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BAMF-Entscheider

Ein schwerer Job, den Herr Abid und seine Kollegen da machen. Für mich wäre dabei wichtig, dass es unerheblich ist, zu welchem Entscheider der Asylbewerber kommt. Das Ergebnis sollte praktisch immer gleich aussehen (vermutlich ein illusorischer Wunsch). Außerdem sollte auch hier der Grundsatz gelten: Im Zweifel für den Bewerber, denn eine Fehlentscheidung könnte zu übelsten Konsequenzen für denjenigen führen. Ich wünsche hiermit allen Entscheidern eine glückliche Hand bei ihrer schweren Tätigkeit - und lassen Sie sich nicht nur vom Gesetz sondern auch von der Menschlichkeit leiten, denn ein gewisser Spielraum dürfte vorhanden sein!

Woher wissen denn die

Woher wissen denn die Entscheider wie es in den Heimatländern aussieht? Wenn die das lernen können, ohne je dort gewesen zu sein, dann kann das auch jeder andere! Wo sind die Rechercheverbünde der Ö/R ?

Kein einfacher Job

Ich möchte den Job nicht machen.
Auf der einen Seite Schicksal, auf der anderen Seite die Gesetze und privaten Emotionen die unweigerlich bei einigen Fällen aufkommen.
Erfahrung um zu erkennen das hier nicht geschauspielert wird, die bekommt man auch nicht von heute auf morgen. Und wie viel Personal ist einfach ins kalte Wasser geworfen worden den Job zu machen, was ist hier mit den Erfahrungen?
Ich will Schicksale nicht herunterspielen, aber ich möchte nicht wissen was da für Geschichten auch präsentiert werden.
Merkel hat auf jeden Fall dafür gesorgt das viel Arbeit zusätzlich geschaffen wurde durch das hereinwinken ohne Kontrolle. Der Gedanke mit Schengen ist ja gut, nur zeigt es uns das es wieder einmal von Politikerngemacht wurde ohne Vorausschauend zu denken.

Am 05. August 2016 um 09:16 von nie wieder spd

Das ist eine gute und berechtigte Frage.

@nie wieder spd dann zeigen Sie mal

Na, dann können Sie das ja auch. Unterbreiten Sie dem Forum doch mal, wie Sie vorgehen würden und schließlich zu einer Entscheidung gelangen.

@nie-wieder-spd

Woher die Entscheider das wissen? Ich glaube Sie brauchen nicht in Syrien gewesen zu sein, um zu wissen, dass dort gerade die Hölle los ist. Was die Entscheider zusätzlich machen müssen, ist zu erkennen, ob der Asylbewerber auch aus diesem Gebiet stammt bzw. kurz davor ansässig. Ein gebürtiger Syrer wird das wissen und dem Entscheider auch mitteilen ob die Aussagen wahr oder falsch sind. Abgesehen davon muss man die Aussagen auch mit dem Aussehen und der Aussprache bzw. Dialekte berücksichtigen. Und bei Syrer ist es sehr oft einfach fest zu stellen.

@09:16 von nie wieder spd

Woher wissen denn die Entscheider wie es in den Heimatländern aussieht?

Das kann man sich von Menschen, die von dort stammen erzählen lassen oder anlesen...

Wenn die das lernen können, ohne je dort gewesen zu sein, dann kann das auch jeder andere!

Ich kann zwar lernen, wo in einer Stadt das Fußballstadion ist. Es ist aber schwierig, dies überzeugend zu erzählen. Wie der Herr in dem Interview schon sagt, hören sich selbst erlebte Geschichten anders an, als auswendig gelernte. Wenige Menschen sind geborene Schauspieler und Lügner.

Der Entscheider muss nur lernen, wo z.B. in Aleppo der Markt ist, er muss es niemandem vorschwindeln. Das ist der Unterschied.

Insgesamt neige ich dazu, nicht überall gleich wieder das Haar in der Suppe zu suchen. Ich glaube, dass die Mitarbeiter des BAMF einen schweren Job haben. Ich möchte nicht dafür verantwortlich sein, einen Menschen vielleicht fälschlicherweise in die Gefahr zurück zu schicken.

Ablehnungen

Was nutzen die Ablehnungen, wenn nicht konsequent abgeschoben wird. Die wirklich Schutzsuchenden, habe das Nachsehen. Armes Deutschland

Genau hinsehen

Aufgrund mangelnder Kontrollmöglichkeiten dürfte die Dunkelziffer jener, die sich durch mogeln wollen recht hoch sein. Daher muss akribisch geprüft, und gegebenen falls auch hart durchgegriffen werden. Der Staat muss hier auf jeden Fall Handlungsfähigkeit unter Beweis stellen, um Nachahmer abzuhalten. Das ist für die betroffenen Mitarbeiter eine harte, aber auch anspruchsvolle Tätigkeit.

09:59 von calpe1

Die Abschiebepraxis war nicht das Thema des Interviews. Der Entscheider hat darauf keinen Einfluss.

09:16nie wieder spd:engagement+qualifikation

"Woher wissen denn die Entscheider wie es in den Heimatländern aussieht?Wenn die das lernen können,ohne je dort gewesen zu sein,dann kann das auch jeder andere!Wo sind die Rechercheverbünde der Ö/R ?"

Ich muss"nie wieder spd"zustimmen.
Widerwillig zwar,denn es widerstrebt mir,denn Sachbearbeitern mangelndes Engagement vorzuwerfen,zumal ich auch keinen Lösungsansatz sehe.
Die Situation ist nunmal recht verfahren+ich sehe nicht,wie-realistisch- in diesem"ersten Zugriff"besser vorgegangen werden könnte.
Für manche Betroffene wird dieser Sachbearbeiter zu einer Art"Richter"ohne daß dieser eine solche Ausbildung genossen hätte oder ein entsprechendes Verfahren ordnungsgemäß durchgeführt würde.
Was dabei wehtut:Es werden möglicherweise eher die "verängstigten,energiearmen,Kriegsflüchtlinge sein",die nicht alle Register ziehen+auf ihre rechtlichen Möglichkeiten bestehen werden in unserem guten Rechtsstaat.

Das tuen allerdings bestimmt die,die aus unlauteren Gründen hier sind.

Bitter.

auswahlkriterien

reicht allein der umstand aus, dass ein migrant vormals in einem bürgerkriegsland gelebt hat? ist dabei erheblich ob er selbst bedroht wurde oder reicht es aus syrer zu sein? ein großteil der in syrien lebenden syrer ist nicht unmittelbar vom bürgerkrieg bedroht. werden diese dann als flüchtlinge anerkannt? steht im gg nicht, dass politisch verfolgte ein recht auf asyl haben (was ich unterstütze!)? finden nicht in vielen ländern bürgerkriege – mitunter in einem kleinen ausmaß – statt und dürfen nach neuer beschlusslage alle bürger dieser länder nach deutschland kommen, um ihre lebensbedingungen zu verbessern?

Lieber eine Kommission

Ich würde mir wünschen, dass es statt eines Entscheiders eine Kommission geben würde, die ähnlich einem Schöffengericht besetzt ist. Also ein hauptamtlicher Vorsitzender (wenn möglich Jurist) und vier "Otto-Normal-Verbraucher". Entscheidungen werden mehrheitlich gefällt. Enthaltungen gibt es nicht.

Falsche Schwerpunkte

Finde es schade, dass die Frage der lügenden Asylbewerber*innen zu einem Schwerpunkt des Interviews gemacht wird, aber es nicht einmal den Versuch gegeben hat, seine politische Einschätzung zur Verschärfung des Asylgesetzes herauszufinden. Jemand, der so nah dran ist und als Entscheider Verantwortung trägt, hätte ja vielleicht etwas Spannendes dazu zu sagen gehabt.
Stattdessen wird hier eine geschmacklose Sauce angerichtet aus Rührseligkeit (Nehmen Sie etwas mit nachhause?) und pflichtversessener Beamtentugend (Handle nur nach Recht und Gesetz!). Verschenkt ...

Nun die Schwachstelle

ist der Mensch selbst, natürlich sollte ein Entscheider Neutral sein.
Aber mehr oder weniger ist der Mensch nicht so neutral wie es möglich wäre, kann jeder an sich selber prüfen.
Deshalb wäre eine Zweite Meinung zum jeweiligen Fall als Absicherung gut.

Bei Unsicherheiten sollt abgelehnt werden.

Aber der springende Punkt ist dann eher die Umsetzung bei Ablehnung der jeweiligen Personen.
Und ehe die 500 000 alle geprüft sind gibt es schon wieder 100 000 sende neue im Land.

Und was machen wir mit denen die hier bleiben, wie diese Woche festgestellt reicht die Bildung für Handwerk und Industrie noch nicht mal bei gebürtigen Deutschen.
Wie soll sich dann ein völlig Fremder einbringen können, der andere Bildung hat und sich nicht verständigen kann oder nur schlecht.
Den kann ich nicht zu Kunden schicken.

Gruß

Dank an alle Beteiligten,die engagiert arbeiten

Um nicht mißverstanden zu werden.

Es ist mir wichtig, meinen Respekt für diese wichtige Arbeit auszusprechen.
Ich schließe mich da ausdrücklich den guten Argumenten der User an, die anführen,warum ein erfahrener Sachbearbeiter durchaus Einiges beurteilen kann und in vielen Fällen zu richtigen und nötigen Entscheidungen kommen wird.

Manche "Hardcore-Kritiker" würde ich gerne bei Ihren eigenen Worten packen und möchte deswegen einen Vorschlag machen.

Vielleicht könnten Sie -beispielsweise bei einer Kirche/caritativ vertrauenswürdigen Institution Ihrer Wahl nach "echten" Flüchtling(sfamilie)en sich erkundigen.
Und dann möglicherweise die Prs/ Familie,die Ihrer"persönlichen Prüfung"standhält+Ihnen sympathisch ist-
unterstützen?
Bei Behördengängen,Arztbesuchen,Anbahnungen von Deutschkursen,Kindergartensuche,Hausaufgaben,Suche einer angemessenen Wohnung usw.

Und ja,wenn so Jemand nicht allein mit dem ihm unbekannten Dolmetscher zu so einem Entscheidergespräch gehen müßte,das wäre schön.

Reine Farce

Tatsache ist, dass niemals mit letzter Sicherheit geprüft werden kann, ob die Angaben stimmen. Dies mag zwar nur für einen Bruchteil der Fälle wirklich relevant sein, aber vielleicht rutscht so auch gerade der Terrorist durch.

Der Anspruch "im Zweifel für den Antragsteller" ist naiver, romantischer und falsch verstandener Humanismus.

Die Anforderungen an die Mitwirkungspflicht der Antragsteller sind viel zu niedrig und werden auch nicht konsequent durchgesetzt.

Und auch, wenn mal auf Ablehnung entschieden wird, wird die Ausreisepflicht nicht durchgesetzt. Damit wird das gesamte Verfahren aber zu völligen Farce.

um 09:51 von Thelonius

"Na, dann können Sie das ja auch."
.
Mit Verlaub, ihre Aussage erscheint nicht logisch. Aus welcher Motivation sollte der Forist eine erfundene Herkunft erlernen wollen und das obendrein hier und jetzt im Forum zum Besten geben können?
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Alles was der Forist gesagt hat, war: wenn Entscheider die noch nie an einem bestimmten Ort waren, lernen können wie es da aussieht, bzw Namen, Regionen etc kennen... Dann können das auch die Bewerber. Und das ist erst einmal mindestens eine logische Schlussfolgerung. Bitte differenzieren Sie. Gruß

@um 09:58 von dr.bashir

Stimmt! Das kann ich mir erzählen lassen. Von wem denn? Von dem einen Asylbeweber oder von dem anderen? Oder von einem Dolmetscher? Bei denen auch niemand weiß, auf welcher Seite der steht? Jesiden könnten Ihnen davon erzählen, wie gefährlich Dolmetscher sein können. Die Kenntnis der Lage vor Ort könnte durch ein Netzwerk von diplomatische Mitarbeitern der dortigen Botschaften erbracht werden. Aber dann wüssten die auch schon Jahre bevor sich Flüchtlinge aufmachen, was da los ist. Wie zb jetzt in der Türkei. Aber die wissen eben auch wenig, oder wollen nur wenig wissen. Weil das ungestörte Geschäfte verrichten Wichtiger ist.

Dialektologie

Ein interessanter Artikel! Mich würde noch interessieren, inwieweit die Erkenntnisse des Dolmetschers in die Entscheidung miteinbezogen werden. Klar ist, dass die Unterschiede zwischen syrisch-palästinensischem Arabisch und dem Arabisch Nordafrikas (Ägyptisch vs. "Maghrebinisch") so groß sind, dass nur wenige Naturtalente in der Lage sein dürften, innerhalb recht kurzer Zeit den jeweils anderen Dialekt überzeugend zu "simulieren". Oder findet das Gespräch im Wesentlichen in Hocharabisch statt? Dies würde die Aufgabe eines "Simulanten" erheblich vereinfachen.
Über das Ausmass der dialektalen Unterschiede bspw. in Syrien weiß ich nur wenig, denke aber, dass es auch dort erhebliche Unterschiede gibt, vergleichbar vielleicht mit der dialektalen Diversität im Süden und Westen Deutschlands.

MfG A.

um 09:58 von dr.bashir

"Insgesamt neige ich dazu, nicht überall gleich wieder das Haar in der Suppe zu suchen."
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Ich stimme Ihnen grundsätzlich zu, jedoch gibt das Ihnen und mir nicht das Recht anderen Foristen diese Praxis schlecht zu reden. Bei der Tatsache dass 80% der Asylsuchenden ohne Ausweis kommen, es Berichte von Heimleitungen gibt wo die Toiletten mit Ausweisen verstopft sind... es genügend dokumentierte Fälle gibt in denen gelogen wird und wurde... sieht es eher nicht nach einem Haar in der Suppe aus, sondern nach einigen Büscheln, um es vorsichtig auszudrücken.
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Dazu die Tatsache dass auch der Forist "nie wieder spd" das alles auch mit seinen Steuern bezahlt, gibt ihm sehr wohl das Recht in einem ebenfalls auch von ihm finanzierten Forum, derartige Fragen zu stellen. Gruß.

"Abid: Ich treffe die

"Abid: Ich treffe die Entscheidung grundsätzlich nicht am selben Tag, sondern schlafe noch eine Nacht darüber und schaue mir das in den nächsten Tagen noch mal in Ruhe an."
Der Mann gefällt mir in dieser Einstellung, denn oft genug ist es so, dass einem hinterher immer noch Kleinigkeiten einfallen, die man "mittendrin" einfach nicht wahrgenommen hat.

@adorno
Abschiebung ist eine Konsequenz der Arbeit von Entscheidern ... nur wenn dies eben nicht gemacht wird, wird dadurch die Arbeit von Entscheidern quasi sinnlos. Insofern gehört es zum Thema dazu!

Kriterien und Konsequenzen

Wenn von Flüchtlingen aus Syrien die Rede ist, geht es generell immer um die Bürgerkriegsopfer. Diesen im Rahmen der Flüchtlingskonvetion bzw. des Asylrecht in Deutschland eine Aufenthaltserlaubnis zu gewähren ist vollkommen richtig.

Allerdings wird in einem Bürgerkrieg auch Täter geben. Solche Menschen, die keine Rücksicht auf Zivilisten oder besser "Nichtkämpfer" nehmen, die morden, plündern, vergewaltigen und Anhänger von Assad, die seine Diktatur gestützt haben. Eigentlich erwarte ich auch von unserem Rechtsstaat, dass danach gefragt wird. Dass bei den Opfern nach den evtl. bekannten Namen der Täter etc. geforscht wird.

Es wäre fatal, wenn sich Opfer und Täter plötzlich wieder in einer Flüchlingsunterkunft wiedersehen, weil das Handeln der Täter keine Konsequenz hatte.

Man darf gespannt sein, wie

Man darf gespannt sein, wie mit jenen Kurden und Türken verfahren wird, die nicht schwindeln, sondern einfach berichten, dass sie in ihrer Heimat von der herrschenden politischen Kaste bedroht werden. Wenn das pauschal als Asylgrund anerkannt wird, dann haben wir bald zusätzlich eine Million Zuwanderer aus der Türkei. Schaffen wir das dann auch?

@10:11 von NEW WORLD ORDER...

reicht allein der umstand aus, dass ein migrant vormals in einem bürgerkriegsland gelebt hat?

Gute Frage, klare Antwort "Nein". Für die Anerkennung als Asylant benötigt man einen individuellen Asylgrund. Aber jemand der aus einem Bürgerkriegsland kann ja außerdem noch Flüchtling gemäß der Flüchtlingskonvention sein, die die BRD unterzeichnet hat.
Außerdem (stand heute in meiner Zeitung) gibt es noch den "subsidiären Schutz". Das betrifft Menschen, die man nicht guten Gewissens in ihre Heimat zurückschicken kann, selbst wenn sie irgendwelchen formalen Kriterien nicht genügen. Lt. meiner Zeitung betrifft dies derzeit 60% der Syrer.

Also - Asyl ist nicht alles.

09:16 von nie wieder spd

"Woher wissen denn die Entscheider wie es in den Heimatländern aussieht?" - Kennen Sie das Wort: Mitarbeiterschulung?

Indizien für Lügen

Einige der aufgezählten Indizien dafür, dass ein_e Antragsteller_in lügt, können auch auf eine Retraumatisierung hinweisen. Wenn eine Person schwitzt, stottert oder Blickkontakt nicht halten kann während sie ihre persönlichen Fluchtgründe schildern muss, kann es auch bedeuten, dass es ihr sehr schwer fällt über ihre Erlebnisse zu sprechen. Wenn das pauschal als Anzeichen von einer Lüge gewertet wird, stelle ich die Menschenkenntnis und auch die gerechte Entscheidungsfähigkeit des Anhörers im Interview stark infrage.

@09:16 von nie wieder spd

"Woher wissen denn die Entscheider wie es in den Heimatländern aussieht? Wenn die das lernen können, ohne je dort gewesen zu sein, dann kann das auch jeder andere!"
//
Die können das bestimmt besser (da Sachkundig) als einige Foristen hier und anderswo, die auch zu jedem Thema eine Meinung haben, bzw. Behauptungen aufstellen ohne jemals da gewesen zu sein und es oftmals auch an der nötigen Sachkunde mangelt.

Da fällt mir die letzte FRONTEX-Berichterstattung ein

Laut der letzten FRONTEX-Veröffentlichung sind 40% der Migranten die sich als Syrer ausgeben gar keine Syrer. Wenn dem so ist, müssen sich die BAMF-Entscheider sicherlich sehr viele Märchen anhören?

@10:31 von nie wieder spd

Stimmt! Das kann ich mir erzählen lassen. Von wem denn?

Es wird doch wohl glaubhafte Quellen über die lokalen Verhältnisse in Syrien oder sonstwo geben. Vielleicht nicht brandaktuell und für jedes Dorf. Aber doch zumindest so, dass man für jeden Entscheider eine Art "Fragen&Antworten"-Katalog erstellen kann. Der Entscheider in dem Interview beschreibt ja, dass er nicht vorwiegend sachliche Korrektheit der Antwort überprüft, sondern die Art wie es vorgetragen wird ("stottern").

Und natürlich wird es Betrug und Betrugsversuche geben. Aber das ist eben die Kunst einer Überprüfung. Die Alternative ist "keine Überprüfung". Und die Frage, wo der Markt ist, ist sicher nicht das einzige Kriterium (Dialekt wurde schon erwähnt).

Und ja - die guten Schauspieler und Lügner schlüpfen bei so einem Verfahren durch. Aber ich weiß kein besseres.

10:06 von Thomas Wohlzufrieden

"Aufgrund mangelnder Kontrollmöglichkeiten dürfte die Dunkelziffer jener, die sich durch mogeln wollen recht hoch sein." - Bei allen Gerichtsverfahren dürfte der Anteil derer, die dem Richter Lügen auftischen, relativ hoch sein. Das betrifft nicht nur Flüchtlinge, sondern auch ganz normale Deutsche.

Ähem...

...ich möchte ja beileibe nicht die Diskussion um Sinn- oder Unsinn anheizen...aaaber...fällt es noch irgendwem auf, dass die dem "Entscheider" gestellten Fragen des Interviewers auch in gewisser Weise etwas Suggestives haben...?
(..."sarcasm"???)

Was soll der Mann..

auch anderes sagen wenn er keine Schwierigkeiten im Job bekommen will.

um 11:14 von Stefan T

"Woher wissen denn die Entscheider wie es in den Heimatländern aussieht?"

- google earth"
.
Entschuldigung, Sie scheinen den Kern der Frage nicht verstanden zu haben. Ich versuche es einmal so: Wenn der Entscheider sich ganz simpel per Google Earth darüber informieren kann wie es in den jeweiligen Heimatländern aussieht... können das logischerweise auch die Antragsteller. Was soll dann das Ergebnis der Befragung sein? Und welchen Sinn sollte es dann haben diese Praxis anzuwenden?

um 11:21 von ich nicht-die a...

"Die können das bestimmt besser (da Sachkundig) als einige Foristen hier und anderswo, die auch zu jedem Thema eine Meinung haben, bzw. Behauptungen aufstellen ohne jemals da gewesen zu sein und es oftmals auch an der nötigen Sachkunde mangelt."
.
Es geht doch weniger darum ob die Entscheider es besser können als irgendein Forist hier, sondern darum OB sie es können. Zig angegebene Heimatländer, Städte, Dörfer etc so weit zu kennen, um objektiv einzuschätzen ob die Wahrheit gesprochen wird oder nicht. Ich stelle mir das schwierig vor ohne persönliche Ortskenntnisse bzw mit ortsferner Nachschulung. Und das könnten dann im Zeitalter des Internets auch die Antragsteller ... darum ging es dem Foristen "nie wieder spd".

@10:21 von wenigfahrer

Wer abgelehnt wird klagt in der Regel. Es gibt genügend Anwälte, die damit ihren Lebensunterhalt bestreiten.

Google?

Wie man festellt, ob jemand aus einer Region kommt oder nicht, das kann man doch über Google in wenigen Augenblicken feststellen. Da muss man vorher nichts lernen.

Wenn Sie mir sagen, dass Sie in der Wolfenbütteler Straße in Braunschweig gelebt haben, dann rufe ich über Google-Maps die Straße auf und Frage Sie, welche bekannten Braunschweiger Unternehmen sich dort befinden. Oder in welche Richtung muss ich denn fahren, wenn ich zum Hauptbahnhof will. Fahren dort Straßenbahnen hin? Welche Sehenswürdigkeiten gibt es dort, was kann man da sonst noch so machen...usw.

10:46 von Ray

"Es wäre fatal, wenn sich Opfer und Täter plötzlich wieder in einer Flüchlingsunterkunft wiedersehen, weil das Handeln der Täter keine Konsequenz hatte."

Und wie bitteschön will man sowas vermeiden? Außerdem ist ja mittlerweile allgemein bekannt, dass unter den Flüchtlingen nicht nur Schäfchen, sondern beispielweise auch IS-Kämpfer sind.

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