Kommentare

Es ist und bleibt eine eklatante Rechtsverletzung….

Das die US-Administration ihre Informationspolitik über den Drohnen-Angriff verbessern will, ändert nichts daran, dass die Information nicht von unabhängiger Seite erfolgt, somit nicht verifiziert werden kann, und zweitens dieser Angriff dadurch nicht legitim wird, denn er stellt weiterhin einen eklatanten Rechtsbruch gegen die unveräußerlichen Menschenrechte und das Völkerrecht dar, wenn die USA außerhalb ihres Hoheitsgebietes Menschen mittels Drohnen aufgrund von Verdächtigungen, Erkenntnissen oder Vermutungen exekutieren.
Irgendwelche Erklärungen oder Informationen können diese eklatanten Rechtsbrüche nicht aus der Welt schaffen...

"Drohnenangriffe"

"Die Obama-Regierung verlässt sich in ihrem Krieg gegen den Terror sehr auf Drohnenangriffe"

Drohnenangriffe ist eigentlich Blödsinn. Es sind Luftangriffe, die mit denselben Sensoren und Waffen ausgeführt werden wie mit bemannten Luftfahrzeugen.

"und immer wieder kommen dabei auch Zivilisten ums Leben. Menschenrechtsgruppen kritisieren die Praxis schon länger."

Dann sollen Sie mal Alternativen aufzeigen, wie Unschuldige vor den Angriffen solcher Terrorgruppen geschützt werden sollen.

re didi

Sie hätten jetzt die Möglichkeit, auf meine Frage aus dem letzten Thread zum gleichen Thema zu antworten.

Oder haben Sie keine Antwort?

Kein "Kriegsgebiet"?

Wenn die USA dort 150 Menschen umbringen ohne einen Krieg zu führen, dann betreiben sie wohl Terrorismus.

Menschenrechtler

Den Menschenrechtlern sollte man einen Haftbefehl in die Hände drücken und sie in den betreffenden Regionen aussetzen.

Militärische Maßnahmen

Gegen Terroristen sind legitim, so sehr sich auch deutsche "Pazifisten" und andere selbsternannte "moralische Instanzen" das natürlich anders betrachten. Es zeigt einfach nur das die Verklärung religiöser Fanatiker bei einigen absurde Züge annimt!
Dem technischen Fortschritt können auch Islamisten nicht entgehen und das ist gut so!

@JFR 12:08

Das wäre tatsächlich wünschenswert.

Ich...

...glaube kaum das der somalische Präsident Hassan Sheikh Mohamud, der einem Selbstmordanschlag der Al-Shabaab entging, etwas gegen diese Aktion der USA hat.

Re@12:03 karwandler

Die diesbezüglichen Rechtsbrüche der USA, vor allem ihre fortlaufenden Drohnenexekutionen über fremden Staatsgebieten gegen 'mutmaßliche Terroristen', sind durch namenhafte Völkerrechtler belegt (googeln hilft)- Sie sehen das anders.

Kein Protest der Regierung

Somit muss man wohl davon ausgehen dass das US-Eingreifen von der somalischen Regierung (de jure zumindest, weil faktisch ist der Staat ja völlig kaputt) erlaubt oder zumindest geduldet war.

So kritisch man die USA-Einsätze anderswo sehen kann, man muss doch nicht aus Prinzip ständig Kontra geben.

@JFR

"Den Menschenrechtlern sollte man einen Haftbefehl in die Hände drücken und sie in den betreffenden Regionen aussetzen."

Ich, als Menschenrechtler, befürworte militärische Aktionen gegen die Al-Shabbab.
Denn es sind nicht die USA die hier die Menschenrechte mit Füssen treten sondern diese Terrortruppe.

Die Waffen der Terroristen...

wachsen wohl wiedermal seit Jahrzehnten auf Bäumen, liegen auf dem Acker herum oder werden mit Muscheln bezahlt, dass man deren Bewaffnung nicht unterbinden kann.

Aber Wikileaks bekommt innerhalb Tagen die Konten gesperrt.
Wie soll man hier nicht dem Wahnsinn verfallen?

Auf diese Weise wird das

Auf diese Weise wird das sogenannte "Faustrecht" oder auch das "Recht des Stärkeren" wieder salonfähig gemacht. Ob diese Entwicklung positiv gesehen werden muß ?

@didi

Man soll aus der Geschichte lernen.
Mir wäre recht gewesen , wenn Graf von Stauffenberg im Jahre '44 Erfolg gehabt hätte, beim Attentat gegen Hitler. Und er wäre sicherlich nicht von einem späteren Gericht als rechtsverletzender Terrorist verurteilt worden.

Es gibt eine Menge Menschen,

Es gibt eine Menge Menschen, die ständig genau weiß, was man nicht tun darf.
Allerdings nennen diese Menschen nie eine realistische erfolgversprechende Alternative.

Terror auf beiden Seiten

"150 Kämpfer wurden getötet." Und wie viele Unschuldige?

Gewalt erzeugt nur Gegengewalt.

Wurden die über 200 minderjährigen Opfer amerikanischer Drohnenangriffe in Pakistan auch als Terroristen eingestuft? Bei Obama frage ich mich ab wievielen Toten man eigentlich als Massenmörder eingestuft wird.
Jedes zivile Opfer bei solchen Angriffen ist als Mord einzustufen. Und für die Völkerrechtsverletzungen sollten Sanktionen erlassen werden, sonst steht die deutsche Politik doch angeblich auch immer für Menschen- und Völkerrecht ein.

re didi

"Die diesbezüglichen Rechtsbrüche der USA, vor allem ihre fortlaufenden Drohnenexekutionen über fremden Staatsgebieten gegen 'mutmaßliche Terroristen', sind durch namenhafte Völkerrechtler belegt (googeln hilft)"

Immer wenn mir einer auf konkrete Nachfrage zurückgibt: Such doch selbst - weiß ich, dass da nichts Substanzielles vorhanden ist.

Wer was weiß hat keinen Grund, damit hinterm Berg zu halten.

12:52, Thomas Wohlzufrieden

"Terror auf beiden Seiten
"150 Kämpfer wurden getötet." Und wie viele Unschuldige?"

Wenn ein militärisches Ausbildungslager bombardiert wird, dann trifft das normalerweise keine Zivilisten.

Außer natürlich, dieses Lager ist in bewohntem Gebiet.

Das scheint hier wohl nicht so zu sein.

Ein ganz ganz schwieriges

Ein ganz ganz schwieriges Thema bei dem es kein eindeutiges Ja oder Nein geben kann, meiner meinung nach.

Einerseits müssen Terrorgruppen bekämpft werden und das möglichst ohne selbst Schaden davonzutragen, andererseits sind damit immer Kollateralschäden verbunden, die wahrscheinlich häufig den gegenteiligen Effekt erzielen, sprich Nachwuchs rekrutieren.

Ob in diesem Falle der Präsident das Vorgehen der USA befürwortet ist für mich erstmal zweitrangig. Die Frage ist eher aufgrund welcher Rechtsgrundlage die USA die Angriffe fliegen? Hat der Präsident Somalias um Unterstützung gebeten oder gibt es ein anderes Mandat oder macht die USA einfach was sie will?

@Sonnenschein

"Wenn durch einen Drohnenangriff die Familie ausgerottet wird, ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich hoch, daß sich der Übriggebliebene solchen Gruppierungen anschließen wird."

Also darf dann auch niemand den "IS" bekämpfen?
Oder wird hier wieder einmal nur die USA kritisiert und Al-Shabaab verharmlost?

Wer...

...glaubt das es ohne Angriffe keine toten Zivilisten gäbe irrt gewaltig.
Die Opfer von Al-Shabaab sind, in erster Linie, gezielt Zivilisten.

Menschenrechte ???

Das sind doch wohl Krokodilstränen, die hier angesichts von getöteten Terroristen vergossen werden. Mit solchen Leuten befindet man sich im Krieg, da gibt es nur die oder wir. Oder glauben Sie, dass man mit IS, Al Kaida, Taliban etc. verhandeln kann ? Und wenn, über was sollte man denn verhandeln ? Inwieweit wir freiwillig unsere freiheitliche Ordnung einschränken und zu Islamisten werden ? Ich jedenfalls freue mich über die gelungene Aktion der USA, die sicherlich vielen unschuldigen Menschen das Leben gerettet hat.

Sanktionen gegen Geldgeber des Terror

150 Menschen getötet weil die Finanziers`des Islamist. Terror sicher auf der Arabi. Halbinsel sitzen, und Sie ungestört ihre Geschäfte (ÖL, Waffen) auch mit der EUSA betreiben können.
Wann werden die Wahab. Sunnit. Spender endlich Sanktioniert.
Damit junge Männer(Kinder) nicht gezwungen werden Ihren Lebensunterhalt mit der Kalaschnikoff zu verdienen.

Al-Shabaab, Taliban und Pakistan

Al-Shabaab destabilisiert Somalia. Die Afrikanische Union und die USA gehen zusammen mit der somalischen Regierung dagegen vor. Das ist eie politische Koalition gegen Terroristen. Soll man sie gewaehren lassen?
Mit den Taliban und Pakistan ist die Lage noch schwieriger als in Somalia, da die Taliban aus Pakistan unterstuetzt werden. Al-Shabaab hat dagegen keine Unterstuetzer in den Nachbarlaendern. Al-Shabaab unternimmt auch nichts gegen Aethiopien, da sie deren Militaer fuerchten.

um 12:55 von Baacaadii

Absolute Zustimmung! Gruß.

Zitat

..."Dies ist ein gutes Beispiel, wie das US-Militär unsere Ressourcen und Fähigkeiten einsetzen kann, zusammen mit Truppen am Boden, in diesem Fall von der Afrikanischen Union, um gegen Extremisten vorzugehen und unsere Interessen zu verteidigen."...

Hier geht es also nur um die Interessen Amerikas.
Es geht nicht darum, die Terrormiliz al-Shabaab zu bekämpfen, um die Zivilbevölkerung zu befreien und das Land zu befrieden, nein es geht nur um die Interessen der USA! So wie immer eigentlich!

Re@12:39 Wallo/@ 13:01 von karwandler

Ihr historischer Vergleich, den Sie in Ihrer Replik an mich aufzeigen, geht m.E. fehl.
Die Widerstandshandlungen des Grafen von Stauffenberg stehen doch in einem völlig anderen Impetus und Zusammenhang, was auch entsprechende Rechtsfolgen anbelangt, als das rechtlose Agieren von Terroristen, respektive die nicht minder rechtlose Reaktion Gleiches mit Gleichem zu vergelten.
Wenn wir vorgeben, Werte verteidigen zu wollen, so wie das u.a. die USA bei Ihrem Krieg gegen den Terrorismus ins Feld führen, dann müssen wir uns auch an diese Werte (Menschenrechte/Völkerrecht) halten, sonst sind wir m.E. im höchsten Maße unglaubwürdig- nach rechtsstaatlichen Grundsätzen heiligt der Zweck eben nicht alle Mittel...
@ 13:01 von karwandler
Ich habe nur die Antwort gewählt, die Sie regelmäßig anderen Diskutanten zukommen lassen- Ihre Unterstellung halte ich daher mit Verlaub für wohlfeil.

ein sehr schmaler Grat

Das Problem besteht wohl darin, daß jene, die sich jetzt als größte Krieger gegen den Terror aufspielen, genau die Gleichen sind, die den Terror überhaupt erst möglich machten und machen. Obendrein bedienen sie sich der gleichen Methoden, wie die Terroristen.
Angriffe auf Hochzeiten, Krankenhäuser, Zivilisten und auch "versehentliche Angriffe" auf Grund von Mißverständnissen, z.T. sogar per Video belegt (siehe z.B. Hubschrauberbesatzung schießt auf Zivilisten im Irak) brandmarken die "Befreier" ebenso, wie die eigentlichen Terroristen. Tot ist tot.
Wollte man wirklich den Terror bekämpfen, dürfte man ihn a) nicht finanzieren, b) nicht ausrüsten und müsste die Gesellschaft, je nach den regionalen Gegebenheiten so gestalten, daß niemand auf die Idee kommt, Terrorist zu werden. Doch ist der "Kampf gegen den Terror" wohl nunmehr ein viel zu lukratives Geschäft, als das jemand ernstlich hier etwas tun würde. Geld ist eben das Maß aller Dinge. Die Opfer sind irrelevant, Bilanzen nicht.

13:06, zerocool76

>>Ob in diesem Falle der Präsident das Vorgehen der USA befürwortet ist für mich erstmal zweitrangig. Die Frage ist eher aufgrund welcher Rechtsgrundlage die USA die Angriffe fliegen? Hat der Präsident Somalias um Unterstützung gebeten oder gibt es ein anderes Mandat oder macht die USA einfach was sie will?<<

Haben Sie von der somalischen Regierung irgendwelchen irgendwie gearteten Protest gehört?

Ich würde mal davon ausgehen, dass die amerikanische Aktion mit ihr abgestimmt war.

Sonst gäbe es gewiss auch Protest von der OAU, der Organisation für afrikanische Einheit.

Aber auch die sagt nix.

Erinnert sich noch jmd. an die Aktion im Bolschoi-Theater?

Hüben wie Drüben werden "Kollateralschäden" billigend in Kauf genommen. Menschenrechtsverletzungen und Fehltritte von Regierungen werden aber nur auf amerikan. Seite begangen...?? Zumindest hat man den Eindruck, wenn sich die üblichen Verdächtigen im Forum melden.

Erinnert sich noch jemand an die Befreiungsaktion russischer Spezialkräfte im Bolschoi Theater, wo tschetschenische Extremisten die Besucher als Geiseln genommen hatten (bitte Suchmaschine betätigen)? Mit Gas wurden nicht nur Tschetschenen sondern auch unzählige Unschuldige in den ewigen Schlaf geschickt. Diese Aktion, die ein Debakel war, wird heute aus dem russischen Gedächtnis verbannt und in den Medien dort auch nicht mehr erwähnt...warum nur?

@ 12:19 von Sonnenschein

Warum sollten sich die Übriggebliebenen ausgerechnet den Terroristen anschließen? Unsere KZ- oder Bomben-Überlebenden haben sich damals doch auch nicht alle in Nazis verwandelt.
13:18 von Realpolitiker007 - Jawohl, der sieht das realistisch.

Terror

Terror als Antwort auf Terror ist gleichermaßen armselig wie unrechtmäßig. Zu den "zivilen", d. h. unschuldigen, Opfern US- amerikanischer Drohnen-Exekutionen allein in Palistan heißt es: "Das Bureau of Investigativ Journalism kommt für die Jahre von 2004 bis 2013 auf eine Schätzung zwischen 411 und 890. Es verlässt sich dabei vor allem auf Medienberichte. (heise.online)". Man möge diese Zahlen hochrechnen auf alle Einsatzgebiete von Exekutions-Drohnen. US-Präsident Obama als Ankläger, Richter und Henker in einer Person setzt Gewaltenteilung, Völkerrecht, Kriegsrecht und Menschenrechte mit dem Recht des Stärkeren außer Kraft. Und diese herausposaunte "Erfolgsmeldung" macht die Tausende unschuldiger Opfer dieser automatisierten Exekutionen nicht vergessen.
Mit diesen amerikanischen Freunden braucht man keine Feinde mehr und der Nachwuchs an Terroristen geht niemals aus...

@Didi

Es wäre nicht schlecht, hier konkrete Vorschläge zu machen, wie die IS-Verbrecher zu überreden wären, nach rechtsstaatlichen Grundsätzen zu handeln.

13:52, plittnitz

"US-Präsident Obama als Ankläger, Richter und Henker in einer Person setzt Gewaltenteilung, Völkerrecht, Kriegsrecht und Menschenrechte mit dem Recht des Stärkeren außer Kraft. Und diese herausposaunte "Erfolgsmeldung" macht die Tausende unschuldiger Opfer dieser automatisierten Exekutionen nicht vergessen."

Jeder, der Krieg führt, setzt die Gewaltenteilung außer Kraft.

Das hat Krieg so an sich. Da werden ohne Gerichtsurteil Menschen Bomben auf den Kopf geworfen.

Ob man dies jetzt aus bemannten oder unbemannten Flugzeugen heraus tut, ist den Opfern einigermaßen egal.

Sämtliche Konflikte dieser Welt werden mit Drohnen geführt. Von allen Seiten.

Das ist der technologischen Entwicklung geschuldet.

Oder glauben Sie wirklich, irgendeine Macht dieser Erde würde freiwillig auf Präzisionsdrohnen verzichten und lieber weiterhin auf die bewährten Bombenteppiche setzen?

13:36 von Didi

Ihr letzter Satz ist genau auf den Punkt gebracht !
Ich wuerde an Ihrer Stelle ueberhaupt nicht antworten - es ist sein Stil und er wartet ja nur darauf.
Zu einigen anderen Kommentatoren -
Die somalische Regierung und auch das Komando der Afrikanischen Union arbeiten sehr eng mit unserer Centrale zusammen, nur dadurch ergeben sich ja solche Ziele.

Zwischenbilanz

Kein einziger Kritiker des Luftangriffs auf die al-shabaab Miliz hat verraten, wie er denn stattdessen gegen das Terrorcamp vorgegangen wäre.

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@13:52 von plittnitz u.a.

Terror als Antwort auf Terror ist gleichermaßen armselig wie unrechtmäßig.

In so einfachen Worten wie möglich:

Die al-Shabaab ist eine Terrormiliz. Sie morden und verstümmeln andere Menschen. Freiheitskämpfer sind es auf keinen Fall, weil jeder, der anderen die Sharia aufzwingen will, sich damit per se disqualifiziert.

Die Afrikanische Union befindet sich mit der al-Shabaab im Krieg – UN-sanktioniert. Damit sind auch sämtliche Fragen bzgl. Gerichtsverfahren o. ä. obsolet. Und damit ist die Rechtsnorm, die hier einzuhalten ist (mit der sich aber nur eine Seite einen Arm hinter den Rücken bindet), das Kriegsvölkerrecht.

Die USA unterstützen die Afrikanische Union in diesem Krieg. Was die USA anderswo auf der Welt machen, ist für diesen Krieg irrelevant.

Meine persönliche Meinung: Wer sich als Zivilist in diesem Lager aufhält, macht sich gleichsam zum Mittäter dieser grausamen Gruppe, für die das Leben anderer Menschen, die nicht ihrer Ideologie folgen, einen Dreck wert ist.

@Didi

Wenn Sie alle Entscheidungsgewalt in Händen hätten, was sagen Sie denn den Opfern der al-Shabaab, wenn Sie gegen die nichts machen können, weil Sie es sich aufgrund selbst auferlegter Rechtsnormen selber verboten haben?

Außer den grausamen Taten der al-Shabaab zuzusehen, haben Sie nichts, aber auch gar nichts anzubieten.

@13:39 von Glasbürger

Obendrein bedienen sie sich der gleichen Methoden, wie die Terroristen.

Selbstmordanschläge, mit dem Ziel, so viele Zivilisten wie möglich zu töten?

Vergewaltigung, Verstümmelung (Hände ab) und Sklaverei als Mittel der Kriegsführung und Einschüchterung der Bevölkerung?

Re@16:37 cowboy8

Ich habe in einer andere Antwort schon herausgestellt, dass nach rechtsstaatlichen Maximen der Zweck nicht alle Mittel heiligt.

Es geht demnach nicht um 'selbstauferlegte Rechtsnormen', die einem Fesseln anlegen, sondern um verbindliche internationale Rechtsnormen, die das Handeln bestimmen.
Einerseits wird vorgegeben diese Rechtsnormen (Menschenrechte/Völkerrecht) verteidigen zu wollen und andererseits verstoßen Sie bewusst gegen diese Normen, weil sie sonst ihr Gewaltpotential nicht zur Wirkung bringen.
Mit vorsätzlichen Rechtsbrüchen Recht zu verteidigen, halte ich für nicht hinnehmbar- Sie mögen das anders beurteilen.

Terror existiert nicht im luftleeren Raum, sondern braucht Waffen, Munition, Geld, Fahrzeuge, Kommunikationsmittel, Nahrung... . Das alles kann man diesen Gruppen mit der linken Hand hinterherwerfen und dann mit der anderen Hand zuschlagen, oder man erschwert ihnen ihre Existenz, indem man Ihnen diese Quellen nachhaltig entzieht und auf Drohnenterror verzichtet….

um 13:39 von Glasbürger

ZITAT: "Obendrein bedienen sie sich der gleichen Methoden, wie die Terroristen."TATIZ

Ach ja? Selbstmordattentate auf Marktplätzen, um möglichst viele Zivilisten zu ermorden?

Wer so argumentiert, verharmlost die islamischen Terroristen.

@14:17 fathaland slim

"Sämtliche Konflikte dieser Welt werden mit Drohnen geführt. Von allen Seiten."

Definitiv nicht!
Schon einmal eine Drohne gesehen, die vom IS, oder irgendeiner anderen Terrororganisation irgendwo auf dieser Welt eingesetzt wurde?

Die einzige (ständige) Kriegspartei, die Drohnen exekutiv einsetzen sind nachweislich die USA( neben Israel). Zeigen Sie doch bitte die anderen Konflikte auf, an denen die USA nicht beteiligt sind, und benennen Sie die Partei, die (Kampf-)Drohnen eingesetzt.

Es gibt keine sauberen chirurgischen Schläge (Präzisionsdrohnen), dass ist eine Mär der Amerikaner- Fakt ist, dass die Zahl der Kollateralschäden bezogen auf die eingesetzten Kampfmittel um ein vielfaches größer geworden ist, als in früheren Konflikten (Berichte der UN).

17:09, Didi

>>@14:17 fathaland slim
"Sämtliche Konflikte dieser Welt werden mit Drohnen geführt. Von allen Seiten."

Definitiv nicht!
Schon einmal eine Drohne gesehen, die vom IS, oder irgendeiner anderen Terrororganisation irgendwo auf dieser Welt eingesetzt wurde?<<

Ich habe in meinem Leben zum Glück noch keine Kampfdrohne gesehen. Ich bin mir aber sicher, sollte der IS den Einsatz von solchen als zielführend ansehen, dann würde er es tun.

Der IS fährt aber eine andere Strategie. Der Kollateralschaden, also der Tod von Unschuldigen bzw. Zivilisten ist ihr erwünschter Effekt. Wozu dann Drohnen?

>>Fakt ist, dass die Zahl der Kollateralschäden bezogen auf die eingesetzten Kampfmittel um ein vielfaches größer geworden ist, als in früheren Konflikten (Berichte der UN).<<

Größer geworden im Verhältnis zu was?

Den zweiten Weltkrieg, den Vietnamkrieg und den iranisch-irakischen Krieg, um nur mal drei herauszugreifen, können Sie ja nicht meinen.

re didi

"Terror existiert nicht im luftleeren Raum, sondern braucht Waffen, Munition, Geld, Fahrzeuge, Kommunikationsmittel, Nahrung... . Das alles kann man diesen Gruppen mit der linken Hand hinterherwerfen und dann mit der anderen Hand zuschlagen, oder man erschwert ihnen ihre Existenz, indem man Ihnen diese Quellen nachhaltig entzieht und auf Drohnenterror verzichtet"

Und wer ist diese mysteriöse Übermacht namens "man", die quasi eine logistische Käseglocke über Terrornetzwerke stülpen könnte?

Meines Wissens hat "man" nicht mal verhindert, dass der IS Öl und antike Artefakte verkaufen kann.

Die ganze Welt wäre ein friedlicher Platz, wenn "man" sich mal darauf einigen würde. Theoretisch, eben.

re didi

"Die einzige (ständige) Kriegspartei, die Drohnen exekutiv einsetzen sind nachweislich die USA( neben Israel). Zeigen Sie doch bitte die anderen Konflikte auf, an denen die USA nicht beteiligt sind, und benennen Sie die Partei, die (Kampf-)Drohnen eingesetzt."

Engländer setzen MQ-9 in Afghanistan ein und die Franzosen in Afrika. Natürlich haben Russen und Chinesen auch längst bewaffnete UAVs und die Liste der Länder wird von Jahr zu Jahr länger werden.

Bewaffnete unbemannte Luftfahrzeuge werden je länger je selbstverständlicher Bestandteil der Kriegführung in asymmetrischen Konflikten sein - also den typischen Kriegen des 21. Jh.

re didi

"Ich habe in einer andere Antwort schon herausgestellt, dass nach rechtsstaatlichen Maximen der Zweck nicht alle Mittel heiligt."

Welche rechtsstaatlichen Maximen verletzt der Militäreinsatz unter UN-Mandat gegen die Terrormilizen in Somalia?

Nennen Sie doch mal einen einzigen konkreten rechtlichen Einwand.

@ 17:04 von Demokraturverätzer

Der Gleichen, nicht derselben.
Die "Bekämpfer des Terrors" haben es nicht nötig, jemanden mit einer Bombe im Rucksack irgendwohin zu schicken. Sie können persönlich am Tatort erscheinen und Leute umbringen. Ich verweise hier ausdrücklich noch mal auf das Video, das den offensichtlichen Beschuß von Zivilisten durch eine Hubschrauberbesatzung, nebst deren Kommentaren dazu zeigt.
Im Übrigen verharmlose ich gar nichts. Ich kann nur nicht auf die Islamisten schimpfen und gegen sie vorgehen (wollen), während ich sie auf der anderen Seite ausrüste und am Leben erhalte.
Das ist der "westliche" Zynismus am Ganzen.

18:46, Glasbürger

"Ich kann nur nicht auf die Islamisten schimpfen und gegen sie vorgehen (wollen), während ich sie auf der anderen Seite ausrüste und am Leben erhalte."

Mit "ich" meinen Sie wahrscheinlich die Amerikaner.

Dass die die Islamisten ausrüsten und am Leben erhalten ist mindestens eine ungeheure Vereinfachung.

Um nicht zu sagen komplett falsch. Zumindest in dieser Formulierung.

Es ist richtig, dass der CIA während des kalten Krieges die Islamisten unterstützt hat, um die naive Religiosität der Menschen auszunutzen und den sozialistischen Befreiungsbewegungen das Wasser abzugraben.

Das ist aber lange her. Dieser damals gemachte Fehler verfolgt uns allerdings immer noch.

Und der IS ist noch mal ne ganz andere Nummer, da er aus dem stalinistischen Geheimdienst Saddam Husseins hervorging.

Aber Sie werden wohl nicht behaupten wollen, dass Boko Haram, al-Shabaab etc. von den USA ausgerüstet und am Leben erhalten werden?

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