Kommentare

Sozialistischer Alltag

Mangel ist Alltag im Sozialismus, das kennen wir noch aus der DDR. Und die Verschiebung der Verantwortung auf andere genau so, auf die Unternehmer, auf den Kapitalismus, auf die USA und auf das Wetter.
Sozialismus ist wenn nichts klappt und wenn die anderen schuld sind.

"Venezuela: Sogar die Geldscheine gehen aus "

Wieso?

Die Welt schaut zu?

Aus den Artikeln der vergangen Zeit lässt sich ableiten, dass sich Venezuela in einer Abwärtsspirale befindet. Es herrschen mittlerweile fast griechische Verhältnisse und die Versorgung verschlechtert sich (laut diesem Bericht) noch mehr.

Meine Frage wäre: Schaut die Welt nur zu?
Die UN, die Weltbank oder auch die BRD; alle sehen, dass die Bevölkerung von V. ins Elend stürzt und leisten keinerlei Hilfe? ("Der Markt wirds schon regeln")

Gut, V. ist jetzt in keiner Währungsunion mit Deutschland und wenn die Leute vor dem Elend in V. fliehen, kommen sie wohl auch nicht nach D., aber dürfen das die Vorrausetzungen für unsere Hilfe sein?

Es heißt immer: "Fluchtursachen vor Ort bekämpfen", aber wenn es mal um dringend benötigte echte Hilfe geht (und nicht nur um Abschiebungen und Zäune) wird es plötzlich verdächtig ruhig in der Welt...

Guten Abend

22:13 von laurisch._karsten

Wieso? Steht doch da: Weil die Scheine im Ausland gedruckt werden müssten und Venezuela kein Geld hat, die Druckereien zu bezahlen. Also liefern die nicht. Oder habe ich das falsch verstanden?

@Kuroneko

Das ist ein sozialistisches Land. Was soll man da bitte machen? Denen Geld schenken damit die weiter ihre Bürger in diesem System drangsalieren können? Das Land muss zusammen brechen damit ein Systemwechsel vollzogen werden kann. Und dann blüht es dort von ganz allein wieder.

Gut gemeint...

War gerade ein paar Wochen in Kuba, dort muss man auch für alles Schlange stehen und nichts funktioniert. Will auf gar keinen Fall UNSER Wirtschaftssystem schön reden, aber ganz ehrlich - das mit dem Sozialismus ist zwar nett gemeint, funktioniert aber auf Dauer garnicht weil es nicht dem menschlichen Wesen entspricht. Und immer nur die "kapitalistischen" Länder für das Elend verantwortlich zu machen ist auch irgendwie Kindergarten...Wenn man mal gesehen hat wie die Leute dort arbeiten und wirtschaften wundert man sich eigentlich nicht mehr.

Weil...

Die Venezolanische Staatsbank schon länger keine Geldscheine mehr drucken kann, Papiermangel.
Deshalb drücken jetzt private Druckereien im Ausland die Bolivares. Das kostet aber Millionen von Dollar, die die Regierung Venezuelas nicht bezahlt. Das selbe geschieht auch mit Lebensmittel und Medikamenten Bestellungen. Uruguay und Brasilien haben die Lieferungen ebenfalls gestoppt wegen offener Rechnungen.

Kommunisten

Kommunisten sind halt so.

1.) eigener Machterhalt - Personen bezogen
2.) Schuld sind immer die Anderen
3.) labalabalaba

... all diesen Mist kenne ich noch aus der DDR.

wie sieht hilfe aus?

Venezuela krankt wie viele Länder an Korruption und Mißwirtschaft.

Soll es Venezuela besser gehen, müssen dies beseitigt werden. - Nur das würde heisen, dass die Regierung und die meisten Staatsbediensteten ausgetauscht werden müssten. - Das wiederum kann nur die Bevölkerung vor Ort tun, und die Regierenden werden sich das nicht ohne weiteres gefallen lassen. - Ergo, wenn nicht die Regierung von sich aus zur Besinnung kommt und kräftig reformiert, wird nur ein Bürgerkrieg das elend beenden können. - Und was für ein Elend Bürgerkriege bedeuten kann man in verschiedenen Ländern sehen.

Es gibt nichts, was das Ausland für Venezuela tun kann. Man könnte kurzfristig mit Geld die Probleme übertünchen, aber langfristig geht man bei einer solchen Hilfe selbst bankrott.

Venezuela oder auch Griechenland Geld zu geben ohne dass die Nötigen Reformen passieren ist wie einem Alkoholkranken den Alkohol zu finanzieren.

Das schadet mehr als es hilft. So traurig das ist.

@laurisch._karsten

Ganz einfach: Venezuela importiert seine Geldscheine. Da anscheinend nicht genügend Devisen vorhanden sind um diese bzw die Transportkosten zu zahlen, weigern sich die Importeure diese zu verkaufen/liefern. Die Tatsache, dass die größte Banknote in Venezuela der 100-Bolivar-Schein ist, verschärft die Problematik noch (man braucht mehr Scheine um die notwendige Menge an Geld zu erlangen). Die Regierung Venezuelas hat die Einführung einer höherwertigen Banknote bisher abgelehnt (Experten vermuten, dass dies getan wird um das Ausmaß der Inflation zu verschleiern).

die geldscheine gehen aus!

warum das denn bitte?

es gibt doch angeblich nix zu kaufen. werte TS, bitte doch mehr recherche!

Seltsam!

22:12 von Waldimir Pudding
"Mangel ist Alltag im Sozialismus. . . Sozialismus ist wenn nichts klappt und wenn die anderen schuld sind."
In Argentinien ist ja, zum Glück, wieder die Marktwirtschaft eingezogen.
Vorher gab es Nichts, jetzt gibt es Alles. Nur kann sich Niemand etwas davon kaufen, bei Preissteigerungen von bis zu 700% bei gleichzeitigen Kürzungen von Renten und Löhnen.
Toller Fortschritt.

man sollte lafontaine zu rate ziehen

der war vor einigen jahren total begeistert vom jefe chaves. er wünschte sich damals dies erfolgreiche wirken auch für deutschland.

So läuft der Sozialismus, auf

So läuft der Sozialismus, auf Ressourcen sitzen aber Stundenlang für nichts in der Schlange stehen. Irgendwie haben diese Sozialisten innerhalb von einen Jahrzehnt so ein reiches Land kaputt gewirtschaftet und Schuld haben sowieso nur die anderen...

@laurisch._karsten

"Wieso?"

Wenn man Geldscheine ständig nachdrucken muss und kein Geld um Papier, Druckfarbe und Ersatzteile zu importieren hat...

wie ist es bei uns?

können auf einmal mehr als 10% der Deutschen ihr Geld von den Banken abheben und die Banken gehen nicht pleite?

23:12 von willi wupper sen.

man sollte lafontaine zu rate ziehen

der war vor einigen jahren total begeistert vom jefe chaves. er wünschte sich damals dies erfolgreiche wirken auch für deutschland.
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Nicht nur Lafontaine, auch viele Foristen glauben, Pisa-Deutschland könnte es besser als alle Anderen auf der Welt.
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Hoffentlich müssen Sie noch meine Lebenserwartung von 10 Jahren abwarten.

Regimewechsel

Helfen könnte ja die russische Regierung. Die hat vor einigen Monaten verlautbaren lassen, einen "Regimewechsel nicht hinzunehmen" . Nun darf man gespannt sein, wie diese für die autokratische Regierung in Venezuela abgegebene Garantie umgesetzt wird. Da Moskau verlautbaren lässt, eine unglaubliche stabile Wirtschaft zu haben, sind dortige Wirtschaftshilfen sicher kein Problem.

"So läuft der Sozialismus,

"So läuft der Sozialismus, auf Ressourcen sitzen aber Stundenlang für nichts in der Schlange stehen."

Machen Sie es sich nicht so einfach. Für mich riecht das ein bisschen nach Koordination.

Es ist schon merkwürdig, wenn so vieles so plötzlich auf einmal nicht mehr klappt.

@willy wupper sen.

Mann, mann, mann, lieber Willy, erst Hirn einschalten, dann posten.

Natürlich gibt es immer noch Dinge zu kaufen, der Artikel beschreibt doch sogar noch Verfügbares. Nur halt viel weniger als für die Versorgung der Bevölkerung eigentlich notwendig wäre.

Und wenn der Laib Brot heute 1000 Bolivar kostet und nächsten Monat 1500 Bolivar, dann braucht man für das gleiche Brot (selbst bei Mangel) halt 15 statt bisher 10 100-Bolivar-Scheine. Wenn also das Geld im Mangel nix wert ist, braucht man mehr Scheine (oder eine Währungsreform mit neuen Scheinen), um die Ware zu bezahlen. Und ohne Druckerei kommt irgendwann der Punkt, an dem selbst die wenigen verbliebenen Waren nicht mehr mit den verfügbaren Barmitteln bezahlt werden können.

Anscheinend haben einige selbsternannte Medienkritiker im Matheunterricht zuviel RTL II geschaut.

Nicht dem Sozialismus helfen

Einem sozialistischen Staat sollte man nicht helfen, das würde nur den Sozialismus unterstützen und das Elend verlängern. Venezuela muss sich selbst helfen und eine demokratische bürgerliche Regierung wählen.

@ Bernd39

Aber Argentinien hat im Gegensatz zu Venezuela endlich wieder eine Perspektive und eine funktionierende Marktwirtschaft. Ohne die geht ja gar nichts. Aber Argentinien hatte ja auch nicht so schlimm den Sozialismus, wie Venezuela. Es war ja eher eine gemäßigt linke Regierung.

Woher kommt das?

Woher kommt das? Für mich ist das schwer verständlich. Warum fehlen auf einmal so viele Ressourcen? Gibt es ein Embargo gegen Venezuela? Wieso funktioniert die Stromerzeugung via Wasserkraft auf einmal nicht mehr? Sind das Folgen des Klimawandels? Warum wird davon gesprochen, die Unternehmer führten Krieg gegen die Regierung? Ist das tatsächlich so? Oder ist es bloß Regierungspropaganda? Und wenn es Regierungspropaganda ist, welche Fehler hat die Regierung bzw. die Staatsverwaltung dann gemacht? Es wäre schön, mehr darüber zu erfahren - vielleicht auch mit Reflexion über die Lage in Europa (Griechenland, Ukraine, Westeuropa).

Ist das ansteckend?

um 00:10 von Waldimir Pudding:
"... Aber Argentinien hatte ja auch nicht so schlimm den Sozialismus, wie Venezuela."

Ich weiß nicht, ob das beabsichtigt ist, aber es hört sich an, wie eine schlimme Krankheit, vielleicht eine Infektion. Aber irgendwie scheint das auf Sozialismus ja auch zuzutreffen.

Unfähige Funktionäre

um 23:54 von Tristram:
"Für mich riecht das ein bisschen nach Koordination. Es ist schon merkwürdig, wenn so vieles so plötzlich auf einmal nicht mehr klappt."

Es sieht ehr aus wie mangelnde Koordination und natürlich wie Misswirtschaft. Das entsteht fast automatisch, wenn Funktionäre die Wirtschaft lenken wollen und Ideologie an die Stelle des freien Marktes tritt.

22:57 von indertat

Der "reale Sozialismus" offenbarte sich immer als zwangs-beglückende, antidemokratische
Mangelgesellschaft.
Der reale Sozialismus ist das Gegenteil von Sozial und einer
ausgewogenen, im Wettbewerb stehenden "Sozialen Marktwirtschaft".

fehlende Information:

Etliche Kommentare und niemandem fällt als Ursache dieser Wirtschaftskrise der künstlich herbeigeführte Niedrigpreis des Erdöls ein, zur Schwächung unliebsamer Länder, unter anderem Venezuela?
Was bezweckt so ein Artikel, wenn er die Hintergründe komplett ausblendet?

@ Tristram

Da ist nichts Plötzliches, diese Entwicklung geht schon seit einigen Jahren so. Über die Regierungsmassnahmen die solche Zustände entstehen lassen hat der Weltspiegel schon vor Jahren berichtet. Aber einigen Foristen ist die Ideologie wichtiger als die echten Belange der Menschen.
Nur erhöht sich langsam die Temperatur and Aushalten wird schwieriger und schwieriger.

Also so schlimm die Situation

Also so schlimm die Situation für Venezuela ist.

BITTE BITTE Liebe Venezuelaner BITTE tut mir einen Gefallen, Ihr habt jetzt die Chance einen Versuch zu starten. Probiert eure Wirtschaft OHNE Geld am Laufen zu halten.

Das wäre das Pilotprojekt!

Ich bin mir sicher es wird funktionieren.

Oh verdammt, ich wär jetzt so gerne dort.
Das wird wahrscheinlich kein Mensch lesen ...

Wenn das einer liest ... macht weiter, wie bisher!

Wieso sollte nichts mehr laufen bloß weil kein Geldfluss existiert.

Es geht auch ohne !!!

Befreit euch im Kopf von dieser Zwangsjacke und werdet frei !!!!

Ahhhaa, das ist DIE Chance! Ihr könnt berühmt werden, ihr könnt es der ganzen Welt zeigen!

Verzichtet auf dieses lähmende Tauschmittel und lebt nach dem Motto:

Geben ist Nehmen und Nehmen ist Geben.

Ihr braucht kein Geld! Das ist nur ein Hirngespinst.

@ 22:15 Kuroneko

"fast griechische Verhältnisse"? - Die Lage in Venezuela ist um einiges schlimmer als in Griechenland!

Trotz allem - wieso sollen wir oder die Weltbank oder wer auch immer den Schaden jetzt richten? Die venezolanische Regierung wurde demokratisch gewählt! Es handelt sich also um den Willen (oder mangelnde politische Bildung) des Volkes!
Außerdem, würde jemand von außen jetzt Geld geben, würde man dieses Drama nur verlängern. Die Regierung muss weg, aber das müssen die Venezolaner selbst machen. Was wäre das für ein Übergriff, würde ein Land versuchen, in einem anderen die Regierung auszuwechseln!

Übrigens, liebe Tagesschau: "zu essen" schreibt man klein.

@Donidon

WIEDER aufbluehen?
Der war gut. Wissen Sie wie es da VOR den Sozialisten zuging?

Hallo pipilampfumpf

Ich bin gerade in der Nähe Venezuelas und möchte Ihnen sagen, dass mich dieses Experiment nicht gerade reizt und deshalb werde ich auch nicht in dieses ansonsten Wunderschöne Land reisen.
Das mit dem Geld ist ja nicht einfach, sondern mehrfach. Es gibt so viele unterschiedliche Geldfunktionen, von denen ich -wahrscheinlich wie Sie- auch auf einige verzichten könnte. Man bekommt es aber nur als Set.
Der Verzicht auf Geld bedeutet aber auch Verlust des Ausstausches mit anderen, die nicht zufällig in demUmfeld leben, in das sie zufällig hineingeboren wurden. Geld macht Sachen und -das stimmt- auch Menschen bis zu einem gewissen Grade austauschbar. Das ist gefährlich, eröffnet aber auch großartige Perspektiven.
Und: Nur ein Austauschmittel wie Geld - ob Schein oder Muschel ist dabei völlig egal- ermöglicht es Ihnen, zu sparen und zu investieren und damit aus ihrem bisherigen Leben heraus zu kommen

@Bernd39 700% Inflation sind

@Bernd39
700% Inflation sind stark übertrieben, 30% haben wir vielleicht. Aber das war bei Christina nicht besser. Da wurde alles teurer UND die Läden leer. Noch nicht so schlimm wie Venezuela, aber Anfangsstadium
Anfrage an Radio Erewan: Was passiert, wenn man in der Sahara den Sozialismus einführt? Antwort: Anfangs nichts, aber mit der Zeit wird der Sand knapp...

@Tristram

"Machen Sie es sich nicht so einfach. Für mich riecht das ein bisschen nach Koordination.

Es ist schon merkwürdig, wenn so vieles so plötzlich auf einmal nicht mehr klappt."

Es riecht nach Pleite, und das auch nicht so plötzlich, die Krise in Venezuela ist nicht von gestern.
Aber nun ja, Schuld am allen das Wetter, Sabotagen, die böse USA und sonst so...

"Etliche Kommentare und

"Etliche Kommentare und niemandem fällt als Ursache dieser Wirtschaftskrise der künstlich herbeigeführte Niedrigpreis des Erdöls ein, zur Schwächung unliebsamer Länder, unter anderem Venezuela?"

Der Ölpreis entsteht auf Nachfrage, weniger Nachfrage, niedrigerer Preis, so einfach ist die Wirtschaft. Etwas künstlich versucht man seit einiger Zeit in Venezuela, aber wie man sieht, funktioniert einfach nicht. Die Wirtschaft hat kein Hebel, den man umschalten kann und dann läuft wie man es möchte...

@um 22:12 von Waldimir Pudding

Genau so ist es! Es kann ja auch nicht sein das alle gleich sein sollen, obwohl der eine mehr und besser leistet oder? Das wäre nicht gerecht! Klar wenn einer genug hat sollte er auch mal so gutmütig sein und auch mal was abgeben. Beste Beispiele die mir einfallen sind da Bill Gates und Cristiano Ronaldo.

Darstellung: