Kommentare

Schottland?

Wie schnell kann Schottland frühestens ein neues Referendum halten? Wenn Schottland zeitnah aus dem UK aussteigt, dann würde das den Druck auf die Regierung deutlich erhöhen und das Ganze vielleicht etwas beschleunigen.

Gut Ding will Weile haben.

Gut Ding will Weile haben. Das sagte meine Großmutter schon zu mir. Nur nichts überstürzen.

Ich glaubs erst wenn sie ausgetreten sind

Nach wie vor besteht die Gefahr das man jetzt irgendwas für ungültig erklärt und die gute alte EU-Taktik anwendet: Die Abstimmungen werden wiederholt bis das Ergebnis paßt

Ich hatte es nicht zu hoffen

Ich hatte es nicht zu hoffen gewagt, die Briten draußen, aber es ist eingetreten. Natürlich gehören die Briten dazu, aber nicht Cameron und seine Truppe, die sowieso immer schon mehr draußen als drinn waren. Aber wer sich als Volk solch eine Regierung gönnt,die mal eben so, aus innerparteilichen taktischen Überlegungen, eine Abstimmung startet, die in ihrer Konsequenz offensichtlich für viele nicht überschaubar war, muss eigentlich mit allem rechnen. Aber die konservative Partei hat ja gute Leute, alle von der ersten Uni des Landes, mal sehen was die daraus machen, aus ihrer wieder gewonnenen Unabhängigkeit.Die EU muss viel machen, und vor allem zeigen das sie es auch will, denn den ewigen Neinsager gibt es nicht mehr.Die Krisen der Vergangenheit haben gezeigt was reformiert werden muss - aber vor allem muss sich die EU ihren Menschen zuwenden, und beweisen, dass sie keine Vereinigung für Bankenrettungen ist. Dann wird die Frage eines Xexit, wo auch immer, eine Frage von Minderheiten.

Dilettantisch!

Was ist das für eine Reaktion der BREXITER auf diese Entscheidung des Volkes!
... einfach jämmerlich!
Hoffentlich wird Europa bald von diesen GB-Politikern befreit!
Die EU sollte sich auf diese Verzögerungstaktik nicht einlassen!

Corbyn

"...Sein außenpolitischer Experte, Hillary Benn, hatte ihn in der Nacht angerufen und ihm gesagt, man vertraue ihm nicht mehr. Er sei ein guter und zurückhaltender Mann - aber er sei eben keine Führungsfigur, das sei das Problem. Daraufhin habe Corbyn ihn rausgeworfen. Mehrere andere Mitglieder des Schattenkabinetts zogen sich im Laufe des Tages von sich aus zurück. ..."

Die alten Blair-Gefolgsleute wittern Oberwasser. Dass ihre neoliberale Politik gescheitert ist, sehen sie nicht. Ebenso wenig, dass Corbyn das Vertrauen des größten Teils der Labourwähler hat. Dazu kommt noch die sehr klare Haltung Corbyns zu einem Brexit, gegen den er stand.
Alles Voraussetzungen, die in der nächsten Zeit entscheidend für eine soziale Veränderung der Politik Großbritanniens werden könnte - innen wie außen. Denn das Chaos bei den Konservativen und sogar der UKIP, die beide nicht wirklich wissen, wie sie mit dem EU-Austritt umgehen sollen, wird schon bald dazu führen, dass die Briten
umdenken.

Warten oder machen

Großbritannien bestimmt alleine, wann sie austreten. So einfach ist die Rechtslage. Falls die EU weiter auseinander geht, ist die EU-Bürokratie und das schechte erklären der EU-Politiker verantwortlich. Deswegen träumen sie jetzt auch vom schnellen harten Austritt, was aber FALSCH wäre. Noch mehr Arbeitsplätze könnten in der EU sonst verloren gehen.

Schon seltsam

was soll denn dieser Kommentar?

Die Abstimmung war ja erst vorgestern. Wo sollen denn die Briten hin uebers Wochenende. Die EU Forderung zum schnellen Ausstieg am Wochenende zeigt den Realitaetsverlust der Bruesselaner.

Der Brexit ist beschlossen, glaube nicht, dass sich die Briten davon noch abbringen lassen. Aber gut Ding will Weile haben. Schliesslich hat ja jede Ehe ein Trennungsjahr verdient. Die Briten haben fuer den Austritt gestimmt, es ist jetzt deren Sache wann sie den Austritt beantragen.

Die undemokratischen Aeusserungen von EU Vertretern nach dieser Abstimmung halte ich fuer bedenklicher als einen langsamen oder schnellen Austritt.

Raus ist nicht Raus?!

Sollte das Ergebnis in die Richtung laufen, dass trotz Austritt GB gleichwohl ähnlich wie ein Mitglied behandelt wird, dann ist das der Einstieg in das Ende Europas.
Können dann doch auch alle anderen aussteigen und weiter so wie bisher die Vergünstigungen nutzen.
Solche Lobby Hassardeure sind es letztlich welche die Idee von einem Europa bereits heute verwässert haben und der Grund für den aktuell nicht guten Zustand sind.

Brexit

Wenn die Volksabstimmung rechtlich
nicht verbindlich ist, kann es doch
eine Entscheidung des Parlaments
geben, wobei ein Fraktionszwang
aufgehoben sein sollte.

GB

Die Geschichte mit GB ist gelaufen, nun sollte die EU sich aber endlich mal an die Arbeit machen und sich für die Zukunft neu aufstellen und man sollte endlich mal daran denken, dass alles anders gelaufen wäre, wenn man das Volk auf seiner Seite hätte, also etwas weniger mit den vielen Lobbyisten und der Finanzwelt mauschelen, sondern mehr die Menschen in ihrer Politik einbeziehen und man musss die Verkrüstung der EU Bürokratie lösen, nicht für alle Lebenslagen muss es immer Bestimmungen und Richtlinien der EU geben, die dann morgen schon wieder mit neuen überhäuft werden.
Der schwarze Peter liegt doch nicht allein bei den nationalistischen Populisten, sondern ist auch im eigenem Haus zu suchen, solange man das verschweigt, so wird man von einem Referendum zum nächsten fürchten müssen.

EU-Vorsschriften!...................

weiß die EU nicht mehr, das sie Vorschriftten für einen Austritt aus der EU hat?

Oder gelten diese Regeln für Brüssel NICHT!

Herr Junkers sollt öfter mal Angeln gehen, das beruhigt!

Ein Tip von mir: Keinen Haken anbringen!

Wenn nichts anbeißt, hat er auch keinen Stress!

Es ist nicht mehr alleine die Sache GB...

Ja nun wurde erst mal abgestimmt in einer nicht unbedingt zwingenden Abstimmung für die Regierungsverantwortlichen und der Premier macht sich jetzt aus Staub mit Rücktritt. Bleiben noch die Abgeordneten die eigentlich per Votum der EU mitteilen müßten ob diese Abstimmung jetzt verbindlich gelten soll oder eventuell nochmals abgestimmt werden soll aus welchen Gründen auch immer.
(gemeint ist damit nicht wann der Antrag zum Austritt eingereicht werden soll und ob man an den Aussagen des zurückgetretenen Premiers Cameron für Oktober festhält)
Nein, ich finde es geht jetzt viel auch um die Atmosphäre wie ernst dieses Referendum von der EU genommen werden soll. Niemanden ist gedient wenn hier jetzt überall wie in Schottland, England und Europa große Unsicherheiten entstehen von den wirtschaftlichen Auswirkungen ganz zu schweigen. Man braucht vor allem jetzt klare Ansprechadressen und keine Beteuerungen der Art das England macht was es will und sich die EU ewig gedulden soll!

Nachdem man vor der

Abstimmung mit sich selbst beschäftigt war, konfrontiert man sich jetzt mit den Folgen, da wird man doch ein wenig moderat verfahren dürfen und sich die Sache an sich und deren Folgen noch mal auf der Zunge zergehen lassen können.
Lassen wir den Engländern doch etwas Zeit sich zu berappeln und zu sehen, wie sie den Kopf aus der Schlinge kriegen. ...

Spruchweisheit (englisch)

They bit off more than they could chew...

Weiterhin EU-Politik mitmachen?

Wollen die Briten denn dann auch noch bis Ende 2016 (oder bis wann auch immer es ihnen dann mal genehm ist) alle Ämter in der EU bekleiden? Weiterhin im EU-Parlament abstimmen und in den EU-Kommissionen neue Gesetze mitgestalten? Wollen sie vielleicht sogar mit ihrem Veto-Recht auf beiden Seiten des Verhandlungstisches gleichzeitig sitzen?

Natürlich ist es verständlich, dass die Briten auf Zeit spielen wollen (aus vielen Gründen), aber genauso verständlich und sinnvoll ist es, dass die EU nun auf einen zügigen Start (!) des Verfahrens pocht (aus vielen anderen Gründen). Der Auftakt zu den Verhandlungen hat begonnen!

Manche Foristen scheinen nicht zu verstehen, dass wir am Verhandlungstisch "England gegen EU" auf der Seite der EU sitzen werden, und daher unsere Interessen gegen England zu vertreten haben. Ein zügiger Start (innerhalb ca. einer Woche, z.B. nach einem sofortigen Rücktritt von Cameron) gehört ganz klar zu unseren Interessen.

P.S.: Ich glaube eh noch an den Brexitexit...

Eile mit Weile

Diesen Spruch muß auch die EU endlich beherzigen.

Natürlich wäre nun ein "streßmäßiger" Verhandlungscoup problemlos machbar mit (besser: gegen) GB für eine enttäuschte und scheinbar von "Revanchegedanken" beherrschte EU-Führung mit einer im Chaos befindlichen Regierung von GB.

Aber dies wäre m.E. weder taktisch klug noch mit den angeblichen langfristigen und ethischen Zielen der EU vereinbar.

Die EU-Führung sollte sich lieber endlich mal mit dem Gedanken vertraut machen, dass viele Bürger nicht gegen Europa sind, nicht einmal gegen eine EU, aber sich angewidert von dem abwenden, was aus der EU gemacht wurde.

PS: Es wird so gerne betont, dass es ja real nur ca. 37% waren, die für einen Austritt gestimmt haben. Es heißt aber auch, dass weitere 28% nun mal nicht so von der EU überzeugt sind, um eine Mitgliedschaft in der EU zu unterstützen.

GB spielt auf Zeit...

das ist ihr gutes Recht.
Aber :
out isch out und in isch in. ( W. Schäuble)
Es gibt da auch noch die USA. Die werden sich der Briten schon annehmen und reiben sich wahrscheinlich schon die Hände.
Wer würde sich den fetten Finanzplatz London nicht gerne unter den Nagel reißen?
Schaun`mer mal, dann sehǹ mer schon ( könnte auch von Schäuble sein, ist aber nur badisch)
So long
Inri

Zeitspiel

Die Engländer machen es genau so, wie die EU bisher vorgemacht hat.
Schnelle Entscheidungen ........?
Klare Worte ..........?
Ist doch immer nur ein Rumgerede.
Es wäre schön, wenn der ersten Empörung auch Taten folgen würde.
Da glaube ich nicht dran. Die EU ist doch bisher immer auf die Forderungen aus London eingegangen. Das wird sich sicher auch nicht ändern. England wird drohen solange keinen Austrittsantrag zu stellen, bis alle Forderungen erfüllt sind.
Ich hoffe sehr ich irre mich.
Doch ich befürchte das wird wieder ein Trauerspiel in Brüssel.
Dann darf Brüssel sich nicht wundern, wenn andere Länder sich das mit dem Austritt auch vorstellen können. Leider werden das nur die Länder sein, die mehr einzahlen als rausbekommen.
Der letzte macht dann das Licht aus.
Das werden wohl wir sein.

So würde Demokratie zu einer Farce:

"In einer Online-Petition haben sich inzwischen mehr als drei Millionen Menschen dafür ausgesprochen, erneut über die EU-Mitgliedschaft abzustimmen."

Dann könnten nach jeder Wahl die Verlierer eine erneute Abstimmung (Wahl) verlangen.

Die neuen Verlierer dann wieder eine erneute Abstimmung fordern usw.

Damit würde Demokratie zu einer Farce.

Wait and see,

nächste Woche kann so iel passieren. Zum Beispiel, dass die Politiker und die Journalisten uns täglich mit neuen falschen Informationen versorgen, weil doch keiner weiss, was überhaupt Sache ist. Schade, dass Elizabeth nicht was zur Sache beitragen darf.

Rumprlstielz, 19:22

"Lassen wir den Engländern doch etwas Zeit sich zu berappeln und zu sehen, wie sie den Kopf aus der Schlinge kriegen. ..." -
Warum? Sie haben das Referendum doch monatelang geplant, mit genau diesem Ziel des Brexit. Jetzt haben sie das Ziel erreicht und jetzt brauchen sie auf einmal Zeit, den Kopf aus der Schlinge zu ziehen? Das verstehe ich nicht. Es sei denn, das man den Leuten die ganze Zeit falsche Versprechungen ueber die Vorteile des Brexit gemacht hätte....

Schon lustig, wie hier der

Schon lustig, wie hier der Ruf nach einem 2. Referendum als undemokratisch bezeichnet wird, ausgerechnet von EU-Gegnern.

Es war Nigel Farage selber, der wollte, daß bei einem knappen Sieg ein 2. REferendum Klraheit schaftt... natürlich meinte er den Fall daß Brexit knapp verliert... nicht umgekehrt (siehe Link zum Mirror).

Davon spricht er jetzt natürlich nicht mehr... und die deutschen EU-Gegner erzählen was von demokratischen Werten...uninformiert, aber Hauptsache dagegen..

mirror.co.uk/news/uk-news/nigel-farage-wants-second-referendum-7985017

Und übrigens... mal googeln... die Petition für ein neues Referendum wurde von einem Brexit Befürworter gestartet.. natürlich für den Fall dsaß man knapp verliert.... kann im Independent nachlesen wer will.

Jetzt wo Remainer diese Petition benutzen ist das alles natürlich unfair und undemokratisch... schon klar.

Brexitexit-Prognose

Ich wage mal zu behaupten, dass der Brexit niemals kommen wird (60/40 wenn ich Buchmacher wäre). Das Leave-Lager hat nicht berücksichtigt, dass ein Leave mit einem Zerbrechen des UK einhergeht. Hätte das Referendum die Frage gestellt "Seid ihr für eine Abspaltung aus der EU, auch wenn dabei das UK zerbricht und nur ein Small Britain übrigbleibt?", dann wäre das Wahlergebnis sicherlich deutlich anders ausgegangen. Damit gibt es nun dank Schottland eine veränderte Grundlage, die ein neues Referendum rechtfertigt. In diesem Sinne sind die mehrfachen Independence-Abstimmungen in Schottland und England derzeit ein aufeinander aufbauendes Ping-Pong.

Fakt ist aber auch, dass selbst im Falle eines Brexitexit das Kind endgültig in den Brunnen gefallen ist, und GB niemals mehr einen *möglichen* Brexit als Drohkulisse gegenüber der EU einsetzen kann, so wie immer wieder in all den vergangenen Jahrzehnten. Dieser Bogen wurde soweit überspannt, dass er nun zerbrochen ist. We are not amused.

re macaniel

"Die Briten haben fuer den Austritt gestimmt, es ist jetzt deren Sache wann sie den Austritt beantragen."

Wenn ich für eine Veränderung stimme möchte ich normalerweise nicht, dass noch möglichst lange alles beim Alten bleibt.

Deshalb ist es schon verwunderlich, wie die Brexit-Anhänger / EU-Gegner hierorts auf die Bremse treten.

Vertrag von Lissabon 2007 - Fakten

„…jeder Mitgliedstaat (kann) im Einklang mit seinen verfassungsrechtlichen Vorschriften beschließen, aus der Union auszutreten (Art. 50 Abs. 1).“ Zit. n. Wikipedia
Die Entscheidung, ob und wann GB den Antrag auf Austritt stellt, liegt allein bei Regierung und Parlament. Es war unverantwortlich von der GB-Regierung, bei einer Entscheidung von derart großer Tragweite, im Referendum lediglich eine einfache Mehrheitsentscheidung anzusetzen. Eine Zweidrittelmehrheit wäre angemessen gewesen, wie z. B. bei Änderungen zum Grundgesetz.
Ich halte es für sehr vernünftig, gerade auch im Interesse der EU, dass erst nach einer Phase der Beruhigung der Gemüter die hoch komplexen Verhandlungen aufgenommen werden. Bis die neuen Verträge abgeschlossen sind, hat GB die vollen Rechte eines Mitglieds der EU.
Mich überrascht, wie wenig selbst die Brexit-Befürworter auf die neue Situation vorbereitet sind.

Schlechte Verlierer

Was wurde Hofer von den linken Kräften gescholten, als er das bei weitem knappere Ergebnis zur Präsidentschaftswahl in Österreich anzweifelte. Jetzt werden die schlechten Verlierer der Remain-Kampagne als Helden dargestellt. Einfach nur lächerlich. Sie hatten ihre Chance. Man kann nicht solange wählen, bis einem das Ergebnis passt. Demokratie heisst, Mehrheitsentscheidungen zu akzeptieren.

Die Politik hat die Wähler

Die Politik hat die Wähler schlecht beraten. GB alleine in einer globalisierten Welt wird immer schlechter dastehen als gemeinsam mit 27 anderen EU Staaten. Rückzug auf Nationalismus funktioniert in einer globalisierten Welt nicht. Die GB Bevölkerung wird leiden.

Großbritannien macht es ganz in Ruhe

Über den Daumbrechen macht niemand, außer unkluge Reaktionäre.

Die werden das nun angehen und Verhandlungen führen, dass wir alle aus der Sache vernünftig rauskommen: Abwicklung.

Wie ist das eigentlich?

Wenn die Schotten ein Referendum machen und sich der EU anschließen - ist das dann auch eine "Annexion"?

@ Internetnutzer

"Das Leave-Lager hat nicht berücksichtigt, dass ein Leave mit einem Zerbrechen des UK einhergeht."

Da passiert überhaupt nichts. Das ist nur das Gerede deutscher Medien, die wie ein quängelndes Kind nicht die Realität wahrhaben wollen.

Brexit Anhänger frustriert

Ist es nicht komisch, dass diejenigen, die das Referendum zum Brexit als Demokratie in Vollendung bejubelt haben, nun plötzlich den geliebten "Willen des Volkes" gar nicht mehr so eilig umgesetzt haben wollen?

Es ist wohl so, dass die damit gerechnet haben, dass Schulz und Juncker versuchen, den Briten trotz des Referendums den Ausstieg auszureden, und nun total perplex sind, dass stattdessen die EU auf flotten Ausstieg drängt.

Bereits fertige Kommentare über die EU, die das demokratische Votum der Briten missachtet., können nicht abgeschickt werden.

Das frustriert.

Seltsames Demokratieverständnis

... tja, so ist das nun einmal in einer Demokratie 50% plus eine Stimme entscheiden. Das Brexitlager lag um über 1 Mio. Stimmen vor den Brexit-Gegner. Eigentlich eine klare Sache. Wenn man nun mit dem Lamento kommt "Ich wusste ja gar nicht, über was ich abstimme", dann zeigt das, wie gefährlich sich das Demokratieverständnis gewandelt hat. Zu einer Demokratie gehört nicht nur eine Akzeptanz der Mehrheit, sondern auch ein verantwortungsvoller Umgang mit seiner Stimme. Beides scheint - sofern man den jetzt laut werdenden Stimmen glauben mag - bei den Briten nicht vorhanden zu sein. Schade !

Es ist beschämend für alle Beteiligten, ..................

......................, wie mit der Tatsache des Brexit's umgegangen wird.

Anstelle es erst mal zu akzeptieren, diesen Fakt, geht die "Angifterei" beider Lager und der EU sofort los.

Sicher ist dieser Brexit ein eingreifendes Ereignis mit Folgen in der und für die EU!

Aber es ist auch eine große Chance für Europa, da man aus Fehlern normalerweise viel lernen kann, wenn man es will!

Diesen Willen, aus Fehlern etwas zu lernen, vermisse ich vollkommen auf der Seite der EU. Da im "alten Trott" weiter gemacht wird, befürchte ich, das der Brexit nur der "Anfang vom Ende der EU" ist.

Dieser Gedanke gefällt mir gar nicht, aber bei dem ganzen arroganten Auftreten der EU, könnte dies durchaus passieren!

Ich hoffe, die EU hat die "Zeichen der Zeit " erkannt, und nutzt die "Chance für Europa" entsprechend!

Sie ist es der Bevölkerung der "Rest-EU" schuldig!

Nicht drängen!

Wir sollten die "Engländer", Groß-Britanien nicht drängen auszusteigen, auch wenn das Votum von 72x0,52%= 37,5% der Bevölkerung für den Brexit gestimmt hat.
Hätten die Briten gleichzeitig dafür abgestimmt, dass ihr Königreich zerfallen soll, Schottland und Nordirland austeigt, wäre das nicht so ausgegangen. Und ganz besonders, wenn die junge Generation zur Wahlurne gegangen wäre. Ich hoffe das ist eine Lehre.
Keiner der Brexit Befürworter hat gesagt, wie es weiter gehen wird. Is ist leicht auf die EU drauf zu hauen und ja, sie haben vieles falsch gemacht. Aber den Grundgendanken der EU habe die Engländer wohl noch immer nicht kapiert. Egoismus, alles besser zu können, im eigenen Land geht immer. Nutzt das in der globalisierten Welt?
Die Abstimmung war ein Eigentor und es tut mir Leid für alle Briten die nach vorne schauen.
Ich würde mich freuen wenn Großbritannien Großbritannien bleibt, in der EU bleibt und wenn möglich ehrlich, mal ohne Extra-Würste, Sonderkonditionen.

GB hat alle Zeit

Die Brexit Abstimmung ist für den EU Ausstieg nicht maßgeblich, sondern die entsprechende Erklärung.
Bei dem Chaos was gerade in UK herscht wäre es schlicht albern auch diese Baustelle schnell offiziell zu eröffnen. Da werden sich die Herren Juncker und Schulz wohl noch gedulden müssen. Die Briten spielen den ersten Ball - im Moment haben sie aber weder Mannschaft noch Kapitän.

Verzockt

Da haben sich die Briten in der Hoffnung auf weitere Extrawürste verzockt. Die wenigsten wollten den Ausstieg, sondern nur weitere Zugeständnisse von der EU. Ein Spiel mit dem Feuer, an dem sich Boris Johnson und die anderen Populisten die Finger verbrannt haben.
Leid tun mir nur die jungen Briten, die die Zukunft des Landes darstellen und in einem geeinten Europa bleiben wollten. Sie wurden überstimmt von Ewiggestrigen, die es immer noch nicht verkraftet haben, dass es das Empire nicht mehr gibt und Britannien nicht mehr herrscht, sondern nur noch ein Land unter vielen ist. Ironischerweise haben sie durch ihr Votum den Weg klar gemacht für den Zerfall des Vereinigten Königreichs: Schottland wird jetzt durch den Wegfall der Gegenargumente die Unabhängigkeit erklären, Nordirland sich womöglich der Republik Irland anschließen und in Wales rumort es auch schon. Damit ist Britannien demnächst wieder beim Gebietsstand von vor 1000 Jahren angekommen, als sich die Heptarchien vereinigten.

Das Ganze war am Ende doch wieder nur eine Finte ...

... der Briten um weitere Zugeständnisse von der EU zu bekommen. Womöglich bekommen sie in Zukunft Geld um in der EU zu bleiben.
.
Und unsere Politiker werden uns das Ganze am Ende wiedermal als Erfolg verkaufen.

@macaniel um 19.10

Völlig richtig was Sie da schreiben. Art. 50 sagt ganz klar: "Jeder Mitgliedstaat kann im Einklang mit seinen verfassungsrechtlichen Vorschriften beschließen, aus der Union auszutreten. Ein Mitgliedstaat, der auszutreten beschließt, teilt dem Europäischen Rat seine Absicht mit."
Damit liegt das timing in der Hand des Austrittslandes. Auch wenn viele EU-Granden lieber einen schnellen Austritt hätten, um durch Aktionismus kritische Fragen zur eigenen Rolle bei diesem Fiasko gar nicht erst aufkommen zu lassen.

@Sosiehtsaus News (19:09)

Großbritannien bestimmt alleine, wann sie austreten. So einfach ist die Rechtslage. Falls die EU weiter auseinander geht, ist die EU-Bürokratie und das schechte erklären der EU-Politiker verantwortlich. Deswegen träumen sie jetzt auch vom schnellen harten Austritt, was aber FALSCH wäre. Noch mehr Arbeitsplätze könnten in der EU sonst verloren gehen
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Warum sollte die EU auseinander gehen, gerade jetzt wo sie sich von ihrem größten Bremsklotz befreit haben?
Die Reaktionen sind doch eindeutig: die Brexit-Populisten wollten gar nicht raus, sondern nur weitere Extrawürste und schauen jetzt ganz schmal. Diejenigen die für den Brexit gestimmt haben, haben sich erst nachher schlau gemacht, was das bedeutet, und schauen jetzt schmal. Ein gutes Beispiel dafür, dass Volksabstimmungen eben nicht immer gut sind, weil zwar jeder eine Meinung aber nicht jeder Ahnung haben kann.
Und dass die EU jetzt drängt, ist auch völlig verständlich. Die sind froh, dass die Nörgler raus sind.

Abgestimmt ist...

... abgestimmt! (Da hilft kein Jammern: " Ich wußte nicht was ich tat!")

Ich fände es schön wenn Schottland, endlich von England unabhängig würde, und wieder der EU betritt!

re linde-im-park

"Die Entscheidung, ob und wann GB den Antrag auf Austritt stellt, liegt allein bei Regierung und Parlament."

Zumindest das Ob ist ja wohl durch das Referendum entschieden. Oder war das nur Spass und Cameron wollte nur spielen?

Dann müsste sich künftig jeder, der Volksabstimmungen fordert, die süffisante Frage gefallen lassen: In echt oder in britisch?

Was für eine mediale Hysterie

Der Weltuntergang naht? könnte man glauben wenn man die einschlägigen Gazetten und die elektronischen Medien verfolgt. Nichts von dem wird so eintreten wie es die sogenannten Experten voraus sagen.Die tappen noch mehr im Dunkeln wie die Europapolitiker selbst.
"So schnell wie möglich" ? Ja warum - man war doch froh das GB in der EU seinen mehr oder weniger großen Anteil getragen hat. Das wirkt wie der Beißreflex eines ehemaligen Boxers. Die EU wird so weiter machen wie bisher, man hat sich gewöhnt an die stressfreie Möblierung in Brüssel. Der bürokratische Aufwand wird noch steigen und damit eine Entflechtung technokratischer Strukturen noch weiter erschweren. Die Wirtschaft wird Mittel und Wege finden um im Geschäft zu bleiben und der Finanzsektor freut sich auf Frankfurt. Wenn sich die erste Aufregung gelegt hat wird es laufen wie immer.
Alles etwas zu viel "Untergangstimmung" für eigentlich was ganz normales. EU bedeute keine Zwangsehe, auch wenn es so
mache gerne so hätten.

@MaWo (19:12)

Sollte das Ergebnis in die Richtung laufen, dass trotz Austritt GB gleichwohl ähnlich wie ein Mitglied behandelt wird, dann ist das der Einstieg in das Ende Europas.
Können dann doch auch alle anderen aussteigen und weiter so wie bisher die Vergünstigungen nutzen.
Solche Lobby Hassardeure sind es letztlich welche die Idee von einem Europa bereits heute verwässert haben und der Grund für den aktuell nicht guten Zustand sind.

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Genau deshalb zeigt die EU jetzt klare Kante und macht klar, dass das Votum gilt. Und für die EU ändert sich ja auch was: in England angesiedelte Behörden wie die Europäische Arzneimittelagentur EMA müssen umgesiedelt werden, britische EU-Angestellte als Nicht-EU-Ausländer entlassen und durch neues Personal ersetzt werden etc. Das ist ein riesiger Rattenschwanz, den das nach sich zieht.
Und eins ist klar: wenn die Briten wieder rein wollen, dann zu den Bedingungen, die für alle anderen gelten, also ohne Extrawürste und mit dem Euro als Währung.

Es geht nicht um Hinauswurf sondern um Klarheit für alle

Die Briten sind ein sympathisches Volk, das Europa mit seiner Zivilisation, seinem Beitrag zu Entwicklung der Demokratie und seinem "common sense" viel gegeben hat.

Es gibt keinen Grund, garstig mit ihnen umzugehen, weil sich 51,7 % für den Brexit entscheiden haben. Mögen sich viele auch von Emotionen, von falschen Versprechungen (350 Mio Pfund pro Woche für das Gesundheitswesen) und falschen Behauptungen zur Immigration haben verführen lassen: es war ihre demokratische Entscheidung.

Es gibt allen Grund auch nach dem Brexit gute Beziehungen mit Ihnen zu pflegen.

Eine zeitnahe Entscheidung über den Anstoß des Brexit ist aber schon deswegen notwendig, weil die damit verbundene Unsicherheit den größten Schaden anrichtet.

An der Börse wurden innerhalb von Stunden 350 Mrd. € zuerstört, mehr als die Briten jemals an die EU als Beitrag bezahlt haben.

Investitionsentscheidungen in Unternehmen werden nicht getroffen, Jobs gehen verloren.

Das alles spricht für baldige Umsetzung

@Rumpelstielz (19:22)

Nachdem man vor der Abstimmung mit sich selbst beschäftigt war, konfrontiert man sich jetzt mit den Folgen, da wird man doch ein wenig moderat verfahren dürfen und sich die Sache an sich und deren Folgen noch mal auf der Zunge zergehen lassen können.
Lassen wir den Engländern doch etwas Zeit sich zu berappeln und zu sehen, wie sie den Kopf aus der Schlinge kriegen. ...

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Da möchte ich eine andere Metapher bemühen: zu spät, das Kind ist jetzt in den Brunnen gefallen. Und alle, die in Deutschland für Volksentscheide sind, sollten sich künftig dieses Musterbeispiel eines Eigentors vor Augen führen. Das Problem ist: die Folgen eines solchen Entscheids sind weitreichend, abstimmen darf aber jeder, auch die, die keine Ahnung haben, was ihr Votum in der Konsequenz bedeutet.

Mehrheit ??

Bei einer Wahlbeteiligung von 72% repräsentieren die 52% der Brexit-Befürworter lediglich 37% der Wahlberechtigten. 35% votierten für IN, 28% blieben leider der Abstimmung fern.

Es mag zwar demokratisch sein, wenn 37% der Wähler über das Schicksal des gesamten Volkes entscheiden, aber mir scheint, nicht bei allen Entscheidungen sind einfache demokratische Mehrheitsverhältnisse eine sinnvolle Orientierung - egal, ob sich hierdurch IN oder OUT durchsetzen könnten.

Ob genauso viele Unkenrufe

Ob genauso viele Unkenrufe ertönt wären, falls 51.9% für einen Verbleib in der EU gestimmt hätten? Ganz sicher nicht und somit überaus entlarvend ......

England versinkt im Chaos...

... und Boris Johnson verkriecht sich in sein Landhaus.
Welch ein jämmerliches Bild bietet der Brexit Europa und der Welt.

"Gut Ding will Weile haben...", sagte die Großmutter auf ihrem Weg aus dem brennenden Haus.

@Zuschauer51 (19:17)

Die Geschichte mit GB ist gelaufen, nun sollte die EU sich aber endlich mal an die Arbeit machen und sich für die Zukunft neu aufstellen und man sollte endlich mal daran denken, dass alles anders gelaufen wäre, wenn man das Volk auf seiner Seite hätte, also etwas weniger mit den vielen Lobbyisten und der Finanzwelt mauschelen, sondern mehr die Menschen in ihrer Politik einbeziehen und man musss die Verkrüstung der EU Bürokratie lösen, nicht für alle Lebenslagen muss es immer Bestimmungen und Richtlinien der EU geben, die dann morgen schon wieder mit neuen überhäuft werden.
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Sie sprechen einen wichtigen Punkt an: durch die Bürokratie und das populistische Anti-EU-Geschwafel ist fast in Vergessenheit geraten, wofür die EU steht und sie zurecht den Friedensnobelpreis bekommen hat: 70 Jahre Frieden in Europa, angefangen mit dem Schulterschluss Adenauers und Schumans und der EGKS. Und die Normen haben dafür gesorgt, dass überall gleiche Qualitätsstandards herrschen.

@FreidenkenderGeist: frei ausgedacht ?

"Nach wie vor besteht die Gefahr das man jetzt irgendwas für ungültig erklärt.."

Geht es auch genauer ? Wer will was für ungültig erklären ?

"..und die gute alte EU-Taktik anwendet: Die Abstimmungen werden wiederholt bis das Ergebnis paßt... "

Bei welcher Gelegenheit ist denn das schon mal passiert ?

Wenn das eine "gute alte Taktik" ist, dann müssten Sie doch mühelos ein halbes Dutzend Beispiele beitragen können.

@ Prof: Glaskugel neu kalibrieren

>> "Das Leave-Lager hat nicht berücksichtigt, dass ein Leave mit einem Zerbrechen des UK einhergeht."
> Da passiert überhaupt nichts. Das ist nur das Gerede deutscher Medien, die wie ein quängelndes Kind nicht die Realität wahrhaben wollen.

Mal schauen, wessen Glaskugel richtig liegt :)

Dies ist aber kein "Gerede deutscher Medien", sondern die klare Position von Schottland, die sogar schon *vor* dem Referendum (in englischen Medien!) als Option für genau den nun eingetretenen Fall genannt wurde. Gleich am ersten Tag nach dem Ergebnis hat die 1. Ministerin erste Schritte eingeleitet. Ich halte eine "Scexit-Abstimmung" inkl. dem Ausgang für die EU/gegen UK für wahrscheinlich. Natürlich wird dieses Votum dann von den britischen Leave-Vorzeigedemokraten auch total akzeptiert werden, ist ja schließlich dasselbe in grün.

Ihre Form der Nicht-Argumentation ist aber im Einklang mit den englischen Leave-Medien (Sun, Daily Telegraph, ...) die UK-Scexit auch für undenkbar halten.

@22:02 von gw

"Wir sollten die "Engländer", Groß-Britanien nicht drängen auszusteigen, auch wenn das Votum von 72x0,52%= 37,5% der Bevölkerung für den Brexit gestimmt hat."

Was soll diese Multiplikation mit der Wahlbeteiligung? Mit dieser Argumentation könnten sie auch die GroKo aus dem Amt jagen. Dann war es wohl den anderen 28% nicht so wichtig. Nichtwähler dürfen selbst nicht jammern, dürfen aber auch nicht zu verzerrenden Rechenspielchen missbraucht werden.

@Juergen (19:34)

PS: Es wird so gerne betont, dass es ja real nur ca. 37% waren, die für einen Austritt gestimmt haben. Es heißt aber auch, dass weitere 28% nun mal nicht so von der EU überzeugt sind, um eine Mitgliedschaft in der EU zu unterstützen.
____

Nein, das bedeutet, dass 37% gegen die EU sind, 35% für die EU und 28% ist es schlicht egal, was mit ihrem Land passiert. Bei so einer wichtigen und zukunftsweisenden Entscheidung fernzubleiben, ist einfach nur beschämend.

Kasperletheater :-)

Es ist schon sehr amüsant. Chef-Kasper und Anti-EU-Hetzer Boris Johnson weiß jetzt nicht was er machen soll. Rechtskonservativer Nigel Farage stellt sich vor die EU und verkündet vor der Komission die EU zu verlassen. Zwei Tage später erzählt er in einem Interview in der ARD, dass er ja noch zwei Jahre seine Diäten von der EU bekommen wird (und lacht dabei). Also was wollen die Briten? Wir sind ausgetreten, bestimmen aber wann, und solange nehmen wir noch die EU-Gelder? Und wenn Herr Johnson und Herr Farage dann in fünf oder zehn Jahren alles mit Hilfe von EU-Subventionen geregelt haben entscheiden sie sich vielleicht endgültig oder verbleiben dann mit einem Sonderstatus in der EU? Nein Danke! Die beiden Herren erinnern stark an Herrn Tsipras, zuerst dicke Backen machen um an die Regierung zu kommen und sich dann kleinlaut verdrücken! EU bleib stark! Und manchmal muss man sich auch mal trennen. Und Tschüß GB.....

re mehrheitsbürger

"Eine zeitnahe Entscheidung über den Anstoß des Brexit ist aber schon deswegen notwendig, weil die damit verbundene Unsicherheit den größten Schaden anrichtet."

Sehr richtig. Und dass hiesige Brexit-Anhänger lieber weiter auf Schulz und Juncker herumhacken zeigt nur, dass Ihnen beim Gejohle für das Referendum nicht die Briten am Herzen lagen, sondern nur die eigene anti-EU Stimmung gepflegt wurde.

@karwandler (21:59)

Ist es nicht komisch, dass diejenigen, die das Referendum zum Brexit als Demokratie in Vollendung bejubelt haben, nun plötzlich den geliebten "Willen des Volkes" gar nicht mehr so eilig umgesetzt haben wollen?
Es ist wohl so, dass die damit gerechnet haben, dass Schulz und Juncker versuchen, den Briten trotz des Referendums den Ausstieg auszureden, und nun total perplex sind, dass stattdessen die EU auf flotten Ausstieg drängt.
Bereits fertige Kommentare über die EU, die das demokratische Votum der Briten missachtet., können nicht abgeschickt werden.
Das frustriert.

___

Ich finde das nicht komisch. Die wollten gar nicht raus, sondern hatten gehofft, von der EU weitere Extrawürste gebraten zu bekommen und sind nun enttäuscht, dass das nicht passieren wird.
Die Reaktion der EU ist auch vielsagend: endlich sind wir die notorischen Nörgler und Bremser los.

@inri (19:35)

GB spielt auf Zeit...das ist ihr gutes Recht.
Aber :
out isch out und in isch in. ( W. Schäuble)
Es gibt da auch noch die USA. Die werden sich der Briten schon annehmen und reiben sich wahrscheinlich schon die Hände.
Wer würde sich den fetten Finanzplatz London nicht gerne unter den Nagel reißen?
Schaun`mer mal, dann sehǹ mer schon ( könnte auch von Schäuble sein, ist aber nur badisch)
So long
Inri

___

Nein, die USA haben bereits gesagt, dass sie nur mit dem Kuchen (EU) und nicht mit dem Krümel (GB) verhandeln werden. Und der Finanzplatz London wird schlicht und ergreifend ausbluten. Da Thatcher die komplette britische Industriewirtschaft zugunsten von Finanzdienstleistung kaputt gemacht hat, wird das eine ordentliche Wirtschaftkrise geben.
Und der Vergleich mit der Schweiz bringt auch nichts: die Schweiz hat sich peu-a-peu ein Vertragssystem aufgebaut, die Briten müssen komplett bei Null beginnen, und die Konditionen werden schlechter sein als sie als EU-Mitglied waren.

@Linde-im-Park 22.18

Nach Ihrer Berechnungsmethode kann und muss man konsequenter Weise jede demokratische Entscheidung anzweifeln, allen voran die US-Präsidentenwahlen. Und für diejenigen, die an solch einer bedeutenden Wahl trotz Wahlrecht nicht teilnehmen fehlt mir das Verständnis

@nikioko

"Das Problem ist: die Folgen eines solchen Entscheids sind weitreichend, abstimmen darf aber jeder, auch die, die keine Ahnung haben, was ihr Votum in der Konsequenz bedeutet."

Das mag ja so stimmen, das viele keine Ahnung hatten, was ihre Stimme für Folgen haben könnte, aber hatten diese Menschen nicht genug Zeit sich darüber zu informieren? Wer das nicht tut, ist selber Schuld.

Verfassung

"...im Einklang mit seinen verfassungsrechtlichen Vorschriften..."

Ich verfolge die Diskussionen in den BBC News. Dort wird durchaus die rechtliche Bindung des Referendums angezweifelt. Es wäre jedoch in der Tat eine Ungeheuerlichkeit, wenn die Regierung dieses Referendum nicht respektieren würde.

Zu den für mich in diesen weitreichenden Fragen ungeeigneten einfachen Mehrheitsverhältnissen habe ich mich bereits geäußert.

@Heißer Schnee


Die EU sollte mit Großbritannien ein wirtschaftliches Bündnis eingehen, das alle Vorteile der EU wie bisher beinhaltet aber alle negativen Elemente einfach weg lässt.

Iss klar... Ihr Vorschlag ist also, dass die Banken in London den EU-Pass ohne Gegenleistung behalten dürfen?

In Norwegen haben die Banken dieses Privileg ebenfalls nur, weil Norwegen im Gegenzug alle EU-Regeln einhält (auch die "negativen").

Es ist mir absolut unverständlich, wie man seine EU-Abneigung soweit übersteigern kann, dass man sich am Verhandlungstisch GB gegen EU freiwillig auf die falsche Seite setzt!

22:18 von Linde-im-Park

Mehrheit ??

Bei einer Wahlbeteiligung von 72% repräsentieren die 52% der Brexit-Befürworter lediglich 37% der Wahlberechtigten. 35% votierten für IN, 28% blieben leider der Abstimmung fern.

Es mag zwar demokratisch sein, wenn 37% der Wähler über das Schicksal des gesamten Volkes entscheiden, aber mir scheint, nicht bei allen Entscheidungen sind einfache demokratische Mehrheitsverhältnisse eine sinnvolle Orientierung - egal, ob sich hierdurch IN oder OUT durchsetzen könnten.
///
*
*
In den letzten Jahren schieben die Verlierer alles auf die Wahlbeteiligung.
*
Bei Ihrem letzten grünlichen 0,3% Sieg war das kein Thema?

@Internetnutzer (21:44)

Ich wage mal zu behaupten, dass der Brexit niemals kommen wird (60/40 wenn ich Buchmacher wäre). Das Leave-Lager hat nicht berücksichtigt, dass ein Leave mit einem Zerbrechen des UK einhergeht.
___

Tja, Pech gehabt, würde ich mal sagen. Bei einer solch weitreichenden Entscheidung sollte man sich schon vorher informieren, was für Folge das Ganze haben kann. Da die meisten das nicht machen, sondern nur auf populistische Sprüche hören, bin ich auch ganz klar gegen Volksabstimmungen. Solch weitreichende Entscheidungen sollten Leute treffen, die das Mandat des Volkes haben, in seinem Sinne zu entscheiden und über den ausreichenden Sachverstand verfügen, eine gute Entscheidung zu treffen. Und dass die Schotten im Falle eines Brexits ein neues Unabhängigkeitsreferendum wollen, haben sie vorher laut bekannt gemacht.
Die Populisten wie Johnson haben mit dem Feuer gespielt und sich dabei die Finger verbrannt. Und die Ewiggestrigen, die vom Empire träumen, haben das UK zerstört.

Es ist seltsam

Dieselbe Klientel, welche sich hier über die knappe Mehrheit von 2% ereifert, hat sich bei der Bundespräsidentenwahl in Österreich krampfhaft an einer Mehrheit von 0,6% festgehalten.
Mehrheiten sind bei denen wohl nur akzeptabel, wenn es ins eigene Konzept passt.

@Werner40 (21:53)

Die Politik hat die Wähler schlecht beraten. GB alleine in einer globalisierten Welt wird immer schlechter dastehen als gemeinsam mit 27 anderen EU Staaten. Rückzug auf Nationalismus funktioniert in einer globalisierten Welt nicht. Die GB Bevölkerung wird leiden.
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Das ist richtig, aber in diesem Fall kann man sagen, dass nicht die Politiker, sondern das Volk selber schuld ist. Deshalb: keine Volksentscheide in Deutschland!

@Prof.

> "Das Leave-Lager hat nicht berücksichtigt, dass ein Leave mit einem Zerbrechen des UK einhergeht."

> Da passiert überhaupt nichts. Das ist nur das Gerede deutscher Medien, die wie ein quängelndes Kind nicht die Realität wahrhaben wollen.

Darf man dieser Aussage entnehmen, dass die sehr deutlichen Aussagen der schottischen ersten Ministerin alle von den deutschen Medien getürkt wurden? Dubios.

Das Schottland nach Unabhängigkeit strebt und bisher nur knapp an diesem Ziel gescheitert ist sollte eigentlich weithin be- und anerkannt sein. Jetzt könnte es durchaus reichen.

Die wirtschaftsschwachen Nordiren haben sich auch schon sehr bedenklich geäußert zu den Konsequenzen eines Austritts und könnten sich durchaus überlegen ob sie nicht mit Irland zusammengehen, statt als subventionierter Staat mit geschlossener Grenze zu Irland weiter von der Gnade des VK abhängig zu sein.

wenn man jetzt die parolen

der funktionäre aus den eu ländern hört, wird einem wirklich angst und bange.

die junckers, schulzes und broks haben wirklich nichts begriffen. und die vereinte linke ist im wahlkampfmodus gelandet.

gut, daß ich schon alt bin und das schlimme ende der bürokratieversessenheit wohl nicht mehr mitbekomme

@Prof (21:57)

@ Internetnutzer
"Das Leave-Lager hat nicht berücksichtigt, dass ein Leave mit einem Zerbrechen des UK einhergeht."
Da passiert überhaupt nichts. Das ist nur das Gerede deutscher Medien, die wie ein quängelndes Kind nicht die Realität wahrhaben wollen.

____

Ach, und Sie meinen, London schickt Truppen nach Schottland, um dieses am Austritt zu hindern?
Schottland ist beim letzten Referendum in der Union geblieben, weil sie bei einem Austritt einen EU-Beitritt komplett neu verhandeln hätten müssen, während es als Teil des UK automatisch Mitglied der EU war. Dieser Grund ist jetzt weggefallen und wird dafür sorgen, dass beim neuen Referendum Schottland den Austritt aus der Realunion mit England beschließen wird.

Man sollte auch bedenken ...,

dass je länger GB in der EU bleibt, desto länger müssen diese an die EU ihren Beitrag zahlen.
Immerhin waren diese Zahlungen auch ein Argument der BREXIT-Befürworter.

Also warum nicht so schnell als möglich 'raus aus der EU?

Mir kommt es so vor, als ob in GB keiner der Politiker damit gerechnet hat, auch BREXIT-Befürworter, das der Volksentscheid zu Gunsten des Ausstiegs entschieden werden könnte und keiner einen Plan gemacht hat, falls dieses Ergebnis eintritt.

Alle sind anscheinend davon ausgegangen, dass die Briten in der EU bleiben möchten, oder?

"Großbritannien spielt auf Zeit"

Das ist echt mies von denen. Wir würden so eine Lappalie natürlich in drei Tagen abwickeln. Super Kommentar, Herr Spickhofen!

@Schwarzseher

Ob genauso viele Unkenrufe ertönt wären, falls 51.9% für einen Verbleib in der EU gestimmt hätten? Ganz sicher nicht und somit überaus entlarvend ......

Es soll "entlarvend" sein, dass Ihre Glaskugel für den Fall eines anderen Wahlausgangs eine andere Anzahl von "Unkenrufen" voraussagt... ?

Meine Glaskugel sagt, es hätte genausoviele Unkenrufe gegeben, nur halt von der Leave-Fraktion (und von *exit-Fans anderer Länder), die eine Wiederholung der Wahl einfordern!

Meine Glaskugel kann sogar entlarvende Belege liefern: Rechtspopulist Farage selbst hat gesagt, dass UKIP ein knappes 52-zu-48-Remain-Ergebnis nicht akzeptieren würde, sondern eine Wiederholung der Wahl fordern würde. Es ist also entlarvend für das UKIP-Demokratieverständnis, dass dies nun bei 52-zu-48-Leave nicht ebenfalls gelten soll...

Demokratie zur Farce

Ich bin neu hier und brauche offenbar noch die eine oder andere Erklärung:

Wenn Referenden nicht wiederholt werden dürfen/sollen - warum fand dann das Referendum am 23. Juni statt ? Am 5 Juni 1975 hatte man in einem Referendum doch bereits mit gut zwei Dritteln für den Verbleib gestimmt.

@Heißer Schnee, 22:03

Vielleicht erleuchten Sie uns auch noch, was Sie als "Vorteile" und was als "negative Elemente" erachten. Arbeitnehmerfreizügigkeit? Gemeinsame Standards? Visafreiheit?

Übrigens: Ein "Wirtschaftsbündnis" (ich nehme an, Sie meinen eine Freihandelszone, also eher ein Abkommen) bedeutet Verbot von Handelshemmnissen. Ziemlich bevormundend, oder?

Ein schneller Austritt wäre ...

auch für die restlichen EU-Mitglieder u.U. von Vorteil.

Nicht das jetzt eine Wirtschaftsflüchtlingswelle von GB zu den restlichen EU-Staaten eintritt.

Immerhin gilt, soweit mir bekannt, noch die Niederlassungfreiheit auch für Briten, oder täusch ich mich dabei?

@Linde-im-Park (22:18)

Mehrheit ??
Bei einer Wahlbeteiligung von 72% repräsentieren die 52% der Brexit-Befürworter lediglich 37% der Wahlberechtigten. 35% votierten für IN, 28% blieben leider der Abstimmung fern.
Es mag zwar demokratisch sein, wenn 37% der Wähler über das Schicksal des gesamten Volkes entscheiden, aber mir scheint, nicht bei allen Entscheidungen sind einfache demokratische Mehrheitsverhältnisse eine sinnvolle Orientierung - egal, ob sich hierdurch IN oder OUT durchsetzen könnten.

____

Qui tacet consentire videtur.
Ein ähnlicher Grundsatz galt schon im alten Griechenland und in der römischen Republik. Es mag zwar traurig sein, dass 28% der Wähler die Zukunft ihres Landes offenbar egal ist, aber sie haben beschlossen, sich der Mehrheit anzuschließen.

@Schwarzseher

"Ob genauso viele Unkenrufe ertönt wären, falls 51.9% für einen Verbleib in der EU gestimmt hätten? Ganz sicher nicht und somit überaus entlarvend ......"

Der Unkenruf ist bereits ertönt - und zwar von Mr. Brexit himself (Nigel Farage), der schon Wochen vor dem Referendum vorsorglich ein zweites angemahnt hat, falls Remain mit weniger als 52% in Front läge. So wie es scheint, wurde auch die jetzt von den Remainern gehijackte Petition mal vorsichtshalber von einem Brexiteer im Mai eingestellt.

In der Tat entlarvend....

@rig2016 (22:04)

Das Ganze war am Ende doch wieder nur eine Finte der Briten um weitere Zugeständnisse von der EU zu bekommen. Womöglich bekommen sie in Zukunft Geld um in der EU zu bleiben.
.
Und unsere Politiker werden uns das Ganze am Ende wiedermal als Erfolg verkaufen.

____

Das sollte es werden. Der Schuss ging aber nach hinten los. Deshalb macht man jetzt die langen Gesichter. Die Brexit-Populisten haben den Bogen überspannt und den Austritt ihres Landes aus der EU erreicht. Ihre Reaktionen auf das Ergebnis zeigt, dass sie das gar nicht vorhatten, sondern nur weitere Sonderregeln von der EU abpressen wollten. Deren Reaktion, man erwarte ein entsprechendes Austrittsgesuch bis Dienstag, zeigt auch wiederum, dass das Ende der Fahnenstange erreicht ist und dass es eben keine Zugeständnisse gibt.
Hier hat man sich im Land der Wetten ganz gehörig verzockt. Aber statt um ein Paar Kröten auf den Gewinner eines Fußballspiels ging es um die Zukunft des Landes, die jetzt in Scherben liegt.

22:18 von Linde-im-Park

Bei einer Wahlbeteiligung von 72% repräsentieren die 52% der Brexit-Befürworter lediglich 37% der Wahlberechtigten. 35% votierten für IN, 28% blieben leider der Abstimmung fern
.
eine Frage der Betrachtungsweise !
man könnte auch schlussfolgern "nur" 35 % waren für einen Verbleib in der EU

Demokratie ist lernbar

Ich denke die Konsequenz aus der Sache wird sein, dass sich die Menschen bei den Wahlen künftig mehr Gedanken machen. Wir Europäer sind vielleicht noch nicht reif für Demokratie, aber wir können es lernen.

Schade wär natürlich, wenn sich das Parlament über das Referendum hinwegsetzt, dann werden wir es niemals schaffen mit der Demokratie.

@karwandler 22:10

Das Referendum hat lt. den mir vorliegenden - und durchaus glaubwürdigen (ARD, BBC) Quellen lediglich konsultativen Charakter.

Insofern ist auch das "ob" noch fraglich.

Auch interessant ist die Frage, ob Schottland "wieder" der EU beitreten muss. Falls Schottland auf den Tag des Austritts Englands und Wales' aus der EU die Unabhängigkeit erklärt, könnte die EU sich auf den Standpunkt stellen, dass Schottland der legitime Nachfolger des Vereinigten Königreichs in der EU ist. (Das wäre im Prinzip genau das umgekehrte, was am 3.10.1990 passiert ist - also in gewissem Sinne schon ein Präzedenzfall.

re nikioko

"Und alle, die in Deutschland für Volksentscheide sind, sollten sich künftig dieses Musterbeispiel eines Eigentors vor Augen führen."

Die meisten Advokaten von Volksentscheiden bewegt doch eh nicht die Leidenschaft für Demokratie. Nach Volksentscheiden rufen meistens die, die für ihre Anliegen keine parlamentarische Mehrheit zusammenbekommen, aber im Glauben leben, beim gesunden Volksempfinden genügend Zustimmung mobilisieren zu können.

Hätte Cameron "Cojones" würde

Hätte Cameron "Cojones" würde er das Austrittsgesuch umgehend übergeben und danach zeitnah zurücktreten. Der jetzige Schwebezustand ist für keine Seite auf Dauer haltbar. Je schneller die Trennung desto besser. Verzögerungstaktik erzeugt nur Streit.

@Internetnutzer, 21:44

Volle Zustimmung. Auch ich glaube nicht an den Brexit. Cameron bleibt noch bis Oktober im Amt. Bis dahin wird die Stimmung im Land so proeuropäisch sein, dass man sich fragen wird, warum man überhaupt noch austreten will. Dann gibt es Anfang nächsten Jahres ein zweites Referendum, und der Brexit ist vom Tisch.

Mir ist es im Grunde völlig egal, ob die Briten drinbleiben oder nicht.

Eines ist mir hingegen überhaupt nicht egal: Beinhartes Verhandeln der EU, so oder so. Und falls die Briten in der EU bleiben, Ende der Sonderbehandlung. Sonst kann die EU endgültig ihr Testament schreiben.

Ich kann ...

... mich noch an die ganzen Kommentare erinnern
"So schnell wie möglich raus aus der EU..."
"Wir sollten auch sofort raus aus der EU ..."
"EU sofort auflösen ..."
u.v.a. mehr gleich lautende userbeiträge.

Jetzt heisst es auf einmal
"Bitte, bitte gebt uns (bzw. denen) Zeit..." u.ä. .
Peinlich, peinlich ...

Ohne Plan

Die Brexit-Befürworter hatten anscheinend keinen wirklichen Plan wie es weitergehen sollte. Ist das nicht typisch für die so engstirnig national denkende? Keine Ahnung von der Welt wie sie heute ist. Nur Träumereien von vergangener Glorie. Die Gewinner Russland, China und die USA stehen schon in den Startlöchern um die restlichen EU Zwerkstaaten auseinander zu reißen.

Für die EU ist Eile angezeigt. Wenn GB jetzt auf Zeit spielt, dann ist das noch ein weiterer Grund sich eines schwierigen Partners zu erledigen.

Ich denke der Abstieg

Ich denke der Abstieg Grossbritanniens kommt langsam und schleichend.

Momentan sind sie fuehrungslos mit einem Aushilfs Premier, die Opposition loest sich auf, sie haben keinen Plan und streiten sich.

Die Parteien, die Buerger und die Einzelstaaten Grossbritanniens, Nord und Sued, Mittelstand gegen Arbeiterklasse und mit der EU.

Die SNP wird kraeftig dazwischen schiessen.

Wer in dieses Chaos investieren will ist selber Schuld.

Verzögerungstaktik

Wie ist das merkwürdige Zögern des Brexit-Lagers, seinen Triumph umzusetzen, zu erklären?
Ist es möglich, dass niemand im Brexit-Lager sich im Vorfeld konkret mit der Umsetzung des Austritts beschäftigt hat?
Ohne Zweifel ist es deutlich einfacher, die EU als Sündenbock für alle möglichen Missstände darzustellen als Verantwortung für die Abwicklung des Austritts zu übernehmen und sich damit selbst zur Zielscheibe der Kritik zu machen.

Wichtiger als die Frage, wann der Brexit formal beginnen soll, wäre, dass sich die EU bei den Verhandlungen nicht auseinander dividieren lässt. Verhandlungen einzelner Länder mit GBR würde das Misstrauen innerhalb der EU und damit auch mögliche Austrittstendenzen weiterer Länder verstärken.

Brexit

Nochmal :
Es war eine Volksbefragung, kein
Volksentscheid.
Die Abgeordneten im Unterhaus haben
das letzte Wort.
Sie werden das Votum des Volkes
berücksichtigen, aber auch die schon
zu Tage getretenen Folgen, wie den
Absturz des Pfundes, die Prognose
einer Rezession und, und, und .

Die Briten können machen was

Die Briten können machen was sie wollen.

Schon heute wird in Konferenzräumen internationaler Unternehmen über das strategische weitere Vorgehen beraten.
Man wird in vielen Fällen, das worst Case Szenario zugrunde legen und entsprechend entscheiden.

Es grenzt an völlige Realitätsverweigerung, anzunehmen, der Markt würde GB Zeit lassen oder Gnade walten lassen.
Die Raubtierkapitalisten in London verstehen das... aber die haben ja auch um 70% für einen Verbleib gestimmt.

Ich persönlich finde es sehr schade, daß GB gehen will/wird, viele meiner ausländischen Freunde sind davon u.U. direkt oder indirekt negativ betroffen.
Es tut mir leid für die fast 50% die halt nicht raus wollten.

Aber ich fühle mich auch erleichtert.
Mein ganzes Leben lang hat GB gedroht zu gehen und sich Sonderrechte erhandelt.
Das kann GB jetzt nicht mehr und EU-Vertreter könnten das auch kaum ihren Wählern ggüber weiter rechtfertigen.

Brexiters vergessen oft, daß die anderen 27 Länder auch Wähler zu Hause haben.

Es ist keine Frage dass England sein eigenes Schicksal besser nach seien eigenen Interessen ausrichten kann. Ob das gut ist in der globalisierenten Welt ist fraglich. Wichtig ist das individuelle Interesse einzubringen. Dem entzieht sich England nun. Schade. Wir brauchen England in der EU, allein schon um uns aufmerksam zu machen, wo sie Probleme haben. Die englischen Probleme an der EU sind mir genause wichtig wie die deutschen Probleme.
Ich finde es feige, einfach abzuhauen aus der EU, nicht an einer gemeinsamen Strategie arbeiten zu wollen. Keine Frage, hier muss sich die EU auch ändern.

21:38, Old Lästervogel

>>Wait and see,
nächste Woche kann so viel passieren. Zum Beispiel, dass die Politiker und die Journalisten uns täglich mit neuen falschen Informationen versorgen, weil doch keiner weiss, was überhaupt Sache ist. Schade, dass Elizabeth nicht was zur Sache beitragen darf.<<

Meinen Sie wirklich, es wäre zielführend, wenn Ihre Majestät auch noch ihren Senf dazu abgeben würde?

Oder würde das das Chaos nicht vielleicht auf die Spitze treiben?

Na ja, müßige Spekulation.

Beide,...

Briten und die EU, sind in den Ring gestiegen haben sich gleichzeitig KO geschlagen.

So, nun sitzen beide in der Ringecke und lecken ihre klaffenden Wunden.
Beide Seiten sollten sich nun erst einmal beruhigen, die EU das hysterische Gekläffe unterlassen und die Briten die Situation nicht überreizen. Antworten und zumindest Lösungsansätze müssen her.

Auf die Briten warten jetzt massive innenpolitische und parteiinterne Auseinandersetzungen und auf die rechthaberische und arrogante EU...bereits die nächsten Gegner,...die mit ihr in den Ring steigen werden !!!

@ nikioto 22.13

"Genau deshalb zeigt die EU jetzt klare Kante und macht klar, dass das Votum gilt. "
****

Das Ding ist nur : Dazu hat "die EU" gar nicht das Recht .. -;))

Es gibt dieses Votum und wie GB jetzt damit umgeht, müssen wir doch wohl den Briten überlassen, oder nicht ?!

Bei den Griechen hat sich doch auch Keiner aufgeregt, als die Regierung ein Votum der Wähler eingeholt hatte und das Parlament daraufhin genau das Gegenteil dieses (ebenfalls eindeutigen) Votums beschlossen hatte ..

Ich finde die Brexit-Abstimmung allein deshalb toll, weil jetzt die Populisten mit rotem Kopf, ohne jegliches Konzept, aber dafür mit ihren aufgeflogenen Lügen da stehen.
So manchem Wähler wird das die Augen öffnen -;).

Ansonsten glaube ich nicht, dass der Brexit vollzogen wird. Schließlich gibt es (auch wenn der Antrag demnächst abgegeben wird) bis zum letzten Tag der Austrittsverhandlungen ( 2 Jahre)noch die Möglichkeit, alles rückgängig zu machen.

Und wieso überhaupt diese Feindseligkeit ?

re nikioko

"Und der Vergleich mit der Schweiz bringt auch nichts"

Ich musste auch jedesmal grinsen, wenn die Brexit Anhänger sich auf die Schweiz berufen:

Die Schweiz hat einen Ausländeranteil von 25%, aber für den Brexit wurde Propaganda gemacht mit der "Überfremdung" durch EU-Ausländer.

Um Schweiz zu werden hätten die Briten noch viele, viele Ausländer reinlassen müssen.

21:56, marvin

>>Wie ist das eigentlich?
Wenn die Schotten ein Referendum machen und sich der EU anschließen - ist das dann auch eine "Annexion"<<

Wenn die EU, um das Referendum zu unterstützen, Soldaten nach Schottland schicken würde, könnte man das vielleicht so interpretieren.

Aber wohl auch nur dann.

mitten im sommer grassiert die

englische grippe.
london verschnupft, brüssel stark verschnupft, edinburgh äusserst verschnupft, paris, berlin ... überall verschnupfte.

Der Brexit Entscheid ist doch

Der Brexit Entscheid ist doch ein wunderbares Beispiel für die Untauglichkeit von Volksabstimmungen. Wieso soll eigentlich eine emotionalisierte und von Lügen verführte Masse kluge Entscheidungen treffen? Als Schweizer kann ich Ihnen versichern, dass es da viele politische Instrumente gibt, um solch unsinnigen Entscheidungen zu korrigieren bis ein für Alle akzeptables Resultat rauskommt. Das ist Demokratie! Jetzt kann man nur hoffen, dass die Schotten und Nordiren die Jugend von England vor dem Irrsinn der Alten retten. Schließlich ist die permanente Destruktion von GB maßgeblich an den Stagnationen in der Entwicklung der EU schuld. Jetzt wollen sie mit ihren egoistischen kleinen Machtspielchen auch weiter Europa terrorisieren. Einfach nur ekelhaft das Ganze. Das heißt überhaupt nicht, dass man den Zustand der EU nicht kritisieren könnte. Dazu gibt es tatsächlich viele Gründe!

Die Angst der EU vor Verhandlungen

Man sieht förmlich wie den EU-Politikern vor Angst die Knie schlottern. Am liebsten würden sie den Austritt im Ruck-Zuck-Verfahren durchpeitschen, und schnell zur Tagesordnung übergehen.

Man scheint völlig zu verkennen, dass aber in GB beide Lager das beste für ihr Land wollen, und so setzt das Leave-Lager eben auch auf lange zermürbende Verhandlungen. Dumm für die EU, dass GB da am längeren Hebel sitzt.

Und so wird die EU durch jedes Detail, das bei den Verhandlungen ans Tageslicht kommt, weiteren Schaden nehmen.

21:57, Prof.

>>@ Internetnutzer
"Das Leave-Lager hat nicht berücksichtigt, dass ein Leave mit einem Zerbrechen des UK einhergeht."

Da passiert überhaupt nichts. Das ist nur das Gerede deutscher Medien, die wie ein quängelndes Kind nicht die Realität wahrhaben wollen.<<

Die Äußerungen der schottischen Regierungschefin, Frau Sturgeon, sind also eine Erfindung der deutschen Medien?

Das ist ja interessant.

re arnsberg

""Großbritannien spielt auf Zeit"

Das ist echt mies von denen. Wir würden so eine Lappalie natürlich in drei Tagen abwickeln. Super Kommentar, Herr Spickhofen!"

Echt alberne Polemik.

Wie inzwischen fast jeder - vielleicht sogar Sie? - mitbekommen hat, sind für die Austrittsverhandlungen bis zu 2 Jahre angesetzt.

Das Spiel auf Zeit bezieht sich darauf, das Cameron und anscheinend erst recht die Brexit-Wortführer ganz plötzlich gar nicht mehr interessiert sind, mit den Austrittsverhandlungen überhaupt anzufangen.

21:44 von karwandler

""Die Briten haben fuer den Austritt gestimmt, es ist jetzt deren Sache wann sie den Austritt beantragen."

Wenn ich für eine Veränderung stimme möchte ich normalerweise nicht, dass noch möglichst lange alles beim Alten bleibt.
Deshalb ist es schon verwunderlich, wie die Brexit-Anhänger / EU-Gegner hierorts auf die Bremse treten."

Das ist vollkommen normal. Man muss ja gegen die EU sein. Und da die EU jetzt schnell macht, muss man jetzt für langsam sein. Einfach nur weil dagegen.
Und sich dann über die Grünen/Linken aufregen...

Großbritannien hat entschieden

Erst einmal hat das Volk seinen demokratischen Vertretern gezeigt, welche Richtung es wünscht. Und das wäre erst einmal nur eine innenpolitische Sache, in die man sich eigentlich nicht einmischen dürfte.

Aber, und das ist der entscheidende Punkt, diese Richtung geht mit dem gewollten Austritt aus der europäischen Gemeinschaft nun uns alle an. Und damit ist es nicht mehr alleine Sache der Briten, wie es weiter geht.

Und mir wäre es egal, was Recht und Gesetz ist. Wenn ein Land erklärt, man will §50 in Anspruch nehmen, und die EU verlassen, dann dürfte dieses Land auch nicht mehr an Entscheidungen mitwirken. Schlicht und einfach.

Ob dann Schottland als Mitglied aufgenommen wird, wenn es sich denn von GB lösen sollte, und ob hier die gleichen Bedingungen gelten, wie bei anderen Beitrittskandidaten, darf von GB nicht mit entschieden werden.

Die Briten hatten genug Sonderrechte. Und das nun damit Schluss ist, war ihre eigene Entscheidung.

22:02 von meta.plus

"Diesen Willen, aus Fehlern etwas zu lernen, vermisse ich vollkommen auf der Seite der EU. Da im "alten Trott" weiter gemacht wird, befürchte ich, das der Brexit nur der "Anfang vom Ende der EU" ist.
Dieser Gedanke gefällt mir gar nicht, aber bei dem ganzen arroganten Auftreten der EU, könnte dies durchaus passieren!
Ich hoffe, die EU hat die "Zeichen der Zeit " erkannt, und nutzt die "Chance für Europa" entsprechend!
Sie ist es der Bevölkerung der "Rest-EU" schuldig!""

Wieso wenden Sie sich damit nicht an die Staats- und Regierungschafs der Länder? Die geben das große ganze vor. Für die Verträge kann doch die EU (Parlament und Kommission) nichts.
Erstmal informieren, bevor man meckert. Erspart einem peinlichkeiten. ;-)

re ataristianer

"Immerhin gilt, soweit mir bekannt, noch die Niederlassungfreiheit auch für Briten"

Aber nur, solange sie EU-Bürger sind.

22:03 von don_e

"Die Brexit Abstimmung ist für den EU Ausstieg nicht maßgeblich, sondern die entsprechende Erklärung.
Bei dem Chaos was gerade in UK herscht wäre es schlicht albern auch diese Baustelle schnell offiziell zu eröffnen. Da werden sich die Herren Juncker und Schulz wohl noch gedulden müssen. Die Briten spielen den ersten Ball - im Moment haben sie aber weder Mannschaft noch Kapitän."

Daran hätten die Briten vor Anpfiff denken müssen, jetzt ists zu spät. Liefern heißt das Stichwort.

22:07, MaKiLu

>>Auch wenn viele EU-Granden lieber einen schnellen Austritt hätten, um durch Aktionismus kritische Fragen zur eigenen Rolle bei diesem Fiasko gar nicht erst aufkommen zu lassen.<<

Der Zeitrahmen des Austritts ist festgelegt.

Von offiziellen Antrag auf den Austritt an haben die EU und GB zwei Jahre Zeit, um sich über die Modalitäten desselben einig zu werden.

Zwei Jahre blinder Aktionismus, um keine kritischen Fragen aufkommen zu lassen?

Seltsame Vorstellung.

Das einzige, worum es jetzt geht, ist, dass die britische Regierung offiziell erklärt, dass Sie das Votum des Volkes umsetzen will.

Nicht mehr und nicht weniger.

Ich verstehe wirklich nicht, wo das Problem liegt.

Wollen die denn jetzt austreten oder nicht?

Unsere Politiker, Medien und die Brexit-Gegner

haben meines Erachtens ein Problem mit demokratischen Entscheidungen. Die Politiker haben scheinbar gar nicht verstanden, daß es mit der EU so nicht weitergehen kann, die deutschen Medien leben ihre Brexit-Phobie in jeglicher Vielfältigkeit in den Beiträgen und Nachrichten aus und die Brexit-Gegner wollen solange nochmals abstimmen, bis das Ergebnis für sie paßt. Wie entlarvend.

22:03 von nikioko

"Ironischerweise haben sie durch ihr Votum den Weg klar gemacht für den Zerfall des Vereinigten Königreichs: Schottland wird jetzt durch den Wegfall der Gegenargumente die Unabhängigkeit erklären, Nordirland sich womöglich der Republik Irland anschließen und in Wales rumort es auch schon. Damit ist Britannien demnächst wieder beim Gebietsstand von vor 1000 Jahren angekommen, als sich die Heptarchien vereinigten."

Ich bitte Sie, dass das immer lamentiert wird.
Würde Nordirland mit Irland eine Republik sein wollen, hätte es das nötige Referendum/Gespräche schon längst gegeben, zumindest aber höhere Werte für die Sin Fein.
Da passiert nichts, schließlich leben in Nordirland die ganzen Engländer.
Wales... Da gibts nichts zu rumoren, die haben genauso abgestimmt wie England, und sind v.a. dem Königshaus sehr verbunden, die lösen sich nicht.
Schottland, nun gut, da bin ich mir nicht ganz sicher, aber was vor zwei jahren nicht geklappt hat wird jetzt auch nicht klappen.

22:19 von Schwarzseher

"Ob genauso viele Unkenrufe ertönt wären, falls 51.9% für einen Verbleib in der EU gestimmt hätten? Ganz sicher nicht und somit überaus entlarvend ......"

Wären es. Nur vom politisch anderen Lager.

22:19, Schwarzseher

>>Ob genauso viele Unkenrufe
Ob genauso viele Unkenrufe ertönt wären, falls 51.9% für einen Verbleib in der EU gestimmt hätten? Ganz sicher nicht und somit überaus entlarvend ......<<

Ich stelle mir gerade vor, was hier im Forum los wäre, wenn das Ergebnis genau andersherum ausgefallen wäre.

Shitstorm wäre wohl noch untertrieben, eher ein veritabler Jaucheorkan.

Sie können momentan nur verlieren.

Zögern sie zulange wird man sie nicht mehr ernst nehmen. Wer will den bitte mit jemandem verhandeln der das Hü und Hott Spielchen sogar dann noch weitertreibt wenn das Pferd schon im Dreck liegt? Da kann man schon verstehen warum die Regierungsmitglieder der EU auf einen schnellen Austritt drängen. Die haben das mittlerweile satt.

Und wenn die Briten jetzt nochmal über den Ausstieg und die Legitimität des Referendums diskutieren "müssen" verlieren sie ebenso an Glaubwürdikeit. Wer will schon mit jemanden ein Bündnis oder eine Verhandlung eingehen, der schon beim kleinsten Anzeichen von Gegenwind umknickt. Wie verlässlich ist diese Verhandlungspartei? Letzteres kann der EU jedoch nur Recht sein. Einerseits bleibt das wirtschaftstarke Land in der EU, andererseits haben diese einen schwächeren Stand in den möglichen nächsten Verhandlungen.

Austritt wenn es passt

GB sollte so lange den Austritt nicht erklären, bis die Austrittsverhandlungen zu seiner Zufriedenheit abgeschlossen sind. Sonst gibt es einfach zuviel Erpressungspotential durch die EU-Führung, deren arrogante und bevormundende Reaktion man schon sehen konnte.

Warum macht die EU nach dieser kurzen Zeit schon solch einen Druck auf britische Politiker, damit sie endlich das umsetzen, was sie nicht befürworten? Allen voran natürlich EU- Kommissionspräsident Juncker, EU- Ratspräsident Donald Tusk und EU- Parlamentspräsident Martin Schulz (den ich an anderer Stelle zu anderen Fragen stets loben kann).

Seitens EU- Charta ist kein Zeitpunkt für die Abgabe eines Austrittsersuchen vorgegeben. Punkt! Aus Sicht von UK ist es einerseits unverständlich, nun auf Zeit zu spielen, denn die Folgen hätten bekannt sein müssen. Andererseits... Vielleicht eben auch nicht! Man darf das ruhig mal wieder sagen: Auch Politiker sind Menschen!
Nun haben die Briten das Problem, dass sich anscheinend keine loyale Person finden lässt, das die Austrittsverhandlungen einberuft und auch durchführt (während ihm die Schotten auf's Dach steigen und die Brexit- Gegner eine neue Chance gegen die Rechtspopulisten verlangen).

22:44, willi wupper sen.

>>die junckers, schulzes und broks haben wirklich nichts begriffen. und die vereinte linke ist im wahlkampfmodus gelandet.<<

Wahlkampfmodus? Wann wird denn gewählt?

re eu62

"Das Referendum hat lt. den mir vorliegenden - und durchaus glaubwürdigen (ARD, BBC) Quellen lediglich konsultativen Charakter.

Insofern ist auch das "ob" noch fraglich."

Wir können uns vielleicht darauf einigen, dass diese Frage eher einen politischen als einen verfassungsrechtlichen Fokus hat.

"Das wäre im Prinzip genau das umgekehrte, was am 3.10.1990 passiert ist - also in gewissem Sinne schon ein Präzedenzfall."

In keinster Weise. Ihr "Präzedenzfall" ist die Erweiterung eines existierenden EU Mitglieds. Die Frage der Rechtsnachfolge stellt sich hier nicht.

22:51, Klärungsbedarf

>>Wenn Referenden nicht wiederholt werden dürfen/sollen - warum fand dann das Referendum am 23. Juni statt ? Am 5 Juni 1975 hatte man in einem Referendum doch bereits mit gut zwei Dritteln für den Verbleib gestimmt.<<

Eine eigentlich sehr naheliegende Frage. Ich wundere mich, dass hier noch niemand darauf gekommen ist, mich eingeschlossen.

Der Brexit muss nicht kommen,

wenn die EU endlich unter Beweis stellen kann, dass manche Vorwürfe (zu viel Regelungswahn, Politik der beleidigten Leberwurst, zu teuer, zu abgehoben) pure Polemik ist.
Allerdings stellt die EU gerade unter Beweis, dass die Politik der "beleidigten Leberwurst" anscheinend kein Vorurteil ist.

Man muss endlich die Bürger mitnehmen und erklären. Nicht versprechen, sondern MACHEN!!! Die EU ist sehr gut für alle. Dass die "gemeinen" Bürger das kaum glauben ist der primäre Fehler der EU.
Fakt: Die EU entscheidet gar nichts! Das ist so, auch wenn bestimmte, auch deutsche Politiker, den "Schwarzen Peter" immer gern nach Brüssel schieben. Der "Silberrücken aus Ingolstadt" ist da vorrangig zu nennen.
Die EU trifft ihre Entscheidungen als Kompromiss von 28 Staaten. Das ist schwierig, aber trotzdem gelingt es gut. Besser wäre es allerdings, Kompetenzen von der Kommission an das Parlament zu übergeben.

Im Fall UK bin ich für ein weiteres Referendum. Vorher aber die Vorteile der EU erklären.

re sisyphos3

"eine Frage der Betrachtungsweise !
man könnte auch schlussfolgern "nur" 35 % waren für einen Verbleib in der EU"

Aus nicht abgegebenen Stimmen kann man nur eins schlussfolgern: Dass sie nicht abgegeben wurden.

Sonst nichts.

Re 22:03 von nikioko

Die Waliser haben eine höhere Zustimmung zum Brexit als England.
Das das Vereinigte Königreich zerfällt wäre vor allen Dingen für uns in der EU sehr schlecht.Dann können wir die Schotten auch noch finanzieren da die Ölpreise im Keller sind,und Dank des Brexits, das auch noch länger bleiben werden. Ich glaube auch nicht,daß sich die Schotten trennen vom Königreich.Da gibt es keinen Grund für bei genauerer Überlegung auch wenn es uns so suggeriert wird.
Das die Briten mehrheitlich den Brexit wollten ist auch keine Bauchentscheidung.Wer die Zeiten vor Junker und Merkel erlebt hat,weiß was aus der EU geworden ist.
Ein Lobbyistenselbstbedienungsladen und Parkplatz für abgehalfterte Politiker die noch nie das hatten,was jetzt vor allem von Nöten ist,nämlich visionäre Eliten und nicht das,was sich jetzt zur Elite zählt und zu wissen meint,was gut ist fürs Volk.

fathaland slim

Welch eine Demütigung: die Queen muß vor dem Schottischen Parlament betteln...

...naja, sie darf ohnehin nur reden, was ihr in den Mund gelegt wird.

@ 19:35 von inri

Es gibt da auch noch die USA. Die werden sich der Briten schon annehmen und reiben sich wahrscheinlich schon die Hände.

Irrtum, England (worauf es ja bald hinauslaufen könnte) ist für die USA ziemlich uninteressant und sie hatten ja auch schon angekündigt, dass sich UK bei allen folgenden Verhandlungen nun hinten anstellen muss.

Wer würde sich den fetten Finanzplatz London nicht gerne unter den Nagel reißen?

Falls UK aus der EU wirklich austritt, was ich nicht hoffe, wird Frankfurt dann wieder viel interessanter, denn das sehen sämtliche britische Banken ebenfalls so.

Wir sind nicht die Vasallen von GB

"Außenminister Philip Hammond sagte, der Zeitplan sei allein Sache Großbritanniens."

Typsch, 27 andere Staaten sollen sich weiter dem Willen Londons beugen. Frau Firth sagte bei Anne Will, man wolle vor dem Austritt nach §50 erst mal die Rahmenbedingungen für den Austrittsantrag klären? Wie bitte? Erst kommt der Austrittsantrag und dann wird verhandelt. So steht es in den Verträgen und diesmal gibt es keine Extrawurst. Bis zu 2 Jahre sind dafür vorgesehen. Danach ist Schluss. Egal ob man fertig ist oder nicht. Nur wenn alle 27 anderen Staaten einer Verlängerung zustimmen, kann die Frist verlängert werden. Es ist also mitnichten so, dass GB den Zeitplan bestimmt. Wir verlangen weiter ungehinderten Zugang zum gemeinsamen Markt, fordert der Außenminister. Doch dies ist nicht länger die Entscheidung von GB. Die EU kann den Zugang gewähren, muss es aber nicht. Das wird sie danach entscheiden, was für uns gut ist, denn out is out.

übrigens...

... sollte sich das unabhängige Schottland für die Monarchie entscheiden: die legitimen Anwärter auf die Schottische Krone sind die Wittelsbacher.

Das Imperium schlägt zurück...

Wer auf die Entwicklung der Aktienkurse der Großbanken geschaut hat, der sieht leicht: dieses Volksvotum war durchaus nicht marktkonform! Und da so etwas heutzutage nicht vorkommen darf (ich möchte hier auch an den von unserer Kanzlerin geprägten wunderschönen Begriff der "marktkonformen Demokratie" erinnern) können alle Brexit-Gegner zunächst mal vollkommen beruhigt sein: das Ergebnis dieser Abstimmung wird todsicher revidiert, wie auch immer die technische Umsetzung im Detail aussehen mag. Dennoch bleibt die Episode ein eindrucksvoller basisdemokratischer Lackmustest. Und die absehbare Revision des Beschlossenen wird sich langfristig als Pyrrhussieg erweisen: die EU ähnelte dann doch zunehmend mehr einem Gefängnis als einer Heimstatt, oder?

@ 19:41 von hansaviertel

Dann darf Brüssel sich nicht wundern, wenn andere Länder sich das mit dem Austritt auch vorstellen können. Leider werden das nur die Länder sein, die mehr einzahlen als rausbekommen.

Das sehe ich nicht so. UK ist Geberland, profitiert aber auch stark von Zuwendungen aus der EU (was leider besonders den Walisern nicht klar ist).
In Frankreich fordert nur der Front National ein Referendum, würde damit aber krachend scheitern.
Deutschland? Oha. Da fällt mir nur Heinrich Heine ein: Denk' ich an Deutschland in der Nacht, so bin ich um den Schlaf gebracht. Ich hoffe, der Wunsch nach einem Referendum kann hier in dieser Frage nicht durchgebracht werden!!! Vermutlich hätten wir das gleiche Ergebnis wie in UK. Weil wir nicht wissen, dass W I R der größte Profiteur der EU sind!

Tschechien und Slowakei sind gefährlich, könnten ein weiterer Domino- Stein in einer Austrittswunsch- Liste sein (nicht wissend, dass sie sehr von der EU profitieren).

23:39 von w.gerber

Der Brexit Entscheid ist doch ein wunderbares Beispiel für die Untauglichkeit von Volksabstimmungen“

Wunderbar. Auf solch einen Kommentar hatte ich schon gewartet. Alle user die meinen, das Volksabstimmungen die beste demokratische Lösung für alles Mögliche ist, sollten vielleicht nochmals nachdenken.

23:39 von w.gerber

Der Brexit Entscheid ist doch ein wunderbares Beispiel für die Untauglichkeit von Volksabstimmungen“

Wunderbar. Auf solch einen Kommentar hatte ich schon gewartet. Alle user die meinen, das Volksabstimmungen die beste demokratische Lösung für alles Mögliche ist, sollten vielleicht nochmals nachdenken.

Nichts ist nur schlecht!

Die EU wurde insbesondere durch die Zocker von der London City an den rand des Abgrunds geführt.

Trotzdem verweigerte sich London allen Versuchen, eine vernünftige Regulierung der Finanzmärkte zuzulassen. London ist der Apologet für bankenrettung auf Kosten des kleinen Mannes. London verhinderte die Einführung einer Finanztransaktionssteuer, um endlich die Spekulationsgewinne zu besteuern.

Auch der Brexit ist eben nicht nur schlecht.
Europa kann sich jetzt besser vom Neoliberalismus lösen.

Ich hätte mir trotzdem gewünscht, dass GB in der EU bleibt, Welthandel, Umweltproblematik, Sicherheitspolitik hätten erfordert, dass die zweitgrößte Wirtschaftsnation an Bord bleibt.

00:03, Mein Über-Ich

>>GB sollte so lange den Austritt nicht erklären, bis die Austrittsverhandlungen zu seiner Zufriedenheit abgeschlossen sind. Sonst gibt es einfach zuviel Erpressungspotential durch die EU-Führung, deren arrogante und bevormundende Reaktion man schon sehen konnte.<<

Ohne Austrittserklärung keine Austrittsverhandlungen.

Und wenn nach zwei Jahren des Verhandelns keine Übereinkunft erzielt wird, wird der Austritt eben ohne Verhandlungsergebnis vollzogen.

Das ist die rechtliche Lage.

Für die europäische Idee

Ich bin für die EU. Bin aber gegen die NATO. Was die Briten angeht Sie haben entschieden und die Entscheidung muss für eine gewisse Zeit berücksichtigt werden. Sonst entsteht schnell der Eindruck das man in Brüssel wie erdogan gewisse Entscheidungen die nicht gefallen zurecht Rückt bis die Entscheidung gefällt. Was wirklich eine wichtige Entscheidung wäre ist: Volksentscheid über Deutschlands Verbleib in der NATO! Dieses Angriffsbündnis muss aufgelöst werden. Die Amerikaner müssen aus Europa verschwinden. Das wäre eine Entscheidung die zu mehr Frieden und Souveränität führen würde. Die Politiker und Wirtschaftsbosse haben seit Jahren die moralische Integrität einer schwingtür.

@ 19:41 von Ernst-

"In einer Online-Petition haben sich inzwischen mehr als drei Millionen Menschen dafür ausgesprochen, erneut über die EU-Mitgliedschaft abzustimmen."

Dann könnten nach jeder Wahl die Verlierer eine erneute Abstimmung (Wahl) verlangen.

Nicht unbedingt. Was hatten die Spanier gestern entschieden? Was ist bei uns mit vorgezogenen Neuwahlen oder falls alle Parteien plötzlich wieder auf ihren Kernthemen bestehen sollten? Na, Halali, fröhliche Koalitionsjagd! ;o)

Die Iren hielten auch drei Referenden ab, bis sie schließlich den "Lissaboner Verträgen" zustimmten. Versuchen Sie mal heute, die Iren über einen Volksentscheid aus der EU heraus zu bekommen... NO WAY!

Zeigt, dass ein Volksentscheid nicht immer das Beste für eine Demokratie sein muss. Man muss zuerst einmal erklären, welche Folgen die Entscheidung haben wird, denn jede seriöse Abstimmung sollte den Punkt "Weiß nicht" enthalten.

NO only means, they want to kNOw more!

19:00 von FreidenkenderGeist

"man jetzt irgendwas für ungültig erklärt und die gute alte EU-Taktik anwendet: Die Abstimmungen werden wiederholt bis das Ergebnis paßt"

Moment mal, das ist jetzt keine EU Taktik, sondern die Taktik der britischen Politiker, auch die der Brexitbefürworter, die wohl Angst vor der eigenen Courage bekommen. Die EU will, dass das Votum der Briten ernstgenommen wird und schnellstmöglichst der Austritt beantragt wird.

Es sind die Politiker auf der Insel, die auf Zeit spielen und ihr Volk jetzt plötzlich nicht mehr ernstnehmen, falls sie das jemals getan haben, nach dem sie das Volk im Wahlkampf so ausgiebig belogen haben.

Hätte Cameron Anstand im Leib, hätte er nach dieser Niederlage umgehend zurücktreten müssen, damit Brexitbefürworter (Johnson) ihren Job machen können und Volkes Willen Rechnung getragen wird.

Letztlich ist alles marktkonform

um 01:04 von abzockerinitiative:
"Wer auf die Entwicklung der Aktienkurse der Großbanken geschaut hat, der sieht leicht: dieses Volksvotum war durchaus nicht marktkonform!"

Natürlich war es marktkonform, und zwar so was von. Ich haben Bankaktien zugekauft, den Kursrückgang fand ich genial, ich habe darauf gewartet.
Letztlich ist alles marktkonform, es kommt nur auf die Perspektive an.

19:12 von MaWo

"Sollte das Ergebnis in die Richtung laufen, dass trotz Austritt GB gleichwohl ähnlich wie ein Mitglied behandelt wird, dann ist das der Einstieg in das Ende Europas ....Solche Lobby Hassardeure sind es letztlich welche die Idee von einem Europa bereits heute verwässert haben und der Grund für den aktuell nicht guten Zustand sind."

Dem ist nichts hinzuzufügen.

@Saganite um 19:00

So schnell schiessen auch die Schotten nicht!
Eine Losloesung von GB wuerde auch unangenehme Verhandlungen ueber Schuldenuebernahme von GB beinhalten. Auch hat man ein Haushaltsdefizit. Mit Verfall von Oel-und Gaspreisen sind Schottland's Einnahmen enorm geschrumpft.

@ fathaland slim

"Welch eine Demütigung: die Queen muß vor dem Schottischen Parlament betteln..."

Was eine britische Königin vor einem Parlament darf, ist genau festgelegt. Betteln gehört meines Wissens nicht dazu.

Wenn die Regierung ...

... den Austrittsantrag nicht stellt, dann gibt's auch keinen Austritt. Da kann sich das Volk auf den Kopp stellen.

@Mein Über-Ich, 00:03

GB sollte so lange den Austritt nicht erklären, bis die Austrittsverhandlungen zu seiner Zufriedenheit abgeschlossen sind.

Wovon träumen Sie nachts? Es wird keine Verhandlungen geben, bis GB erklärt, dass es austreten will. Warum sollte es? Für genau diese Verhandlungen ist die Zweijahresfrist ja da.

da haben sie denn doch die Hosen voll?

Da wird denn gewahr, welche Konsquenzen der Zirkus hat ... nicht nur ein kleines Spielchen ...da hat das innenpolitische Kasperletheater auch Folgen ... aua ... aber lieber denn denn doch lieber nicht so bald ... nationalistische Opposition ist viel gemütlicher als echte realpolitische Folgen ... willkommen in der Realität!

Brexit zwischen Protest und Spaltung

Sobald die Entscheidung klar wurde kam der Katzenjammer. Viele Briten hatten ihrer Regierung einen Denkzettel verpassen wollen. Nun spalten sie sich nicht nur von Europa ab sondern spalten ihr Vereinigtes Königreich.
Ein Referendum spiegelt nicht zuverlässig den Willen des Volkes wider, es ist immer auch ein ein Spiegel der Zustimmung für die eigene Regierung. Das macht ein Referendum gefährlich.
Wenn es nach dem britischen Parlament geht, das mit einer 3/4 Mehrheit für den Verbleib in der EU ist, würde sich also erst einmal nichts ändern.
Boris Johnson, spielt auf Taktik. Das Referendum als Druckmittel für einen "New Deal". Das Vereinigte Königreich hatte zwar bisher schon eine Sonderstellung. Jetzt will es noch mehr.

Die EU täte gut daran, in aller Ruhe abzuwarten, um in dieser Zeit zu überlegen, wie die EU für ihre Bürger fühlbar demokratischer wird. Die Briten haben in der Hauptsache gegen Eurokratie und Fremdbestimmung gestimmt. Das könnte sich in anderen EU-Ländern wiederholen

Viel zu teuer

um 01:00 von plittnitz
"übrigens... sollte sich das unabhängige Schottland für die Monarchie entscheiden: die legitimen Anwärter auf die Schottische Krone sind die Wittelsbacher."

Unwahrscheinlich, dass ein Volk sich freiwillig für eine so teure Alternative entscheidet - und die Schotten schon gar nicht. Das was beispielshalber unser deutscher Bundespräsident im Jahr kostet, würde bei der britischen Queen nicht einmal für den Unterhalt der Reitställe reichen.

@ gerd-leo um 19:02

Dann steht einem neuen Anfang des zerruetteten Verhaeltnisses nichts im Weg.
Wieso konnte Bruessel oder genauer gesagt die anderen Regierungschefs nicht gleich die grundlegende Reform der EU auflegen? Waere ehrlicher gewesen, da die Plaene meiner Meinung nach schon in der Schublade lagen. Diese Plaene haetten auch die britischen Skeptiker ueberzeugt- aber wollte man da jemanden abservieren?
Wollten Herrn Juncker, Schulz und Konsorten versuchen, Poestchen fuer ihresgleichen zu retten, die vermutlich ordentlich reduziert werden bei Neu (Re-) orientierung der EU.

19:10 von macaniel

"Die undemokratischen Aeusserungen von EU Vertretern nach dieser Abstimmung halte ich fuer bedenklicher als einen langsamen oder schnellen Austritt."

Was Sie schreiben, ist nicht nachvollziehbar.

Undemokratisch sind nicht die EU Vertreter, wenn sie fordern, dass der Volkswillen umgesetzt wird, sondern die Hasadeure auf der Insel, die dem Volkswillen nicht zügig nachkommen. Für einen guten Demokraten geziemt es sich, dass er nach so einer Niederlage sofort den Hut nimmt, damit die Brexitbefürworter in Amt und Würden kommen. Aber das ist Cameron offensichtlich nicht, wenn er noch bis Oktober im Amt bleiben will.

Da das Votum des Volkes für das britische Parlament nicht zwingend ist, scheinen einige auf der Insel damit beschäftigt zu sein, wie man den Volkswillen ignorieren kann.

Dies schadet aber ganz Europa, weil es eine Steilvorlage für alle Rechtspopulisten ist, die dann mangelndes Demokratieverständnis beklagen und dann so wie Sie auch noch die EU dafür verantwortlich machen.

01:23, Wir Sofa-Revoluzzer @ fathaland slim

Sie beziehen sich auf den Kommentar eines Users, der auf einen Kommentar von mir antwortete.

@ 21:50 von Linde-im-Park

Es war unverantwortlich von der GB-Regierung, bei einer Entscheidung von derart großer Tragweite, im Referendum lediglich eine einfache Mehrheitsentscheidung anzusetzen. Eine Zweidrittelmehrheit wäre angemessen gewesen, wie z. B. bei Änderungen zum Grundgesetz.

Meinem Kenntnisstand zufolge, lasse mich aber gern anderweitig belehren, ist bei Referenden keine 2/3- Mehrheit vorgeschrieben, wohl aber eine Mindestbeteiligung. Es hätten sogar 34% der Wahlberechtigten genügt, um den Brexit zu beschließen. Und gerade solch eine komplexe Frage der EU- Mitgliedschaft können "gemeine" Bürger kaum abwägen, schon gar nicht solche, die ihre "News" aus dem Hause Murdock konsumieren.

Viel unverantwortlicher fand ich von der Regierung in UK und aber auch besonders von der EU die Vorteile nicht zu erklären und das Feld Rechtspopulisten zu überlassen.

Britische Poesie

Maggie Thatcher 1984:
"I want my Money back"

Queen Elizabeth II 2016:
"I want my Kingdom back".

@ 21:52 von Downhill

Jetzt werden die schlechten Verlierer der Remain-Kampagne als Helden dargestellt. Einfach nur lächerlich. Sie hatten ihre Chance. Man kann nicht solange wählen, bis einem das Ergebnis passt.

Hatte nicht Herr Nigel Farrage angekündigt, ein zweites Referendum einzuholen, sollte das "Remain"- Lager gewinnen?
Als seine (schändliche) Kampagne Erfolg hat, werden die Remain- Befürworter beschimpft, weil sie ein zweites Referendum fordern. Und das tun sie auf einer Web- Seite, die das "Leave"- Lager initiiert hat. Verrückte Welt!

"Nimm mal den Splitter aus den Augen, damit ich das Scheunentor vor meinem Kopf sehen kann"...

Es gibt keinen Zwang

um 19:16 von venezolaner:
"Wenn die Volksabstimmung rechtlich nicht verbindlich ist, kann es doch eine Entscheidung des Parlaments geben, wobei ein Fraktionszwang aufgehoben sein sollte."

Mir ist nicht klar, woher Sie den Begriff "Fraktionszwang" haben. Ein Abgeordneter kann per se nicht zu einem Abstimmungsverhalten gezwungen werden. Wie denn auch? Es gibt allerdings so etwas, wie eine Fraktionsdisziplin oder Solidarität.

Sei es drum,

out ist out oder was war jetzt im Mittelteil nicht zu verstehen??? Und wenn schon, dann bitte schnell. Alles Andere wäre wieder mal ein Schlag für die Demokratie, eine Unsicherheit für die Wirtschaft und eine ewige Hängepartie für die Kapital- und Devisenmärkte. Jetzt zeigt mal, ihr Brits, dass Ihr Demokratie doch könnt oder wollt Ihr Euch mit Online-Petitionen danach wirklich zu den ewigen Clowns machen???

Ökomischer Verstand

Mit der verzögerung von austrittsmassnahmen erweckt die britische regierung zumindest folgenden verdacht:
- das ihr die tragweite eines austritts in dessenfolgen nicht vollständig bewusst ist bzw.
- dass ihr die folgen für unternehmen, die hinsichtlichlangfristiger investitionsentscheidungen auf die kenntnis künftiger kosten und risiken angewiesen sind ziemlich wurst sind.
Die egomanische eitelkeitsparade der brexit-befürworter könnte sich insbesondere für arbeitnehmer zu einem beträchtlichen irrweg entwickelt, weil investititionen in fertigungsanlagen sicherheitshalber in andere aktuelle eu-länder als gb geleitet werden. Insofern ist das drängen z.b. der eu-ausserminister sogar im sinne grossbritanniens.

@ 21:57 von Prof.

@ Internetnutzer

"Das Leave-Lager hat nicht berücksichtigt, dass ein Leave mit einem Zerbrechen des UK einhergeht."

Da passiert überhaupt nichts. Das ist nur das Gerede deutscher Medien, die wie ein quängelndes Kind nicht die Realität wahrhaben wollen.

Aha, wie kommen Sie zu diesem Schluss? Fakt ist, dass im Fall der Unabhängigkeit Schottlands ein riesiger Teil der "britischen" Finanzen wegbrechen wird, nämlich die Erdölförderung. Der Tourismus ist weniger wichtig, aber auch nicht zu unterschlagen!

@Downhill um 21:52

Sie verstehen die Briten nicht.
Die Leute gehen auf die Strasse und diskutieren ihre Anliegen. es waere beileibe nicht das erste Mal, dass das Volk (horch auf, Berlin) sein Anliegen durchsetzt. Man hat auch gar keine Angst, in irgendeine ideologische Ecke gestellt zu werden - das machen eh' bloss Zeitungen wie 'The Sun'. Das Land hat in der Bill of Rights (1689) verbriefte Redefreiheit . Ausserdem ist dort der Grundstein der britischen Staatsverfassung und der persoenlichen Grundrechte gelegt. Das praegt. Waehrend man in Deutschland noch 300 Jahre auf Untertan getrimmt wurde.Hier tut sich das Establishment mit der Meinungsfreiheit noch schwer, wenn die Meinung nicht die eigene widerspiegelt.

@Strandy um 19:19

Es ist ausschliesslich Sache von GB. Wer weiss, wie Unter- und Oberhaus jetzt abstimmen wuerden, geschweige denn, wenn die EU wirklich grundlegende Reformen einleitet!

Was für eine Politposse

Das ist alles derart entlarvend. Einfach nur noch peinlich. Für alle Beteiligten.

Erst Herr Cameron mit seiner Bieridee mal ein Referendum durchzuführen. Ohne klare Regeln was wie wann durchgeführt wird. Anschliessend ein Abstimmungskampf der untersten Schublade, mit Lügen des Remain-Lagers über den Totalzusammenbruch eines Landes nach einem Austritt und Lügen des Leave-Lagers dass danach alles klar und problemlos ausgeht.

Nun der seltsame Umgang mit dem Volksentscheid durch die britische Regierung die selbst nicht weiss was zu tun ist. Ebenso aber auch hyperventilierende Brüsseler die ihre eigenen gesetzten Regeln nicht verstehen und den Briten etwas vorschreiben wollen was aber einzig und alleine in deren eigenen Händen liegt.

Einfach nur tragisch was da abgeht. Da lob ich mir in einem Land zu leben wo klar ist wann und wie direkte Demokratie zum Zuge kommt, wo aber auch klar ist niemals einem solchen Verein beizutreten in welchem uns ebendiese Selbstbestimmung entrissen würde.

19:41 von Ernst-

"Dann könnten nach jeder Wahl die Verlierer eine erneute Abstimmung (Wahl) verlangen.

Die neuen Verlierer dann wieder eine erneute Abstimmung fordern usw.

Damit würde Demokratie zu einer Farce."

Stimmt! So geht es nicht. Die Briten haben gewählt und das ist jetzt umzusetzen. Mir tut es sehr leid, dass die Briten austreten, aber das Votum einfach zu ignorieren, geht überhaupt nicht.

Es wäre eine Steilvorlage für alle Populisten Europas. Marine Le Pen würde sich eben so die Hände reiben wie Nigel Farage, Strache und Höcke. Mit dem Ignorieren der Volksabstimmung oder einer weiteren Abstimmung würden die Briten nicht nur dem eigenen Land schaden, sondern die Demokratie sowie die gesamte EU nachhaltig beschädigen, weil die vorgenannten Personen dies sofort für ihre Zwecke benützen würden.

Daher muss die EU im eigenen Interesse darauf achten, dass solche Spiele auf der Insel nicht gespielt werden.

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