Kommentare

Warum...

...können wir eigentlich nicht abstimmen, ob die Briten drinnen bleiben sollen?

Worin liegt das Risiko?

Darin, dass sich das Volk falsch entscheidet? Was für ein Demokratieverständnis hat Herr Marquardt, wenn er das mögliche Ergebnis einer Volksabstimmung als riskant bezeichnet. Die Welt wird nicht untergehen, wenn England die EU verlässt. Die Welt wird auch nicht untergehen, wenn die EU zerfällt. Wir werden weiter französischen Wein trinken, nach Italien in Urlaub fahren, und unsere Aktien in London kaufen.

der Antieuropäer

Wenn man den Bericht des ARD-Reporters über Camerons 20minütige Rede gestern abend gehört hat, kann man nur hoffen, dass er sein Spiel verliert, und sich die Briten für einen EU-Austritt entscheiden. Dieser Mann ist abgrundtief antieuropäisch eingestellt, und wohl auch die Mehrheit seiner Landsleute. Die Gemeinschaft bedeutet ihm überhaupt nichts, interessant ist nur der wirtschaftliche Vorteil für GB. Alle europäischen Probleme (z.B. Flüchtlinge) sind die Probleme der anderen Länder, und das ist ja nicht neu. Wenn GB die Wichtigkeit hat die Merkel & Co ihm beimessen, ist es ein Unding, dass dieses Land außerhalb der Eurozone ist. In entscheidenden Augenblicken wird sich GB immer gegen die EU entscheiden und mit den USA gehen. Da das alles nicht neu ist, ist es um so unverständlicher, dass die anderen Europäer hinter ihm herlaufen. Die Politiker der anderen EU-Staaten haben unverantwortlich gegenüber der EU und besonders auch gegenüber ihrem eigenen Land gehandelt.

Ich habe nur eine Frage:

Warum dürfen wir nicht über den Verbleib in der EU abstimmen? Denn ich denke, dass sich dann die Abstimmung in GB erübrigen würde, was ja dem eh klammen Königreich doch Ausgaben ersparen würde.

Europäischer Gerichtshof wird es entscheiden

das ist doch nur von kurzer Dauer. Problematisch wird es erst für GB wenn der Europäischer Gerichtshof entsprechend der geltenden Verträge urteilt, die sich am Grundsatz der Nicht-Diskriminierung von EU-Bürgern und dem Recht der freien Wohnortwahl von Arbeitnehmern orientiert. Nur ist es recht verwunderlich dass entsprechende Vereinbahrungen mit Herrn Cameron überhaupt getroffen wurden. Dies ist für mich die eigentliche Problematik an der ganzen Situation.
Insbesondere wenn sich GB in Ihrem Referendum "für" einen Verbleib unter den gegebenen Umständen entscheidet.
Das wird dann, sollten die Vereinbahrungen vom EuGH nicht gebilligt werden zu einem richtigen Problem werden.
Positiv ist: wenn es für einen gilt, könne die anderen dies auch für sich beanspruchen. Dies wäre eine neue Form die Flüchtlingsströme (den Wanderzirkus innerhalb der EU) zu reduzieren.
Im Bedarfsfalle (Facharbeitermangel ec.) können dann individuelle Vereinbarungen zur Einwanderung getroffen werden.

Eigeninteresse des Vereinigten Königreichs gebietet EU-Verbleib

Die Briten sind wirtschaftlich betroffen von den Regelungen in der EU. So müssen sie zB. Produktstandards der EU erfüllen, wenn sie exportieren wollen.
Wenn sie nicht EU-Mitglied sind, dann haben sie keinen Einfluss mehr auf die Gestaltung der Gesetze und Regelungen in der EU.
Mehr muss man gar nicht sagen.

Mrs. Thatcher hat seinerzeit ebenfalls Sonderregelungen verlangt. Dieses Selbstverständnis wirkt egoistisch.
Es kann uns Deutsche aber als Anlass dienen, uns mal in die Lage von kleinen Ländern wie Griechenland zu versetzen, und uns vorzustellen, wie wir die deutsche Politik aus deren Perspektive empfinden würden.

Cameron

Schon seit Monaten macht Cameron dicken Wilhelm. Ich weiß nicht warum die EU zerfällt , wenn England aus der EU austritt. Die Pistole auf die Brust setzen, kann doch ein Rattenschwanz auslösen. Wir produzieren eine Baustelle nach der anderen.

Wegen solcher Lappalien

soll sich ein Brite für oder gegen die EU entscheiden? Schon sehr mager, was der Herr Cameron da ausgehandelt hat.

Also wenn es nur das ist, dann gibt es 80 Prozent Zustimmung für die EU. Keine Frage.

Cameron

Wie Herr Marquardt richtig analysiert, hat Mr. Cameron nicht zum ersten Mal eine Drohkulisse aufgebaut und sie hat wieder einmal ihren Zweck erfüllt! Frau Merkel ist wieder einmal eingeknickt, Monsieur Hollande hat wahrhaftig andere Probleme und Herr Tsipras wird seinen Preis der Zustimmung besonders in Berlin schon deutlich gemacht haben. Aus der gesamten Gemengenlage wäre ein Austritt des UK wirklich wünschenswert ! Zum einen, um dem UK zu zeigen, daß es auch ohne sie geht und zum anderen, um der Bevölkerung in Deutschland zu beweisen, daß Frau Merkel wirklich nur noch die Einzige ist, die glaubt, daß die EU noch funktioniert ! Sie funktioniert nämlich nicht nur bei der Flüchtlingsfrage nicht !!!!!!!!!!!!!

Träumerei und Realität

Die Träumereien müssen ein Ende haben.
Staaten werden ebenso wie EU – Politiker immer ihre eigenen Interessen verfolgen. Und niemand möchte für andere bezahlen. Warum auch? Und wenn schon gezahlt werden muss: Dann hätten es Menschen in Afrika oder Indien dringend nötiger als in England und Polen. Auch der Kommunismus war auf dem Papier und in der Theorie schön anzusehen. In der Realität verfolgen Politiker und Bürger auch im Kommunismus ihre eigenen Interessen.
Auch die Vereinigung aller möglichen Staaten in Europa ist eine tolle Träumerei. Die Realität sieht anders aus. Kommt die USA auf die Idee, sich mit Russland zu vereinen? Oder Brasilien mit Argentinien? Oder der Iran mit dem Irak? Oder Ägypten mit Tunesien? Warum wohl nicht?
Die Sowjetunion hat ebenso wenig funktioniert wie Jugoslawien oder sonstige geschichtliche Experimente. Und wenn wir schon eine EU der Nationalinteressen haben, bitte mit einer deutschen Regierung, die sich mit aller Kraft für die eigenen Bürger einsetzt.

Wozu noch EU ?

Wenn einzelne Mitglieder Extrawürste bekommen u. das schon seit Generationen die oft durch nichts mehr zu rechtfertigen sind als das die eiserne Lady darüber noch heute gewürdigt wird , wozu dann EU ? Ist die EU nicht viel beschworen für die Menschen u. Bürger am Ende da?
Und da hofft ständig das natinale Ego auf Ausnahmen zu Ungunsten von Mensch u. andere EU-Bürger? Und das ist noch freundlich ausgedrückt! Ich würde sagen eine asoziale EU zu Gunsten "der nationalen Wirtschaft oder der gemeinsamen Wirtschaft"die die Bürger massiv einschränkt in ihrer Gleichheit vor dem Gesetz oder Gegenpart ist das Gegenteil von EU und der viel beschworenen Werte für alle EU -Bürger!!!!!Das ist so ähnlich wie wenn Bayern als EX -Nutznießer der vielen Länderausgleiche heute gegen dieselben wettert weil man jetzt alle Produktionsstätten hat u. die Anderen viel weniger davon mit samt Vorteilen auf Generationen?Griechenland;Ex-Ostblock,Flüchtlinge usw. nur wenn es Vorteile bringt auf Generationen?

Ich bin überrascht, wie hier

Ich bin überrascht, wie hier von vielen Cameron als der Oberdemokrat verklärt wird, der Volksentscheide wie Bonbons an Fasching verteilt.

Meint hier jemand ernsthaft, die Regierung, würde diesen Entscheid nicht aus purem Innenpolitischen Druck zulassen? Mit lautem Zähneknirschen zulassen wohlgemerkt.
Für Cameron und seine PR-Berater ist diese Sache ein höchst unangenehmer Slalomlauf.
Und säßen Cameron nicht seine Beliebtheitswerte, steigende % bei UKIP und dazu noch der EU-skeptische Teil der Eliten im Nacken, wäre ein Plebiszit das allerletzte auf seiner To-Do-Liste.

Wann immer Cameron (oder andere GB Regierungschefs) kann, drückt er im Hinterzimmer Sicherheits- oder Klientelpolitik durch, ganz so wie bei uns in Frankreich oder sonstwo in der EU (wohl auf der ganzen Welt).

Wenn man ehrlich ist, muß man in dieser Situation nicht Camerons ausgeprägtes Demokratieverständnis, sondern seinen Opportunismus loben.

Tja ...

... da kann der kleine Möchtegern-Thatcher nun zusehen, wie er die Scherben zu Hause zuammenleimt. Den Nationalchauvinisten von der Sorte Orban hat Cameron jedenfalls eindrucksvoll gezeigt, wie man Europa vorführt und auseinandernimmt!

trojanisches Pferd?

Ich habe die Rede Camerons gestern gehört und war entsetzt. Er verachtet die EU, und denkt sehr einseitig nur an die Vorteile, die GB von der EU hat.
Selbst wenn GB ein Nettozahler sein sollte. Brauchen wir GB wirklich in der EU? Cameron hat in seiner Rede stolz auf den Einfluss hingewiesen, den GB in der EU hat, unter anderem, dass erreicht wurde, dass wir Sanktionen gegen Russland eingeführt haben. Das schadet dem Finanzplatz London wenig, wohl aber Deutschland als Exportnation.
Für mich ist GB ein trojanisches Pferd in der EU.

Was mag das wohl für Deutschland bedeuten?

Cameron hat deutlich gemacht, dass er nicht viel übrig hat für die EU. Seine Rede nach dem Gipfel zeigte vor allem Verachtung für die EU. Ein gefährliches Spiel, auf das sich die Regierungschefs eingelassen haben. Wann beginnen wohl die Osteuropäer einen Sonderstatus für sich zu beanspruchen? Was, wenn die Strategie nach hinten los geht, auf einmal verschiedene EU-Länder gezwungen sind, per Referendum über einen neuen Vertrag abstimmen zu lassen und die Ergebnisse nicht so sind wie gewünscht?
Um Cameron "Wahlkampfhilfe" zu geben, ist man bereit die EU zu verraten, anstatt gemeinsam die drängenden Probleme zu lösen. Wenn dann noch ein Herr H. S. aus M. meint: "Cameron ist pure CSU" (so Anfang Januar in Wildbad Kreuth), was mag das wohl für Deutschland heißen?

ALBTRAUM DER DEMOKRATIE: Sperre für Sozialhilfe

Viele türkische hier lebende Staatsangehörige bangen nun, dass es im Zusammenhang mit den Plänen des EU-Beitritts der Türkei, nun BESSER NICHT dazu kommt. Ursache: Sozialhilfesperre für 4 -bis 13 (GB) Jahre.
~Cold, hard hearted, your idea Mr. Cameron ~

Überhaupt was für eine fixe Idee: was können EU-Ausländer dafür dass die Leute aus der halben Welt nach Deutschland kommen?

Warum setzen die Politiker denn nicht einfach mal für 4 bis 13 Jahre ihre Diäten & Gehaltserhöhungen aus?
Hej, wieviel da gespart wird pro Jahr hätte doch jeder gerne als Lottogewinn !

Für die Flüchtlingunterstützung und für die dementsprechenden logischen Forderungen des "Öffentlichen Dienstes" von 6% Erhöhung um so mehr dann durch einen Politgehaltseinschnitt unproblematisch

Der Finanzminister, Herr Schäuble, sollte diese EINFACHE RECHNUNG vielleicht mal berücksichtigen. Insbesondere bei dem Milliarden Steuerüberschuss vom Jahr 2015.
Vielleicht sind die Quellen der Geldbeschaffung eher etwas UNGERECHT

@ Kokla :

Noch aus dem letzten Artikel : Es stimmt zwar, das England einiges an Vergünstigungen hat, das wird aber durch die Tatsache aufgewogen, das pro Person 114 Euro fällig werden. Quelle : Wikipedia. Das wiegt schon einiges aus, von daher nochmal die Frage : wer soll, wenn England als Nettozahler ausfällt, diesen Betrag übernehmen?

Ast absägen, auf dem man sitzt

Er trägt mit seiner aggressiven Anti-EU-Haltung doch selbst zu dieser Haltung in seiner Bevölkerung bei. Das ist genauso unsinnig, wie Ängste zu schüren und dann Stimmen an radikale Parteien zu verlieren.

Aber vielleicht will er ja gar nicht in der EU bleiben. Dann soll Großbritannien bitte austreten! Die Schotten, die hier in Deutschland von einigen für ihre vermeintliche Anti-EU-Haltung bejubelt wurde, wollen in der EU bleiben und können das gerne auch!

Das einzig direkt demokratische an den

Verhandlungen ist die Volksbefragung in GB. Bei allen anderen Vorgängen bezüglich der Extrawürste für GB darf der Rest der Europäer nur zuschauen.
MfG

Tatsächlich...

Tatsächlich gilt in der EU schon länger die Maxime der "verschiedenen Geschwindigkeiten".
Auf unterschiedlichen Gebieten können Einzelstaaten jeweils für sich passend darüber entscheiden, wie weit sie mit der EU bzgl. Zollunion, Währungsunion etc. zusammen arbeiten.
Insofern ist das Extrasüppchen gar nicht so singulär eine Sache der Briten*.

*Waliser, Schotten, Iren würden sich verwahren, als Briten oder Engländer bezeichnet zu werden. Ich kenne keinen besseren Begriff.

beneide die Briten

sie haben es gut -können über EU abstimmen! Das können wir nicht ! Ich will auch keine weitere EU Weiterentwicklung sondern eine EU der Vaterländer wie bis 2001 ! Bitte kein Superstaat aus Brüssel !

Tschüß

Wir Briten (trotz "Extrawurst" 2. größte Nettozahler der EU nach der BRD), werden mit unserem Austritt aus diesem Relikt und Fehlkonstrukt des 20. JH namens EU, einen mutigen Schritt wagen. Ein Schritt Richtung ein zukunftsorientiertes Europa. Ein flexibles und vor allem demokratisches Europa. Ein Europa von stark kooperierenden aber unabhängigen Ländern. Befreit von den überbezahlten Apparatchiks, Berufsbürokraten, korrupten Lobbyisten, gescheiterten Politikern und nicht produktiven Träumern in Brüssel.
Alleine wegen der Unsummern die wir täglich bezahlen (€80,000,000 JEDEN Tag netto), will die EU uns nicht gehen lassen.

@123scears :

Stimmt, was da an Geld rüberkommt, ist nicht zum Verachten.. aber : sehen Sie auch die Nachteile bei einem Brexit ? Die Finanzen können auch, und das wurde auch schon angekündigt, über Frankfurt laufen, auch werden sehr viele Waren in die Eu exportiert, hier würden also Zölle anfallen.. und hier stelle ich mir die Frage : Wäre es das wert ?

Riskant?

Was daran ist denn nun riskant für Cameron?
Verstehe ich jetzt gar nicht.
Was hat er zu verlieren?

Wenn Briten austreten gibt es zwei Verlierer

Mein Bauchgefühlt sagt, Briten raus und der Verstand sagt: bitte bleibt drinnen.

Nach den vielen Berichten und Argumenten kann ich nur für einen Verbleib in der EU hoffen.
Als zweitgrößter Nettozahler sind sie eine gewisse Größe aber noch wichtiger, der Handel und die vielen ausländischen Arbeitskräfte sind abhängig von einem Verbleib in der Union.

Bitte mal in Gedanken durchspielen was sich alles ändert, wenn die Briten nicht mehr in der EU sind.
Da gibt es sicherlich auch ein böses Erwachen auf der Insel.

EU-Werte für wen?

Werte für die Märkte schaffen = Mehrwerte?
Oder Werte schaffen; haben; leben; für die Bürger ?
Mal scharf nachdenken wer was bisher bekommen hat?
Ich seh da einen großen Kuchen für die einen u. die anderen haben ein paar übriggebliebene Krumen bekommen.
Der Neoliberale würde jetzt sagen wenn es der Wirtschaft ;den Börsen; den Märkten gut geht geht es dem Bürger auch gut!
Maximal aber auch nur solange es dauert bis du nicht mehr gebraucht wirst? o.K. Vielleicht noch als Konsument u. das aber auch nur solange du kannst?
Also ich seh die EU schon lange nicht mehr als Gewinn für die Bürger sondern als Minimalkonsens nationaler Egoismen,was aber nicht heißt kein Europäer sein zu wollen.Man sollte mal nachfragen ob es bei den EU-Gegnern national oft in weiten Teilen auch so aussieht anstatt immer zu instrumentalisieren;Schwarz-Weiß?

Reisende

sollen reisen. Und Tschüss GB.

Alles nicht angemessen

Wenn wir überall Ausnahmen zulassen, wo soll das enden?
GB ist doch wohl kein armes Land, ich finde es falsch mit den Zugeständnissen, alle EU Staaten sind beim Eintritt Verpflichtungen eingegangen, die zu beachten sind.

Wenn stellt Deutschland den Antrag, auf finanzielle Hilfe für die Flüchtlingsaufnahme?

@ 18:16 von 123Scears

Wir Briten (trotz "Extrawurst" 2. größte Nettozahler der EU nach der BRD), werden mit unserem Austritt aus diesem Relikt und Fehlkonstrukt des 20. JH namens EU, einen mutigen Schritt wagen.

Nicht ganz richtig! UK müsste 2. größter Nettozahler sein! Geht man nach der Wirtschaftskraft und Bevölkerung (nach diesen beiden Faktoren werden die EU- Zahlungen festgelegt), müsste UK weit mehr zahlen. Diese "Extrawurst" hatte noch Mrs. Thatcher ausgehandelt. UK ist der viertgrößte Nettozahler, profitiert aber auch durch Zahlungen von der EU. Daher, auch gerade mit Sicht auf den Finanzplatz, wäre ein EU- Austritt ein Schnitt ins eigene Fleisch.

Ich kann Ihnen nur zustimmen.

Ich kann Ihnen nur zustimmen. Wir in Österreich hatten letzten Sommer eine Volksabstimmung bzgl. EU-Austritt, die vom Parlament zu behandeln ist. Ob in dieser Angelegenheit schon was passiert ist, entzieht sich meiner Kenntnis. War aber jenen in der Brüssel-EU nicht so genehm. Immer mehr bekommen diejenigen Zulauf, die gegen die EU in der jetzigen Form sind. Die Flüchtlingskrise hat gezeigt, wie die Situation in der EU wirklich ist. Und mich hat es mehr als gewundert, dass unser Kanzler nicht mehr als Echo Merkel's agiert, sondern auch unsere österreichische Position vertritt. Nur das Merkelsche Wunschdenken mit der türkischen Hilfe sollte er sich noch mal überlegen. Wie kann nur irgendeiner glauben, dass Erdogan Europa in dieser Situation ernsthaft helfen will oder wird?

123Scears

Ich kann Ihnen nur zustimmen. Wir in Österreich hatten letzten Sommer eine Volksabstimmung bzgl. EU-Austritt, die vom Parlament zu behandeln ist. Ob in dieser Angelegenheit schon was passiert ist, entzieht sich meiner Kenntnis. War aber jenen in der Brüssel-EU nicht so genehm. Immer mehr bekommen diejenigen Zulauf, die gegen die EU in der jetzigen Form sind. Die Flüchtlingskrise hat gezeigt, wie die Situation in der EU wirklich ist. Und mich hat es mehr als gewundert, dass unser Kanzler nicht mehr als Echo Merkel's agiert, sondern auch unsere österreichische Position vertritt. Nur das Merkelsche Wunschdenken mit der türkischen Hilfe sollte er sich noch mal überlegen. Wie kann nur irgendeiner glauben, dass Erdogan Europa in dieser Situation ernsthaft helfen will oder wird?

Warum es für die Briten voran geht, und für Deutschland nicht?

Der Unterschied ist, dass Großbritannien Politiker hat zugunsten des eigenen Volkes handeln.
.
Nicht weil diese Politiker bessere Menschen wären als unsere Politiker. Nein, die machen das weil die Briten mehr Demokratie leben als wir.
.
In Großbritannien wird die UKIP nicht pauschal verteufelt oder ungeprüft in die rechte Ecke gestellt wie die AFD in Deutschland. In Großbritannien wird sich mit der UKIP auseinandergesetzt und Schlüsse für die eigene Politik werden aus dieser Auseinandersetzung gezogen.
.

Die Briten sind durch Cameron gut vertreten

Die von GB geforderte Kindergeldregelung ist doch mehr als vernünftig. Ich wünsche mir diese für Deutschland. Die Entscheidung, das Pfund zu behalten, war ebenso clever. Ein Referendum über große strittige Punkte durchzuführen, empfinde ich als absolut korrekt und wäre in Deutschland schon lange angebracht.
Cameron als Rambo zu bezeichnen und sein Vorgehen so zu kritisieren, ist leider weit entfernt von einer neutralen Berichterstattung. Es ist peinlich.

re nepamucke

"Bitte mal in Gedanken durchspielen was sich alles ändert, wenn die Briten nicht mehr in der EU sind.
Da gibt es sicherlich auch ein böses Erwachen auf der Insel."

Das müssen die britischen Wähler dann miteinander ausmachen. Geht uns nichts mehr an.

Mir hat immer noch niemand

Mir hat immer noch niemand die "Vorteile" eines Erhalts Englands in der EU, für unser Land erklären können. Im übrigen haben sich die Engländer doch mit der Unterschrift zum damaligen Beitritt zur EU den dann gültigen Gesetzen ergeben und nun merken sie, dass ihnen das nicht passt und wollen wieder raus? Was ist denn das für eine seltsame Art Verträge einzugehen, die englische vielleicht? Und all das zahlt letztendlich doch der deutsche Michel! Schon toll für was man unsere Steuern so locker einfach rausschmeißt. Man fühlt sich doch wirklich nur noch als Zahldepp missbraucht. Da wundert sich die Regierung, dass das Steuerzahlervolk immer radikaler wählen wird?

Kerneuropa stärken

Das ist das Motto für die nächsten Jahre. Lieber mit 15 Fortschritte machen, als zu 28 oder 30 rumzuhampeln wie die letzten 20 Jahre.

Britische Extrawürste

sind auch mal wieder so ein Beispiel von europäischer "Solidarität"

Alle sind gleich, nur manche sind eben gleicher. Mich kotzt das an, dass sich die Briten für so unwiderstehlich halten, dass sie ständig besser gestellt werden als die Andern und noch mehr kotzt mich an, dass sie damit durchkommen ( auch dank unserer Kanzlerin in erster Linie)

Dass diese Erpressung so gut funktioniert hat, dürfte bald Nachahmer auf den Plan locken, dann bin ich gespannt

@rig2016

"Nicht weil diese Politiker bessere Menschen wären als unsere Politiker. Nein, die machen das weil die Briten mehr Demokratie leben als wir."
Sie glauben wohl wirklich, dass sich Cameron für seine Bürger so ins Zeug legt? Ihm geht es nur um seine persönliche Stellung und um seine Partei. Wenn es ihm um die Bürger ginge, dann würde er für die Mehrheit kämpfen und nicht für eine Minderheit. In diesem Punkt unterscheiden sich die Briten nicht von anderen Politikern.

Volksentscheid

Sollte eine Partei antreten und in ihrem Wahlprogramm einen Volksentscheid zum Thema EU versprechen, werde ich sie wählen. Ja, auch wenn es die AfD ist, die ich eigentlich ablehne.
Dieses Hickhack um Sonderrechte für einzelne Länder, die Anmaßung bei Verhandlungen wie TTIP den Bürger nicht zu informieren, die durch nichts gerechtfertigten Gehälter und Pensionen der Abgeordneten, die eingeflochten gar nichts entscheiden dürfen sondern sich nur wichtig machen, das alles muss geändert werden. In dieser Form ist die EU kein Gewinn für Deutschland.
Gerne zeige ich an der niederländischen Grenze wieder meinen Personalausweis, denn auf mein Geld als Kunde werden die Niederländer, als Beispiel, nicht verzichten wollen. Gerne arbeite ich wieder für eine deutsche Firma und nicht für einen gesichtslosen internationalen Konzern.
EU Politiker, es gibt im Moment niemanden dessen Ansehen unter Eurem liegt. Ändert grundlegend die EU, lässt Demokratie zu und passt die Gehälter den Leistungen an.

um 18:53 von GnomUk

Uk bezahlt netto 7913,8 Mio Euro in die EU -Kassen und liegt damit hinter Deutschland , 11947,4 Mio und vor Frankreich 6475,7 Mio auf Platz 2. Mathematik ist so einfach.

Analyse - Camerons riskantes Spiel hat erst begonnen

Sehr geehrte Foristen/in, sehr geehter Souverän (Großbritanien),

Wer profitiert eigentlich am meisten von einem möglichen Brexit? Wer hat ein bevorechtigtes Interesse das die Deregulierung der Finanzwirtschaft so bleibt, obwohl die Finanzkrisen aufgezeigt haben das eine Regulierung dringend geboten ist!
Kann eine deregulierte Finanzwirtschaft das potential haben demokratische Rechtsstaaten in Ihren Grundfesten zu erschüttern bis zur kompletten Zerstörung?
Welche Auswirkungen wird das auf breite gesellschaftliche Gruppen haben? Wird Ihre Leben sich verbessern oder eher verschlechtern?

Am 2.10.2012 wurde auf dem Kultukanal Arte "Der große Reibach und der Tanz der Geier" gesendet.

Phoenix2610, die Unbestechlichen

@Demokrat1950

"Ich will auch keine weitere EU Weiterentwicklung sondern eine EU der Vaterländer wie bis 2001"
Das war Geschichte, weil damals völlig andere Bedingungen waren. Die Uhr der Geschichte lässt sich aber nicht zurück drehen, auch nicht, wenn sich manche Menschen die DM zurück wünschen. Europa hat gegenüber völlig anderen Wirtschaftsblöcken nur eine Chance, wenn sich die EU ebenfalls weiter entwickelt und vor allem gemeinsam handelt. Das betrifft alle Faktoren, wie Wirtschaft, Sicherheit, Umweltschutz, Energie, Verkehr usw. Die Briten leben auf einer Insel, aber ob sie ohne Europa "überleben" können, wird sich erst noch erweisen.

UK raus aus der EU ?

UK raus aus der EU ? Grossbritannien ist der zweitgrösste Netto einzahler, in die europäischen Kassen und ich glaub nicht das die süd- und osteuropäischen Länder freiwillig auf einen grossen Teil ihrer Subventionen verzichten wollen. Raten Sie mal wer dann die Zeche bezahlt. Wie sagte doch Gerhard Schröder als es um "Extrawürste" für Deutschland ging ? " Eine Kuh die gute Milch gibt muss man auch mal streicheln "

Lächerliche EU. Wann sehen

Lächerliche EU. Wann sehen diese blinden Politiker das dieses Experiment gescheitert ist?

Der Britische Finanzsektor ...

... ist die größte Gefahr für Europa überhaupt. Allein schon deswegen wäre es für den Euro und die EU Vorteilhaft würde die Insel ihren eigenen Weg gehen.

Respekt GB, mit Junker und Merkel ist die EU out!

Neidvoller Blick nach Großbritannien, welche nicht so blöde sind sich ständig gängeln zu lassen oder gar auf einen Junker oder Merkel hören zu müssen.

Die Forderung von Cameron nach Mitspracherecht in der Eurozohne

ist ja wohl die größte Frechheit! Solange GB das Pfund hat, haben sie in Euro-Fragen absolut 0 Mitspracherecht!
In den anderen Punkten hingegen, stimme ich ihm voll zu! Die EU war ein schönes Experiment, das leider nicht funktioniert, dies zeigt sich besonders seit dem letzten Jahr. Die Meinung der Deutschen Bevölkerung ist ja nicht gefragt, also kommt die Quittung bei der nächsten Bundestagswahl, auch wenn es nur eine Kreuzchen-Demokratie ist ;-)

Das wäre doch was: jedes EU-Land

sollte am 23. Juni 2016 ebenfalls abstimmen, entweder ob GB in der EU bleiben soll oder nicht, oder alternativ: ob man selbst aus der EU ausscheiden soll. Dann wüssten doch alle Regierungschefs woran sie sind und könnten dementsprechend auch den Rambo wie Cameron raushängen. Evtl. würde sich dann die EU von selbst auflösen.
Danach könnten ja die EU-Länder, die voll hinter den Maastrichter Verträgen stehen, eine kleine EU weiter am Leben erhalten.

Verlierer Deutschland

Der Mann holt für sein Land raus was nur geht... unsere Vertreter haben Angst das die Briten von der Fahne gehen. Lasst sie doch endlich gehen. England ist uns war stehts der Rosienenpicker Europas. Warum gelingt es unseren Politikern nicht endlich das die Unternehmen die bei uns Umsätze und Gewinne generieren auch hier Steuern zahlen. Wir sind ja soooo reich? Erzählen Sie das mal den hunderttausenden von Rentnern die unter dem Existenzminimum leben müssen, den Behinderten die ihre Knochen für ihren Job ruiniert haben und um jeden Prozentpunkt bei der Anerkennng zum Behinderten kämpfen müssen... Würden alle gerechte Steuern zahlen, ja dann würde es uns gut gehen. Aber solange 90% glauben zu den besserverdienenden zu gehören wird sich nichts ängern. Und wir wundern uns über Wutbürger und die die AfD wählen. Man möchte den Politikern die Augen öffnen, deren Aroganz verhindert es jedoch dem eigenem Volk zuzuhören.

Freie Wahl

Na will das Ergebnis feststeht. Wir würden nicht nur gegen die Briten stimmen sondern gegen die EU. Warum? Weil wir Europas Zahlmeister sind.

@ 20:06 von andyharry

"Lächerliche EU. Wann sehen diese blinden Politiker das dieses Experiment gescheitert ist?"

-------------

Sehen ist das eine
Zugeben und Handeln ist etwas anderes

@18:16 von 123Scears

Wir Briten (trotz "Extrawurst" 2. größte Nettozahler der EU nach der BRD), werden mit unserem Austritt aus diesem Relikt und Fehlkonstrukt des 20. JH namens EU, einen mutigen Schritt wagen.

Werte Einwohner des Vereinigten Königreiches, dann macht aber bitte nicht den Rest der EU verantwortlich, falls Ihr bei diesem "mutigen Schritt" ins Straucheln geratet...

So schön wenn die Insel endlich

ihr eigenes Ding durchzieht.
.
Brexit Now and forever!

re morquai

"Sollte eine Partei antreten und in ihrem Wahlprogramm einen Volksentscheid zum Thema EU versprechen, werde ich sie wählen."

Dann sind Sie ein Wähler, der auf plumpe Lügen hereinfällt. Keine Partei kann Ihnen das seriös versprechen.

sollte fuer alle gelten

was da ausgehandelt wurde, macht doch fuer alle Sinn.
wenn England austreten sollte, ist doch ok. kann jeder fuer sich entscheiden. Ich bin froh, das es die EU gibt. Wenn Gute und Richtige Entscheidungen getroffen werden, ist es fuer alle gut.
liest man so die Kommentare, sind es 25 Verschiedene , wer hat Recht. 20-24 liegen falsch, das ist sicher.

Cameron Rambo

Bitte, bitte ihr GB's stimmt gegen das neue Abkommen. Dann besteht die Hoffnung daß das Kasperltheater EU seinen letzten
Akt spielen wird. Mich ödet das Ganze nur noch an.

Chapeau Cameron!

..und aus meiner Sicht ist er einer der wenigen wahren Europäer. Denn letztlich sind seine Forderungen dem Respekt vor einzelnen - auch schwächeren ! - Ländern in Europa geschuldet. Zeit zum Innehalten. Wahre Größe wäre es gewesen, wenn seine Forderungen für ALLE EU-Staaten gelten würden.
.
Das wäre weniger Macht für die Kommission, weniger "hereinreden" in inner-deutsche/italienische/französische/dänische/spanische/griechische usw. Angelegenheiten.
.
Chapeau Cameron!

@um 17:37 von erich72

GB war von Anfang an ein trojanisches Pferd für die EU. Nur unbegreiflich, daß sämtliche EU Politiker in den letzten 30 Jahren das nicht wahrhaben bzw. begeifen wollten. Es ist auch unverständlich, daß sich europäische "Spitzenpolitiker" sich auf eine dermaßen unwürdigen Art und Weise von allen GB Premiers vorführen ließen und sich servil beugen. Diese Art von Verhalten weist auf internationalem politischem Parkett eher auf eine Abhängigkeit zu einer übergeordneten Macht hin. Und wer könnte das im Westen wohl sein?

re. Karwandler

Ich weiß. Aber nachdem alle Parteien dazu übergegangen sind Wahlprogramme als allgemeine Möglichkeit, die unter günstigen Bedingen umgesetzt werden könnte, verstehen, muss ich das Risiko eingehen. Die Unglaubwürdigkeit einer Partei mehr kann mich nicht erschrecken.
.
Ich halte es mit meiner Oma, die sagte: Wenn ein Politiker etwas sagt, denke nicht nach, es ist gelogen. Wie kommst Du darauf, fragte ich. "Es ist sein Beruf", war ihre Antwort. So langsam glaube ich nicht mehr sondern bin überzeugt; sie hatte recht.
.
@Politik: werdet ehrlich, zu Beginn wird man euch nicht glauben, aber harte Arbeit mit ehrlichen Aussagen und darauf folgende Taten, die zu den Worten passen, wird die Politikmüdigkeit verringern. Kompromisse: Ja, Selbstverleugnung: Nein, Wählerbetrug: niemals.

Darstellung: