Kommentare

Witzig

Gerade neulich wurde noch mal festgelegt, dass für e-books auch die Buchpreisbindung gilt. Wenn jetzt also ein ebook netto gleich viel kostet wie eine gedrucktes Buch, dann wird es wegen der MwSt. am Ende teurer.

Lustig

Europäischer Richtlinienmüll

Wie inzwischen normal, Gesetze werden nicht mehr sorgfältig gemacht. Den ermäßigten Steuersatz an dem physischen Träger festzumachen, bedeutet, dass die steuerliche Suvention nicht dem Autor sondern dem Buchdrucker- und binder gilt. Schon der Satz findet heute elektronisch statt, wird also nicht gefördert. Andererseits ist natürlich klar, wenn das eBook quasi nur verliehen wird, also die Lizenz irgendwann entfällt, ist es eine Leihgebühr und die ist auch für Bücher normal besteuert. Aber Steuerrecht muss man nicht verstehen - es handelt sich um eine Ansammlung von Einzelmaßnahmen zur Begünstigung von demjenigen, der gerade am lautesten schreit. Eine systematische Reform tut not und das weiß jeder - doch sie wird von Jahr zu Jahr verschoben. Jeder erhofft sich nämlich eine Verbesserung für sich von der Reform und keiner möchte Nachteile. Womit wir wieder beim Ausgangspunkt sind.

Ehrlich gesagt... mir erschließt sich diese Urtil nicht.

Wenn es nur eine Dienstleistung ist und kein Wert... müssten die Preise für E-Books drastisch fallen. In der Praxis tun sie es aber nicht...

E-Books sind sowieso unattraktiv

man kann sie nämlich nicht als Gebrauchtware verkaufen und sie kosten wegen der Buchpreisbindung genauso viel wie gedruckte Bücher.

Der einzige Vorteil von E-Books ist lediglich ihr Gewicht und die Tatsache, das man sie vom Computer nach Stichworten durchsuchen lassen kann, aber das reicht nicht um die oben genannten Nachteile zu kompensieren.

Schwachsinn

Was für ein Schwachsinn! Da zeigt sich mal wieder, wie weit Gesetzgeber und Rechtsprechung von der technischen und gesellschaftlichen Entwicklung entfernt sind. Es geht doch nur wieder um Steuermaximierung!

Soso, Ebooks sind also keine

Soso, Ebooks sind also keine Bücher? Rückständig, könnte man denken.

Gierig trifft es aber m.E. besser, sind Ebooks doch aufgrund ihre bequemen Handhabung deutlich beliebter.

Bleibt zu hoffen, dass die EU hier weitblickender agiert und diese Auffassung das BfH kassiert.

Erdrückend ist die Steuerlast im deutschen Rumpfstaat fürwahr

Auf gar vielerlei Weise vergreifen sich die Parteiengecken am Geldbeutel der Deutschen, um den Banken und dem Ausland mit üppigen Schenkungen allzeit gefällig sein zu können: So zahlt man in Deutschland bis zu 42% Einkommenssteuer, 18% Verbrauchssteuer auf alle Waren, mehr als eine 1 Mark für jeden Liter Benzin aufgrund der verschiedenen Mineralölsteuer, dann die Grundsteuern und die Gemeindegebühren und dann noch so Späße wie die Stromsteuer und dergleichen mehr, die hier aufzuzählen jeden Rahmen sprengen würde. Rechnet man diese Belastungen zusammen, so verbleibt einem kaum noch etwas von seinem Einkommen. Und doch ist die Geldnot der Parteiengecken so sehr gewachsen, daß sie nun schon die Renten versteuern, obwohl es sich bei diesen um bereits versteuertes Einkommen handelt. Daher verwundert es doch sehr, daß sich einige der Parteiengecken erfrechen im Wahlkrampf nach Steuererhöhungen zu verlangen, doch haben sich diese eben eine Armenhilfeempfängerkaste als Wählerschaft geschaffen.

Kulturgut

"Bücher sind hierzulande wie in anderen EU-Staaten Kulturgüter,"
Wenn ein Buch ein Kulturgut ist, dann muss es ein eBook auch sein. Schließlich unterliegt eine Kladde dem vollen Steuersatz, am Papier mit Pappdeckel kann es also nicht liegen, dass der Steuersatz für diese inhaltliche Wiedergabe reduziert ist.
"Digitale Sprachwerke seien nämlich keine Bücher, sondern elektronisch erbrachte Dienstleistungen."
Dann sind Bücher auch nur auf Papier erbrachte Dienstleistungen.
"...EU-Mehrwertsteuerrichtlinie. Diese verbietet den reduzierten Steuersatz, wenn dem Buch ein physischer Träger fehlt."
Auch ein eBook hat einen physischen Träger. Physisch bedeutet Masse haben und Raum einnehmen. Ein eBook braucht zwingend Elektronen für seine Informationsdarbietung. Elektronen haben Masse und nehmen Raum ein. Und bei so viel richterlichem Unwissen stellt sich die ketzerische Frage, ob ein eBook-Reader mit aufgespieltem eBook mit 7% Umsatzsteuer verkauft werden darf? Der BFH in üblicher Bestform.

Nicht nachvollziehbar

Verkaufe ich nun also ein Ebook zum Herunterladen ist es eine Dienstleistung. Verkaufe ich das Ebook als CD existiert ein physischer Datenträger, damit wäre die selbe Datei steuerfrei.

Verkaufe ich ein Ebook als Datenträger und Räume dem Käufer das Recht ein eine physische Kopie zu erstellen und diese zu verkaufen würde ich also mein Ebook zum vollen Mehrwertsteuersatz verkaufen und er könnte das Buch für den ermäßigten Steuersatz verkaufen.

Wenn Regelungen so wenig nachvollziehbar sind kriege ich immer das Gefühl, dass sich irgendeine Lobby durchgesetzt hat.

Merkwürdige Begründung

"Diese verbietet den reduzierten Steuersatz, wenn dem Buch ein physischer Träger fehlt."
Wenn es auf dem E-Book Reader gespeichert ist, dann hat das Buch doch einen physischen Träger, oder nicht?

Nicht ganz ernst gemeint: Da drängt sich mir dann auch gleich eine andere Frage auf: erwartet einen Raubkopierer eine geringere Strafe, wenn er etwas aus dem Internet lädt, als wenn er eine DVD vom "Dealer seines Vertrauens" bekommt?

Bei Büchern geht es doch um das "Kulturgut" - wie es im Artikel so schön heißt. Ist dies ein E-Book Reader vollgestopft mit literarischen Werken nicht? Warum nicht? Weil es irgendwann weggeworfen wird? Wie viele Bücher werden jedes Jahr entsorgt oder dem Recycling zugeführt? Nachvollziehbar ist die Entscheidung des BFH nicht.

nicht nachvollziehbar

Überhaupt nicht nachvollziehbar (jedenfalls nicht für mich).

Schon in Hinsicht auf den Umweltaspekt spricht einiges für das eBook (viele Bücher werden gedruckt aber nie verkauft).

Die Unterscheidung zwischen Kulturgut (des geschriebenen Wortes nehme ich an) und der Elektronischen Dienstleistung ergibt auch wenig Sinn.

Buchprüfer

Das der Mehrwertsteuersatz für E-Bücher im Vergleich zu Papierbüchern E-Norm hoch ist, kann nicht nachvollzogen werden. Im Gegenteil: Durch E-Bücher wird jede Menge Papier gespart, und die Umwelt geschont. Sie müssten daher steuerlich viel günstiger behandelt werden, als Bücher aus Papier.

Genau so

und nicht anders sieht die moderne Rechtsprechung aus. Deutschland ist gerüstet für das neue Jahrtausend... also das zweite n.Chr.

Hörbücher

Seit dem 1.1.2015 gilt für Hörbücher der Steuersatz von 7%. Wo bitte ist denn der Unterschied vom Hörbuch zum E-book. Beides ist eine digitale Speichermenge.

Unglaublich, leben diese

Unglaublich, leben diese Richter im 19' Jahrhundert ?
Da muss aber schnell das Gesetz geändert werden.

@TS

Bitte seien Sie genauer.
Gedruckte Bücher werden nicht subventioniert, weil für sie ein Steuersatz von nur 7 % gilt. Sie werden nur weniger stark besteuert.
Der Staat sollte nicht den Anschein erwecken, gnädig zu sein, wenn er weniger Steuern auf eine Ware erhebt sondern er sollte ausdrücken, dass er sich in seiner Gier zurück hält.

@Wasserkoche von 13:07

Auch wenn es immerwieder behauptet wird.
Die Buchpreisbindung hat nichts damit zu tun wie viel ein E-Book im Vergleich zu der gedruckten Ausgabe kostet.

Die Buchpreisbindung sagt ja "nur" das eine bestimmte Ausgabe eines Buches (Taschenbuch, E-Book, Hardcover) überall gleichviel kosten muss! Aber es sagt nicht das das Taschenbuch, E-Book und Hardcover den gleichen Preis haben müssen.

Viel Interesanter ist doch jetzt die Frage ob die Buchpreisbindung für E-Books gelten kann wenn es laut BFH kein Buch ist.

Somit könnte jeder Händler einen eigenen Preis für die E-Book-Dienstleistung festlegen.

Zum "Kulturgut" gehört halt auch, dass es erhalten bleibt!

Das ist von Dateien ja nun kaum zu erwarten: Ich hab' hier bei mir z.B. schon so einige CD's und DVD's, die gar nicht mehr oder nur noch teilweise lesbar sind - und Dateien selbst sind noch leichter zerstörbar (löschen) und sogar veränderbar, ohne dass das nachzuweisen wäre: Also nix mit "Kulturgut": Hat irgendjemand eingetippt, damit ich es auf meinem Bildschirm darstellen kann - kann auch geändert sein - das kann ich so nicht überprüfen!

Bei einem hochpreisigen Ebook

Bei einem hochpreisigen Ebook könnte es also günstiger sein, wenn der Händler anbietet, es auf CD zu pressen, und dem Käufer zu schicken, als einen Download anzubieten. Denn dann wäre ja ein Trägermedium vorhanden...

Germania quo vadis?

Hummer 19%, garnelen 7%, zugticket 50km 7%, ab 51km 19%, hundefutter 7%, Arzneimittel 19%, cola 7%, Mineralwasser 19% , (sollte ich mich irren, dann korrigiert mich gerne)
Germania, quo vadis?

"Zum Kulturgut gehört, dass

"Zum Kulturgut gehört, dass es erhalten bleibt": Alles was digitalisiert wurde und irgendwo im Internet herumschwirrt ist quasi unsterblich geworden. Bücher sind jetzt also wegen Papier Kulturgut und nicht wegen ihres Inhalts? Wir legen regelmäßig Bücher vor die Tür zum mitnehmen. Was keiner will schmeißen wir weg. Soviel zur Langlebigkeit von Büchern. Man kann nur froh sein, dass dieses Urteil nicht kam, als Papyrus die Steintafeln abgelöst hat. Vielleicht wäre sonst nur alles über 3kg pro Seite Kulturgut.

Dann sollten die Verlage wegen des geringeren Aufwandes

schleunigst die E-Book-Preise senken und zwar ERHEBLICH!!!

@ Wollux

CD's DVD's und andere speichermedien halten länger als die meisten Bücher. Der einzige Grund warum es noch alte Bücher gibt ist weil es Kuratoren gibt die eine Menge Zeit, Geld und Aufwand investieren um diese zu erhalten.

Dateien können beliebig oft fehlerfrei vervielfältigt, gesichert und verbreitet werden und sich dabei wesentlich kostengünstiger und vor allem sicherer in der Erhaltung.

Auch ihre Aussage das eine Veränderung nicht nachweisbar wäre zeugt das sie die Technik nicht zu verstehen scheinen.

Es gibt so etwas wie Prüfsummen jegliche veränderung von auch nur einem Bit ist nachweisbar wenn man weiß wie.

Es gibt sogar Dokumentenechte formate die gerichtlich als beweiskräftig gelten.

Also bitte vorher informieren bevor sie solche Behauptungen in den Raum stellen.

Find ich ziemlich richtig.

Ein Ebook hat nur eine gewisse Lebensdauer. Je nach Anbieter, Einschränkungen, Entwicklung des Marktes, Entwicklung der Technik... das alles ist schnell wieder hinfällig.

Gedruckte Bücher dagegen stehen teils Jahrhunderte in Bibliotheken. Es ist wichtig dieses langlebige Erbe mehr zu fördern als das kurzlebige Gegenstück.

Zu 14:47 Nichtmehrwähler "Irrsinn"

Sie irren nicht, das deutsche Steuerchaos ist nicht umsonst so berühmt und was die Quantität der Gesetzes, Verordnungen, Kommentare und der diversen Urteile betrifft, sind wir einsam an der Weltspitze.

Hundefutter, Schokoriegel und reinrassige Esel sind den Büchern gleich, Windeln und Insulin gehören steuerrechtliche zu den E-Books.

... und der nimmersatte Staat kassiert ja auch noch 19 % Mehrwertsteuer auf Steuern und staatliche Abgaben, Umlagen und wie man das sonst noch kreativ nennt. Dabei gehört Strom und die warme Stube im Winter doch zur Grundversorgung. Einfach mal die Strom- oder Gasrechnung genauer betrachten.
Dann macht dieser Staat auch noch tolle Gesetze dazu, z.B. das EnWG siehe §1:
Zweck des Gesetzes ist eine möglichst sichere, preisgünstige, .... Versorgung der Allgemeinheit mit Elektrizität und Gas ....
....
Zweck verfehlt, preisgünstig ist diese Steuererhebung nicht, ob sie den Bedingungen unseres Grundgesetzes entspricht, darf bezweifelt werden!

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