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Kommentar: Wut ist ein schlechter Ratgeber

Herr Schöbel, es geht nicht um Wut, sondern um Klarheit! Uk hat in einem plebiszit entschieden aus der EU auszuscheiden. Dieses plebiszit wurde von der Regierung abgehalten. Es ist unredlich nun seine ehemaligen Partnerländer im ungewissen zu lassen. Also sollte Mr Cameron so konsequent sein wie die englische Fußballmannschaft und ohne Verzögerung den brexit vollziehen.

Kerngedanken

Im Beitrag von 20:01 Uhr heißt es:
... "was der Kerngedanke dieses historisch einmaligen Projektes ist: Zusammenhalt und Solidarität."

Nun, wenn DAS der "Kerngedanke" der EU sein sollte, dann würden mich weitere _exits nicht wundern.

Wie wäre es, stattdessen das Wohl der EU-Bürger (sichere Arbeitsplätze, auskömmliche Einkommen und Renten usw.) zum "Kerngedanken" zu erheben?

Träumen wird man ja wohl noch dürfen ...

Ashton go home!

EU-Kommissar Hill hat Rückgrat und Demokratieverständnis gezeigt - er hat seinen Hut genommen! Von Frau Ashton haben wir da wohl weniger zu erwarten...

kein faires Spiel

Ich finde das ist kein faires Spiel von Premier Cameron und den Briten. Wenn England alleine entscheidet, wann die Verhandlungen beginnen, dann sollte die EU damit antworten, die Verhandlungen zu verweigern und einfach zu warten, bis die zwei Jahre nach Artikel 50 um sind und Großbritannien aus der EU ausgeschieden ist.

Angst nach dem Vorpreschen

Erst sich auf die stolz geschwellte patriotische Brust trommeln, weil man es (endlich) den Kontinental -Europäern gezeigt hat und dann die Hosen voll haben, daß diese Europäer sie tatsächlich ernst nehmen und sie zur Konsequenz drängen, die sie selber bis letzten Freitag so lautstark vor sich hergetragen haben. Put up or shut up!

Guter Kommentar

Ich hätte es anders formuliert-
Hi Ha Ho England ist Ko.
Heute wissen wir zwei Dinge.
Erstens England ist aus der EM und zweitens
England ist aus der EU. (Das Referendum wird nicht wiederholt).
Jetzt muß die EU hart verhandeln denn wer raus will und sich doppelt Ko machen möchte darf auch keine Sonderkonditionen haben.
Übringens Glückwunsch an die Isländer!

Totaler Brexit

Die ältere Generation sorgt mit ihrer Mehrheit dafür, dass auch die europafreundlichen jungen Briten aus der EU raus müssen. Jetzt tritt nicht nur Premierminister David Cameron zurück, sondern nach dem Ausscheiden auch noch Nationaltrainer Roy Hodgson.
Der totale Brexit. Poor Britannia.

…verlassen wird, steht bereits fest…

„Dass Großbritannien die EU verlassen wird, steht bereits fest“ – heißt es einleitend zum ARD-Interview mit Rob Broomby. Nun, wenn das so wäre, bräuchte man es nicht zu betonen; aber tatsächlich haben die Briten nur ein für die Regierung unverbindliches Votum abgegeben, und der Einzige, der versprochen hatte, sich daran zu halten – David Cameron (The Right Honourable D. C., laut Wikipedia) – sagt, dass er es in seiner Amtszeit nicht umsetzen wird.

Also wieder ein Trick der Briten, um die EU unter Druck zu setzen, ohne konsequent zu handeln. Anscheinend ist es Herrn Cameron egal, dass wegen der Austrittsentscheidung das Britische Pfund um 8,5 % einbricht – Hauptsache, dass gleichzeitig der Euro um 2,3 % nachgibt. Wie kann man mit solchen Menschen verhandeln? Was hat Herr Cameron gegen uns?

Wer solche „Partner“ hat, braucht keine Feinde. Die EU muss zusehen, dass sie von dieser unheiligen Allianz loskommt.

Ich hätte gern mal eine Zitatensammlung

aus den Kommentaren der letzten Wochen, wo Neid, Bewunderung und Glorifizierung formuliert wurden für dieses wunderbare Land, in dem dieses wunderbare Volk dank wunderbarer Demokratie endlich selbst über sein Schicksal entscheiden kann.

Satz mit X: War wohl nix. Herr Cameron und der Rest vom politischen Establishment gedenken das Referendum erst mal zu ignorieren.

Wozu die Schreihälse Johnson und Farage jetzt auch lieber schweigen.

Konsequenz

Das Herumgeeiere von Cameron und der britischen Regierung ist schädlich für alle Beteiligten. Wenn sich die dortigen Parteien selbst zerlegen möchten, und das vereinte Königreich sowie das große Britannien gleich mit, bitte - das ist nicht Sache der anderen EU Länder.

Schaden von den anderen EU Ländern abzuwenden ist jetzt die Aufgabe der EU Politiker. Wenn die britische Regierung hier nicht kooperieren möchte, finden sich sicherlich Bestimmungen im Dschungel des EU Regelwerks, die zur Anwendung gebracht werden können.

Die einfachste Lösung: Eine fehlende EU Flagge an einer britischen Behörde im EU Mitgliedsbereich ist der offizielle Antrag zum Ausstieg. Ab hier einfach 2 Jahre herunterzählen.

→ kein faires Spiel (enttäuscht, 23:21)

Dieses Gerücht mit der laufenden Zweijahresfrist hält sich anscheinend hartnäckig, aber es ist trotzdem falsch: Der britische Volksentscheid hat europarechtlich keinerlei Wirkung. Die Zweijahresfrist beginnt erst, wenn das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland seinen Austrittsantrag an die EU richtet. Und im Moment weiß niemand, wann das sein könnte.

Wozu noch verhandeln?

Die von den Brexit-Befürwortern vielgescholtene und geschmähte EU wird hoffentlich eine klare Linie fahren. Es muss keine Verhandlungen geben. Großbritannien sollte nach dem Austritt genau so da stehen, wie alle anderen Nichtmitglieder

Grundrecht der Schotten und Nordiren

Die Schotten und Nordiren müssen das Grundrecht erhalten, in der EU zu bleiben.

@ enttäuscht

"Ich finde das ist kein faires Spiel von Premier Cameron und den Briten. Wenn England alleine entscheidet, wann die Verhandlungen beginnen, dann sollte die EU damit antworten, die Verhandlungen zu verweigern und einfach zu warten, bis die zwei Jahre nach Artikel 50 um sind und Großbritannien aus der EU ausgeschieden ist."

Geht ja leider nicht - solange niemand auf der Insel die Traute hat formell den Austritt aus der EU zu beantragen geht leider gar nichts.
Fürchte fast der Antrag wird auch nie gestellt. Schade, die Quertreiber wären sicher gerne einige los - nur nehmen nix geben haben wir eh schon reichlich!

@um 23:20 von odoaker

"Wie wäre es, stattdessen das Wohl der EU-Bürger (sichere Arbeitsplätze, auskömmliche Einkommen und Renten usw.) zum "Kerngedanken" zu erheben?"

Genau das beinhalten die Kerngedanken der EU - einige Staaten, allen voran UK lehnte aber diese Kerngedanken seit jeher ab und sabotierte sie wo sie nur konnten.

Probleme?

Englisch in Zukunft keine Amtssprache mehr stand im Liveticker. Wird ja nur in GB gesprochen. Aber wahrscheinlich 27 andere Amtssprachen.Ist keiner mehr da,der diesen Antrag für englisch stellt da pro Land nur eine Amtssprache möglich ist. Das sind die wirklichen Probleme die heute beklagt wurden von Abgeordneten.

Macht endlich ein Vereinigte Staaten von Europa

So geht das nicht weiter. Es hätte schon vor 10 Jahren eine einheitliche Struktur gebildet werden müssen. Am Ende der Tage kommen wir sowieso nicht um dieses Thema, wenn hier dauerhaft Frieden, Sicherheit und effizienter Einsatz von Steuereinnahmen in Europa hergestellt werden soll. Diese Diskussionen zum Brexit sind doch eine Tragödie! Am Ende gehören wir zusammen! Politiker kümmert euch um das Zusammengehörigkeitsgefühl und Vertrauen der Europäer. Es gibt nur eine Zukunft und die ist ZUSAMMEN!

Jetzt wird es bizarr!

Cameron hat doch das Referendum selbst angestoßen, dann hat er auch die Konsequenzen zu ziehen- und zwar schnell. Es kann ja nicht sein, dass jetzt durch eine monate- oder jahrelange Hängepartie die Industrien geschwächt und die Börsen verunsichert werden. Das hat mit Fairplay und Anstand rein gar nichts mehr zu tun- sollte ich mich so getäuscht haben, was das Fairplay und das Demokratieverständnis der Insulaner angeht??

23:21 ugho65

Wieso Frau Ashton? Die ist doch schon seit 2014 keine Außenbeauftragte der EU mehr und auch sonst nicht mehr bei der EU aktiv.

Warum diese falsche Aussage.

Warum diese falsche Aussage. Hätten die Jungen statt auf dem Sofa zu sitzen sich zur Wahl begeben.
Schuld haben ja nun die die wählen gehen.

London pokert

Man möchte Art. 50 nicht auslösen bevor man nicht weiß was ungefähr bei den Verhandlungen mit der EU rauskommen wird. Das ist natürlich raffiniert, so nach dem Motto, "wir treten aus wenn wir mit den zu erwartenden Bedingungen zufrieden sind!". So wird das wohl nichts mit dem Brexit. Rauswerfen kann man die Briten nicht. Man hätte halt nicht das Volk befragen dürfen, wenn man nicht sicher ist was das Ergebnis sein würde. Die europäischen Eliten werden jetzt noch mehr als vorher erschaudern beim Gedanken an mehr direkte Demokratie. Den Schotten hat man vorsorglich (und natürlich völlig überraschend..) auch ein weiteres Unabhängigkeits Referendum untersagt. Am Ende bekommt GB noch mehr Milliarden Rabatt und bleibt dafür grosszügigerweise Mitglied der EU. Die deutsche Exportwirtschaft und Hochfinanz werden es danken !

Es gibt nur noch dieses eine

Es gibt nur noch dieses eine Thema. Und es ist geprägt durch Hass.
Abgang der EU Politiker aus GB ja,am besten sofort.
Der Rest bitte in Ruhe.

Jugend?

Immer wieder die Jugend-"Ente", auch v.d.Leyen fiel auf diese Statistik herein. Den meisten Jugendlichen war es ja scheinbar völlig egal und sie sind daher gar nicht erst zur Wahl gegangen.
Man könnte nun auch interpretieren: Die erfahrenen und reflektierteren Engländer haben daher (die Jugend im Blick) für Sie mitgedacht bei der Wahl. Es gibt keine Eltern & Großeltern, die schlechtes für ihre Kinder wollen.
Und nun darf auch der Austreten aus der EU nicht im Schnellschuss geschehen, sondern jeder Schritt sollte gut diskutiert und angegangen werden, bis zum Austritt. Wozu den die hastige Eile? Da passieren doch nur Fehler.

Ich finde, die EU sollte eine kurze Frist setzen

... und nach Ablauf der Frist, so traurig das auch ist, einen festen (und möglichst engen) Zeitplan für den Ausschluss des Vereinigten Königreichs aus der EU festlegen.
Meine (zugegebenermaßen verschwindend geringe) Hoffnung ist zwar immer noch, dass ein Wunder geschieht, die klügeren Briten sich besinnen, ein zweites Referendum durchsetzen und sich schließlich doch mehrheitlich für den Verbleib in der EU entscheiden, aber dieser Schwebezustand ist unerträglich. Unternehmen müssen Entscheidungen treffen, langfristige Projekte planen und wissen, mit wem sie nach welchen Modalitäten langfristig zusammenarbeiten können und mit wem nicht, in welche Standorte es sich zu investieren lohnt und welche Standorte man lieber wieder verlässt. Der Schaden, den der Brexit sowieso schon verursacht, wird nur noch größer, wenn nicht bald ein fester Zeitplan auf dem Tisch liegt.

@Wir Sofa-Revoluzzer um 23:29Uhr

Sie schreiben, dass die ältere Generation mit ihrer Mehrheit dafür gesorgt hätte, dass die europafreundlichen jungen Briten aus der EU raus müssen.
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Wenn es tatsächlich so sein sollte, dass die jüngeren Generationen mehrheitlich für einen Verbleib in der EU gestimmt hätten, dann hätten sie nur wählen gehen müssen um dies zu erreichen.
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Da sie das durch ihre niedrige Wahlbeteiligung aber nicht getan haben, müssen sie eben mit den Konsequenzen zurechtkommen (die ich für Großbritannien bei weitem nicht so negativ sehe wie sie in den letzten Tagen z.T. dargestellt worden sind).
Ein schwacher Pfund kann für die eigene Wirtschaft auch enorme Vorteile bedeuten. Und die Möglichkeit seine Steuereinnahmen vollständig im eigenen Land investieren zu können ebenfalls.
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Quelle:
http://www.welt.de/politik/ausland/article156576085/Unfassbar-niedrige-W...

Hintertürchen

Wollen sich die Briten so ein Hintertürchen aufhalten, erst mal schauen ob Geschenke aus Brüssel an die Briten gemacht?
Wer A sagt muss nun auch B sagen, Herr Hollande hat es richtig erkannt das es zügig vollzogen werden muss, wobei Merkel wieder am rumeiern ist. Nichts neues, und sie würde einen wichtigen Partner verlieren.
Man solle sich vor die Wahlen wären in Ungarn abgehalten worden, Merkel wäre die erste die nach der zügigen Abwicklung ruft.
Nun hat England sich entschieden, damit muss es nun austreten, ohne eine neue Abstimmung über den Brexit.

Das "Vereinte" Koenigreich

Das "Vereinte" Koenigreich benimmt sich nun so, wie man es selbst der EU vorwirft.
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Ein Paradebeispiel des "Von sich auf andere schlieszen"!
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Wir duerfen eines nicht vergessen. Ein Grund, warum die Schotten seiner Zeit fuer den Verbleib im Koenigreich gestimmt hatten, war die Verbindung zur EU. Man hatte den Schotten damit Angst gemacht, dass sie nicht so einfach EU Mitglied werden koennten, wenn sie unabhaengig wuerden. Und die Britische Regierung hat den Schotten Ueberdies versprochen sie "nicht aus der EU zu reiszen".
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Ein neues Referendum ist also nicht nur konsequent, sondern auf Grund der grundlegend veraenderten staatspolitischen Lage regelrecht geboten.
Die Britische Regierung sollte im Prinzip in allen Landesteilen des Vereinten Koenigreiches Referenden ueber den Verbleib im Koenigreich abhalten.

Brexit

Nun wird gejammert ,dass das Votum der Alten die Zukunft der Jungen verbaut hat.
Mit einer höheren Wahlbeteiligung der jungen Briten hätte das Ergebnis sicherlich anders ausgesehen.
So schlimm das Ganze für Großbritannien ist, wird es wohl die Erkenntnis fördern,dass man sich in einer Demokratie zumindest an Abstimmungen/Wahlen beteiligen muss.

Aufschlußreich

Als Rob Boombry nach der Situation bei den Konservativen (anyone but Boris) gefragt wird, läßt er sich hauptsächlich über die Situation von Corbyn und der Labour-Fraktion aus. Das war zwar gar nicht Thema, wollte er aber wohl unbedingt anbringen.
NB: Seltsames Verfahren, dass eine Parlamentsfraktion einem Parteivorsitzenden das Mißtrauen aussprechen kann, der von einer großen Mehrheit der Parteimitglieder gewählt wurde.

@ 23:46 von Kinzigtäler

Englisch in Zukunft keine Amtssprache mehr

Solange Irland und Malta in der EU bleiben, ist auch weiterhin Englisch eine der Amtssprachen.

@Wolfes74 27. Juni 2016 um 23:45

Lt. Statista lag die Jugendarbeitslosenquote z.B. in Spanien im April 2016 saisonbereinigt bei rund 45 Prozent.

Selbst wenn sichere Arbeitsplätze also zu den Kerngedanken der EU zählen sollten - dann wäre meine Beurteilung der Umsetzung dieses Gedankens allenfalls ein "Sie hat sich ständig bemüht" ...

Ich verstehe nicht, warum

Ich verstehe nicht, warum immer auf den "Extrawürsten" der Briten herumgehackt wird. Hätte unsere Regierung auch besser verhandelt und für Deutschland die Rosinen rausgepickt, hätten sich dann die gleichen Schreihälse (ich borge mir das Wort mal von den EU-Befürwortern, die damit immer die EU-Gegner versuchen zu beleidigen), die jetzt auf Großbritanien schimpfen, dann auch so aufgeregt, wenn sie selbst Vorteile genossen hätten? Ich glaube nicht.

@00:56 von J. Noll

>>
Ich finde, die EU sollte eine kurze Frist setzen
... und nach Ablauf der Frist, so traurig das auch ist, einen festen (und möglichst engen) Zeitplan für den Ausschluss des Vereinigten Königreichs aus der EU festlegen.
<<

... also nachträglich die Regeln ändern ? Das wäre ja selbst für Juncker's niedrige Maßstäbe ziemlich erbärmlich.

>>
...
die klügeren Briten sich besinnen, ein zweites Referendum durchsetzen und sich schließlich doch mehrheitlich für den Verbleib in der EU entscheiden, aber dieser Schwebezustand ist unerträglich.
<<

..und danach ein drittes und ein viertes Referendum bis das Ergebnis passt ? Es gab eine Abstimmung an deren Validität keine Zweifel bestehen.

Der jetzige Schwebezustand ist übrigens ein direkten Ergebnis aus der Unfähigkeit von Leuten wie Juncker, Schulz und so ziemlich aller EU Abgeordneten. Man hätte Artikel 50 schon seit 40 Jahren festlegen können, die Damen und Herren in Brüssel haben aber lieber lange Wochenenden eingelegt.

So geht es nunmal

England musste heute erleben, was es bedeutet, nicht mehr dazu zu gehören.

Zwar nur Fußball. Und nur gegen Island.

Aber die Brexit-Befürworter haben ja bereits vorgezeichnet, dass dieser gesamte Europa-Klimbim sowieso nix tauge.

Am Commonwealth solle Britannia genesen.

Ob Island nun einer EFTA-Aufnahme zuzustimmen geneigt ist?

Hart bleiben

"Cameron sagte, es obliege seinem Nachfolger und dessen Kabinett, die Art der künftigen Beziehung zur EU festzulegen."

Moment mal, da hat die EU auch noch ein Wörtchen mitzureden. Z.B.: Die Teilnahme am gemeinsamen Markt kann man bei einem Austritt fordern, aber sie muss nicht gewährt werden.

Dass man die Unverschämtheit besitzt, weiter zu erpressen, um Extrawürste zu bekommen und im Vertrag nicht vorgesehene informelle Verhandlungen vor dem Brexit einklagt, schlägt dem Fass den Boden aus.

Hart bleiben, das schlimmste was passieren kann, ist, dass GB sich weigert, das Austrittsgesuch zu stellen, also in der EU bleibt und weiter alle Verpflichtungen aus dem EU - Vertrag erfüllen muss, inc. Beitragszahlungen und Anerkennung des ungeliebten europäischen Gerichtshofes.

Jose Canseco

"Ich verstehe nicht, warum immer auf den "Extrawürsten" der Briten herumgehackt wird."

Extrawürste zeichnen sich dadurch aus dass sie immer nur einer bekommt.

"Hätte unsere Regierung auch besser verhandelt und für Deutschland die Rosinen rausgepickt...."

könnte man sich jedes Regelwerk und die Gemeinschaft sparen. Hätte jeder zum Beispiel gesagt: "i want my money back" und einen Britenrabatt rausgehandelt, hätte jeder nur noch die Hälfte gezahlt. Der mit der Extrawurst will dann wieder noch weniger zahlen etc. etc. SO GEHT UNION NICHT.

Im Kindergarten würde man sagen: Extrawürste gibt es nicht. Leider ist die EU unterhalb des Kindergartenniveaus und verteilt Extrawürste, akzeptiert Regelverletzungen etc.

Ich verstehe die Verbissenheit nicht

die sich bis zur Bitterkeit, gar Bosheit steigert.

Wieso muss das hässlich werden?

Schadenfreude pur, weil man denkt, die Briten werden Schaden nehmen.

Das steht noch gar nicht fest.
Schliesslich gibt es Freihandelsabkommen.

Also meine Frage: warum reagiert die EU (und auch sehr viele Menschen in Deutschland und auch hier im Forum) wie eine Ehefrau, die wegen einer Jüngeren verlassen wurde?

Der Brexit ist doch keine Kriegserklärung. Es ist kein Ablehnung. Es ist einfach nur eine Entscheidung, einen anderen Weg zu gehen.

Wenn ich mir so anhöre, welche Werte die EU angeblich so repräsentiert, dann sollte man einfach sagen: ok, dann ist diese Beziehung zu Ende, lasst uns an einer guten freundschaftlichen Beziehung arbeiten.

Ausserdem sollte man sich in der EU eher mal darauf konzentrieren, WAS zum Brexit führte.

Es könnte helfen, die EU besser zu machen.
Sonst folgen weitere Exits.

Die Menschen haben genug. Sie herablassend abzukanzeln nutzt so wenig wie Schadenfreude.

@ tisiphone

Ich bin ganz Ihrer Meinung.
Besser hätte ich es nicht schreiben können.

Doch möchte ich mal allen Usern hier , die immer über die "Extrawurst" die GB von der EU "gebraten" bekommt folgende Frage stellen.

Um eine Extrawurst zu bekommen muss es ja jemanden geben der die Extrawurst serviert!
Vielleicht sollten einige Foristen mal den "Service" in Frage stellen und nicht den der "bedient" wird.

Exit vom Brexit

Der Brexit muß noch von den Parlamenten abgestimmt werden und Schottland und Nord-Irland werden nicht zustimmen, da bin ich mir sicher. Es könnte auch sein, daß es ein 2. Referendum gibt, weil insbesondere die jungen Wähler in der EU bleiben möchten. Leider war die Wahlbeteiligung der 20-35jährigen extrem niedrig, zwischen 20 und 30%, das ist für mich nicht nachvollziehbar, bei den Wählern ab 65 Jahren lag sie bei 85 %. Jetzt sind viele erschrocken. Es müßte eine Wahlpflicht eingeführt werden in der gesamten EU, offensichtlich ist das politische Bewußtsein bei vielen Menschen nicht besonders ausgeprägt. Viele Menschen denken vermutlich, ob ich wähle oder nicht, es ändert sich ja sowieso nichts, das ist ein Irrglaube.
Und nun hat England auch noch den EM-Brexit und den Trainer-Brexit. Glückwunsch und viel Respekt an Island, der Einzug in´s Viertelfinale ist sehr verdient.

Zeit geben, statt schnelles CAOS

Nun die Briten sollten sich mit ihrem Austrittsgesuch Zeit lassen. Vorher sollten sie ihr Volk nochmals wählen lassen, da die Brexit-Befürworter definitiv Falsches erzählt haben. Leider wird auch bei uns wenig Politik erklärt, da beispielsweise Fr. Merkel wenig Veränderung will. Das schließt die Arbeitslosen und Nicht-Wähler mit ein.

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