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Kein " Prinzip" : eine öffentliche Amtsstelle

"Das Prinzip der "Inneren Führung" wurde einst als Reaktion auf den Kadavergehorsam deutscher Soldaten in der Nazizeit entwickelt. Es gilt als Kern des Selbstverständnisses der Bundeswehr. Doch im Alltag spiele es kaum noch eine Rolle und verkomme zum Lippenbekenntnis, sagen Kritiker."

IST DAS DENN SCHLECHT im 21. Jahrhundert? - - - Doch eher gedanklich fortschrittlich und positiv für sich sprechend für die DE-Bundeswehr. Oder wollen hier die Kritiker auch noch etwas ebenso propagandistisch vorposaunen.

Man sollte eher hervorheben, was nun nach dem Weltkrieg ist, nicht was mal vor Jahrzehnten oder Jahrhunderten war. Wir leben im hier & jetzt_ zum Positiven hin

Scheint einfach nur eine BW-Organisation_eine militärische Dienststelle der Bundeswehr zur Schulung von zivilem und militärischem Personal und Forschung in Fragen, welche die Innere Führung betreffen. (Wiki Zentrum innere Führung =Nix Neues)

Ist eine öffentliche Amtsstelle

um 02:48 von Frosty Candyman

Mir erschliesst sich der Ansatzpunkt ihrer Kritik am Artikel nicht. Für mich ist es bestens nachvollziehbar, dass bedingungslose Ja-Sager und kritikunfähige Offiziere von Leuten, die das epochale Versagen der Wehrmacht, die sich zum allzu willigen Instrument einer enthemmten Diktatur, der wahrscheinlich scheusslichsten, die es je gegeben hat, machen liess, noch präsent haben, als ernstes Problem verstanden werden.

Eine Entwicklung die nicht nur im Militär wahrzunehmen ist

Es ist eher eine gesellschaftliche Tendenz die man in den meisten Institutionen (Gewerkschaften, Betriebe, Universitäten...) wahrnimmt, beweise z.B. der VW-Skandal, die vom Finanzsektor verursachte Krise von 2008, der geringe Widerstand der SDP-Mitgliedern und der Gewerkschaften gegen die Agenda 2010, der vorherrschende unwissenschaftliche Neoliberalismus an den Wirtschaftsfakultäten der Universitäten...

Die BW ist da halt nicht

Die BW ist da halt nicht anders als jeder beliebige Grosskonzern.

aehm...

Und der Autor ist sich sicher, das es "Kadavergehorsamkeit" heißen soll?

Erschreckend....

....wie mir so einiges bekannt vorkommt.

"...Stromlinienförmige Ja-Sager machen Karriere, kritische Geister werden ausgebremst..."

"Die Unteroffiziere beklagen, dass sich die Offiziere nur noch um ihre Karriere kümmern, dass Entscheidungen ausgesessen und keine Verantwortung mehr übernommen wird."

Ich bin seid nunmehr 16 Jahren bei einer der größten Berufsfeuerwehren im Ruhrgebiet und genau diese Aussage kann ich im Kern zu meinem "Verein" auch tätigen.
Die Karriere der "Offiziere"- sprich derjenigen im GD- geht bei vielen (nicht allen!) über alles. Schwerwiegende Probleme der Mannschaft werden komplett ignoriert und ausgesessen.
Vorgeschlagende veränderungen werden erst einmal kritisch gesehen und seltens beachtet und befördert/belohnt auch diejenigen, die nicht gerade durch Fleiß und Mitarbeit auffallen.
Auch die besten verlieren so ihre Motivation und eine ganze Institution geht vor die Hunde.
Scheinbar eben wie beim Bund....

Wehrpflicht?

Dem Artikel ist keine zeitliche Entwicklung dieser Entwicklung zu entnehmen. Wäre es noch möglich zu recherchieren welchen Einfluß die Aussetzung der Wehrpflicht auf diese Entwicklung genommen hat?. Die Idee der Wehrpflicht, dass alle gesellschaftlichen Gruppen vertreten sind mit unterschiedlichen Einstellungen zu Macht und Befehlsgehorsam wurde zugunsten der Wirtschaft aufgegeben. War das wirklich eine gute Entscheidung?

Solange es die Wehrpflicht gab,

war die Bundeswehr tatsächlich in der Gesellschaft und in der Bevölkerung verankert.
Rund 80% jeden Jahrgangs kam zur Bundeswehr. Nach der Dienstzeit in der Bundeswehr wurden die beorderten Reservisten zu Wehrübungen einberufen.
In vielen (auch kleinen) Städten und Gemeinden gab es Kasernen oder Dienststellen der Bundeswehr.

Nach Jahren des Kaputtsparens, nach katastrophalen Entwicklungspannen von Waffen und Gerät, nach nicht nur aus militärischer Sicht nicht nachvollziehbaren "Reformen", nach Abschaffung der Wehrpflicht bei gleichzeitig immer umfangreicher werdenden internationalen Einsatzszenarien der Bundeswehr, muss zwangsläufig die "Innere Führung" auf der Strecke bleiben.

Oder wie sagte es neulich ein KpChef: " Für Innere Führung fehlt mir erstens die Zeit und zweitens das Personal"
(leider)

Die BW ist da halt nicht anders als jeder beliebige Grosskonzern

Falsch!

Die BW ist da halt nicht anders als jede beliebige Partei. Und hier liegt das Problem. Unsere politischen Vorbilder sind nicht das Spiegelbild unserer Gesellschaft, sondern die Vorreiter derselben.

Wo die politische Führung unseres Landes versagt und mit schlechtem Vorbild vorangeht, da darf es nicht wundern wenn die gesellschaftlichen Institutionen in Wirtschaft und Behörden dem nacheifern.

Seit 1983 wird uns doch (mit wenigen Ausnahmen) vorgelebt wohin Eigenverantwortung führt! In politisches, wirtschaftliches und damit persönliches Abseits.

DAS ist die wahre "geistige und moralische Wende", das Erbe der Kohl-CDU und deren Nachfolger. Danke auch!

Charakterlos

Dieser Artikel ist eine gute Beschreibung der aktuellen gesellschaftlichen Tendenz. Leider.

das ist genau der Punkt

Die Grundrechte von Soldaten werden deshalb nur eingeschränkt, wenn es für die Funktionsfähigkeit der Streitkräfte erforderlich ist.

Und ob das der Fall ist entscheidet wer? Richtig: Vorgesetzte. Das ist so wie die Aussage von Joschka Fischer zum Balkankrieg "wir hätten diesen Krieg nicht geführt, wenn wir es nicht für nötig gehalten hätten".

Die Grundrechte haben nur einen Sinn, wenn sie einen Absolutheitsanspruch haben, das müsste doch eigentlich klar sein. Der zitierte Satz karikiert sich selbst.

Hä?

Die "Staatsbürger in Uniform" hat doch die CDU abgeschafft, als sie beschlossen hatte das Steuerloch, was uns ihr großer ex-Vorsitzender Helmut Kohl hinterlassen hat, durch Kaputtsparen der Bundeswehr und Abschaffung des Wehr- UND DES ERSATZDIENSTES zu füllen ... anstatt endlich mal die großen Firmen und Reichen an ihre VERANTWORTUNG zu erinnern, die ja laut GG Art. 14 dazu verpflichtet sind ihr Eigentum zum Wohl der Allgemeinheit einzusetzen (=Steuern zu zahlen).

Stattdessen hat man einen Bundesfreiwilligendienst geschaffen, wo Menschen die Jobs übernehmen können die vorher Ersatzdienstleistende übernommen hatten. Natürlich heute zum Discount-Preis.

@ 06:20 von dingsbums

Wo steht denn das? (Und außerdem sollten Sie zwischen das und dass unterscheiden.)

Andere Zeiten

Hallo,
nun, die Zeiten haben sich geändert. Insbesondere die Abschaffung der Bundeswehr hat den Kontakt zwischen Bevölkerung und Bundeswehr verschlechtert. Natürlich kommt noch die "politisch korrekte" Grundeinstellung großer Teile der Regierung und Bevölkerung ein Übriges: Militär ist grundsätzlich als böse anzusehen, so auch die Bundeswehr.
Davon abgesehen muss man aber auch endlich als Deutsches Volk in der Gegenwart ankommen, anstatt sich gegenseitig darin zu übertrumpfen, Deutschland und seine Vergangenheit als schlecht darzustellen.
Wenn eine VerbrecherIn aus der Haft entlassen wird, dann ist die Strafe ja auch vorbei. Und der Eintrag der Vorbestrafung fällt irgendwann weg.
Also Kritik an der Bundeswehr bitte OHNE Bezug zu Dingen, die meine Urgroßeltern(!!) zu verantworten hatten.....
Schönen Tag allerseits.

Wenn sich Frösche über das Meer unterhalten

Ein sehr treffender Bericht... das Fehlen der Inneren Führung wird den jungen Offizieranwärtern schon unmißverständlich von Anfang an in die Wiege gelegt: Gehorchen und Aufträge ausführen ("Ich will" ist das Leitmotiv der Offizierschule der Luftwaffe). Das Ergebnis ist da nicht so wichtig vgl. zu einem Konzern, der einen Profit erwirtschaften muß. Und so verselbständigt sich eine Leitlinie, die vor allem darauf aus ist, schnelle Lösungen zu erzielen, die zwar vordergründig effektiv erscheinen, aber häufig weder nachhaltig und schon gar nicht effizient sind. Nach 12 Jahren frustrierender Benachteiligung ziehen viele junge Offiziere die Konsequenz und überlassen das Feld "den Alten" (vorgesetzte Stabsoffiziere), die mit ihren "Restwissen" alle 2 Jahre versetzt werden und darauf aus sind, in diesen 2 Jahren möglichst nichts anbrennen zu lassen. Auch so läßt sich erklären, warum manches Projekt in den Sand gesetzt wird: Viele Fähige sind weg! Danach unterhalten sich die Frösche übers Meer!

@Anton77 ....wie mir so

@Anton77
....wie mir so einiges bekannt vorkommt.

Mir ebenfalls... Und das ist nicht nur bei der Bundeswehr der Fall. Können wir inzwischen täglich auf allen Ebenen der Staatsbürokratie beobachten: Verantwortungslos, beschönigend, leugnend, wegduckend.

Nicht nur

der Staatsbürger in Uniform ist ausgestorben, es gibt überhaupt keine Staatsbürger mehr, sondern nur noch Einzelkämpfer um den Platz am Tresen die verwaltet werden und verwaltet sein wollen. Staat als Gemeinschaft ist tot, genauso wie die Gemeinschaft an sich die ja originär einer Solidarität bedarf. DIE gibt es nur noch auf Twitter und Facebook. Ich hhoffe, daß sich das mit dem Zuzug einer Million Menschen aus Solidargemeinschaften (Familien z.B. ) wieder bessert.

"Innere Führung" hat nie funktioniert

Das ist zumindest meine Erfahrung schon vor fast 30 Jahren gewesen. Auch damals ging eben Gehorsam über alles und trotz aller Lippenbekenntnisse durfte man nicht selber kritisch denken oder das Gedachte auch noch äußern, ohne auf die Abschussliste zu kommen.
Der einzige Unterschied dürfte darin bestehen, dass diejenigen, die heute zur Bundeswehr gehen - in einer Zeit, wo die Soldaten tatsächlich in Kriege geschickt werden - zumindest ansatzweise wissen könnten, auf was sie sich einlassen. Und dieses Berufsbild ist nun mal nicht dazu geeignet, die geistige Elite anzusprechen, mit den entsprechenden Konsequenzen.
Wer in den Achtzigern zur Bundeswehr ging, war wenigstens noch geschockt, als er nach der Wiedervereinigung plötzlich damit rechnen musste, seinen Kopf auf einmal irgendwo in Afrika oder Asien hinhalten zu müssen. Und die "Innere Führung" war entsprechend für eine (Landes-)Verteidigungs-Streitmacht gedacht, nicht für eine Kolonial-Armee.

Stellenwert

Als Verteidigungsminister zu Guttenberg 2011 seine Strukturreform durchgeführt hat und etliche Kasernen geschlossen wurden, gab es einen großen Aufschrei in den betroffenen Regionen: Wegfall von Arbeitsplätzen, Verlust von Kaufkraft, Verlust von Wirtschaftskraft, leerstehende Immobilien usw. Niemand hat den Verlust an Sicherheit beklagt. Daran sieht man welchen Stellenwert die BW überhaut noch hat.

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@07:33 von frosthorn

Und ob das der Fall ist entscheidet wer? Richtig: Vorgesetzte.
Falsch!
Das ist im Soldatengesetz geregelt, das für alle Soldaten einschließlich der Vorgesetzten gilt.

Die Grundrechte haben nur einen Sinn, wenn sie einen Absolutheitsanspruch haben, das müsste doch eigentlich klar sein.

Was ist denn mit
- Freie Meinungsäußerung
- Brief- und Fernmeldegeheimnis
- Versammlungsfreiheit
- Recht auf Privatsphäre
- Recht auf informationelle Selbstbestimmung
...
um nur einige zu nennen, die durch Gesetze eingeschränkt sind.

Wo können Sie da Ihren Absolutheitsanspruch durchsetzen?

Ich halte es schon immer für eine Fehlleistung

der Politik, dass man den verpflichtenden Dienst für junge Menschen abgeschafft hat. Dies kann entweder an der Waffe oder im sozialen Bereich als Zivi sein. Und dies gleichberechtigt für beide Geschlechter.

Gerade in der heutigen egoistischen Generation der facebook und twitter verseuchten jungen Menschen wäre ein Jahr für die Gesellschaft eine ungemeine Bereicherung. In diesen Diensten lernt man soziale Kompetenz, Verantwortung, Kameradschaft und man wird Selbstständig.

Eine Gesellschaft, in der der Einzelne völlig losgelöst ist von sozialer Verantwortung muss dazu führen, dass der Egoismus die treibende Kraft wird.

Und natürlich müssen auch alle, die hier als Migranten eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung haben, den Dienst für diesen Staat erbringen. Denn von diesem Staat und der Gesellschaft profitieren sie ebenfalls sehr stark.

So lange sich die beiden

So lange sich die beiden militärischen Blöcke an der "innerdeutschen" Grenze gegenüber standen machte vielleicht der "Staatsbürger in Uniform" Sinn.

Nur seit Anfang der 90er Jahre existiert der Feind nicht mehr.

Und was wurde aus der Bundeswehr??
Eine Invasionsarmee - die z.B. seit mehr als 10 Jahren in Afghanistan KRIEG führt.
Das ist länger als der 1. und 2. WK zusammen.

Da ist natürlich ein kritischer Soldat oder Offizier komplett fehl am Platz.
Und genau darum ist es inzwischen zu einem "Lippenbekenntnis" verkommen.

@Frank_furter, 9:39

Was ist denn mit
- Freie Meinungsäußerung
- Brief- und Fernmeldegeheimnis
- Versammlungsfreiheit
- Recht auf Privatsphäre
- Recht auf informationelle Selbstbestimmung ...
um nur einige zu nennen, die durch Gesetze eingeschränkt sind.
Wo können Sie da Ihren Absolutheitsanspruch durchsetzen?

Das ist ja eine witzige Argumentation. Es ist ja wohl klar, dass ich mit den Einschränkungen, die Sie anführen, ebenfalls nicht einverstanden bin. Diese Grundrechte haben nur einen Sinn, wenn sie auch garantiert sind und nicht unter Bedingungen gestellt werden. Genau das schreibe ich doch in meinem Post. Was also wollen Sie mir sagen?

reines Wunschdenken

Ich halte es für reines Wunschdenken, dass dieser "Bürger in Uniform" in der entsprechenden Situation anders handeln würde als ein Soldat der Wehrmacht vor 75 Jahren.

Der Mensch hat sich doch nicht verändert - aber durchaus völlig unterschiedliche Erscheinungsformen, wenn er als Individuum oder als Kollektiv auftritt. Das lässt sich bei jedem Junggesellenabschied in alltäglicher Umgebung dokumentieren. Wie wird das also bei der Landesverteidigung im Ausland sein?

Das Soldatengesetz ist schön und gut. Aber es hilft nicht, wenn sich der Soldat nicht darauf beruft, wenn er es eigentlich müsste.

Eigene Erfahrung als FWDL'er

Ich habe 13 Monate als FWDL'er als Fallschirmjäger gedient. Meine Erfahrungen mit meinen Kameraden waren sehr positiv, doch mit den meisten Führungskräften sehr negativ. Jegliche konstriktive Kritik wurde auch schon im Ansatz verurteilt. Behandelt wurde ich als hätte ich einen IQ von 85. Anfangs war ich noch hochmotiviert und ich hatte das Glück 2 sehr gute Führungspersönlichkeiten als Ausbilder zu haben, doch diese wechselten Später schnell und es konnte sich nie ein volles Vertrauen entwickeln. Ich weiß als kleiner Manschafter hast du nichts zu melden, doch hätte ich mir gewünscht mehr für die Truppe tun zu können, indem ich z.B. auf Ausbildungslücken aufmerksam mache.

Keiner von meiner Truppe der was von sich hielt ist in Seedorf geblieben. Ich studiere jetzt und das nicht in der BW.

@Frosthorn

Erst einmal ist im Soldatengesetz §6 die Einschränkung geregelt (für alle Soldaten allgemeingültig neben dem StGB+BGB).
Darüber hinaus kann auch kein Vorgesetzter mal eben aus dem Bauch heraus irgendwelche dumpfen Befehle geben diese müssen sich nach der Vorgesetzten Verordnung richten. Und es ist auch so je höher der Dienstgrad desto schwerer die Bestrafung bei Verletzung der VorgV.

Das wird einem ganz am Anfang der UO bzw O Ausbildung eingetrichtert.

Und es gilt nicht der alte Grundsatz ein Befehl ist ein Befehl ist ein Befehl sondern der §11 Absatz 2 SG ist hier vom Untergebenen zu prüfen. IMMER. nicht danach sondern vor Ausführung.
Wenn ein Befehl unrechtmäßig erteilt wurde ist das dem Vorgesetzten mitzuteilen.
Sollte dieser auf Ausführung bestehen tritt das Beschwerderecht in Kraft.

Daher ist das Phänomen hier im Artikel ein Gesellschaftliches Problem was zu lösen schwer sein wird.

die Abschaffung der...

Wehrpflicht war längst überfällig...weil Zwangsarbeit verboten ist...ich habe das Ganze als Arbeitslager empfunden...außerdem hätten Wehrpflichtige mehr Geld als Berufssoldaten bekommen müssen...eben weil sie nicht freiwillg dort waren...sozusagen Schmerzensgeld...

Wieso nicht Tabula rasa?

Die meisten meiner Mitkommentatoren haben im Kern sicher recht mit ihrer Kritik. Warum sollte es dann nicht möglich sein, die Sache konsequent bis zu ende zu denken. Ich schlage vor; macht den Laden zu! Die Bundeswehr (BW) soll da hin gehen wo sie hingehört - - - ins Technische Hilfswerk (THW)! Stellt Euch das mal vor: Überall in Deutschland warten stramme Frauen und Männer in Blauzeug und THW-Logo auf die Katastrophenhilferufe dieser Welt. Mit modernster Technik ausgerüstet, jederzeit bereit an jedem Ort der Welt sofort erste bzw. nachhaltige Katastrophenhilfe zu leisten und dieses eine mal ganz gewiss zu sein, zu den Guten zu gehören. Was für eine beglückende Vorstellung. Die schmutzige Kriegsarbeit sollen ruhig unsere Nachbarn verrichten. Wir die Deutschen wären zum ersten mal wirklich everybody's darling.
Ach wär das schön...

ist doch graue Theorie, @Entsetzen, 10:11

Und es gilt nicht der alte Grundsatz ein Befehl ist ein Befehl ist ein Befehl sondern der §11 Absatz 2 SG ist hier vom Untergebenen zu prüfen. IMMER. nicht danach sondern vor Ausführung.
Wenn ein Befehl unrechtmäßig erteilt wurde ist das dem Vorgesetzten mitzuteilen.
Sollte dieser auf Ausführung bestehen tritt das Beschwerderecht in Kraft.

Sie dürfen schon glauben, dass ich weiß, wovon ich rede. Diesen oder einen ähnlichen Satz hat wohl jeder, so wie ich als W15, schon von einem Vorgesetzten gehört:
"Ihre Grundrechte können Sie nach dem Bund ausleben. Bis dahin gehorchen Sie."

Sie dürfen auch versichert sein, dass ich von meinem Beschwerderecht Gebrauch gemacht habe. Mit den üblichen Folgen. Der Vorgesetzte konnte weitermachen wie bisher. Aber ich wurde noch mehr schikaniert als vorher.

Der Staatsbürger in Uniform ist ein Witz mit Anlauf.

Die Bundeswehr

ist eben ein Spiegelbild unserer Gesellschaft.
Und die besteht nun einmal in immer größer werdender Zahl aus Speichelleckern und A...kriechern, getreu dem Motto: Nach oben buckeln, nach unten treten!
Während meiner Wehrdienstzeit in den 80er Jahren war diese Entwicklung in der BW (und auch der Gesellschaft) bereits mehr als eingeläutet, heute ist es unübersehbar und wahrscheinlich auch unumkehrbar.

"Staatsbürger in Uniform" vom Aussterben bedroht ???

Staatsbürger in Uniform ? Heute wird zwar niemand mehr gezwungen zu dienen,aber früher,vor 30,40,50 Jahren waren die Kasernen voll mit Leuten,die gezwungen wurden.Meist auch heimatfern in andere Landesteile geschickt.Betrogene Staatsbürger.

Die angeblichen Freiheitsverfechter störten sich nicht dran.

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