Kommentare

Bislang waren solche Experimente erfolgreich

Bin mal gespannt wie hier dann probiert werden wird, die Idee des Grundeinkommens madig zu reden. :)

Ich bin voll dafür!

Wohn-Heizkosten + Hartz-IV-Regelsatz + X = Grundeinkommen (Existenzminimum)

In Deutschland sollte es das auch als unbedingtes Grundeinkommen in der obigen genannten Höhe geben. Ohne jegliche Bürokratie, einfach nur weil man Bürger, oder besser gesagt Mensch ist. Allein die eingesparten Bürokratie- und Gerichtskosten würden die höheren Ausgaben auffangen. Niemand hätte mehr allzu große Angst vor Jobverlust und es würde weniger psychische Erkrankungen geben.

Durch Arbeit sollte man sich dann etwas DAZUverdienen können. Man wird feststellen, dass viele Menschen gerne arbeiten wollen, die momentan arbeitslos sind.

Allein die, die fälschlicherweise davon ausgehen, dass die meisten Menschen dann faul sein würden, sind gegen das bedingungslose Grundeinkommen. Das bedingungslose Grundeinkommen ist ja irgendwie auch letztlich dann die Realisierung dessen, was das Grundgesetz ohnehin vorschreibt, nämlich dass niemand seines Existenzminimus beraubt werden darf. Hat was mit Würde zu tun

Freiheit,

ohne Knechtschaft beim Arbeitgeber.

Grundeinkommen

Ein bedingungsloses Grundeinkommen ist eine sehr gute Idee. Dazu kann man sich nur die Situation auf dem Sektor der Renten anschauen: Kaum haben die (viele, wenn nicht sogar meisten) Menschen den sog. "wohlverdienten Ruhestand" erreicht, fangen sie an, nach Beschäftigungen zu suchen.
Das würde bei einem Grundeinkommen auch nicht anders sein.
Aber: Denen, die ihre Mitarbeiter durch existenzbedrohende Machtmittel "motivieren", kann so etwas nicht ins Kalkül passen, da die Drohung der "Freistellung" von Personal nicht mehr ziehen würde. Einen echten Missbrauch des Grundeinkommens würde es wohl nur in geringem Maße geben. Aber die Feudalmacht der "Ellenbogenkapitalisten" wäre ohne Revolution gebrochen.

Diese Idee hat imense Vorteile.

Es macht gigantische Verwaltungsapparate ueberfluessig, schiebt den Konsum an und sorgt vor allen Dingen fuer ENTSPANNUNG bei den Menschen. Zudem wird es Arbeit schaffen, da viele Menschen dann von Halbtagsarbeit gut leben koennten. Es wuerde den Arbeitsmarkt sicher entlasten. Wer tut schon gerne GAR NIX? Das duerften nicht all zu Viele sein. Zudem wird ueberall im Westen gern vergessen, das in den naechsten Jahren Millionen Arbeitsplaetze in der Industrie der schnellen Robotisierung zu Opfer fallen werden. Daruber wird kaum geredet. Entgegenstehen duerfte dieser Idee hauptsaechlich der NEID und die MISSGUNST Derer, die nicht von so einem System profitieren konnten als juengere Semester und dem Nachwuchs eine solch unerhoerte Freigiebigkeit nicht goennen. Fraglos MUSS Arbeit besser verteilt werden UND man muss davon leben koennen. Die durch Automatisierung erreichten Profite sollten nicht in den Taschen Weniger landen. Ich bin absolut fuer eine solche Loesung. DAS waehre Humanitaet!

Super Sache, ich bin

Super Sache, ich bin gespannt. Aber die Zahlen können nicht ganz stimmen. Mit den angeblichen 20 Millionen wird man bei 10.000 Probanden gerade mal 2 Monate finanzieren können...

Grundeinkommen

Da braucht es nur noch jemand der das Geld erwirtschaftet, dass man dann verteilt. Für mich ein Grund Auszuwandern. Wie schon gesagt, es ist eine Kopfgeschichte. Und ich gehöre zu dehnen, die nicht bereit sind zu teilen. Besonders mit den Totalversagern, die mit 18 Jahren dann immer noch nicht die Muttersprache des Landes beherrschen in dem sie leben.

Dann sollte man den

Dann sollte man den arbeitenden Menschen die das ganze ja finanzieren auch einen Anreiz schaffen in Form von Steuererleichterungen, ansonsten kann sowas schnell nach hinten losgehen.

Darf man gespannt sein?

Ich bin es nicht. Ich bin vielmehr fest überzeugt, dass der Versuch ein positives Ergebnis bringen wird, wenn man ihn ernsthaft betreibt.
Es wird einige wenige geben, die das BGE nutzen werden, um die Füße hochzulegen. Haben wir aber ohne BGE auch. Die überwiegende Mehrheit ist aber nicht faul, sondern sieht in Arbeit etwas, was zum Menschen gehört. Ich würde unter Garantie weiter arbeiten, auch wenn ich ein Grundeinkommen erhielte.
Einen Haken hat der Feldversuch allerdings: durch die Begrenzung auf 10000 Probanden fällt die Notwendigkeit für die Unternehmen, attraktive Gehälter anzubieten, wohl weg. Dies würde jedoch zum BGE-Konzept zwingend dazu gehören.

Grundeinkommen

Ich bewundere den Mut der Finnen, etwas auszuprobieren
was sich noch kein europäisches Land getraut hat. Das Ergebnis wird richtungsweisend -nicht nur für Finnland sein. Es ist verlockend ein Grundeinkommen zu garantieren. Es besteht aber auch die Gefahr, dass jede Arbeitsaufnahme von dieser Grundversorgung mit geprägt wird. Die Schwarzarbeit wird
gefördert. Ich kann die Gewerk-
schaften verstehen und bin
neugierig auf das Resultat.

Eine neue gesellschaftliche Revolution?

Wer sicher sein kann, seinen Alltag auch in Zukunft überleben zu können, brauch seinen "durchgeknallten" Chef nicht mehr fürchten.
Mobbing als Teil der Unternehmenskultur dürfte sich ebenfalls nicht mehr rentieren.
Viele Angestellte mit psych. Problemen wegen Überlastung, verlieren ihre Existenzängste, werden praktisch befreit.
Es sind folglich nicht nur Gewerkschaften, die sich vor dem Grundeinkommen fürchten.
Praktisch alle Unternehmer und Manager mit Herrschaftsdenken, d. h. "Zwerge" fürchten sich vor ihrer Entmachtung.
Schließlich ist da noch das Arbeitsamt, dass sich neu erfinden muss (Vermittlung ohne Druck).
Zusammenfassend müßte für das bedingungslose Grundeinkommen die gesamte Gesellschaft therapiert werden.
Sowas könnte funktionieren, wenn man sich analog an die positiven Erfolge der sexuellen Revolution vor 40 Jahren und Flower Power gegen Spießertum erinnert.
Damals befreiten sich Frauen von männl. Dominanz in der Gesellschft.

Sehr gute Idee, aber ...

Schon jetzt bekommen die Menschen in den fortschrittlicheren Ländern ein "bedingungsloses" Grundeinkommen, denn die Sozialsysteme lassen ja niemanden verhungern.

Allerdings ist das aktuelle "Grundeinkommen" mit allerlei demütigenden Gängelungen verbunden. Genau darum geht es: Werden die Menschen ohne die demütigenden Gängelungen sich eher auf der "sozialen Hängematte ausstrecken" oder werden sie wegen der faktischen Sicherheit im Rücken, befreit von Zukunftsangst und Depression, wieder mehr aktiv am Leben - wenn nicht durch Einkommensarbeit - durch freiwilliges Engagement positiv teilnehmen?

Das kann man nur durch das Experiment entscheiden. Deshalb ist es eine gute Idee.

Aber warum ist das Grundeinkommen viel höher als das Arbeitslosengeld? Das verfälscht das Ergebnis. Auch kann das Experiment nur funktionieren, wenn für die Teilnehmer sicher ist, dass das Grundeinkommen lebenslang gewährt wird.

So stellte sich bei negativem Ausgang weiterhin die offene Frage: Was wäre wenn?

Finnland und der €uro - ein gescheitertes Experiment?

'Finnland gesteht sich einen historischen Irrtum ein. Das Land hätte niemals der Währungsunion beitreten dürfen, hat der finnische Außenminister Timo Soini kurz vor Weihnachten in Helsinki verlauten lassen. Stattdessen wäre es besser gewesen, wie in früheren Wirtschaftskrisen die Währung einfach abzuwerten. Da würde die Nation besser dastehen als mit dem Euro.

Soinis Worte kommen nicht von ungefähr. Das Land steckt in einer tiefen Wirtschaftskrise, es droht das vierte Rezessionsjahr in Folge und damit die längste Schwächeperiode seit dem Zweiten Weltkrieg. Der einstige Musterschüler Europas ist zum kranken Mann Europas geworden. Schuld geben viele Finnen dem Euro. '
http://www.welt.de/150301939/

mehr Fragen als Antworten

...
bekommt eine Familie mit drei kleinen Kindern dann 5.000,- € monatlich ??
wenn nein warum nicht ??

bekommt ein Gutverdiener (5000,-€ netto) auch diese 1000,-€
wenn nein, warum nicht ??

denn bei 10.000 Menschen komme ich für 24 Monate bei 1000,-€ mtl. auf 240 Mio €

wenn nicht jede Person Grundsätzlich 1000,- € bekommt macht das System für mich keinen Sinn weil es ja dann schon selektieren würde...

von jedem Euro der dann verdient wird gehen 50% an den Staat... sonst wäre es ja nicht finanzierbar !!

Nur ein Experiment

Die Einführung eines Grundeinkommens, setzt eine heile Welt und in sich geschlossene nationale Volkswirtschaften voraus. Beides war schon vor vielen Jahren kaum realisierbar, auch in Finland. Heutzutage ist es undenkbar. Die internationale Flüchtlingswelle würde die betreffende Volkswirtschaft überrollen, siehe Deutschland. Es wäre nicht finanzierbar. Dazu kommt das die globalisierte Wirtschaft und insbesondere Finanzwirtschaft dies nicht mittragen würden. Die Grundprinzipien des Kapitalismus wären imFrage gestellt. Finland gibt Geld für ein gescheitertes Experiment aus.

Wird auch Zeit

dass die Menschen nix mehr verdienen müssen sondern in ihrer Berufung tätig werden können.

Wie ein Experiment ausgeht

Wie ein Experiment ausgeht und vor allem wie aussagekräftig das Ergebnis ist, hängt letztendlich von den Eckpfeilern ab, auf denen es ruht. Leider steht dazu im Artikel zu wenig.

1) 10.000 Teilnehmer = knapp 0,2% der Gesamtbevölkerung :-)

2) Teilnehmer so ausgewählt werden, dass sie für die Gesamtbevölkerung repräsentativ sind.

3) immer ganze Wirtschaftseinheiten (Familien, Lebensgemeinschaften.... ) teilnehmen, wobei jedem Mitglied das Grundeinkommen zufließen muss. So könnte man darstellen wieviel Sozialarbeit (aus der sich der Staat ja dann auch finanziell zurückzieht) diese Gemeinschaften leisten können und wollen und wieviel dann für Fremdarbeit überhaupt übrig bleibt.

4) Jeder - auch das Baby und der Greis den gleichen Satz - erhält. Beide sind abhängig davon, dass ihre "Pfleger" sie versorgen können, ohne die Armut abzurutschen.

5) Die Zeitdauer ausreichend lang gewählt wird. Zwei Jahre sind zu kurz, um (soziale und andere) Gewinne aber auch Verluste abzubilden. :-(

ein wichtiger Satz fällt im Artikel

"Anreize schaffen, sich eine Arbeit zu suchen"

Genau das ist der Punkt, an dem die Probleme auftauchen. Denn Anreize werden inzwischen sehr verschieden ausgelegt. Der deutsche Staat betrachtet "Anreiz" oder auch "Motivation" inzwischen so wie ein Bankräuber, der dem Kassierer die Waffe ins Gesicht hält. Und "Zwang" darf das aber bitteschön keinesfalls genannt werden, obwohl es nichts anderes ist, jemanden zu jeder "zumutbaren" Arbeit - was zumutbar ist, bestimmt ebenfalls jemand anders! - zu bewegen unter der Androhung, ihm ansonsten eiskalt die Existenz zu vernichten.
Der andere Ansatz der Motivation wäre dafür zu sorgen, daß es dem Menschen ökonomisch deutlich besser geht, wenn er arbeitet. Allerdings würde das eine Abkehr von der jahrzehntelang gepflegten neoliberale Geringschätzung der Arbeitskraft bedeuten. Und natürlich würde das bedeuten, daß Menschen Unternehmen für besch.. Bezahlung und Arbeitsbedinungen den Finger zeigen könnten.

Nun liebe Politik, welches Tor wählen Sie?

Das wird spannend, wenn dann "nee, danke" eine Option wird!

"Klar ist nur: Es muss über dem bisherigen Arbeitslosengeld liegen. Das beträgt etwa 550 Euro im Monat."

Das kommt mir allerdings sehr wenig vor: Die Grundsicherung in D beträgt 399€ + Miete + Heizung für Einzelpersonen - die Miete darf 350 - etwa 385€ betragen - macht also insgesamt max. rund 800 - 835€ als anerkanntes Existenzminimum.

Aber die Finnen haben wohl alle eigene Häuschen - nehme ich mal an.

Ich denke, die Einstellung zur Arbeit wird sich ändern, wenn man nicht unbedingt muss, um überhaupt leben zu können - und andererseits wird die Lohnspirale nach unten unterbrochen: Die AG müssen sich dann mehr anstrengen, um den Menschen Arbeit schmackhaft zu machen: In Deutschland werden die Menschen ja praktisch in miese Jobs - also z.B. in Großschlachtereien, in Bäckereien für die Dicounter, zum Regale auffüllen, in üble Putzjobs und in den Versandhandel/ Pakete ausfahren - von den Argen ja praktisch geprügelt, wie man hören und lesen kann.

Wenn also "Nee danke" eine Option ...

Grundeinkommen ist fair!

Da die Produktivität immer weiter steigt, wird es zukünftig nie Vollbeschäftigung geben. Warum sich also noch über den Parameter Arbeitslosenquote den Kopf zerbrechen? Das Geld ist da, nur schlecht verteilt. Insebesondere den kleinen Firmen, Geschäften, Dienstleistern.... muss es doch geradezu frohlocken, wenn Millionen neuer Kunden auf einmal zahlungskräftig sind. Wenn man sich im Gegenzug nur mal vorstellt, wie viel Geld man durch die seelenlose Verwaltung der Hartz4-Empfänger verpulvert - und letztendlich einspaaren könnte...!?

Hammer!

Ich glaubte nicht, dass es sowas überhaupt möglich ist. Ich hoffe sehr, dass das Experiment gelingt und es wird eingeführt.

Damit wir unser Leben noch verbessern bräuchte es noch ein weiteres Experiment, die Abschaffung aller Investment-Bänker. Wenn wir diese Parasiten los werden, wird es plötzlich genug Geld da für beinah alle Lösungen der größten Probleme der Gesellschaft, die sich mit Geld lösen können.

@Redaktion: Das Eperiment kostet nicht ca.

20 Mio Eur, sondern ca. 200 Mio Eur.

Bitte nachrechnen ...

Ich denke,

die Erkenntnisse aus dem Experiment werden fehlerhaft sein und über die tatsächlichen, verzögerten Entwicklungen hinwegtäuschen.

Wenn, was wohl als sicher gilt, der Euro zur (aussichtslosen) Eindämmung der Schuldenkrise hyperinflationiert wird ?
Wird sich die Kaufkraft der Finnen gegenüber den aktuellen € 550,00 (Grundsicherung) nicht sehr schnell relativieren bzw. gar unter den aktuellen Stand sinken ?

Die (ungedeckte) Geldmengenausweitung (durch Draghi-Bazooka und Anfa) des Euro wird in den nächsten Jahren (wie bereits angekündigt) explodieren und nicht nur den Finnen sukzessive die Kaufkraft nehmen, erst recht, wenn die Rohstoffpreise (gleich aus welchem Grund) wieder anziehen werden.

Werden die Euro-Europäer zukünftig ausreichend Rücklagen bilden (können), um sich gegen (wieder) steigenden Zinsen und Rohstoffkosten (Benzin, Heizöl etc.) zu wappnen ?

Ich denke, die Menetekel stehen bereits an der Wand und der Weg des Euro, des italienisch-französischen Euro ist vorgezeichnet.

Mehr Freiheit im Beruf

Als Handwerker kann ich leider Aufträge oft nicht annehmen, weil es sich nicht rechnen würde.
Die Kunden kaufen sich etwas neues statt das reparaturfähige Teil richten zu lassen, oder verzichten drauf.
Solche i.d.R arbeitsintensieven Aufträge kann man dann annehmen ohne Exsistenzängste haben zu müssen.

Sicher wird es Menschen geben, die dann nicht mehr arbeiten. Ich gehöre definitiv nicht dazu.

Kann das funktionieren?

Ein interessantes Experiment, das nur funktionieren kann, solange die Ausgaben für das Grundeinkommen deutlich kleiner sind als die Steuereinnahmen, denn die anderen Staatsausgaben müssten ja weiterhin aus Steuergeldern finanziert werden. Dazu muss die Einkommenssteuer neu berechnet werden.
Andererseits spart der Staat auch bei der Verwaltung der Arbeitslosen: Das Prüfen eines Anspruchs, die Berechnung und Auszahlung von Leistungen, all das entfällt, auch wenn die Angebote zur Arbeitsvermittlung und Fortbildung weiter bestehen bleiben.
Stichwort Fortbildung: Chancen zur Aus- und Fortbildung werden größer, denn z.B. Studenten könnten ohne Nebenjob oder Bafög zügig studieren - Büchergeld oder andere Gebühren wären extra zu klären. Allerdings sind 2 Jahre für ein Studium eine zu kurze Zeit.
Wie werden Kinder berücksichtigt? Haben sie eigenen Anspruch auf Grundeinkommen, entfallen Kindergeld und "Herdprämie".

Und wie entwickelt sich die Kriminalitätsrate, auch Beschaffungskriminalität

Wenn dazu noch die

Wenn dazu noch die Rückführung der Banken auf ihren eigentlichen Auftrag, nämlich die Aus und Einzahlungen des Geldes unter Aufsicht einer Staatlichen Zentralbank käme und ein Währungssystem mit echten physikalischen Werten hinterlegt, kann das der Beginn einer neuen besseren Welt werden.
Aber davor stehen die Kartelle und die werden mit Sicherheit nicht Stillhalten, denn die Mutigen, die ähnliches in der Vergangenheit vorhatten, lebten nicht lange genug...

Aber alleine schon der Artikel lässt Hoffnung schöpfen

In Finnland...

Sind es grüne und linke, die das grundeinkommen favoritisierten.

In vielen anderen Ländern (wirtschafts)liberale - was eigentlich verständlicher ist.

Wenn der Empfänger der Leistung keines Mindestlohns mehr bedarf, um vor Obdachlosigkeit und Hunger geschützt zu werden, wird wohl der Mindestlohn obsolet werden.

Der Wegfall des Mindestlohns freut natürlich Unternehmer.
Zum einen wegen eines sinkenden Lohnniveaus.

Zum anderen deswegen, weil unternehmen wohl kaum den Hauptteil der Kosten übernehmen müssen.

Für die Gesellschaft insgesamt ist es eine Gefahr, weil hierdurch tendenziell das Lohnniveau auf breiter Front sinken dürfte.

Die Finanzierung dürfte so auf Dauer ein großes Problem werden.

Experiment zum Grundeinkommen in Finnland

Die Idee eines Grundeinkommens für alle Bürger gab es doch auch schon mal in Deutschland. Und die Rentner bekommen jetzt schon eine Grundsicherung. Die Frage ist nur, ob man davon bei den ständig steigenden Miet- und Energiekosten auch seinen Lebensunterhalt bestreiten kann. Zwischen der Grundsicherung und den Rentenbezügen nach Punkten muss man stärker differenzieren. In der Schweiz soll es bei dem dort herrschenden Rentensystem auch eine Art Grundsicherung für alle Rentner geben, unabhängig davon, wie viel die Arbeitnehmer in die Rentenkasse eingezahlt haben. Bei der ständig steigenden Altersarmut müssen sich die Politiker neue Ideen einfallen lassen.

Geld direkt zum Konsumenten

Ich war immer schon der Auffassung das man eine Wirtschaft nur ankurbel kann, wenn der Verbraucher auch Geld hat diese auszugeben. Was helfen Förder oder Konjunkturprogramm die direkt in die Wirtschaft fließen?
Gar NICHTS, rein GAR NICHTS.
Denn diese Milliarden gehen am Verbraucher vorbei zum direkt zum Hersteller und Aktionär !!
Gebt doch lieber das Geld dem Verbraucher !!
Der kurbelt die Wirtschaft dann schon an.
Da werden über sogenannte Konjunkturprogramme Milliarden an Geldern verschwendet und an wen ??
An Aktionäre, Banken, Betrüger, damit werden ganze überflüssige Städte gebaut, siehe Griechenland, und womit?
mit Steuergeldern die dem Verbraucher genommen werden damit dieser immer weniger zim Einkaufen hat.
Mal nachdenken: Ich gehe in die Arbeit, verdiene Geld, zahle davon Steuern. Das versteuerte Einkommen brauche ich zum Einkaufen, wieder Steuern. Ich lege etwas zur für die Rente zurück, dies wird wieder versteuert und damit werden Konjunkturprogramme finanziert ?!!?!?!?

Finnland plant Experiment zum Grundeinkommen

Den Mutigen gehört die Welt und die Zukunft! Dieses Experiment wäre sicherlich nachahmenswert für viele bis alle Länder. Auch ein Herr Götz W. Werner propagiert dies schon seit längerem. Aber alleine schon die Vorstellung, der gesamte deutsche Wasserkopf in den Verwaltungen von Behörden, Ämtern usw., der seit geraumer Zeit das Elend in unserem "Wohlfahrtsstaat" verwaltet, wäre dann arbeitslos, wird dieses Unterfangen in z.B. Deutschland wohl eher als aussichtslos erscheinen lassen. Aber vielleicht sollte man die Hoffnung nicht aufgeben ;-)

Bedingungsloses

Bedingungsloses Grundeinkommen, ob es funktioniert, hängt nicht vom Menschenbild ab! Es hängt von einem DRUMHERUM ab, und ich glaube, in einem kapitalistischen und auf Wachstum und Ausbeutung gestellten weltweiten System wird das Experiment nur die Kritiker überzeugen - was Schade ist.

Die Würde und der Freheitswunsch der Menschen ist eine Sache, eine andere der Frust und die Entwürdigung. Denn da keiner mehr gerne arbeiten. Das muss man einfach mal mit seinem eigenen Menschenbild einsehen.

Hoffentlich haben die Finnen erfolg

Und hoffentlich macht das Modell Schule.
Hartz 4, Sozialhilfe, Kindergeld, Bafög etc. und noch viel wichtiger: Deren aufgeblähte Verwaltungsmonster mit ihren vollswirtschaftlichen Reibungsverlusten wären Auslaufmodelle. Finanziert durch einen etwas geringeren Steuerfreibetrag würden unterm Strich vermutlich alle profitieren.

Denk- und Rechenfehler

Bedingungsloses Grundeinkommen? Jeder bekommt 1000 € im Monat, auch wenn er eigentlich genug hat? Das wären in Deutschland 80 Milliarden pro Monat oder, wenn man es nur auf die Einkommensbezieher (doch nicht „jeder“) bezieht 43 Milliarden. Woher soll das Geld kommen? Die Arbeit muss billiger werden. Bisher wurden bei Zuverdienst Sozialleistungen gekürzt. Das „bedingungslose Grundeinkommen“ wird ein Sinken der Löhne zur Folge haben. Arbeiten im Niedriglohn-Bereich wird noch weniger attraktiv. Das Experiment soll über 2 Jahre mit 10.000 Menschen laufen und nur 20 Millionen € kosten? Beim Nachrechnen komme ich auf über 200 Millionen €.

Gute Idee,

hoffe das es gut läuft und dieses bashing gegen solch "linke, kommunistische" Ideen ein Ende findet. Die Steuergelder sollten dann noch bei den richtigen Konzernen und "Investoren" generiert werden und alles ist gut. Meine Meinung.
Frohes neues Jahr

20 Millionen? Wenn 10.000

20 Millionen?
Wenn 10.000 teilnehmen sollen und im Versuch noch nicht feststeht, wieviel jeder bekommen soll; dennoch behauptet wird, dass das Experiment 2 Jahre laufen und es Finnland 20.000.000 kosten wird - tja, dann bekommt jeder ca. 83 Euro im Monat. Irgendeine "Information" stimmt ergo an diesem Bericht nicht, oder?

@ Christian Berger

"Bislang waren solche Experimente erfolgreich
Bin mal gespannt wie hier dann probiert werden wird, die Idee des Grundeinkommens madig zu reden."

In Lybien gab es das. Wir haben es dort abgeschafft. Folglich wird es das bei uns auch nicht geben.

Karl Marx grüßt

Das haben die Russen auch Jahrzehnte lang versucht, nun geht noch eine Volkswirtschaft vor die Hunde. Die Taugenichts bekommen also noch mehr Kohle ohne dafür was zu tun. Jawohl, und deswegen rennen sie jetzt los und suchen sich einen Job? Eine merkwürdige Logik. Wäre es nicht effektiver die Geldleistungen komplett zu streichen und die Stütze auf Sachleistungen zu begrenzen? Das wäre übrigens auch eine Lösung von unserem Problem. Wird natürlich Wählerstimmen kosten und deswegen für Politiker nicht hinnehmbar.

08:18 von nudi1958

"Da braucht es nur noch jemand der das Geld erwirtschaftet, dass man dann verteilt. Für mich ein Grund Auszuwandern. Wie schon gesagt, es ist eine Kopfgeschichte. Und ich gehöre zu dehnen, die nicht bereit sind zu teilen. Besonders mit den Totalversagern, die mit 18 Jahren dann immer noch nicht die Muttersprache des Landes beherrschen in dem sie leben."

Das Problem ist tatsächlich das der Bereitschaft, zu teilen. Wenn in unserer BRD-Wirtschaft mit den monatlichen Milliardenzuwächsen aus dem Export die (Um-)Verteilung so läuft, dass die Einen (die "Reichen") den Batzen bekommen und die Anderen (die "Armen") die Krümel, muss man nicht lange über die "Geschichte" nachdenken. Da ist ein Umdenken erforderlich. Dass dann möglicherweise auch einige wenige "Totalversager" davon profitieren, ist völlig nebensächlich.
Leider gibt es noch zu viele Menschen, die eben nicht teilen, sondern möglichst alles für sich wollen. Die sollten sich tatsächlich eine andere Gesellschaft suchen...

Was soll die Gleichmacherei?

Ich finde es ungerecht, denn wer viel und gut arbeitet, der soll auch etwas dvon haben und nicht dafür aufkommen müssen, dass die, die nicht, wenig oder schlecht arbeiten den gleichen lebensstandard haben.

Schreibt einer, der seit Jahrzehnten 10 und mehr Stunden/Tag arbeitet.

Schon 1974 in Dauphin (Kanada)

Positive Effekte dort:

- entschieden sich mehr Teenager dafür, die 12. Klasse zu besuchen
- Dauphin verzeichnete einen Rückgang der Krankenhausaufenthalte um 8,5 Prozent sowie ein Absinken der Scheidungsraten
- Das neue Gefühl der Sicherheit trug also anscheinend entscheidend zum körperlichen und seelischen Wohlbefinden der Teilnehmer bei und senkte ganz nebenbei die Kosten des Gesundheitssystems
- Der Arbeitsmarkt selbst brach - wie vorher befürchtet - nicht zusammen, im Gegenteil: Das umfangreiche Datenmaterial zeigt, dass einige der Testpersonen Geld in Anschaffungen wie Autos oder Schreibmaschinen steckten, die ihre Wettbewerbsfähigkeit auf dem freien Markt erhöhten
-Ein Leistungsabfall war lediglich bei Müttern mit kleinen Kindern und Teenagern zu verzeichnen - zuvor hatten beide Gruppen in der strukturschwachen Region häufig mit anpacken müssen, um die Familie durchzubringen.
Mehr Info´s einfach mal nach dem Mincome-Experiment suchen.

@ Jacob

"bekommt eine Familie mit drei kleinen Kindern dann 5.000,- € monatlich ??
wenn nein warum nicht ??"

Ein Kind bekommt bis zur Volljährigkeit 500€,
das macht dann3500€ für die Familie.

"bekommt ein Gutverdiener (5000,-€ netto) auch diese 1000,-€
wenn nein, warum nicht ??"

Ja klar, bekommt er.

" bei 10.000 Menschen komme ich für 24 Monate bei 1000,-€ mtl. auf 240 Mio €"

Dann gehst Du davon aus, dass die Empfänger nicht arbeiten und nicht konsumieren. So ist das aber nicht.

"von jedem Euro der dann verdient wird gehen 50% an den Staat... sonst wäre es ja nicht finanzierbar !!"

Ich bin selbständig. Zahle Arbeitgeber und Arbeitnehmeranteil an die Krankenkasse. Macht 30%. Meine Arbeitsleistung wird mit 19% Umsatzsteuer belegt. Ges. Rentenversicherung kann ich mir nicht leisten. ...

Noch Fragen?

@Experiment zum Grundeinkommen in .. 9:12 pkeszler

"Finnland".

Nicht nur dort.
Auch die Schweiz plant Ähnliches.

Höchste Zeit dem Legitimationsverlust der
sog. 1. Welt etwas entgegenzusetzen,
ansonsten droht noch mehr AfD' ähnliches.

Auch Finnnland und die Schweiz plagt ja
schon länger ein ähnliche Gruppierung.

Manchmal frage ich mich,

was einige Kommentatoren hier geraucht haben. Erklären Sie doch einmal einer Friseurin, dass sie für mindestens 160 Stunden im Monat, meist wohl mehr, Kreuzschmerzen und möglicherweise Hautproblemen weniger verdient als jemand, der währenddessen ausschlafen, spazieren gehen, fernsehen oder sich ins nächste Café setzen kann. Und gleiches gilt für viele andere Berufe, bei denen man mit € 950 bis € 1.100 netto nach Hause geht und vielleicht noch eine besch...ene Arbeitszeit oder ein mieses Arbeitsklima hat. Und dann wird sich vermutlich noch darüber aufgeregt, dass die Politik die Vermögen von unten nach oben schaufelt. Wer glaubt, er muss sich auf die faule Haut legen während andere seinen Lebensunterhalt verdienen, der braucht sich auch nicht beschweren, dass der andere Mercedes fährt und in einem eigenen Haus wohnt und er Straßenbahn und im Plattenbau haust.

Einfach mal

ausprobieren, statt rumlabern warum es nicht geht, und Feindbild "Faulenzer" vorantreiben....
Finnland ist noch ein Staat, und keine "Volksgemeinschaft" nationaler Gesinnung die in ALLEM was DIENT "Linkes Gutmenschentum" vermutet

Die Ente vom finnischen Grundeinkommen

http://www.nachdenkseiten.de/?p=29432

wer von ihnen wohnt denn

in Finnland? die wenigsten. ich tue es, seit mehr als 10 jahren!

liebe tagesschau, die zahlen, die sie hier verbreiten, stimmen so überhaupt nicht. das fängt schon beim arbeitslosengeld an und geht bis zum (geplanten) betrag. de rliegt nämlich nur bei 800€/monat.

ich bspw. befinde mich momentan in einer vom arbeitsamt "gesponsorten" umschulung. dieses grundeinkommen liegt somit knappe 190€ unter dem betrag, den ich im moment bekomme. 990€ klingt viel, ist es aber nicht, wenn alleine schon 100€ für bus im monat anfallen + alle anderen kosten. mit 800€ wäre das nicht zu schaffen.

was die zustimmung der bevölkerung angeht, so muss man die finnische mentalität kennen. die menschen hier sind obrigkeitshörig ("was die machen, muss schon stimmen"). die regierung holt sich rat bei wirtschafts"experten", die jeder erstsemester in wirtschaft binnen 10 minuten mit argumenten niedermacht. die schlange an den foodbanks wird immer länger und Sipilä/Soini nehmen den ärmsten immer mehr geld weg!

Die Arbeitslosen zu beiden Seiten der Jobcenterschreibtische

müßten ihre wertvolle Lebenszeit nicht mehr sinnlos in An-und Abfahrten zum Center und demütigenden Wartereien und Aggressionen, Sanktionsdrohungen usw. ergehen. Die in den Jobcentern "Arbeitenden" müßten sich ebenfalls für ihren Lebensstil eine neue ARBEIT suchen.

@ 08:58 von muzzle Die dann zu Hause bleibenden hatten demnach den Beruf, der ihnen keinerlei Spaß gemacht hat. Dann ist das auch gut so. Die bisherigen Billiglohnjobs würden nur noch bei LOHNENDEM Entgeld (und mehr Steuereinnahmen für den Staat)ausgeführt, und würden so motivierend. Das wäre dann nämlich Marktwirtschaft auf dem Arbeitsmarkt. Angebot und Nachfrage regeln dann den Preis!

Die Menschen, denen für ihre "Dasmacheichgernejobs" derzeit kein Geld gezahlt wird, werden sich ihrer Tätigkeit ohne Totalabsturz widmen, . Vielleicht wird daraus ja eine Geschäftsidee mit Mehreinkommen -und Steuern.

http://de.statista.com/statistik/daten/studie/158898/umfrage/aufhoeren-z...

@perchta

Zitat: Schreibt einer, der seit Jahrzehnten 10 und mehr Stunden/Tag arbeitet

Merken Sie eigentlich den Widerspruch ihrer Aussage?

Kopfrechnen

Ein bedingungsloses Grundeinkommen hat Charm, für die Umsetzung ist jedoch nicht der Wunsch, sondern der Kopf zuständig, und zwar mit einer Kleinigkeit, die den meisten Menschen fremd ist: Kopfrechnen. Das gilt nicht nur für den Artikel, in dem 20 Millionen € bereitgestellt werden, um 240 Millionen € Kosten zu stämmen, dies gilt auch für die hiesigen Jubler. Das jährliche deutsche pro-Kopf-Steueraufkommen liegt bei etwa 7.500€, für ein monatliches BGE iHv 1.000€ werden aber 12.000€ benötigt. Ergo: geht so nicht. Selbst wenn Kinder bis 18 Jahre nur hälftig bedacht werden, reicht das Geld nicht. Natürlich kann man Steuern erhöhen, dann kann zwar der notwendige Betrag für das BGE erreicht werden, dafür müssen aber immernoch alle öffentlich Angestellten entlassen werden.
Also bitte, wer so etwas möchte sollte auch Rechnen können und aufzeigen, woher wieviel Geld für das BGE zur Verfügung stehen könnte.

@Gerhard Liebig

Der Rechenfehler liegt bei Ihnen. Im Artikel heißt es, dass das Experiment in 2 Jahren laufen soll. Nicht, dass 2 Jahre gezahlt wird.

Wenn das Geld alleine schon

Wenn das Geld alleine schon eine Umlaufsicherheit (Garantie) hätte und somit nicht gehortet würde und momentan nicht benötigtes Geld zu einer "Richtigen" Bank, die lediglich für den Geldumlauf zuständig wäre, brächte, die dieses dann wiederum über Dahrlehen anderen Wirtschaftsteilnehmer anbietet, wäre der Weg für einen gewissen Wohlstand für Jedermann geebnet.

@GerhardLiebig: »Lohnsinken«

»Das ›BGE‹ wird ein Sinken der Löhne zur Folge haben«

Nicht notwendigerweise. Denn die Lohnfindung ist nach wie vor eine Sache der Tarifpartner, also u.a. der neuen Partikuliere und der Gewerkschaften.

Vielmehr kann ein Arbeitskraftgeber nun etwa bei vernünftig betrachtet ›überflüssigen‹ Tätigkeiten (wie viele Callcenter-Jobs – selbstverständlich nicht alle, bevor damit noch jemand kommt) dem Arbeitsplatzanbieter erläutern, dass er seinen Müll ohne angemessenes Gehalt gerne alleine machen kann.

Sicherlich wird dann fraglos auch die eine oder andere Callcenterstelle ressourcenschonend wegfallen.

;-)

Na endlich!

Endlich jemand, der den Praxis-Test wagt.

Nur so zeigt es sich, wer richtig liegt. Wahrscheinlich wird es eine Klatsche links und rechts für die "Bedenkenträger", für die ewigen "WENN..." und für die selbsternannten Propheten und Weissager, die alles 1. besser und 2. schon im Voraus wissen.

Aber selbst wenn der Test negativ ausfällt, wissen wir alle, ausser unseren selbsternannten Propheten natürlich, mehr und können das Thema als abgehakt betrachten oder über Alternativen nachdenken.

Vorteile hat es zweifellos. Die schon mehrfach angesprochene Erpressung der Arbeitnehmer hat keinen Boden mehr.

Die Unternehmen können an den Löhnen kräftig sparen, was, richtig eingesetzt, ein Wettbewerbsvorteil ist, aber umstrittene Geschichten wie Mindestlohn und sogar Gewerkschaften entfallen dann auch, denn kaum jemand wird mit dem GE einen Job annehmen, wo man womöglich noch draufzahlt. Es wird sich völlig im Sinne der Kapitalisten von selbst einpendeln. Angebot und Nachfrage eben.

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@Links2 3 4 um 10.03

was sie hier als "positive effekte" anführen, ist nichts anderes, als eine gesellschaft dahingehend zu manipulieren, dass sie robotermässig auf leistung getrimmt wird. jegliches individuelle fällt hinten runter. auch da lässt Orwell grüssen.

wenn sie (andere kommentatoren) hier in anderen foren gerne von staatspropaganda a la russland reden, dann empfehle ich ihnen sich das mal hier in Finnland zu gemüte zu führen. ist dasselbe in grün. die regierung findet wieder was, um die masse in ihrer persönlichen freiheit zu beschneiden ("tu dies", "das ist gut für dich", "so musst du leben") und schwupps, sitzt am nächsten morgen im aamu-tv (frühstücksfernsehen) im staatlichen sender YLE ein von der regierung bezahlter sog. experte und erklärt ihnen, dass sei ja nun das beste, seit der erfindung von geschnitten brot.

mir langt sowas schon, weil es mein recht auf freie entfaltung beschneidet. brauch ich schon gar nicht so ein auf lesitung getrimmtes modell!

Soziallismus pur

Grundeinkommen schön, ist das überhaupt finanzierbar? Solidarität hat Grenzen, bei den Sozial-Ökonomen bin ich skeptisch. Seit der Jahrtausendwende sind die mittleren und kleinen Einkommen wenig oder garnicht gestiegen die Geldreserven der "Reichen" überpropotionals angewachsen. Kann mir nicht vorstellen das die an höheren Abgaben interessiert sind. Glaube nicht das das kommt, würde nochmals eine Flut an Asylanten hervorrufen!

Eigentlich ein tolle Idee....

....das Problem was ich sehe ist das es ein "Experiment" ist, sozusagen eine Blackbox, ein System innerhalb eines anderen Systems. Wie aussagekräftig die Ergebnisse sind muss abwarten. Aber immerhin.... der Erste der es sich traut.....viel Erfolg!

Was soll die Gleichmacherei?

Ist es gerecht, wenn einer pro Stunde 1000x (und mehr als 1000x mehr) verdient als andere? Der Lohn sollte mindestens dazu ausreichen, ein menschenwürdiges Leben führen zu können. Das Problem ist die allzu große Schere zwischen Reich und Arm. Deswegen wird es immer wieder Streit geben. Ich habe eine bessere Idee als das „bedingungslose Grundeinkommen“: Die 43 Millionen Einkommensbezieher werden kurz vor Weihnachten nach ihrem Jahreseinkommen aufgelistet. Von jedem Einkommen wird der durchschnittliche Tagesverdienst errechnet. Am „Heilig Abend“ tauscht der erste auf der Liste ein Tageseinkommen mit dem letzten, der zweite mit dem vorletztem usw.. Diese Aktion wird jedes Jahr wiederholt. Das so erzielte Zusatzeinkommen wird im folgenden Jahr angerechnet. Keinem wird diese Verteilung wehtun. Und es wäre endlich möglich, unser Sozialversicherungssystem einfacher zu gestalten.
Schreibt einer, dem es aufgrund eigener Leistung sehr gut geht.

09:58 von perchta

"Ich finde es ungerecht, denn wer viel und gut arbeitet, der soll auch etwas dvon haben und nicht dafür aufkommen müssen, dass die, die nicht, wenig oder schlecht arbeiten den gleichen lebensstandard haben.
Schreibt einer, der seit Jahrzehnten 10 und mehr Stunden/Tag arbeitet."

Es will Ihnen doch keiner Ihr Geld nehmen! Da Sie eine Arbeit haben (kann nicht jeder von sich sagen), die Ihnen offenbar "viel" einbringt (können noch weniger von sich sagen), bleibt bei einem Grundeinkommen für Sie doch alles beim Alten. Sie werden immer noch viel mehr haben, als das Grundeinkommen ausmacht. Wo ist für Sie das Problem? Ein Gefühl, ungerecht behandelt zu sein, ist und bleibt ein Gefühl - das übrigens die weniger Glücklichen auf dem Arbeitsmarkt auch haben...

@garden.of.delight

Falsch kombiniert. Schon richtig , das das Lohnniveau bei einem Grundgehalt das zu einem einfachen Leben reicht sinken wuerde, aber gleichzeitig wuerde der Konsum zunehmen (19% Mwst.!!) und der Absatz steigen! Sprich mehr Arbeit entstehen. Zudem die Firmengewinne und somit das Steueraufkommen steigen. Bezahlt wuerde das Ganze dann praktisch durch gestiegene Gewinne aus Automation und moderaten Loehnen. Fazit: Das Grundeinkommen birgt wenig Risiken aber sehr viele Chancen fuer Alle! Wer mehr will KANN ja mehr arbeiten und sich mehr leisten. Wer weniger oder gar nicht arbeitet hat halt weniger. Ich sehe da kein Problem ausser Neid und Missgunst. DA duerfte, zumindest in der Anfangsphase das Problem liegen. Zumindest wuerde das geradezu perverse Verteilungsproblem gemindert, sprich: Den Automatenbesitzern , die sich exorbitant bereichern seit Jahrzehnten , ein bischen weggenommen. Hunger werden die dadurch sicher nicht leiden muessen.

Einige die sich jetzt

freuen haben nicht besonders gut gerechnet ;-).
Seit Tagen gibt es schon Artikel über den Versuch und das auch die Schweiz einen machen wird.

Der Grund ist einfach, man will den Billiglohnsektor ausbauen.
Leben kann man von den Summen nämlich nicht.

Hier aus einem anderen Artikel.

" Modellrechnung für Deutschland

Wie unterschiedlich Geld in diesen beiden Modellen verteilt würde, wird klar, wenn man sie in deutsche Verhältnisse übersetzt: Was wäre, wenn in Deutschland ein Grundeinkommen nach dem Schweizer Modell eingeführt würde - und was bei der Einführung des finnischen Modells?

In der Modellrechnung entsprechen die 2500 Schweizer Franken vereinfacht 1500 Euro. Weiter wird angenommen, dass alle im Alter von 16 bis 65 Jahren die volle Summe erhalten; Kinder und Rentner erhalten jeweils die Hälfte - im Schweizer Modell also 750 Euro, im finnischen Modell 332 Euro. "

Das ist erstens Ungerecht und die Marktwirtschaft würde sofort für höhere Preise sorgen.

Gruß

Wie wäre es, wenn der Staat

Wie wäre es, wenn der Staat Leuten Geld gibt, die mindestens eine Teilzeitbeschäftigung haben? Dann würden sich die Langzeit-arbeitslosen dazu "herablassen" Arbeit anzunehmen, die sie sonst nicht gemacht hätten. Denn Arbeitsplätze gibt es immer, nur die Menschen leben viel lieber auf Kosten des Staates, als solche Jobs anzunehmen.

nicht überbewerten

(ich lebe in Helsinki)
Die Regierung hat durch massiven Sozialabbau viele Menschen in Hunger und Armut getrieben. Es hat Massendemonstrationen von zigtausenden von Menschen gegeben in Helsinki, die leider hier in der Tagesschau völlig unerwähnt blieben. Nun braucht die Regierung was positives auf der sozialen Seite um das allerletzte Vertrauen zu retten was noch da sein könnte. Der Unterschied zwischen Grundeinkommen und Sozialhilfe oder Arbeitslosenhilfe ist im Grunde rein formal. Aber man kann sich als fortschrittlich rühmen. Und da die Linkspartei und die Grünen das Projekt loben, kommt Lob von der Opposition. Das wirkt natürlich intensiver als wenn man sich nur intern unter Kepu, Persut und Kokoomus gegenseitig lobt. Anschliessend wird es weiter gehen mit der sozialen Demontage und Austeritätspolitik aufgrund der massiven Wirtschaftskrise.

@GerhardLiebig: »Woher soll das Geld kommen?«

Z.B. durch Abschöpfen eines weiter als heutzutage gehenden Gewinns der sprichwörtlichen »Reichen«.

Wohlgemerkt des Gewinns, nicht des Vermögens. Wer als Privatier ohne zu arbeiten, also leistungslos, zulasten derjenigen, die tatsächlich die Arbeitenden sind, (hohe) Kapitalgewinne erwirtschaftet, hat dann eben nicht max. 25% Kapital-/Zinsgewinnsteuer abzuführen (ein Arbeitender muss heute bis zu 43% abdrücken! Da kann die Lohnsteuer aber auch gerne weiter anziehen), sondern dann vielleicht schrittweise bis zu 75%.

Mit den restlichen 25% Gewinnanteil wird jener Privatier bestimmt nicht verhungern.

Ach ja. Dann ist da noch die olle Idee der Besteuerung des Kapital-/Aktienhandels. Wie war das noch? 0,1% Steuer auf Aktienbewegungen bringen auch Milliarden.

re standarddeviation

"Das bedingungslose Grundeinkommen ist ja irgendwie auch letztlich dann die Realisierung dessen, was das Grundgesetz ohnehin vorschreibt, nämlich dass niemand seines Existenzminimus beraubt werden darf."

Da interpretieren Sie das GG aber falsch.

Staatliche Beihilfe zum Existenzminimum tritt dann ein, WENN jemand es nicht aus eigenen Kräften aufbringen kann.

"Allein die eingesparten Bürokratie- und Gerichtskosten würden die höheren Ausgaben auffangen"

Das ist erstmal reine Spekulation (oder Wunschdenken?) ohne jede Datenbasis.

"Wohn-Heizkosten + Hartz-IV-Regelsatz + X = Grundeinkommen (Existenzminimum)"

Ist auch falsch. Existenzminimum ist Wohn-Heizkosten + Hartz-IV-Regelsatz OHNE X. Ihre Formel ist Existenzminimum PLUS X. Womit Sie definieren, dass das bedingungslose Grundeinkommen MEHR als Existenzminimum sein soll. Und widerspricht Ihren Ausführungen zum GG.

das gibt es in Deutschland schon seit Kanzler Schröder

es wird Hartz 4 genannt.
Wohnung, Krankenkasse, GEZ-Gebühren + Bargeld.
In meinem 2nd hand shop, den ich seit 5 Jahren betreibe ist ein großer Teil ALG2 Bezieher, und das auch schon seit mindestens 5 Jahren.
Die Neigung zur Annahme einer Tätigkeit ist durch den Bezug nicht gestiegen, wie es Herr Werner (Gründer DM Drogeriemärkte), ein Verfechter des Grundeinkommens, immer propagiert. Die Zahl der bezugsberechtigten Kinder allerdings.
Die erwebstätige Bevölkerung schafft es, das zu schultern.
Aber 80 Millionen Bezieher von z.B. 1000€ im Monat, bedeutet 80Mrd € und das 12 Monate. Das ergibt ca 1000 Mrd € im Jahr.
Da kann Herr Schäuble sich von seiner schwarzen Null verabschieden.

10:10 von Garfield215

"...Erklären Sie doch einmal einer Friseurin, dass sie für mindestens 160 Stunden im Monat, meist wohl mehr, Kreuzschmerzen und möglicherweise Hautproblemen weniger verdient als jemand, der währenddessen ausschlafen, spazieren gehen, fernsehen oder sich ins nächste Café setzen kann. ..."

Da muss man nicht viel erklären, denn diese Dame (oder Herr!) hätte ebenfalls das BGE zur Verfügung. Könnte sich also überlegen, ob sie 160, 80, oder nur 40-20 Stunden im Monat arbeitet. Kreuzschmerzen und Hautprobleme ade. Und die Frisur müsste nicht einmal teurer werden, denn die Lohnkosten verteilten sich nur auf mehr Friseure. Bei der Schwemme von Haarschneideinstituten zur Zeit wohl auch deshalb eine gute Lösung.

Ich denke, man kann nicht gleichzeitig annehmen ...

..., dass weniger gearbeitet wird - etwa, weil die menschen im Grunde doch "faul" sind und dass zugleich auch noch dieLöhne sinken: Nach bisheriger Erfahrung werden knappe Güter teurer! Wenn also viele den miesen job lassen, weil er eh kaum mehr als das Existenzminimum bringt, dann müssen also in diesen Bereichen die Löhne steigen und die Arbeit muss attraktiver werden!

Da ist dann übelste Ausbeutung in Jobs, welche kaum mehr als die Grundsicherung bringen, erst einmal nicht mehr möglich - zumindest von denen, die dann Anspruch auf die Leistung haben - also Staatsangehörige oder Gleichgestellte sind.

Die Frage ist, ob dann nicht ausländische AN alle miesen Arbeiten im Lande für noch weniger Geld machen - und die Raffkes kassieren hohe Gewinne und die Staatsangehörigen machen sich 'nen netten Lenz - ob man also letztlich eine Sklavenhaltergesellschaft etabliert, die gemeinsam von der Existenznot unterdrückte im Lande ausbeutet (statt wie bisher in anderen Ländern)!

Viel Spannender...

... ist doch die Frage ob ein Kapitalismus mit ZinsesZins basierter Geld-Diktatur funktionieren kann (was ja auch viele faszinierend finden).

eigentlich eine gute Idee

aber dann brauchen wir uns um die "Zuwanderung" keine Gedanken mehr zu machen!

Grundsätzlich vernünftig

Wenn man das Machbare (siehe mein obiger Kommentar) berücksichtigt gibt es sinnvolle Vorteile eines differenzierten bedingungslosen Grundeinkommens. Neben einer humaneren Gesellschaft ist es vor allem der Umstand, dass es finanziell lohnend wird, auch geringfügige Beschäftigungen einzugehen. Das anteilige Kürzen des ALG bei einer Beschäftigungsaufnahme ist der größte Anreiz, keiner Arbeit nachzugehen. Differenzierung ist ebenso notwendig, da Rentnern durchaus mehr zusteht, als jungen Leuten, die zumindest sich etwas hinzuverdienen können. Ebenso macht es wenig Sinn Kindern das volle BGE zuzugestehen. Dies wäre nur ein Anreiz, das BGE mit der schönsten Nebensache der Welt aufzubessern. Und ganz oben steht natürlich das BGE so niedrig anzusetzen, dass der Anreiz sich etwas hinzuzuverdienen genügend groß ist. Wenn man berücksichtigt, dass die gesamte ALG II Leistung für eine 4-köpfigen Familie dem Nettoeinkommen eines 35-jährigen Zugführers entspricht, kann das BGE nur kleiner ausfallen.

Prima, ein Grundeinkommen!

Endlich können wir alle zuhause bleiben und uns viiieelll mehr Zeit für Frau und Kinder nehmen.

Ach, was freue ich mich drauf.....

Fragt sich nur wie die Lebensmittel in den Supermarkt kommen.

Is´ mir egal....

aber es sind immer die

aber es sind immer die anderen die innovativ sind.

Das Bedingungslose Grundeinkommen wird den Niedriglohnsektor in einen sektor verwandeln in dem jeder von seiner Arbeit sein leben vernünftig finanzieren kann und nicht unwürdig leben um den überfluss weniger zu finanzieren.

Es ist auch finanzierbar ,es gab schon mehrere Rechenbeispiele und keine sorge die Menschen werden auch weiterhin zu ihrer Arbeit gehn,andere werden mehr Zeit finden ihrer wohltätigen ehrenamtlichen tätigkeit nach zu gehen für die sie jetzt wenig zeit haben weil es finanziell nix dafür gibt.
Man geht ja nicht nur arbeiten wegen dem Geld sondern wegen der sozialen kontakte,anders ist es doch nicht zu erklären das Menschen obwohl schlecht bezahlt weiterhin malochen gehn.
Der Mensch darf nicht dem Markt überlassen werden ,er muss aus dem Kreislauf von Angebot und nachfrage herausgehalten werden.
Nur wer Geld hat kann es auch ausgeben,deswegen ist eine erhöhung der unteren einkommen die beste konjunkturspritze.

@Garfield215

Erst Gehirn einschalten , dann schreiben . Die arme Friseurin bekommt ja auch die 1000 € Grundsicherung . Damit hat sie doch wohl deutlich mehr als heute zur Verfügung

10:18 von Ritchi

"...Ergo: geht so nicht. Selbst wenn Kinder bis 18 Jahre nur hälftig bedacht werden, reicht das Geld nicht. Natürlich kann man Steuern erhöhen, dann kann zwar der notwendige Betrag für das BGE erreicht werden, dafür müssen aber immernoch alle öffentlich Angestellten entlassen werden.
Also bitte, wer so etwas möchte sollte auch Rechnen können und aufzeigen, woher wieviel Geld für das BGE zur Verfügung stehen könnte."

Können Sie mir sagen, wo die ca. 20 Milliarden aus dem Saldo der Import/Exportgeschäfte Deutschlands jeden Monat des letzten Jahres bleiben?
Ob das ein Ansatz wäre?

Mit der Industrie 4.0 werden

Mit der Industrie 4.0 werden lt amerikanischer Studien in den USA ca 70% der derzeitigen Arbeitsplätze wegfallen. Nicht unbedingt aber die Gewinne der Wirtschaft. Das wird in Europa nicht anders sein. Ein Grundeinkommen ist also der logische Schluss aus diesem Problem, denn ohne Geld kann auch der Ärmste nicht überleben und für Umsatz sorgen.

Grundeinkommen = Sozialabbau

Durch dieses Grundeinkommen werden andere Sozialleistungen wegfallen. Dadurch erhalten die Menschen weniger Sozialleistungen als vorher, werden also schlechter gestellt.
Wenn Neoliberale wie Olli Rehn von "starken Anreizen für Arbeit und Unternehmertum" und "Vereinfachung des Sozialsystems" reden, ist immer Sozialabbau gemeint. Schade, dass die Leute das nicht begriffen haben und diesem Grundeinkommen auf den Leim gehen.

Fälschlicherweise wird immer

behauptet, der Sozialismus ist gescheitert.
Ist es nicht eher so, dass der Mensch am Sozialismus gescheitert ist?
Klar, kapitalistisches Gequatsche ist das nicht.

Jeder bekommt Geld!

Viele, die sich hier empören, haben das Prinzip des Bürgergeldes immer noch nicht verstanden:
Jeder (!) würde das Bürgergeld bekommen, d.h., die Friseuse mit 1000,- Gehalt bekommt dann doppelt so viel Geld wie jemand der nicht arbeitet!
Das Problem, dass man, trotz Arbeit, kaum mehr als ein Harz IV Empfänger hat, soll durch das Bürgergeld ja gerade gelöst werden!

Geld hat doch grundsätzlich

Geld hat doch grundsätzlich nur den Wert, den wir ihm zumessen. Also ist es ein rein virtueller Wert. Der ist weder Gottgegeben noch ein Naturgesetz. Ergo ist es nicht nötig, das der Eine mehr davon hat als der Andere. Wir brauchen dringend die Freiheit von existentiellen Problemen. Weltweit. Danach geht's dann auch endlich voran mit der Menschheit.

neoliberal

Das BGE ist ein neoliberales Anliegen. Es geht um die staatliche Subvention von Arbeit, weil diese nicht mehr dazu in der Lage ist ihren Wert einzufordern. Schuld sind eine perfide und systematische Bekämpfung von Gewerkschaften und Betriebsräten sowie der unverhältnismäßige Mediale Fokus auf banale/oberflächliche "Probleme" (Kultur, Religion, Herkunft) während die wirtschaftlichen "Eliten" schon lange global/international denken und handeln. Das BGE ist, ähnlich wie der Mindestlohn, nichts weiter als ein bevormundendes Almosen für jene die nicht mehr dazu in der Lage sind solidarisch ihre wirtschaftlichen Interessen zu vertreten. Es sind zwar neue, aber auf absehbarer Zeit auch sehr wahrscheinlich erst mal wieder die letzten Versuche über die mangelnde Eignung dieses Wirtschaftssystems, allen beteiligten auf Dauer einen gerechten Anteil bieten zu können, hinweg zu täuschen.

In der zweiten Woche

Meines Weihnachtsurlaubs kam mir schon mehrfach der Gedanke, dass es eigentlich spannender wäre jetzt zu arbeiten. Ständiges rumhängen und nichts tun wäre für die meisten Menschen wohl keine Alternative. Zumal man mit Job immer mehr verfügbares Einkommen haben wird als ohne.

Allerdings führt das BGE dazu, dass Jobs weniger nach Produktivität und mehr nach Belastung für den Arbeitenden bezahlt werden. Um noch jemanden zu finden, der/die trotz BGE die versifften öffentlichen Toiletten putzt, wird man mehr Geld locker machen müssen, während Bürohengste vielleicht etwas einbüßen werden.

@Garfield215

Hier der selbe Denkfehler. Die Friseurin wuerde dann 2100 € netto verdienen, koennte sich so mehr leisten und nun Druck ausueben und mehr Lohn verlangen(mit der Drohung ganz aufzuhoeren) oder nur noch Halbtags arbeiten ohne Stress. Da dies fuer ALLE gelten wuerde, kaeme auch ein neues Zeitalter der ARBEITNEHMER . Schluss mit burnout und dessen Folgekosten ueber das Gesundheitssystem was ja heute eher ein Krankheitssystem ist.

Randbemerkungen

Wie sagte Kohl seinerzeit?: " Freizeitpark Deutschland "

Meine klare Meinung dazu: Kein Geld ohne Leistung.

Weitere klare Meinung meinerseits dazu:

Selbstverständlich müssen unschuldig in Not geratene Bürger unterstützt werden, das ist auch Aufgabe des Staates. Aufgabe des Staates ist aber nicht Sozialschmarotzern ein schönes arbeitsfreies Leben zu ermöglichen.

Schon mitbekommen? Der Staat sind wir und wir bezahlen das denn.

Euer H.v.B.

Herr Werner

..hatte ausgerechnet, dass ein Grundeinkommen - für Landesbürger - genauso teuer würde, wie die ganzen Sozialleistungen, die mit erheblichem Verwaltungsaufwand sowieso gezahlt werden! Das war der Ansatz - Verwaltung sparen! Was für ledige Mütter und deren Kleinkinder und manchen anderen wie ein Segen erscheint, ist auf den zweiten Blick ein faules Ei, denn die Finanzierung soll über eine gigantische Mehrwertsteuer erfolgen. Das bedeutete, 1000 Euro wären bei weitem nicht genug und die Misere wäre dieselbe wie bei Hartz 4 jetzt schon. Auch fühle ich mich an Wells' "Time Machine" erinnert. Dort gibt es zwei verschiedene Menschenarten. Die Schönen und die Morlocks, die die Dreckarbeit machen....Das würden dann die Nicht-Landesbürger sein....

@ Joribo

Danke für die Info. Ich denke, die Finnen werden es am besten wissen, was das bedeuten soll.
So lange der "homo oeconomicus" weiter voranschreitet, kann ich mir nicht vorstellen, dass es für die Masse eine Erleichterung bringen soll. Wahrscheinlich wieder nur ein Getrickse, um die Leute zu beruhigen. Die Raubtierkapitalisten werden nämlich nicht auf einen Teil ihrer Beute verzichten.
Alle Bürger der EU sollten sich für eine Rückkehr zur sozialen Marktwirtschaft einsetzen.

Goldener Boden

Wer kann sich daran erinnern...? " Handwerk hat goldenen Boden ". Damals konnte ein Handwerke mit seinem Lohn auch seine Familie ernähren das geht doch schon lange nicht mehr. Und den vor erwähnten Spruch nimmt auch kein Politiker mehr in den Mund.Warum wohl.....?

re agent lemon

"Hier der selbe Denkfehler. Die Friseurin wuerde dann 2100 € netto verdienen, koennte sich so mehr leisten und nun Druck ausueben und mehr Lohn verlangen(mit der Drohung ganz aufzuhoeren) oder nur noch Halbtags arbeiten ohne Stress."

Ob sich allerdings dann noch jemand einen Haarschnitt im Friseurgeschäft leisten kann kommt in Ihrem Modell nicht vor.

Was würde dass denn Ihrer Kalkulation nach dann kosten?

@guttMensch: »BGE ist ein neoliberales Anliegen«

»perfide und systematische Bekämpfung von Gewerkschaften und Betriebsräten«

Das muss nicht sein!
Richtig ist, dass bereits Parteien wie FDP und CDU an Bürgergeld-Ideen gedacht haben. Dort aber immer im Sinne eines Kombilohns, also Senkung der Erwerbslöhne unter einem staatlich subventionierten Ausgleich durch Bürgergeld (also gerade keinem BGE).
*Sowas* ist sicherlich abzulehnen.

Ein BGE muss aber immer getrennt bleiben von tarifparteilicher Lohnfindung. Und da sind dann wieder die Gewerkschaften am Zuge (wie freilich auch jeder einzelne Arbeitskraftgeber).

Wortstamme

"In dem Fall würden wir erwarten, dass mehr Menschen eine Arbeit suchen. Wenn man aber denkt: der Menschen ist grundsätzlich faul, dann werden weniger arbeiten und es wird teurer als heute" (der Wissenschaftler):
Diese Prognose dieser Antiproportionalen Beziehung ist ja wohl sehr gewagt (Behauptung, allenfalls eine gewagte Hypothese), Arbeit hat doch weder eine Beziehung zu Einkommen nocht zu Faulheit, sondern kommt aus der Ökonomie, hat Arbeit überhaupt ein Gegenwort?

Solche halte ich doch für sehr subjektive Verknüpfungen die individuell jeder gerne für sich machen kann, den anderen sollte man dieses Selbstbestimmungsrecht, z.B. was Arbeit ist, aber auch gönnen!

Könnte nicht sogar Fauhlheit den interviewten Wissenschaftler erst dazu motiviert haben, ein solcher zu werden und z.B. kein Bauarbeiter?
;)

Viel zu wenige.

10.000 ist doch gar nichts.
Warum dürfen nicht 10.000.000 daran teilnehmen? Und die Höhe des Betrages ist garantiert auch viel zu niedrig.
Jeder weiß: der Mensch ist ein Arbeitstier.
Er kann nicht leben, ohne (mit oder ohne viel Bewegung) für seine Mitmenschen da sein zu wollen. Weg von der irrsinnigen Einstellung, Leistung muss sich lohnen - das Leben soll sich lohnen!

Illusion

Warum sollte ein Mindestlohnverdiener, der ca. 1000 € Netto im Monat hat, noch arbeiten gehen. Die Löhne müssten sich verdoppeln, damit die Rechnung aufgeht. Die Ausgrenzung von Arbeit erinnert sehr stark an eine Zoofütterung, wo sich die Tiere um ihre Versorgung und täglichen Existenzkampf nicht kümmern müssen. Sind sie aber glücklich?

re hagbard c

"Jeder (!) würde das Bürgergeld bekommen, d.h., die Friseuse mit 1000,- Gehalt bekommt dann doppelt so viel Geld wie jemand der nicht arbeitet!"

Sie muss nun aber statt Steuern zu zahlen für einen, der nicht arbeitet, immer noch Steuern zahlen für den, der nicht arbeitet, und für sich selbst, um ihr eigenes BGE zu finanzieren.

Nackte Zahlen

Für ein bedingungsloses Grundeinkommen muss das Machbare betrachtet werden. Die gesamte Lohn- und Einkommenssteuer in Deutschland beträgt etwa 200 Mia. €. Eine Verdoppelung(!) würde ein monatliches pro Kopf BGE iHv etwa 200€ ermöglichen.
Das verfügbare Vermögen aller Deutscher beträgt etwa 5.000 Mia. €. Fünf Prozent (mehr würde sicherlich an die Substanz gehen) hiervon jährlich abgezweigt würde ein monatliches pro Kopf BGE iHv etwa 260€ ermöglichen.
Selbst wenn man noch alle durch ein BGE ermöglichte Einsparungen hinzunimmt, ist leicht zu erkennen, dass mehr als 500€ pro Kopf monatlich nicht finanzierbar sind.

und wer soll das alles bezahlen?

War doch klar, dass dieses "Argument" kommen wird. Hier die Antwort:
Das werden die von ihrer Arbeit finanzieren, die jetzt von ihrer Arbeit die leistungslosen Einkommen der Reichen und Superreichen finanzieren. Klingt doch irgendwie ganz vernünftig, oder? Wer sich so sehr vor der vermeintlichen "Faulheit" der arbeitenden Menschen fürchtet, gehört wohl zu denen, die von deren Fleiß seither ganz gut gelebt haben. Da hält sich mein Mitleid allerdings in Grenzen.

@Nny: »Grundeinkommen = Sozialabbau«

»Durch dieses Grundeinkommen werden andere Sozialleistungen wegfallen«

Das müssen sie nicht.

Wer einer Erwerbstätigkeit nachgeht, dabei schnurz, ob selbständig oder abhängig, soll(te) davon immer noch in die Arbeitslosen-, Renten- und ges. Krankenversicherung einzahlen – und zwar proportional zu seinem Einkommen. Folglich von dort auch im Eintrittsfall Leistungen erhalten.

Die Leistungen mögen freilich nicht linear erfolgen. Wer etwa immer um die 1k€ netto Lohn erhält, erhielte davon etwa eine hohe Rente, sagen wir 90% des Nettolohns (900€), vielleicht sogar mehr; wer aber evtl. 50k€ Gehalt zur Verfügung hat, braucht davon keine 90%, der ist auch mit 10% (immer noch 5k€) gut bedient. Dér hat ja auch Geld übrig, privat vorzusorgen, derjenige mit 1k€ hat das nicht.

Ein BGE soll(te) von weitergehenden Sozialleistungen und der Lohnfindung und immer unabhängig bleiben.

@Izmi

Wenn ENDLICH die Steuersparmodelle der Grosskonzerne gobal zertreten, die Kanalinseln und weitere Fluchthaefen verriegelt und ENDLICH von den reichsten 10% NUR die Steuerlast eines normalen Arbeitnehmers verlangt wuerden, wuerde sich eine Flut von Wohlstand ueber diesen Planeten ergiessen ohne das es diese Superreichen auch nur merken wuerden. Bedingungsloses Grundgehalt= Ende der Ausbeutung und Lohnsklaver
ei. So einfach ist das. In 15 Jahren
duerfte 80% der gesammten Weltproduktion(incl. Landwirtschaft) voll automatisie
rt sein. Es kann nicht sein, das die Fruechte daraus nur einer winzigen Minderheit zufallen.

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