Kommentare

ein Glück!

Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen - eine Regierungspartei lässt über bleiben oder austreten aus der EU abstimmen, ohne die geringste Ahnung zu haben, wie der Austritt gehandhabt werden muss, und wie es in ihrem Land, wie es mit ihren Menschen, weiter gehen soll. Nach der nötigen Sommerpause für das neue Kabinett, sollen seine Mitglieder jetzt entsprechende Vorschläge machen. Das Beste, was jetzt schon zu hören ist, es soll kein zweites Votum geben, es bleibt beim Austritt. Liebe EU, was hast du für ein Glück! - nur eines fehlt, mach was daraus, nachdem auch du dir Gedanken gemacht hast.

Sie haben den richtigen

Zeitpunkt gerade noch abgepasst.
Ich wünsche Ihnen Erfolg, damit können Sie wieder eigene Politik machen.

Den Rest regelt dann die Wirtschaft selber, niemand hat Interesse daran keine guten Geschäfte mehr mit GB zu machen.
Also wird es neue Modelle geben zu gegenseitigen Vorteil, haben doch 2 Jahre Zeit für die ganze Umstellung.

Was mit der EU wird und Ihrer Politik weiß heute noch keiner, GB kann das jetzt nun wieder für sich bestimmen.

Gruß

Ohne Freizügigkeit geht es nicht

Gerade von einer 12tägigen Reise nach Südengland zurückgekehrt. Insgesamt habe ich nur zwei britische Bedienungen in den Restaurants kennengelernt - bei den Zimmermädchen kam man mit Italienisch, Spanisch oder Polnisch besser durch als mit Englisch. Ohne Freizügigkeit kann die Tourismusbranche in England einpacken - und nicht nur die. Andererseits: Wer mal versucht hat in einem englischen Supermarkt zwischen all den europäischen Industriebieren ein enlisches Ale zu finden, der kann die nostalgische Sehnsucht nach dem Brexit auch gut verstehen.

Ich

halte es für eine bodenlose Frechheit derjenigen, die den Brexit und den Volksentscheid darüber angestoßen haben. Man kann doch nicht über eine Agenda abstimmen lassen, ohne einen ausgearbeiteten Ablaufplan in der Schublade zu haben für den Fall, dass die Entscheidung pro Brexit ausfällt.
.
Das ist doch kein Kindergartenspiel, wo man hinterher sagen kann, ´Wir haben es mal versucht.´

re wenigfahrer

"GB kann das jetzt nun wieder für sich bestimmen."

Aber gar nicht.

GB kann nichts bestimmen. GB kann nur zusehen, sich mit anderen zu möglichst günstigen Konditionen zu einigen.

Wobei auf "möglichst günstig" natürlich auch die anderen für sich schauen werden.

Die machen das

und schaffen das. Ohne die EU Bürokratie schaffen Sie es sogar besser. Wetten.

Am 31. August 2016 um 21:55 von karwandler

Das ist Ihre Meinung,
schauen wir mal wie das in 5-10 Jahren aussieht und wer dann von uns Beiden Recht hat. Ob die die Länder der EU im oben genannten Zeitraum besser dastehen als GB werden wir sehen, vielleicht gibt es die EU dann auch nicht mehr.
Entwicklungen gehen nicht von heute auf Morgen, und ich sage noch mal das die Wirtschaft es selber regeln wird.
Deutschland will liefern und wird entsprechende Reglungen finden die zum Beiderseitigen Vorteil sind.
Das ist wie mit Russland, wir Sanktionieren wollen aber ein neues Werk eines bekannten Autobauers in Moskau errichten.
So was steht manchmal in den Deutschen Medien ;-).

Was jetzt ist ist, hat etwas mit Trotz zu tun und ein wenig nach treten.
Die Zeit wird das regeln, macht Sie immer.
Wir beide reden dann in 5 Jahren noch mal darüber wenn wir können.

Gruß

@ um 21:51 von taschenleer

"halte es für eine bodenlose Frechheit derjenigen, die den Brexit und den Volksentscheid darüber angestoßen haben. Man kann doch nicht über eine Agenda abstimmen lassen, ohne einen ausgearbeiteten Ablaufplan in der Schublade zu haben für den Fall, dass die Entscheidung pro Brexit ausfällt."

Sie haben jetzt aber nicht ernsthaft das Gefühl die konkreten Verhandlungsziele und den geplanten Verhandlungsablauf der britischen Regierung aus der deutschen Tagespresse entnehmen zu können?

Das läuft eher so: Im Hintergrund - wenn gut gemacht unter Ausschluss jeglicher Presse und Öffentlichkeit - werden Ziele und Strategie formuliert. Und dann verhandelt. Zwischendurch dann immer mal wieder Nebelpetarden für die Öffentlichkeit. Damit die Presse etwas zu berichten hat und um den Puls der Öffentlichkeit zu fühlen.

Wunderbare Gelegenheit

um mit Great Britain ein Freihandelsabkommen (schlage GTIP vor) zu vereinbaren. Wir sind doch gerade so schön drin im Freihandelsrausch (CETA, TTIP, TISA), da werden wir die Tommies doch gleich mit abfertigen können.

@ wenigfahrer - eigene Politik hilft nix

Warum sollte der Asienmarkt (Hongkong)
noch über England arbeiten ?
Das Trading geht einfacher und schneller und billiger
direkt in die EU über Rotterdamm oder Hamburg.

21:38, yaz

>>Andererseits: Wer mal versucht hat in einem englischen Supermarkt zwischen all den europäischen Industriebieren ein enlisches Ale zu finden, der kann die nostalgische Sehnsucht nach dem Brexit auch gut verstehen.<<

Da kann ich nur empfehlen, den Supermarkt ganz schnell zu verlassen und den nächsten Pub aufzusuchen. Dort lebt die Kultur der britischen Biere. Die sind gewiss für deutsche Biertrinker gewöhnungsbedürftig, aber mir schmecken sie!

21:38 von yaz

"Wer mal versucht hat in einem englischen Supermarkt zwischen all den europäischen Industriebieren ein enlisches Ale zu finden, der kann die nostalgische Sehnsucht nach dem Brexit auch gut verstehen."

Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass die englischen Biere nicht genauso industriell hergestellt werden wie die vom Festland?

"Das heißt auch, dass wir

"Das heißt auch, dass wir kein zweites Referendum abhalten. Es wird keine Versuche geben, EU-Mitglied durch die Hintertür zu bleiben."
..
"EU-Mitglied durch die Hintertür" wird GB auf jeden Fall - GB kann sich zwar aus der Mitgliedschaft verabschieden, beim Handel mit der EU müssen die Briten sich aber weiterhin an europäische Standards halten. Dürfen aber nicht mitreden. Genauso wie die Schweiz und Norwegen. Um bilaterale Verträge mit der EU werden die Briten nunmal nicht herumkommen. Das ist virtuelle Freiheit. Keine echte. Im Welthandel gibt es keine Freiheit.

Zeitspiel

Ich denke mal trotz anderslautender Ankündigungen wird im Jahr 2025 immer noch kein Austrittsschreiben in Brüssel eingegangen sein. Man wird einfach versuchen die Sache auszusitzen.

Das ist Altersstarrsinn pur: "Brexit bedeutet Brexit"

... anstatt diesen verrückten Wahnsinn einzugestehen und als Premierministerin zu sagen: Ich kann diesen irren Mist nicht mitmachen.

Die Vernunft sagt voraus: Theresa May fährt das künftige England ohne Großbritannien gegen die Wand; der Brexit kann überhaupt kein Erfolg werden - wie soll er auch?

England ist ohne das wirtschaftliche sowie an Werte orientierte EU-Bollwerk gar nichts.

Sobald der Austritt formal erklärt ist, sind die Pferde los: Der Finanzplatz London ist Geschichte.

Die EU sollte hingegen eine Charme-Offensive starten und die englische Jugend gewinnen, beispielsweise freizügig in der EU studieren und arbeiten zu können.

Diese Brexit-Leute übersehen die Geschichte: Über 70 Jahre Frieden und Wohlstand insbesondere aufgrund der EU.

Gegen Altersstarrsinn lässt sich nicht ankämpfen.

Was haben die Briten doch für

Was haben die Briten doch für ein Glück, in circa drei Jahren werden wir in der EU sehen wie viele Vorteile sich Britannien durch den EU-Austritt erschaffen hat. Alle die jetzt noch daran zweifeln, dass das ein positiver Schritt für England wird, werden sich in ein paar Jahren umdrehen und feststellen,hätten wir das doch auch bloß getan.

21:34 von wenigfahrer

Auch ich sehe das so . Und nach 2 jahren Zeit wird es schon so gehen das die Wirtschaft sich umgestellt hat,denn die Geschäfte laufen weiter.

Herzlichen Glückwunsch!

Da haben laut FAZ "Die Alten und Ungebildeten aus der Provinz" über die langfristige Zukunft entschieden. Herzlichen Glückwunsch - das sind Aussichten!
.
Jetzt können die Briten wieder "selbst entscheiden", bei wem sie bittstellen wollen. Ich bin grundsätzlich dafür den Briten klar zu machen, dass sie jetzt erst mal nichts weiter als ein Drittland sind.

Die Frage bleibt,

wie May es den Brexitern klar macht, dass es einen klaren Schnitt mit der EU nicht geben wird. Sämtliche Regulierungen aus Brüssel weiterhin bindend bleiben und die Freizügigkeit nicht abgeschafft wird. Man darf gespannt sein, ob sich die britische Regierung jetzt langsam mit den Realitäten befasst oder ob es weiter bei nichtssagenden Tautologien bleibt...

Ablenkungskampf um die Freizügigkeit

Sein wir mal ehrlich, GB könnte ganz souverän auch in Zukunft Regeln definieren, die benötigte / gewünschte Arbeitskräfte ins Land locken, egal ob das Kind "Arbeitnehmerfreizügigkeit" heißt oder nicht.

Die Freizügigkeit hat für interessierte Gruppen aber gleich doppelten Charme: eine vergleichsweise billige Auswahl an Arbeitskräften und ein billiges Pfand bei der EU, um anderswo Zugeständnisse zu erreichen - im Tausch dafür, dass man die Freizügigkeit aufrecht erhält.

Wenn man die Arbeitnehmerfreizügigkeit aufgibt, dann verliert man ein Stück günstige Verhandlungsmasse ohne viel dafür zu gewinnen.

Eigene Politik

@wenigfahrer
"Ich wünsche Ihnen Erfolg, damit können Sie wieder eigene Politik machen. Den Rest regelt dann die Wirtschaft selber, niemand hat Interesse daran keine guten Geschäfte mehr mit GB zu machen.2

Danke, aber ich mache keine Politik - und die Briten versuchen es gerade.. Wirtschaft ist ein knallhartes Geschäft und die Briten haben in den vergangenen Jahren in erster Linie erfolgreich in die EU exportiert und damit gut verdient - dank eines entsprechenden gesetzlichen Umfelds (Zoll, Handelsabkommen). Das fällt nun weg. Wenn es der britischen Wirtschaft im Moment trotz Brexit noch gut geht, liegt das daran, daß für die Briten bis zum offiziellen Austritt alle getroffenen Vereinbarungen weiterhin gelten - daran läßt sich schon mal gar nichts festmachen. Das richtige Heulen und Zähneklappern kommt erst noch - später.....

Marktwirtschaft?

> yaz schreibt: „Wer mal versucht hat in einem englischen Supermarkt zwischen all den europäischen Industriebieren ein enlisches Ale zu finden, der kann die nostalgische Sehnsucht nach dem Brexit auch gut verstehen.“

Dann funktioniert aber die Marktwirtschaft nicht. Wenn die Kunden en[g]lisches Ale wollen, wieso gibt es das dann nicht im Supermarkt? So viel Macht hat die EU-Kommission nun auch wieder nicht. Und so perverse Ziele auch nicht.

Wenn das der Grund für den Austritt ist, dann armes Vereinigtes Königreich. Aber das kann ich mir kaum vorstellen.

@taschenleer

Ich halte es für eine bodenlose Frechheit den Brexit-Befürwortern vorzuwerfen, dass sie den Vorgang nicht schon bis ins kleinste Detail ausgearbeitet haben. Das ist ein SEHR komplexer Vorgang und erfordert GESPRÄCHE mit ANDEREN BETEILIGTEN (z.B. die EU und Schottlands Regierung), die man vorher gar nicht abhalten konnte.

Genau deshalb ist jede Schuldzuweisung an Brexit-Befürworter einfach nur unüberlegt und zeigt eine "Reflexhandlung" ...

---

Das größte Problem für GB ist nun, dass sie Theresa May am Ruder haben, die den Superreichen noch weiter in den Allerwertesten kriechen will als das in dem Land schon der Fall ist. Das ist aber eine Einbahnstraße, denn bei 0% Steuern für Superreiche bringt das nichts mehr und wie sehr man sich auf "Freiwilligkeit" von solchen Menschen verlassen kann, kennen wir doch zur Genüge.

Ich empfehle dazu die Sendereihe "Have I got news for you" (HIGNFY), wo man einen Einblick in die "dunklen Geschäfte" in der britischen Politik bekommt.

wofür ein zurück

Wofür ein zurück, besser kann es nicht werden, denke ich. Ein sogenanntes Referendum in Deutschland undenkbar, das gibt die so gelobte Demokratie in Deutschland nicht her. Und dann würde der Größte Nettozahler , Deutschland, der EU weg brechen, denke ich.

Kapiert denn niemand etwas?

Es geht um Neoliberalismus die 2.. Unsere Politiker werden sich genötigt sehen, aus Wettbewerbsgründen ..... Es wird doch schon geschätzt, dass bei uns 100.000 - 300.000 Asylbewerber schwarz arbeiten.
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Und GB ist doch so ein wichtiger Markt für uns! Da geht bestimmt noch was. Es gibt ein GBTIP, und der Finanzplatz bleibt in GB. GB hat doch schon ein Gesetz, dass Reiche, die in GB wohnen, keine Steuern zahlen müssen, wenn sie einen Wohnsitz im Ausland haben. Kapiert? So geht Brexit = Britisher Exit aus allen sozialen Verpflichtungen. Und da müssen wir dann gegenhalten, völlig klar!
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Dabei bleibt´s gewiss!

Man hält in GB offenbar fest am historischen Eigentor

Mir ist es absolut unverständlich, dass offenbar niemand der aktuellen Politiker in GB die Tragweite des - dann eines Tages wirklich vollzogenen - BREXIT erkennt. Die Welt wird sich weiter drehen. Und auch die EU wird, trotz allen Störfeuers, weiter existieren und ihren Weg weiter gehen. Und das ist auch gut so. Die EU ist heute bereits stärker und wichtiger, als so manche Stammtischparolenverbreiter glauben. Nur mit einem starken und einigen Europa wird die Zukunft zu meistern sein. Merkwürdig nur, wie wenige dies bisher begriffen haben. GB tut sich keinen Gefallen mit dem BREXIT, da bin ich sicher. Schade ist das, sehr schade.

re wenigfahrer

"schauen wir mal wie das in 5-10 Jahren aussieht und wer dann von uns Beiden Recht hat."

In 5-10 Jahren kann sich alles Mögliche verändern.

Meine Aussage gilt für hier und heute, dass die souveränen Gestaltungsmöglichkeiten des UK höchst begrenzt sind, weil sie natürlich überall auch mit Partnern klarkommen müssen.

Außerhalb der EU heißt ja nicht in einem eigenen selbstbestimmten Universum.

"Den Volkswillen umsetzen"

Immer, wenn ich diesen Satz höre, schmunzle ich über die Unwissenheit mancher Politiker, die sich die Zahlen schön zurechtbiegen.
Knappe 51,9% der Wähler haben also für den Brexit gestimmt - und das soll der Volkswillen sein?
.
Schaut man sich die Zahlen genau an, stellt sich diese Behauptung als unhaltbar heraus:
72,2% der Wähler waren zur Wahl gegangen, damit haben von allen Wahlberechtigten gerade 37,47% für einen Brexit gestimmt. Bei 46,5 Millionen Wahlberechtigten waren also 17,42 Millionen für einen Austritt. Großbritannien hat etwa 61 Millionen Einwohner ...
Hier von "Volkswillen" zu sprechen, ist also Unfug.
Übrigens: Für einen Austritt war mehrheitlich die Gruppe der Wähler ab 45 Jahren verantwortlich (56-60%).
Dagegen waren für einen Verbleib mehrheitlich die Wähler von 18-24 J. (73%), 25-34 J. (62%) und 35-44 J. (52%) - genau das haben junge Menschen kritisiert, dass sie nicht über IHRE Zukunft mit abstimmen durften.
.
Somit wird eben nicht der Volkswille umgesetzt.

re toto96

"Was haben die Briten doch für ein Glück, in circa drei Jahren werden wir in der EU sehen wie viele Vorteile sich Britannien durch den EU-Austritt erschaffen hat."

Und damit das Glück nicht zu schnell über die Briten hereinbricht, schiebt die britische Regierung den Austrittsantrag immer weiter nach hinten.

Jetzt heißt es schon, man könnte doch noch die Wahlen in Frankreich und Deutschland abwarten.

21:34 von wenigfahrer

"Den Rest regelt dann die Wirtschaft selber, niemand hat Interesse daran keine guten Geschäfte mehr mit GB zu machen."

Stimmt nicht! Die Politik setzt der Wirtschaft die Rahmenbedingungen. Wenn Großbritannien die Arbeitnehmerfreizügigkeit nicht will, muss es auf den Zugang zum EU - Binnenmarkt verzichten. Rosinenpicken wird niemand in der EU zulassen. GB wird dann ein Drittland. Natürlich wird es weiter Handel mit GB geben, aber eben zu schlechteren Bedingungen für GB. Raus heißt eben raus, auch aus dem Binnenmarkt. GB kann natürlich den Zugang zum Binnenmarkt erhalten, so wie Norwegen. Der Preis wird sein, dass GB weiter die Arbeitnehmerfreizügigkeit akzeptiert. So wie Norwegen und die Schweiz eben auch. Auch der EU Finanzmarkt wird sich aus der London City verlagern müssen, Frankfurt freut sich schon.

Es ist schon unverfroren von den Brexit Befürwortern keinen Plan davon zu haben, wie sie den Ausstieg gestalten wollen. Verantwortungslosigkeit nennt man sowas.

Ebend nicht richtig

Re um 23:28 von volkmar1
Qui tacet, consentire videtur =Schweigen bedeutet Zustimmung.
Dieses Prinzip gilt seit den alten Griechen und weiter über die Römer bis heute.
Damit sind Ihre Rechenbeispiele nichts wert außer zur Befriedigung persönlicher Ansichten.

"und schaffen das. Ohne die

"und schaffen das. Ohne die EU Bürokratie schaffen Sie es sogar besser. Wetten."

Die Wette gehe ich ein und setze dagegen.

@ wenigfahrer

"Was mit der EU wird und Ihrer Politik weiß heute noch keiner, GB kann das jetzt nun wieder für sich bestimmen."

Was in Zukunft wird, weiß ohnehin keiner.
Und GB kann die Bedingungen des Austritts nicht alleine bestimmen. Wenn die EU keine Zugeständnisse macht, ist GB einfach nur draußen und hat sonst nichts in der Hand.

Wenn man den EU-Arbeitskräften im eigenen Land Rechte abschneidet, kann man nicht erwarten, dass die eigenen Bürger diese Rechte von der EU trotzdem bekommen, quasi ohne Gegenleistung.

GB ist erst mal nicht in der Position, etwas fordern zu können. Der Status GBs wird am Ende der gleiche sein, wie der Status der Schweiz. Ich wundere mich, wie Sie die britische Position verklären. Das hat keine reale Grundlage.

22:06 von wenigfahrer

Sie verwechseln normalen bilateralen Handel (den es weiter geben wird) mit Binnenmarkt, sonst würden Sie den unpassenden Russlandvergleich nicht ziehen. Außerdem haben viele Unternehmen erhebliche Verluste durch die Sanktionen. Auch das steht in den deutschen Medien. Sie können nicht alles gesundbeten. Es ist die Politik, die die Rahmenbedingungen setzt und nicht umgekehrt. Sie können sicher sein, dass andere EU Länder schon darauf warten, das Geschäft im Binnenmarkt zu übernehmen, das bisher GB innehatte, da sie innerhalb des Binnenmarkt die eigenen Produkte an den Mann bringen wollen. Warum sollten sie den Briten denn die Vorteile des Binnenmarktes freiwillig überlassen? Aus Altruismus? Die EU wird weiterbestehen, weil unsere Wirtschaft darauf angewiesen ist. Die Menschen in der EU werden es begreifen, dass nur die EU unsere Zukunftsfähigkeit auf dem Weltmarkt sichert. Lesen Sie mal die Wirtschaftjournale, die bestätigen das. Nationalistische Kleinstaaterei ist Politik von gestern.

@ volkmar1

Ihre Rechenbeispiele sind Makulatur. In der Demokratie zählt die Mehrheit der abgegebenen Stimmen und sonst nichts. Punkt.

So wird's kommen, ich schwör's

@ toto96:
"Was haben die Briten doch für ein Glück, in circa drei Jahren werden wir in der EU sehen wie viele Vorteile sich Britannien durch den EU-Austritt erschaffen hat."

Ich liebe Kommentare, die mit dem angeblich sicheren Eintreten einer bestimmten Zukunft argumentieren.

Am 31. August 2016 um 22:33 von Tom_Dooley

Zitat:
" Danke, aber ich mache keine Politik - und die Briten versuchen es gerade.. Wirtschaft ist ein knallhartes Geschäft und die Briten haben in den vergangenen Jahren in erster Linie erfolgreich in die EU exportiert "

Nur mal im Netz nachlesen, dann würden Sie sehen das es etwas anders ist.

" Die Statistik zeigt den Wert der deutschen Exporte nach Großbritannien in den Jahren von 2001 bis 2015. Im Jahr 2008 wurden Waren im Wert von rund 64,18 Milliarden Euro aus Deutschland nach Großbritannien exportiert."

Umgekehrt, sieht es dann so aus.

" Die Statistik zeigt den Wert der deutschen Importe aus Großbritannien in den Jahren von 2001 bis 2015. Im Jahr 2008 wurden Waren im Wert von rund 41,65 Milliarden Euro aus Großbritannien nach Deutschland importiert."

Also doch ein wenig anders als Sie es darstellen, die anderen Länder habe ich jetzt nicht geprüft. Weil ja angeblich Deutschland und GB die wichtigsten Partner sind.

In Deutschland klappern dann die Zähne.

Gruß

22:18 von Nutzer; Wenigfahrer

...im Handel mit der EU müssen die Briten sich aber weiterhin an europäische Standards halten. Dürfen aber nicht mitreden....

So ist es. Daher kann ich nicht nachvollziehen, dass es hier Leute gibt, die mit dem Brexit große Freiheit für GB verbinden. GB hat durch den Brexit letztlich an Souveränität verloren, da es auf europäischer Ebene in Brüssel nun seine Interessen nicht mehr vertreten kann. Die EU wird ihre Regeln künftig ohne GB festlegen. Will GB aber im EU-Binnenmarkt (wovon ich ausgehe) bleiben, wird es dessen Regeln aus Brüssel weiter respektieren müssen. Das ist dann aber ein "Riesengewinn an Souveränität", Herr Wenigfahrer!

Am 01. September 2016 um 00:45 von paddi

hab ich gemacht, und es ist immer die Rede vom Export und nicht vom Binnenmarkt.
Die Daten hab ich in einen Kommentar gesetzt, wenn auch nur für Deutschland.

Als immer ganz ruhig mit den jungen Pferden, und wir reden in 5 Jahren noch mal über den Fall Brexit.
Wirtschaft hat schon immer Aus-und Umwege gefunden um zu gewinnen.

Gruß

Sie schaffen es

Der ganze lästige Wasserkopf der EU ist nicht mehr da wenn die Briten raus sind. Dazu wissen die Briten genau das wir sie brauchen, wie sie uns brauchen werden. Daher wird es nicht so schmerzhaft werden, was jedoch für die EU Gastarbeiter sicher nicht gilt. Da kommen in den Heimatländer massive Probleme auf sie zu. Die Zeit des großen Geld verdienen auf der Insel ist bald Geschichte.

Am 01. September 2016 um 00:58 von paddi

22:18 von Nutzer; Wenigfahrer

22:18 gibt es von mir keinen Kommentar.

User Nutzer hat dort einen geschrieben.

Gruß

@ wenigfahrer

In Deutschland klappern dann die Zähne.

Wohl kaum. Die Briten werden die deutschen Produkte nach wie vor kaufen, nur eben etwas teurer.

Stichwort Bier

In GB wird kein Hopfen angebaut, den müssen die Brauereien importieren. Dass das ohne Zölle geht, wird sich, so Gott will, bald ändern.

22:24 von toto96

Die gesamte Wirtschaft, auch in GB sieht das anders. Die Wirtschaft wird in GB darauf drängen, dass der Zugang zum EU - Binnenmarkt erhalten bleibt und alles inclusive Arbeitnehmerfreizügigkeit, ander die Wirtschaft ein eigenes Interesse hat, fressen müssen, was dazu aus Brüssel kommt so wie Norwegen oder die Schweiz z.B auch. Letztlich eine EU Mitgliedschaft durch die Hintertür, aber ohne eigene Mitbestimmungsrechte wie zuvor. Got sei Dank bleibt uns sowas erspart, denn für eine Exportnation wie wir es sind, wäre der EU Austritt eine Katastrophe. Nicht ein einziger deutscher Wirtschaftsverband sieht das anders. Macht Sie das nicht nachdenklich? Glauben Sie nicht, dass die Wirtschaftverbände und die Unternehmen nicht wissen, was sie reden? Mit Ausnahme solcher Wirtschaftsgenies wie Frauke Petry, die ihre Firma gegen die Wand gefahren hat, obwohl sie ein ausgezeichnetes, innovatives Produkt entwickelt hat. Sie ist eine gute Chemikerin, aber von Wirtschaft hat sie keine Ahnung.

Die Wette halte ich

Meiner Meinung nach werden die Briten zu Kreuze kriechen. In dieser globalisierten Welt geht nichts mehr alleine.
Ich behaupte sogar, wir benötigen mehr Europa anstatt weniger.
Sei es Sicherheitspolitik, Wirtschaft usw.
Wir haben sehr vom EU-Binnenmarkt (Stichwort: Export) profitiert. Ich kann das Schlagwort "größter Netto-Zahler" nicht mehr hören. Das mag ja so stimmen, aber es verdient auch keiner so viel an Europa wie Deutschland.

00:45,@paddi

................Nationalistische Kleinstaaterei ist Politik von gestern...............
-------------------------------------------
Interessante Formulierung!

Der Förderalismus in Deutschland aber auch!

Diese Verschleuderung von Ressourcen (alles x 16) schädigt noch viel mehr!

Brexit heißt Brexit und es gibt kein Zurück.

Wie oft muss es Frau Theresa May noch wiederholen, bis es auch die letzten Flachpfeifen in den deutschen Mainstream-Medien endlich kapiert haben? Bis heute verging ja kaum ein Tag, wo man nicht hören oder lesen musste, dass die Briten "in Wirklichkeit wohl doch nicht aus der EU austreten werden".
Doch - sie werden. Und es wird ihnen dabei besser gehen als vorher. Die letzten offiziellen Wirtschaftsdaten zeigen deutlich in diese positive Richtung - auch wenn die deutsche Mainstream-Journalistenschar in der Vergangenheit wie die Lemminge stets das Gegenteil geunkt hat (ja, ich weiß: Lemminge unken nicht).

@ Hafenstraße1982

Daher wird es nicht so schmerzhaft werden, was jedoch für die EU Gastarbeiter sicher nicht gilt. Da kommen in den Heimatländer massive Probleme auf sie zu. Die Zeit des großen Geld verdienen auf der Insel ist bald Geschichte.

Aus Ihrem Blickwinkel scheint es nur die EU-Arbeitnehmer zu geben. Was ist mit den britischen Arbeitgebern? Wie nennt man das, wenn die nichts mehr verdienen?

21:51 von taschenleer

Man kann sehr wohl erwarten, dass man sich über die Folgen seines Handelns vorher Gedanken macht, vor allem wie man den negativen Konsequenzen begegnet. Man sollte auch vorher die Ziele definieren, die man erreichen will. Nichts dergleichen taten die Brexit Fans. Stattdessen nur billige Polemik! Johnson hätte ja seinen Hut in den Ring werfen können,tat er aber nicht, sondern überließ das Ruder May. Das IST DER GIPFEL an Verantwortungslosigkeit gegenüber dem Land. Jetzt sollen die die Suppe auslöffeln, die sie nicht gewollt haben. Außerdem: Erst muss GB den Antrag auf Austritt stellen, vorher wird nicht verhandelt. Nicht mal das haben die Brexit Fans antizipiert.

00:53 von wenigfahrer

"In Deutschland klappern dann die Zähne."

Es ist falsch, Deutschland und GB isoliert zu betrachten,wie Sie es tun. Über 50% der Exporte aus GB gehen in die anderen 27 EU Staaten. Aber nicht 50% der Exporte der übrigen 27 EU Staaten nach Großbritannien. Also, wo klappern dann die Zähne. IN GB!

01:02 von wenigfahrer

Sie haben einige Kommentare zu verschiedenen Zeiten geschrieben, auf die ich mich bezog, z.B. 21:34 Uhr und andere. Daher habe ich bei Ihnen keine Zeitangabe geschrieben. Wenn Sie mir nicht antworten wollen, bitte sehr, aber so zu tun,als hätten Sie nichts von dem gesagt, was ich kritisiert habe, ist billig.

@ Rotkäppchen

Bis heute verging ja kaum ein Tag, wo man nicht hören oder lesen musste, dass die Briten "in Wirklichkeit wohl doch nicht aus der EU austreten werden".

Das hört man aus Großbritannien, weniger aus Deutschland.

Doch - sie werden. Und es wird ihnen dabei besser gehen als vorher. Die letzten offiziellen Wirtschaftsdaten zeigen deutlich in diese positive Richtung ...

Da frage ich mich doch gleich, in welche Richtung bei Ihnen "positiv" ist.

00:58 von wenigfahrer

" ...und es ist immer die Rede vom Export und nicht vom Binnenmarkt...."

Wir reden nicht vom Export in Drittländer.
Aber der Export in die EU ist nicht unabhängig vom EU Binnenmarkt. Der Export von GB in den Binnenmarkt EU würde durch das Verlassen des Binnenmarktes schwer geschädigt.

Deswegen wird GB nach meiner Prognose den Binnenmarkt der EU trotz Brexit auch nicht verlassen und weiterhin die Standards aus Brüssel akzeptieren, so wie Norwegen und die Schweiz. Nur dass GB über diese Standards nicht mehr mitentscheiden darf. Damit hat GB an Entscheidungsspielraum verloren und nicht gewonnen.

@ 21:34 von wenigfahrer

Also wird es neue Modelle geben zu gegenseitigen Vorteil, haben doch 2 Jahre Zeit für die ganze Umstellung.
Was mit der EU wird und Ihrer Politik weiß heute noch keiner, GB kann das jetzt nun wieder für sich bestimmen.

Die britische Regierung hat für BREXIT bislang weder Konzept noch Plan(ung) noch Mannschaft.

Vielleicht gelingt es bis zur zweiten Halbzeit.

Wer erst im Elfmeterschießen auftaut, spielt Risiko.

Vor allem, wenn Schottland es erst gar nicht soweit kommen lässt und England vorher aus der Liga kickt.

@ 21:38 von yaz

Wer mal (vergeblich) versucht hat, in einem englischen Supermarkt zwischen all den europäischen Industriebieren ein englisches Ale zu finden ...

Ging mir genauso.

Wird in England überhaupt noch Bier gebraut?

@ 21:51 von taschenleer

Man kann doch nicht über eine Agenda abstimmen lassen, ohne einen ausgearbeiteten Ablaufplan in der Schublade zu haben für den Fall, dass die Entscheidung pro Brexit ausfällt. Das ist doch kein Kindergartenspiel, wo man hinterher sagen kann, ´Wir haben es mal versucht.´

Wie wir gesehen haben: GB kann.

Spannende Frage, ob laut taschenleer hinterher auch in England Taschen leer.

@ 22:01 von Volki13

Ohne die EU Bürokratie schaffen Sie es sogar besser. Wetten.

Ich wette dagegen. Nach meinen Gewährsleuten von der Insel gilt im Alltagsleben die EU-Bürokratie als Erleichterung im Vergleich zur britischen.

@ 22:10 von Messi

Das läuft eher so: Im Hintergrund - ... unter Ausschluss jeglicher ... Öffentlichkeit - werden Ziele und Strategie formuliert. Und dann verhandelt.

Sehen Sie die britische Regierung an dem Punkt, Ziele und Strategie formuliert zu haben?

Oder waren heute wieder mal nur Nebelpetarden für die Öffentlichkeit?

Ich lebe seit 20 Jahren in

Ich lebe seit 20 Jahren in Grossbritannien.
Dieses Referendum brachte:

Eine gespaltene Labourpartei
Eine gespaltene Torypartei
Eine gespaltene Wahlbevölkerung
Mehr Rassismus
3 Millionen EU Bürger, deren Zukunft als Verhandlungsspiel missbraucht wird.
2 Millionen Briten deren Zukunft in der EU unsicher ist.
Ein Fall von Platz 6 auf Platz 5 in der Weltrangliste.
Höhere Importpreise (Als Nettoimportland)
Ausverkauf nach Asien der wenigen Erfolgsgeschäfte (ARM)

Nebenher sind Gerichtsverfahren am laufen die May dazu zwingen sollen, nicht uralte Gesetze zum Alleinregieren zu missbrauchen (royal prerogative).

Ein Weltbild der Briten als Rassisten als Farage bei Trump Wahlkampfreden hält.

Ausserdem meinen Verfassungsgesetzrechtsanwälte wie Professor Dougan das man um 40 Jahre Gesetze umzukrempeln mindestens 10 Jahre braucht.

Ein Erfolg ist das nicht.

Man wartet hier momentan ob die wirklich so wahnsinnig sind das durchzuziehen und tut so als ob es nicht passiert ist.

@ 22:18 von Nutzer

GB kann sich zwar aus der Mitgliedschaft verabschieden, beim Handel mit der EU müssen die Briten sich aber weiterhin an europäische Standards halten. Dürfen aber nicht mitreden.

Zutreffend. GB darf nicht mehr mitbestimmen, sonder bestenfalls beratend mitwirken.

Genauso wie die Schweiz und Norwegen. Um bilaterale Verträge mit der EU werden die Briten nunmal nicht herumkommen.

GB hat die Wahl, zu diesen Verträgen Ja oder Nein zu sagen. Punkt. Keine Verhandlung.

Brexit

Danke England ihr habt das Ende der EU eingeleitet, niemand braucht eine EU die wo von ein paar Eliten und Geschäftsmänner Regiert wird. Ich hoffe das ihr eine super Zukunft habt ihr seit auf dem richtigen Weg andere werden euch folgen.

@ 22:24 von toto96

Was haben die Briten doch für ein Glück ...

Sie müssen sich nicht nur national vollkommen neu sortieren, sondern auch international.

Ein Neubeginn kann Fort- wie Rückschritt bedeuten.

... in circa drei Jahren werden wir in der EU sehen wie viele Vorteile sich Britannien durch den EU-Austritt erschaffen hat.

Abkommen für Märkte wie Südamerika, Kanada, Indien, China, Russland, Australien, Neuseeland etc. müssten eigenständig neu geregelt werden. Ein ambitioniertes Vorhaben. Bislang fehlt die Spur eines Ansatzes. Und maßgebliche Gegenseiten signalisieren Desinteresse.

Alle die jetzt noch daran zweifeln, dass das ein positiver Schritt für England wird ...

Sie gehen also von Klein-Britannien aus?

@ 22:27 von schiebaer45

Und nach 2 jahren Zeit wird es schon so gehen das die Wirtschaft sich umgestellt hat ...

Klingt wie ein Bibel-Zitat.

... denn die Geschäfte laufen weiter

Hier im Volksmund würde gefragt: "als weidä die Bachgass' nunner"?

@ 22:27 von flodian

Ich bin grundsätzlich dafür den Briten klar zu machen, dass sie jetzt erst mal nichts weiter als ein Drittland sind.

Wenn die Briten die EFTA-Kriterien akzeptieren, so wie Island / Liechtenstein / Norwegen / Schweiz, blieben sie Erstland.

Sie hätten dann die gleichen Pflichten wie bisher (z.B. Freizügigkeit auf dem Arbeitsmarkt), durch den Brexit aber auf die Rechte zur Einflussnahme verzichtet.

Lernen von den Briten...

Ich halte nichts von kleinkarierter "Beckmesserei"... und finde den britischen "Brexit" nicht nur folgerichtig, sondern in Richtung EU auch für das richtige Zeichen.
_
Denn die ehemals moderne und friedensstiftende EWG hat sich über die politische Institution einer Brüsseer EU zu einem Regulations- und Vorschriftenmonster entwickelt, das nur noch den Selbstzweck dient... ohne jede politische Kompetenz zur Berücksichtigung eigenstaatlicher Belange der Mitgliedsstaaten, geschweige denn eine konzertierte europäische Gesamtverantwortung. Das zeigte sich deutlich bei der hilflos organisierten Banken- und Eurorettung, und geht weiter bis heute zur quasi nicht vorhandenen Sicherung von EU-Außengrenzen mit Migrantenströmen jetzt wieder übers Mittelmeer...
_
Die Briten wussten den Wohlstand ihres Inselreichs schon immer intelligent zu schützen. Wir Festlandseuropäer sollten von ihnen lernen... wenn schon nicht von den Fehlern (oder gerade auch), die zum Untergang des "Alten Rom" führten...

Brexit-Befürworter haben Briten hinters Licht geführt

Die Brexit-Befürworter haben die Briten gründlich hinters Licht geführt. Ihr Versprechen, eingespartes Geld in das britische Gesundheitssystem zu stecken, haben sie am Tag nach der Abstimmung zurückgenommen. Jetzt wird die britische Regierung von der Wirklichkeit eingeholt, die die Brexit-Befürworter ausgeblendet haben. Das ganze Gerangel zeigt nur eines: Die Briten brauchen die Europäische Union.
Es bleibt zu hoffen, dass sich diese Erkenntnis auch bei den Briten verbreitet, die für einen Austritt gestimmt haben.

@21:51 von taschenleer

Sie schreiben: > Ich halte es für eine bodenlose Frechheit derjenigen, die den Brexit und den Volksentscheid darüber angestoßen haben. Man kann doch nicht über eine Agenda abstimmen lassen, ohne einen ausgearbeiteten Ablaufplan in der Schublade zu haben für den Fall, dass die Entscheidung pro Brexit ausfällt. Das ist doch kein Kindergartenspiel, wo man hinterher sagen kann, ´Wir haben es mal versucht.´
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Aber ja doch - genau so funktioniert Basisdemoktratie. Die eben NICHT den Ansruch verfolgt, es immer nur den "oberen Zehntausend" recht zu machen, die dann angeblich für das Wohlergehen der restlichen 90% sorgen wollen ... sondern auch und ganz klar auch die Belange ALLER Bürger - arm und reich - im Blick zu haben... und gerecht zu berücksichtigen.
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Das ist freilich verbohrten Kapitalismusfetischisten zuwider. Aber komischerweise funktioniert genau das in einem der wohlhabendsten Saaten, nämlich in der basisdemokratischen Schweiz, ganz vorzüglich...

@ 22:33 von meinungsquirl

Sein wir mal ehrlich: Arbeitnehmerfreizügigkeit

Aufgrund der Historie mit Kolonien hat GB seit Jahrzehnten eine hohe Zahl Zuwanderinnen und Zuwanderer aufgenommen.

Viele andere EU-Länder ebenso.
Man betrachte die Teams bei Olympia.

Respekt vor der Integrationsleistung dieser Länder.

Allerdings haben diese Länder teils auch die Wanderung innerhalb der EU gefördert.

Solte Thema sein im Ablenkungskampf um die Freizügigkeit.

Wir werden noch neidisch nach England schauen, .................

............wenn wir dann das ausbaden müssen, was uns Brüssel dann mit CETA und TTIP "aufs Auge gedrückt hat".

Amerika stört es gewaltig, das England nicht mit "geknebelt" wird/ wurde!

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Eines Tages dürfen wir dann in den Medien lesen, das diese Freihandelsabkommen beschlossen wurde, und das es Europa in Zukunft viel besser geht!

(wenigstes ein paar!)

@ 22:41 von five oceans buc...

... nur schon um den Idioten in Berlin und Brüssel eins vor die Klappe zu hauen

Unser System könnte besser sein, aber bei dem, was Sie propagieren, kann ich Ihnen nur eins vor ...

Merkels Europa-Politik ist völlig gescheitert

Deutschland ist isoliert, der Brexit zeigt die Schwäche der EU, die Russland-Politik aufgrund einer verfehlten, aggressiv-expansiven Ukraine-Politik ist eine Bürde für Europa, die Unterstützung der Regime-Change-Aktivitäten der USA, Saudi Arabiens und Israels in Syrien ist eine einzige Katastrophe (siehe Wikipedia Artikel zu den Ursachen des Syrien-Konfliktes), ihre unkritische Haltung gegenüber dem Irak-Krieg zeigt ihr moralisches und außenpolitisches Unvermögen. Nach Merkel gibt es kein Zurück. Der politische Schaden auf allen Ebenen ist immens.

Brexit ist Brexit

@Rotkäppchen Wie Recht sie haben die Deutschen Mainstream Medien und Eliten wollen es nicht kappieren sie halten bis zum Schluss an ihrem Traum von einem gross Europa fest das schon zum Glück lange gescheitert ist

@ 00:29 von Hallelujah

Qui tacet consentire videtur = Schweigen bedeutet Zustimmung.
Dieses Prinzip gilt seit den alten Griechen und weiter über die Römer bis heute.

Sind da ein paar Jahrhunderte an Ihnen vorbei gegangen?

Heutzutage (BGB) lautet der allgemeine Grundsatz
Qui tacet consentire non videtur

Ausnahmen wie im HGB gibt's natürlich.

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