Kommentare

"Hürde im Amtsenthebungsverfahren gegen Rousseff genommen "

Wo ist der Hinweis dass die brasilianische Staatsanwaltschaft selber festgestellt hat dass gegen ihr trotzdem kein justiziabler Vorwurf vorliegt, der hier suggeriert wird.

Rousseff spricht von Putsch,

Rousseff spricht von Putsch, weil erstens die Anschuldigungen gegen sie lächerlich sind. Sie hat nachgewiesenermassen nichts anderes gemacht als ihre Vorgänger im Amt, bis hin zu Cardoso. Zweitens weil es sich um eine parlamentarische Seilschaft gegen sie handelt, die aus Leuten besteht, die ebenso nachgewiesenermassen korrupt sind bis in die Knochen, und alles tun, um die aktuellen Megaskandale von sich fernzuhalten. Dies hat immerhin schon drei Mitgliedern des Putschkabinetts ihre Ämter gekostet. (Gelingen kann diese neoliberale Wende, weil der PT keine Mehrheiten in den beiden Kammern hat. Die Regierung war immer schon, auch unter Lula, auf zweifelhafte Koalitionäre angewiesen.) Aber wenn us-amerikanischen Interessen gedient ist, müssen rechtsstaatliche Bedenken eben hintanstehen.

Temer ist ein CIA-Agent

Der wegen illegaler Wahlkampfspenden verurteilte, darf er acht Jahre lang nicht zu Wahlen antreten.
Zum Außenminister bestimmte Temer José Serra, der 74-Jährige der rechtsgerichteten PSDB wurde zweimal in der Stichwahl um das Präsidentenamt geschlagen, 2002 von Lula und 2010 von Rousseff. Als Finanzminister ernannte Temer Henrique Meirelles, der 70-Jährige war einst Vorstandschef der Bank of Boston und 2003-2010 Zentralbankchef. Er steht für eine marktfreundliche Finanzpolitik. Agrarminister wurde der umstrittene Gen-Soja-Großunternehmer Blairo Maggi, der für die Zerstörung weiter Teile des Regenwaldes am Amazonas verantwortlich gemacht wird. Industrieminister wurde Marcos Pereira, ein evangelikaler Prediger und Bischof einer der größten Pfingstkirchen Brasiliens, der die Evolutionstheorie verteufelt.
Das sind nur einige aus dem neoliberalen Grusel-Kabinett,steht ja auch ausführlich im Artikel,glaub ich ^^

Wohin steuert Brasilien?

Was nach Dilma Rousseff kommt und ob diese Regierung besser sein wird, ist für mich eine offene Frage.

Wieso schauen denn die sonstigen Welt-Einmischer alle weg?

Doch nicht etwa gar, weil sich da ein ihnen Genehmer hinputscht? Wo war der Aufschrei, dass in so einem Land nur Weiße und nur Männer aufgestellt wurden? Wo der Aufschrei, dass die ersten bereits schon wieder wegen "Unregelmäßigkeiten" gehen mussten? Mir scheint, die Bevölkerung Brasiliens wird nur als Manövriermasse gesehen, die manchmal nützlich ist und manchmal stört.

Krise zweiter Teil

Die internationale Finanzwelt wird frohlocken, dass Michel Temer als Interimspräsident nun die Großunternehmen bauchpinseln und die von Dilma übertriebenen Sozialprogramme zurückfahren wird. Allerdings hat es die PT (Arbeiterpartei) auch übertrieben mit der selbst inflationsbereinigten Vervierfachung des Mindeslohns in 13 Jahren und einem so hohen Kindergeld, dass im ländlichen Bereich mit vielen Kindern selbst die Männer nicht mehr arbeiten gehen. Die aktuelle Wirtschaftskrise wird sich damit allerdings nur zum Teil lösen lassen, da die Rohstoffpreise weiter niedrig sind. Und vor Allem, das mit Abstand größte Problem Brasiliens, die Vetternwirtschaft und Korruption wird ähnlich weiterlaufen wie bisher. Wenn Temer die Legislaturperiode bis 2018 wirklich bis zu Ende bringt, dann besteht zumindest die Hoffnung, dass in dieser Zeit ein Oppositionskandidat aufgebaut werden kann, der dann nach der nächsten Wahl wirkliche Veränderungen bringen könnte.

@falko

immer wieder schön von kompetenten leuten zu lesen das der pöbel selbst schuld ist,ein lohn der zum leben reicht,gibts ja kaum noch im rauten-land,was wollen die Brasilaner damit,unverschämt,würden wir alle mal kürzer treten wäre die rendite ok,und es gäb keinen grund zu putschen,das haben sie gut dargestellt,danke^^

@koba

Diejenigen, die unter der aktuellen Krise am meisten zu leiden haben, denen die Inflation und die hohen Steuern den Lohn wegfrisst und die derzeit reihenweise, trotz guter Ausbildung, entlassen werden, ist die Mittelschicht. Das sehe ich jeden Tag bei mir im Bekanntenkreis. Den Rest von Ihrem Beitrag habe ich, ehrlich gesagt, nicht verstanden.

@falko

danke ,allein für die antwort haben Sie meinen Respekt,neoliberale Verbrecher wie Temer haben nicht Ihr wohl im Sinn,mehr will ich nicht ausführen,das wäre sinnlos.
Amerika 21 ist eine gute website,da finden Sie Antworten.
Grüsse Falko

und falko

die Mittelschicht ist immer das Problem,niemals die Lösung,comprendre?

Falco .wenn Ihnen Dilma sowas

antut,die während der letzten Militärdiktatur,inhaftiert,gefoltert usw, wurde,was meinen Sie bringt der Täter-Putsch?

@koba

Respekt ist schon mal gut, darauf lässt sich aufbauen. Ich weiß nicht, ob Sie (so wie ich) in Brasilien leben oder sonstwie tiefere Einblicke in die aktuelle Situation hier haben. Aber der gesamten Truppe um Temer, Cunha etc. geht doch das Volk und das Land am A. vorbei. Die wollen doch nur ihre Haut und ihre geklauten Millionen retten. Deswegen halte ich auch diese CIA-Nummer für ziemlich weit hergeholt. Aber Dilma, ihre politische Vergangenheit in allen Ehren, war halt einfach eine mieserable Präsidentin und unter ihr bzw. ihrem Ziehvater Lula ist eben dieses ganze korrupte System erst richtig organisiert worden. Insofern braucht Brasilien weder die PT noch die Temer-Truppe um das Land wieder auf Vordermann zu bringen, sondern eine neue, junge, intelligente und integere Persönlichkeit, der dem Volk wieder Vertrauen in die Politik gibt. Da braucht sich auch niemand von außen einzumischen. Die Krise ist hausgemacht und muss auch hier bewältigt werden.

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Das hab ich vor 3 monaten gepostet

27.05.2016 - 03:01 | Brasilien - Der tiefe Fall der Arbeiterpartei
Abhörskandal belegt Putsch in Brasilien

In Brasilien wird die De-facto-Regierung unter dem rechtsgerichteten Politiker Michel Temer von einem Abhörskandal erschüttert, der die Kritik von Widersachern des parlamentarischen Putsches gegen die gewählte Präsidentin Dilma Rousseff bestätigt. Den Aufnahmen zufolge, die der einflussreichen Tageszeitung Folha de São Paulo zugespielt wurden, hat der bisherige Planungsminister im Kabinett von Temer, Romero Jucá, den Sturz von Rousseff geplant, um Korruptionsermittlungen gegen sich selbst, Temer und andere Vertreter der Oligarchie in Politik und Wirtschaft zu verhindern.

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