte vom eigenen Budges und nicht auf Kosten der Ärmsten der Bevölkerung.

Aufpassen!!!

Natürlich hat Frau Petry das bewußt gemacht und weiss was sie damit provoziert. Das ist doch genau das Spiel das die AFD macht um ihr rechtes Gedankengut, das für mich sehr nahe an der NDP steht, verbreiten zu können.

"Völkisch" muss man natürlich so definieren wie es zu definieren ist. Hier lese ich wieder kindische Ausreden wie "kommt von Volk". Man sieht das viele Mitbürger sich so in eine imaginäre blinde Wut, auf was auch immer, verrannt haben das sie anscheinend keinen klaren Gedanken fassen können. Sie geben sich der Hetze hin und sind kurz davor sich auf einen menschenverachtenden Pfad zu begeben. Wahrscheinlich auch noch lauter Christen mit "Nächstenliebe" und den im Christ sein verankerten "10 Geboten". Diese Gebote nochmal dringen durchlesen.

Petry macht das geschickt, wie auch der Rest der Führungstruppe. Im Schlimmsten Fall wurden die Aussagen falsch interpretiert oder aus dem Zusammenhang gerissen, kindisch halt.

AFD Wähler - Bitte das Wahlprogramm lesen! (Googeln ;-)

Zeierlei Maß

Erinnert ihr euch noch an die sehr groß angelegte Werbekampagne der Bundesregierung vor einigen Jahren "Denn Du bist Deutschland"? Es lief rauf und runter im Fernsehen und war überall auf Plakatwänden zu sehen.

Wer diesen Werbeslogan googelt wird auf erschreckende Dinge stoßen. Diese Parole wurde bereits im Dritten Reich genutzt!

Wir sollten aufhören, über Worte zu streiten. Es geht hier um ganz andere Probleme und der Begriff "völkisch" muss meiner Meinung nach auch nicht genutzt werden, da er schon einen Beigeschmack hat. Aber VOLK bleibt VOLK und das sind nun mal WIR. Dieser Bericht treibt meiner Meinung nach noch mehr Wähler zur AfD.

Zum Begriff: 1. Die Herkunft

Zum Begriff:
1. Die Herkunft und Bedeutung des Wortes "völkisch" wurde bereits hinreichend im Artikel angeschnitten und erklärt.
2. Für jeden, der es nicht glauben möchte sei auf die Identität unserer Gesellschaft und der Verfassung hingewiesen: Die Bundesrepublik Deutschland ist eine Staatsnation nach französischem Vorbild. Der Begriff "Volk" ist auf den Staat nicht beziehbar, weil sich die ursprünglichen Völker Europas verteilten, lange bevor es überhaupt Nationen gab (die sind eine Erfindung des 19. Jh.). Der korrekte Begriff ist der der Gesellschaft oder bestenfalls des Staatsvolkes (das ebenso wie die G. nicht biologisch hergeleitet wird). Die Gesellschaft ist flexibel und orientiert sich am Besitz des deutschen Passes. Personen können Deutsche werden, auch wenn sie es nicht immer vorher gewesen sind.

AfD-Bashing ist sinnlos

Ich weiß nicht, was der Autor mit diesem Beitrag bezweckt. Sowohl AfD-Gegner, als auch die AfD-Anhänger werden sich in ihrer Meinung wieder einmal bestätigt sehen: "AfD = böse" bzw. "Presse = böse". Leider haben beide Recht.

Statt sinnloses Bashing zu betreiben, könnte man wenigstens Versuchen, einen Beitrag zur politischen Diskussion zu liefern.

Unnötig

Niemals darf in Vergessenheit geraten, was in unserem Deutschland unter der Führung Hitlers geschehen ist.
Aber: man muss nach vorne schauen, die Probleme der heutigen Zeit benennen und sich nicht um irgendwelche Wörter streiten! Dann dürfte man viele Dinge nicht mehr sagen, wenn das Wort "völkisch" schon schlecht sein soll! Dann dürften Angler sich kein "Petri heil" mehr wünschen, dann dürfte das Ballspiel nicht mehr "Völkerball" heißen. Wo kommen wir denn da hin? Wir sollten uns durch unsere Vergangenheit unsere Gegenwart und unsere Zukunft nicht dadurch kaputt machen, dass wir uns wegen solcher Dinge streiten.

@08:31 von UnabhängigerDenker

"Immer mehr festigt sich in mir die Erkenntnis das kein AfD-Mitglied irgendein Wort verwenden kann aus dem die Medien keine Verbindung zur Nazi-Zeit herstellen."

Die Aussage von Frau Petry war eine ganz bewusste Provokation - ansonsten hätte sie ja gar nicht erwähnen müssen, dass dazu eine negative Konnotation besteht.

Wenn die AfD nun Begriffe positiv besetzen will die spätestens zur NS-Zeit ideologisch vollkommen verbrannt wurden ist die Herstellung der Verbindung nicht den Medien anzulasten. Sie hier nun in die Opferrolle stecken zu wollen ist fehl am Platz.

Im Artikel wird bestens erläutert, warum das Wort "völkisch"

niemals positiv besetzt sein kann.

Sie kann es ja in ihren Reden und Schriften verwenden, dann aber bitte mit dem langen Präfix "Nationalsozialismus-uncharakteristisch-völkisch".

Wut

wurd hiermit angezeigt, dass man das Wort "völkisch" falsch interpretiert. Jeder der Deutscher ist, hat das Recht auf Volk zugeschnitten dies zu sehen und nicht anders.

Wo ist das Problem?

Wenn "völkisch" bedeutet, daß man für das eigene Volk das beste will, und das Wohl anderer Völker und Staaten mitzubedenken, so ist dies eine respektierliche Weltanschauung. Hier in Deutschland hat sich das linke Spektrum zueigen gemacht, daß es ihr widerstrebende Politik als völkisch stigmatisiert und eine sachliche Auseinandersetzung damit unmöglich macht. Man will Recht haben ohne Diskussion. Insofern ist das Verständnis der AfD voll in Ordnung.

08:39 von Odin-HH - rassistisch

"Und was daran, ist jetzt rassistisch ???"
.
An dem Begriff "Volksgemeinschaft"? Das steht doch in dem Artikel, zu dem Sie ihren Kommentar abgeben. Aber auch ohne Kenntnis des Artikels müsste Ihnen das mit dem allgemein bekannten Wissen aus dem Geschichtsunterricht selbst klar sein.
.
Und wer diesen Begriff dann im Zusammenhang mit dem Wunsch nach einem "besinnlichen" und "friedvollen" Weihnachten verwendet, wie das die AfD in Sachsen-Anhalt gemacht hat, der ist nicht nur ein Rassisst, sondern auch ein geistiger Brandstifter.

Begriffsverwirrung

Der Begriff "völkisch" hat Eingang gefunden in die NS-Ideologie, gemeint war damit "gemeinsame biologische Abstammung" Juden sollten deshalb kein Teil der Volksgemeinschaft sein. Von daher ist der Begriff historisch belastet und hat eine rassistische Note. Die Frage ist aber ob man nicht vor dem Nationalsozialismus kapituliert wenn man ihm ein bestimmtes Wortgut überläßt was an sich eine wertneutrale Bedeutung hat oder bis dahin hatte, im Sinne völkisch = auf das Volk bezogen, aus dem Volk kommend. Und ob es nicht angemessener wäre dem Wort wieder seine eigentliche Bedeutung zurückzugeben anstelle mit dem mahnenden Zeigefinger der NS-Geschichte zu kommen. An sich ist der Begriff unbedenklich weckt aber bei manchem böse Erinnerungen. Es wäre also wichtig klarzumachen das mit dem Begriff heute eindeutig nicht Bezug auf die NS-Ideologie genommen wird auch um aktuell Missverstännissen vorzubeugen solange es noch keine durchgehende gesellschaftliche Akzeptanz dafür gibt.

Wer am rechten Rand fischen

Wer am rechten Rand fischen will, muss auch mit dem entsprechenden Vokabular ködern...

"Keine Begriffe negativ belegen"

Dass Fr. Petry so eine Forderung formuliert, ist schon etwas eigenartig, wenn man bedenkt, wie gerade sie und ihre Partei die Wörter "etabliert", "Flüchtlinge" und "Mainstream" ins Gegenteil verbogen haben. Man muss wahrlich kein Schriftsteller sein, um diese Veränderung zu bemerken. Unterm Strich manipuliert sie also wertneutrale oder sogar positiv konotierte Begriffe ("etabliert": bewährt, erprobt, funktionstüchtig) in einer Weise, dass sie ihr (und ausschließlich ihr) nutzen, während andere Begriffe, die ihr nicht ins Weltbild passen, einfach durch abstruse Behauptungen und Verleumdungen entstellt werden.

Unverständlich

Ich verstehe nicht, warum Frau Petry ohne Not eine solche Diskussion vom Zaun bricht.
Ich halte auch nichts von der so verbreiteten "political correctness", die Worte regelmäßig aus oft unerklärlichen Gründen zu "Unwörtern" erklärt. Aber das Wort "völkisch" habe ich bisher nicht vermisst.
Frau Petry legt es also offenbar bewusst auf Krawall an, da bei uns alles, was mit der NS-Zeit zu tun hat dazu angetan ist, medialen Krawall zu verursachen.
Ich halte Frau Petry für intelligent genug zu wissen, wie das läuft. Schlimm wäre es, wenn sie es schaffen würde, mit so einem Schwachsinn bei ihrer Klientel zu punkten. Das würde mein Klischee über AfD-Wähler noch weiter festigen.

Ein absolut schlimmer Artikel

Ein absolut schlimmer Artikel ... und wenn man sich den Twitter-Account von Herrn Gensing ansieht, dann findet man dort nur HÄME gegen rechts. Der Autor ist also keinesfalls objektiv ... und in seiner Welt darf es anscheinend keine "rechte Meinung" geben.

Ich finde es ausserdem ziemlich daneben, dass sich "die ARD" über ein Wort aufregt, wenn sie selber mit solchen Worten wie "Brandstifter" arbeitet. Als solchen hatte man Farage nach dem Brexit-Votum bezeichnet ... und wo brennt es nun?

Im allgemeinen muß man auch anerkennen, dass es keine "bösen Worte" gibt. Worte erhalten ihre Meinung durch die Verwendung und als Journalist SOLLTE Herr Gensing dies wissen. Anscheinend tut er dies nicht ODER er hat eine Agenda die diesem Artikel zugrunde liegt. Das DARF aber nicht sein, denn die öffentlich rechtlichen Medien haben die Aufgabe den Bürger OBJEKTIV zu INFORMIEREN [1] anstatt sie in eine bestimmte Richtung zu manövrieren.

[1] s. Rundfunkstaatsvertrag §11

In der Sache hat sie Recht

denn Wörter zu verbieten oder zu tabuisieren gehört eigentlich zum Repertoire von Diktaturen.
Ob eine solche Diskussion sehr geschickt ist, ist eine andere Frage. Der Reflex zusammenzuzucken, wenn man "völkisch" hört, ist sehr stark und ja nun durchaus gerechtfertigt, da ist die eher theoretische Diskussion über die eindeutige und dauerhafte negative Konnotation von Begriffen auch nicht besonders hilfreich.

re ladycat

"Völkisch kommt vom Wort Volk

Deshalb verstehe ich nicht, wieso dieser Ausdruck aus dem Giftschrank kommen soll."

Nationalsozialismus kommt von Nation und Sozialismus.

Vermutlich können/wollen Sie auch nicht verstehen, warum dieser Ausdruck negativ besetzt ist ...

Sommertheater

So sehr man dem Artikel nur zustimmen kann, so sehr sollte man sich doch einmal fragen, wieso überhaupt Frau Petry aus heiterem Himmel Diskussionen beginnt, die keiner gefordert hat! Steht die Frau morgens auf und sagt sich, heute greife ich mir mal irgendein negativ besetztes Wort und jage es durch die Presse?

Soll das seriöse Politik sein, die Deutschland dringend braucht? Wem hilft das? Wer durch diesen Quatsch, den Frau Petry da durchs Land jagt, etwas mehr Butter auf dem Brot haben sollte, möge sich bitte melden! Es würde mich brennend interessieren, wie man damit satt wird!

Das reinste Sommer...nein...Kindertheater!

08:31 von UnabhängigerDenker

Zitat:
"Die Angst der Altparteien vor eine demokratisch legitimierten Partei scheint immens zu sein"

Richtig - und die Medien liefern die entsprechende Unterstützung. Die früher wirklich gute "heute-Show" hat sich beispielsweise zu einer reinen Anti-AfD-Show gewandelt.

Bitte sind Sie so nett und

Bitte sind Sie so nett und erklären mir Ihren Usernamen "Odin - HH". Danke.

Da ist es ja.

Das Sommerloch.
Endlich.

Ich bin inzwischen überzeugt, dass dieses Gebashe gegen die AfD bei jedem noch so kleinen Kinkerlitzchen der Partei eher hilft als schadet. Frau Petry wird genüsslich gähnen und den Kopf schütteln wenn sie das liest.

"Frauke Petry mit Hitlergruß auf Parteitag!"
"Björn Höcke mit Hakenkreuz bei Günther Jauch!"

Wisst Ihr, DAS wären mal Schlagzeilen.
Dann könnte jeder sagen: Siehste wusste ich's doch.
Diese Rechtsextremen.

Aber das hier?
Frauke hat "völkisch" gesagt?
Wo lernt man eigentlich, welche Begriffe Nazi sind?
Warum ist "völkisch" vom "Völkischen Beobachter" nun problematisch und "Beobachter" ist es nicht?
Gibt es da ein Giftschrank-Wörterbuch oder so?
Wer entscheidet, was da rein kommt?

Inhalte kann man der AfD offensichlich nicht mehr ankreiden, seit eine Regierungspartei sie aufgegriffen hat. Dann muss man mit so einer Wortklauberei anfangen.

Eine friedvolle Woche =)

@Auf eine Frage - gezielte Provokation

08:29 von Auf eine Frage:
"Frei nach dem Motto: 'Es war ja nicht alles schlecht, was Hitler gemacht hat...'
Mir wird übel, wenn ich das höre."

Das sollte es aber nicht. Denn wer Pauschalurteile über Pauschalurteile fällt, unterscheidet sich nicht von denen, die er verurteilt.

Meiner Ansicht nach ist dieser "Tabubruch" eine kalkulierte Provokation, mit der die Stimmungslage im Volk ausgetestet werden kann. Dass die Medien dieses Zuspiel dankbar annehmen, war abzusehen und auch wenn das losgetretene "Bashing" der AfD keinen Zulauf bringen wird, so sichert es zumindest den internen Zusammenhalt.

08:33, ladycat

>>Völkisch kommt vom Wort Volk
Deshalb verstehe ich nicht, wieso dieser Ausdruck aus dem Giftschrank kommen soll.
Wünsche der AfD viel Glück.<<

Ihre ahistorische Betrachtungsweise überrascht mich immer wieder.

Der Begriff "völkisch" - kleiner historischer Exkurs

Der NS war eine der völkischen Parteien der Weimarer Republik. Es wird bis heute in der Forschung intensiv diskutiert, warum er zur Massenbewegung der 1930er-Jahre werden konnte. Die völkische Bewegung und mit ihr völkische Parteien sind jedoch älter, sie reichen in die 1880er-Jahre zurück. Charakteristisch für sie waren:
- Ablehnung von Monarchie und Demokratie; Forderung nach Errichtung einer nationalen Diktatur, die von einem aus dem Volke kommenden charismatischen Führer konstituiert werden sollte (daher auch der Begriff "völkisch")
- Rassenideologie: eine rassistische Klassifizierung der Menschen von den "Ariern" als "Übermenschen" bis hinunter zu den sog. "Untermenschen": Slawen, Afrkaner, Juden
- Damit zusammenhängend ein rassisch begründeter Antisemitismus
- Damit zusammenhängend das Konzept der Rassenhygiene: Eugenik und Zwangssterilisierungen zur Wahrung der "Volksgesundheit"
-Außenpolitisch die rassische Neuordnung Europas: Herrschaftsrecht der "Arier" über andere Völker

@08:38 von BlackEyed - Politikwissenschaftler gefeuert

"Ihr nutz hier einen Politkwissenschaftler, der gefeuert wurde und bald nicht mehr für die Universität arbeitet."
.
Was wollen Sie uns damit sagen? Wurde er gefeuert wegen schwerwiegenden Fehlverhaltens? Ist er damit als Interviewpartner unglaubwürdig? Das könnte jedenfalls der Leser Ihres Posts schlussfolgern, wenn er den von Ihnen verlinkten Artikel der TAZ nicht durchliest.
.
Ich habe das gemacht und fasse kurz zusammen: Die Göttinger Uni hat den sehr rennomierten Samuel Salzborn nicht gefeuert, sondern möchte seinen Vertrag in 2017 nicht verlängern. Gründe dafür sind nicht bekannt.
.
"Insgesamt unterschrieben mehrere Dutzend nationale und internationale Verbände und WissenschaftlerInnen den vom Fachschaftsrat initiierten offenen Brief." - der den Verbleib von Samuel Salzborn fordert.

@civis rationalis - "Volkswagen"

08:38 von civis rationalis:
"Es gibt auch viele deutsche die noch den 'Volkswagen' fahren und dieser ist tatsächlich von dem NS-Regime ins Leben gerufen worden. Niemand würde auf die Idee kommen, dass sich dieser Konzern nun umbenennen müsste."

Das ist ein sehr schöner Einwand. Danke!

Solange cdu und spd den platz

Solange cdu und spd den platz rechts der mitte kampflos aufgeben, wird es die afd geben.
Und da ist viel platz. Eben auch für frau petry.

@BlueAngel

"wurd hiermit angezeigt, dass man das Wort "völkisch" falsch interpretiert. Jeder der Deutscher ist, hat das Recht auf Volk zugeschnitten dies zu sehen und nicht anders."

Das ist schon ziemlich armselig, denn am Ende sind wir alle Menschen. Ein Volk kann von mir aus eine Gruppe sein, hat aber meines Erachtens überhaupt keine Bedeutung.
Wenn wir auf diesem Planeten überleben wollen, sollten wir mal langsam das Gedankengut des 19.Jh hinter uns lassen.
Wir sind Menschen und damit hat sich die Sache.
Kein Mensch ist besser als ein anderer und somit sind auch Völker gleich zusetzen. Im Prinzip kann man das Wort Volk streichen, weil es ein Wort auf der tiefsten Vergangenheit ist.
Ich bin Mensch, nicht mehr und nicht weniger.

Nicht neutral

Ich mag diesen Begriff auch nicht, genauso wenig wie das Foto zum Artikel. Auch wenn mir Frau Petry nicht gerade sympathisch ist, erwarte ich von den öffentlich-rechtlichen Nachrichten, dass auch solche Politiker in Wort und Bild neutral dargestellt werden. Dies gilt auch für einen Mr. Trump, genauso wie für einen pummeligen ostasiatischen Diktator.
Negativ gewähltes Bildmaterial bewirkt meines Erachtens sogar das Gegenteil: es polarisiert mehr und bestärkt AfD-Anhänger in ihrem Glauben an diese Partei.

re klausewitz

"Tolle Bilder: Frauke Petry mit dem Völkischen Beobachter!
Toller Journalismus Herr Gensing."

Ach Gottchen, man fühlt sich mal wieder von der "Lügenpresse" misshandelt!

Allerdings war es Frau Petry, die sich berufen fühlte, über Wert oder Unwert von völkisch zu sinnieren ...

@Unbequemer 10:05

"Volk" impliziert ja schon, dass es eine homogene Masse gibt. Wer genau das ist, wird dann von Leuten wie Petry et al. definiert...

Am Ende pickt sich ein Populist dann den Teil der pluralistischen, heterogenen Gesellschaft heraus, den er repräsentieren möchte und stellt ihn über den Rest.

"Bestenfalls" kommt am Ende einfach nur schrecklich ineffektive Politik heraus, meistens aber werden unerwünschte Teile der Gesellschaft politisch marginalisiert. Oder Schlimmeres.

Völkisch

Die Definition von völkisch wird nicht von unproduktiven Politikern oder Geschichtsprofessoren oder Journalisten gemacht, sondern von allen deutschsprachigen Menschen. Und nicht von irgendwelchen elitären Professoren. Genau das wäre undemokratisch.

@10:05 von Lützow

"Die Frage ist aber ob man nicht vor dem Nationalsozialismus kapituliert wenn man ihm ein bestimmtes Wortgut überläßt was an sich eine wertneutrale Bedeutung hat oder bis dahin hatte, im Sinne völkisch = auf das Volk bezogen, aus dem Volk kommend."
.
Nein, diese Frage stellt sich nicht! Haben Sie den Artikel gelesen, den sie hier kommentieren? Der Begriff völkisch hatte auch schon vor den Nazis keine positive Bedeutung.
.
Und selbst wenn das nicht der Fall gewesen wäre, wollen Sie ernsthaft vorschlagen, wir sollen einfach von den Nazis verbrannte Begriffe nachträglich entschärfen, indem wir ihnen "wieder" eine positive Bedeutung geben?

10:05, Unbequemer

>>Wenn "völkisch" bedeutet, daß man für das eigene Volk das beste will, und das Wohl anderer Völker und Staaten mitzubedenken, so ist dies eine respektierliche Weltanschauung.<<

Genau das bedeutet er aber nicht.

Seine Bedeutung ergibt sich aus dem historischen Zusammenhang, in dem dieser Begriff steht.

Sie können natürlich versuchen, ihn umzudeuten, das ändert aber nichts an den geschichtlichen Tatsachen.

Und diesen historischen Zusammenhang sollte man schon kennen.

Frau Petry kennt ihn natürlich.

Na das ist doch eben der Spruch von Petry

das man völkisch nicht mehr negativ besetzen soll und mit Nazis verbinden soll.
Ob das gelingt? Man merkt, der AFD gehen langsam die aufreger Themen aus, man muss jetzt ständig neuen Quatsch bringen, um im Gespräch zu bleiben. Das Flüchtlingsthema und Burka nützt sich langsam ab, jetzt muss was neues her. Es wäre besser wenn die Medien nicht jeden Quatsch der AFD gleich als großen Aufmacher bringen würden, denn damit machen sie für diese na nennen wir das mal "Partei" nur unnötig Werbung.

Das Hakenkreuz ist keine Erfindung der Nazis sondern gab es es schon früher, da die ganzen Freaks aber auf Esoterik standen und Mythen, haben die das Hakenkreuz ausgegraben und zu dem Symbol des Nationalsozialismus gemacht.

Der Wolf im Schafspelz

Bei der AFD scheint es ein Muster zu geben: nationalsozialistische Gedanken äussern, sich dann aber generell vom Nationalsozialismus und Rechtsextremismus distanzieren und gleichzeitig die Kritiker als Hetzer und Lügner diffamieren. Das funktioniert offensichtlich sehr gut. Bereits jeder 5te lässt sich als Unterstützer gewinnen, und genau das ist so beängstigend.

@BlackEyed

"Ihr nutz hier einen Politkwissenschaftler, der gefeuert wurde und bald nicht mehr für die Universität arbeitet."

Der Link war wirklich Gold wert.

Denn der Link belegt eindeutig, dass jene Person eben aus willkür nicht weiter beschäftigt wird.
Und ich würde mal sagen das jener Politikwissenschaftler andernorts eine Anstellung findet und zwar mit Kusshand.
Das ist ein bitterer Schlag für die Uni in Göttingen.

@derdickewisser 10:12

"Wörter zu verbieten oder zu tabuisieren gehört eigentlich zum Repertoire von Diktaturen"

Soweit ich das verstanden habe findet nichts dergleichen statt. Es hat sich lediglich als gesellschaftliche Norm etabliert, bestimmte Begriffe im Kontext historischer Konzepte zu sehen. Für ein kollektives Geschichtsempfinden unerlässlich. Die Konnotation an sich führt ja nicht zum Verbot. Tabuisiert wird es eben durch gesellschaftlichen Konsens.

Petry steht es genauso frei, einfach "Einwohner", "Bürger", "meine bevorzugte Wählergruppe" etc. zu sagen. "Volk" muss es nur sein, weil auch der rechte Rand diesen Kontext fest im Blick hat.

@haruwa,10:16

Danke fuer ihren sachlichen Beitrag. Es gibt wirklich keinen Grund ein so wiederlich besetztes (und noch dazu echt bloedes) Wort wie "voelkisch" neu zu besetzen. Frau Petry entlarvt sich damit nur selber.

Sprachverbote ...

... sind immer auch Denkverbote. Eine erwachsene Gesellschaft braucht sowas nicht.

@Havelmüller

Wie käme ich dazu ?

Muss ich jetzt auf mein großes Interesse für die "Nordische Mythologie" verzichten, muss ich mich verstecken, weil dieses Interesse etwas "nazihaftes" anhaften könnte, weil es einen Geruch haben könnte ? Gebe ich meine Gesinnung preis, weil ich ODIN als Nutzernamen verwende ?

Herrje, wie kleingeistig, sollten Sie darauf hinauswollen !
Wollen Sie uns allen nicht den, sichlich gewichtigen Hintergrund ihrer Frage mitteilen ?

Mein Klarname lautet übrigens Jörn Hillebrand, Schleswig Holstein.

10:15, NurEinFunke

>>Ich bin inzwischen überzeugt, dass dieses Gebashe gegen die AfD bei jedem noch so kleinen Kinkerlitzchen der Partei eher hilft als schadet. Frau Petry wird genüsslich gähnen und den Kopf schütteln wenn sie das liest.<<

Es handelt sich hier um eine gezielte Provokation von Frau Petry.

Deswegen wird sie nicht gähnen und den Kopf schütteln, sondern triumphierend grinsen und sich freuen, es wieder mal geschafft zu haben.

Aber irgendwann ist der Bogen überspannt.

@Karl Klammer

Wenn Seehofer und Petry so weitermachen kann dies 2017 durchaus passieren. Nicht der Zusammenschluß, aber eine Koalition zum Machterhalt wäre durchaus denkbar.

@ UnabhaengigerDenker

"Immer mehr festigt sich in mir die Erkenntnis das kein AfD-Mitglied irgendein Wort verwenden kann aus dem die Medien keine Verbindung zur Nazi-Zeit herstellen."
Bei dem Begriff "voelkisch" keine Verbindung zur NS-Zeit herzustellen ist aber auch nicht so ganz einfach. Das hat kaum was der "Angst der Altparteien" zu tun, sondern mit simpler Provokation und Anbiederung an den rechtsextremen Rand.

@ 2016 um 08:30 von WernerAlfred

Solche Berichte sind dringend notwendig damit jedem klar wird, um was für eine "Partei" es sich bei der "AfD" handelt.
Es wäre ja schrecklich, wenn sich solche Leute an die Macht schleichen könnten während unsere Medien über das Leben am Strand von Rio berichten.

@08:38 von civis rationalis - Volkswagen

"Natürlich ist es falsch, dass das Wort völkisch negativ behaftet ist, nur weil es in der NS-Zeit ideologisch missbraucht wurde. Dies ist, wie so oft wenn es um die NS-Zeit geht, völlig absurd. Es gibt auch viele deutsche die noch den "Volkswagen" fahren und dieser ist tatsächlich von dem NS-Regime ins Leben gerufen worden. Niemand würde auf die Idee kommen, dass sich dieser Konzern nun umbenennen müsste."
.
Weil also der "Volkswagen" vom NS-Regime "ins Leben gerufen wurde", ist es also kein Problem, das Nazi-Vokabular zu benutzen? Vielleicht lesen sie den Tagesschau-Artikel (den Sie kommentieren), dort ist die Bedeutung von "völkisch" sehr ausführlich beschrieben. Und dann sollten Sie nochmals über die Bedeutung von "Volkswagen" nachdenken.

Negative Besetzung

Wenn wir jeden Begriff aufgrund negativer Besetzung nicht mehr nutzen wollen, wird unser Wortschatz recht dünn werden. Es ist völlig in Ordnung, der politischen Korrektheit Grenzen zu setzen. "Völkisch" leitet sich von Volk ab. Und Deutschland besitzt ein Staatsvolk. Die Idee, Begriffe positiv zu besetzen ist ein guter Weg, auch endlich einmal die schlimme Zeit des Nationalsozialismus zu überwinden und die alte deutsche Kultursprache vom Schmutz der Vergangenheit zu säubern.

Es stört sich ja auch niemand an den Begriffen "Führer", "Führerschein", Führungsposition usw.

Identitäre und

Identitäre und Nationalstaaterei sind Geschichten von gestern. Diese verlieren in der Moderne immer weiter an Bedeutung. Wir sollten endlich die wichtigsten Schritte unternehmen um eine europäische Identität zu schaffen. Wenn dies nicht motiviert wird, durch die Medien und die Politik findet es auch keinen Anklang. Es gibt zwar diejenigen, wie ich selber, die von selbst diese europäische Identität aufbauen, allerdings ist dies in den meisten Fällen kein Selbstläufer, und es sollte aktiv daran gearbeitet werden. Die EU ist Zukunft!

@schrott97 - Übers Ziel hinausgeschossen?

10:05 von schrott97:
"Und wer diesen Begriff [Volksgemeinschaft] dann im Zusammenhang mit dem Wunsch nach einem "besinnlichen" und "friedvollen" Weihnachten verwendet, wie das die AfD in Sachsen-Anhalt gemacht hat, der ist nicht nur ein Rassisst, sondern auch ein geistiger Brandstifter."

Auf fast jedem Weihnachtsgruß sind Worte wie "besinnlich" oder "friedvoll" zu finden.
Das hat mit Rassismus genauso wenig zu tun wie mit dem Begriff "Volksgemeinschaft".
Bitte konstruieren Sie keine Zusammenhänge, wenn es keine gibt.

bitte NS-Giftschrank schnell zumachen

Das Outing der AfD schreitet fort und dies wird hoffentlich vernünftige Wähler von der AfD abschrecken. Trotzdem sollte AfD den NS-Giftschrank schnell zumachen, bevor ihre Mitglieder weitere ekelerregende Worte von dort ausgraben.

@ 10:14 von MickM

"Die früher wirklich gute "heute-Show" hat sich beispielsweise zu einer reinen Anti-AfD-Show gewandelt"

Falsch, die heute-show ist genauso gut wie früher, nur die AfD hat sich von einer reinen Anti-Euro & Anti-EU Partei zu einer rechtspopulistischen größtenteils rassistischen Partei gewandelt.

Kommentare der Foristen

Viele interessanter als die Äußerung von Frau Petry finde ich die Kommentare der AFD-Unterstützer hier im Forum. Wenn wir davon ausgehen, dass es sich hierbei um einen Querschnitt der AFD Anhänger handelt, zeigt sich doch, wie berechtigt die Annahme ist, dass der Kern der AFD eben nicht aus besorgten Konservativen besteht, die ihre politische Heimalt verloren haben, sondern um Menschen deutlich rechts der Union der 80ziger Jahre. Es erscheint mir sehr unwahrschienlich, dass z.B. ein Wolfgang Bosbach oder aber früher Alfred Dregger, F.J. Strauss, F. Zimmermann, Manfred Kanther den begriff "völkisch" ernsthaft verteidigt hätten. Echten Konservativen ist nämlich der Nationalsozialismus und seine menschenverachtende Sprache genauswo widerwärtig wie Linken.

@Weinberg

Stimmt

Petry's neueste Äußerungen

Petry's neueste Äußerungen sind ein Glied in einer längeren Kette von kleinen und großen Tabubrüchen der AfD auf den verschiedenen Ebenen: an den Grenzen auf Flüchtlinge - auch Frauen u. Kinder - schießen (Proteste: und dann ist Frau Storch "auf der PC-Maus ausgerutscht...), Boateng nicht als Nachbar, weil schwarz (Proteste: Gauland rudert zurück, dass er Boateng ja gar nicht kannte); mit NPD zusammenarbeiten (zu wenig Proteste? Meuthen rudert nicht zurück); antisemitische Äußerungen durch Landtagsabgeordneten Gedeon (Proteste: darauf Spaltung der BW-Fraktion und Machtkampf in der AfD- Spitze); Thüringer AfD will homosexuelle Menschen zählen (Proteste: Zurückgerudert; "geht nur um Forschungszahlen...") - und jetzt Petry's Versuch, Nazi-Terminologie wieder hoffähig zu machen... Der Protest gegen diese populistische rechtsextreme Gruppierung AfD darf nicht nachlassen...

Die AfD ist halt gern nationalsozial...

-das wird man jawohl noch schreiben dürfen!

@ andererseits 12:12

Danke.

@10:47 von h2016

"...endlich einmal die schlimme Zeit des Nationalsozialismus zu überwinden und die alte deutsche Kultursprache vom Schmutz der Vergangenheit zu säubern."

Klingt stark nach neo-nazistypischer Verdrängung der NS-Vergangenheit und Sehnsucht nach konsequenzenfreier Verwendung von Nazi-Vokabular...

re h2016

"Völkisch" leitet sich von Volk ab. Und Deutschland besitzt ein Staatsvolk."

Glauben Sie allen Ernstes, wer völkisch denkt schließt dabei Boateng, Özil, Khedira und Bellarabi mit ein?

ladycat, 08:33

||verstehe ich nicht, wieso dieser Ausdruck aus dem Giftschrank kommen soll.||

Es wird doch im Artikel ausgiebig erklärt.
Wenn Sie vorgeben das nicht zu verstehen, stellen Sie sich selbst in die ganz rechte Ecke.

@10:53 von Nachfragerin – Widerspruch

„Auf fast jedem Weihnachtsgruß sind Worte wie "besinnlich" oder "friedvoll" zu finden.
Das hat mit Rassismus genauso wenig zu tun….“
.
Das ist richtig, habe ich aber auch nicht behauptet.
.
„… wie mit dem Begriff "Volksgemeinschaft".
.
Dieser Begriff hingegen hat sehr wohl etwas mit Rassismus zu tun. Spätestens seit seiner inflationären Verwendung durch die Nazis.
.
„Bitte konstruieren Sie keine Zusammenhänge, wenn es keine gibt.“
.
Das habe ich auch nicht. Im Gegenteil: Ich wollte auf den offensichtlichen Widerspruch hinweisen zwischen einem eigentlich friedlichen und völkerverbindenden Fest und der rassistischen Aufforderung der AFD, sich an Weihnachten Gedanken zu machen "über gemeinsame Werte, Verantwortung für die Volksgemeinschaft"

Sprache ist keine Politik, sondern Ausdruck des Denkens

Das Wort "Volk" ist kein Produkt der NS-Zeit. Bis heute ergehen Gerichtsurteile "Im Namen des Volkes". Und am Gebäude des Bundestages, dem "Reichstag" steht die Inschrift "Dem Deutschen Volke". Die Bundeswehr schwört die "Freiheit des deutschen Volkes zu verteidigen..."
Nicht zu vergessen sind die mutigen Demonstranten vor 25 Jahren, die in Dresden skandierten "Wir sind das Volk".
Der Begriff völkisch ist eine Ableitung des Begriffes Volk aus dem 19. Jh. (Wiki).
Mit dem Begriff "völkisch" eine politische Diskussion loszutreten, interpretiere ich als Angst des polit. Establishments vor einer konservativen Partei, der AfD. Offenbar ist es eine zentrale politische Aussage der AfD, alte Begriffe mit altem Denken zu verbinden.
Wünschenswert ist eine Entkrampfung im Umgang mit deutscher Geschichte und Sprache.
Vor allem aber sollten Parteien die Zukunft Deutschlands, wenn man so will, des Deutschen Volkes gestalten.

@NurEinFunke - 10:15

Ihre Fragen:
"Frauke hat "völkisch" gesagt?
Wo lernt man eigentlich, welche Begriffe Nazi sind?"

Im Geschichtsunterricht.

"Warum ist "völkisch" vom "Völkischen Beobachter" nun problematisch und "Beobachter" ist es nicht?

Weil "Beobachter" ohne einen bezeichnenden Zusatz erstmal neutral ist.

"Gibt es da ein Giftschrank-Wörterbuch oder so?"

Ja, damit Leute bei Begriffen wie "Reichskristallnacht" nicht meinen, es handelte sich da um eine Party mit Kristallgläsern.

"Wer entscheidet, was da rein kommt?"

All diejenigen, die auf unsere Verfassung vereidigt sind oder sie umgesetzt sehen wollen.

Kleine Erinnerung

Übrigens: Es gab in Deutschland (1981) mal eine Briefmarkenserie zu den "Grundgedanken der Demokratie". Die drei Motive waren Rechtsstaat, Gewaltenteilung und VOLKSsouveränität.
Scheint sich damals niemand am Begriff "Volk" gestört zu haben - im Gegenteil: DAMALS gehörten die Begriffe "Demokratie" und "Volk" offensichtlich zusammen.

Wie kocht mann einen lebenden Frosch

Anscheinend möchte die AfD die Bürger dieses Landes einlullen, denn:

Wirft man eine Frosch in kochendes Wasser, dann springt er sofort raus.

Wirft man ihn aber in kaltes Wasser und erhitzt es ganz langsam, dann bleibt er im Wasser und lässt sich weich kochen.

Manche Bürger dieses Landes merken nicht das ihr Gehirn ganz langsam weich gekocht wird. Dies begann schon mit "Ich bin kein Rechter, aber..."

Wacht auf und geht diesen Rattenfängern nicht auf den Leim.

civis rationalis, 08:38

||Natürlich ist es falsch, dass das Wort völkisch negativ behaftet ist, nur weil es in der NS-Zeit ideologisch missbraucht wurde.||

Das stimmt so nicht, denn der Begriff war auch vorher bereits rassistisch und antisemitisch besetzt.

Übrigens, das Wort "Wortglauberei" gibt es in der deutschen Sprache nicht.

Völkisch

Dies ist ein Wort aus der Nazizeit. Da sind auch schlimme Taten, auch mit diesem Wort begangen.
Aber es ist auch ein Deutsches Wort.
In anderen Ländern wo Deutsch gesprochen wird, wird dieses auch verwendet. Letztens habe ich es auch in Österreich gehört.

Wieso tun wir uns so schwer damit, mit unseren vergangenen Fehlern umzugehen?

@Ra-Jo

"Sieht so die von den „guten Parteien“ immer wieder beschworene sachliche Auseinandersetzung mit der AfD und ihren Themen aus?"

AfD hat nicht so blendende Themen und deswegen muss man mit solchen Provokationen von dem eigenen Programm ablenken, sonst würde AfD nicht so handeln...

Am sonntag....

ist mal wieder Wahltag. Alles wie immer.

Gruß
Geritt

12:27 von Wanderfalke

Zitat:
"Gibt es da ein Giftschrank-Wörterbuch oder so?"
Ja, damit Leute bei Begriffen wie "Reichskristallnacht" nicht meinen, es handelte sich da um eine Party mit Kristallgläsern.
"Wer entscheidet, was da rein kommt?"
All diejenigen, die auf unsere Verfassung vereidigt sind oder sie umgesetzt sehen wollen."

Wer auf unsere Verfassung vereidigt ist, sollte wissen, dass der Begriff der VOLKSssouveränität eine tragende Säule unserer Demokratie ist.

12:26, Roger

>>Mit dem Begriff "völkisch" eine politische Diskussion loszutreten, interpretiere ich als Angst des polit. Establishments vor einer konservativen Partei, der AfD.<<

Die AfD ist keine konservative Partei. Sie so zu nennen ist eine Beleidigung jedes echten Konservativen.

Die Diskussion wurde nicht vom politischen Establishment, sondern von Frau Petry losgetreten, und zwar absichtlich und kalkuliert.

Niemand hat bisher öffentlich den Begriff "völkisch" benutzt. Bis Frau Petry ein Interview gab.

Rechtspopulisten mit rechtsextremem Wortschatz

Mit den ständigen Äußerungen aus dem rechtsextremen (!) Vokabular zeigt die Partei wo sie wirklich steht. Das ist kein bloßer Populismus mehr.

re mickm

"Übrigens: Es gab in Deutschland (1981) mal eine Briefmarkenserie zu den "Grundgedanken der Demokratie". Die drei Motive waren Rechtsstaat, Gewaltenteilung und VOLKSsouveränität.
Scheint sich damals niemand am Begriff "Volk" gestört zu haben"

Jetzt denken Sie mal ganz scharf nach, warum das Briefmarkenmotiv nicht "völkische Souveränität" war und was der Unterschied sein könnte.

Der Begriff Volk ist nicht schändlich!

Das Adjektiv "völkisch" kann damit eigentlich auch nicht schändlich sein. Die negative Konnotation ergibt sich aus der NS- Zeit.
Theoretisch spricht nichts dagegen, den Begriff wieder neutral zu benutzen. Praktisch spricht allerdings dagegen, dass die AfD diesen Vorschlag macht und ihn auch wieder in alter Weise als Abgrenzung von anderen Völkern benutzen will.

Hier zeigt sich wieder die Nähe zur NPD, die in ihrem Parteiprogramm auch die Abschaffung verbotener Wörter und Symbole aus der NS- Zeit fordert.

Petry die Sprachwissenschaftlerlin

Warum wird jedes Wort diese nicht gerade intellektuell veranlagte Frau wissenschaftlich ernst genommen? Damit wertet man sie über ihren wirklichen Geistesstand hinaus auf.

Petry will provozieren. Absichtlich. Das ist schlichtweg populistisch.

Könnte man nicht das nächste Mal, wenn sie wieder derartigen Mist von sich gibt, einfach schreiben: Mithilfe von Banalisierungen startet Petry wieder einmal einen plumpen Versuch, nationalsozialistisches Gedankengut hoffähig zu machen?

Niemandem kommt das Wort "völkisch" unbelastet vor. Auch nicht Frau Petry.

Gruss.

Kinderkram

Jedes Wort eines AfD-Politikers wird peinlich genau geprüft und auf die Goldwaage gelegt. Hätte das Wort ein Grüner oder Linker Gesinnungsgenosse gesagt, wäre dem keinerlei Bedeutung beigemessen worden. Das Wort "völkisch" beschreibt eine Gruppe von Menschen die sich durch bestimmte Spezifika als Zusammengehörig auszeichnen, mehr nicht. Der Rest ist ist freie Interpretation auch wenn im Nationalsozialismus dieses Wort vermehrt gebraucht wurde. Für mich ist das Kinderkram und zeigt nur wie verzweifelt die Suche nach Angriffspunkten gegen die AfD mittlerweile ist.

12:32, MickM

>>Wer auf unsere Verfassung vereidigt ist, sollte wissen, dass der Begriff der VOLKSssouveränität eine tragende Säule unserer Demokratie ist.<<

Keine Sorge, Volksfürsorge.

Hat aber alles nix mit "völkisch" zu tun.

NurEinFunke, 10:15

||Wo lernt man eigentlich, welche Begriffe Nazi sind?||
In der Schule; allerdings nur, wenn man im Geschichtunterricht aufpasst.

||Warum ist "völkisch" vom "Völkischen Beobachter" nun problematisch und "Beobachter" ist es nicht?||
Das ist wie beim Hitler-Gruß: Gruß ist unproblematisch, Hitler nicht.

Zitat aus Wiki: ... Die

Zitat aus Wiki:

... Die nationalsozialistische Vernichtungspolitik baute nicht nur auf der völkischen Variante der Vorstellung von „Volk“ auf, sondern zugleich auf ihrem Ausgangspunkt, der Konstruktion von „Volk“ als biologisch-genealogischer Abstammungsgemeinschaft.

Zitatende.

Eigentlich ist dem nichts mehr hinzuzufügen, sonst landen wir irgendwann bei blauäugigen blonden Buben und Madeln und einer ganz bestimmten Art von Rasse und das wäre ganz schlimm.
Und da gebe ich der Frau Petry recht. Das wäre wirklich ein Grund für einen Bürgerkrieg denn nochmal lassen sich ausgegrenzte deutsche Staatsbürger nicht wehrlos abschlachten.

Also Finger weg von solchen Differenzierungen. Es sei denn die AfD versteht unter dem Begriff deutsches Volk alle auf dem Territorium der Bundesrepublik lebenden Menschen egal welcher Abstammung siehe Staatsvolk.

@MickM 12:32

"Wer auf unsere Verfassung vereidigt ist, sollte wissen, dass der Begriff der VOLKSssouveränität eine tragende Säule unserer Demokratie ist"

Das kann man schlecht rausnehmen, ist "popular sovereignty" (neben "national" und "parliamentary sovereignty") doch ein fester verfassungsrechtlicher Begriff. Eingeführt von Ländern, die damit zurecht lockerer umgehen können. Deswegen findet man es halt in der Präambel, wo sich traditionell Allgemeinheiten tummeln.

Den Begriff "völkisch" werden Sie übrigens in keinem einzigen Rechtsdokument der Bundesrepublik finden.

Entscheidend ist doch bei

Entscheidend ist doch bei dieser Diskussion, dass sich da jemand über das "die Form" (die Wortwahl) aufregt in der etwas gesagt wird und das was wirklich gesagt wird nicht betrachtet. Das ist SCHLECHT und mit der typischen Beurteilung nach dem Äußeren zu vergleichen.

Deshalb die Frage an die Tagesschau: WAS hat Frau Petry denn nun wirklich GESAGT und GEMEINT (und zwar ohne Hineininterpretation durch voreingenommene Journalisten bitte!)?

Wir sollten uns über INHALTE Gedanken machen und nicht über die verwendeten Worte und deren vermeintliche Meinung. Das wird hierzulande zu selten gemacht und ist ein großes Problem ...

Bedeutungswechsel

Für alle, die glauben "völkisch" wäre unverdächtig, weil es ja von "Volk" kommt sollte klar sein, dass Worte einen Bedeutungswechsel mitmachen können.
Keiner wird es schaffen, dass das Wort "Dirne" jemals wieder nur für ein einfaches Mädchen verwendet wird.
Ebenso wird wohl niemals jemand für eine endgültige Lösung eines Problems das zusammengesetzte Substantiv aus diesen Worten verwenden können.
Deswegen ist "völkisch" eben "verbrannt" und ich sehe keine Not, das ändern zu wollen.

Schlimm,

....wenn es schon Wortverbote für reguläre Begrifflichkeiten geben soll.
@MDMWWL ... das Wort gab es schon früher.

Auf die kommenden Wahlen!

@12:32 von MickM

"Wer auf unsere Verfassung vereidigt ist, sollte wissen, dass der Begriff der VOLKSssouveränität eine tragende Säule unserer Demokratie ist."

Ja, das Volk ist der Souverän. Damit gemeint ist jeder der einen deutschen Pass besitzt - das ist nicht genetisch determiniert. Nach einer Einbürgerung haben Sie die gleichen Rechte wie jeder Andere Deutsche auch.

Der "Volksbegriff" der im Wörtchen "völkisch" enthalten ist bezieht sich jedoch viel eher auf eine genetische Komponente.

Da kann man rumdiskutieren wie man will - Frau Petry wird das nicht ändern können.

Volksgemeinschaft undemokratisch?

Warum eigentlich soll der Begriff "Volksgemeinschaft" nicht mit der Demokratie vereinbar sein? Das ist doch nur die persönliche Ansicht eines Politikwissenschaftlers, eine unwissenschaftliche Meinungsäusserung. Wie sollte man denn diese Ansicht auch "wissenschaftlich" belegen können? Etwa durch einen langjährigen Feldversuch mit der deutschen Demokratie, mit wissenschaftlicher Beobachtung, ob Deutschland denn dadurch in die Diktatur abgleitet oder nicht? Mit anderen pseudowissenschaftlichen Definitionen habe ich da ebenfalls meine Probleme, z. B. mit der Definition von "populistisch" im Duden und einigen anderen Lexika (auch online-Lexika). Nach meiner Ansicht, gestützt auf die Beobachtung der Wahlkampfäusserungen aller Parteien, sind in einer Demokratie (notwenigerweise?) alle Parteien, die um Volkes Stimme ringen, populistisch. Die Afd jedenfalls ist nach meiner Beobachtung keinesfalls "populistischer" als vor allem die "Linke" , die "Grünen" oder die CSU.

Wieder ein böses Wort

Wenn das alles ist, was man einer desorientierten und völlig unerfahrenen Partei entgegenzusetzen hat, werden die wohl eines Tages mitregieren. Ist es tatsächlich so unmöglich, die Sinn-, Ziel- und Planlosigkeit dieser Vereinigung auf sachlicher Ebene leicht verständlich aufzuzeigen? Ob es einem gefällt oder nicht: Jeder hat doch in diesem freien Land völlig zurecht den Anspruch, ernst genommen zu werden. Es bringt doch erwiesenermaßen nichts, diese Leute ständig nur als Rassisten oder Nazis zu bezeichnen. Eine Besinnung auf die sachlichen Inhalte wäre doch mal ein Schritt in die richtige Richtung. Ich bin sicher, die AfD würde sich dann ganz eigenständig demontieren. Roland Schill war ja auch nicht der große Erlöser.

Am 12. September 2016 um 12:43 von eine_anmerkung

Das NS-Regime hat den Begriff nicht nur einfach häufiger mal benutzt.. dere gesamte Ideologie basierte darauf. ein kleiner Unterschied,den sogar diejenigen kapieren könnten, die sonst der AfD auf den Leim gehen.

@eine_anmerkung

Wenn Sie schreiben "Der Rest ist ist freie Interpretation auch wenn im Nationalsozialismus dieses Wort vermehrt gebraucht wurde", dazu eine Anmerkung:
Im Nationalsozialismus wurde dieses Wort nicht lediglich "vermehrt gebraucht", sondern es war ein zentraler Begriff der nationalsozialistischen Ideologie.

12:42 von Herb => stimmt nicht ganz

12:42 von Herb schrieb: ".... nicht gerade intellektuell veranlagte Frau... " in Zusammenhang mit Frau Petry. Meines Wissens ist diese Frau promovierte Chemikerin. Das zeigt über was für tiefgreifendes Wissens der Verfasser der besagten Zeilen verfügt.

Roger, 12:26

Sie lassen sich zunächst ausgiebig über das Wort "Volk" aus, um das es aber im Artikel gar nicht geht.
Um dann Wikipedia mit dem Zitat "Der Begriff völkisch ist eine Ableitung des Begriffes Volk aus dem 19. Jh." zu bemühen.

Im Duden (der, im Gegensatz zu Wikipedia, als Fachinstanz für die deutsche Sprache gilt) steht: "ein Volk als vermeintliche Rasse betreffend; zum Volk als vermeintliche Rasse gehörend".

Auch verschweigen Sie, dass im Wikipedia Artikel zwei Sätze später zu lesen ist: "Völkisch transportiert in seiner modernen Variante einen rassistischen Volksbegriff und ist stark antisemitisch konnotiert."

12:41 von karwandler

Zitat:
"Jetzt denken Sie mal ganz scharf nach, warum das Briefmarkenmotiv nicht "völkische Souveränität" war und was der Unterschied sein könnte."

Also: Volk (Substantiv) = gut, völkisch (Adjektiv) = böse. Orwell lässt grüßen.

Seit dem 15/16. Jahrhundert belegtes Wort

man vergleiche das Etymologische Wörterbuch unter http://eins.dwds.de/?qu=v%C3%B6lkisch.

Genau so, wie dieses Wort zwischen 1900-1945 eine neue (negative) Konnotation erhalten hat, kann man natürlich auch wollen und daran arbeiten, eine "neue", nämlich die alte neutrale Konnotation wieder zu erlangen.

Ob das allerdings gelingt und ob es für eine Partei, die in die Mitte hinein wachsen will, ratsam ist, das zu versuchen, steht auf einem anderen Blatt. Wieder eine völlig unnötige Äußerung, die dieser Partei schaden wird - was man nur (erstmal) nicht so merken wird, weil im Sog des Regierungsversagens bei der Flüchtlingskrise trotzdem gute Wahlergebnisse rausspringen. Ohne so etwas (und andere Höckeleien) wären die Ergebnisse aber vermutlich noch um einiges höher zur Zeit. Vielen Dank!

12:42 von Herb

Zitat:
"Petry will provozieren. Absichtlich. Das ist schlichtweg populistisch."

Petry macht nichts anderes als regelmäßig z. B. auch Roth oder Stegner. Natürlich ist das "populistisch" - aber sie wollen schließlich vom "Volk" gewählt werden.

Braune Suppe

Die AfD versucht zwar immer wieder, den faschistischen Trend zu kaschieren, doch einige Vertreter scheinen geradezu zu provozieren, dass dies glasklar wird. Es mögen ja auch Mitglieder existieren, die nicht rechtsradikal denken, doch diesen muss ein Licht aufgehen, worum es sich bei dieser Partei handelt. Diese Partei fischt im rechten und ultra-rechten Spektrum, ist gleichzeitig aber salonfähig geworden. Der Versuch mancher, die Partei "Die Linke" als Gegenentwurf zur AfD darzustellen ist hierbei aber so, als vergleiche man einen Lausbubenstreich mit einer schweren Straftat. Indem z.B. Frau Merkel Gespräche mit "Die Linke" pauschal ablehnt, die Reaktionen auf die AfD aber sehr verhalten sind, verzerren aber die Relationen. Rechtes Gedankengut wird gesellschaftsfähig, auch indirekt bedingt durch die Rechtskonservativen, denen die Felle davonzuschwimmen drohen.

MickM, 12:32

||Wer auf unsere Verfassung vereidigt ist, sollte wissen, dass der Begriff der VOLKSssouveränität eine tragende Säule unserer Demokratie ist.||

Es geht um den Begriff "völkisch", nicht um das Wort Volk.

Übrigens, Volkssouveränität schreibt sich nicht mit drei s.
Bzw. Souveränität nicht mit Doppel-S. Das Wort hat nichts mit "Schutzstaffel" zu tun.

einmal täglich muss ich mir die Augen reiben

wer alles von den von mir vorher hochgeschätzten Foristen sein Herz für die ach so mies behandelte AfD entdeckt und glaubt, sie vor der gemeinen Presse - und vor den "hasserfüllten" Kommentaren von mir und anderen antifaschistischen Foristen - in Schutz nehmen zu müssen.
Jeden Tag ein Türchen am Adventskalender.

eine_anmerkung, 12:43

||Hätte das Wort ein Grüner oder Linker Gesinnungsgenosse gesagt, wäre dem keinerlei Bedeutung beigemessen worden.||

Das Wort hat aber kein Grüner oder Linker gesagt, und würde das auch nie tun. Demokraten aus anderen Parteien ebenfalls nicht.

||Das Wort "völkisch" beschreibt eine Gruppe von Menschen die sich durch bestimmte Spezifika als Zusammengehörig auszeichnen, mehr nicht.||

Das ist schlicht falsch. Die Definition ist "ein Volk als vermeintliche Rasse betreffend; zum Volk als vermeintliche Rasse gehörend" (Duden).

Langweilige Sophisterei

Die Verbindung von Volk und Völkisch ist wie die Zwischen Kommune und Kommunistisch, was folgerichtig ja auch keine Ideologie sondern das völlig normale daherkommen der kleinsten Politisch-Territorialen Organisationseinheit währe....
Volksgemeinschaft ist ein Schwarzer Rappe
solche Inhaltsdoppelungen sind für Begriffe die Ideologie projizieren sollen typisch
Ohne die dazugehörige Ideologie sind sie nur lächerlich; aber ohne diese werden sie auch nicht gedacht da diese sie ja erst verbreitete
Sprache ist nicht nur eine Waffe sondern auch ein Präzisionsinstrument ;
durch sie kann man einen gedachten Hammer von einer gedachten Zange unterscheiden und diese bleiben auch was sie sind selbst wenn jemand erkennt das man die Begriffe auch tauschen könnte und steif und fest behauptet das für ihn eine Zange ein Hammer ist...spätestens wenn er mit jemand anderem zusammenarbeiten muss erledigt sich das
denn Sprache ist vor allem etwas das wir gemeinsam vereinbaren, Gemeinschaftsarbeit.

@ 12:26 Roger u.a.

Erschreckend, wie geschichtsvergessen hier einige sind - oder tun. Der Begriff "Volk" ist tatsächlich mehrdeutig - politisch interessant allerdings schon, dass in den letzten Monaten in politischen Statements die Begriffe "BürgerInnen" und "Bevölkerung" durch "Volk" ersetzt werden. Der Begriff "völkisch" gehört klar zur ideologischen Sprache der Nazis, wie andere Begriffe (Arier, 1000jähriges Reich, entartete Kunst usw.) auch. Wer das verkennt, ist bestenfalls geschichtsvergessen oder politisch naiv und schlimmstenfalls ein Anhänger der Nazi-Ideologie.

Re eine-anmerkung

"Das Wort "völkisch" beschreibt eine Gruppe von Menschen die sich durch bestimmte Spezifika als Zusammengehörig auszeichnen, mehr nicht."

Die Bezeichnung für eine Gruppe kann auch nur ein Substantiv sein, also Volk. Insofern schon sprachlich falsch, was Sie behaupten.

Ein neutrales Adjektiv zu Volk gibt es im Deutschen nicht. Nur Komposita wie Volksherrschaft, Volksabstimmung, Volksfest und Volksaktie.

13:30, Der Lenz

Danke für Ihre hochintelligenten, punktgenauen Ausführungen.

Wieder mal.

don't feed the troll

Die Petry möchte nichts als provozieren.
Provokateure entschärft man am besten, indem man sie ignoriert.

13:15, MickM

>>Also: Volk (Substantiv) = gut, völkisch (Adjektiv) = böse. Orwell lässt grüßen.<<

Beileibe nicht jedem Substantiv lässt sich ein Adjektiv zuordnen. Blicken Sie einfach mal vom Bildschirm auf, benennen einen der Gegenstände, die Sie sehen, und versuchen Sie, daraus ein Adjektiv zu bilden. Das wird Ihnen in den meisten Fällen nicht gelingen.

Völkisch hat mit Volk nur oberflächlich was zu tun.
Und um gut und böse geht es hier nicht.

Außerdem haben Sie Orwell nicht verstanden.

nunja

die angst vor der afd,schlägt bei politik und medien inwischen in blanke panik um.
anders sind krampfhaften meldungen zur afd nicht zu deuten.sinn ergeben sie schon lange nicht mehr.
erinnert immer mehr an das niveau,vom "neues deutschland" der sed.

13:31 von karwandler

Zitat:
"Ein neutrales Adjektiv zu Volk gibt es im Deutschen nicht."

Wer bitte legt fest, was "neutral" ist? Orwell´s "Neusprech" lässt grüßen.

@13:15 von MickM – Es geht um die Bedeutung

„Also: Volk (Substantiv) = gut, völkisch (Adjektiv) = böse. Orwell lässt grüßen“
.
Das hat mir Orwell nichts zu tun, sondern damit, dass diese zwei Wörter - obwohl sie sich ein paar Buchstaben teilen - eine unterschiedliche Bedeutung haben. Das ist nun mal allgemein bekannt, bzw. aus dem Geschichtsunterricht. Zudem kann man das in dem Artikel über die verbale Entgleisung von Frau Petry und in vielen Kommentaren weiter oben nachlesen.

13:31 von karwandler

Und was ist mit Nationalhymne, Nationalstolz, Nationalbewußtsein ?

Dann würde ich doch mal gerne wissen, wann ich mich ...

... als "Deutscher" fühlen darf. Meine Vorfahren sind aus dem Ausland, ich habe einen deutschen Pass, spreche deutsch, zahle hier Steuern, bin nicht vorbestraft, habe keinen Punkt in Flensburg. Wann also bin ich im "völkischen" Sinne Deutscher?

nunja

da kann vw ja froh sein,dass volkswagen nicht auf dem index steht oder das autobahn gesagt werden darf,wo da der bewertungsunterschied zu völkisch besteht,erschließt sich mir nicht.

re mickm

"Also: Volk (Substantiv) = gut, völkisch (Adjektiv) = böse. Orwell lässt grüßen."

Lassen Sie den Orwell mal ruhen.

Völkisch ist zwar von Volk abgeleitet, aber es ist nicht DAS Adjektiv zu Volk.

Herrlich ist auch von Herr abgeleitet, aber hat bei "herrliches Wetter" weder mit Herr noch mit Herrgott was am Hut.

Ich bin ja auch nicht dafür,

Ich bin ja auch nicht dafür, jedes Wort, welches dereinst den Mund eines Nazis verlassen hat, grundlos zu verteufeln. Aber, dass hier über das Wort 'völkisch' diskutiert wird, erschließt sich mir nun wirklich nicht. Dieser Begriff ist nicht vieldeutig, sondern bezieht sich ausschließlich auf die Rassenideologie des NS (bzw. ihrer Vorgänger) und wurde nur von diesen als Kampfbegriff genutzt. Es gibt kaum einen Begriff, der unzweideutiger ist.

... und, nicht zu vergessen,

"Volkswagen" - ein Name, dessen Klang schon bessere Zeiten gesehen hat.

@um 08:33 von ladycat

"Völkisch kommt vom Wort Volk..."

Eben nicht ... außer vom Wortstamm her.
Die Bedeutung ist eine gänzlich andere.

um 15:02 von Seacow

100% richtig. Die Petry weiß halt, wie die Tagesschau funktioniert. Wer einen Nazi-Vergleich macht, bekommt sofort einen ausgiebigen Artikel, der zwar für das Volk interssant ist, aber nichts mit dem Bildungsauftrag zu tun hat.

So viel zum Thema "man muss die AfD argumentativ stellen".

wertfrei .................

Der sog. Prof. , der sich dazu äußert , ist von Haus aus von jüdischer Abstammung .
Das ist an sich irrelevant,
aber in diesem besagten Kontext wichtig !

Damit man seinen Spruch richtig "einordnen" kann .

Dieses ist eine wertfreie
Analyse , auch, damit
falsche Assoziationen
ins Leere greifen.

Papier

ist geduldig, nur die Menschen nicht. Was das mit dem "völkisch" zu Tun hat, sieht man nicht nur aus der Vergangenheit, sondern auch in anderen Länder-Volksgruppen wo die Auseinandersetzungen mit Waffengewalt gelöst werden. Frau Petry nimmt keine Waffe mit Schießpulver, sondern mit dem Wort in die Hand. Ws die bisherigen Parteien praktiziert haben, ging am Volk - völkisch - vorbei. Damit will Frau Petry endlich einmal den Finger in die Wunde legen, weil die meisten von diesen Parteien, ob CDU, CSU, Die Grüne, Linke auch insbesondere, als die FDP noch salonfähig war, musste man und wurde gebuckelt. Aber die meisten Menschen verstehen schon was die großen Parteien hervorbringen, nur zum eigenen Vorteil generieren, mehr aber auch nicht. Der größte Teil der völkischen Gemeinschaft wählt das was ihm am besten gefällt und nicht was der Einzelne denkt. So wie hier im Chat. Damit kann man nur Frau Petry beipflichten.

@um 08:39 von Odin-HH

"Der verzweifelte Versuch jedem Deutschen sein Nationalsbewusstsein und seinen Nationalstolz auszutreiben."
Wie kann man auf etwas stolz sein, zu dem man rein gar nix beigetragen hat.
Ein Glückslos in der Geburtsortlotterie - nicht mehr und nicht weniger, beileibe kein Grund "stolz" zu sein.

Aso, was ihre Frage angeht "Volksgemeinschaft" ist net unbedingt rassistisch , aber das der Begriff sehr gern von den damals "besorgten" Bürgern benutzt wurde, um ihre Massenmorde an Juden, Andersdenkenden und allerlei anderen zu rechtfertigen und einenWK vom Zaun zu brechen, sollte einem schon zu denken geben.

Aber wenn Petry unbedingt das dunkelste Zeitalter der Deutschen wieder salonfahig machen will, hat´se ja schon mal gute Voraussetzungen. Den Anglergruß kennt ja schon jeder ...

re barbarossa2

"Und was ist mit Nationalhymne, Nationalstolz, Nationalbewußtsein ?"

Ja, was soll damit sein?

Sie müssten schon 2-3 Sätze mehr aufwenden, damit Ihre Frage verständlich wird.

13:27 von kommentator_02

"Das Wort hat aber kein Grüner oder Linker gesagt, und würde das auch nie tun."
Dass, das kein Grüner oder Linker sagen würde ist eine schlichte Mutmaßung , bringt uns aber inhaltlich denke ich nicht weiter.

"Das ist schlicht falsch. Die Definition ist "ein Volk als vermeintliche Rasse betreffend; zum Volk als vermeintliche Rasse gehörend" (Duden)".
Eine Rasse ist sicherlich auch eine Spezifika womit das "schlicht falsch" nicht stimmt. Darauf wollte ich aber nicht hinaus. Der Begriff Volk wird als Synonym beispielsweise für die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Staat verwendet und wenn dem so ist, finde ich den Bezug zu dem Begriff Rasse als nicht zutreffend. Ich denke wir haben heute eine umfassendere Interpretation des Begriffes Volk als in der Vergangenheit und ich denke der Begriff ist bei den jüngeren Generationen auch nicht so negativ belegt. Letzteres ist aber meine persönliche Meinung.

AfD

Es immer wieder erheiternd, wenn die AfD Vertreter frei Reden. Dies muss auch im Fersehen immer wieder vorgezeigt werden.

Schade nur, das die geschichtlichen Kenntnisse bei den Bürgern zu gering sind. Geschichtlicher Unterricht wurde in den Schulen leider oft vernachlässigt.

15:12, berndholz

>>die angst vor der afd,schlägt bei politik und medien inwischen in blanke panik um.
anders sind krampfhaften meldungen zur afd nicht zu deuten.<<

Frau Petry hat ein Interview gegeben. Aus freien Stücken. Die provokativen Äusserungen, die sie in die Welt gesetzt hat, werden jetzt diskutiert. Das war von ihr beabsichtigt. Sie hält ihre Partei dadurch im Gespräch.

Insofern ist das, was Sie schreiben, meilenweit an der Realität vorbei.

Krampfhafte Meldungen? Wollen Sie Frau Petry unterstellen, sie agiere krampfhaft?

@metafa

"Identitäre und Nationalstaaterei sind Geschichten von gestern".

Tatsächlich ?

Wenn ich mich derzeit so in unserem zerstrittenen Europa umsehe, vermittelt sich mir ein ganz anderer Eindruck.

Derzeit habe ich eher den Eindruck, der überwiegende Teil der Europäer will eben nicht in einer grauen Masse verschmelzen und besteht absolut darauf, den Nationalsstaat nicht nur zu erhalten, sondern ihn zu stärken und zu (wieder) entwickeln.

Was man derzeit damit erreicht, wenn man (sukzessive) versucht den Nationalstaaten die Souveränität zu nehmen, um eine Europaregierung zu inthronisieren auf die man keinen direkten Einfluß mehr hat, sehen doch in fast allen Ländern Europas.

Die "Vereinigten Staaten von Europa" sind derzeit ferner denn je zuvor.
Denn überall in Europa, tatasächlich auf der ganzen Welt, bricht sich der Protektionismus Bahn.

Und diese Entwicklung wird sich fortsetzen !

berndholz 15:23

"Da kann vw ja froh sein, dass volkswagen nicht auf dem index steht"
Weshalb Index? Wer verbietet Ihnen denn denBegriff völkisch zu benutzen.
Sie dürfen damit um sich werfen so lange sie wollen. Es werden aber eben diejenigen, die sich der geschichtlichen Bedeutung dieses Wortes im Klaren sind,so ihre eigenen Gedanken machen. Schließlich werden wir alle nach dem beurteilt was wir sagen

Was ist völkisch?

Das Wort "Volk" kommt doch auch im Grundgesetz vor. Deshalb verstehe ich die Aufregung nicht so ganz.
Das Grundgesetz versteht allerdings unter dem "deutschen Volk" etwas anderes als der Nationalsozialismus.
Zum deutschen Volk laut GG gehören alle mit deutscher Staatsangehörigkeit, also nicht nur Deutsche germanischer Abstammung, sondern auch Juden, Zigeuner und Menschen der verschiedensten Abstammungen.
Hier könnte ein klares Bekenntnis der AfD zum Volksbegriff des GG zur Beruhigung beistragen.
Kommt dieses Bekenntnis nicht, fange ich auch an, mir Sorgen zu machen.
Wer den Begriff "Deutscher" über die Rasse definiert, der hat das Grundgesetz als Grundlage des staatlichen Handelns verlassen und gehört mindestens überwacht. Ob das für die AfD zutrifft, weiß ich nicht.

eine Frage der Gewöhnung

Vielleicht müssen sich die Deutschen einfach damit abfinden, keine "Nation" oder kein "Volk" im engeren Sinne zu sein, sondern nur eine Ansammlung von Leuten, die ähnliche Sprachen sprechen, in einem losen Staatenverbund zusammen leben und auf einer Fläche mit globalhistorisch gesehen nur unscharfen Grenzen leben.

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